Merlin hatte wieder einen Anfall....

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Hallo,

ich bin hier grade fix und fertig....

Merlin hatte grade wieder einen Anfall.....

Ich hatte mich vor 4 Jahren hier ja angemeldet und schon mal von Merlin berichtet.

Er hatte vor 4 Jahren (er ist 5) seinen ersten Anfall:
er "fällt" dann um und hechelt wie verrückt. Dabei hängt ihm die Zunge raus und er pumpt wie verrückt.
Heute war es so schlimm, dass er sogar uriniert hat.
Ihm ist der Kopf zur Seite gefallen....ich dachte er stirbt.

So ein Anfall dauert so 2 Minuten, bis sich die Atmung / Herz komplett geruhigt hat sind es so 5 Minuten.
Danach ist er total erledigt und schläft.

Nach dem Anfall vor 4 Jahren haben wir einen Herzultraschall gemacht. HCM wurde dabei ausgeschlossen.
Die Kardiologin hat die Diagnose "Tachykardie" aufgestellt. Sein Herz schlägt oft viel zu schnell. Herznebengeräusche hat sie ebenfalls gehört.

Merlin bekommt seit dem jeden Abend Enalatab 5mg als Tablette.

Er hatte vor 2 Jahren nochmal einen Anfall und seit dem nicht mehr (also keinen, wo wir dabei waren).

Vor 2 Jahren habe ich in einer anderen Tierklinik prophylaktisch noch mal Schallen lassen. Der TA konnte nichts feststellen. Herznebengräusche hat er ebenfalls nicht gehört.
Wir haben das auf die positive Wirkung von Enalatab zurück geführt und sind bei der Tablettengabe geblieben.

Und jetzt hatte Merlin eben wieder einen Anfall.......:sad:

Laut TA kann ich in dem Moment nichts machen. Es gibt auch keine "Notfall" Spritze die geben könnte. Der TA meinte ich soll beruhigend auf ihn ein reden. In die Box und zum TA fahren, soll ich dann auch nicht - das wäre viel zu stressig und könnte noch gefährlicher sein. Ich würde es in der Zeit sowieso nicht zum TA schaffen......

Ich wollte jetzt nächste Woche nochmal sein Herz schallen lassen und ein großes Blutbild machen lassen.

Mir fällt sonst nichts mehr ein.....im Internet suche ich schon seit Jahren:

ich finde nichts über Tachykardie bei Katzen.

Mein TA meint, dass Katzenherz wäre viel zu wenig erforscht.

Epilepsie ist es nicht (soweit man das überhaupt feststellen kann). Ich hatte hier im Forum schon viel dazu gelesen. Bei Merlin hängt es eindeutig (laut der Kardiologin) mit dem Herzen zusammen, welches zu schnell schlägt.

Fällt jemanden von euch was dazu ein?
 
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Miausüchtel

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wurde schonmal sein Gehirn per CT mit Kontrastmittel untersucht?
 
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Nein, dass Gehirn haben wir noch nicht untersucht.
Welche Idee hast du dabei?
 
Miausüchtel

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es kommt vor das solche Anfälle durch eine Störung im Gehirn verursacht werden.
Da gibt es verschiedene Auslöser. Durchblutungsstörungen, Tumore, Nervenleitstörungen bis hin zu Parasiten.
 
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Das werde ich auf jeden Fall beim TA ansprechen!
Ich weiß nicht, ob er so ein Gerät hat, aber in der Tierklinik hier bestimmt.
 
Miausüchtel

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ich würde direkt mit ihm zu einer Tierklinik fahren. Vorher natürlich abklären ob sie ein CT überhaupt machen können.

Wann wurde er denn zuletzt entwurmt und wie sehen seine Ohren von innen aus?
 
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Entwurmt wurde er vor 2 Monaten. Die Ohren sind auch sauber.

Fahre auch direkt in die Tierklinik. Mein TA hat zwar das Gerät zum schallen, ist aber selber kein Kardiologe - der muss dann extra kommen.
Auf der Seite der Tierklinik hab ich jetzt nichts gelesen von einem CT. Da muss ich Montag mal anrufen.
 
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rlm

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Ich würde ihn einen sehr guten Kardiologen vorstellen und auch auf ein Langzeit-EKG bestehen, es wurde ja schon mal eine Tachykardie bemerkt, dafür bzw. dagegen gibt es Medikamente.
Er ist mit 5 Jahren leider im ''besten Alter'' einer fortgeschrittenen HCM.

Seine Aussetzer würde ich vermuten kommen von der Tachkardie oder von Herzrhytmusstörungen, dabei können die Lieben ohnmächtig werden. Allerdings denke ich auch an einen Schlaganfall.

Lass bitte nicht blind Cortison geben, das ist bei einer Herzerkrankung, und erst recht im Herzversagen,kontraproduktiv.

Alles Gute!


Edit: Bitte zuerst das Herzchen abklären, fürs CT braucht er eine Narkose, und falls er im Herzversagen ist, wäre das nicht so gut.

Hier noch etwas Informatives http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/symptome.html .
 
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Piepmatz

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Habt ihr auch schon mal ein großes bzw geriatrisches BB machen lassen?

Ist zwar erst bei höherem Alter meist nötig, wäre aber alles mit bei was man so mal machen lassen sollte.

Falls er zb wirklich Parasiten hätte müsste er zb erhöhte Eos haben (wobei die aber auch wieder an was anderem liegen könnten natürlich)
 
Miausüchtel

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  • #10
da eine Herzerkrankung mal als Ergebnis vorlag und dann mal wieder nicht würde ich in der Klinik beides abklären lassen. Aber um deinem Kater Stress zu ersparen rate ich zu einer Klinik wo beides gut diagnostiziert werden kann.

Auch die Adern zum Hirn sollten untersucht werden sowie die Nervenleitbahnen. Wo wohnst du?
 
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carloS

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  • #11
als mein carlo vor ein paar wochen einen schlaganfall hatte, war das von ganz ähnlichen symptomen begleitet.

umfallen, zucken, hecheln mit heraushängender zunge, unter sich lassen, bewusstseinseintrübung und massive tachycardie.

die tä hat das nachher als epileptischen anfall interpretiert, ausgelöst durch den schlaganfall. carlo hat nichts am herzen, aber die tachycardie war in dem augenblick wirklich sehr ausgeprägt und auch das hecheln; die tä dachte schon fast an lungenembolie.

ich würde daher auch mal in richtung epilepsie nachforschen.
die anfälle können in der erscheinung durchaus unterschiedlich sein, eben auch "untypisch".

für den fall der fälle haben wir jetzt diazepam zur rektalen anwendung zuhause...hoffentlich werde ich es nie brauchen.....

alles gute
marion
 
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  • #12
Langzeit EKG hatte die Kardiologin damals auch schon angesprochen - allerdings stelle ich mir das bei Katzen wirklich schwierig vor.
Ich glaube, Merlin würde sich damit keinen Meter mehr bewegen.
Ich müsste mir das Gerät mal anschauen.

Jetzt geht es ihm wieder gut: er hat gefressen und schläft nun auf unserem Bett.

Wegen HCM lass ich ja sowieso auch alle 2 Jahre schallen. Ist also sowieso wieder Zeit. Vor 2 Jahren hat sein Herz noch kein Hinweis auf HCM gezeigt.
Großes Blutbild kann auch nicht schaden.

Und wegen CT und Langzeit EKG frag ich an.
 
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Piepmatz

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  • #13
Aber nicht nur großes BB sondern geriatrisches, - da sind ein paar Sachen mehr dabei wie SD usw...

Lieber zuviel als zu wenig, wenn er eh schon Blut lassen muss.

Viel Glück bei der Ursachenforschung! Hoffentlich kann was gefunden werden - ich stell mir sowas echt schlimm vor.

Hab einmal im Leben einen epileptischen Anfall bei einem Bekannten erlebt (ist schon 15 Jahre her) und war echt schockiert....
 
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  • #14
da eine Herzerkrankung mal als Ergebnis vorlag und dann mal wieder nicht würde ich in der Klinik beides abklären lassen. Aber um deinem Kater Stress zu ersparen rate ich zu einer Klinik wo beides gut diagnostiziert werden kann.

Auch die Adern zum Hirn sollten untersucht werden sowie die Nervenleitbahnen. Wo wohnst du?

Ich wohne zwischen Bonn und Köln.

Das ist die Klinik, wo wir vor 2 Jahren auch waren:

http://www.tierarzt-winkler.de/index.php/unser-team

Die Kardiologin bei meinem TA, die vor 4 Jahren die Tachykardie fest gestellt hat, ist ins zwischen in England.

Schlaganfall?
Dann hätte er auch schon einen vor 4 Jahren und 2 Jahren gehabt. Die Anfälle waren gleich, nur das er diesmal auch uriniert hat.
Bei dem Anfall vor 4 Jahren hatte er auch mit dem Hinterbeinen gezuckt - das war diesmal nicht.
Aber mein TA meinte, so ein Anfall wäre vergleichbar mit einem Schlaganfall. Das Gehirn wird auf jeden Fall nicht mehr richtig versorgt, weil das Herz viel zu schnell pumpt.

Epilepsie war ja damals auch meine erste Vermutung.
Mein TA meinte aber, erst müssen alle anderen Dinge ausgeschlossen werden. Daher der Herzultraschall. Und dort wurde ja eben die Tachykardie fest gestellt, was als Ursache für die Anfälle gesehen wurde. Und deshalb das Enalatab.
 
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  • #15
Aber nicht nur großes BB sondern geriatrisches, - da sind ein paar Sachen mehr dabei wie SD usw...

Lieber zuviel als zu wenig, wenn er eh schon Blut lassen muss.

Viel Glück bei der Ursachenforschung! Hoffentlich kann was gefunden werden - ich stell mir sowas echt schlimm vor.

Hab einmal im Leben einen epileptischen Anfall bei einem Bekannten erlebt (ist schon 15 Jahre her) und war echt schockiert....

Ach ja, Danke!
Hab mir das mit dem geriatrischen Blutbild nochmal aufgeschrieben, ich hätte sonst ein "großes BB" gesagt.
 
cindy55

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  • #16
Für mich wirkt das wie ein epileptischer Anfall. Da müßte man ein EEG machen lassen. Das ist in der Tierklinik sicher möglich.
Natürlich muß man das Herz im Blick behalten wegen der Tachycardie. Das Echo war aber immer unauffällig.
Von daher sollte doch eine Epilepsie ausgeschlossen bzw. bestätigt werden. Das Urinieren und das Schlafen nach dem Anfall würde sehr dafür sprechen. Natürlich muß immer eine organische Ursache ausgeschlossen werden, z. B- Tumor, Schlaganfall etc. Deshalb ist das vorgeschlagene CT sehr sinnvoll. Bestätigt sich die Epilepsie, kann man das sehr gut mit Medikamenten behandeln.
 
rlm

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  • #17
Ich kann dir das Langzeit-EKG nur sehr nahe legen um dem Problem näher zu kommen.

Meine Aimeè zeigte bei wirklich sehr vielen Kardio-Besuchen niemals zum Zeitpunkt der Untersuchung diese hohe Frequenz (gar auch nur ganz vereinzelt mal einen Galoppthytmus oder mal ein Herzgeräusch), ohne diesen Langzeit-EKG hätten wir da keine Chance gehabt den Auslöser für ihr Problem zu finden. Ausserdem braucht man die Auswertung dann um die passendene Medikament gezielt auswählen zu können. Das EKG wird festgeklebt, und die Tiere sollen normalerweise unter alltäglichen Bedingungen damit sein, also nicht in der Klinik. Dr. Killich z. Bsp. (googel ihn mal) verleiht die Dinger auch, nur für den Fall aller Fälle.
 
Miausüchtel

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  • #18
also, wie du siehst wird kein Weg an einem CT vorbeiführen. Und das mit dem Herzen, großes BB, auch mal die Schilddrüse ist wohl alles zu überprüfen.
Viel Glück und berichte bitte wie es weitergeht mir deinem Schatz.

diese Klinik hier im Link hat glaube ich alles was du brauchst.

http://www.tierklinikduesseldorf.de/
 
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  • #19
Ich werde es jetzt der Reihe nach machen:

ich mach erstmal in der TK bei uns in Lohmar einen Termin. Dort sind ja auch Kardiologen (allerdings keine Neurologie).
G. Blutbild / Schilddrüse wird gemacht und ich denke, ein Ultraschall vom Herzen macht dann im ersten Schritt auch noch Sinn. Macht ja generell Sinn.
Eventuell dann noch ein EKG.

Wenn das kein Aufschluss gibt (glaube ich nicht, lagen wir ja jetzt offensichtlich auch nicht mit richtig), muss überlegt werden ob ein CT oder direkt ein EEG dann in Frage kommt.
Falls das in der Klinik in Lohmar nicht möglich ist, kann ich damit ja immer noch woanders hin. Geht ja sowieso nicht alles an einem Tag.
Habe auch gesehen, dass wir hier in Köln auch neurologische Kleintierpraxen haben, die als Überweisungspraxen arbeiten. Also könnten die mich in Lohmar dann auch überweisen.

Ist alles nicht toll, weil ich jetzt gelesen hab, dass CT und EEG nur unter Vollnarkose möglich sind.......:reallysad:......das muss gut überlegt werden.

Ich lass mich da in der Klinik mal beraten.

Edit: hab jetzt eben gelesen, das CT, EEG und MRT wohl alles bildgebende Verfahren sind, mit der sich eine Epi feststellen lässt bzw. ausschließen.

http://www.hundkatzepferd.com/archive/703241/Krampfanfaelle.html

Wäre dann eben nur abzuklären, was man davon macht. Auf jeden Fall ist ja dann nur eine Vollnarkose nötig.


Was ich bisher so alles gelesen habe im Internet, neige ich ja auch eher zu Epilepsie. Da muss man dann auch wieder überlegen, ob Tabletten bei "nur" 3 Anfällen in 5 Jahren sinnvoll sind - aber das kann man dann sehen.


Danke für eure Tipps und Einschätzungen!

Ich berichte euch weiter.
 
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rlm

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  • #20
Das Herzchen könnte sich verschlechtert haben.

In der Klinik Winkler das sind keine KArdiologen, das sind TÄ die sich etwas auf die Kardiologie spezialiert haben, verlass dich nicht darauf.
Such dir am besten hier http://pawpeds.com/healthprogrammes/vetlist_de.html einen wirklichen Kardiologen.


Und dort wurde ja eben die Tachykardie fest gestellt, was als Ursache für die Anfälle gesehen wurde. Und deshalb das Enalatab.

Ich müsste sehr falsch liegen wenn Enalatab bei einer Tachykardie das geeignete Medikament sein sollte.

Bei der Tachykardie sollte (mittels EKG) ausserdem in supraventrikuläre oder ventrikuläre Tachykardie unterschieden werden.
 
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