Kotze-Kater seit Do-Abend TA scheint etwas ratlos...

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Galoppi

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Hallo, ihr Lieben,

normalerweise vertraue ich meiner TA ja blind. Aber diesmal weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll.

Seit Donnerstag Abend kotzt sich unser kleiner Oskar die Seele aus dem Leib (Futterbrei und wenn davon nix mehr drin ist, klare Flüssigkeit ohne Schaum). Zunächst dachte ich, er hätte sich einfach überfressen. Als es dann aber gestern nicht besser wurde und er das Futter bis auf Kleinstmengen verweigerte (und diese Kleinstmengen auch wieder Retour kamen), zudem den ganzen Tag "abwesend" und apathisch wirkte, bin ich gestern Nachmittag zu unserer TA gefahren.
Sie hat dann den Bauch abgetastet (TA-Kommentar: "...scheint kein Fremdkörper drin zu stecken, der Bauch ist ganz weich...". Oskar hatte aber auch keine Schmerzreaktion beim Abdrücken gezeigt). Fand ich jetzt zunächst etwas seltsam, denn eigentlich hätte ich gleich eine Röntgenaufnahme erwartet :confused: . Aber gut - vielleicht kann man das bei Katzen ertasten?! Immerhin ist er ja erst etwas über 3 Monate alt, also noch sehr klein.... hab also nicht weiter nach einer Röntgenaufnahme gefragt.

Sie hat dann Fieber gemessen (38,9 - ist das bei Katzen schon fieber?! Nicht mal DAS weiß ich, fällt mir grad so auf :( , und meine TA hat zur Temperatur keinen Kommentar hinterlassen...).

TA fragte mich dann nach Durchfall und nach dem Trinkverhalten (Durchfall negativ, Flüssigkeitsaufnahme aber leider auch. Und wenn er doch was säuft, kommt es postwendend wieder zum Vordereingang raus!). Desweiteren wollte sie wissen, ob er sich möglicherweise vergiftet haben könnte (konnte ich ebenfalls verneinen - wir haben keine einzige Zimmerpflanze und alle sonstigen Giftstoffe sind Kinder- und daher auch Katzensicher hinter Schloß und Riegel. Freigänger ist er auch nicht). Er könnte allenfalls ein Ricola-Bonbon erwischt haben, denn davon hatte ich am Morgen zwei Stück im Flur gefunden - allerdings nach wie vor verpackt. Oder vielleicht ein Plastikteil vom Kinderspielzeug - die Kinderzimmer sind allerdings seit Donnerstag zu, weil die Kids Zelten gegangen sind, kam er also auch nicht ran. Das, wie auch das Bonbon schloß die TA aber wiederrum aus, denn einen Fremdkörper hätte sie ja ertasten können, sagte sie.

TA gab dann vier Spritzen: Eine Traubenzuckerlösung, eine Kochsalzlösung, ein Breitenspektrum-Antibiotika (heißt es Breitensprektrum oder Breitband... äh... Penecillin eben!), und ein Mittel gegen Übelkeit.

Sie schickte mich wieder nach hause und gab mir folgende Anweisung:
- sein Zustand müsste sich aufgrund der Medikamentengabe sofort bessern. Die Apathie sollte bis morgen (also heute) verschwunden sein.
- Füttern nur in ganz kleinen Mengen (Teelöffelweise) und heute (Freitag) gar nichts mehr zu fressen geben.
- Schonkost füttern (Hühnchen und Reis, gern auch ein entsprechendes Kinder-Gläschen).
- Erst den nächsten Löffel-Happen füttern, wenn der vorherige zwei Stunden drin geblieben ist.
- Sollte sich bis morgen (also heute) der Zustand nicht gebessert haben (die Kotzerei könnte allerdings noch bis Sonntag anhalten, aber mit kontinuierlich abnehmender Tendenz), nochmal in die Notfallsprechstunde am Vormittag kommen.
- Sollten weitere Beschwerden (zB. Durchfall) auftreten, ebenfalls vorbei kommen.

Vorläufige Diagnose: Möglicherweise ist durch die starke Hitze in den letzten Tagen das Katerchen insgesamt etwas angeschlagen und reagiert darauf jetzt mit dem Erbrechen (empfindlicher Magen...). Könnte aber auch infektiös sein, weshalb ich die anderen drei auf jedenfall gut beobachten sollte.

So. Wieder zuhause schien es unserem Kleinen tatsächlich besser zu gehen. Er lief wieder rum, trank etwas und putzte zumindest die Futterschalen der anderen sauber (er selbst durfte ja nichts fressen, der Arme. Grad er ist hier der Vielfraß).
Um zwölf uhr in der Nacht kam dann allerdings der nächste Rückfall. Nachdem ich nun den gefühlten 20isgten Kotzeflecken vom Teppich entfernt hatte, habe ich dann den Kater separiert und ins geflieste Bad gesperrt. Er verzog sich dort in die bereitsgestellte Kiste und ging nicht mehr raus (und er sah wieder sehr übel aus. Dem war richtig schlecht).
Ich hab dann beinahe stündlich nach ihm gekuckt, aber es wurde nicht besser. Er schlief nur, wirkte wieder völlig kraftlos und schlapp. Das Kaklo blieb völlig unberührt, gekotzt hat er jedoch nicht mehr. Ich schlief dafür gar nicht (und bekam vor lauter Sorge und Aufregung selbst gleich Dünnpfiff und Magenschmerzen :mad: ).

Heute morgen dann gleich die TA angerufen, wieder in die Praxis gefahren.
Diesmal bekam er sechs(!) große Spritzen "Elektrolyt-Traubenzucker-Irgendwas" (ich bekomme langsam das gefühl, daß die größte Sorge für die TA die Gefahr der Dehydrierung ist... hat sie damit recht?). Dazu noch eine Mini-Spritze mit einem Mittel gegen Erbrechen.
Temperatur hat sie auch gemessen (diesmal die Gradzahl aber nicht genannt, dafür aber gesagt: "... na, wenn du wenigstens Fieber hättest, wäre das mal eine klare Ansage... aber du hast kein Fieber, kleiner Mann!"). Ergo: Termperatur in Ordnung.
Sie schickte mich wieder nach hause mit folgender Anweisung:
- kein Futter, separat lassen, ab zwei Uhr einen Esslöffel Wasser, noch besser wäre Fencheltee oder Kümmeltee ("... aber den werden Sie wohl nicht so einfach in ihn reinbekommen (*grins*)! Sie können es versuchen, aber wenn er ihn nicht nimmt, ist es auch ok. Dann bleiben Sie beim Wasser.").
- Wenn er das Wasser zwei Stunden drin behält, den nächsten Löffel, usw.
- Morgen Teelöffelweise wieder Babygläschen, weiter füttern, wenn er es drin behält.
- Ausscheidungen beobachten.
- Wenn er weiterhin erbricht, auf dem Handy anrufen, dann bleibt er in der Praxis und bekommt Infusionen.
- Ebenfall per Handy melden, wenn sich irgendetwas anderes auffälliges zeigt (zB. Durchfall)
- Allgemeine Situation heute nachmittag gegen fünf per Handy durchgeben.
- Morgen um elf nochmal bericht erstatten, wie die Nacht verlaufen ist (sollte er nicht schon vorher rein müssen). Weiteres Verfahren wird dann besprochen.

So. Nun ist er zuhause und schläft.

Im Wartezimmer heute waren noch zwei andere Katzen, welche die selben Symptome haben, wie meiner (und auch seit Do. Abend). Allerdings sind die anderen beiden Freigänger gewesen, meiner ja nicht.

Ich habe das Gefühl, daß meine TA sehr wohl sehr besorgt um das Wohl ihrer Patienten ist, andererseits aber vielleicht auch nicht weiß, wie sie jetzt weiter machen soll.

Mein Schwager hat grad noch gefragt, ob sie Blut abgenommen hat. Nein, hat sie nicht.

Was meint ihr? Was sollen wir tun (auch meine TA, denn wie gesagt, ich vertraue ihr schon und sie ist auch zugänglich für Vorschläge seitens des Patienten(-besitzers), so daß man eigentlich gut kooperieren kann).

Heute morgen hatte ich echt angst, daß uns der Kleine hier einfach einschläft und über die Regenbogenbrücke läuft.... Und er gehört meiner 5-jährigen Tochter, die ja grad im Urlaub ist. Wie sollte ich ihr das erklären, wenn in ihrer Abwesenheit mit ihrem Katerchen was schlimmes passiert??

Ich mach mir echt Sorgen.

LG
Galoppi
 
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Tamieh

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Und wenn du zu nem anderen TA gehst? Viélleicht sieht der noch was oder hat ne Idee was es sein könnte?:confused:

Ich war immer beim selben TA mit allein meinen Tieren die ich in den letztens Jahren hatte und war immer sehr zufrieden. Sehr kompetent und preiswert..

Bis er sich bei meiner letzten Katze total geirrt hat und ebenfalls nicht geröngt oder Blut abgenommen hat und meine Katze deswegen fast gestorben is..Bin dann zu nem anderen TA und der hat gesehen was mit ihr los war. Manchmal sieht ein anderer halt was das dem ersten , warum auch immer entgangen is^^

Vllt wär das ja ne Idee für dich :)

Hoffentlich gehts deinem Oskar bald wieder gut
 
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jani1975

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ich finde das vorgehen deiner tierärztin sehr gut.
das wichtigste ist wirklich das er nicht dehydriert. deswegen die flüssigkeiten, werden meist subkutan ( also unter die haut) gespritzt und der körper baut es weiter ab. wenn er kein fieber hat wird es wohl kein infekt sein sondern wirklich aus der magen gegend kommen.
das sie dir ihre handynummer gegeben hat finde ich toll. das heißt sie wäre ja im notfall erreichbar.
 
Mario90

Mario90

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Genau das gleiche habe ich mit meiner Yuna auch durch. Sie hat 4 Tage weder gefressen, noch ist sie auf Toilette gegangen. Ständig hat sie gebrochen und lag regungslos im Wohnzimmer herum.

Mein Tierarzt hat ihr den ersten tag nur Biologische Sachen gespritzt und mehre Ladungen Wasser ins maul gegeben. Er hat mir eine Paste mitgegeben die pure Energie ist. Diese sollte ich ihr ins Maul schmieren damit sie wenigsten Energie für die lebenswichtigen Prozesse hat. (yuna war zu dem Zeitpunkt 9 Wochen)

Half alles nichts ...

Den Nächten tag gabs nochmal Wasser, aufputschmittel ect ...

Half wieder nichts...

Nächster tag wieder hin, mittlerweile hat er mir kein Geld mehr berechnet weil es einfach unbezahlbar war, und er sagte "Mietzi- Du hast kein Fiber, schaust munter aus bist aber total abgemagert. Wenn du heute nichts isst musst du eingeschläfert werden. ISS!" Da hätte ich am liebsten losgheult. Dann gabs 4 spritzen, was es war weis ich leider nicht und diese sollten sofort helfen meinte er.

Zuhause angekommen lief sie hin und her, fraß was und hat nur noch einmal gebrochen. Sie war gerettet.

Diagnose vom Ta ... eine form von Katzenseuche. Sprich deinen TA mal darauf an. Vielleicht ist es das?


ToiToi für euren wurm.
 
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Galoppi

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Hi, ihr Lieben,

Oskar ist heute Vormittag in der Praxis geblieben. Die TA hat ihm ein Kontrastmittel oral verabreicht und wartet darauf, ob er es ebenfalls erbricht, nachdem das Wasser, das er von mir letzte Nacht per Spritze ins Maul bekommen hatte, ebenfalls wieder raus kam. Sie hofft so, auf einem Röntgenbild sehen zu können, wie weit seine Verdauung kommt (und weil sie gesagt hat, man kann bei katzen auf Röntgenbildern im Magenbereich sehr schlecht etwas erkennen, weil der magen-Darm-Trakt im endeffekt ein einziger Muskel sei). Zudem hängt er nun am Tropf. Sein apathischer Zustand hat sich auch nur unwesentlich gebessert (außer beim Scheren des Vorderlaufes - das Andecken hab ich nun am linken Mittel- und Zeigefinger *g*). Diesen Abend hat er noch eine Infusion bekommen und morgen vormittag gegen elf soll ich anrufen, da besprechen wir dann alles weitere (auch die auswertung der Röntgenbilder).
Futter hat er auch wieder komplett verweigert, aber wenigsten war er heute nach mal pischern. Die Nieren funktionieren soweit also noch. Die TA hat aber gesagt, daß es sowieso unnötig ist, ihm überhaupt etwas Nahrung anzubieten, wenn noch nicht mal Wasser drin bleibt. Auch deshalb blieb er bei ihr.

Ich mach mir echt Sorgen um den kleinen Kerl. Und auch unsere Sugar vermisst ihn ganz doll (die steht ständig vor der Klotür und maunzt, horcht und maunzt dann wieder). Meine Tochter ist heute nochmal bei meinen Eltern geblieben. Gott sei dank, so habe ich vielleicht das Glück, daß ich den Kater morgen wieder mitnehmen darf, bevor sie nach hause kommt.


Die TA hat ein 4 oder 6 Wochen altes Kitten in der Praxis zum päppeln. Das kleine Katerchen haben Leute gestern nachmittag aus einem Apflußrohr gefischt und zu ihr gebracht. Der arme Kerl sieht allerdings noch schlimmer aus, als mein Oskar. Zaundürr, total zertaust, Katzenschnupfen (die TA nennt ihn liebevoll "Rotzekater" *g*), allerdings ist sie sehr besorgt um seinen Gesamtzustand und hat mir heute erzählt, daß er noch nicht wirklich über'n Berg ist.
Ich hab mich schon mal angemeldet zur Pflegeübernahme, sollte die Frau, welche das Katerchen gebracht hat, das Tier nicht behalten wollen (der Ehemann zieht da nicht richtig, hat mir die TA verraten). Bei vier Katzen kommt es auf eine mehr oder weniger in unserem Haushalt nun auch nicht mehr an ( - hat sogar mein Mann gesagt *ggg*) und vom Alter her wäre das besser, als bei unserer TA (die hat auch schon fünf, aber wesentlich älter).

Naja, wir werden sehen. Das kleine Kitten tut mir zwar sehr leid, aber mein Oskar ist mir im Moment mindestens genauso wichtig. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das wäre, wenn er diesen Mist hier nicht überlebt... aber irgendwie kommen einem solche doofen Gedanken unwillkürlich in den Kopf und ich schaff das immer gar nicht richtig, die wieder loszuwerden. Von daher stell ich mich auf eine eher unruhige Nacht ein.

LG
Galoppi

PS: Danke für den Tipp mit der Katzenseuche. Werd meine TA mal drauf ansprechen... allerdings sind meine bereits geimpft... aber besser überhaupt einen Ansatz, als gar keine Option.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Birgitt

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Das hört sich nicht gut an.

Meine Daumen werden für Oskar ganz fest gedrückt.
 
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Galoppi

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Hi ihr lieben,

leider schaut es schlecht aus, sehr schlecht....

Ich habe gerade mit meiner TA gesprochen, sehr ausführlich. Die Prognosen sehen von ihrer seite her düster aus und ich weiß jetzt ehrlich nicht, was ich machen soll...

Sie hat mir zwar erklärt, um was es ungefähr geht, aber steinigt mich jetzt nicht, wenn ich nicht ins Detail genau sagen kann, wie da was zusammen hängt. Ich habe nur die Worte "Darmverschluß", "Zwölffingerdarm herausnehmen", "überleben unwahrscheinlich" "ich rate zur Einschläferung" im Kopf.....

Auf dem Röntgenbild ist nicht zu 100% erkennbar, WAS er verschluckt hat (Fadenähnlich), aber er hat da definitiv was drin, was da nicht hingehört und dieser Fremdkörper hat offenbar schon mehr schaden angerichtet, als wir angenommen haben (es ist auch nicht klar, wie lange der da tatsächlich schon hängt).
Das Problem ist auch, daß er das Kontrastmittel mit dem "Magenberuhiger" im Prinzip sofort wieder erbrochen hatte, kurz nachdem wir gegangen sind. Daher war das Röntgenbild nicht so optimal, wie sich das unsere TA erhofft hatte. Fakt ist aber, daß der Zwölffingerdarm herausgenommen werden müsste (oder Teile davon ?? :confused: ) und sie hat es mir (recht salopp) so erklärt: "Die ganzen enzyme und Säfte, die zur Verdauung benötigt werden, kommen dort in den Verdauungsaparat. Es wäre in etwa so, als wenn man Ihnen die Milz und Leber rausnehmen würde." Sie riet mir zur Einschläferung. Zudem sei die Überlebenschance bei userem Freund realtiv gering, weil er noch so klein ist und insgesamt inzwischen recht schwach (Die Kastra liegt ja auch noch keine drei Wochen zurück :( )

Mein erster Gedankengang war trotzdem: "Operieren, und zwar sofort!" - sie hat dann aber gemeint, daß es nicht mal das Problem wäre, wenn es "nur" den Magen oder den Dünndarm beträfe. Aber hier ginge es um den zwölffingerdarm und da sieht es ganz anders aus - auch wegen der Folgebehandlungen. Wenn ich trotzdem auf eine OP bestehe, möchte sie aber vorher nochmal ein Röntgenbild machen direkt nach einer Kontrastmittelgabe, um ein 100%iges Ergebnis zu haben.
Ich habe sie dann gefragt, wie sich denn andere Katzenbesitzer bisher in so einmal fall entschieden haben. Die Antwort könnt ihr euch denken....

So. Und jetzt sitz ich hier und weiß nicht weiter. Mein Mann vertraut da ganz auf die TA und schließt sich ihrer Meinung zu 100% an ("ja, Schatzi, ich weiß, das das hart ist, aber bevor er da noch länger leiden muß und langfristig womöglich auch noch... seh's halt ein!").

und jetzt??!!

traurige Grüße
Galoppi
 
C

Chiccolina

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Rauenberg
oh gott, dass klingt ja wirklich schrecklich!!!
ich denke, du mußt da auf dein bauchgefühl hören. eine zweite meinung einholen, macht sicherlich auch sinn!
wir drücken ganz doll alle daumen und pfoten, wünschen euch viel kraft und hoffen, dass alles doch noch gut ausgeht!!!
 
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Galoppi

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Inzwischen bin ich wieder etwas klarer im Kopf - Vorhin war das Posting direkt nach dem Gespräch.
Es geht nicht um die OP an sich, sondern um die Frage der Wichtigkeit des Zwölffingerdarms (also das leben danach). Ich bin da jetzt schon die ganze Zeit am Googeln. Daß ich ihn liebe, steht außer Frage - aber gerade deshalb möchte ich auch nicht, daß eine Lebensrettende OP im nachhinein zu einem Leben in Tortour führt... vielleicht habe ich das oben etwas falsch beschrieben...
Auch eine zweite TA-Meinung ist - meiner Meinung nach - nicht notwendig, denn die Diagnose steht ja fest (Verschluß Zwölffingerdarm - und ich verlass mich da auf meine TA aus langjähriger Erfahrung) und wenn ich operieren lasse, dann von meiner TA!

Das ist weder ingnorant, beratungsresistent noch pampig gemeint - bitte an dieser stelle nicht falsch verstehen. Ich kenne meine TA schon sehr lange und wenn sie zu einer Einschläferung rät, dann ist die Kacke wirklich am dampfen.

Hat jemand hier eine Katze, die ohne Zwölffingerdarm lebt oder kennt jemand jemanden, der so eine katze hat??!!!

Das Internet spuckt bis jetzt nicht wirklich was darüber aus.

LG
Galoppi
 
A

anja87

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  • #10
Das Problem ist auch, daß er das Kontrastmittel mit dem "Magenberuhiger" im Prinzip sofort wieder erbrochen hatte, kurz nachdem wir gegangen sind. Daher war das Röntgenbild nicht so optimal, wie sich das unsere TA erhofft hatte.

Wenn ich trotzdem auf eine OP bestehe, möchte sie aber vorher nochmal ein Röntgenbild machen direkt nach einer Kontrastmittelgabe, um ein 100%iges Ergebnis zu haben.

Verstehe ich das richtig - um zur Euthanasie zu raten ist das Röntgenbild gut genug, aber vor einer OP müsste nochmal ein neues gemacht werden da es auf dem alten schlecht zu erkennen war?

Hört sich für mich etwas krass an...

Ich würde bei solch 'harten' Prognosen auch auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen.

Ich wünsche dem Kleinen alles Gute!
 
H

Hannibal

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  • #11
Wieso muss sie denn gleich den ganzen Zwölffingerdarm entfernen? Kann sie nicht einfach den Darm öffnen, den Fremdkörper rausholen und dann wieder zunähen?
 
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Galoppi

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  • #12
ich sach ja.... vorhin war ich noch ziemlich neben der Spur, da mag manches völlig falsch erscheinen...

Also: Das erste Röntgenbild ist schon ein eideutiger Befund (Zwölffingerdarm dicht aufgrund eines Fremdkörpers (fadenähnlich), nicht ohne OP entfernbar). Das zweite Röntgenbild ist notwendig, um die OP (mit der sie nicht gerechnet hat) besser vorbereiten und den Eingriff möglichst minimal halten zu können.

Um das mit der Einschläferei mal zu verdeutlichen: Wir wohnen in einer Gegend, in dem Tiere noch gegen ihren "Wiederbeschaffungswert" behandelt werden ("...für das Geld kann ich mir fünf neue Katzen kaufen!"). Und der zweite ansässige TA ist ein älterer "Viehchdoktor" - der denkt genauso. Wenn also ein Kunde von meiner TA beraten wird (denn aufgrund des "Privatpatientenstatus" ist der Patient in erster Linie "Kunde"), dann kann es ihr passieren, daß die Kunden gaanz schnell zum Doktor A. laufen, den DER hat ja auch ein Auge auf den Geldbeutel des Kunden....
Im laufe der Jahre hat sie da sehr unschöne Erfahrungen gemacht und sich daher den "Kundenbedürfnissen" angepasst. Sie muß ja schließlich auch von etwas leben, und Kunden, die nicht mit ihr Zufrieden sind, kommen bekanntlich nicht wieder. Deshalb ist ihr erster Satz - einfach inzwischen aus gewohnheit - "...das kostet aber xxxx Euro....!" Grad bei solchen Summen entscheiden sich hier scheinbar alle gegen eine OP, weshalb sie grundsätzlich inzwischen davon ausgeht.
Für einen aussagekräftigen Befund hat das Röntgenbild gereicht, für eine Vorbereitung zur OP jedoch nicht.

LG
Galoppi

PS: Ich habe jetzt hier einiges im Internet gelesen. Zwar nicht von Katzen, aber von Menschen, die ohne Zwölffingerdarm leben und das scheinbar sehr gut. Ich werde Oskar operieren lassen. Drückt uns die Daumen, daß alles gut geht.
 
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Galoppi

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  • #13
@ Hannibal: Ich hab das Röntgenbild noch nicht gesehen und ich weiß jetzt auch ehrlich gesagt nicht, ob der ganze Darm raus muß - auf jedenfall aber das Stück, wo der "Eingang" zu der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse liegt, also direkt unterhalb vom Magen.

ich will aber jetzt sowieso los und zu ihr hinfahren, da kann sie mir das vor ort nochmal alles erklären.

LG
Galoppi
 
Mick

Mick

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  • #15
Oh je, das hört sich ja nicht gut an.
Ich drücke die Daumen, dass alles gut verläuft und finde deinen Entschluss zur OP gut und richtig.
Alle Daumen und Pfoten sind feste gedrückt!
 
minnifand

minnifand

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  • #16
Hallo Galoppi,,

alles Gute und alle Pfoten gedrückt......


Gruss Ulli
 
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Birgitt

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  • #17
Wie geht es eueren Kater?
 
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Galoppi

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  • #18
Hi, ihr lieben.

Mal ein Zwischenbericht:

Wir haben ihn am Montag noch nicht operieren lassen, weil sein Gesamtzustand so schlecht war, daß er eine OP mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überlebt hätte.

Ich habe die Röntgenbilder gesehen. Als Laie kann ich da nicht wirklich viel erkennen. Da sind helle und dunkle "Flecken" (..."das ist der Magen"...), aber meine TA hat sich redlich bemüht, mich darüber aufzuklären, was sie aus den Bildern lesen kann. Positiv ist zu bewerten, daß er -bis dato - die zweite Ladung Kontrastbrei nicht erbrochen hatte und daß das Fadenknäuel scheinbar (noch) nicht unlösbar festsitzt, denn das Kontrastmittel konnte daran vorbei bis in den Dünndarm vordringen (..."das sehen Sie hier an dem hellen Streifen"...).

Was tun? Einschläfern?! Gibt's denn gar keine andere Möglichkeit? Doch, aber "unüblich": Sauerkraut (kein Witz!). Gibt sie als Erstmaßnahme im heimischen Bereich ihren Tieren auch, wenn sie einen verschluckten Gegenstand vermutet. Soll sich im Idealfall um den Fremdkörper rumwickeln und diesen dadurch mit nach draußen befördern. Wir wären allerdings schon froh, wenn es bis zum Dickdarm vorwärts käme. Ok. Dann Sauerkraut.

Dienstag vormittag: "Frau X, das Sauerkraut ist nun seit 12 Stunden drin geblieben!"
Ich: "Wie haben Sie das überhaupt in den Kater reinbekommen?!"
Sie: "Mit Naaachdruck - er haßt mich!" (grinst hörbar durch's Telefon)
Weiterer Inhalt des Telefonats:
Es bestehe Grund zu vorsichtigem Optimismus. Die Blutergebnisse sind da. Nachdem die Werte vom Sonntag stammen, als er die Tage zuvor ja noch bei mir zuhause behandelt worden war, bestätigt das Ergebnis nur die Annahme der TA, daß eine OP am Montag mit einem sehr hohen Risiko verbunden gewesen wäre. Höchstwahrscheinlich wäre er an Nierenversagen gestorben.
Jetzt sieht das ganze allerdings anders aus, da er ja zwischenzeitlich mehrmals täglich Infusionen bekommt, sein Zustand ist inzwischen stabil. Heute abend nochmal ein Röntgenbild (also Dienstag), um zu sehen, wie weit das Sauerkraut kommt. Zusätzlich langsam anfüttern mit Futterbrei, um die Darmtätigkeit wieder anzuregen. Abwarten, was anschließend hinten rauskommt. Pieseln tut er, und das nicht schlecht. Nächster Zwischenbericht Mittwoch vormittag, es sei denn, er erbricht doch wieder oder es tritt eine sonstige, akute Verschlechterung ein. Ich frage, ob ich am Nachmittag mit meiner Tochter vorbei schauen kann. Klar, kein Problem.

Ich bin dann gestern nachmittag samt meiner Tochter wieder in die Praxis. Katerchen sieht vor allem eines, nämlich sauer aus, und zwar stocksauer. Er maunzt aber, als er von meiner Tochter angesprochen wird. Und als sie ihn dann auf dem Arm nimmt, fängt er an zu schnurren und entspannt sich sichtlich. Einen apathischen Eindruck machte er nicht mehr und insgesamt sah er besser aus, als noch am Montag. Ich wundere mich nicht weiter über die - zugegeben - etwas unorthodoxe Behandlungsmethode mit Sauerkraut, sondern danke stattdessen im Stillen dem Herrgott dafür, daß er scheinbar auf einem guten Weg ist.
Ich frage noch vorsichtig nach, bei welcher Summe wir uns denn inzwischen bewegen (und bin bei meinen Überschlagungen im Kopf bereits irgendwo bei 500 Euro). Sie druckst ein bißchen rum ("....hab noch keine genaue Kostenaufstellung vorgenommen....aber Röntgenbild werde ich Ihnen nur eines berechnen....trotzdem werden's wohl so um die 200 - 250 Euro sein..." - TA macht ein betretenes Gesicht und legt die Stirn in Falten). Ach sooooo *stark-beruhigt-bin*.

An dieser Stelle frage ich mich unwillkürlich, warum es bei den TAs immer den Eindruck macht, als sei ihnen die Nennung einer Rechnungssumme über 100 Euro unangenehm?! Die haben doch ihre Honorartabellen und danach wird berechnet, fertig. Aber gut.

Heute morgen dann der Rückschlag. Katerchen hat zwar das Sauerkraut größtenteils in den Darm verfrachtet und die Wollfäden tatsächlich weiter geschoben - aber nicht in der Form, wie wir es uns gewünscht hätten. Zudem kam der Rest vom Futter wieder am oberen Ende zurück anstelle des eigentlichen Ausgangs. Das Röntgenbild ergab, daß der Zwölffingerdarm nun wohl nicht mehr betroffen sei. Deshalb sei eine OP unter diesen Umständen nun wesentlich unkomplizierter und mit weniger Risiken behaftet. Sein Gesamtzustand sei soweit auch ok, daß zumindest von dieser Seite her mit keinen Komplikationen während des Eingriffes zu rechnen sei.
Weiterhin mit Sauerkraut und Futter zu behandeln, halte die TA nun für keine anwendbare Methode mehr, weil der Batzen sich augenscheinlich viel zu langsam durch die Eingeweide schiebt und diese Behandlung somit wesentlich länger dauernd würde und das sei für das Tier auf diesen Zeitraum unnötige Quälerei. Ganz zu schweigen davon, daß mit jedem Tag und jedem Zentimeter die Gefahr natürlich weiterhin besteht, daß sich der Wollballen doch noch irgendwo verhakt und dann ernsthafte Schäden anrichtet.
Gut. Hören wir auf damit, ich bin sowieso kein großer Freund vom "Rumdoktern" im Allgemeinen.

Morgen Früh ist es also soweit. Katerchen kommt unters Messer. Wenn sich die TA bis zehn Uhr noch nicht gemeldet hat, ist alles in Ordnung. Wenn ihre Nummer schon vorher im Display erscheint, ist das - von meiner Seite aus - als Grund zur Sorge zu werten (O-Ton der TA). Hoffen wir also, daß mein Telefon still bleibt.

Bangende Grüße
Galoppi
 
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Galoppi

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  • #19
Nachtrag:

Wißt ihr, was ich an der ganzen Sache richtig schlimm finde? Daß ich von anfang an felsenfest davon überzeugt war, daß er - als Wohnungskatze - nichts falsches gefressen haben kann ("Bei uns liegt nix rum!"...) - und meine TA aufgrund dieser Aussage natürlich die Vorgehensweise der Behandlung festgelegt hat. Ich mache meiner TA da absolut keinen Vorwurf daraus, denn hätte ich das nicht so wehement ausgeschlossen, wäre eine Röntgenuntersuchung mit Sicherheit das erste gewesen, was sie durchgeführt hätte.

Fremdkörper..., Fremdkörper! Bei sowas denk ich an Legobausteinchen, Kronkorken, Wurstenden mit Metallösen - eben alles, was die Katzen vielleicht aus den Kinderzimmern oder vom Tisch stibiezen könnten (in erster Linie eben etwas hartes). Das WOLLFÄDEN (höchst wahrscheinlich) die Ursache sind - auf die Idee bin ich überhaupt nicht gekommen (und erst recht nicht, daß diese nicht einfach so den Verdauungstrakt passieren...sind ja weich und können sich doch nicht verklemmen....).
Inzwischen bin ich nämlich auch drauf gekommen, wo er die her hatte (seit dem wir wissen, daß es eine Art Wolle sein muß, hab ich das ganze Haus auf dem Kopf gestellt - schließlich ist er ja nicht die einzige Katze hier). Die lagen nicht einfach rum... die hingen! Und zwar an der Mütze an der Garderobe meiner Kinder in Form einer großen, roten Bommel!! Die Bommel lebt auch noch, aber wenn man dran zupft, kann man leicht ca. 10cm lange Wollfäden rausziehen.
Drauf gebracht, nach soetwas zu suchen, hat mich die TA, als sie das erste mal am Montag vormittag mit mir telefonierte. Ihr erster Satz war exakt folgender: "Frau X, stricken Sie?" (Diese Frau hat echt Humor - man könnte eigentlich drüber schmunzeln, wenn das ganze nicht so verdammt traurig wäre).
Es ist echt wahnsinn, auf was man alles achten muß. Die Bommel ist jetzt weg. Aber zukünftig werde ich da wohl noch penibler aufpassen müssen.

LG
Galoppi
 
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anja87

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Raum Mannheim
  • #20
Galoppi,

es freut mich sehr dass der Faden ein Stück weiter gewandert ist und der Zwölffingerdarm nun doch drin bleiben kann! :)

Und ich wünsche für morgen natürlich viel Glück und drücke die Daumen!

Wäre natürlich nett wenn du gleich berichten würdest wie es gelaufen ist...;)
 

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