Katze anpusten?

Jo_Frly!

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  • #181
Und woher weiß die Katze, dass sich der Kontaktabruch auf das vorherige Fehlverhalten bezieht? Ich glaube nicht, dass da ein Tier über so einen längeren Zeitraum eine Verknüpfung erstellen kann.

Ich wollte mich mal selber zitieren, habe auf meine Frage keine Antwort bekommen.
 
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AnBiMi

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  • #182
Zitat von AlShams
Und woher weiß die Katze, dass sich der Kontaktabruch auf das vorherige Fehlverhalten bezieht? Ich glaube nicht, dass da ein Tier über so einen längeren Zeitraum eine Verknüpfung erstellen kann.

Ich wollte mich mal selber zitieren, habe auf meine Frage keine Antwort bekommen.


Doch, ich habe Deine Frage beantwortet.

Hier:

Katzen sind in der Lage ihr Handeln und eine Konsequenz miteinander zu verknüpfen, wenn die Konsequenz unmittelbar, je nachdem welchen Ethologen man fragt, zwischen 1 und 3 SEKUNDEN auf das gezeigte Verhalten erfolgt.

Krallt und beißt das Tier aus dem Spiel oder dem Schmusen heraus, kann sie einen Kontaktabbruch damit verbinden, wenn dieser SOFORT erfolgt, sobald gekrallt oder gebissen wird.

Weil dieses Zeitfenster, indem eine Konsequenz (egal, ob Strafe oder Belohnung!!!) noch mit dem zu beeinflussenden Verhalten verknüpft wird, so klein ist, ist es (neben anderen Faktoren) so schwer richtig zu strafen und das Risiko so hoch versehentlich (aus Unwissenheit oder einfach aus schlechtem Timing heraus) falsch zu bestrafen und der Katze damit falsche Signale zu geben
 
Jo_Frly!

Jo_Frly!

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  • #183
Handeln und Konsequenz sehe ich ein, dass sie das verknüpfen. Aber wenn ich mit meiner Katze spiele, mein Handy klingelt und ich aprupt das Spiel beende und 15 Minuten telefoniere, its das im Endeffekt genau dasselbe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Katze sich dabei was denkt, wenn der Mensch das Spiel beendet.
 
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AnBiMi

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  • #184
Handeln und Konsequenz sehe ich ein, dass sie das verknüpfen. Aber wenn ich mit meiner Katze spiele, mein Handy klingelt und ich aprupt das Spiel beende und 15 Minuten telefoniere, its das im Endeffekt genau dasselbe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Katze sich dabei was denkt, wenn der Mensch das Spiel beendet.

DOCH! Und genau darum soll man sich, wenn man mit seinen Katzen spielt, sie treichelt, mit ihnen Clickert oder sich sonstwie intensiv mit ihnen beschäftigt, nicht von Handy, Telefon oder sonstigen Dingen ablenken lassen, weil genau das dann passiert = die Katze hält den Kontaktabbruch für eine Konsequenz ihres Verhaltens, meint, es läge daran, dass sie gerade gespielt hat und lässt dies fortan sein (nehmen wir junge, selbstsichere Kitten mal aus, denn bei denen überwiegt der Spieltrieb meist noch über der Lernfähigkeit derartige Verknüpfungen beim ersten Mal gleich zu herzustellen).

Es gibt unzählige Halter, die angeben, ihre Katzen würden nicht mit ihnen spielen oder überhaupt nicht spielen. Vielfach haben solche Katze genau diese Lernerfahrung (meist auch mehrfach) gemacht, nämlich, dass Spielverhalten mit einer negativen Konsequenz verbunden ist.

Meist ist das unabsichtlich passiert, weil der Halter sich nicht darüber im Klaren gewesen ist, dass er bei abruptem Ende genau das erzeugt.

Das selbe passiert, wenn Katze lauert, also für den Halter beim spielen "nur rum liegt und guckt". Der Mensch hat oft den Eindruck, seine Katze habe keine Lust zu spielen und hört dann auf. Katze lernt, wenn sie sich für eine Beute interssiert, dieser auflauert, sich dabei vielleicht - wie für Katzen üblich - lange Zeit lässt, wird das Spiel beendet. Ihr Fazit: ich lauere nicht mehr, ich spiele nicht mehr, ich steige nicht mehr auf Animation ein, denn dann werde ich enttäuscht, wenn es vielleicht gerade am schönsten ist.

Und dies kann man nicht verhindern! Das ist das Tragische daran! Diese Verknüpfung passiert im Katzenkopf, ob man will und es als Erziehungsmaßnahme nutzt, oder nicht.


EDITH:
wenn Du immer nur und ausschließlich dann eine intensive Beschäftigung mit Deiner Katze, wie spielen, abbrichst, wenn Dein Handy klingelt und es immer der selbe Klingelton ist, kann es im übrigen auch sein, dass die Katze den Klingelton schon als gelerntes ankündigendes Signal verstanden hat, auf das immer ein abrupter Kontaktabbruch folgt.

Das könntest Du leicht testen, indem Du Dich mal mit dem Tier beschäftigst, dann das Handy klingelt und Du aber nicht dran gehst, sondern das Klingeln ignorierst.
Wenn Deine Katze den Ton als Abbruchsignal gelernt hat (was auch nicht wünschenswert wäre!), wird sie beim Ertönen des Handys entweder von selbst aufhören zu spielen oder zumindest sehr irritiert sein, wenn Du Dich trotz Klingeln weiter mit ihr beschäftigst.

Der Handyklingelton funktioniert in diesem Kontext genauso wie eine Türklingel, vor der viele Katzen flüchten, weil sie gelernt haben, dass diese Türklingel Besucher ankündigt, die dem Tier vermutlich Angst einflößen, weil es dann zum Beipspiel zu unruhig im Revier wird, weil sie die fremden Gerüche ängstigen, weil sie vielleicht sogar schon schlechte Lernerfahrungen mit Besuch machen musste.

Ist im Prinzip wie Clickertraining nur verkehrtherum. Der Clicker kündigt, wenn er einmal klassisch konditioniert ist, eine Belohnung an und ist Werkzeug um mit dem Ton sekundengenau erwünschtes Verhalten bestätigen zu können (Erinnerung: Zeitfenster für Verknüpfungen ist nur 1-3 Sekunden groß!).

Die Türklingel oder auch das Handy sind, wenn sie - meist unabsichtlich - einmal klassisch konditioniert sind, auch Ankündigungen für etwas. In den Fällen allerdings nicht für etwas Positives, sondern für etwas Negatives und die Katze wird diese Signale ebenso mit ihrem Verhalten oder spezifischen Situationen verknüpfen.
 
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juniper1981

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  • #185
Hier wurde gefragt wie "anti-puster" ihre Tiere erziehen. In meinem Studium hatte ich eine Tiertrainerin kennegelernt, die ihre Tier auch nicht trainiert durch Strafe sondern lediglich dadurch dass das erwünschte Verhalten bestätigt/belohnt wird.

Zur tatsächlichen, langfristigen Erziehung halte ich positive Verstärkung ja auch für wesentlich sinnvoller.

Es gibt allerdings akute Situationen, die auch akut beendet werden müssen, bevor überhaupt eine Konditionierung begonnen werden kann. Man kann eben nicht jedes unerwünschte Verhalten komplett ignorieren. Wenn eine Katze etwas versucht, was sie selbst gefährden könnte, oder wenn sie eben extrem krallt und nicht mehr loslässt. Anpusten mag da nicht in allen Fällen und nicht bei allen Katzen das geeignete Mittel sein - bei einigen Katzen aber eben schon wirkungsvoll, um eine akute Handlung zu unterbrechen.
 
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mubsch

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  • #186
wir sind ja überzeugt davon, dass katzen schlauer sind als hunde.

nehmen wir an, meine katze springt aufm herd. ich sage "Ab" und sie springt runter. dafür kriegt sie ein leckerchen.

man kann davon ausgehen, dass eine katze sich merkt "wenn ich vom herd springe, bekomme ich ein leckerchen"

dann hab ich nämlcih den salat.

dann hüpft die jedes mal aufm herd drauf, maunzt, damit ich das mitkriege. springt bei "ab" runter und will n leckerchen dafür.
so hüpft sie den ganzen tag, zwischen herd und boden hinterher.

oder sie merkt, dass sie iwann, keine leckerlies mehr bekommt, auch wenn sie runterhüpft.
was, wenn sie dann nicht mehr hört, weil sie weiß, dass sie kein leckerli dafür kriegt?

so viel zum thema freigeist der katzen
ich halte meine katzen nämlich nicht für doof.

außerdem ahb ich nich vor sie den ganzen tag mit leckerlis vollzustopfen, bis sie gar nich mehr hüpfen können.


und positive verstärkung bedeutet nicht, dass deswegen andere handlungen unterlassen werden, die keine konsequenz haben.

das merkt sich die katze nämlich auch. wenn sie etwas tut und von uns keine reaktion erfolgt, dann hat das keinerlei auswirkungen. dann macht sie das so oft und so viel sie will.

nehmen wir an, eine katze tapst gern am flachbildschirm rum. könnte ja kratzer reinmachen. strafe ich sie mit ignorieren, wäre der das sowas von egal, weil die sich nämlich gerade eh null für mich interessiert.

ebenso wäre ein vorher antrainiertes "ab" nutzlos, wenn auch der fernseher wesentlich interessanter wäre als ein leckerli.

was mache ich dann? die katze wegtragen, absetzen und warten bis sie wieder zurückläuft?
 
juniper1981

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  • #187
nehmen wir an, eine katze tapst gern am flachbildschirm rum. könnte ja kratzer reinmachen. strafe ich sie mit ignorieren, wäre der das sowas von egal, weil die sich nämlich gerade eh null für mich interessiert.

ebenso wäre ein vorher antrainiertes "ab" nutzlos, wenn auch der fernseher wesentlich interessanter wäre als ein leckerli.

was mache ich dann? die katze wegtragen, absetzen und warten bis sie wieder zurückläuft?

Ich würde sagen: runtersetzen, verbunden mit "NEin". 1.234 Mal oder öfter.
Und etwas - einen Ort, eine Kratzmatte, einen Kratzbaum - anbieten, was die Katze langfristig interessanter findet als den Fernseher.
Allgemein ist so ein selbstbestätigendes Verhalten schwerer "abzutrainieren" als ein Verhalten, das die Katze zeigt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich bin bisher gut damit gefahren, eben etwas anzubieten, was noch toller ist. Dauert halt manchmal ein bisschen, bis man rausgefunden hat, was das ist. Und solange: Flachbildschirm irgendwie schützen ;)
 
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AnBiMi

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  • #188
wir sind ja überzeugt davon, dass katzen schlauer sind als hunde.

nehmen wir an, meine katze springt aufm herd. ich sage "Ab" und sie springt runter. dafür kriegt sie ein leckerchen.

man kann davon ausgehen, dass eine katze sich merkt "wenn ich vom herd springe, bekomme ich ein leckerchen"

dann hab ich nämlcih den salat.

dann hüpft die jedes mal aufm herd drauf, maunzt, damit ich das mitkriege. springt bei "ab" runter und will n leckerchen dafür.
so hüpft sie den ganzen tag, zwischen herd und boden hinterher.

oder sie merkt, dass sie iwann, keine leckerlies mehr bekommt, auch wenn sie runterhüpft.
was, wenn sie dann nicht mehr hört, weil sie weiß, dass sie kein leckerli dafür kriegt?
Das siehtst Du richtig.
Es geht bei dem Verbot auf den Herd zu springen aber nicht darum sie dafür zu belohnen, dass sie von dort wieder runter springt, sondern darum sie dafür zu belohnen, dass sie gar nicht erst hoch springt.
Indem man ihr also SCHON BEVOR sie auf den Herd hüpft, wenn sie also auf dem Boden davor sitzt und vielleicht schon Anstalten macht, eine Belohnung fürs sitzen bleiben zu Gute kommen lässt, wird sie ihren persönchen Vorteil nicht im hochhüpfen sondern im davorsitzenbleiben sehen und das hochhüpfen sein lassen.

Fürs runter springen belohnen, ist, wenn überhaupt, schadenbegrenzung, schlechtes Timing und nicht richtig verstandene und damit schlecht angewendete Lerntheorie.
 
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AnBiMi

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  • #189
Und etwas - einen Ort, eine Kratzmatte, einen Kratzbaum - anbieten, was die Katze langfristig interessanter findet als den Fernseher.
Allgemein ist so ein selbstbestätigendes Verhalten schwerer "abzutrainieren" als ein Verhalten, das die Katze zeigt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich bin bisher gut damit gefahren, eben etwas anzubieten, was noch toller ist. Dauert halt manchmal ein bisschen, bis man rausgefunden hat, was das ist. Und solange: Flachbildschirm irgendwie schützen ;)
*Daumenhoch*
 
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mubsch

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  • #190
aber genau so hats ja die tiertrainerin gemacht. tolle tiertrainerin.

gehen wir davon aus, eine katze wackelt schon mitm popo und möchte auf den herd springen. ich gehe hin, gebe ihr ein leckerchen, streichle sie.
dann hüpft sie trotzdem auf den herd

a) hat sie ja schon leckerchen gekriegt

b) gibt es keine konsequenz dafür, dass sie trotzdem aufm herd hüpft. nur weil sie fürs sitzen ein leckerchen kriegt, heißt das nicht, dass sie nicht trotzdem hoch will. einfach weil sie es will, egal ob leckerchen oder nicht?
 
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mubsch

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  • #191
Ich würde sagen: runtersetzen, verbunden mit "NEin". 1.234 Mal oder öfter.
Und etwas - einen Ort, eine Kratzmatte, einen Kratzbaum - anbieten, was die Katze langfristig interessanter findet als den Fernseher.
Allgemein ist so ein selbstbestätigendes Verhalten schwerer "abzutrainieren" als ein Verhalten, das die Katze zeigt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich bin bisher gut damit gefahren, eben etwas anzubieten, was noch toller ist. Dauert halt manchmal ein bisschen, bis man rausgefunden hat, was das ist. Und solange: Flachbildschirm irgendwie schützen ;)


und was wenn die katze in das ding verknallt ist? :D
unser fernseher steht jetzt seit nem halben jahr hier. sie geht nach dem essen hin und putzt sich, wenn er an ist, folgt sie pixeln wie fliegen an fenster, selbst wenn er aus ist, klebt sie mit der nase dran.
unser kratzbaum ist 2x2 meter und kann mit dem fernseher nich mithalten. und ihre lieblingsmaus auch nicht.
 
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  • #192
@mubsch

du sollst sie nicht belohnen wenn sie vom Herd springt, sondern wenn sie erst gar nicht raufspringt. Hier werden auch nur die belohnt die unten bleiben, nach dem dritten mal ohne Leckerli bleibt der Hopser auch lieber unten.

Alles andere wäre kontra produktiv.
 
Jo_Frly!

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  • #193
DOCH! Und genau darum soll man sich, wenn man mit seinen Katzen spielt, sie treichelt, mit ihnen Clickert oder sich sonstwie intensiv mit ihnen beschäftigt, nicht von Handy, Telefon oder sonstigen Dingen ablenken lassen, weil genau das dann passiert = die Katze hält den Kontaktabbruch für eine Konsequenz ihres Verhaltens, meint, es läge daran, dass sie gerade gespielt hat und lässt dies fortan sein (nehmen wir junge, selbstsichere Kitten mal aus, denn bei denen überwiegt der Spieltrieb meist noch über der Lernfähigkeit derartige Verknüpfungen beim ersten Mal gleich zu herzustellen).

Es gibt unzählige Halter, die angeben, ihre Katzen würden nicht mit ihnen spielen oder überhaupt nicht spielen. Vielfach haben solche Katze genau diese Lernerfahrung (meist auch mehrfach) gemacht, nämlich, dass Spielverhalten mit einer negativen Konsequenz verbunden ist.

Meist ist das unabsichtlich passiert, weil der Halter sich nicht darüber im Klaren gewesen ist, dass er bei abruptem Ende genau das erzeugt.

Das selbe passiert, wenn Katze lauert, also für den Halter beim spielen "nur rum liegt und guckt". Der Mensch hat oft den Eindruck, seine Katze habe keine Lust zu spielen und hört dann auf. Katze lernt, wenn sie sich für eine Beute interssiert, dieser auflauert, sich dabei vielleicht - wie für Katzen üblich - lange Zeit lässt, wird das Spiel beendet. Ihr Fazit: ich lauere nicht mehr, ich spiele nicht mehr, ich steige nicht mehr auf Animation ein, denn dann werde ich enttäuscht, wenn es vielleicht gerade am schönsten ist.

Und dies kann man nicht verhindern! Das ist das Tragische daran! Diese Verknüpfung passiert im Katzenkopf, ob man will und es als Erziehungsmaßnahme nutzt, oder nicht.

Mein Leben mit den Katzen scheint komplizierter zu sein, als ich bis jetzt dachte.
:D
 
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  • #194
Mein Leben mit den Katzen scheint komplizierter zu sein, als ich bis jetzt dachte.
:D

schau nochmal in diesen meiner Posts, Nr. 184, da hab ich eben unten nochwas editiert, dass Dich interessieren könnte...
 
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mubsch

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  • #195
Hier wird nur positiv bestärkt. Ich möchte z.B. auch nicht dass sie auf die Arbeitsplatte springen, dies wurde gerne beim Futter einfüllen gemacht. Katze wurde runtergesetzt mit "Nein" oder auch "Hopp", alle Katzen, die unten blieben haben ein Lob mit Leckerli bekommen, das Spiel ging nur ein paar Tage so, jetzt warten alle unten ob sie vorab schon was feines bekommen. Wenn doch mal einer austestet ob ich es nicht sehe, reicht inzwischen schon ein Hopp, Nebeneffekt ist das die anderen denken sie bekommen dann ein Leckerli.

also bestrafst du die eine katze ja doch, weil sie hochgesprungen ist, indem sie, im gegensatz zu allen andern, kein leckerli kriegt.da ist auch keine positive bestärkung.

und genau das will ich ja nicht. dass sie nur warten, dass sie n leckerlie kriegen und dann hüpft einer hoch, weil er denkt, es gibt keins.

wenn man nur eine katze hat, oder nur eine von den katzen sowas macht, dann kann das gar nicht funktionieren.
 
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  • #196
also bestrafst du die eine katze ja doch, weil sie hochgesprungen ist, indem sie, im gegensatz zu allen andern, kein leckerli kriegt.da ist auch keine positive bestärkung.

und genau das will ich ja nicht. dass sie nur warten, dass sie n leckerlie kriegen und dann hüpft einer hoch, weil er denkt, es gibt keins.

wenn man nur eine katze hat, oder nur eine von den katzen sowas macht, dann kann das gar nicht funktionieren.

Kein Leckerchen zu geben ist (auch im lerntheoretischen Sinn) keine Strafe, sondern nur keine Belohnung.

Von Strafe kann man nur sprechen, wenn

1. etwas angenehmes weg genommen wird ( Kontaktentzug, Spielzeug weg nehmen, Futter, indem die Katze ihre Nase schon drin hatte, wieder weg nehmen, ein Leckerchen, dass das Tier schon vor der Nase hatte aber wieder weg genommen bekommt z. Bsp.)

oder

2. etwas unangenehmes hinzu gefügt wird (Gewalt, Geschrei, Zwang, Lärm,....)

Ich denke, Du WILLST es nicht verstehen.

Man kann sich die Worte auch so lange zurecht drehen, dass sie einem selbst sinnvoll vorkommen, sie müssen es darum aber noch lange nicht sein.
 
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Balou62

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  • #197
Es ist grundfalsch anzunehmen, spucken oder fauchen wäre eine Äußerung, die einer Katze mitteilen soll, dass die fauchende oder spuckende Katze der angefauchten oder angespuckten sagen will "Du hast mir weh getan"!

Wer hier nicht verstehen will, bist überdeutlich zu:
ich hab mich der (einfachen) Menschensprache bedient, nicht der langen Erklärung (Katze versteht: Verhalten falsch, kein Spiel, zumindest kein Geduldetes usw).

Was "grundfalsch" und was richtig ist, sagt mir Momo, wenns um Momo geht, Merle (die ich, da sie völlig anders ist und viel älter war, als sie hier ankam, nie angefaucht habe), wenns um Merle geht... DIE verstehen was davon, an ihrem Verhalten kann ich ablesen, was Sache ist.

Und nach dem Lesen einiger deiner Tips (Zylkene und Co) weiß ich auch, warum ich deinen Ratschlägen definitiv keine Bedeutung beimesse:
Du rätst im Ernst, eine Katze mit (pflanzliche) Beruhigungsmitteln zu beeinflussen, ihr durch falsche Hormone eine andere Realität vorzugaukeln und redest dabei von "artgerechter Haltung" und "der kätzischen Natur". Tut mir leid; solche Leute sind mir genau so suspekt, wie die, die "die Alten" mit Antidepressiva in Verbindung mit Beruhigungsmitteln vollstopfen und dann erklären, die seien zufrieden, schließlich sitzen sie doch ganz ruhig und zufrieden da!

Hier gibts keine Bachblüten, keine Chemie, keine Beruhigungsmittel und keine Pheromone... aber zu unserer aller Glück zwei Katzen, die sich mittlerweile mögen, zwei Menschen, die die Tiere lieben... und so sein lassen wollen, wie sie sind. OHNE Zylkene und Co.

Thats it!
 
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mubsch

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  • #198
Wer hier nicht verstehen will, bist überdeutlich zu:
ich hab mich der (einfachen) Menschensprache bedient, nicht der langen Erklärung (Katze versteht: Verhalten falsch, kein Spiel, zumindest kein Geduldetes usw).

Was "grundfalsch" und was richtig ist, sagt mir Momo, wenns um Momo geht, Merle (die ich, da sie völlig anders ist und viel älter war, als sie hier ankam, nie angefaucht habe), wenns um Merle geht... DIE verstehen was davon, an ihrem Verhalten kann ich ablesen, was Sache ist.

Und nach dem Lesen einiger deiner Tips (Zylkene und Co) weiß ich auch, warum ich deinen Ratschlägen definitiv keine Bedeutung beimesse:
Du rätst im Ernst, eine Katze mit (pflanzliche) Beruhigungsmitteln zu beeinflussen, ihr durch falsche Hormone eine andere Realität vorzugaukeln und redest dabei von "artgerechter Haltung" und "der kätzischen Natur". Tut mir leid; solche Leute sind mir genau so suspekt, wie die, die "die Alten" mit Antidepressiva in Verbindung mit Beruhigungsmitteln vollstopfen und dann erklären, die seien zufrieden, schließlich sitzen sie doch ganz ruhig und zufrieden da!

Hier gibts keine Bachblüten, keine Chemie, keine Beruhigungsmittel und keine Pheromone... aber zu unserer aller Glück zwei Katzen, die sich mittlerweile mögen, zwei Menschen, die die Tiere lieben... und so sein lassen wollen, wie sie sind. OHNE Zylkene und Co.

Thats it!



mir fehlt grad der "gefällt mir"-button :omg:

ich hab grad in nem anderen thread gelesen, das jemand seiner katze abgewöhnen will, dies und jenes zu tun.
standardantworten: meine katze darf machen was sie will *lalalalala*
da gabs keine erziehungstipps mit positver verstärkung.

wenn die leute heutzutage alle so ihre kinder erziehen, dann wundert es mich überhaupt nicht, dass da draußen lauter 14jährige schwangere mädls und lauter kevins mit adhs (früher hieß das "schlecht erzogen") rumlaufen.

@AnBiMi: du drehst dir selbst alles so wie dus gern hättest. Ich will gar nich wissen, wie deine katzen dir zu hause auf der nase rumtanzen und alles vollpiesln.

"Von Strafe kann man nur sprechen, wenn

1. etwas angenehmes weg genommen wird ( Kontaktentzug, Spielzeug weg nehmen, Futter, indem die Katze ihre Nase schon drin hatte, wieder weg nehmen, ein Leckerchen, dass das Tier schon vor der Nase hatte aber wieder weg genommen bekommt z. Bsp.)

oder

2. etwas unangenehmes hinzu gefügt wird (Gewalt, Geschrei, Zwang, Lärm,....)"

das ist vollkommener blödsinn. weißt du wie die im SOS-Kinderdorf ihre Kinder erziehen?

wenn lukas (3J) sonntags keine lust hat aufzustehen, und ne halbe stunde im bad braucht, kriegt er als STRAFE, kein weichgekochtes frühstücks-ei

warum? weil er es will. genauso wie die kleine hanna neben ihm eins hat. und das ist eine STRAFE!!!

im kindergarten machen sie das genauso.
wer rumzickt, darf nicht mitspielen, oder bekommt von den plätzchen, die ein anderes kind mitgebracht hat, nichts ab.

Es ist genau so eine strafe, wenn andere etwas bekommen und man selber nicht.
 
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  • #199
Grundsätzlich sind mir Menschen die alles über Positiv und alles nach menschlichen Maßstäben bewerten was im Zusammenhang mit Tieren steht mehr als suspekt.

Aber ganze Kompetenzen absprechen kann ich gerade bei AnBiMi nicht, selten erlebt das User sich zumindest nach allen Seiten offen halten.
Gute Anregungen erhält man auch und darum gehts ja.

Es nervt nur das bestimmte User alles auf die Goldwaage legen und ja ich meine manche Reaktionen sind so überzogen das es schon wieder lustig ist.
Ob das jetzt beim Thema C.M. ist oder Katzen anpusten.
Aber was erwartet man von Menschen?

Den Versuch anzupusten ( bei der normalen Katze) finde ich auch tiergerechter als sofort mit Düftchen und Rauchstäbchen Verhalten beeinflussen zu wollen.
Ich glaub solang ich nicht so ein Wesen an Katze hätte, wie meine ehemalige Katze Leoni die Schißbuxe, wäre es zumindest eine Option die im Hinterkopf ist, aber sicher keine wo ich denke:
":eek::eek::eek::eek::eek: OMG sie wird nen Knacks bekommen auf Lebzeiten, wir brauchen danach einen Paartherapeuten..etc pp:eek::eek:" :D

@ AnBiMi
Bachblüten sind immer eine Option, ich bin morgen eh mit meinem Senior bei meiner TA/Heilpraktikerin, werde sie mal ansprechen. Aber grundsätzlich wird ja alles besser, langsam aber stetig. Beruhigt mich das du die selben Gedankengänge hast wie ich. Bissl unsicher war ich ja was das aushalten von unangenehmen angeht.
Aber mein Denken ist halt..wenn der mal irgendwas hat dann muss ich ihn geziehlter evtl fester anfassen können, auch wenn er das nicht mag.
Im Zuge damit hab ich festgestellt das er in kleinen Schritten auch entspannter wurde. Er wird bestimmt immer einer sein der gerne beisst um klar zu machen das er was nicht will, das ist ok er beisst normalerweise nicht doll. Aber es geht einfach nicht das er unberechenbar auftritt oder mir nur auf der Nase rumkaspert. Ab nächsten Dienstag bin ich täglich wieder 6 Stunden ausser Haus am Stück, das kennt er garnicht bin gespannt was das mit sich bringt ..:)
 
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Kalintje

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  • #200
Ich frage mich hier oft, ob so viele Menschen in ihrem Leben so ohnmächtig sind, dass die "Erziehung" ihrer Katze Ihnen so ein Bedürfnis ist. Erziehung meint natürlich immer strafen. Das Zusammenleben mit ihren Katzen scheint ein einziger, immerwährender Kampf zu sein, wo man bloss der Katze nie nachgeben darf, sonst dominiert die Katze einen.

Finde es schön, wenn Menschen traumatisierten Katzen viel Zeit und Geduld bieten aber wenn ich eine Katze hätte, mit der ich nur mit Erziehungsmassnahmen wie Anpusten, Nackentragen, Wasserflasche etc. leben kann, dann würde ich mir mal Gedanken machen, ob die Katze bei mir das richtige Zuhause hat. Ich denke nicht daran, wie ich mir die Katze so hinbiegen kann wie es mir gefällt, sondern frage mcih mal warum die Katze so reagiert.

Viele sogenannte Fehlverhalten sind einfach keine, sondern natürliches Verhalten, werden aber als solches nicht erkannt. Und echte Verhaltensstörungen haben ihre Ursache fast immer im Verhalten des Halters (oder Vorbesitzer).

Wie oft liegen die Probleme einfach nur daran, dass ein Tier nicht ausgelastet wird? Weil eben nicht genug Zeit vorhanden ist oder die richtige Beschäftigung angeboten wird? Und manchmal ist Wohnungshaltung eben nicht das richtige. Austherapierte Katzen sind selten, viel wahrscheinlicher ist, dass der Mensch sich weigert die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.
 
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