Hilfe, Tiffany hat Anämie - 2% Überlebenschance …

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
ula59

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Hallo,

ich bin hier neu und total verzweifelt. Seit zwei Wochen geht es meiner 21 Monate alten Katze Tiffany (BKH) sehr schlecht, die Blutwerte sind ganz im Keller….
Bis jetzt hatte Tiffany keine gesundheitlichen Probleme, war immer gut drauf, sehr lebendig und verspielt.
Vor zwei Monaten hat sie angefangen weniger zu essen. Vor knapp zwei Wochen war ich mit ihr beim TA, weil sie auch abgenommen hat. Ich dachte, das kommt nur von der Zahnfleischentzündung, sie hatte auch etwas gerötetes Zahnfleisch.
Gegen die Zahnfleischentzündung hat sie eine Depo-Medrate 0,25 ml Spritze bekommen (Cortison, Wirkungsdauer ca 3 Wochen). Der TA hat auch zu Herzultraschall geraten, weil sie sehr schnellen Puls hatte. Der Ultraschall zeigte die Herzfrequenz von 273! Sonst war das Herz noch im Normbereich. Sie hat Betablocker Atenolol bekommen (6,25 mg/Tag).
Und genau seit diesem Tag geht es der armen Katze rasant schlechter. Sie isst extrem wenig, hat stark abgebaut, ist schwach und apathisch. Den Betablocker habe ich nach drei Tagen abgesetzt. Vier Tage nach dem Besuch beim TA bin ich mit ihr zur Tierklinik gefahren, zu einem Kardiologen. Der Arzt hat nochmal ein Herz-Ultraschall gemacht, der Puls war ganz ok, sie muss keinen Betablocker nehmen. Er hat auch Bauch-Ultraschall gemacht, alles unauffällig. Dann hat er Blut abgenommen. Am nächsten Tag kam das Ergebnis. Die Blutwerte waren sehr schlecht, vor allem extrem wenig rote und weiße Blutkörperchen. Ich musste mit Tiffany nochmal zur Blutuntersuchung, diesmal auf FIV, FIP, FeLV und Retikulozyten. Die Blutergebnisse zeigten diesmal viel zu wenig Retikulozyten. Das bedeutet, dass das Knochenmark kaum Blutzellen bildet. Um sie behandeln zu können müsste man solange Untersuchgen machen bis man die Ursache findet, angefangen mit Knochenmarkbiopsie, die allerdings bei den schlechten Blutwerten sehr riskant (oder unmöglich) wäre wegen der Narkose. Der Arzt ist der Meinung, bei diesen Blutwerten kann man nicht viel machen und die Prognose ist sowieso schlecht, weil es sich um eine junge Katze handelt. Sollte sich Zustand der Tiffany verschlechtern, könnte man eine Bluttransfusion machen, die hilft aber nur für 2-3 Tage und ist auch mit Risiken verbunden. Letztendlich gibt er der Tiffany nur 2% Überlebenschance.
Ich habe Meinung von noch zwei weiteren Tierärzten geholt. Einer sagt, man kann versuchen mit Astronauten-Nahrung die Selbstheilungskräfte anzukurbeln, der andere sagt, man könnte es nur mit einer Speziellen Fachklinik versuchen.
Meine Tochter hat mir REConvales Tonicum gegeben. Dank diesem Präparat isst die arme wenigstens ein bisschen.
In der ganzen Zeit hat die Tiffany kein Aufbaumittel vom TA bekommen. Ihr geht es Tag für Tag schlechter und ich weiß nicht was ich sonst machen kann….

Hier sind Blutwerte vom 26.04.2013:

Erythrozyten (RBC): 3,18 Norm 5 bis 10 M/μl
Hämatokrit (HCT): 16,87 Norm 27 bis 47 %
Hämoglobin (HGB): 5,01 von 8 bis 17 g/dl
Mittleres Erythrozytenvolum Norm en (MCV): 53 von 40 bis 55 μm^3
Mittlerer Hämoglobingehalt der Einzellerythrozyten (MCH): 15,72 Norm 13 bis 17 pg
Mittlere Hämoglobinkonzentration der Erythrozyten (MCHC):
29,67
Norm 31 bis 36 g/dl
Erythrozytenverteilungsbreite (Variationskoeffizient) (RDWc):14,49 Norm 17 bis 22 %
Leukozyten (WBC): 1,44 Norm 5 bis 11 /μl
Granulozyten (%) (%GRANS): 47,3 Norm 0 bis 100 %
Lymphozyten (%) (%LYM): 50,7 Norm 0 bis 100 %
Monozyten (%) (%MONO): 2 Norm 0 bis100 %
Eosinophile (%) (%EOS): 1 Norm 0 bis 6 %
Granulozyten (Anzahl) (GRANS): 0,7 Norm 3 bis 12 /μl
Lymphozyten (Anzahl) (LYM): 0,7 Norm 1 bis 4 /μl
Monozyten (Anzahl) (MONO): 0 Norm 0 bis 0,5 /μl
Thrombozyten (Anzahl) (PLT): 116 Norm 180 bis 430 /μl
Mittleres Thrombozytenvolumen (MPV): 9,53 Norm 6,5 bis 15 μm^3
Natrium (ISE): 158 Norm 145 bis158 mmol/l
Kalium (ISE): 5 von 3 bis 4,8 mmol/l
Calcium: 2,71 Norm 2 bis 3 mmol/l
Phosphat, anorganisch: 4,3 Norm 2,4 bis 6 mg/dl
CK (nach IFCC): 82 Norm bis 452; U/l
GPT (ALT): 59 Norm bis 130; U/l
GOT (AST): 16 Norm bis 60; U/l
Gamma-GT: <3 Norm bis 9; U/l
Alk. Phosphatase (AP): 40 Norm bis 88; U/l
GLDH: 4,9 Norm bis 11.2; U/l
Alpha-Amylase: 1.239 Norm bis 1850; U/l
Lipase: 12 Norm bis 280; U/l
Bilirubin, gesamt: 0,1 Norm bis 0.3; mg/dl
Creatinin (Jaffe): 1,6 Norm bis 1.6; mg/dl
Harnstoff: 63 Norm 30 bis 68 mg/dl
Eiweiß, gesamt: 81 Norm 57 bis 94 g/l
Albumin i.S.: 50,1 Norm 25 bis 56 g/l
Cholesterin, gesamt: 174 Norm 70 bis 150 mg/dl
Fructosamine: 294 Norm bis 340; .mol/l
Glucose: 167 Norm 55 bis 125 mg/dl +
FT4 (Thyroxin, freies): 1 Norm 0,6 bis 1,9 ng/dl


Und das sind Blutwerte vom 30.04.2013

Retikulozyten: 0,1 Norm 0,5 bis 2 %
Retikulozytenhämoglobin: 22,9 Norm 14,5 bis 21 pg
FeLV-AG: negativ
FIV-Ak: negativ
Coronavirus-Ak-Titer: 1:400 (im fraglichen Bereich)
 
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Professor

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Das erinnert mich an meinen Willy. Er hatte auch Anämie.

Bei Willy fing es auch erst mit Zahnfleischentzündung an, ein paar Zähne wurden gezogen. Danach dachte ich es ist alles wieder gut.

Kurze Zeit später wurde er immer matter, hat kaum gefressen und wollte nur noch seine Ruhe haben.

Es wurde ein Blutbild gemacht, das Ergebnis war dramatisch schlecht. Das Rückenmark hat keine Blutkörperchen mehr gebildet. Meine Tierärztin sagte man könne nichts mehr machen. Er hat dann noch eine Zeitlang Kortison bekommen, dadurch wurde es zeitweise etwas besser und er frass wieder.

Es wurden noch in Wochenabständen Blutbilder gemacht (wobei die Blutabnahmen immer sehr schlecht zu machen waren, da sein Blut kaum noch aus den Adern kam).

Ich würde sagen, von der Diagnose bis zum Einschläfern sind ungefähr 4-5 Monate vergangen.

Meine TÄ meinte, bei Menschen würde man eine Knochenmarkstransplatation machen, aber bei einer katze wäre es nur Quälerei.

Ich kann dir leider nur raten, versuch es mit Kortison.

Alles Gute
 
Fellmull

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Hallo....

Das Blutbild sieht wirklich stark nach einer aplastischen Anämie aus :(
Beim Menschen kann man überbrückend Erythrozyten-und Thrombozytenkonzentrate geben....Manchmal, wenn diese Form der Anämie eine greifbare Ursache jat, wie zB eine Infektion, kann sie sich wieder zurückbilden.
Leider ist dies nicht oft der Fall und es muss Knochenmark bzw Stammzellen transplantiert werden.....

Hast dein TA mögliche Transfusionen erwähnt?

Ich hoffe sehr, dass sich der Zustand deiner Miez nochmal bessert.....Daumen und Pfoten werden definitiv feste gedrückt gehalten.
 
cori0710

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Hallo,

zum Blutbild kann ich Dir leider nicht viel sagen. Nur die Retikulozyten sind mir ein Begriff. Darum geht´s nämlich auch bei meinem Gary. Hier mal die Kurzfassung:

2 Tage nichts gefressen, fast nur geschlafen. Als er sich nicht mehr geputzt hat, ab zum Tierarzt.
Zahnfleisch und Zähne schlecht, Blut wie Wasser. Die TÄ hat ihn dann dort behalten und unter die Wärmelampe. War froh darüber, weil ich Urlaubsvertretung hatte und nicht freinehmen konnte. In den folgenden Tagen wurden viele Untersuchungen gemacht, auch von Leukose war die Rede. Er bekam auch eine Bluttransfusion. Als feststand, dass die Retikulozyten viel zu wenig sind, sind ging es darum, ob das ganze von Parasiten kommt, oder autoimmun ist. Nach 4 Tagen stand dann fest, dass er eine autoimmune Blutarmut hat und seitdem wird er mit Cortison behandelt. Ca. ein halbes Jahr später wurden bis auf die 4 Fangzähne alle Zähne heraus operiert.

Das ganze ist jetzt gut 2 Jahre her und mit Cortison geht es ihm seitdem sehr gut. Er braucht halt immer die Tabeletten, aber führt ein normales Katzenleben.

Wie schon geschrieben, kenn ich mich mit Blutbildern nicht aus, aber vielleicht ist ja Gary´s Geschichte ein Ansatz.

Ich muss jetzt leider weg, kann aber später gerne noch mal in den Rechnungen nachschauen, was genau gemacht wurde, wenn Du Fragen hast.

Kopf hoch, es muss nicht gleich das Ende sein.
 
rlm

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Ich kann nur fest die Daumen drücken und gute Besserung wünschen.
 
Fellmull

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Hallo,

zum Blutbild kann ich Dir leider nicht viel sagen. Nur die Retikulozyten sind mir ein Begriff. Darum geht´s nämlich auch bei meinem Gary. Hier mal die Kurzfassung:

2 Tage nichts gefressen, fast nur geschlafen. Als er sich nicht mehr geputzt hat, ab zum Tierarzt.
Zahnfleisch und Zähne schlecht, Blut wie Wasser. Die TÄ hat ihn dann dort behalten und unter die Wärmelampe. War froh darüber, weil ich Urlaubsvertretung hatte und nicht freinehmen konnte. In den folgenden Tagen wurden viele Untersuchungen gemacht, auch von Leukose war die Rede. Er bekam auch eine Bluttransfusion. Als feststand, dass die Retikulozyten viel zu wenig sind, sind ging es darum, ob das ganze von Parasiten kommt, oder autoimmun ist. Nach 4 Tagen stand dann fest, dass er eine autoimmune Blutarmut hat und seitdem wird er mit Cortison behandelt. Ca. ein halbes Jahr später wurden bis auf die 4 Fangzähne alle Zähne heraus operiert.

Das ganze ist jetzt gut 2 Jahre her und mit Cortison geht es ihm seitdem sehr gut. Er braucht halt immer die Tabeletten, aber führt ein normales Katzenleben.

Wie schon geschrieben, kenn ich mich mit Blutbildern nicht aus, aber vielleicht ist ja Gary´s Geschichte ein Ansatz.

Ich muss jetzt leider weg, kann aber später gerne noch mal in den Rechnungen nachschauen, was genau gemacht wurde, wenn Du Fragen hast.

Kopf hoch, es muss nicht gleich das Ende sein.

Vielleicht findest du ja sogar noch ein Blutbild zum Vergleich?
 
ula59

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Zuerst vielen Dank für eure Anregungen und Mitgefühl.

Es scheint so, dass die Tiffany irgendwie das Kortison nicht toleriert, weil sich ihr Zustand rapide verschlechtert hat genau an diesem Tag wo sie die Kortison-Depotspritze bekam. Vor einem Jahr war ich mit Tiffany beim TA, weil sie starken Haarverlust hatte. Sie hat damals ein kurzzeitiges Kortison bekommen. Ein oder zwei Tage war sie wie schwer krank, teilnahmslos, hat sich zurückgezogen.
Ich habe den TA gefragt, ob es möglich wäre, dass eine Katze so auf Kortison reagiert. Es hat gesagt, dass eigentlich Kortison solche Fälle positiv beeinflusst, aber ganz ausschließen kann man das nicht.
Es kann auch sein, dass Kortison eine latente Anämie erst zur Ausbruch bringt. Bei Tiffany wurde jetzt zum ersten Mal Blut untersucht, man hat also keine Vergleichswerte.

Welche Ursache für die Blutarmut sein könnte weiß man nicht, es könnten sehr viele sein. Die weitere Diagnostik wäre aber sehr anstrengend, manche sogar lebensbedrohlich.
Tiffany hat Blutgruppe B. In der Tierklinik wurde mir gesagt, Spendertiere sehen da immer zur Verfügung. Jetzt muss ich nachfragen, ob da auch mit B-Gruppe dabei sind.
Bluttransfusion wird aber erst dann gemacht, wenn Hämatokrit unter 13 % ist.

Ich habe zwei Sorten von Austronautennahrung besorgt, sie will das aber überhaupt nicht essen.
Sie will, wenn schon, nur ihre Lieblingsdose (Eiersouffle mit Huhn). Und ein paar Leckerli.
 
Fellmull

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Ricntig, bei bestimmten Anämieformen kann Cortison die Sache verschlimmern, zB bei aplastischer Anämie. Dabei werden ja nicht nur zu wenig rote Blutkörperchen gebildet sondern auch zu wenig Zellen der Immunabwehr. Zudem unterdrückt Cortison eher noch die Blutbildung im Knochenmark.
Gut dagegen wirkt es bei autoimmunhämolytischen Anämien, wo das eigene Immunsystem sich gegen den Körper bzwdie Blutzellen richtet. Da hilft Cortison, das aus dem Ruder gelaufene Immunsystem zu unterdrücken.

was man an Diagnostik noch machen könnte und was nicht gefährlich ist:
Der Coombs-Test. Damit kann man schauen, ob die Anämie eine autoimmune Ursache hat.
Allerdings scheint es ja eher nicht autoimmun zu sein, da sich a) der Zustand deiner Miez unter Cortison verschlechtert hat und b) das Blutbild anders aussehen sollte....
Aber: Ich würde es definitiv abklären lassen!
Auch eine Blutuntersuchung auf eventuell Parasiten/ andere Erreger würde ich dir noch raten.
 
ula59

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auf welche Parasiten und Erreger sollte man suchen?
In der Tierklinik hat mir der TA gesagt, man kann das Blut nur auf einen Parasiten untersuchen, welcher für Blutarmut verantwortlich sein könnte.

Ich habe gelesen, manchmal hilf bei Blutarmut eine Behandlung mit Erythropoetin. Leider konnte ich nicht viele Infos über die Behandlung bei Katzen finden. Besonders über Risiken und Nebenwirkungen.
 
cori0710

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  • #10
Vielleicht findest du ja sogar noch ein Blutbild zum Vergleich?
Nein, hab ich leider keines.

Ist es nicht so, dass die Blutgruppe bei der ersten Transfusion nicht wichtig ist? Bin mir da aber nicht sicher. Versuchen würde ich es mit einer Bluttransfusion auf alle Fälle, natürlich die Sache mit der Blutgruppe abklären.

Ansonsten kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.

Ich drück Dir und Deiner Mietz ganz fest die Daumen dass ein Auslöser und Hilfe gefunden wird.
 
Fellmull

Fellmull

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  • #11
Oh doch, die Blutgruppe ist sehr wichtig.
Bei nichtkompatibler Blutgruppe kamn eszu ziemlich heftigen Transfusionszwischenfällen kommen.
Nicnt umsonst wird Medizinern, die fahrlässig falsche Konserven transfundieren, leicht die Approbation entzogen ;)

Liebe TE, ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr, welcher Parasit das war :( Spuckt google was aus dazu?

Habe gerade nochmal im Fachbuch nachgelesen: Beim Menschen kann die aplastische Anämie auch eine autoimmune Komponente haben....bei der Katze dann vlt auch?
Allerdings wird dabei nie mit Kortison sondern mit Ciclosporin A als Immunsuppresivum therapiert.
Vlt mal den TA drauf ansprechen?

Epo als Medikament hilft nur dann, wenn kein Stammzelschaden im Knochenmark vorliegt. Bei aplastischer Anämie wird über Therapien mit Epo diskutiert, angewandt wird es bisher wohl nur im Rahmen von Studien.

Und: Hat deine Miez in letzter Zeit Antibiotika bekommen? Chloramphenicol zB kann auch aplastische Anämien auslösen.
 
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Fellmull

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  • #13
Sorry, wollte keine falschen Tipps geben.

Ach was, haste ja nicht! Ich überlege gerade was du meintest......Ich muss mal nachschauen, irgendwas habe ich auch im Hinterkopf, dass bei irgend einer Behandlung beim ersten Mal nicht wichtig ist, ob es passt......was war das bloß? :confused:
 
M

Mischko

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  • #14
Vielleicht noch eine Idee, frag doch mal deinen TA danach: Meine Katze zeigte vor einiger Zeit sehr ähnliche Symptome und nachdem mein TA die Katze aufgegeben hatte, ging ich noch in eine Klinik. Dort wurden Mykoplasmen haemofelis (Haemobartonellen) festgestellt: http://de.wikipedia.org/wiki/Feline_Infektiöse_Anämie
Meine Katze musste während drei Wochen Doxycat einnehmen und sie erfreut sich seither wieder bester Gesundheit. Auch wurde keine meiner anderen Katzen angesteckt.
LG
 
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Barbarossa

Barbarossa

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  • #15
Ich habe gelesen, manchmal hilf bei Blutarmut eine Behandlung mit Erythropoetin. Leider konnte ich nicht viele Infos über die Behandlung bei Katzen finden. Besonders über Risiken und Nebenwirkungen.

Bei 2 % Überlebenschancen würde ich bei EPO nicht über Nebenwirkungen nachdenken. Bei meinem Moritz hats gewirkt. Nächster Schritt wäre Spenderblut gewesen, das brauchten wir zum Glück aber nicht.

Er hatte aber auch viel Glück, denn so tiefgehende Diagnostik wurde von der Klinik nicht betrieben. Im Nachhinein scheint mir, dass für die eine Anämie eine Anämie ist.
 
Fellmull

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  • #16
Bei 2 % Überlebenschancen würde ich bei EPO nicht über Nebenwirkungen nachdenken. Bei meinem Moritz hats gewirkt. Nächster Schritt wäre Spenderblut gewesen, das brauchten wir zum Glück aber nicht.

Er hatte aber auch viel Glück, denn so tiefgehende Diagnostik wurde von der Klinik nicht betrieben. Im Nachhinein scheint mir, dass für die eine Anämie eine Anämie ist.

Würde ich auch so machen!
Hatte dein Moritz die selbe Blutbildkonstellation? Das wäre ja wirklich noch ein Hoffnungsschimmer für die TE :)

Hier im Forum liest man ja hin und wieder von Anämiefällen......und ich glaube mittlerweile auch,dass viele Tierärzte da gar nicht differenzieren oder groß Diagnostik betreiben.....ich verstehe einfach nicht warum.
 
Fellmull

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  • #17
Vielleicht noch eine Idee, frag doch mal deinen TA danach: Meine Katze zeigte vor einiger Zeit sehr ähnliche Symptome und nachdem mein TA die Katze aufgegeben hatte, ging ich noch in eine Klinik. Dort wurden Mykoplasmen haemofelis (Haemobartonellen) festgestellt: http://de.wikipedia.org/wiki/Feline_Infektiöse_Anämie
Meine Katze musste während drei Wochen Doxycat einnehmen und sie erfreut sich seither wieder bester Gesundheit. Auch wurde keine meiner anderen Katzen angesteckt.
LG

Hier passt das Blutbild leider gar nicht zu diner Infektiösen Anämie :(
Die Retikilozyten müssten deutlich erhöht sein, die Erys müssten makrozytär sein.....und die anderen Zellreihen der Blutbildung sollten auch nicht vermindert sein dabei eigentlich. Eher noch erhöhte Leukos statt vermindert :/
 
Barbarossa

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  • #18
Würde ich auch so machen!
Hatte dein Moritz die selbe Blutbildkonstellation? Das wäre ja wirklich noch ein Hoffnungsschimmer für die TE :)

Hier im Forum liest man ja hin und wieder von Anämiefällen......und ich glaube mittlerweile auch,dass viele Tierärzte da gar nicht differenzieren oder groß Diagnostik betreiben.....ich verstehe einfach nicht warum.

Moritz war Ende letzten August sehr krank geworden und nach ca. 2 Wochen stand endlich die Diagnose Pyothorax. Es folgte eine ganz schwere OP mit ungewissem Ausgang.

Auf meine ausdrückliche Aufforderung hin (ich legte denen außerdem eine Mail vom zu Rate gezogenen Prof. Oechtering aus Leipzig vor) wurde gut 2 Wochen nach der OP endlich Blut abgeommen und untersucht. Moritz war zu der Zeit völlig platt, ruhig und wollte nur schlafen - ohne Besserung. Anhand des Blutbildes wurde dann festgestellt, dass HTC und RETIC absolut tief im Keller waren. Das war, wie dann recherchiert wurde, auch schon bei der Notaufnahme der Fall, wurde aber nicht für wichtig befunden. Inzwischen waren die Werte aber noch schlechter und es wurde ohne weitere Diagnostik mit EPO begonnen. Die TÄ sagten mir, dass die Anämie wohl durch die Krankheit (infektiöse Anämie) bedingt sei. Ende Diagnostik.

Wir mussten auch mal Glück haben und so schlug das EPO an. Moritz bekam insgesamt 4 Injektionen.
 
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Fellmull

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  • #19
Moritz war Ende letzten August sehr krank geworden und nach ca. 2 Wochen stand endlich die Diagnose Pyothorax. Es folgte eine ganz schwere OP mit ungewissem Ausgang.

Auf meine ausdrückliche Aufforderung hin (ich legte denen außerdem eine Mail vom zu Rate gezogenen Prof. Oechtering aus Leipzig vor) wurde gut 2 Wochen nach der OP endlich Blut abgeommen und untersucht. Moritz war zu der Zeit völlig platt, ruhig und wollte nur schlafen - ohne Besserung. Anhand des Blutbildes wurde dann festgestellt, dass HTC und RETIC absolut tief im Keller waren. Das war, wie dann recherchiert wurde, auch schon bei der Notaufnahme der Fall, wurde aber nicht für wichtig befunden. Inzwischen waren die Werte aber noch schlechter und es wurde ohne weitere Diagnostik mit EPO begonnen. Die TÄ sagten mir, dass die Anämie wohl durch die Krankheit (infektiöse Anämie) bedingt sei. Ende Diagnostik.

Wir mussten auch mal Glück haben und so schlug das EPO an. Moritz bekam insgesamt 4 Injektionen.

Klasse dass das so gut gewirkt hat.....was ein Glück! :)

Hoffentlich werden die TÄ der TE auch aktiv und geben nicht auf, also Daumen drücken!
 
kalla

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  • #20
Hallo Ula59,

ich wünsche Euch zunächst alles Gute!

Es wurde bereits sehr viel geschrieben, lass das bitte abklären!

Das Blutbild sieht wirklich nach einer aplastischen Anämie aus. Neben einer Knochenmarkschädigung kann eine Infektion mit dem Parvovirus (Erreger der Katzenseuche) vorliegen. Wurde Katzenseuche wirklich ausgeschlossen mittels DNA-Nachweis (EIA) und nicht nur per Schnelltest?

Eine toxische Anämie durch Medikamente, eine Vergiftung, könnte auch die Ursache sein, ebenso eine Hämbartonellose (Mycoplasmeninfektion).

Letztendlich bringt bei einer aplastischen Anämie nur die Knochenmarkpunktion Klarheit. Zwischenzeitlich über eine Bluttransfusion nachdenken um Tiffany zu stabilisieren. Sicherlich, die Maßnahmen bergen in ihrem Zustand große Gefahren, aber Tiffanys Leben hängt am seidenen Faden. Wenn noch therapiert werden soll (je nachdem, wie es ihr geht), dann sollte mMn. keine weitere Zeit verstreichen.

Wendet Euch an TÄ, bzw. eine Klinik, die sich mit Hämatologie/Onkologie auskennen!

Ich drücke Euch die Daumen!

Gruß
Marcus :)
 
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