Katzen aus TH zu vorhandenen Katzen, sinnvolle Check-ups vor Einzug

S

sajaneniko

Gast
Wenn man eine Katze aus einem TH aufnimmt, sind diese Tiere meines Wissens selten getestet auf z.B. FIV/FeLV, wie die meisten
Katzen, die von Orgas vermittelt werden. Muß/sollte man Bedenken haben, so ein Tier zu seinen vorhandenen, gesunden Katzen zu
setzen? Sollte man vor Einzug Tests durchführen lassen? Welche sind sinnvoll? Wie lange dauert die Auswertung? Oder erst
adoptieren, separieren, testen und dann ggf. 'zurückgeben'?

Bei mir steht aktuell kein Zuzug an..., aber es interessiert mich generell/vorsorglich.
 
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S

sajaneniko

Gast
Niemand eine Meinung/Idee? :confused: Oder gab es so eine Frage schon und ich habe es übersehen?
Oder ist unser örtliches TH das einzige, welches diese Tests nicht sowieso durchführt?
Freue mich auf Antworten. Danke.
 
jasmine

jasmine

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1.813
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Altbach
Also bei mir seit Oktober 2014 eine neue Katze im Haus. Für meinen Kater Eddi der leider im Ende August 2014 sein Bruder verloren hat.

Nikita kam nicht direkt aus dem Tierschutz, habe Sie aber hier im Forum gefunden. Ich hab die Vorbesitzer gebeten einen FIV und Leukosetest zumachen, natürlich auf meine Kosten. Die Vorbesitzerin war so lieb dies zu übernehmen, da ich nicht wollte das Nikita mit mir gleich negative Erfahrungen (wie Arztbesuch ) macht. Ich habe Sie dann geholt, als der Arzt sie als komplett gesund und FIV/Leukose negativ getestet hat, ich habe sogar die ganzen Blutergebnise erhalten.

War mir irgendwie wichtig, da ich meinen Eddie zweimal getestet habe, einmal als er ganzg klein war und dann mit ca 4 Jahren und jedesmal negativ war, wollte ich wenigsten alles was möglich ist abgeklärt haben.
 
E

ENM

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Ich denke da hat so jeder seine eigene Meinung dazu.

Ich würde bei MIR Neuzugänge testen auf Fiv und Leukose, dazu noch ein großes Kotprofil mit Giardien und selteneren Untermietern:stumm: Dazu müssen sie bei uns komplett durchgeimpft sein incl. Leukose, da wir hier in der Gegend schon Leukosefälle hatten :reallysad:
Trotzdem würde ich hier wohl auch noch 14 Tage separieren. Nicht schön für den Neuzugang, aber für die Sicherheit der Altkatzen leider erforderlich.


Meine Katzen sind Freigänger, durchgetestet und geimpft und leider ist mindestens Einer schlecht zu handlen, was Medigabe angeht und überdies noch Allergiker . Sollten also behandlungsbedürftige ansteckende Mitbringsel an Board sein, hätte ich hier halt ein Problem..Daher die Vorsicht. Klar können die sich von draußen auch frisch etwas mitbringen....hatten wir ja auch schon....aber die Umgebungskeime kennen sie schon seit vielen Jahren. Ein Neuzugang bringt dann doch auch neue Keime mit..und dann ists wie in der Eingewöhnung im Kindergarten....alle Kinder/Katzen müssen erst einmal die neuen Keime ausprobieren und in ihr Immunsystem einbauen.:dead:

Was Du bei deinen Katzen für sinnvoll hältst ist denke ich auch einfach von deiner Situation abhängig. Die Gesundheitszustände der Neuzugänge und der Altkatzen müssen neben dem Charakter einfach zueinander passen.
 
S

sajaneniko

Gast
Danke Euch!
Wie lange dauert es eigentlich, bis mal diese Testergebnisse hat?
Frage deshalb, wenn man sich z.B. für eine Katze aus dem TH interessiert, hat diese ja i.d.R. ständig wechselnde Kontakte
und kann sich theoretisch umgehend nach der Blutabnahme anstecken. Ohne Separierung wird das wohl somit eh nichts. :confused:
 
Frau Sue

Frau Sue

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17 Juni 2010
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Genau aus dem Grund würde ich nur Katzen aufnehmen von Stellen, wo per se getestet wird und nicht erst kurz vor der Adoption.
Selbst wenn die Katze gleich nach dem negativen Test separiert wird, hilft das nix.
Die Katze könnte sich kurz vor dem Test angesteckt haben - der Test zeigt dann noch eine ganze Weile negativ an. Es gibt da je nach Infektionskrankheit eine gewisse Zeit der Testunsicherheit.
 
N

Nicht registriert

Gast
Viele Tierheime testen die Tiere nicht, weil sie einerseits die Kosten nicht decken können und auch nicht den Platz haben, positiv-getestete Tiere zu separieren.

Vielleicht testet das Tierheim, wenn man als Interessent die Kosten übernimmt, aber danach ist ja weiterhin fraglich, was mit dem möglicherweise positiv-getesteten Tier passiert.
Wo separieren? Wenn kein Platz vorhanden ist, das Tier trotzdem wieder zu den Katzen zurücksetzen? etc
 
S

sajaneniko

Gast
Stimmt - da kommen dann Fragen über Fragen auf. :(
Gibt es eigentlich Studien/Untersuchungen, wie viele z.B. FIV und FeLV-Fälle es so gibt in deutschen Tierheimen?
Obwohl das auch wenig tröstlich ist, wenn es z.B. nur 1 Tier von 100 betrifft und gerade dieses ist es dann...
man nimmt's mit nach Hause und steckt die anderen an. :(
Mich würde es immer noch interessieren, wie lange es dauert bis man Testsicherheit hat und wie lange man separieren sollte. :confused:
Danke Euch!
 
N

Nicht registriert

Gast
Gibt es eigentlich Studien/Untersuchungen, wie viele z.B. FIV und FeLV-Fälle es so gibt in deutschen Tierheimen?

Da viele Tierheime nicht testen, dürfte es schwierig sein, die genauen Zahlen zu erfahren. ;)
 
seven

seven

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20 August 2011
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  • #10
Ich finde die Frage auf jeden Fall interessant. Meine beiden sind aus dem örtlichen Tierheim, das ebenfalls nicht testet und zudem sind sie Freigänger. Ab und an überlege ich, ob wir noch eine dritte Katze aufnehmen sollen und wüsste auch nicht, wie ich vorgehen sollte. Eigentlich müsste ich ja dann erstmal meine eigenen Katzen testen. Aber was würde ich dann tun, wenn sie bzw. eine davon z.B. Fiv-positiv wäre? Meine Fee ist Hardcore-Freigängerin, die kann ich nicht einsperren. :hmm:
Und draußen treffen sie ja auch auf andere Katzen. Ist es dann überhaupt sinnvoll bzw. notwendig eine potentiellen Neuzugang zu testen?

Ich habe also auch nur Fragen und keine Antworten.
 
E

ENM

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  • #11
Wir hatten hier bis vor einem Jahr uns auch in der trügerischen Sicherheit gewiegt, hier sind alle Katzen aus gutem Hause ;), keine Streuner....da werden schon alle gesund sein....bis wir dann doch einen Streuner hier fanden und bei der Kastration, angeregt durch viel Lesen hier und in anderen Foren, ihn testen ließen....Volltreffer: Fiv und Felv im Schnelltest positiv...
Da der Kater hier schon eine Weile herumlief, mussten wir davon ausgehen, dass unsere Region zu den doch belasteten Gebieten zählt. Auf Nachfrage ergab sich dies auch bei einem TA, der meinte, im Tierschutz stießen sie nun häufig auf solche Fälle....Die Durchseuchung ( welch ein fürchterliches Wort ) sei hier schon gegeben....
Mit Fiv hätte ich im Freigang hier wenig Probleme, da ist die Ansteckungsgefahr bei friedlichen Kastraten doch eher gering. Bei Leukose sieht es dort schon ganz anders aus....Die Gefahr der Ansteckung ist seeehr hoch. Geteilte Futterstellen oder auch die Übertragung über frischen Kot ist doch viel einfacher möglich als eben bei Fiv.
Wir hatten Glück...wir haben unsere Katzen testen lassen und sie waren alle 3 negativ. Inzwischen sind sie geimpft und die Nachbardosis informiert.
Ich kann aus diesen wirklich harten Wochen des Wartens auf die Ergebnisse und den Beginn des Impfschutzes besonders Freigängerdosis nur empfehlen, die Katzen testen zu lassen. Man hat dann Gewissheit und wird auch nicht unwissentlich zum Vervielfacher der Gefahr.
Ich würde mir wünschen, wenn die Vereine ALLE testen würden. Sicher ist es nicht billig, aber zumindest der Schnelltest sollte immer möglich sein.
Ich habe um die 40 € für den Test bezahlt, der Schnelltest war nach 10 Minuten da, der Labortest dauert etwa 2 - 3 Werktage.
Auch diese Tests geben nur den aktuellen Status wieder, aber immerhin werden damit die akut befallenen Tiere gefunden und können nicht weiter anstecken. Es gibt auch bereits Tierheime, die Leukosegruppen halten. Es geht also, erfordert aber ein Umdenken und eine Sensibilisierung für diese Gefahr.
 
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Frau Sue

Frau Sue

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  • #12
Vorsicht beim Labortest. Unser erster Test ging auch ins Labor - es war aber dennoch nur der ELISA Schnelltest. Also auch nach der genauen Testbezeichnung erkundigen.

Zur Zeit der Testunsicherheit will ich jetzt nicht Lügen, ich bin gerade nicht mehr sicher.
Ich meine bei FelV waren es 4-6 Wochen.
Bei FIV ist es zumindest bei Kitten so, dass erst nach einem halben Jahr ein sicheres Ergebnis zu erwarten ist (laut Laboklin). Ich glaube, bei erwachsene Katzen ist die Spanne aber auch recht groß, auf jedenfall mehr als 4-6 Wochen.
Aber bei FIV ist es letztendlich auch nicht so tragisch, da unter bestimmten Voraussetzungen die Ansteckung nahezu nicht existent ist.
 
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