Kitten Kater Nassfutter Menge

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Guten Abend,

ich habe seit Montag 2 kleine Kater aus dem Tierheim adoptiert. Die beiden fühlen sich pudelwohl und sind sehr lebendig.

Was mir jedoch auffällt, dass sie, wenn sie merken, dass ich das Futter vorbereite komplett durchdrehen. Ich gebe Ihnen ausschließlich hochwertiges Nassfutter. Nun habe ich mich bei vielen Quellen erkundigt. Das Tierheim sagt pro Kater 300g Nassfutter. Die ganzen Hersteller nennen auf ihren Packungen Mengen von 150-260g pro Tag. Hier jedoch wird behauptet, dass man den Katern dauerhaft Futter in den Napf stellen soll.

Was stimmt nun? Und wieso kann man die hier im Forum herrschende Meinung nicht/kaum im Internet finden. Ich möchte hier niemanden auf den Schwanz treten (hehe) und möchte lediglich das beste für die Tiere.
 
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Schwerelos

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Katzen, die es von Anfang an lernen und nicht hungern mussten, sind ganz gut in der Lage, sich ihr Futter selbst einzuteilen ohne dabei dick zu werden. Außerdem sind Katzen von Natur aus Häppchenfresser. Sprich, über den Tag verteilt mal hier ne Maus, da ne Maus, irgendwelches Krabbelviechzeug, vielleicht nen Vogel, etc pp, anstatt morgens viele Mäuse auf einmal und dann Abends wieder viele Mäuse auf einmal.

Am besten fahren du und die Katzen damit, wenn ihnen ganztätig hochwertiges Nassfutter zur Verfügung steht, ohne Rationierung - und ja, man kann das problemlos 12 Stunden lang stehen lassen oder halt so lange, wie man im Bett oder in der Arbeit ist.

Bei "kleinen" Katern vermute ich, dass es Jungtiere sind? Die brauchen eine ganze Menge Energie (= Futter) zum Wachsen und Unsinn machen und können richtige schwarze Löcher sein, was Futter angeht und sämtliche Formen durchlaufen, bis sie ausgewachsen sind. Von stummelbeinig und kugelrund bis lang und dürr, das ist normal und verwächst sich in den allermeisten Fällen.

Fazit:
Lass sie fressen, so viel sie wollen. Die wissen selbst ganz gut, wieviel sie brauchen. Am Anfang nehmen sie vielleicht etwas zu, weil sie das vom Tierheim bestimmt nicht kennen, dass immer genug Futter da ist, das ihnen auch keiner wegnimmt, aber das sollte sich dann auch von ganz allein wieder erledigen.
 
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Lirumlarum

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Was stimmt nun? Und wieso kann man die hier im Forum herrschende Meinung nicht/kaum im Internet finden. Ich möchte hier niemanden auf den Schwanz treten (hehe) und möchte lediglich das beste für die Tiere.
...Alles und Nichts, stimmt.

Es gibt keine 100% verlässlichen Studien, Forschungen, Welche besagen, das die Eine oder Andere Fütterungsmethode die einzig Wahre wäre. In vielen Fällen hängt es einfach auch von der jeweiligen Katze ab.

Bei Kitten allgemein hat sich jedoch immer bewährt, diese fressen zu lassen soviel sie wollen. Aber nur wenn das Futter einigermassen hochwertig ist bzw. kein Trockenfutter und zudem am Besten zucker- und gereidefrei.

Ich gehöre zu denen, Welche sich auch für der 24/7 gefüllten Näpfe mit Nassfutter entschieden haben. Weil das nach einigen Erfahrungen mit Katzen und was sie futtern sollen über die Jahre hinweg, sich für mich bzw. die Katzen als die beste Variante herauskristallisiert hat.

Hier im Forum sind einige Leute, welche jahrelange Erfahrungen mit Katzenhaltung und verschiedenen Katzen haben und die ebenso wie ich, eben mit der ayce-eat bzw. den ganzen Tag Nassfutter zur freien Verfügung Variante am Besten gefahren sind.

Ich hatte z.B früher mal die Katzen morgens und abends gefüttert und was nicht aufgefressen wurde, wurde dann recht zügig weg geräumt. Ergebnis waren sehr aufgekratze Katzen, welche jede Gelegenheit nutzten Mülleimer auszuräumen oder Einem beim Frühstück versucht haben die Marmelade vom Brötchen zu klauen.

Auch habe ich mal (weil das Damals so als das Beste vom Besten überall empfohlen wurde) rein Trockenfutter gefüttert..mit dem Ergebnis übergewichtiger Katzen und dazu Struvit und vom Übergewicht ausgelösten Gelenkproblemen.

Auch die Mischung, aus es gibt zweimal am Tag Nassfutter und ansonsten steht immer das Schüsselchen Trockenfutter zur freien Verfügung, war nicht wirklich der Hit.

Mit Nassfutter (zucker-/getreidefrei) immer im Napf und Katzen können sich frei bedienen, Trockenfutter nicht als Hauptfutter, sondern als Leckerli zum spielen in Fummelbrettern, Snackrollen etc. habe ich die Probleme der voran genannten Fütterungsmodelle nicht.
Kein Übergewicht, keine launischen Katzen auf Raubzug durch Mülleimer etc.
 
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Perestroika

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Was stimmt nun? Und wieso kann man die hier im Forum herrschende Meinung nicht/kaum im Internet finden.
Auch in der Fachliteratur wird Futter zur freien Verfügung für gesunde Katzen empfohlen:
zur Frage ad-libitum vs. feste Fütterungszeiten: in diesem Buch, Small Animal Clinical Nutrition (kann Kapitelweise über das Mark Morris Institute heruntergeladen werden: Mark Morris Institute ) wird meiner Meinung nach sehr gut die Fütterung von Katzen erklärt, auch wenn ich die dort in einem Kapitel empfohlenen Futtersorten ohne medizinische Indikation nicht unbedingt kaufen würde.
Interessant finde ich jedoch den in Chapter 20 beschriebenen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Struvitsteinen und der ad-libitum Fütterung, „Foods that produce average urinary pH values of 6.2 to 6.4 when fed free choice reduce the risk of struvite-mediated FLUTD, avoid metabolic acidosis and reduce the risk of calcium oxalate urolithiasis in most young adult cats.“. Und „Note the significant increase in urinary pH after a single meal (meal fed). This effect is termed “postprandial alkaline tide.” Food provided free choice modulates urinary pH by dampening the postprandial alka- line tide that occurs three to six hours following ingestion of larger meals.“, beides auf S. 380, inklusive einer interessanten Grafik, die ich wahrscheinlich wegen Copyright hier nicht so problemlos zitieren kann 😅

Eine ad libitum Fütterung wird auch als für die Katze am natürlichsten genannt („Free-choice or combination feeding accommodates the normal feeding behavior of cats by allowing them to eat several small meals spaced irregularly throughout the day and night“, S. 385; „Cats typically eat 10 to 20 small meals throughout the day and night (Kane et al, 1981; MacDonald et al, 1984). This eating pattern probably reflects the evolutionary relationship of cats and their prey“, S. 362). Das kann ich in den Wohnung mit ständig zur Verfügung stehendem Nassfutter einfach am besten ermöglichen. 😊

Zu dem Thema zitiere ich einfach mal meine aktuelle Bahnlektüre, "Small Animal Clinical Nutrition"* 😊

"Free-choice feeding (also referred to as ad libitum or self feeding) is a method in which more
food than the dog or cat will consume is always available; therefore, the animal can eat as
much as it wants, whenever it chooses. The major advantage of free-choice feeding is that it
is quick and easy. All that is necessary is to ensure that reasonably fresh food is always
available." (SACN, Kapitel 1: Principles of Small Animal Clinical Nutrition, S. 17)

"Engorgement is generally not a problem when transitioning cats to free-choice feeding.
Although dogs and cats unaccustomed to free-choice feeding may overeat initially, they
generally stop doing so within a few days, after they learn that food is always available. Avoid
taking the food away at any time during this transition period. Each time food is taken away
increases the difficulty in changing the animals to a free-choice feeding regimen." (SACN, Kapitel 1: Principles of Small Animal Clinical Nutrition, S. 17)

"Food consumption resulting from frequent meal and freechoice feeding has several
advantages. Small meals fed frequently throughout the day result in a greater loss of energy due to an increase in daily meal-induced heat production. Also, providing frequent small
meals generally result in greater total food intake than does less frequent feeding (Mugford
and Thorne, 1980). Frequent feeding of small meals benefits animals with dysfunctional ingestion, digestion, absorption or use of nutrients." (SACN, Kapitel 1: Principles of Small Animal Clinical Nutrition, S. 18)

Was ich damit sagen will: Die ad-libitum Fütterung ist in der Fachliteratur auf jeden Fall bekannt, und wird durchaus empfohlen. Ob den Tierärzten, die solche Blogs betreiben, der ernährungswissenschaftliche Forschungsstand tatsächlich bekannt ist, weiß ich nicht 😅 das ist ja doch eher speziell, ich glaube in DE gibt es 59 aktive TÄ mit der Weiterbildung "Tierernährung und Diätetik", die als FTA bei der Bundestierärztekammer gemeldet sind. Über die fachliche Kompetenz aller anderen, nicht weitergebildeten TÄ, die über Ernährung schreiben, lässt sich streiten.

Natürlich kann und will nicht jeder Katzenhalter anfangen, wissenschaftliche Literatur zur Katzenernährung zu lesen. Da ist das Forum dann ein guter Anlaufpunkt, weil es sich ja zumindest in diesem Fall nicht nur um eine "Forumswahrheit", sondern um wissenschaftlich begründbare Ratschläge handelt. Dass Katzen Häppchenfresser sind, dass ihre Verdauung auf viele kleine Mahlzeiten ausgelegt ist, lese ich hier auch oft, und ich denke, das reicht den meisten als logische Begründung. Und wenn nicht, haben sie dann ja Anhaltspunkte, wonach sie in der Literatur suchen müssen. 😊


* runter laden kann man das kostenlos hier: Mark Morris Institute
Das Kapitel über Erwachsene Katzen hab ich leider noch nicht richtig gelesen, aber vom überfliegen vor ein paar Wochen meine ich mich zu erinnern, dass auch da auf die ad libitum Fütterung hingewiesen wird, auch mit der Erklärung mit den Beutetieren -> viele kleine Mahlzeiten usw. 😊
 
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Margitsina

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Rund um die Uhr Nassfutter anbieten also Tag und Nacht.
Nie rationieren, dann komm du am besten.
 
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k0nst1

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Erstmal vielen dank für die Rückmeldungen! Ich werd das mal mit meinem Partner besprechen und dann entscheiden.
 
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Ich mag dir Mal berichten, wie es bei uns ist. Diego kam im September letzten Jahres deutlich übergewichtig zu uns. Er wog 6 kg bei kleinem Körperbau mit kurzen Beinen. Man hat ihm angesehen, dass er sich nicht bewegen mag! Er hatte bis dahin zwei Mal täglich Nassfutter bekommen (nach der Menge habe ich nicht gefragt, aber ich gehe Mal von Beuteln aus) und viel Trockenfutter. Bei uns gibt es rund um die Uhr Nassfutter (mittel-bis hochwertig). In den letzten 12 Monaten hat er über 2 kg abgenommen. Er bewegt sich gut und gerne, das Tier kann endlich gut laufen! Charly und Diego (beide 4 Jahre alt) fressen zwischen 800 und 1000 Gramm täglich. Im Sommer eher weniger, im Winter manchmal viel mehr. Was die Empfehlung ist, weiß ich nicht. Ich sehe sie aber über den Tag verteilt locker 7-x Mal zum Futter gehen. Sie kommen trotzdem an, wenn ich etwas frisches gebe, aber sie nerven keineswegs. Wenn das Futter leer ist, gibt es mehr. Nach ca 12 Stunden wird getauscht, falls noch etwas da ist. Also morgens und Abends gegen 8 Uhr. Super easy für mich, die Katzen sind glücklich und haben einen tollen Körperbau, also alles gut. Ich habe mir im Übrigen 12 Suppenteller mit Muster bei der Caritas für nen Appel und ein Ei geholt. Die werden super als Napf angenommen und kommen einfach in die Spülmaschine. Mit herkömmlichen Näpfen war sie sehr schnell voll. So stelle ich sie einfach zu den normalen Tellern.
 
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stifler

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Ich lese gerade das Buch "Russisch Blau Katzenerziehung". Dort wird eine andere Aussage getroffen, ob Futter dauerhaft zur Verfügung stehen sollte oder nicht. Ein Paar Auszüge davon:

"Stelle Deiner Katze niemals rund um die Uhr Futter zur Verfügung. Denke dabei an die innere Raubkatze. Ist es diese etwas gewohnt, immer Futter zur Hand zu haben oder musste sie erstmal dafür jagen?..."

"Fest Mahlzeiten am Tag sind für mich daher nicht verhandelbar. In der freien Natur sind es Katzen gewohnt, mehrmals am Tag kleinere Portionen zu fressen. An diesem Rhytmus sollten wir uns orienteiren, allerdings hast Du hierbei die Freiheit, ihn an Deinen eigenen Rhythmus anzupassen. Beispielweise kannst Du deine Katze das erste Mal füttern, wenn Du morgens aufstehst, dann wenn Du nach der Arbeit nach Hause kommst und zuletzt, wenn Du Dich für das Bett gehen fertig machst."

Für mich klingt auch diese Argumentation nachvollziehbar. Es wird noch erklärt, dass vor dem Essen geben, möglichst immer mit der Katze gespielt werden sollte. Spielen, Jagderfolg, Essen.

Diese Meinung weicht nun doch von den meisten Meinungen hier ab, daher bin ich mir noch nicht sicher, was optimal ist (wenn es das überhaupt gibt). Freue mich über weitere Gedanken von euch!
 
Perestroika

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Ich lese gerade das Buch "Russisch Blau Katzenerziehung". Dort wird eine andere Aussage getroffen, ob Futter dauerhaft zur Verfügung stehen sollte oder nicht. Ein Paar Auszüge davon:





Für mich klingt auch diese Argumentation nachvollziehbar. Es wird noch erklärt, dass vor dem Essen geben, möglichst immer mit der Katze gespielt werden sollte. Spielen, Jagderfolg, Essen.

Diese Meinung weicht nun doch von den meisten Meinungen hier ab, daher bin ich mir noch nicht sicher, was optimal ist (wenn es das überhaupt gibt). Freue mich über weitere Gedanken von euch!
Vielleicht gilt das ja nur für Russisch Blau? 😁

Nein, Spaß Beiseite. Einerseits würde mich interessieren, worauf sich die Aussagen der Autorin stützen, beim Googlen habe ich gerade nur gefunden, dass sie seit ihrer Kindheit Katzen besitzt, und in ihrer Jugend im Tierheim ausgeholfen hat, das ist natürlich nicht so aussagekräftig zu ihrer Fachkompetenz.

Es gibt manchmal das Argument, dass Katzen nicht grasen, sondern jagen, das vermischt aber zwei Aspekte. Das eine ist die Tatsache, dass die Katze in der Wohnung nicht jagt, und deshalb mit Spiel und Auslastung beschäftigt werden muss, das andere ist die Tatsache, dass eine Katze auf viele kleine Mahlzeiten ausgelegt ist. Natürlich kann man nur 2-3x täglich den Napf füllen, das mache ich nicht anders, allerdings sind die Näpfe dann so gefüllt, dass sie für mehrere Stunden ausreichen. Die Argumentation, dass es schön ist, wenn Jagderfolg und Essen aufeinander folgen klingt zwar logisch, findet sich so aber in keiner mir bekannten wissenschaftlichen Fachliteratur, sondern immer nur ohne Quellenangabe als Meinung von "Experten".

Wenn man die Kapazitäten hat, 10x täglich ein Spiel, und daraufhin eine kleine Mahlzeit stattfinden zu lassen, ist das sicher eine perfekte Lösung. Ansonsten ist aber die ad-libitum-Fütterung das, was der Natur der Katze am ehesten entspricht, und auch gesundheitlich (zb für die Nieren) vorteilhaft ist.
 
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stifler

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  • #10
Ich denke, das sind einfach ihre Erfahrungen. Ob da wissenschaftliche Studien dahinter stehen, kann ich auch nicht sagen. Ich will auch nicht sagen, das es richtig ist, sondern nur eine weitere Meinung zur Diskussion stellen. Oft ergibt sich dann daraus eine neue Meinung bzw. Schwarmwissen, dass eine bessere Antwort ist, als von einer Person die ein Buch schreibt.

Auf jeden Fall, ist das mit Essen stehen lassen bei ihr auch keine Empfehlung. Hierzu nochmal ein Auszug:
Viele Katzenhalter erzählen mir häufig, dass ihre Samtpfoten äußerst pingelige Esser sind. Ich stelle dabei meistens fest, dass die Probleme mit pingeligen Essern meist selbst gemachte sind. Als erstes rate ich auch diesen Haltern, die dauerhafte Bereitstellung von Futter einzustellen (das ist übrigens eine der Hauptursachen!). Wenn deine Katze ständig auf ihr Essen zugreifen kann, ist sie selten bereite, etwas Neues auszuprobieren. Sollte Deine Katze ihre Mahlzeit einmal nicht vollständig aufessen, entfernst Du die Reste nach dem Essen unverzüglich ... Sonst trainierst du ihr Pingeligkeit an. Gewöhne deine kleine Samtpfote von Anfang an daran, dass es nur zu festen Zeiten futter gibt und sie sich nichts für später aufheben kann.

(Allgemein sind viele Infos in dem Buch nicht schlecht, manche Sachen kann ich aber auch nicht nachvollziehen)
 
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  • #11
Zu dem Jagderfolg: halte ich für plausibel, aber schwer umsetzbar. Vor Allem in Bezug auf Katzen, die selten spielen. Bekommen die dann auch selten Futter? Bzw ist das Hauptfutter dann eine Belohnung für‘s Spielen? Wie macht man das im Mehrkatzenhaushalt? Wie als Arbeitnehmer in einem 9 to 5 Job? Interessant ist die Überlegung also schon, aber nicht wirklich praktisch. Außerdem gibt es auch Jagderfolg bei zB Spitzmäusen, die dann aber nicht gefressen werden. Das mit der Mäkeligkeit macht also für mich keinen Sinn. Anerzogen ja. Aber meine fressen mittlerweile alle alles, was ich ihnen vorsetze an Katzenfutter. Leckerlies sind je nach Kater verschieden, aber darauf sind sie ja nicht angewiesen.
 
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GroCha

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  • #12
Für mich klingt auch diese Argumentation nachvollziehbar
Für Dich klingt es nachvollziehbar, wenn jemand auf der einen Seite mit
Denke dabei an die innere Raubkatze. Ist es diese etwas gewohnt, immer Futter zur Hand zu haben oder musste sie erstmal dafür jagen?...
argumentiert, aber dann (mit dem Totschlagargument, dass es für den Menschen bequemer is), für feste Futterzeiten plädiert?
Weil feste Futterzeiten in der Natur ja so häufig von der äußeren Raubkatze praktiziert werden?


Wer kennt sie nicht, die berufstätige Katze, die Punkt 06:30 Uhr zum Kaffee ne frisch erlegte Maus frisst...

Natürlich muss in der Natur erst gejagt werden. Aber es wird gejagt, wenn Hunger is. Ergo wird gefressen, wenn Hunger is 🤷🏼‍♀️
DAS ahmt man mit AYCE nach.
 
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GroCha

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  • #13
Zu dem Jagderfolg: halte ich für plausibel, aber schwer umsetzbar.
Ich halte das für absoluten Unsinn.

So jagen HAUSkatzen doch gar nicht.
Würde man das Jagdverhalten von Hauskatzen nachstellen wollen, müsste man sie fünf Minuten auf nen Futterautomaten starren lassen, ihn auf- und SOFORT wieder zuspringen lassen, das Ganze 10 Mal hintereinander, um ihr beim 11. Mal nen mausgroßen Happen zu gönnen und dann von vorne anzufangen, bis sie ihre 15 Mäuse pro Tag zusammen hat.

Ja, Katzen spielen mit ihrer Beute. Aber erst dann, wenn sie keinen akuten Hunger mehr haben und die Beute so geschwächt ist, dass sie eh nemmer nachsprinten müssten. Das hat aber nichts mim Fressverhalten zu tun. Das is Übung für die nächste LAUERjagd.

Keine Hauskatze sprintet ner Maus in Löwenmanier hinterher. Das zu imitieren is (mit der gegebenen Argumentation) dann genau so wenig artgerecht, wie die Tatsache "immer" Futter bereit stehen zu haben.
 
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Perestroika

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  • #14
Zumal zumindest bei uns die Jagdsimulation trotz vollem Napf ganz von alleine funktioniert. Gerade wurde sich ausgiebig geprügelt, danach ist Pepe zum Napf marschiert. Ich glaube, die teilen sich das schon gut selbst ein, wann sie Lust auf Action haben, und wann sie fressen wollen. Und wenn ihnen das ein gutes Gefühl gibt, fressen sie halt nach dem Spielen, aber die Verknüpfung machen die Katzen bei uns dann selber, die wird nicht durch den Menschen vorgegeben.
 
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  • #15
Puh
Ich finde die Tipps zur Erziehung der blauen gar nicht so schlecht.
Bis jetzt muss ich es nur Gegenteil machen um meine katuen mit guten Gewissen zu füttern.

Zum Thema Futter direkt wegstecken zb.
Nala frisst ca 3-4 Häppchen auf einmal.
Nach 30 Minuten wiederholt sie das dann.

Würde Nala aus Hunger wesentlich mehr auf einmal fressen kann ich mit aber sicher sein das das Futter wieder erbrochen wird.
An die größeren Mengen würde ihr Magen sich sicherlich dran gewöhnen, aber wozu?
Wozu mich und meine Katzen jetzt durch so eine Zeit quälen wo es doch mit ayce ohne Probleme (und erstreckt ohne Übergewicht funktioniert.
Ayce funktioniert hier übrigens so:
Morgens wird eine (400g) Dose auf die Näpfe aufgeteilt, im Laufe des Tages werden die Reste in ein großen Napf geschüttet, durchgeführt, bei Bedarf noch Wasser zu und wenn nötig auch noch h mal nachgefüllt (100gbeutel in der Regel)

Abends entsorgen ich dann die kaum noch vorhandenen Reste und gebe eine neue 400g Dose.
Meinen Katzen bekommt unsere Art zu füttern wunderbar.
Mit Übergewicht haben wir nicht zu kämpfen, bzw nicht mehr, denn als Nele hier mobbelig eingezogen ist hat sie mit unserer Futtermethode gut abgenommen.
Zumindest hält unser TA (der übrigens die Hände übern Kopf zusammen schlägt und immer noch nach zu dick bei meine Katzen sucht) keine meiner Katzen für zu dick.
 
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GroCha

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  • #16
Was stimmt nun? Und wieso kann man die hier im Forum herrschende Meinung nicht/kaum im Internet finden. Ich möchte hier niemanden auf den Schwanz treten (hehe) und möchte lediglich das beste für die Tiere.
Meiner Erfahrung nach, sind die meisten gut informierten Katzenhalter auch diejenigen, die AYCE füttern. (Es gibt Ausnahmen und Gründe, warum auch ein "guter" Katzenhalter kein AYCE füttert/füttern kann. Ich rede hier nicht von diesen Sonderfällen.)
Das sind die, die auch mal von FORL gehört haben; wissen, dass unsere Hauskatzen NICHT von der Europäischen Wildkatze abstammen; einfach so mal n großes Blutbild machen lassen, etc., und VOR ALLEM: nichts nachplappern, sondern ihr Vorgehen argumentativ, schlüssig begründen können.

Diejenigen, die zumeist TF füttern, weil das ja so gut für die Zähne is, und den anderen Mist machen, weil "haben wir schon immer so gemacht" und "die Katze vom Nachbarn ja so auch 20 geworden is", outen sich ja schon mit der Argumentation.
Das sind dann die Leute, deren Katze immer "plötzlich tot umfällt, obwohl sie nie krank war!".
 
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Hagebutti

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  • #17
Ich denke, das sind einfach ihre Erfahrungen. Ob da wissenschaftliche Studien dahinter stehen, kann ich auch nicht sagen. Ich will auch nicht sagen, das es richtig ist, sondern nur eine weitere Meinung zur Diskussion stellen. Oft ergibt sich dann daraus eine neue Meinung bzw. Schwarmwissen, dass eine bessere Antwort ist, als von einer Person die ein Buch schreibt.

Auf jeden Fall, ist das mit Essen stehen lassen bei ihr auch keine Empfehlung. Hierzu nochmal ein Auszug:


(Allgemein sind viele Infos in dem Buch nicht schlecht, manche Sachen kann ich aber auch nicht nachvollziehen)

Die zitierte „Strategie“ klingt für mich einfach nach „Aberziehung von Mäkeln dadurch, dass man der Katze so sehr Hunger macht, dass sie sich Verweigern gar nicht erlauben kann“. Das mag in einigen Fällen funktionieren, entspricht aber nicht meinen Idealen für Haustierhaltung. Ich möchte meine Katzen nicht aushungern, um ihnen meine Vorstellungen davon, was sie zu fressen haben, aufzudrängen.

Ganz abgesehen davon habe ich meine Katzen immer AYCE gefüttert und keine davon war tatsächlich mäkelig. Sie hatten halt Geschmacks- und Texturpräferenzen, aber das dürfen sie ja ruhig. Ich würde auch nicht alles essen, was man mir vorsetzt.

Grundsätzlich würde ich der Meinung keiner Amatur-Person mehr trauen, bloß weil sie die Mittel hatte ein Buch zu schreiben. Ich finde es aber interessant, was für eine Autorität das Medium Buch anscheinend ausstrahlt.
 
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  • #18
Als Simba und Tamo mit 2,5 und 2,2 kg im Alter von ca 6 Monaten bei uns ankamen haben sie an guten Tagen zu 2. 3,6kg Nassfutter verdrückt.

Ja, das frisst um Himmels Willen nicht jede Katze und ja, die beiden sind absolut durch die Gegend gekugelt.

Heute, bald 2 Jahre später, haben sie sich auf knapp 500-800g täglich eingependelt und wiegen 6,1 und 5,7 kg.

Keiner ist dick, keiner kugelt und sie wissen, wann sie genug haben.

Ich will damit sagen, dass es dauert, aber ich mit ayce super Erfahrungen gemacht habe und die Katzen das lernen.
 
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  • #19
Grundsätzlich würde ich der Meinung keiner Amatur-Person mehr trauen, bloß weil sie die Mittel hatte ein Buch zu schreiben. Ich finde es aber interessant, was für eine Autorität das Medium Buch anscheinend ausstrahlt.
Auf jeden Fall versteht sie was von Marketing...
44405295zp.jpg


Russisch Blau brauchen andere Erziehung als BKHs... DAS nenn ich mal den Kunden verarschen 💡
 
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Lirumlarum

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  • #20
..ich kenne die Autorin nicht, habe aber gerade mal kurz quer gelesen.
Soweit ich sehen kann verfügt sie nicht über irgendwelche Ausbildungen im Tierbereich.
Sie schreibt also was sie so denkt..weniger auf Grundlage von Studien oder Wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Sie schreibt, sie hat Erfahrung mit Katzen und ist ehrenamtlich in einem Tierheim unterwegs.


Das Gleiche können hier auch viele User von sich behaupten. Erfahrung mit Katzen und mit Tierheimen verbandelt.
Dennoch kommen hier Einige was die Fütterung anbelangt eben zu anderen Schlüssen.

Soweit ich gesehen habe schreibt sie viele Bücher über Katzenerziehung jedoch scheint sie der Ansicht zu sein, das Katzenerziehung sich nach Rassen unterscheidet. Erziehungsbücher für Russisch Blau, für Siam Katzen, für Ragdoll Katzen, für Burma Katzen...

Ob man eine Siam Katze erzieht oder eine Maine Coon oder eine landläufige Haus- und Hof Mietz, macht jedoch keinen Unterschied. Es sind alles Katzen die sich im Grunde Hauptsächlich nur durch äußerliche Optik unterscheiden.

Jemand der meint eine Rassekatze xyz braucht eine andere Erziehung als eine Rassekatze zyx erweckt bei mir nun keinen so sonderlichen kompetenten Eindruck, sondern eher nur einen Geschäftstüchtigen.
 
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