Hepatische Lipidose

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Richscot

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Hallo zusammen,

ich versuche mich kurz zu fassen:

Ende August / Anfang September 2021 hat unsere 8jährige Katze das Fressen eingestellt (vorweg, sie hatte Übergewicht. Stand Januar 2021 9,1kg, Stand Januar 2022 4,6kg). Daraufhin sind wir mit ihr in unsere Tierklinik gefahren, anfangs wurde nur etwas gegen Übelkeit gespritzt. Ist aber nicht besser geworden, also, wieder hin. Da hatte sie plötzlich einen Gelbstich und wurde stationär aufgenommen. Der "Spaß" ging 5 Tage, in der Tierklinik haben sie sie auf den Kopf gestellt (Röntgen, Ultraschall), Fressen war überhaupt nicht ihres, sie hatte immer nur gespeichelt, sobald man ihr etwas angeboten hatte. Nach 5 Tagen kam sie wieder nach Hause, Futtern war immer noch nicht ihres.

Beim Ultraschall haben sie gesagt, dass die Leber extrem auffällig ist (wie ein Glitzern) und die Leberwerte auch nicht besonders toll waren. Da es nicht besser wurde, gab es die Option, sie "aufzumachen" - Proben von Leber, Darm und Pankreas wurden entnommen und in die Pathologie geschickt. Darm ist unauffällig, beim Pankreas ist ein Partnerschenkel wie tot, arbeitet nicht mehr. Leber soll quietschgelb gewesen sein. Im Bericht kam heraus, dass sie eine degenerative Hepatose hat (dies war Ende November). Leider schien sie auf die Nähte reagiert zu haben; sie hat offene Wunden am Bauch bekommen mit Nekrosen, also, noch eine zusätzliche Baustelle.

Seltsamerweise hatten wir Anfang Dezember bis knapp zur Weihnachtszeit plötzlich ein HOCH - sie hat von sich aus gefressen, geputzt und war wirklich aktiv und wir hatten die Hoffnung, wir hätten es tatsächlich schon geschafft.

Am 26.12.2021 bis heute wieder ein TIEF. Ihre Bauchwunden hatten ihr auch extrem zu schaffen gemacht, diese wurden, unter Lokal Anästhesie, so gut es ging zugenäht. Sieht jetzt auch deutlich besser aus und es ist nichts mehr offen. Aber am Montag hat uns unsere TK nahe gelegt, sie einzuschläfern, weil alles Weitere nichts mehr bringt. Wir hatten auch tatsächlich darüber nachgedacht. Abends habe ich einer Freundin geschrieben, dass wir "aufgeben" und übers Einschläfern nachdenken; sie war total entsetzt, weil sie es nicht verstehen konnte, ihre Blutwerte sahen ja gar nicht soooo schlecht aus.

Blutwerte vom 10.01.2022:

ALT (in der Norm 12-130): ihr Wert 115 U/L
AST (in der Norm 0-48): ihr Wert 45 U/L
ALKP (in der Norm 14-111): ihr Wert 154 U/L
GGT (in der Norm 0-4): ihr Wert 11 U/L
TBIL (in der Norm 0-15): ihr Wert 70µmol/L

Wir haben seit Ende Dezember Kontakt mit einem anderen TA, der auch erschrocken war, dass wir ans Einschläfern denken, weil die Werte wirklich extrem hoch sein müssten, was bei ihr anscheinend nicht der Fall ist.

Mittwoch sind wir mit ihr zu dem anderen TA gefahren, Blut wurde wieder abgenommen, sogar Ultraschall gemacht. Ich weiß nicht, ob es Unterschiede in den Ultraschallgeräten gibt, aber ihre Leber hat nicht geglitzert bzw. geleuchtet wie ein Weihachsstern wie in der Tk. Es waren 2 TÄ da, die den Ultraschall angeschaut haben und sagen, im Schall sieht die Leber unauffällig aus. Nieren sind unauffällig, ebenso die Gallenblase.

Blutwerte vom 12.01.2022:

ALT (in der Norm 20-100): ihr Wert 155 U/L
AST in dem Blutbild nicht vorhanden
ALKP (in der Norm 10-90): Ihr Wert 125 U/L
GGT in dem Blutbild nicht vorhanden
TBIL (in der Norm 2-10): ihr Wert 58µmol/L

Nierenwerte und Bauchspeicheldrüse sind unauffällig (die TK hatte noch diesen fpli-Wert genommen, der war im Normalbereich).

Der neue TA ist verdammt guter Dinge, dass wir das wieder schaffen..

Derzeit bekommt sie folgende Medikamente:
- Urosochol - 1 x 0,5
- Clavaseptin - 2 x 1
- Ampitab - 3 x 10 Tropfen
- Zentonil - 1 x 1
- Vitamin B
- Nux Vomica - Injektion 3 x 1,0ml
- Morphasol - Injektion 0,1ml alle 2 Tage

Da sie nicht frisst, wird sie von uns zwangsgefüttert mit mindestens 100ml Aufzuchtsmilch (Carnilac) und 45ml Reconvales.
Desweiteren 120ml Infusion (Kochsalzlösung und Ringerlaktat-Lösung im Wechsel).

Die Zwangsnahrung bleibt drin, sie hat nie erbrochen, hatte nie Durchfall. Sie geht weiterhin brav aufs Klo, setzt Urin und normalen Kot ab. Sie läuft auch durch die Wohnung und versucht aufs Bett bzw. Hocker zu springen (etwas schwierig für sie, wegen ihrer Naht, schätzen wir. Der Bauch ist aber nicht offen, wir wechseln jeden Tag den Verband). Fieber hatte sie nur aufgrund ihrer offenen Bauchwunden, jetzt ist wieder alles im Normalbereich. Sie entwickelt auch Kräfte, vorallem beim Verbandswechsel, hat sie überhaupt keinen Bock drauf. Sie kratzt am Kratzbaum. Putzen ist leider nicht. Ihr Blick auch klar. Ab und an geht sie tatsächlich ans Futter, schnuppert dran und frisst sogar mal kleine Mengen. Leider erleben wir dies vielleicht 1x die Woche :(

Wir sind sehr zwiegespalten. Natürlich wollen wir sie nicht gehen lassen - sie ist nicht apathisch, grenzt sich nicht von den anderen aus, schnurrt und schmust. Aber wir wollen sie natürlich auch nicht quälen und "künstlich" am Leben erhalten...

Machen wir noch das Richtige oder ist "alles für die Katz"?
 
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Doris T.

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Hallo,
ich würde noch nicht aufgeben.
Die Blutwerte haben sich doch größtenteils gebessert!
Auch der Bilirubinwert ist gesunken....die Gelbsucht geht langsam.
Die Leber reagiert zwar meistens sehr schnell, wenn etwas nicht in Ordnung ist, aber sie erholt sich zum Glück oft sehr gut.
Ich habe bei meinem Kater ein Mariendistelpräparat gegeben. z.B. Phytolegasil ....da gibt es verschiedene Produkte.
Ich hatte bereits 2 Katzen mit einer hepatischen Lipidose und die Behandlung war sicher nicht einfach und die Genesung recht langwierig, aber beide Katerchen wurden wieder gesund.
Hast du schon mal versucht rohes Fleisch anzubieten?
Meine Jungs fanden damals auch gekochten Fisch (Kabeljau natürlich) sehr lecker.
Ich wünsche euch ganz viel Geduld und gute Erfolge....ihr habt so sehr gekämpft und es geht eurer Katze doch nicht so schlecht....gebt ihr eine weitere Chance....(y)
 
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Hallo,
ich würde noch nicht aufgeben.
Die Blutwerte haben sich doch größtenteils gebessert!
Auch der Bilirubinwert ist gesunken....die Gelbsucht geht langsam.
Die Leber reagiert zwar meistens sehr schnell, wenn etwas nicht in Ordnung ist, aber sie erholt sich zum Glück oft sehr gut.
Ich habe bei meinem Kater ein Mariendistelpräparat gegeben. z.B. Phytolegasil ....da gibt es verschiedene Produkte.
Ich hatte bereits 2 Katzen mit einer hepatischen Lipidose und die Behandlung war sicher nicht einfach und die Genesung recht langwierig, aber beide Katerchen wurden wieder gesund.
Hast du schon mal versucht rohes Fleisch anzubieten?
Meine Jungs fanden damals auch gekochten Fisch (Kabeljau natürlich) sehr lecker.
Ich wünsche euch ganz viel Geduld und gute Erfolge....ihr habt so sehr gekämpft und es geht eurer Katze doch nicht so schlecht....gebt ihr eine weitere Chance....(y)
Hallo Doris,

Danke für deine Antwort. Und schön, dass sich deine Katzen von der hepatischen Lipidose erholt haben!!

Ja, sie kennt rohes Fleisch, geht sie aber auch nicht ran ☹️ wir haben sogar Whiskas und Sheba versucht, aber vergeblich ☹️
 
Alberta

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So wie Du es beschreibst, habe ich auch nicht den Eindruck von einer Katze, die man gehen lassen sollte.
Ich schicke Dir mal eine Riesenportion Geduld und Zuversicht rüber.

Da sie nicht frisst, wird sie von uns zwangsgefüttert mit mindestens 100ml Aufzuchtsmilch (Carnilac) und 45ml Reconvales.
Gibst Du das Reconvales Tonikum oder Energy?
 
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pfotenseele

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ich hole mal @ferufe an bord.
eine fettleber ist ein schweres problem. aber die werte haben sich gebessert!
wichtig wäre meines erachtens weiterhin ein gutes übelkeitsmanagement! ob da nux vomica ausreicht, bin ich nicht so sicher...vielleicht doch einen magensäurehemmer wie omeprazol.
solange sie noch nicht ausreichend futtert, müsst ihr leider weiter zufüttern. du kannst auch versuchen, fleisch zu pürieren zum reconvales, ihr mal gegartes noch warmes hühnchen anzubieten. viel kleine leicht verdauliche mahlzeiten, gerne in kleinem tellerchen vor die nase halten, immer wieder anbieten. setze ihr den napf höher (z.b. auf umgekehrten blumentopf), damit die magensäure nicht überschiesst beim hinunter beugen zum fressen.
mariendistel kann ich auch empfehlen, entweder als globuli oder als präparat.
das gute ist, die leber kann sich regenerieren. und die besseren werte machen hoffnung.
 
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So wie Du es beschreibst, habe ich auch nicht den Eindruck von einer Katze, die man gehen lassen sollte.
Ich schicke Dir mal eine Riesenportion Geduld und Zuversicht rüber.


Gibst Du das Reconvales Tonikum oder Energy?
Ok, danke.

Sie bekommt das Tonikum.
 
Alberta

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Sie bekommt das Tonikum.
Die Tierärztin aus dem Tierheim sagte mir, dass das Tonicum oftmals nicht reicht. Das Energy hat 198kcal/100g, wohingegen das Tonicum nur 60kcal/100g hat. Vielleicht eine Überlegung für Dich?
 
Richscot

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ich hole mal @ferufe an bord.
eine fettleber ist ein schweres problem. aber die werte haben sich gebessert!
wichtig wäre meines erachtens weiterhin ein gutes übelkeitsmanagement! ob da nux vomica ausreicht, bin ich nicht so sicher...vielleicht doch einen magensäurehemmer wie omeprazol.
solange sie noch nicht ausreichend futtert, müsst ihr leider weiter zufüttern. du kannst auch versuchen, fleisch zu pürieren zum reconvales, ihr mal gegartes noch warmes hühnchen anzubieten. viel kleine leicht verdauliche mahlzeiten, gerne in kleinem tellerchen vor die nase halten, immer wieder anbieten. setze ihr den napf höher (z.b. auf umgekehrten blumentopf), damit die magensäure nicht überschiesst beim hinunter beugen zum fressen.
mariendistel kann ich auch empfehlen, entweder als globuli oder als präparat.
das gute ist, die leber kann sich regenerieren. und die besseren werte machen hoffnung.
In der Tk hatte sie ein anderes Medikament gegen Übelkeit bekommen - Prevomex oder so ähnlich hieß das. Hat aber leider überhaupt nichts gebracht. Und unter dem Nux Vomica hat sie es wenigstens mal versucht.
Die Näpfe / Teller stehen schon erhöht bzw versuchen wir es auch, sie mit der Hand zu füttern oder wenn sie liegt, den Teller an ihre Nase zu halten.

Den Magensäureblocker verträgt sie leider überhaupt, davon muss sie sich übergeben ☹️
 
Richscot

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  • #10
Die Tierärztin aus dem Tierheim sagte mir, dass das Tonicum oftmals nicht reicht. Das Energy hat 198kcal/100g, wohingegen das Tonicum nur 60kcal/100g hat. Vielleicht eine Überlegung für Dich?
Gut, dann steigen wir um, danke dir!
 
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pfotenseele

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  • #11
wenn sie den magensäureblocker nicht verträgt, versuche mal SEB (ulmenrinde). am besten zu sirup gekocht, das wird besser gemocht als das pulver.
bei SEB bitte beachten, dass ein zeitlicher abstand zu den medikamenten von 1 stunde eingehalten werden muss.
wenn du SEB vor dem schlafen über nacht gibst, kann das schön auf die gereizten magenschleimhäute einwirken.
 
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  • #12
wenn sie den magensäureblocker nicht verträgt, versuche mal SEB (ulmenrinde). am besten zu sirup gekocht, das wird besser gemocht als das pulver.
bei SEB bitte beachten, dass ein zeitlicher abstand zu den medikamenten von 1 stunde eingehalten werden muss.
wenn du SEB vor dem schlafen über nacht gibst, kann das schön auf die gereizten magenschleimhäute einwirken.

Ulmenrinden-Sirup haben wir auch schon versucht, aber das scheint leider nicht zu helfen ☹️
 
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pfotenseele

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  • #13
ja, das wirkt auch nicht direkt gegen übelkeit.
mal hipp babybrei versucht?
mir kommt halt noch hanf in den sinn...müsstest du aber mit dem TA besprechen, ob ihr mal CBD öl (ohne terpentine!) versuchen könntet. meinem schwer leberkranken cosmo
hatten dazumals hanfblätter geholfen, aber die sind bei euch ja verboten.
und besorge dir mariendistel, das ist DAS lebermittel. mariendistel globuli D6, 1-2 globuli über nacht (die leber regeneriert sich über nacht laut meiner THP).
 
Richscot

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  • #14
Jup, Hühnchen pur versucht, da dreht sie nur den Kopf weg ☹️

CBD Öl (ohne Terpene) haben wir zwar da, wurde uns aber gesagt, dass das eher genutzt wird bei Gelenkschmerzen 🤔 aber wir können es natürlich versuchen.

Wir hatten Plantar Hepar bekommen, uns wurde aber gesagt, dass das Zentonil besser wäre, deswegen sind wir umgestiegen.

Ich habe vorhin nochmal Rücksprache mit unserem TA gehalten, er schickt uns Cerenia und ein MCP (Anregung der Dünndarmtätigkeit) zu.
 
P

pfotenseele

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  • #15
naj, hanf wird oft bei krebspatienten eingesetzt, um die übelkeit nebenwirkungen von chemo zu bekämpfen.
zetonil hab ich gegoogelt, ist ein gutes mittel, das über monate (!) eingesetzt wird (also keine "sofortige wirkung").
mariendistel ist soweit ich gelesen habe nicht dabei bei zetonil. daher wäre eine zusätzliche gabe von mariendistel nicht zuviel (also zusätzlich zum zetonil).
ich habe noch was gefunden respektive hier; hepatodoron von weleda. ist antroposophisch und regt ebenfalls die leberfuntion an. das hatte ich von meiner tier-TCM empfohlen bekommen. ich habe die tabletten gemörsert und atreyu bekam eine messerspitze davon. inhalt walderbeerblätter und weinrebenblätter.
alles nur als ergänzung zu den medikamenten vom TA ;) und gerne mit ihm besprechen. zumindest mariendistel ist inzwischen jedem TA ein begriff.
 
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ferufe

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  • #16
Blutbild vom 12.01.2022
Hallo,
ich habe übers Blutbild geschaut und erkenne eine deutliche Entzündung, hier dann einhergehend mit einer Leberproblematik. Im Moment scheinen viele Katzen solcher und ähnlicher Symptomatik betroffen zu sein wie auch Anämien ohne deutlich erkennbare Ursache. Das hilft dir aber nicht weiter.
Du gibst seit dem 12. Jänner Zentonil, dies hätte ich jetzt auf jeden Fall empfohlen. Die Gabe des Ursochols kann ich nicht direkt nachvollziehen, dürfte meiner Erachtens aber wenn dann eher von Vorteil sein als schädigend. Vermutlich um den Überschuss dieser speziellen Gallensäure positiv zu nutzen. Antibiotikum (sogar 2?) wird gegeben - für mich stellt sich die Frage ob bei der Biopsie auch gleichzeitig eine evtl. Erregerfeststellung angefordert wurde, ich vermute nein. Es wird auch erst seit dem 12. Jänner gegeben? Die OP ist ja doch schon einige Zeit her.
@pfotenseele: das Zentonil wirkt relativ schnell, es ist u.a. eine körpereigene Aminosäure; und du kannst es über einen langen Zeitraum geben - das ist gemeint. Wenn es möglich ist sollte man es nüchtern geben und erst nach ca 30 Min Futter o.ä., dann könnte seine Wirksamkeit besser sein da die Aminosäure im Darm wirkt. Ich kann dir empfehlen weiteren Rat hier zu holen: https://groups.io/g/siebenkatzenleben
Ich würde keine weiteren Medis oder Zusatzwirkstoffe aktuell geben, fressen ist das Wichtigste und es gut wenn du entsprechend zufütterst. Da brauchst du auch nicht aauf irgendwelche Besonderheiten wie fettreduziert, lebergeeignet achten - es muss gefressen/gefüttert werden. Zeigt sie denn Schmerzen, wegen dem Morphasol frage ich
VG
 
Richscot

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  • #17
Hallo,
ich habe übers Blutbild geschaut und erkenne eine deutliche Entzündung, hier dann einhergehend mit einer Leberproblematik. Im Moment scheinen viele Katzen solcher und ähnlicher Symptomatik betroffen zu sein wie auch Anämien ohne deutlich erkennbare Ursache. Das hilft dir aber nicht weiter.
Du gibst seit dem 12. Jänner Zentonil, dies hätte ich jetzt auf jeden Fall empfohlen. Die Gabe des Ursochols kann ich nicht direkt nachvollziehen, dürfte meiner Erachtens aber wenn dann eher von Vorteil sein als schädigend. Vermutlich um den Überschuss dieser speziellen Gallensäure positiv zu nutzen. Antibiotikum (sogar 2?) wird gegeben - für mich stellt sich die Frage ob bei der Biopsie auch gleichzeitig eine evtl. Erregerfeststellung angefordert wurde, ich vermute nein. Es wird auch erst seit dem 12. Jänner gegeben? Die OP ist ja doch schon einige Zeit her.
@pfotenseele: das Zentonil wirkt relativ schnell, es ist u.a. eine körpereigene Aminosäure; und du kannst es über einen langen Zeitraum geben - das ist gemeint. Wenn es möglich ist sollte man es nüchtern geben und erst nach ca 30 Min Futter o.ä., dann könnte seine Wirksamkeit besser sein da die Aminosäure im Darm wirkt. Ich kann dir empfehlen weiteren Rat hier zu holen: https://groups.io/g/siebenkatzenleben
Ich würde keine weiteren Medis oder Zusatzwirkstoffe aktuell geben, fressen ist das Wichtigste und es gut wenn du entsprechend zufütterst. Da brauchst du auch nicht aauf irgendwelche Besonderheiten wie fettreduziert, lebergeeignet achten - es muss gefressen/gefüttert werden. Zeigt sie denn Schmerzen, wegen dem Morphasol frage ich
VG

Richtig, eine Entzündung liegt vor - woher, wissen wir nicht genau, aber eventuell durch die offenen Bauchwunden, die sie hat / hatte? 🤔

Nein, nein, das Zentonil bekommt sie seit ca 1 1/2 Wochen, vorher das Plantar Hepar.

Das Ursochol bekommt sie, weil in den Gallengängen "Slutch" - wie Schlamm - festgestellt wurde. Aber das werden wir wohl bald nicht mehr geben, weil die Galle in Ordnung aussah und ich noch im Dezember das Gefühl hatte, dass es ihr damit besser ging.

Der TA sagte, dass das Clavaseptin aufgrund ihrer Bauchwunden alleine nicht mehr ausreicht, deswegen geben wir seit gestern ein zweites AB.

Die Schmerzen hatte sie durch ihre Wunden, aber da die jetzt geschlossen sind, sollte es hoffentlich gehen. Ich weiß es nicht, sie redet ja nicht mit uns 😭

Ich versuche mal den pathologischen Befund etwas zu bearbeiten (damit man Adressen etc nicht sieht) und ihn dann einstellen.
 
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  • #18
Pathologischer Befund
 

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Ultraschall
 

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pfotenseele

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  • #20
2 sachen fallen mir auf...
apropos systemische erkrankung; wurde ihr herz auch untersucht? im rahmen dieses stauungsgeschehens wurde auf euinen möglichen zusammenhang mit herz hingewiesen.
und pankreas; die ist verändert. das ganze könnte (ebenfalls als vermutung im pathologischen befund) auf eine vorige pankreatitis zurückzuführen sein. bzgl. pankrweas wird von einer (evtl.?) insuffizienz gesprochen. daraus ergibt sich für mich die frage an den TA, ob pankreasenzyme im moment helfen könnten. zumindest um pankreas zu entlasten (dadurch indirekt auch leber) und die futterverwertung zu gewährleisten.
 
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