Notfellchen

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SophieHaku

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Hallo erstmal :)
Ich hatte noch nie eine Katze, aber beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema, weil ich sehr gerne eine adoptieren würde. Da ich nur in einer 45m² Wohnung + Balkon lebe sind 2 Katzen ausgeschlossen, aber eine einzelne fühlt sich ja normalerweise nicht wohl. Jetzt hab ich die Tierheime in meiner Umgebung länger beobachtet und einen ca. 5 Jahre alten Kater gefunden, der extra nur alleine vermittelt wird. Er ist ein Sorgenkind, weil er draußen gefunden wurde und sich dort einen bösen Hautausschlag zugelegt hat, welcher aber laut Tierheim behandelt wird bevor er vermittelt würde. Ich hab mich so oder so in ihn verliebt, aber habe da noch ein paar Fragen und wäre sehr dankbar, wenn mir jemand mit Erfahrung da weiterhelfen könnte! :)

Ich hab mir viele Gedanken über Wohnungskatze/Freigänger gemacht und tendiere eigentlich sehr zu Wohnungskatze, da ich zwar in einem sehr ruhigen Teil Hamburgs wohne, in dem es sicher kein Problem wäre wenn er rumläuft, allerdings ist es auch nicht weit bis zu 6-spurigen Straßen. Ich nehm an Wohnung ist da besser, oder? Weiß nicht wie weit Katzen ihre Kreise dann doch ziehen :D

Außerdem überlege ich auch stark bezüglich verreisen mit Katze/Katze alleine lassen. Ich kenne es von früher, dass wir Hunde an Freunde abgeben konnten, ist das bei Katzen (falls sie sich mit den Aufpassern verstehen natürlich) auch möglich oder ist es besser sie in der eigenen Wohnung zu lassen und besagte Freunde lieber nur Wasser/Futter/Klo wechseln zu lassen? Dazu kommt ja noch, dass er Einzelkater ist (wird ja so vermittelt), da wird er doch total einsam oder? Und auch wenn ich außer Haus muss, ich bin Studentin und muss schon mal 4h in die Uni (wenn Corona vorbei ist) auch 3-4x die Woche, geht das? Für "längere Urlaube" (1-2 Wochen) habe ich viel über Catsitter gelesen, hat da jemand Erfahrung mit?

Würde mich sehr freuen, wenn ich ein paar Meinungen, Ideen oder sonstiges hören könnte! Möchte dem kleinen Notfellchen unbedingt ein schönes Zuhause geben, aber natürlich nur, wenn ich dazu überhaupt die Möglichkeit habe. Vielen Dank schonmal! :D
(PS: Mir ist bewusst wie lange Katzen leben, das ist kein Problem mit meinem Studium, hab ich gut durchdacht. Bin selbst mit Hunden aufgewachsen, daher weiß ich, wie viel Verantwortung man übernimmt und wie viel Zeit man sich nehmen muss)
LG!
 
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Irmi_

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Grüß Dich.
Ich find das richtig gut, dass Du Dir so viele Gedanken bereits vor der Anschaffung machst. :smile:

Bezüglich Einzelkatze.
Einzelkatzen sind anstrengend. Und sie sind bei Wohnungshaltung noch anstrengender.
Ich persönlich würde mir diesen Schuh nicht anziehen wollen.

Bei der Wohnungsgröße... hmmm. Ich bin ein bisschen der Meinung, entweder ist sie groß genug für zwei oder auch für eine zu klein.
Schließlich bietet ein Artgenosse auch einen erheblichen Teil der in Wohnungshaltung dringend benötigten Unterhaltung. Mit weniger Wohnfläche und ohne Artgenossen fallen da halt gleich zwei Dinge weg.

Mit 5 Jahren... hmmm. Ich denke, ich würde trotzdem versuchen ihn zu Vergesellschaften wenn ich ihn nehmen würde. Er wäre bei weitem nicht das erste angeblich unvergesellschaftbare Tier, das dann doch Freude an Artgenossen hat.


Ich bin ja Freigängerhalterin, wohne in einen Dorf. Die Katzen laufen erfahrungsgemäß weiter als man denkt. Aber es gibt individuell riesige Unterschiede und wie sich ein Tier letztendlich verhalten wird weiß man erst wenn es so weit ist.

Es gibt mittlerweile auch Katzenpensionen, aber in der Regel lässt man das Tier von Freunden/Bekannten/Nachbarn/Catsitter in der eigenen Wohnung versorgen. Für die meisten Tiere ist das das angenehmste. (Natürlich gibt es auch da Ausnahmen, aber auch das weiß man vorher halt leider normalerweise nicht)

Was man bei der Katzenanschaffung meistens nicht auf dem Schirm hat ist dass sie gerne mal krank werden. Und dann muss man vielleicht auch mal schnell 1000€ auf den Tisch legen können. Zum Beispiel für eine FORL-OP, daran sind schätzungsweise 50% aller Katzen über 5 Jahren erkrankt.
 
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SophieHaku

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Danke für die Antwort! Mir wurde stark abgeraten zwei Katzen zu nehmen, da mehrere Katzen auch eigene Rückzugsorte bräuchten und ich in meiner Einzimmerwohnung keine zwei komplett getrennten Plätzchen anbieten kann...müsste eben zumindest im gleichen Raum sein. Sind da zwei Katzen trotzdem machbar?
 
Christian89

Christian89

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Ich wundere mich warum man einen Kater mit 5 Jahren einzeln in die Wohnungshaltung vermittelt. Der kann ja durchaus noch 10 Jahre leben und dann sein ganzes Leben alleine in einer kleinen Bude?

In einer Einzimmerbude würde ich persönlich keine Katzen halten.
 
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SophieHaku

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Mit dem Tierheim hab ich noch nicht über meine Umstände gesprochen, wollte mir erst selbst sicher sein bevor ich dort wirklich anfrage. Hab nur eine Mail geschrieben um mehr Infos über ihn zu bekommen, da kam aber noch keine Antwort (viel zu tun schätz ich).

Keine Einzimmerbude weil für einen selbst anstrengend oder für das Tier nicht gut?
 
Cat_Berlin

Cat_Berlin

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Kannst Du in die Höhe bauen? Ich denke da an Catwalks...
Selbst wenn er alleine zu Dir käme (was ich persönlich auch nicht so gut fände), ist er ja kein Sofakissen, der braucht Platz, Entertainment, Abwechslung...

Hast Du Platz für Klos (immer eins mehr als Katzen)?

Dass Du Dich verliebt hast, verstehe ich. Da ist man oft machtlos, aber denke auch an ihn bitte. Hätte er bei Dir wirklich ein artgerechtes Leben?
 
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SophieHaku

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Klar Catwalks, Klos passt alles. Ob er ein artgerechtes Leben hat versuche ich ja hier grade etwas zu erfragen :) Wie gesagt ich finde ihn toll, aber möchte ihm natürlich auch ein gutes Leben bieten, wenn ich ich adoptieren >würde<. Ich weiß, dass man Katzen eigentlich nicht alleine kaufen sollte, aber da er eben so vermittelt wird wollte ich hier ein bisschen die Erfahrenen fragen, ob es da Tipps/Meinungen usw. gibt.
 
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Christian89

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Keine Einzimmerbude weil für einen selbst anstrengend oder für das Tier nicht gut?

Wenn die Wohnung zu klein ist ist sie auch sehr reizarm für die Katze, besonders wenn sie alleine ist.
Die Katze hat auch keine Rückzugsorte. Eine Katze sollte sich auch mal zurückziehen können, zum Beispiel wenn du Besuch hast oder so.

Alleine hat die Katze in der Wohnung definitiv kein artgerechtes Leben, da muss schon mindestens ein Spielkamerad her. Einzeln nur wenn es zwingende Gründe gibt, da fällt mir aber auch grad keiner ein. Tierheime haben da manchmal einfach keine Ressourcen zum Vergesellschaften.
Oder du suchst nach einem Senior (Wäre bei der kleinen Wohnung eh besser).
 
Moonstone

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Ich habe zwei Kater und obgleich sie zu zweit sind, muss ich sie oft beschäftigen. Manchmal reicht der Katerkumpel halt doch nicht aus, weil der vielleicht gerade dösen mag, während der andere in Spiellaune ist. Sie sind erst 4 Monate alt, aber ich glaube auch ein 5 jähriger Kater hat noch einen recht ordendlichen Spieltrieb. Es sei denn es ist ein ruhiges Tier. Meine alte Mia hat mit +10 Jahren noch gerne gespielt. Ich denke man sollte schauen, ob er wirklich nicht vergesellschaftbar ist und von reiner Wohnungshaltung rate ich dringend ab. Habe bis vor Kurzem noch auf 35 qm gelebt, war auch nur 1 Zimmer und ich habe bei meine beiden deutlich gemerkt, dass es ihnen langsam zu langweilig wird. Ich hätte meine zwei aber auch gar nicht erst aufgenommen, wenn nicht bereits klar gewesen wäre, dass wir kurz danach umziehen.
 
bohemian muse

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  • #10
Ich befürchte, dass ein verhältnismäßiger junger Kater in Einzelhaltung unter den aktuellen Umständen bei dir nicht dauerhaft glücklich werden würde.

Kritisch sehe ich hierbei:
- Geringe Wohnungsgröße
- Kein Freigang
- Keine sozialen Kontakte zu Artgenossen
- Nur ein einzelner Mensch als Bezugsperson

Schließlich muss auch berücksichtigt werden, dass dein Studium vermutlich keine 10-15 Jahre mehr dauert.
Aktuell bist du vielleicht nur maximal 4 Stunden aus dem Haus, aber wie sieht das aus wenn du deinen ersten Vollzeitjob antrittst? Was ist mit Praktika? Auslandssemester? Werkstudentenjobs?

Versteh mich nicht falsch, ich bin grundsätzlich nicht dagegen, dass Studenten Katzen adoptieren. Ich stecke aktuell in meinem zweiten Studium und habe neben fünf eigenen Katzen auch noch verschiedene Pflegekatzen. Das geht.
Meine ersten „eigenen“ Katzen habe ich ziemlich rasch nach dem Abitur adoptiert, allerdings waren meine Lebensumstände komplett anders als in deinem Fall. Und ich habe danach so ziemlich alles komplett nach den Katzen ausgerichtet (Nebenjobs, Freizeit, Urlaube, Umzüge…).
Das ist mir aber auch nur gelungen, weil meine Katzen damals zu dritt waren, es weitere menschliche Bezugspersonen gab und sie recht viel Platz hatten. Um eine Einzelkatze hätte ich mich ganz allein definitiv nicht kümmern können oder wollen.
 
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Lila1984

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  • #11
Puh, also auch wenn ich es toll finde, dass du dir so viele Gedanken machst ... Ich würde das auf keinen Fall machen. Der Kater ist 5 Jahre alt und kommt von draußen. Sein restliches Leben, also gut und gerne noch 10 oder sogar 15 Jahre soll er dann allein in der Wohnung auf 45 qm verbringen? Ok, irgendwann hat er vielleicht mehr Platz, wenn ihr umzieht, dafür hat er dann aber eine Dosine, die vermutlich voll berufstätig ist. Selbst wenn du erst am Anfang des Studiums stehst, ist das irgendwann durch und du bist den ganzen Tag außer Haus.
 
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Margitsina

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  • #12
Definitiv nein.
Der Kater ist zu jung für so eine kleine Wohnung ohne Gesellschaft.
Das ist definitiv nicht artgerecht.
 
SarahGam

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  • #13
Hallo SophieHaku,

wie schön, dass Du daran denkst, gerade einem Notfellchen ein liebevolles Zuhause zu geben. Aber ich finde Deine Zweifel auch sehr begründet. Deine Wohnung ist für einen jungen Kater schon etwas klein, besonders da Du schreibst, Du hättest eine Einzimmerwohnung. Da hat der Süße nicht so viel zu erkunden. Und Freigang in Hamburg? Ich kann Deine Bedenken verstehen! Die hätte ich auch.

Was ich mir wirklich gut vorstellen könnte in Deiner jetzigen Wohnsituation, wären Pflegekatzen, am besten ein eingespieltes Pärchen. Die kämen dann nur vorübergehend, bis sie ein endgültiges Zuhause gefunden haben.

Bei Pflegekatzen wäre eine kleine
Wohnung kein Hindernis, Du könntest ausprobieren, ob Katzenhaltung grundsätzlich etwas für Dich ist, hättest 2 Katzen, die sich auch mal miteinander beschäftigen können und über die Urlaubsplanung für die nächsten Jahre müsstest Du auch nicht nachdenken.

Vielleicht ist mein Text nicht das, was Du gerne gehört hättest, besonders weil Du Dich ja schon ein wenig in das Katerchen verliebt hast. Aber viele Tierschutzorganisationen suchen dringend Menschen, die sich auf das Abenteuer Pflegekatzen einlassen möchten und das, was Du schreibst, klingt einfach zu gut, als dass Dein Platz wirklich ungenutzt bleiben sollte.
 
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  • #14
Ich würde eigentlich auch eher davon abraten. Wir haben 2 kleine Katzen in einer 82qm Wohnung und selbst da habe ich manchmal das Gefühl das ist noch zu wenig. Die rennen, wenn die ihre "15 Minuten haben", so rasant durch die Bude, das jeder Raum zu klein wirkt.

Und Einzelhaltung sehe ich auch kritisch. Ich habe selbst nie glauben wollen, das man zwei Katzen braucht, aber wenn ich unsere jagen, kämpfen und schmusen sehe..... da kann ich als Mensch einfach nicht mithalten. Ich bin nicht schnell genug, würde die beim kämpfen womöglich verletzen und übers Fell lecken will ich eigentlich auch nicht unbedingt. ;)
 

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