Kater plötzlich panisch

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-Tiffy-

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Hey ihr Lieben,

Ich hoffe ich finde hier Hilfe. Ich mache mir nämlich große Sorgen seit vorgestern Abend.

Es geht um meinen tauben Kater. Eigentlich ist er schon immer sehr aufgeschlossen, taff und neugierig gewesen. Seit vorgestern Abend benimmt er sich jedoch absolut seltsam.

Montag sind mein Freund und ich Nachmittags aus dem Haus. Ich kam ein paar Stunden später wieder und der Kleine hat sich völlig normal benommen und lag bei mir auf dem Sofa und hat gekuschelt. Als mein Freund dann nach Hause kam bzw die Tür aufschloss und hallo sagte gings los.

Er ist völlig panisch unter die Decke gerannt. Danach war er wieder normal und als ich ein zwei Stunden später dann mit einer Tasse in den Raum kam hat er die Tasse angestarrt, angefangen extrem zu Fauchen und ist wieder weggerannt. Dann kurz wieder Normalität. Das ganze ging noch zweimal so und seitdem ist er fast nur noch unter der Couch. Ich muss dazu sagen, dass er vorher generell noch nie unter die Couch gekrabbelt ist. Seitdem ist er nur einige Male ganz kurz hervorgekommen. Er hat eigentlich einen super gesunden Appetit, aber mit Futter lässt er sich auch nicht bestechen. Wenn ich auf der Couch sitze lässt er sich in den Momenten wo er für ein paar sekunden rauskommt problemlos streicheln. Ich konnte gestern auch meinen Arm unter die Couch schieben und ihn streicheln. Dabei hat er auch geschnurrt.

Wenn er einen jedoch von Weitem sieht kriegt er sofort gefühlt einen Herzinfarkt. Das selbe bei meinen Freund. Heute morgen lag er auf der couch und als er mich gesehen hat ist er sofort wieder panisch unter die Couch... :(

Wenn ich ihm Trockenfutter unter die Couch lege frisst er es. Eigentlich Futter ich nur Nass und Barf aber er ist so schon ein sehr zierlicher Kater und ich mache mir noch mehr sorgen, wenn er garnichts frisst.

Er lebt hier zusammen mit einem Hund und einem Ragdoll Kater. Der Hund lässt die Katzen in Ruhe und die beiden Kater verstehen sich super und spielen, kuscheln normalerweise. Der andere Kater verhält sich wie sonst- er ist sehr entspannt.

Was soll ich tun? Ich wollte zum Tierarzt aber ich habe ebenfalls Angst ihn noch mehr in Panik zu versetzen. Ich will ihn nicht unnötig einfangen und es noch schlimmer machen.

Gerade eben hab ich ihm wieder Futter unter die Couch getan und er kam nach dem Fressen zum ersten Mal länger hervor! Völlig verängstigt und geduckt ist er in eine Ecke gehuscht und hat sich unter den Kissen versteckt. Er schaut so, als wäre er völlig neu in der Umgebung. Seine Augen sind fast rausgekullert und er hat sich ruckartig umgeschaut. Als sein Kumpel entdeckt hat, dass er da ist, ist er auf ihn zugerannt und das hat geholfen. Er ist auf die Couch gesprungen und hat sich entspannt von uns kraulen lassen, nachdem er an meiner Hand geschnuppert hat.

Dann hat er den Hund im Flur entdeckt und war wieder weg..

Jetzt kam er wieder raus und lässt sich füttern und streicheln. Aber er tut so als hätte er noch nie vorher einen Hund gesehen. Gerade ist mein Freund aufgestanden und hat sich gestreckt und man hat wieder die Panik bei ihm gesehen und er ist wieder unter die Couch :(

Jetzt stelle ich mir die Frage, ob es möglich ist, dass er kurzzeitig sein Gedächtnis verloren hat???? So kommt mir das ganze nämlich vor.

Bin dankbar für jeden Hinweis und jede Hilfe was ich tun sollte.

LG

EDIT:

Was ich noch zu ihm sagen kann ist, dass er generell schon immer seltsam war. Er bewegt den Kopf generell gerne ruckartig und schaut auch gerne mal nach oben in die Luft, oder dreht seinen Kopf eulenartig bzw. Manchmal so weit nach hinten dass er einen quasi verkehrt herum anschaut. Manchmal habe ich generell das Gefühl er sieht Dinge die nicht da sind oder starrt die Wand an. Zwar nicht auffällig oft aber hin und wieder schaut man ihn an und wundert sich was er da macht. Mein Tierarzt hat das bisher nicht ernst genommen aber könnte das alles zusammenhängen? Auf was soll ich ihn testen lassen??
 
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Gigaset85

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Vll. sieht er neuerdings immer schlechter....!?dann erkennt er Gewohntes erstmal nicht?
 
NaMa

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Vll. sieht er neuerdings immer schlechter....!?dann erkennt er Gewohntes erstmal nicht?
Das war auch mein erster Gedanke. Wie alt ist er denn? Und vielleicht doch mal den Kater komplett beim Tierarzt durchchecken lassen.
 
Freewolf

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Vielleicht auch mal den Kopf näher untersuchen, nicht, dass ein Tumor oder sowas dort sitzt.
 
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-Tiffy-

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Das mit dem schlechten Sehen klingt auch nicht unlogisch. Aber wieso findet er dann das Strecken zb gruselig?

Beide sind 7 Monate alt und auch bereits kastriert.

Was gehört in einen Komplettcheck? Ich gebe dem Tierarzt immer gerne vor was er genau machen soll, da ich leider schon öfter die Erfahrung gemacht habe, dass sonst nicht alles direkt gecheckt wird.
 
Azar

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Weißt du warum er taub ist? Wenn es an dem Weiß-Gen liegt, dann können alle Sinnesorgane betroffen sein und somit auch die Augen. Sogar die komplette räumliche Wahrnehmung kann gestört sein.
 
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-Tiffy-

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Weißt du warum er taub ist? Wenn es an dem Weiß-Gen liegt, dann können alle Sinnesorgane betroffen sein und somit auch die Augen. Sogar die komplette räumliche Wahrnehmung kann gestört sein.

Guter Ansatz! Ja er ist komplett weiss mit grünen Augen. Ich werde mal schauen, dass ich einen Tierarzt finde der da mehr Erfahrung mit hat. Mich ärgert es ehrlichgesagt schon, dass mein Tierarzt mich da nichtmal drauf hingewiesen hat. Ich hätte ihn dann schon längst auf solche Dinge testen lassen. Man wird vermutlich nichts machen können, aber vielleicht kann ich dann entsprechend auf einige Sachen eingehen
 
Azar

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Ich habe mehrere komplett weiße Katzen und einer von ihnen, von dem ich der Meinung bin dass er wirklich extrem schwerhörig bis komplett taub ist, zeigt auch die von dir beschriebenen Verhaltensweisen. Also dass er oben an der Decke oder in den Ecken etwas zu sehen scheint und anstarrt. Dass er seinen Kopf manchmal komisch dreht. Ohrenspiel hat er kaum.

Er ist soweit recht selbstsicher, aber es gab zwei Situationen, in denen er auch erst ängstlich wurde und überhaupt nicht einschätzen konnte was nun los ist - bei dem einen Mal wurde in der Wohnung nebenan an der Wand gebohrt. Da saß er auf meinem Schreibtisch und dachte, dass dieses Vibrieren vom Taschenrechner kommt, der auch dort rum lag. Er hat den Taschenrechner dann mehrmals mit der Pfote eine "geknallt" was eigentlich ein ziemlich lustiger Anblick war. Beim zweiten Mal wurde unsere Küche eingebaut und er saß im Schlafzimmer auf der Fensterbank und dachte, dass das Vibrieren des Bohrers durch eine Holzkiste verursacht wurde, die auch auf der Fensterbank stand - auch hier wurde nach anfänglicher Unsicherheit ordentlich auf die Kiste drauf gehauen. Man sieht hier sehr gut, wie komplett falsch die Einschätzung meines Katers war woher die Vibration und eventuelle Lauten kamen.

Zwei Beispiels dafür, wie die Gesamtwahrnehmung leiden kann. Auch wenn die Augen Pigmente aufweisen, also eine weiße Katze sogar gelbe Augen hat, kann es sein dass die nötigen Pigmente für Stabilisierung in den anderen Sinnesorganen nicht angekommen sind. Pigmentarme oder -freie Augen sind nur Indiz dafür, dass vermutlich in den Ohren auch nichts mehr groß angekommen ist.

Ich habe mit der Zeit einfach angefangen mit ihm anders zu kommunizieren. Er hört mich wenn ich das Ende von seinem Namen sehr schrill ausspreche. Oder wenn ich mit dem Fingernagel auf das Laminat tippe, so dass er die Vibration wahrnimmt - dann weiß er dass er zu mir kommen soll. Sowas kann Sicherheit vermitteln.
Aber das Wichtigste bei einer tauben oder schwerhörigen Katze ist meiner Meinung nach mindestens ein Artgenosse, der Sicherheit vermittelt.

In deinem Fall kann es also einfach sein, dass irgendwas im Treppenhaus passiert ist oder er nun seit kurzem auch irgendwelche Vibrationen, Bewegungen im Haus oder Töne wahrnimmt, die er noch nicht zuordnen kann und deshalb so unsicher reagiert.

Dass dein Tierarzt dich da nicht drauf hingewiesen hat, wundert mich nicht. Ich wurde bisher auch nur von meiner aktuellen Ärztin von sich aus darauf hingewiesen. Die anderen haben mich immer mit Komplimenten überschüttet, wie schön weiße Tiere doch wären. Kein Wort von den dazugehörigen "Beeinträchtigungen", die sie mitbringen können.
 
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-Tiffy-

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Ohrenspiel beobachte ich bei meinem ab und zu. Er reagiert super auf Luftzug und Vibrationen über den Boden.

Interessant mal ein paar Geschichten von anderen "Taubchen" zu hören 😊 Der Kumpel von meinem ist wirklich sehr entspannt und sehr souverän. Wenn es darum geht Sicherheit zu vermitteln, hätte ich keinen besseren Kumpel für ihn finden können. Da bin ich super froh drüber!

Das klingt plausibel. Es wird irgendeinen Auslöser im Haus etc. gegeben haben, den wir nicht hätten mitbekommen können. Trotzdem würde ich gerne einen Tumor oder ähnliches schlimmes ausschließen. Ich werde jetzt schauen, ob er langsam aber sicher ruhiger wird und werde dann mit ihm zum Tierarzt. Oder sollte ich das schnellstmöglich machen? Ich hab Sorge ihn noch mehr zu verängstigen :(

Er war vorhin wieder draußen und da er sich wieder hat problemlos streicheln lassen hatte ich Hoffnung, dass ich ihn mit Nassfutter füttern kann. Als er den Napf gesehen hat ist er jedoch wieder panisch weggeflitzt und hockt seitdem unter der Bettdecke. Habe mich jetzt langsam zu ihm unter die Decke geschlichen und hoffe dass ihm die Nähe hilft. Er liegt jedenfalls an meinem Bein.

Meint ihr soetwas wie Feliway kann jetzt helfen? Ich habe auch Bachblütentropfen da, aber da ich ihm nur trockenfutter unter die Couch legen kann, weiss ich nicht wie ich ihm die geben soll. Ich kann leider kein Nassfutter draußen stehen lassen, da der andere alles sofort auffrisst ganz egal wieviel er schon bekommen hat. Unter die Couch kommt er zum Glück nicht.
 
Azar

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  • #10
Guten Morgen,

Feliway kannst du gern ausprobieren. Bachblüten habe ich keinen Erfahrungswert.
Wie viel Nassfutter bekommen die beiden Kater jeweils täglich? Weil du schreibst, dass der andere alles sofort weg fressen würde, egal wie viel du hin stellst.
Nassfutter kann man als All you can eat füttern. Wenn Katzen das noch nicht kennen, fressen sie sich anfangs voll. Das gibt sich aber in der Regel schnell und diese Fütterungsweise kommt zum einen der natürlichen sehr nahe (Häppchenfresser) und zum anderen sorgt es dafür, dass die Tiere ausgeglichener sind.

Weil du geschrieben hast, dass er panisch wurde als er den Napf gesehen hat - kann es sein dass irgendwas an der Futterstelle passiert ist, was ihn nachhaltig verunsichert?
Ich würde versuchen ständig Futter stehen zu haben (mit einem Schuss Wasser trocknet es nicht so schnell ein) und vielleicht die Futterstelle mal etwas verlagern oder zumindest aus anderen Dingen Futter anbieten. Flache Teller oder so. Hauptsache es sieht ganz anders aus. Und dann mal schauen ob er gelassener reagiert.

Dass du körperliche Ursachen abklären willst, finde ich gut aber ich würde auch weiterhin parallel zuhause Ursachenforschung betreiben.

Liebe Grüße
 
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-Tiffy-

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  • #11
Futter bekommen sie je Kater 5 mal am Tag 50-85 Gramm. Ich hatte probiert sie daran zu gewöhnen, dass immer etwas da steht aber das Fressmonsterchen hat garnicht mehr aufgehört zu fressen und hat etliche Male erbrochen durch das Schlingen und dann direkt das Erbrochene wieder gefressen. Das ging 1 1/2 Tage so. Da ich auch einen Hund habe, der ebenfalls verfressen ist aber auch hochallegrisch auf Vieles reagiert muss ich da besonders aufpassen.

Es gibt wirklich absolut nichts was passiert ist bzw. was wir mitbekommen haben. Ich denke es ist nicht die Angst vor dem Napf an sich sondern die Tatsache, dass er vor ALLEM Angst hat was man in der Hand hält. Ebenso hat er aber auch Angst vor Bewegungen wie Strecken und winken. Eigentlich hat er gerade vor fast allem Angst. Lauter reden verängstigt ihn auch ist mir gerade aufgefallen. Wir haben ihn jetzt unter der Couch hervorgeholt und ihn ins Schlafzimmer gebracht und auch ein Katzenklo. Er ist so dünn geworden :(

Er war sehr angespannt, hat sich aber auf dem Bett schnurrend kraulen lassen. Als ich aufgestanden bin um ihm Futter zu holen ist er unter das Bett gehuscht, weil ich eben wieder was in der Hand hatte... Im Schlafzimmer hat er jedenfalls Versteckmöglichkeiten, aber diese bieten mehr Platz und ich kann ihm da auch den Teller mit Nassfutter unters Bett schieben, damit er wenigstens vernünftig frisst. Er hat auch sofort alles aufgefuttert. Ich denke auch, es ist dort besser, weil da kein Fernseher steht und auch der Hund nicht ins Schlafzimmer darf. Sprich mehr Ruhe.

Ich bin offen für jede weitere Hilfe!
 
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Alberta

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  • #12
Wie alt ist Dein Kater?

Mein verstorbener Kater verlor sein Gehör mit ca. 14 Jahren, er erschreckte vor großen Bewegungen, das war ich, die sich plötzlich ausladend bewegte, das war der Rettungshubschrauber am Himmel oder ein großer Vogel, der über den Balkon flog. Er musste alles neu lernen und starb fast 18jährig relativ gelassen.
Das Wichtigste war, dass wir eine Kommunikation fanden, ich baute eine Gebärdensprache für ihn auf, wo das "Wort" für "alles gut!" als erstes etabliert wurde, ich musste ihn beruhigen können. Und es klappte wirklich prima, ich glaube er war erleichtert zu merken, dass wir trotzdem kommunizieren können.
Er war sehr aufmerksam für Gesten und merkte schnell, dass das "Taucher-OK" für das frühere, ausgesprochene "Alles guut" stand.

Mit einer tauben Katze zu kommunizieren ist vielleicht einfacher, wenn sie nie gehört hat, aber das mag ich nicht zu beurteilen.

Edit: Hab eine Rechtschreibkorrektur durchgeführt :)
 
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-Tiffy-

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  • #13
Mein Katerchen ist 7 Monate jung :)

Wir haben Zeichen für Komm, Futterzeit, Sitz. Wenn ich auf den Boden Klopfe kommt er auch angerannt. Aber ein Zeichen für "alles ok" wäre mir nie in den Sinn gekommen. Danke für den Tipp! Vielleicht ist das gerade jetzt in der Situation sehr hilfreich. Er lernt sehr schnell ich werd ihm das beibringen.

Er ist jetzt seit vorgestern Abend im Schlafzimmer. Die Tür steht Tagsüber offen und er sitzt Tagsüber im Schrank. Wenn er sich alleine fühlt mauzt er und dann rennt sein Kumpel zu ihm in den Schrank- das scheint ihn zu beruhigen. Mir ist auch aufgefallen, dass er sich wesentlich sicherer fühlt, wenn Abends und Nachts etwas Licht an ist. Es muss auch zwingend die Tür vom Schlafzimmer offen stehen, es sei denn wir legen uns schlafen und es ist Licht an. Sobald es ganz dunkel ist jammert er kläglich. Gestern Nacht kam er ab und zu ins Bett kuscheln und heute Nacht war er richtig aktiv und hat sich Dinge zum Spielen gesucht und ist auf uns rumgeturnt. Gut viel Schlaf hatten wir nicht, aber es beruhigt mich, dass er nicht mehr nur wie ein Häufchen elend in irgendeinem Versteck hockt.:love: Mein Schlafzimmer-Plan scheint ganz gut zu funktionieren! Er frisst auch gut! Er turnt auch immernoch im Zimmer rum- solange die Tür zu ist und ich da bin :)

Da er unbedingt Licht zu brauchen scheint um sich sicher zu fühlen erhärtet sich auch bei mir der Verdacht, dass seine Sehkraft nachgelassen hat. Er hatte auch schon immer auffallend große Pupillen. Ich meine mal gelesen zu haben, dass das zusammenhängt?

IMG_20201114_111208_20201114111744527.jpg
 
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Gigaset85

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  • #14
Wenn die Pupillen immer so groß sind egal wie das Licht ist, wäre ich mißtrauisch. Vll. mal den Blutdruck prüfen lassen !?
 
Azar

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  • #15
Da er unbedingt Licht zu brauchen scheint um sich sicher zu fühlen erhärtet sich auch bei mir der Verdacht, dass seine Sehkraft nachgelassen hat. Er hatte auch schon immer auffallend große Pupillen. Ich meine mal gelesen zu haben, dass das zusammenhängt?

Er ist wirklich ein unglaublich hübscher Kerl.
Also so wie ich schon geschrieben habe - dieses Weiß-Gen, was dafür sorgt, dass Pigmente in den Sinnensorganen fehlen, die häufig für Stabilität usw sorgen. So ist es denkbar, dass dein Kater nicht die volle Sehkraft hat. Wenn mehrere Sinne wie auch Gehörsinn beeinträchtigt sind, kann es sogar so weit gehen, dass seine räumliche Wahrnehmung, Gleichgewicht und alles nicht mehr richtig funktioniert.

Mein Kater von dem ich glaube, dass er taub ist, hat auch ständig diese vergrößerten Pupillen und ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass er scheinbar Licht sehr anziehend findet in der Nacht.
 
Azar

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  • #16
Der mit den blauen Augen ist der Kater, von dem ich mir sicher bin, dass er entweder komplett taub ist oder sehr schwerhörig. Audiometrietest habe ich nie machen lassen. Auch bei ihm beobachte ich viele von dir beschriebene Dinge, wie halt das mit dem länger nach oben an die Decke und Ecken schauen, als wenn er etwas sieht. Dass er sich in kompletter Dunkelheit nicht so zurecht findet wie die anderen.
Auf all den Fotos sieht man auch die ständig vergrößerten Pupillen im Vergleich zum anderen Kater mit gelben Augen (bei dem ich der Meinung bin, dass seine Sinne zum Glück gar nicht darunter gelitten haben dass er ein weißes Fellkleid trägt).
Auf dem einen Foto sind beide unter der Decke zu sehen - dort habe ich keinen Reiz geschaffen wodurch er quasi zum Spielen getriggert ist oder ähnliches. Auch hier kann man sehr deutlich sehen wie sie ständig vergrößert sind.

Um auf Verdacht von Gigaset85 bezüglich hohem Blutdruck aufzugreifen - bisher wurde sowas bei ihm noch nicht festgestellt. Tierarzt hat mir gegenüber auch den Verdacht geäußert, dass dies alles viele kleine Zeichen für nicht richtig funktionsfähige Augen sind.
Du willst aber deinen Kater eh komplett durchchecken lassen beim Tierarzt - dann sprich sowas auch am besten mal an.

IMG_2278.JPG
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Alberta

Alberta

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  • #17
Whow, was für weiße Schönheiten hier versammelt sind :)

Mir ist auch aufgefallen, dass er sich wesentlich sicherer fühlt, wenn Abends und Nachts etwas Licht an ist.
Der Tipp wurde mir damals auch gegeben und ich besorgte mir diese Steckdosenlichter aus dem Babybedarf. Meinen Kater hatte das nicht so beeindruckt, da er recht gute Augen hatte, ich selber profitierte viel mehr davon, wenn ich nachts mal aufstand ;)
 
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-Tiffy-

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  • #18
Wenn die Pupillen immer so groß sind egal wie das Licht ist, wäre ich mißtrauisch. Vll. mal den Blutdruck prüfen lassen !?

Seine Pupillen sind nicht druchgehend so groß. Aber meistens größer, als die seines Kumpels. Azar hat das super beschrieben! Es ist bei meinem genauso, wobei ich sogar sagen würde, dass die Pupillen von meinem Wölkchen sogar kleiner sind bzw nicht oft so riesig. Oft erweiterter, aber auch nicht so extrem.

@Azar vielen lieben Dank nochmal, dass du deine Erfahrungen hier teilst! Ich habe schon viel recherchiert, aber zu den Punkten wie den ruckartigen Bewegungen und dem eulenhaften Kopfverdrehe und Wändeangstarre nichts groß gefunden und vorallem keine Erfahrungsberichte. Mein Tierarzt konnte mir eben auch ncihts zu sagen. Ich habe mir dann einfach gedacht "Gut, der hat einfach ne Klatsche was solls" (nicht böse gemeint natürlich) :giggle: Hübsch sind deine beiden auch!

Mal ein Update zu der Situation Zuhause:

Feliway steckt seit Samstag Abend in der Steckdose und ich denke auch das trägt dazu bei, dass er sich wohler fühlt. Er ist zwar noch etwas schreckhaft, aaaaber er spaziert wieder etwas durch die Wohnung und erschreckt sich auch nicht mehr vor jedem Pups und versteckt sich dann ewig. Wenn er sich erscrheckt flitzt er zwar in ein Versteck, aaaaber er kommt relativ fix wieder raus. Ich habe nun nur aus flachen Tellern gefüttert, aber ich kann seit gestern Abend seinem Kumpel auch einen Napf hinstellen ohne dass es zu einer Panikattacke führt. Ich muss zwar sehr aufpassen, dass ich keine hektischen Bewegungen mache und er findet es auch gruselig, wenn man stehen bleibt und ihn anstarrt (zb. mache ich das aus Gewohnheit, wenn ich merke ein Kater gehts auf Katzenklo, damit ich gleich sehe, ob es was Stinkiges ist und es sofort rausnehmen kann😅), oder er erschreckt sich wenn er an einem vorbeischleichen will und man ihn anschaut. Jedenfalls kam er gestern aktiv zu mir um sich ein paar Schmuseeinheiten abzuholen.
Nachts lasse ich jetzt das Licht im Bad an. Das funktioniert ganz gut.

Da er unbedingt wieder zunehmen muss, versuche ich momentan langsam auf All-you-can-eat umzustellen. Jedenfalls erstmal, wenn ich da bin, oder meinen Hund mit auf Arbeit nehme. Ich denke ich baue dann die Tage ein Türgitter an die Wohnzimmertür, dann kommt auch mein Hund nicht mehr an das Erbrochene ran, falls das passieren sollte und ich nicht da bin. ich habe auch das Gefühl, dass das meinem anderen Kater auch gut tut. Er konnte gestern zwar kaum die Augen aufhalten nach dem ganzen Fressen und ist permanent umgefallen um zu schlafen, aber er hat nicht gebrochen und hat mir nicht am Hintern geklebt, als ich gegessen habe.

Danke an alle für die tollen und vorallem schnellen Ratschläge! Ich hoffe das alles entwickelt sich weiterhin ins Positive ich habe mir echt große Sorgen gemacht. Mittlerweile bin ich etwas beruhigt.
 
Azar

Azar

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  • #19
Hallo,

ich wollte mal fragen wie es deinem Tierchen geht. Hat sich der ängstliche Zustand bzw diese Unruhe gelegt?

Liebe Grüße, gute Nacht und einen schönen ersten Advent wünsche ich.
 
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-Tiffy-

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  • #20
Hey ihr Lieben,

@Azar Entschuldige die späte Rückmeldung. Ich wollte schon vor einer Weile schreiben, habe es jedoch vergessen

Also hier das Update!
Es geht ihm schon viel besser! Seitdem hatte er ca viermal kürzere Phasen in denen er ca 2 Tage sehr schreckhaft war und sich versteckt hat, aber ansonsten ist er soweit recht "normal".
Ansonsten gibt es vereinzelt Situationen, in denen er sich aus dem Nichts erschreckt und die Fliege macht (Beispielsituationen: ich steh mit Glas in der Hand im Flur, ich habe meine Jacke an, er liegt in seinem erhöhten schlafplatz (liege an der Wand) und plötzlich schreckt er wie von einer Tarantel gestochen auf und quetscht sich unter die Couch. Was halt aufjedenfall immer hilft, auch wenn es für mich selbst absolut unlogisch klingt, da er sich nichtmal mit Futter etc. locken lässt: wenn er sich zb unter der Couch versteckt und wir die Couch hochheben und ihn aus seinem versteck holen. Wobei ich eigentlich eher denken würde, dass ein Tier, welches sich offensichtlich bewusst versteckt, lieber in Ruhe gelassen werden will. Aber nun gut- wenns hilft.

Ansonsten ist er sogar bei Besuch nach anfänglicher Schüchternheit offen und neugierig und nicht schreckhaft.

Was sich auch seit diesem ich nenn es mal Panikanfall positiv geändert hat: Beide Kater verstehen sich unglaublich gut miteinander. Kuscheln tun sie eher seltener (wobei ich sie auch schon beim Löffeln erwischt hab :D ) aber wo der eine ist ist meist der andere nicht weit, sie raufen und spielen unglaublich viel miteinander. Vorher war das deutlich weniger. Er orientiert sich seit er dieses schreckhaft hat deutlich mehr an Kater 2. Und lässt von diesem wesentlich mehr Nähe zu.

Ansonsten habe ich ihn generell gezielter beobachtet. Ich denke schon, dass seine räumliche Wahrnehmung leicht gestört ist. Er ist ein sehr guter Kletterer (mit Distanzen hat er anscheinend nicht solche Probleme) aber das Kopfdrehen ( Köpfchen in den Nacken legen, Köpfchen schief drehen) und ruckartige Bewegen (wie eine Taube) ist bei ihm Alltag bzw häufig zu beobachten. Das macht er zb, wenn er nicht auf mich, seinen Kumpel oder ein Spielzeug fixiert ist. Also zb. wenn er Wände und Decken anguckt oder auf der Kommode "rumrollt". Er scheint die Dinge gerne kopfüber zu betrachten. Ich muss zugeben er bringt einen schon seeehr oft zum schmunzeln mit seiner Art :) Da er putzmunter ist, gut frisst, viel spielt, Unsinn baut, schmusen kommt und sich mittlerweile eher selten und wenn nur kurz erschreckt, mache ich mir keine Sorgen mehr!

Lieben Dank allen nochmal für die großartige und vorallem schnelle Hilfe!
 

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