Einschläferung beschäftigt mich

Charly47

Charly47

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Hallo,

ich schreibe hier weil mich die Einschläferung meiner beiden Kater im letzten Jahr noch sehr beschäftigt.

Als ich meinen Kater Charly Einschläfern lassen musste, bekam er 2 mal die erste Narkose, weil er kämpfte.

Als ich 4 Monate später meinen Felix Einschläfern lassen musste bekam er 2 mal die Entgültige Spritze. Das kleine Herz schlug immer noch, obwohl er Herzkrank war. Der TA meinte das die Dosis für diese Spritze vom Gesetzgeber vorgegeben ist, er dann aber noch einmal nachspritzen muss. Danach hörte dann sein Herz auf zu schlagen.

Es beschäftigt mich echt noch heute.

Hat jemand von Euch auch so eine schlimme Erfahrung gemacht?
 
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Fine89

Fine89

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:(Das klingt ziemlich schlimm. Ich hoffe sehr das du bald darüber hinweg kommst und hier jemand zum reden findest dem änliches ergangen ist.
 
anjaII

anjaII

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Bei Mr.T. musste auch die Narkose nachgespritzt werden,ich fand es sehr schlimm in diesem Moment und habe Mr.T. gebeten loszulassen:(
Es sind Erinnerungen, die man wahrscheinlich nie aus dem Kopf bekommt,man verdrängt sie nur mit der Zeit.
 
P

Peikko

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Daß es scheinbar öfter passiert, daß die Narkose vor der "eigentlichen" Spritze nicht wirkt, kann ich irgenwie nicht ganz nachvollziehen. Meiner Meinung nach kann man die schon so überdosieren, daß sie garantiert wirkt. Schließlich muß man auf den Kreislauf keine große Rücksicht mehr nehmen. Das Wichtigste ist, daß die Katze in sehr tiefer Narkose liegt, wenn sie die Spritze zum Töten bekommt (die ja ebenfalls "nur" ein Narkosemittel ist, so nicht T61 verwendet wird, aber mir ist momentan niemand bekannt, der das noch benutzt). Für diese Spritze ist mir keine gesetzlich vorgeschriebene Dosis bekannt, also kann man auch hier großzügig Dosieren. Manchmal sind die Tiere in so schlechtem Zustand, daß man keine Vene mehr trifft. Ins Herz spritzen möchte man auch nicht bei jedem Besitzer (da braucht man etwas Gespür, um einzuschätzen welcher Besitzer damit umgehen kann), da bleibt dann die Bauchhöhle. Hier dauert es etwas länger, bis das Mittel resorbiert ist, so daß man gelegentlich mal nachspritzt, um den Prozeß zu beschleunigen (es ist ja für den Besitzer nicht angenehm, wenn sich das Einschläfern lange hinzieht, auch wenn die Katze nichts mehr davon mitbekommt).
 
pepefiene

pepefiene

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Ich habe mich mehrere Male nicht getraut in diesem Thread reinzulesen und mir kommen gerade die Tränen.
Ich muss an meinem kleinen Fiete denken, er musste Mitte März letzten Jahres eingeschläfert werden.
Innerhalb 10 Tage habe ich ihn verloren, ohne vorherige Krankheitsanzeichen. Er wurde von einem auf dem anderen Tag extrem apathisch, von meiner TÄ wurden wir in die Tierklinik geschickt, dort wurde ein Blutschnelltest gemacht und seine Nieren geröngt und ein Ultraschall gemacht.
Ich will jetzt gar nicht so tief einsteigen, weil ich habe die Zeit so extrem empfunden und die 10 Tage wurden so traurig, das tut einfach sehr, sehr weh.
Fiete musste auch eingeschläfert werden und ich durfte nicht dabei sein, musste im Wartezimmer warten, es hat bestimmt 15 Minuten gedauert und ich weiß nicht, was sie in dieser Zeit mit meinen kleinen Fiete gemacht haben.
Die TÄ musste ihn eine Herzspritze geben, aber hatte er dabei vielleicht noch Schmerzen? Warum darf der Besitzer nicht dabei sein? Mein armer kleiner Fiete, die letzten 10 Tage waren so grausam für ihn:-((((((((
Ich glaub, ich werde immer weinen müssen, wenn ich mich an diese Zeit erinnere.
Mein Kleiner ist mir beim Einschlafen immer auf den Rücken, im Nacken gekrabbelt, er wog ja gerade mal 2,3 kg und es war einfach so schön, ihn zu spüren, das hat mir so gefehlt. Der Kleine Kerl war so lieb.
 
Uhrenteddy

Uhrenteddy

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Hallo,

wir waren im April beim Einschläfern von unserem Fiffi dabei - der Tierarzt hatte uns die Wahl gelassen, ob wir dabei sein wollen und wir wollten den Kleinen einfach nicht alleine lassen.

Das Einschläfern selber ist bei ihm sehr schnell und ganz würdevoll gegangen, es war zwar schwierig, eine Vene zu finden, aber er war schon recht schlecht dran und ist auf die Narkose sofort eingeschlafen.

Viel schlimmer als das Einschläfern selber habe ich aber die Stunden vorher erlebt - Fiffi war schon lange krank, wir hatten aber keine richtige Diagnose und er hat auf alle Behandlungsversuche nicht angesprochen. An seinem letzten Tag hat er noch gefressen und dann aber so abgebaut, dass wir nachmittags beschlossen haben, ihn erlösen zu lassen.

Das wichtigste für mich war bei der ganzen Sache, dass der Tierarzt sich noch einmal viel Zeit genommen hat, um Fiffi genau zu untersuchen, verrückterweise sind auch noch die letzten Laborwerte genau in dem Moment gekommen, als er die Spritze setzen wollte - auf jeden Fall hat der Tierarzt uns die Sicherheit gegeben, dass man nicht mehr helfen kann und dass es besser ist, dem Kleinen ein würdiges Ende ohne Kampf zu bieten.

Er hat aber auch gesagt, dass es leider passiert, dass Katzen sehr kämpfen - Narkosen wirken zum Beispiel generell nicht gut, wenn die Tiere sehr aufgeregt sind... und manchmal krampfen die Tiere schon so, dass man an die Venen nicht mehr rankommt ... man kann nur hoffen, dass man in solchen Situationen an einen einfühlsamen Tierarzt gerät.

Liebe Grüße
Barbara
 
doppelpack

doppelpack

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Hallo,

ich schreibe hier weil mich die Einschläferung meiner beiden Kater im letzten Jahr noch sehr beschäftigt.

Als ich meinen Kater Charly Einschläfern lassen musste, bekam er 2 mal die erste Narkose, weil er kämpfte.

Als ich 4 Monate später meinen Felix Einschläfern lassen musste bekam er 2 mal die Entgültige Spritze. Das kleine Herz schlug immer noch, obwohl er Herzkrank war. Der TA meinte das die Dosis für diese Spritze vom Gesetzgeber vorgegeben ist, er dann aber noch einmal nachspritzen muss. Danach hörte dann sein Herz auf zu schlagen.

Es beschäftigt mich echt noch heute.

Hat jemand von Euch auch so eine schlimme Erfahrung gemacht?

Ich verstehe nicht wirklich, warum man da nicht direkt so hoch dosiert, dass es final ist. Normal liegt das Tier doch schon so tief in der Narkose, dass es davon nichts mehr spürt.
Ich finder Peikko hat es sehr gut erklärt.
Ich habe mich mehrere Male nicht getraut in diesem Thread reinzulesen und mir kommen gerade die Tränen.
Ich muss an meinem kleinen Fiete denken, er musste Mitte März letzten Jahres eingeschläfert werden.
Innerhalb 10 Tage habe ich ihn verloren, ohne vorherige Krankheitsanzeichen. Er wurde von einem auf dem anderen Tag extrem apathisch, von meiner TÄ wurden wir in die Tierklinik geschickt, dort wurde ein Blutschnelltest gemacht und seine Nieren geröngt und ein Ultraschall gemacht.
Ich will jetzt gar nicht so tief einsteigen, weil ich habe die Zeit so extrem empfunden und die 10 Tage wurden so traurig, das tut einfach sehr, sehr weh.
Fiete musste auch eingeschläfert werden und ich durfte nicht dabei sein, musste im Wartezimmer warten, es hat bestimmt 15 Minuten gedauert und ich weiß nicht, was sie in dieser Zeit mit meinen kleinen Fiete gemacht haben.
Die TÄ musste ihn eine Herzspritze geben, aber hatte er dabei vielleicht noch Schmerzen? Warum darf der Besitzer nicht dabei sein? Mein armer kleiner Fiete, die letzten 10 Tage waren so grausam für ihn:-((((((((
Ich glaub, ich werde immer weinen müssen, wenn ich mich an diese Zeit erinnere.
Mein Kleiner ist mir beim Einschlafen immer auf den Rücken, im Nacken gekrabbelt, er wog ja gerade mal 2,3 kg und es war einfach so schön, ihn zu spüren, das hat mir so gefehlt. Der Kleine Kerl war so lieb.

Also der Besitzer hat ein Recht darauf, bei der Einschläferung dabei zu sein. Jeder feinfühlige TA weiß das. Vlt hatten die aus deiner Praxis keine Lust, noch einen nervlich zusammenbrechenden Menschen zu versorgen (soll jetzt kein Vorwurf an dich sein, mir würde es da z.B. so gehen); vlt wollten sie dich schptzen. Ich würde immer sagen, dass ich dabei sein will, weil es gibt für mich nichts Schlimmeres, das Tier in dem Moment alleine zu lassen. Das ist für mich auch eine Art Selbstschutz, denn sonst kommen die Fragen, die du dir jetzt stellst.
 
Zuletzt bearbeitet:
pepefiene

pepefiene

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...
Also der Besitzer hat ein Recht darauf, bei der Einschläferung dabei zu sein. Jeder feinfühlige TA weiß das. Vlt hatten die aus deiner Praxis keine Lust, noch einen nervlich zusammenbrechenden Menschen zu versorgen (soll jetzt kein Vorwurf an dich sein, mir würde es da z.B. so gehen); vlt wollten sie dich schptzen. Ich würde immer sagen, dass ich dabei sein will, weil es gibt für mich nichts Schlimmeres, das Tier in dem Moment alleine zu lassen. Das ist für mich auch eine Art Selbstschutz, denn sonst kommen die Fragen, die du dir jetzt stellst.
Ich finde es im Nachhinein wirklich auch unerhört. Es sind wirklich noch einige andere Dinge passiert, die von der Tä wirklich einfach voll daneben waren.
So meinte sie z.B., sie müsse zu 50% im Sinne des Tieres handeln und zu 50% im Sinne des Halters. Ich habe sie daraufhin sofort gebeten, 100% im Sinne von Fiete zu handeln.
Sie hat es aber nicht getan. Es war wirklich einfach nur schrecklich und ich habe nicht die Kraft alles auszuholen und aufzuschreiben.
Ich habe wirklich alles versucht, dem Fiete bis zu letzt beizustehen, aber sie hat es nicht zugelassen, stattdessen musste ich den bereits narkotisierten Fiete in die Arme der Sprechstundenhilfe geben. Sie meinte, es wäre für den Besitzer zu schlimm, weil sie direkt ins Herz spritzen müsse.
 
P

Pfötchen

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Als ich meinen Opa-Kater gehen lassen mußte, ist der TA zu mir nach Hause gekommen.

Er hatte ihn noch einmal untersucht und dann mit dem Kopf geschüttelt.
Dann griff er in seine Hosentasche und holte eine Spritze raus.

Opi-Kater sass auf meinem Schoss. Er bekam die Spritze und sein Köpfchen ging in wenigen Sekunden zur Seite weg. Ein riesen Schrecken für mich.

Ich fragte, was er gespritzt hatte und wieviel es gewesen ist.
Er sagte, dass in der Spritze etwa 20 Schlaftabletten gewesen sind. Er hätte mit einer Überdosierung des Narkosemittels die besten Erfahrungen gemacht.

Oftmal wird kein weiteres Mittel mehr benötigt.

So war es auch bei uns. Der TA wartete 10 Minuten und untersuchte den Kater nochmal. Kein Herzschlag mehr...mein Kater schlief für immer.
 
Charly47

Charly47

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  • #10
Danke für eure Antworten, ich war auch dabei, es bekamen wohl beide die Engtültige Spritze ins Herz. Weil der TA meinte ich soll mich jetzt umdrehen.

Aber das Felix die Entgültige Spritze 2 mal bekam finde ich schon sehr schlimm.
 

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