Giardien, Schleimhaut im Enddarm vergrößert und große Lymphknoten - Lymphom

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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somaylima

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Hallo,

vor 3 Monaten kam mein Kater Soma mit seiner Schwester Lima zusammen aus Spanien bei mir an. Sie sind mittlerweile 9 Monate alt. Sie haben beide ein schlechtes Immunsystem, kamen aus der Tötungsstation mit Durchfall, später Katzenpilz und Katzenschnupfen, was alles in Spanien behandelt wurde.

Soma hatte dann schnell Verdauungsprobleme hier und wir sind zum TA - Schnelltest positiv auf Giardien. Dann 1x mit Panacur behandelt danach 2x (natürlich mit Abständen) Gambamixkur. Währenddessen hatte er schon immer etwas Blut im Stuhl und hatte oft Probleme beim Kot abgesetzen, also hat gepresst. Giardientests habe ich 2 gemacht - immer positiv. Bei seiner Schwester war der Stuhl schon nach 1x Tablettengabe wieder besser.

Ca. 1 Tag nach der letzten Tablettengabe ging es Soma richtig schlecht. Er ist nachts ca. alle 3 Minuten aufs Klo gegangen und hat versucht Kot abzusetzen, es kam aber nur immer etwas Blut und ein Durchfalltropfen, später nur noch Schleim und Blut. Er hatte richtig Schmerzen, hat sich nicht mehr anfassen lassen und hat sich überall wo er sich hingesetzt hat Blut verteilt und schließlich erbrochen.

Ich bin am nächsten Morgen sofort in eine gut ausgestattete Praxis gefahren, da haben wir Blut genommen + Ultraschall - im Ultraschall waren seine Lymphknoten sehr stark vergrößert, das Bindegewebe der Niere sah komisch aus und die Schleimhaut im Enddarm sehr dramatisch verändert. (Grund warum Giardien nicht weggehen) Vermutung der TA: Lymphom.

Sie hat eine Biopsie genommen, ihm Schmerzmittel, Tropf + B12 und Kortison gegeben.

Am nächsten Tag dann das Ergebnis: Blutwerte sind gut bzw. aufgrund der Entzündung normal und die Biopsie hat auch kein eindeutiges Ergebnis geliefert auf ein Lymphom - zum Glück!!

In einer Woche ist er nochmal dran zum Ultraschall um zu sehen ob sich alles etwas beruhigt hat.

Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat eine Idee was das sein kann?

Er kann wieder gut Kot absetzen, Konsistenz ist aber super breiig und manchmal presst er auch noch und es kommt immer etwas frisches Blut mit raus :(
Sonst geht es ihm aber sehr gut, er spielt sehr viel und hat immer Appetit.

Ich gebe momentan nur Nassfutter vom Mjam Mjam + gefriergetrocknete Leckerlies und mixe ihm 1x Sanofor in sein Futter.

Würde mich über Hilfe freuen!!
 
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Herzlich Willkommen im Forum!

Wurde außer dem Giardien-Schnelltest denn schon in irgendeiner Form eine gründliche Kotuntersuchung im Labor durchgeführt? Das wäre in einem solchen Fall für mich der allererste Schritt.
Bei der Vorgeschichte ist es nicht unwahrscheinlich, dass neben den Giardien noch weitere Probleme vorliegen oder im Zuge der Behandlung eine Dysbiose entstanden ist.
 
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somaylima

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Dankeschön :)

Nein, daran hatte ich auch gedacht. Kann mir aber nicht vorstellen dass solche eine Entzündungsreaktion im Körper vorgeht nur durch eine Dysbiose.

Er bekommt jetzt für eine Woche 1/4 Tablette Metronidazol gegen die Entzündung und wenn er sehr viel presst auch wenig Schmerzmittel, da speichelt er aber viel, bin also nicht sicher wie viel davon reingeht.

Ich hab absolut keine Ahnung wie ich ihm noch helfen kann, dass er besser Kot absetzt.. :(
 
Kayalina

Kayalina

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Also eine umfangreiche Kotuntersuchung um andere Ursachen (vor allem infektiöser Natur) auszuschließen wurde noch nicht gemacht?
Das würde ich angehen. Die Kotprobe sollte drei Tage in Folge gesammelt werden und folgendes sollte untersucht werden:
  • Bakteriologische Untersuchung (fakultativ und obligat darmpathogene Keime)
  • Mykologie (Pilze)
  • Clostridium-perfringens-Enterotoxin und Clostridium-difficile-Toxin A und B
  • Endoparasiten
  • die Einzeller (Kokzidien, Giardien, Cryptosporidien und Tritrichomonas foetus als PCR-Test)
Gerade bei Tritrichomonas foetus kommen auch Co-Infektionen mit Giardien vor, diese werden aber häufig in der Diagnostik vergessen.

Eine Dysbiose kann auch eine solche Entzündung nach sich ziehen, weil sich der Prozess verselbstständigt und immer weiter fortsetzt. Entzündung und Dysbiose verstärken sich dann gegenseitig. Wenn Bakterien wie beispielsweise Clostridien sich übermäßig vermehren, können sie auch Toxine freisetzen, die dann wiederum den Darm schädigen und zu Entzündungen führen.

Hast du mal Schonkost in Form von gekochtem Huhn mit Möhren gefüttert?
 
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