Leukose, FIP, .... Erklärungen

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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MissMimi

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Hallo,

kann mir jemand in einfachen Worten die Krankheiten FIP, Leukose, etc. erklären.

Wir haben binnen 4 Tagen unser Findelkind verloren. Leukoseausbruch. Sie war putzmunter noch am Donnerstag, von Donnerstag auf Freitag in der Nacht erbrach sie...dann ging alles ganz schnell. Am Montag mussten wir Sie gehen lassen. Sie hatte einen Nierenturmor, extrem schlechte Blutwerte und Gelbsucht. Es war einfach nur schlimm.

Wir hatten sie vor Weihnachten untersuchen lassen und das Blutbild zeigte FIP Viren. Nun sollte sie ein zweites Mal untersucht werden, damit man sehen kann ob sie das Virus tatsächlich in sich trägt und plötzlich stirbt sie an einem Leukoseausbruch.

Wir googeln wie blöd um die Zusammenhänge zu verstehen, aber ich blicke da nicht mehr durch. Vielleicht kapieren wir im Moment nur einfach gar nichts.

Ich danke euch für Eure Informationen.

LG
 
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Tut mir leid, dass ihr euere Katze verloren habt :(

Also - FIP und FeLV sind an und für sich zwei vollkommen unterschiedliche Erkrankungen.

FeLV ("Leukose") steht für Felines Leukämievirus.
Lässt sich unter anderem über einen Antigentest nachweisen.

FIP wird durch mutierte Coronaviren ausgelöst. Coronaviren sind an und für sich absolut harmlos, die verursachen maximal Durchfall (im normalen Blutbild werden auch nur die Antikörper auf Coronaviren getestet, ob die mutiert sind oder nicht, kann man damit nicht unterscheiden). Gefährlich wird es aber, wenn sie mutieren und der Körper keine ausreichend starke Immunantwort hat.

Dadurch, dass FeLV-positive Katzen aber ein schwächeres Immunsystem haben als gesunde Katzen, sind sie auch gefährdeter, FIP zu entwickeln.

Beantwortet das deine Frage ein bisschen?
 
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MissMimi

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Hallo,

ich verstehe nicht ganz warum meine TA die ganze Zeit gesagt hat Leukose-Ausbruch, wenn meine Mietze damals ja eigentlich FIP positiv war. Es sind ja, wenn ich richtig verstehe, zwei unterschiedliche Krankheiten.

Oder ist eine FIP Katze automatisch auch FeLV krank? Ich meine, ist FIP eine logische Folge von FeLV aufgrund der Immunschwäche?

Danke und liebe Grüße
 
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MissMimi

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und eigentlich wollte ich noch sagen

ICH HASSE DIESE SCH.... KRANKHEIT

wir wollten eigentlich gar keine Katze...nicht in der Wohnung und auch nicht im Haus, nun haben wir zwei Findelkinder, jetzt leider nur noch eins :sad:

Man liebt sie einfach sooooo schnell sooooo arg :pink-heart:
 
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Hallo,

ich verstehe nicht ganz warum meine TA die ganze Zeit gesagt hat Leukose-Ausbruch, wenn meine Mietze damals ja eigentlich FIP positiv war. Es sind ja, wenn ich richtig verstehe, zwei unterschiedliche Krankheiten.
Wenn im Blutbild Antikörper gegen Coronaviren gefunden wurden (der "FIP-Titer"), heißt das nicht automatisch, dass sie FIP hatte. Der Test misst wie gesagt nur die Höhe der Antikörper gegen Coronaviren, das sagt nichts darüber aus, ob die Viren mutiert sind. Bei niedrigen Titern kann es sogar sein, dass überhaupt keine Viren mehr im Körper sind und die Antikörper nur noch "übergeblieben" - so, wie du Antikörper gegen Windpocken hast, wenn du die Krankheit mal hattest, auch wenn die Krankheit selber schon lange vorbei ist.

Wurde sie denn auf FeLV getestet?
Oder ist eine FIP Katze automatisch auch FeLV krank? Ich meine, ist FIP eine logische Folge von FeLV aufgrund der Immunschwäche?

Danke und liebe Grüße
Nein, eine FeLV-Katze bekommt nicht automatisch FIP. Andersherum können aber natürlich auch Katzen FIP bekommen, die kein FeLV haben.
 
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MissMimi

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Hallo,

sorry für die späte Reaktion.

Ich werde mir die Befunde genau ansehen um zu wissen, was wann getestet/geimpft wurde und meld mich dann nochmal.

Dauert aber noch ein wenig. Beim TA anzurufen, fällt etwas schwer im Moment.

Danke und LG
 
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MissMimi

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Hallo,

so, gestern hatte ich TA Gespräch. Meine Katze war bei Leukose (FeLV) und FIP positiv. Wir sind den Befund gemeinsam noch einmal durch gegangen.
Getestet worden ist sie Ende November 2014. Acht Wochen danch wäre der zweite Test gemacht worden.

Ich hab mir das gestern auch sehr genau noch einmal erklären lassen und ich denke soweit hab ich verstanden.

FeLV (= Leukose)
Tumorbildungen
endet bei Ausbruch tödlich, da ein Organ versagt
übertragbar mit Speichel, Blut, Kot, Urin
Impfung möglich (obwohl oft diskutiert, hat meine TA sehr positive Erfahrungen, sie sagte, sie habe nahezu keine Ausbrüche bei geimpften Katzen während ihrer Laufzeit)


FIP
Entzündungen/Flüssigkeitsansammlung im Bauch/Brustbereich
hier gibt es so viele verschiedene Formen, dass man eine einheitliche Verlaufsform nicht zu benennen ist
übertragbar mit Speichel, Blut, Kot, Urin
Impfung möglich (Nasentropfenimpfung, meine TA hat auch hier sehr positive Erfahrungen, sie sagte, sie habe nahezu keine Ausbrüche bei geimpften Katzen während ihrer Laufzeit=


FIV (Katzen Aids)
gleiche Symptome wie beim Menschen
übertragbar mit Speichel, Blut, Kot, Urin
keine Imfpung möglich

Ihre Empfehlung ist: meinen Kater (kastriert und großer Freigänger) definitiv testen und ggf. impfen lassen. Ihre Erfahrungen mit Impfungen sind positiv.
Sollte mein Kater positiv sein und wir ihn nicht impfen lassen können, würde sie ihn dennoch nicht einsperren! Die häufigste Übertragungskrankheit sei der Geschlechtsakt bei den unkastrierten Katern und die Katzen übertragen es oftmals direkt an die Jungen. Sie sagte mir, dass wir in unserer Gegend eigentlich sehr wenig Leukose und FIP haben. Es gab in den letzten Jahren immer wieder groß angelegte Kastrationskampagnen von den TA.

Schwierige Sache: auf der einen Seite habe ich meinem Kater gegenüber die Verwantwortung ihm ein gutes Leben zu bieten und auf der anderen Seite möchte ich nicht, dass es jemand anderen so geht wir mir mit meiner verstorbenen Katze.

Wie seht ihr das?
 
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Oh je, dass sie wirklich FeLV-positiv war, ist natürlich keine gute Nachricht :(

Zum Thema FeLV:

Ich würde deinen Kater auf jeden Fall auf FeLV testen lassen (per ELISA). Falls er da positiv ist, sollte er einige Wochen später noch mal nachgetestet werden, viele Katzen schaffen es, das Virus nach einiger Zeit noch zu eliminieren. Erst wenn er in beiden Tests positiv ist, kann man davon ausgehen, dass er dauerhaft infiziert ist.
Ich würde ihn, auch wenn der erste Test negativ ist, in ein paar Wochen noch mal testen lassen, es kann sein, dass er sich erst vor kurzem angesteckt hat und der Test beim ersten Mal deswegen noch nicht richtig angeschlagen hat.

Falls er positiv getestet wird, bringt die Impfung natürlich nichts mehr. Wenn er negativ getestet wird und euer positives Findelkind aus eurer Gegend war, würde ich, je nachdem wie alt euer Kater ist, über eine Impfung nachdenken, das spricht ja dann dafür, dass es bei euch in der Gegend FeLV-Fälle gibt.

Sollte er dauerhaft infiziert sein, würde ich auf jeden Fall versuchen ihn drin zu behalten bzw. gucken, ob er auch mit einem Freigehege / gesicherten Garten klarkommt. Das Risiko, dass er andere Katzen ansteckt, wäre mir zu groß - FeLV kann sich auch bei Streitereien zwischen Katzen, gegenseitigem Putzen etc. übertragen.

Zum Thema FIP:

Da musst du dir keine großen Sorgen machen.

Den "FIP-Test" kannst du dir sparen, solange ihr keine zweite Katze ins Haus holen wollt (und auch da wäre eine Kotuntersuchung, ob er Viren ausscheidet, sinnvoller). Dieser Test zeigt wie gesagt nur die Höhe der Antikörper gegen Coronaviren an, solche Antikörper haben sehr viele Katzen. Das sagt aber nur wenig drüber aus, ob tatsächlich noch Viren im Körper sind und gar nichts darüber, ob sie mutiert sind oder nicht (und das müssen sie ja, um FIP auszulösen).

Ausgeschieden werden die Viren hauptsächlich über den Kot, und nachdem Freigänger den verbuddeln, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er andere Katzen ansteckt (auch das wären dann erst einmal die ungefährlichen Coronaviren, mit denen fast jede Katze irgendwann mal in Kontakt kommt) extrem gering. Auch wenn er die Viren ausscheidet, ist das also kein Grund ihn einzusperren.

Zur Impfung: Die schützt nicht direkt gegen FIP (also gegen die Mutation der Viren), sondern vor einer Ansteckung mit den (unmutiert harmlosen) Coronaviren.
Eine Schutzwirkung ist nur belegt, wenn die geimpften Katzen eben keinen Titer (also keinen positiven "FIP-Test") haben. Und auch dann ist die Wirkung eher umstritten. Ich würde das also in deiner Situation nicht machen lassen - entweder er hat die Viren schon, dann bringt die Impfung nichts mehr, oder er hat sie nicht, dann wird er sie auch in Zukunft eher nicht kriegen, weil sich Freigänger wir gesagt kaum untereinander anstecken.
 
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MissMimi

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Danke sehr für die Antworten, vor allem so schnell. Das hat mir wirklich sehr geholfen.

Wir unterhalten uns zu Hause noch in Ruhe drüber, aber ich denke ich werde mein Katerchen untersuchen und ggf. impfen lassen.

Ich kenn mich nun ein wenig besser aus, den Rest erfrage ich mir nach und nach.

Das mit dem Drinnen lassen haben wir schon mal versucht als wir bei meiner Mimi den Befund Leukose positiv erhalten haben. Es hat gar nicht funktioniert. Anfänglich ist er brav, nach ca. 2 Wochen beginnt er aber "durch zu drehen".

Bei ihr war es einfacher, sie hat den Garten ohnehin nicht verlassen. Sie wollte das gar nicht. In dem Jahr was wir sie hatten, gab es nicht einen Moment indem sie nicht da war :pink-heart:

Danke sehr!
 
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  • #10
so, gestern hatte ich TA Gespräch. Meine Katze war bei Leukose (FeLV) und FIP positiv. Wir sind den Befund gemeinsam noch einmal durch gegangen.
Getestet worden ist sie Ende November 2014. Acht Wochen danch wäre der zweite Test gemacht worden.

Du meinst damit, dass die Katze 1x positiv FeLV mittels ELISA getestet wurde?
Und ja, es ist wichtig, mit welchem Verfahren getestet wurde, da unterschiedliche Verfahren eben unterschiedliches testen.

Über 'FIP-Test' und das es diesen nicht gibt, hat man Dich ja bereits informiert.

FeLV (= Leukose)
Tumorbildungen
endet bei Ausbruch tödlich, da ein Organ versagt
übertragbar mit Speichel, Blut, Kot, Urin
Impfung möglich (obwohl oft diskutiert, hat meine TA sehr positive Erfahrungen, sie sagte, sie habe nahezu keine Ausbrüche bei geimpften Katzen während ihrer Laufzeit)[/QUOTE]

Es gibt in dem Sinne keinen Ausbruch.
Die Impfung hält einem erhöhten Virendruck, wie er beim normalen Zusammenleben entsteht, nicht zuverlässig stand.

Das haben Studien ergeben.

FIP
Entzündungen/Flüssigkeitsansammlung im Bauch/Brustbereich
hier gibt es so viele verschiedene Formen, dass man eine einheitliche Verlaufsform nicht zu benennen ist
übertragbar mit Speichel, Blut, Kot, Urin
Impfung möglich (Nasentropfenimpfung, meine TA hat auch hier sehr positive Erfahrungen, sie sagte, sie habe nahezu keine Ausbrüche bei geimpften Katzen während ihrer Laufzeit=

Das ist nicht zutreffend.
Die Impfung ist umstritten.
Und schützt wenn, dann nur gegen wenige Stämme.

FIV (Katzen Aids)
gleiche Symptome wie beim Menschen
übertragbar mit Speichel, Blut, Kot, Urin
keine Imfpung möglich

Über Verletzungen, so liest sich das eher nach Tröpfcheninfektion.

Ihre Empfehlung ist: meinen Kater (kastriert und großer Freigänger) definitiv testen und ggf. impfen lassen. Ihre Erfahrungen mit Impfungen sind positiv.

Der Kater darf keinen Freigang bekommen.
Diagnostische Lücke bei FeLV beträgt 28 Tage, bei FIV ca. 60 Tage.
Bei Testung FeLV mittels PCR etwas kürzer.

Sollte mein Kater positiv sein und wir ihn nicht impfen lassen können, würde sie ihn dennoch nicht einsperren!

Das ist absolut fahrlässig.

Die häufigste Übertragungskrankheit sei der Geschlechtsakt bei den unkastrierten Katern und die Katzen übertragen es oftmals direkt an die Jungen.

Nein, FeLV wird auch gerade über den normalen alltäglichen Kontakt übertragen.

Sie sagte mir, dass wir in unserer Gegend eigentlich sehr wenig Leukose und FIP haben. Es gab in den letzten Jahren immer wieder groß angelegte Kastrationskampagnen von den TA.

Und wieviele Tiere wurden dabei durchgetestet, In D ist das nämlich nicht unbedingt üblich?

Auf Grund ihrer Aussagen zu FeLV und FIP ist sie nicht gerade auf dem neuesten Stand.

Schwierige Sache: auf der einen Seite habe ich meinem Kater gegenüber die Verwantwortung ihm ein gutes Leben zu bieten und auf der anderen Seite möchte ich nicht, dass es jemand anderen so geht wir mir mit meiner verstorbenen Katze.

Ganz klar, bis zu einer Testung unter Berücksichtigung der diagnostischen Lücken, darf er nicht in ungesicherten Freigang.

In Eurem Fall würde ich gleichzeitig sowohl mittels ELISA als auch mittels PCR testen lassen.

Könnt Ihr das Grundstücke oder einen Teil nicht vielleicht sichern?

Alles andere wäre fahrlässig.

Das mit dem Drinnen lassen haben wir schon mal versucht als wir bei meiner Mimi den Befund Leukose positiv erhalten haben. Es hat gar nicht funktioniert. Anfänglich ist er brav, nach ca. 2 Wochen beginnt er aber "durch zu drehen".

Das ist aber eine Notwendigkeit, die auf Freigängerhalter zukommen kann.
Es kann immer wieder im Laufe eines Katzenlebens der Fall eintreten, dass Freigang nicht mehr möglich ist, weil zu gefährlich für das eigene Tier oder andere.
 
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MissMimi

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  • #11
Danke nochmal für die Infos. Ich denke meine TA ist schon auf einem aktuellen Stand. Der Fehler liegt wohl eher bei meiner laienhaften Ausdrucksweise :)

Ich werde mein Katerle testen ggf. impfen lassen, aber nicht einsperren! Ich weiß, dass das Thema sehr stark diskutiert wird. Aber vorerst ich stehe zu meiner Entscheidung. Mal sehen, wie es ist, wenn ich irgendwelche Ergebnisse habe.

Kannst du mir aber bitte noch einmal erklären, was es mit PCR und Elisa auf sich hat und was ich genau mit was testen lassen soll. Das habe ich noch nicht so genau verstanden.

Danke sehr, ich hoffe auf deine Ratschläge, wohl wir unterschiedliche Zugänge zum Drinnen/Draußen lassen haben.
 
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  • #12
Dann nur nochmal:
Du gefährdest u. U. andere Katzen.
So wie auch Deine Katze gefährdet wurde, so die Diagnose zutreffend ist.

Betrifft es Katzen, die sich alleine durch die Welt schlagen müssen, wird die Auswirkung und das Leiden noch größer sein, als bei Deiner Maus.

Und es wird sich mutmaßlich nicht auf einen Unglücklichen beschränken.

Kurze Erklärung zur Testung bei FeLV:

ELISA pos.: 'aktuell ansteckend'
PCR pos.: 'hatte Kontakt, muss aber aktuell nicht ansteckend sein, kann aber wiederkommen'.

ELISA neg.: PCR kann dennoch pos. ausfallen.
PCR neg.: ELISA neg.

Das war jetzt wirklich oberflächlich.

FeLV ist etwas komplizierter.

Beide pos. Testergebnis beinhalten aber, dass die Tiere nur noch zu ebenfalls pos. Getesteten Kontakt haben sollten.

Eine Impfung der anderen Katze reicht nicht.
 
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  • #13
Ich seh das ein bisschen anders:

Bei einem positiven PCR würde ich (davon ausgegangen, dass es um Provirus-PCR geht) jetzt nicht in Panik verfallen - da ist sehr umstritten, welchen Krankheitswert das hat.
Es kann sein, dass jede Katze, die mal Kontakt zu FeLV hatte, erst noch eine ganze Zeit positiv im PCR ist, auch wenn das Immunsystem es geschafft hat, die Infektion selbst zu beenden (und das beträfe dann einen ganzen Haufen Katzen, nur lässt man das halt in der Regel nicht testen). Eine Reaktivierung ist theoretisch möglich, aber sehr selten.

Für den Fall, dass er im PCR positiv, im ELISA aber zwei mal im Abstand von ein paar Wochen negativ sein sollte, könnte ich es vor mir vertreten, ihn weiterhin rauszulassen, wenn er den Freigang einfordert. In dem Zustand kann er keine andere Katze anstecken, das wäre erst wieder möglich, wenn eine Reaktivierung stattgefunden hätte, und das ist wie gesagt sehr selten. Dann wäre er auch im ELISA wieder positiv.
Ich würde dann wohl in regelmäßigen Abständen nachtesten lassen.

Bei einem positiven ELISA würde ich aber auf jeden Fall versuchen, ihn drin zu behalten. Da kann er dann nämlich andere Katzen anstecken.
 
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jaeline

jaeline

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  • #14
Ganz ehrlich, ich hab 5 Katzen hier wo ich bei zweien grosse Schwierigkeiten hätte, den Freigang zu verwehren, da sie ab der ersten Minute Schliessung der Katzenklappe für TA anfangen sich lauthals und mit Fenstergekratze zu beschweren... Wenn sie selber drin bleiben wollen kein Thema, wenn sie den Klick hören ist vorbei :yeah:

Es muss aber manchmal sein (Beobachtung weil eine was hat - andere kann auch nicht raus) und meine Grosse kann jede Art Katzenklappe aufhebeln wenn sie will.

Hätte ich nun eine erkrankte Katze daheim oder wäre mein Sternchen nicht am Unfall sondern etwas ansteckendem gestorben - alle müssten drin bleiben bei mir, weil ich das nicht verantworten könnte.

Meine sind geimpft, etc pp. aber wenn sie sich anstecken würden weil irgendein Katzenhalter in der Gegend dieses Risiko bedenkenlos eingeht, ich würde die Wände hochgehen.
Mich macht sowas sehr traurig. Wir haben mit Freigängern eine Verantwortung gegenüber allen Freigängern in der Region und zusätzlich den Streunerchen und Wildlingen und und und...
Willst du Schuld an einem eventuellen und absolut unnötigen Leukosetod sein? Kannst du dann noch schlafen?

Klingt vielleicht ein bisschen hart aber.. ich muss akzeptieren dass mein Orion sterben musste.. viel zu früh und wegen eines Unfalls den man nur erraten kann .. der aber ohne menschliches Zutun nicht passiert wäre. Ich bin manchmal wütend, dass er an diesem Abend rausdurfte und ich bin wütend, dass jemanden passieren kann, eine Katze zu überrollen oder was auch immer war.. und genauso wütend bin ich auf Menschen die WISSEN dass sie infizierte Katzen rauslassen die meine anstecken könnten.
Anders ists, wenn mans nicht weiss... aber BEWUSST find ichs sehr egoistisch, nur weil ein Tier etwas fordert und nicht konsequent gehandelt werden kann.

Wie denkst du darüber, wenn du denkst, dass dein Sternchen so angesteckt hat werden können?

Sorry, ich verstehe es nicht. und jemand wie ich macht sich Gedanken darüber dass geinpft wird ohne zu testen hier bei uns..
 
N

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  • #15
FeLV ist nicht heilbar, sobald eine Katze dauerhaft infiziert ist, bleibt sie es auch.

Manchmal schafft es der Körper aber, die Infektion im Anfangsstadium noch soweit zurückzudrängen, dass die Katze keine Viren mehr im Blut hat (sondern nur noch Provirus).
Deswegen sollte in einigen Wochen noch mal nachgetestet werden, auch deswegen, weil ein Test auch mal falsch sein kann.
Mit welchem Test ist er denn getestet worden?

Falls in ein paar Wochen immer noch Viren im Blut nachgewiesen werden können, kannst du davon ausgehen, dass er dauerhaft virämisch bleiben wird, er hat dann also eine progressive Infektion.

Ob du den Kater mitnehmen solltest, kommt denke ich darauf an, wie sehr er an dir hängt, ob du wirklich vertrauenswürdige neue Halter findest (FeLV-positive Katzen haben es da im Normalfall nicht leicht) und wie gut er dort, wo du jetzt wohnst, tierärztlich versorgt werden kann.
Natürlich ist so ein Flug Stress, aber ein Besitzerwechsel ist es auch, und einen Umzug hätte er ja so oder so. Kommt auf den Kater an, was er besser verkraftet.
 
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  • #16
Ich hatte hier mal die unterschiedlichen Verlaufsformen und die Testergebnisse für ELISA und Provirus-PCR zusammengefasst:
Ich versuch das mal aufzulisten (bitte Korrektur wenn irgendwas nicht stimmt):

1. Abortive Infektion

ELISA und Provirus-PCR immer negativ, bei diesen Katzen ist es nicht nachzuweisen, dass sie überhaupt mal infiziert waren.
Keine Reaktivierung möglich.

2. Regressive Infektion

2.1 Regressive Infektion ohne Virämie
ELISA immer negativ, Provirus-PCR immer positiv.

2.2 Regressive Infektion mit vorübergehender Virämie
ELISA eine gewisse Zeit lang positiv, bis der Körper die Virämie beendet hat. Provirus-PCR immer positiv.

Bei beiden Gruppen ist eine Reaktivierung möglich, wenn die Antikörperspiegel aus irgendeinem Grund absinken (Immunsuppression etc.).
Dann: Siehe progressive Infektion.

2.2 a) Latente Infektion
Quasi eine Untergruppe der regressiven Infektion mit vorübergehender Virämie. Virus kann aus dem Knochenmark isoliert werden (normalerweise verschwindet es dort aber nach ca. 30 Monaten wieder). ELISA eine gewisse Zeit lang positiv, dann negativ. Provirus-PCR positiv.
Reaktivierung möglich, wenn Antikörperspiegel absinken. Dann: Siehe progressive Infektion.

Ergänzung zur regressiven Infektion: Es sind kurzfristig auch negative Provirus-PCR-Ergebnisse möglich, wenn die Provirus-Menge unter die Nachweisbarkeitsgrenze sinkt. Normalerweise ist ein darauffolgender Test aber dann wieder positiv. Der Provirusload bewegt sich in diesem Fall also um die Nachweisbarkeitsgrenze.

3. Progressive Infektion
Schlechtester Fall. Körper kann Virämie nicht beenden, ELISA dauerhaft positiv, Provirus-PCR ebenfalls. Katzen sind ansteckend für andere Katzen und haben eine deutlich verkürzte Lebenserwartung.

4. Fokale Infektion
Dümmster Fall. Virus ist nur in gewissen Geweben/Flüssigkeiten nachweisbar, beispielsweise der Augenflüssigkeit oder bestimmten Lymphknoten. Das zu finden, ist aber natürlich ein Glücksspiel, woher soll man auch wissen, wo genau man nun eine Probe nehmen soll. ELISA negativ, Provirus-PCR kann positiv sein oder auch nicht.
Reaktivierung ist wahrscheinlich nicht möglich (ich muss da selbst noch mehr dazu lesen, Aussage also unter Vorbehalt), es kann aber sein, dass beispielsweise Tumore etc. in den Geweben entstehen, in denen das Virus noch aktiv ist.


Impfen kannst du immer, es wird, wenn eh schon (Pro-)Virus im Körper ist (Verlaufsform 2 - 4), aber nichts bringen.
Unsicher bin ich mir bei einer abortiven Infektion, ich weiß nicht, ob da nicht nach einigen Jahren die Antikörperspiegel zurückgehen (und dann eine Impfung sinnvoll wäre) und hab auch keine Literatur dazu. Muss ich noch mal gucken.
 
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  • #17
also eine abortive reaktion ist wie, wenn er einen normalen virus ueberstanden haette? Also es kann auch nicht mehr ausbrechen in Zukunft?
d.h. er koennte ohne Sorgen fliegen :) ?
Ja, aber dein Kater hat keine abortive Infektion, sonst wäre der erste Test ja nicht positiv gewesen. Bei einer abortiven Infektion bekommt man gar nicht mit, dass die Katze irgendwas mit dem Virus zu tun hatte, weil gar kein Test positiv ist.

also sollen wir keinen Tag verschwenden und gleich mit der Therapie anfangen :verschmitzt:
So eine wirkliche Therapie gibt es bei FeLV bisher nicht. Wenn Symptome auftreten, sollte man die aber natürlich so schnell wie möglich behandeln.

Lass ihn in ein paar Wochen erst einmal nachtesten und schau dann weiter.

Das ist ganz informativ:
https://www.google.de/url?sa=t&sour...CHrIA4WyEP5VSQoaA&sig2=oNKi6Ra-UeqpsEPimiQGjQ
 
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  • #18
Was soll man machen, wenn die Krankheit dann ausbricht? Man muss ihm ja i.wie helfen koennen?
Das kommt drauf an, wie sich der "Ausbruch" (Ausbruch ist eigentlich der falsche Ausdruck) zeigt. Man versucht halt, soweit wie möglich die Symptome lindern bzw. die Begleiterkrankungen behandeln.
Es gibt zwar Forschung zu Medikamenten, die direkt gegen die Viren wirken, aber die sind oft nicht so effektiv bzw. die Wirkung ist am lebenden Tier nicht bewiesen oder sie haben schwere andere Nebenwirkungen.

gibt es ausser Kortison noch i.etwas, das mein Kater mit FeLV nicht verabreicht bekommen darf? nicht, dass der TA unwissend i.was unvertraegliches spritzt..
Bei Impfungen mit Lebendimpfstoffen sollte man auch aufpassen. So spontan fällt mir sonst nichts ein.
 
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  • #19
Auf jeden Fall nicht verzweifeln :) Auch wenn der zweite Test auch positiv sein sollte, kann dein Kater noch länger gut mit der Krankheit leben. FeLV positiv ist kein sofortiges Todesurteil.
 
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Schatzkiste

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  • #20
Wie JFA schon meinte, einen Ausbruch im eigentlichen Sinne gibt es nicht, FeLV ist sogesehen auch keine Krankheit, begünstigt aber die dann eben auftretenden Begleiterkrankungen, die sehr unterschiedlich ausfallen und dann eben behandelt gehören.
Nicht jede Krankheit ist dann aber auf die vorliegende FeLV-Infektion zurückzuführen. FeLV-positive Tiere werden leider häufig auf diesen Status 'beschränkt'.

Ich habe noch nicht ganz verstanden, ob nun tatsächlich ein Test gemacht wurde (und wenn ja, welcher war es denn)?

Ist der Kater Freigänger, dann bitte nicht mehr rauslassen.

Gibt es weitere Katzen?

In welchem Land lebt ihr denn?
 
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