Deutschland Dreibeinchen Aimee will n. furchtbarem Schicksal glücklich sein -Verm. D-weit

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Maho68

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  • #21
Zitat:"Aimee, Du machst das richtig, behindert ist man nicht, behindert wird man durch durch die Gesellschaft! Unter Katzen ist es zum Glück nicht so wie unter Menschen... "
ist das belegbar?ich glaube ,gesunde katzen haben gegenüber Katzen mit Handycap genauso so eine Ambivalenz im verhalten wie wir Menschen.
das Gute und Bösen ist in allen Lebensarten gleich verteilt,meine ich.
Der medizinische Fortschritt in Gegenwart(und naher Vergangenheit) erlaubt uns Menschen ,gegenüber Tieren human zu sein.
Allerdings hat nur die Menschheit das Talent,unsere Erde nachhaltig zu zerstören :dead:

zurück zum Thema: Dir ,liebe Aimee :pink-heart: alles erdenklich gute für die Zukunft
und Taskali danke fürs Aufpäppeln :)
 
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  • #22
Zitat:"Aimee, Du machst das richtig, behindert ist man nicht, behindert wird man durch durch die Gesellschaft! Unter Katzen ist es zum Glück nicht so wie unter Menschen... "
ist das belegbar?ich glaube ,gesunde katzen haben gegenüber Katzen mit Handycap genauso so eine Ambivalenz im verhalten wie wir Menschen.
das Gute und Bösen ist in allen Lebensarten gleich verteilt,meine ich.
Der medizinische Fortschritt in Gegenwart(und naher Vergangenheit) erlaubt uns Menschen ,gegenüber Tieren human zu sein.
Allerdings hat nur die Menschheit das Talent,unsere Erde nachhaltig zu zerstören :dead:

zurück zum Thema: Dir ,liebe Aimee :pink-heart: alles erdenklich gute für die Zukunft
und Taskali danke fürs Aufpäppeln :)

Katzen sind Katzen, Maho.

Sie haben - anders als es beim Menschen ist - keine Vorurteile gegenüber Andersartigen. Eine Körperbehinderung macht für sie keinen Unterschied, was die Sympathie für eine andere Katze als solche angeht.

Pfötchen wird im Frühjahr sechs Jahre alt und lebt seit 5,5 Jahren bei uns. Als Kleinteil konnte sie bei der wenig älteren Nine und Sternchen Nicki (Seniorkater, aber lebhaft und verspielt wie ein Kitten) nicht so richtig andocken. Das hatte insofern mit ihrer Behinderung zu tun, als Pfötchen selbst damit nicht klar kam und sich einfach nichts traute. Sie kam über einen gewissen Entwicklungsstand in der Beweglichkeit nicht hinaus, obwohl sie von Nine und Nicki akzeptiert wurde.
Erst mit Mercy änderte sich das. Pfötchen und Mercy waren sofort und spontan dicke miteinander; da passte kein Blatt Papier dazwischen, obwohl Mercy da auch noch ein Kleinteil und mehr als ein halbes Jahr jünger war als Pfötchen. Pfötchen zog sogar zu Mercy unters Bett, als Mercy - laut den beiden Altkatzen - anfänglich dort noch hausen musste.
Mercy ist unsere gesunde Katze; die anderen sind alle körperbehindert (Nine ist ein Blindfischchen, Moody ein Halbpirat und Pfötchen eben ein Dreirädchen).
Die drei Mädels verstehen sich gut miteinander und stapeln auch gemeinsam. Kater Moody auch mit den beiden bunten Mädchen (Nine, seiner Hauptfrau, und Mercy). Nur die beiden Siamesen untereinander (also Pfötchen und Moody) neigen zu Eifersüchteleien, wenn es um den besten Platz im Dosinenbette geht.
Die Animositäten zwischen den Siamesen haben aber nichts mit dem Thema Behinderung zu tun, das merkt man ganz deutlich!
Pfötchen als Drerädchen wäre Moody trotz seiner eingeschränkten Sehfähigkeit körperlich unterlegen, würden die beiden sich ernsthaft prügeln. Trotzdem reicht eine nonverbale Unfreundlichkeit, und Moody geht weg. Wie umgekehrt auch Moody in bestimmten Situationen Pfötchen in ihre Schranken weisen kann. Da unterscheiden sie sich in keiner Weise von gesunden Katzen. (Außer dass sie sehr gern verbal ihre Unfreundlichkeiten austauschen, sind halt Siamesen :D.)

Nine nimmt gesundheitsbedingt weniger an gemeinsamen Jage- und Tobespielen teil. Das hat aber weniger mit ihrer Blindheit zu tun als vielmehr mit ihren sonstigen Erkrankungen (v. a. innere Organe). Ausgegrenzt wird sie deswegen nicht; wie gesagt, findet sich immer jemand, der gern mit ihr stapelt und sie auch putzt und behuddelt.

Die anderen drei spielen sehr gern Jagespiele, und Mercy und Moody raufen auch gern einmal auf katerliche Art. Pfötchen und Moody spielen eher Antatschen und Lauern. Und vor Pfötchen als Chefin haben sie alle Respekt. :)

Lies dir beispielsweise auch mal den Thread von Blindfischchen Lise durch; es gibt auch viele andere Handicathalter hier im Forum, die dir bestätigen können, dass behinderte Katzen von den gesunden bzw. nicht behinderten genauso akzeptiert werden wie gesunde! Auch die Userin Rickie - als weiteres Beispiel - hat ein Blindchen, das in das Rudel voll integriert ist.

WENN es Unfreundlichkeiten zwischen Katzen gibt, hat das viel mehr mit der individuellen Mentalität der Katzen zu tun (also persönlicher Symphatie) als mit dem Thema Behinderung!

LG
 
Louisella

Louisella

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  • #23
Sie haben - anders als es beim Menschen ist - keine Vorurteile gegenüber Andersartigen.
Danke nicker - genau darauf wollte ich mit meinem "Zitat" raus.

Was bei Menschen gegenüber Behinderten häufig auch sehr problematisch ist (ich spreche da als Betroffene) ist völlig unnötiges (häufig aufgesetztes) Mitleid oder ständige Schonung in den falschen Situationen - oft werden Behinderte ausgegrenzt obwohl sie sehr wohl fähig wären teilzunehmen, man lässt sie einfach garnicht erst.

Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben ärgert mich bis heute: Ich durfte nicht an einer Klassenfahrt teilnehmen weil ich gerade auf Krücken lief. Man fragte mich noch nicht mal, ich wurde einfach von der Liste gestrichen.
Und das obwohl ich zu der Zeit permanent auf Achse war, auch mit Krücken in die Disco gegangen bin usw., man meine Flexibilität durchaus auch aus dem Schulalltag kannte. Klar - an Wanderungen hätte ich jetzt nicht unbedingt teilnehmen können, na und? Es gab keine Wanderungen, es war eine Städtereise, die zurückzulegenden Wege waren auch nicht länger als das, was ich sonst so im Alltag bewältigt habe.
Ich war stinksauer und fühlte mich verarscht - wenigstens hätte man mich fragen können ob ich mir die Klassenfahrt zutraue, ich lief nicht nur ein paar Wochen auf Krücken sondern über ein Jahr und kam wunderbar zurecht, so blind hätte eigentlich kein Lehrer sein dürfen das nicht mitzukriegen. Manchmal denke ich sie waren einfach zu feige die Verantwortung zu übernehmen. Asthmatiker, Epileptiker, Allergiker - alles einfacher zu handeln als eine Krückengängerin?

Katzen sind da viel unvoreingenommener.
 
Taskali

Taskali

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  • #24
Ich denke es kommt auf die Behinderung an. Anders als der Mensch sieht eine Katze die andere nicht als "behindert" oder benachteiligt oder ähnliches, aber durch die ggfs. eingeschränkten oder anderen Arten der Kommunikation kann es zu Mißverständnissen und Problemen kommen.
Beispiele: eine blinde Katze sieht nicht, wenn das gegenüber bereits die Ohren anlegt und kann nicht entsprechend mit Rückzug reagieren. Eine Katzen mit amputierten Ohren wirkt auf andere Katzen, als würde sie die Ohren anlegen und so reagieren die anderen erstmal abweisend. usw.
Ein Dreibeinchen hat einen Hoppelgang und muß den Schwanz zum Ausgleich mehr benutzen - das KANN (muß nicht aber kann) bei einer vielleicht eher unsicheren anderen Katze zu noch mehr Verunsicherung und damit erstmal zur Abwehrhaltung führen. Lernen die beiden sich dann aber näher kennen, dann lernt die andere Katze die Verhaltensweisen zu deuten und sie werden genauso Freunde (oder auch nicht) wie ohne Handicap. Also keine bewußte Ausgrenzung wie beim Menschen aufgrund des Handicaps, aber es kann trotzdem anfangs zu Problemen kommen, die man aber durch eine geführte Zusammenführung glattbügeln kann
 
nicker

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  • #25
Bei den Dreirädchen sehe ich so ein Kommunikationsproblem weniger, Miriam.

Pfötchen kommuniziert mit dem Schwanz gegenüber ihren Mitkatzen genauso wie ein vierbeiniges Katz. Beim Hoppeln steht er normalerweise steil nach oben wie bei allen anderen Katzen auch, und sie kann ihn, wenn sie unsicher oder unschlüssig ist, auch ziemlich waagerecht tragen, während sie läuft.
Wenn Pfötchen steht oder sitzt, hat der Schwanz eh keine ausgleichende Funktion für die Dreibeinigkeit, so dass Pfötchen dann auch mit dem Schwanz schlägt, wenn sie aufgeregt ist oder unsicher oder sauer.

Nine (von der wir ja nicht wissen, seit wann genau sie schon vollständig erblindet ist) kommuniziert mit Pfötchen überwiegend olfaktorisch und nonverbal. Sie macht einen großen Bogen um Pfötchen, wenn diese auf diese Weise deutlich macht, dass sie in Ruhe gelassen werden will oder beispielsweise (was nicht selten ist) den Vorrang beim Fressen beansprucht. (Pfötchen ist generell eine sehr soziale Katze, aber sie teilt nicht gern ihre Beute, schon gar nicht ihre Fummelmäuse :D.)
In solchen Situationen sieht Pfötchen total normal aus, also weder angelegte Ohren noch sonstige Anzeichen von Aggression oder Feindseligkeit. Aber sowohl die sehenden Katzen als auch Nine machen dann einen Bogen um sie.

Wo ich auf jeden Fall bei dir bin, Miriam, betrifft gerade die Zusammenführung von sinnestechnisch beeinträchtigten Katzen (Blindchen, Täubchen), wo keine der nicht behinderten Katzen Erfahrungen mit solchen beeinträchtigten Katzen hat sammeln können. Ich bin aber sicher, dass sich potentielle anfängliche Missverständnisse sehr schnell legen, wenn die Katzen sich näher kennen lernen. Sie kommunizieren ja nicht nur verbal bzw. durch Körpersprache, sondern auch geruchlich, und auf diese Weise nimmt ja auch Nine Pfötchens Gnatzigkeit wahr, wenn sie ihren Bogen um Pfötchen macht.

Was - nach meiner Erfahrung mit Pfötchen - abstrakt eine anfängliche Schwierigkeit bei der Zusammenführung von Dreirädchen mit anderen Katzen sein könnte, wäre eben das Unfalltrauma direkt in Verbindung mit dem Umzug. Also dass die insofern ohnehin noch nicht richtig wieder auf den Beinen befindliche Katze in der Umzugssituation noch zurückhaltender wird und insofern (noch bzw. längere Zeit nicht mehr) nicht die Traute hat, ihre körperlichen Grenzen auszutesten und nach hinten zu verschieben.
Ich glaube aber nicht, dass Aimee dieses Problem auf ihrer neuen Endstelle haben würde, denn sie ist bei dir ja in guter kätzischer Gesellschaft und kann sich körperlich sehr gut beim Toben mit ihren Mitkatzen ausprobieren und die verloren geglaubten Fähigkeiten im Klettern, Springen und Jagen neu erwerben. :)
Außerdem war Aimee schon ein gestandenes Weib bei ihrem Unfall und kein verunsichertes Jungtier, glaube ich.

Für die süße Aimee drücke ich alle Daumen und wünsche ihr, dass sie - früher oder später - die wirklich perfekt passenden Dosis und Mitkatzen finden wird! :pink-heart::pink-heart::pink-heart:

LG
 
Taskali

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  • #26
Bei Aimee sehe ich da auch keine echten Probleme - die Mädels oben hatten mit ihr vom ersten Moment an keine Probleme und haben Aimee behandelt wie jede andere Katze auch.
Das war jetzt eher auf die allgemeine Diskussion gemünzt die hier entstanden war durch Mahos Post. :)
 
cordophone

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  • #27
Was für eine Zuckerschnute! :eek:

Viel Glück süße Aimee :pink-heart:
 
Taskali

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  • #28
Aimee ist reserviert - VK läuft :zufrieden:

Und zum Thema klettern und so: Heut morgen hing die Maus oben mittig in der Gittertür .... ;)
 
N

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  • #29
Super!

Dann drücken wir die Daumen, dass die VK positiv ist.
 
Taskali

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  • #30
VK war positiv - Umzug ist für Samstag angesetzt :cool:
 
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  • #31
Das freut mich total für Aimee.

Sorry, daß ich mich nicht mehr gemeldet habe, eine meiner Katzen ist krank geworden, ich hatte für nichts anderes mehr einen Kopf.

Aimee, ich wünsche dir viel Glück.
 
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Taskali

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  • #32
ElinT13

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  • #33
Magst Du den Thread noch verschieben lassen, damit Suchende nicht umsonst in diesen Thread schauen? ;)
 
Taskali

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  • #34
Ist schon in Auftrag gegeben ;)
 
ElinT13

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  • #35
Danke Dir! :D
 

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