Denke ich beim Futter falsch? Hochwertiges Futter gar nicht so teuer...

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Julia_Kirsty

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Kurzer Fütterungs-Exkurs vorab:

Wir hatten zuerst Futter von der DM-Eigenmarke "Dein Bestes" (Himmlisch reich an Huhn), weil a) davon noch reichlich vorhanden war, b) wir die Mädels unbedingt vom TroFu abbringen wollten und sie das Paté einfach mit Genuss fraßen (andere NaFu haben sie mit wenig Begeisterung gefressen, sodass wir dann doch anfangs - obwohl ich das eigentlich überhaupt nicht wollte - noch TroFu dazu gegeben haben und meist wurden vom NaFu dann nur ein zwei Happen gefuttert und das war's, dann wurde das TroFu heimgesucht) und ich c) irgendwo zu Beginn, als wir noch unser Katerchen hatten, gelesen habe, dass das gar keine so schlechte Qualität wäre und der Kater grad gegen Ende so mäkelig wurde und wir ihm dann eh lieber das gegeben haben, als dass er gar nichts frisst.

Nachdem dann jetzt endlich die Abgewöhnung abgeschlossen war, hab ich ne Ladung Catz Finefood geordert und siehe da, das wird seit Sekunde 1 mit Begeisterung gefressen. Ich hab jetzt noch MAC's und GRAU geordert und bin gespannt, wie sie das finden.

Ich bestelle ausschließlich 800g-Dosen. Eine reicht für meine drei Mädels (am Tag) NICHT. Also kippt mir die sowieso nicht. Die steht mit Deckel im Kühlschrank und wird innerhalb von 24 Std definitiv leer gemacht. Ich denke aber, das Futter hält sich im Kühlschrank sowieso ein paar Tage, korrekt? Wenn man jetzt ein Futter hat, bei dem man weiß, dass die Katzen es lieben, kann man doch recht einfach Gebrauch der Großbestellung machen und so ordentlich am Kilopreis sparen. Dabei wird der Kilopreis bei allen drei Marken niedriger als der Kilopreis der von mir erwähnten Futtersorte von DM (klar, das sind winzige 85g Dosen, ist kein wirklicher Vergleich, macht sich im Geldbeutel dennoch bemerkbar). Zumal ich davon eh nie viel im Laden bekomme. Bestelle ich, hab ich bei dem Gesamtpreis dann nachher keine Versandkosten, hab keine Spritkosten, kann mir ganz easy nen Vorrat anlegen (bedeutet für mich insgesamt weniger Stress) und spare am Kilopreis.

Ich sehe darin keine Nachteile.


Trotzdem kann ich keinen der Katzenbesitzer in meinem Bekanntenkreis davon überzeugen, dass das Futter was ich kaufe - so wie ich es kaufe - überhaupt nicht teuer ist und ich dadurch sogar Geld spare und sie das genauso machen könnten. Stattdessen höre ich von allen nur "Ich fange gar nicht erst mit teurem Futter an, die fressen nachher auf einmal nix günstiges mehr.", die hören nur den Markennamen und denken "Oah nee, viel zu teuer!", muss man das verstehen? Klar, wenn man nur eine Katze haben sollte, wären 800g wohl schwierig, aber die kleineren Dosen im Vorteilspack sind auch nicht so teuer mEn. Warum wehrt Mensch sich so dagegen, seinem Tier was anderes als Whiskas, Kitekat und Co. zu besorgen? Hab ich irgendwo nen Denkfehler? (Die Frage ist durchaus ernst gemeint.)

Vielleicht hab ich's auch nur "leicht" mit den Mädels und kann von Glück sagen, dass sie das Futter so gut angenommen haben (seit ich das Catz Finefood verfüttere, hat auch die quengelnde Suche nach dem TroFu gänzlich aufgehört) oder ich schätze das falsch ein und das Futter kippt im Kühlschrank schon nach 2 Tagen und daher lohnt es sich für viele nicht, so große Dosen zu holen. (Ich hab hier schon gelesen, dass es wohl Katzen gibt, die die großen Gebinde nicht so gerne verputzen, meine kennen das besagte Futter ja nicht anders.)

Ich merke halt deutlich, dass vor allem unsere Hexe sehr viel mehr Energie hat, seit ich das Futter umgestellt hab. Das kann ich anderen x-mal erzählen und es wird nur abgewunken.

Also woran liegt's eurer Meinung nach? Wie ist das bei euch so? Fragt euch jemand aus dem Bekanntenkreis, was ihr verfüttert? Gibt es anschließend Diskussionen? Wie geht ihr damit um, wenn euer Gegenüber ablehnend reagiert?

Ich hab sogar schon ein paar Leuten angeboten, ihnen eine Dose abzugeben, damit deren Katzen mal probieren können. Wurde noch von keinem angenommen. Ich hätte auch gar kein Problem damit, Sammelbestellungen aufzugeben, wenn jemand nicht selbst bestellen will. Dennoch nix. Irgendwie macht mich sowas fertig, wenn Halter ihrem Tier nur Schrottfutter geben. Das Tier kann ja nicht selbst einkaufen gehen und aussuchen, was ihm gut tut.

Ich bin auf der anderen Seite dann aber sehr froh, dass meine Eltern da wenigstens voll hinter mir stehen, die geben ihrem Border Collie auch nur hochwertiges Futter und würden nicht mehr zurück wollen. (Die haben auch schon versucht, andere Hundebesitzer zum Kauf hochwertiger Futtermittel zu bewegen - ebenso erfolglos.) Also wenn da einer in deren Gegenwart nen dummen Spruch ablässt, ich sei ja bekloppt, so ein Zeug zu kaufen, findet derjenige bei meinen Eltern keinen Zuspruch. Kommt mir so vor, als würde es vielen nur drum gehen, dass das Tier halt satt ist. Ne Tafel Schoki macht mich auch satt, bringt mir/meinem Körper aber relativ wenig.
 
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Hi,
ja, du hast einen Denkfehler. Das DM Futter kostet 1,12€ pro Kilo. Whiskas kostet um die 3€ pro Kilo. Catz Finefood kostet in der Großbestellung 24 Dosen a 800g immernoch 4,67€ das Kilo.
 
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Irgendwie macht mich sowas fertig, wenn Halter ihrem Tier nur Schrottfutter geben. Das Tier kann ja nicht selbst einkaufen gehen und aussuchen, was ihm gut tut.
Das geht mir auch so seit ich Katzis habe und mich mit deren Fütterung auseinander gesetzt habe. Also seit gut 14 Jahren.
Ich habs bei so vielen Menschen versucht. Zu 90% leider erfolglos. Heute versuche ich es genau noch einmal und dann MUSS ich davon Abstand nehmen, selbst wenn es in der eigenen Familie ist. Sonst geh ich kaputt und ich hab schliesslich auch noch genug eigene Probleme (haben wir doch alle).

Das würde ich auch allen anderen Foris raten, denen es so geht. Ja, man muss UNBEDINGT hinschauen, wenn ein Tier vernachlässigt, misshandelt etc. wird! Aber wenn es dem Katzi sonst super geht, heisst, es hat liebende Dosis usw. dann ist Schrottfutter natürlich doof, aber nicht der Weltuntergang. Ich finde es macht auch noch einen Riesenunterschied, ob Freigänger oder Wohnungskatzi.

Woran dass es liegt, dass die meisten Dosis kein Gehör haben für eine Futterumstellung? Da habe ich schon vieles an Argumenten gehört.
- Zu teuer (was natürlich Quatsch ist!)
- TroFu weil sonst die Wohnung stinkt (dann kauf dir doch ein Stofftier!)
- Nicht genügend Interesse, weil ist halt immer noch ein Tier
- Haben anderes gehört von Bekannten / Züchter / vorherigen Haltern / TA
- Wenn sie hören, dass ich eine chronisch kranke Katze haben, denken sie dann dass mein hochwertiges Futter ja auch nicht besser sein kann

Was kann man dagegen machen?
- Alles vorrechnen
- Das mit dem Zucker erwähnen ("wir essen auch nicht jeden Tag Junk-Food") und sonst darauf hinweisen, was da "tolles" drin ist (Schnäbel, Federn, Genitalien, was weiss ich noch Wüstes) wüüüürg
- Höhere TA-Kosten
- Unbedingt das Buch "Katzen würden Mäuse kaufen" empfehlen
- Beim TroFu erklären, dass Katzen Wüstentiere sind und NIE trinken, nur wenn sie fast dehydriert sind. TroFu dehydriert nun mal. Sieht man auch gut daran, wenn man dem TroFu Wasser beigibt. So viel müsste die Katze dann trinken. Was sie nie schafft.
 
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Hi,
ja, du hast einen Denkfehler. Das DM Futter kostet 1,12€ pro Kilo. Whiskas kostet um die 3€ pro Kilo. Catz Finefood kostet in der Großbestellung 24 Dosen a 800g immernoch 4,67€ das Kilo.
5,29 € pro Kg kostet das besagte "Himmlisch, Mousse reich an Huhn", steht so auf der Website und auf den Preis komm ich auch, wenn ich vom Dosenpreis auf den Kilopreis umrechne. Ich kenne einige, die genau dieses Futter verfüttern, weil es der Katze gut schmeckt, die dann aber sagen, das was ich hole, sei viel zu teuer. Ich würde nen Screenshot davon posten, aber Urheberrecht und so... Klar haben die auch deutlich billigeres Futter, das weiß ich. Bei Whiskas und Co. hatte ich jetzt tatsächlich nicht nach dem Preis geguckt, ich war nur letztens beim (Kilo-)Preisvergleich zwischen "Himmlisch" und Catz Finefood sehr verwundert und hab das (idiotischerweise) wohl auch auf andere "günstige" Futtermittel bezogen. Dann war wohl das der Denkfehler beim Preisvergleich...
 
- Beim TroFu erklären, dass Katzen Wüstentiere sind und NIE trinken, nur wenn sie fast dehydriert sind. TroFu dehydriert nun mal. Sieht man auch gut daran, wenn man dem TroFu Wasser beigibt. So viel müsste die Katze dann trinken. Was sie nie schafft.
Vor allem DAS merkt man an unseren Mädels SEHR stark. Die haben Wasser getrunken ohne Ende als sie noch in der Umstellung weg vom TroFu waren, mittlerweile spielen die nur noch mit/in dem Wasser. (Rühren, Rausschaufeln, Blubbern)

Danke für die Tipps, ich werd's mal versuchen.

Und nein, misshandelt wird zum Glück keine der Samtpfötchen, die ich bisher beobachtet habe. (Sind übrigens alles reine Wohnungskatzen.)

Ich finde das halt auch krass, wenn unter 5 €/kg Futter zu teuer sein soll und dann aber auf den Esstisch Fleisch kommt, das mittlerweile selbst im Discounter deutlich mehr kostet. Hätte ich Kinder, würde ich da auch stark auf die Ernährung achten, weil das Kind weiß nicht, was falsche Ernährung im Wachstum alles im Körper veranstalten kann. Die Katze/der Hund weiß das auch nicht. Der erwachsene Mensch kann sich dieses Bewusstsein antrainieren und entsprechend agieren. Dennoch nutzt er diesen Vorteil oft nicht.

Von daher: Die Katze ist "nur" ein Tier - wir Menschen sind auch "nur" Tiere, die ein andersartiges Bewusstsein haben, das aber oft gar nicht nutzen. Cool. Nicht. [Mein Frust über dieses Thema ist wahrscheinlich viel zu groß, sorry.]
 
Also woran liegt's eurer Meinung nach? Wie ist das bei euch so? Fragt euch jemand aus dem Bekanntenkreis, was ihr verfüttert? Gibt es anschließend Diskussionen? Wie geht ihr damit um, wenn euer Gegenüber ablehnend reagiert?
Ich denke ein gewisser Unwille zur Änderung liegt auch darin, dass man sich eingestehen müsste, die Katze die letzen Jahre...sagen wir, nicht so toll ernährt hat, und viele...können das leider nicht, also blockt man fürs emotionale Wohl direkt ab. Hier sind mittlerweile aber tatsächlich 2 Kater im Bekanntenkreis mittlerweile von Discounter auf hochwertigerem Futter. Bei einer Freundin meiner Mutter hab ich einfach mal zum Probieren mitgegeben. Ergebnis war, dass der Kater vom Discounterfutter nix mehr wissen wollte. 😂
Beim anderen hat der Tierarzt gesagt, dass er viel zu wenig wiegt und mehr und hochwertigeres Futter braucht. Wir wurden gefragt, und jetzt kriegt er hauptsächlich Leonardo, was bei unseren Mädels auch ungeschlagener Liebling ist. (Plus, ich hab gesagt, dass Katzen auch geschmackliche Vorlieben haben, und seitdem sie drauf achtet, dass immer irgendwie Geflügel drin ist, wird gerne gefressen.)
 
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Ich habe auch die Erfahrung gemacht: Andere Leute von einer anderen als der im Moment herrschenden Meinung zu überzeugen ist schwierig bis fast unmöglich.

z. B.: "Katzen sind Einzelgänger". Viele meiner Freunde haben Bauklötze gestaunt, als sie unsere beiden Katzen kennengelernt haben. "Wie, die verstehen sich? Oh wie süß, die putzen sich gegenseitig..." ((-:
Zu mindest bei dem Punkt habe ich noch alle überzeugen können, dass Katzen keine Einzelgänger sind. Aber ich glaube, das ist mittlerweile auch nicht mehr herrschende Meinung.

Beim Futter ist es tatsächlich schwierig. Viele bekommen tatsächlich noch vom Tierarzt oder Bekannten die Empfehlung für Trockenfutter. Da kann man diskutieren wie man möchte. Hilft nix. Zumindest meistens. Aber bei Menschen, die eh schon bei Nassfutter angelangt sind, ich denke da hast Du Chancen. Vorallem: Diekt Preisvergleich. Kilopreisangabe machen. Aber das ganz günstige Discounterfutter ist tatsächlich sehr günstig. Da braucht man aber auch mehr um die Katze satt zu bekommen.

Und das Buch: "Katzen würden Mäuse kaufen" kann ich auch nur wärmstens empfehlen. Gut, bei mir hat das die "Büchse der Pandorra" geöffnet. Ich esse kein Fleisch mehr, bin zu 100% Vegetarier und meistens Veganer... Und mein Mann kauft nur noch BIO-Fleisch und Wurst.
 
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Das klingt ein wenig nach einem Raucher, der gerade das Rauchen aufgehört hat und jetzt alle zum aufhören überreden möchte und nicht versteht, warum keiner mitmacht 😉
Hak es ab. Das wird so nicht klappen.
Warte mit den guten Ratschlägen lieber bis du gefragt wirst.
 
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Der Kilopreis hängt halt sehr stark mit der Packungsgröße zusammen. Eine vergleichbar große Packung Catz Finefood kostet zB. pro Kilo je nach Bezugsquelle deutlich über 10 Euro das Kilo.

So wie Du es machst ist es sinnvoll - bzw. günstiger - wenn die Katzen große Mengen fressen und das Futter auch zuverlässig fressen.

Ich habe das anfangs auch versucht, leider wurde sie aber immer mäkeliger mit der Zeit und ich habe wirklich viel Futter letztendlich dem Tierheim gespendet weil sie in Hungerstreik getreten ist, wenn es was anderes als "Zeug in Gelee" gab. Das ging hin bis zum Nüchternkotzen und das war mir dann doch zu arg. Und hier auf Dauern noch mehr Futter rumstehen zu haben das mit Chance vielleicht irgendwann mal wieder gefressen wird (oder halt auch nicht) macht für mich wenig Sinn.

Außerdem kann man selbst ein vielleicht schlechteres Alleinfuttermittel nicht mit Schokolade vergleichen, da jedes Alleinfuttermittel eine ausreichende Nährstoffversorgung gewährleisten muss.

Und gerade vermeintlich hochwertige Futtersorten wiesen zB. bei Stiftung Warentest in der Laboranalyse ein schlechtes Kalzium/Phosphorverhältnis auf und das schadet den Katzen. Es ist also gar nicht so leicht, dass als Laie wirklich "wissenschaftlich" zu beurteilen. Man kann ja nicht selbst dauernd das Futter analysieren.

Solange jemand seine Katzen nicht mit Hundefutter sondern einem Alleinfuttermittel für Katzen füttert würde ich gar nix dazu sagen.

Ich als Laie kann da einfach nicht mehr dazu haben als eine "Einstellung" und auch meine Einstellung kann falsch sein. Da kann ich noch so viel dazu auf irgendwelchen angeblich "wissenden" Seiten im Internet lesen, kaum jemand von den vermeintlich "Wissenden" hat für die Beurteilung jemals eine Laboranalyse gemacht. Und ohne die kann man halt nicht viel wissen.

Wenn mich jemand fragt, dann sage ich natürlich was ich denke und wie ich es mache (ich denke übrigens das ne "solide Mischung" von bis am sichersten ist oder gut gemachtes Barf). Aber ich erwarte nicht, dass mein Gegenüber dann anfängt genauso zu denken und diskutier da auch gar nicht groß rum.
 
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Ich spiele auch mal Advocatus diaboli. (Unsere Katzen bekommen übrigens auch eine bunte Mischung aus nicht so hochwertig bis hochwertig/Barf, weil ich für mich nicht mit Sicherheit sagen kann, welche "Seite" recht hat, und ich so hoffe auf der sicheren Seite zu sein. Für das Thema sensibel zu sein, ist sicher nicht verkehrt. Ich finde halt kein Dosenfutter so perfekt, dass ich es ausschließlich füttern würde, sei es aufgrund intransparenter Deklaration oder eben, wie von @KatzeK angemerkt, einem schlechten Phosphor-Kalzium-Verhältnis.

Letztendlich kann man sich aber auch fragen, warum die Lebenserwartung unserer Haustiere in den letzten Jahren/Jahrzehnten so stark gestiegen ist, wenn doch das Gros der Katzenhalter immer noch "minderwertiges" Futter füttert (was in manchen Fällen gar nicht soo minderwertig ist wie angenommen).

Werksbesichtigung Mars (Verden)

Das soll keine Werbung für den Hersteller sein, einige kritische Punkte bleiben ja, aber ich muss es auch nicht in Grund und Boden verteufeln. (Wir füttern Whiskas und Sheba übrigens nicht - kommt hier einfach nicht so gut an).

Das mit dem Zucker erwähnen ("wir essen auch nicht jeden Tag Junk-Food") und sonst darauf hinweisen, was da "tolles" drin ist (Schnäbel, Federn, Genitalien, was weiss ich noch Wüstes) wüüüürg

Naja, per se sind diese "tierischen Nebenerzeugnisse" ja nichts Schlechtes, eine Maus besteht auch nicht nur aus Muskelfleisch. Der Anteil sollte natürlich nicht überhand nehmen.

Unbedingt das Buch "Katzen würden Mäuse kaufen" empfehlen
Ich hab es selbst nicht gelesen, aber durchaus kritische Stimmen zu dem Buch gelesen, auch von Leuten, denen man nicht gerade nachsagen kann, sie würden die böse Futtermittelindustrie (TM) hofieren. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall mit einem kritischen Augenmerk lesen.

Katzen würden Mäuse kaufen - altes Buch im neuen Kleid?

Ich höre zur Zeit gern den Podcast von der "Futtertierärztin", den ich sehr informativ finde und mE der ohne jegliche Polemik/Dogmatik auskommt. Sicher werden da einige hier und da auch ihre Kritikpunkte haben und das ist auch vollkommen in Ordnung.

Gerade die letzte Folge fand ich sehr interessant, da ging es um eine Futterberatung mit einem Kater mit einer Nierenvorgeschichte. Vieles, was ich mir so bei meinen Recherchen zusammengesucht habe, wurde bestätigt, ich habe aber auch das ein oder andere erfahren und vor allen Dingen wieder gelernt: Bei Katzen wäre ich mit pauschalen Aussagen immer ganz vorsichtig.

Fall am Freitag: Ernährungsberatung mit @clicker.cat Kater Louis (Nierenschonende Ration)

Meine Meinung - wenn ich es wirklich gut machen wollte, müsste ich komplett barfen (was ich nur empfehlen würde, wenn man sich wirklich gut mit der Materie auseinandergesetzt hat). Dann hätte ich es komplett in der Hand, was in welcher Zusammensetzung hineinkommt. Habe ich eine Zeit lang versucht, ist mir, angesichts der eher mittelmäßigen Begeisterung, die es hervorgerufen hat, zu viel Aufwand und ein bisschen habe ich trotzdem Angst, was falsch zu machen. Und schlecht gemachtes Barf halte ich für viel gefährlicher als "minderwertiges" Dosenfutter. Jetzt gibt es so alle 1-2 Wochen mal einen Barftag, da freuen sie sich dann auch drüber (zumindest die Katzen, der Kater steht mehr auf Convenience Food).
 
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Bei mir geht's definitiv nicht um das Geld... Ich habe eine katze die jetzt gott sei dank hochwertiges nassfutter annimmt und eine die nur Felix frisst 😩 muss sehr komisch aussehen wenn ich Futter kaufen gehe, eine Mischung aus Qualität und Schrott 🙃 ich habe alles, wirklich alles was ich versuchen konnte getan um flecki von anderen Futter zu überzeugen, aber nichts zu machen. In der Zeit wo ich langsam untergemischt habe und dann auch hart geblieben bin und es nichts anderes gab, hat sie extrem abgenommen, weil sie kaum noch gefressen hat. Man hat ihr regelrecht das Missfallen angesehen in ihrem Blick. Das hochwertige Futter von mimi steht den ganzen Tag zur Verfügung, das Felix von flecki nicht, weil ich nicht will, dass mimi das noch frisst ( das würde sie nämlich immer noch liebend gern 🙃). Flecki könnte allerdings was von mimi mitfressen, aber lieber würde sie verhungern 😕. So blöd wie es ist, aber momentan hab ich mich damit abgefunden, bin mir aber sicher dass ich irgendwann nochmal ein Versuch starten werde um flecki doch noch zu überzeugen.
 
Man muss halt auch immer die jeweilige persönliche Situation berücksichtigen. Das beste Futter nützt nix, wenn die Katze es nicht frisst. Natürlich sollte man mE zumindest ernsthaft versuchen, zum Wohle der Katze umzustellen, aber manchmal klappt das einfach nicht. Hier ist es auch so, dass Fienchen in den Hungerstreik tritt, wenn sie ein Futter nicht mag, bis zum Nüchternkotzen. Da ist mir ein weniger hochwertiges Futter (wir haben uns auf getreide-/zuckerfreie Marken aus dem Supermarkt/Discounter als Hauptfutter geeinigt) allemal lieber als wenn ich das hochwertige Futter durchdrücken will und sie übersäuert und kotzt. Das kann auch nicht gesund sein.

Für mich gibt es so ein paar Eckpunkte, die ich plausibel finde - keine ausschließliche Trockenfutter-Fütterung aufgrund der geringen Wasseraufnahme und der hohen Energiedichte / bei futtersensiblen Katzen/Katzen mit Unverträglichkeiten auf eine offene Deklaration achten (kann man bei nicht sensiblen Katzen natürlich auch tun, aber da halte ich es nicht für ganz so wichtig) - bei allem anderen versuche ich, das möglichst flexibel und auf uns und unsere Katzen abgestimmt zu handhaben.
 
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Naja, per se sind diese "tierischen Nebenerzeugnisse" ja nichts Schlechtes, eine Maus besteht auch nicht nur aus Muskelfleisch. Der Anteil sollte natürlich nicht überhand nehmen.

Das grosse Problem dabei ist ja, dass die tierischen Nebenerzeugnisse nicht deklariert werden.
Natürlich brauchen Katzen nebst reinem Muskelfleisch auch einen Anteil an Innereien, so wie das beim Barfen auch der Fall ist.
Nur sollten meiner Meinung nach in einem Futter keine 96% tierische Nebenerzeugnisse (was wirklich alles mögliche an Schlachtabfällen sein kann und ziemlich sicher keine wertvollen Innereien sind) plus Konservierungsstoffe sein.
 
Das Ernährungsthema (egal ob Tier- oder Menschennahrung) ist heutzutage leider ein fast schon religiös aufgeladenes Thema. Viele glauben, sie hätten die große Ahnung und müssten allen erklären, wie die beste Ernährung aussieht (damit meine ich jetzt nicht dich, liebe TE, und auch niemanden sonst spezifisch).

Ich stimme aber @KatzeK voll und ganz zu. Man kann darüber nur seine persönliche Einstellung zum Ausdruck bringen, mehr nicht. Wer nicht regelmäßig Laboranalysen vornimmt und stetig an dem Thema wissenschaftlich forscht, sollte sich mit gut gemeinten Ratschlägen zurückhalten. Dass Katzen, die bspw. das hier im Forum so verpönte Royal Canin futtern, grundsätzlich kürzer leben oder kränker sind als Katzen, die bspw. Macs fressen, konnte mir bisher auch noch niemand wissenschaftlich belegen. Daher halte ich von dem Glaubenskrieg „gesunde Ernährung“ inzwischen gar nix mehr (war aber vermutlich am Anfang meiner Katzenhaltung, frisch belesen, ähnlich dogmatisch und gläubig unterwegs 😉).

Außerdem, liebe TE, hast du in der Tat einen Denkfehler: Klar ist der kg-Preis bei den 800g-Dosen billiger. Aber viele Katzen fressen diese 800g-Dosen gar nicht oder nur sehr widerwillig, während sie oft ein- und dieselbe Futtersorte aus dem 85g-Beutelchen oder 100g-Schälchen gerne annehmen. Komisch? Nein, denn ein- und dieselbe Futtersorte kann sehr unterschiedlich schmecken, je nachdem, in welche Dosengröße sie abgefüllt wurde und wie lange sie gegart wurde. Die kleinen Döschen und Beutelchen müssen viel kürzer gegart werden als die 800g-Dosen. Das schmeckt den meisten Katzen einfach besser. Ich vergleiche das gerne mit Großküche versus Restaurantküche. Als Studentin habe ich fast täglich in der Mensa gegessen. Die Nudeln mit Tomatensoße dort schmeckten tausendmal schlechter als beim Italiener um die Ecke, kosteten aber weniger. Klar: In der Mensa werden die billigsten Nudeln in riesigen Fuhren gekocht, waren dann oft zu weich und kaum gesalzen. Die Tomatensoße wurde auch in riesigen Literbottichen gekocht und schmeckte auch so. Kein Vergleich mit den einzelnen kleinen Portionen, die im Restaurant zubereitet (und nicht totgegart) werden. Auch Futter, das eine Weile im Kühlschrank stand, wollen viele Katzen nicht mehr, weil es oxidiert und dann anders schmeckt. Ich persönlich habe deshalb kein Problem damit, einen höheren Kilopreis für kleine Verpackungseinheiten zu zahlen, wenn die Katzen dann alles aufessen und es ihnen schmeckt. Wenn man das Glück hat, dass die Katzen 800g-Dosen gern und problemlos nehmen und kein Futter im Müll landet, wunderbar. Bei jungen gesunden Katzen im Mehrkatzenhaushalt kann das gut klappen, sicher auch im Tierheim und Tierschutz, wo viele Mäuler gestopft werden müssen und sich Katzen den Luxus von „schmeckt mir“ oder „schmeckt mir nicht“ gar nicht erlauben können. Meinen beiden Seniorinnen brauche ich nicht mal mit 400g kommen, die wissen genau was ihnen schmeckt und was nicht.
 
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Nur sollten meiner Meinung nach in einem Futter keine 96% tierische Nebenerzeugnisse (was wirklich alles mögliche an Schlachtabfällen sein kann und ziemlich sicher keine wertvollen Innereien sind) plus Konservierungsstoffe sein.
Und in welchem Futter ist das nachweislich der Fall? Hast du da Quellen?

Und ich sagte ja auch - bei futtersensiblen Katzen oder welchen mit Vorerkrankungen würde ich schon mehr auf die Deklaration achten. So habe ich in dem oben verlinkten Podcast z. B. gelernt, dass nierenkranke Katzen möglichst bindegewebsarm gefüttert werden sollten. Da ist es dann schon gut zu wissen, was drin ist.
 
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Wenn man das Glück hat, dass die Katzen 800g-Dosen gern und problemlos nehmen und kein Futter im Müll landet, wunderbar. Bei jungen gesunden Katzen im Mehrkatzenhaushalt kann das gut klappen, sicher auch im Tierheim und Tierschutz, wo viele Mäuler gestopft werden müssen und sich Katzen den Luxus von „schmeckt mir“ oder „schmeckt mir nicht“ gar nicht erlauben können.

Ich finde es etwas seltsam Mäkelei als „Luxus“ zu bezeichnen, als ob es ein erstrebenswerter Zustand wäre. Im Tierheim oder auch Tierschutz verhungert keine Katze, nur weil sie keine 800g Dosen frisst. Man geht dort ebenfalls individuell auf die Bedürfnisse der Tiere ein.

Allerdings tritt Mäkelei vermutlich deshalb weniger oft auf, weil kein so riesiges Tamtam um das Futter gemacht wird, wie es in manchen Haushalten der Fall ist.

Wir hatten weder bei unseren eigenen Katzen noch bei den unzähligen Pflegis je ein Problem mit 800g Dosen.
 
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Es kommt dabei mE aber auch ein bisschen an, ob man Katzen von klein auf hat und man die Futterprägung selbst in der Hand hat oder ob man schon ältere Katzen übernimmt. Auch wenn sich sicherlich auch da Kandidaten finden, die sich überzeugen lassen. 😉
 
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Ich finde es etwas seltsam Mäkelei als „Luxus“ zu bezeichnen, als ob es ein erstrebenswerter Zustand wäre.
Also wenn eine Katze mir ganz eindeutig zeigt: Sorte X im 100g-Beutel schmeckt mir oberlecker, das 800g-Pack schmeckt mir gar nicht - dann ist das für mich keine Mäkelei. Auch Katzen haben Geschmacksknospen. Auch Katzen haben ein Recht, etwas eklig und etwas lecker zu finden. Genauso wie ich die Mensa-Spagetti eklig finden darf. Und ich halte nichts von dieser Mentalität, dass Katzen alles anstandslos fressen müssen, was Mensch ihnen vorsetzt. Ich finde es auch Quatsch, geschmackliche Vorlieben als Mäkelei abzutun. Ich esse auch nicht alles und möchte auch nicht dazu gezwungen werden, indem man es mir immer wieder vorsetzt und stundenlang stehen lässt, bis ich irgendwann widerwillig aus Hunger etwas davon nehme. Ja, zwischen geschmacklichen Vorlieben und echter Mäkelei ist es manchmal eine Gratwanderung. Aber ich bin bereit, die zu machen und kenne meine Katzen gut genug, um das unterscheiden zu können. Und ja, das ist in gewisser Hinsicht sehr wohl „Luxus“ in einer Wohlstandsgesellschaft, denn hungernde Katzen (und Menschen), die bspw. auf der Straße leben und jeden Tag ums Überleben kämpfen, können sich den Luxus eigener Geschmack halt einfach nicht leisten, da setzt dann der Überlebensinstinkt ein und es wird alles gegessen, egal wie es schmeckt.

Es kommt dabei mE aber auch ein bisschen an, ob man Katzen von klein auf hat und man die Futterprägung selbst in der Hand hat oder ob man schon ältere Katzen übernimmt.
Denke ich auch. Bei jungen gesunden Katzen (und Kitten sowieso) ist jegliche Futtererziehung und -umstellung einfacher. Und wenn Katzen nie was Anderes kennenlernen als 800g-Dosen, haben sie auch keinen Geschmacksvergleich und nehmen das Futter sicher problemloser. Gratulation an alle, die 800g-Dosen füttern können, dabei Geld sparen und deren Katzen damit glücklich sind. Ich finde das ja auch prima, weniger Verpackungsmüll usw. Ich könnte es halt bei meinen nicht machen und finde das auch nicht tragisch. Deshalb meine ich ja, man sollte das Thema Ernährung nicht so dogmatisch sehen. Wichtig ist, dass regelmäßig über den Tag verteilt gefuttert wird und Katz gesund, wohlgenährt und zufrieden ist. Ob ich meine 3köpfige junge Katzenmeute mit 800g-Dosen satt und glücklich mache oder ob ich einem geschmacklich festgefahrenen Senior aus dem TH, der nur RC Bröckchen in Soße will, jeden Tag seinen RC Beutel aufmache, ist für mich persönlich dabei nicht so wichtig.
Was Katzen fressen und was nicht hängt von so vielen Faktoren ab: persönlicher Geschmack, Futterprägung, Geldbeutel und Überzeugungen des Besitzers, Krankheiten (was darf Katz überhaupt noch fressen), Alter usw. Da muss halt jeder seinen Weg mit seinen individuellen Miezen finden, das ist alles was ich sagen wollte. Die scheinbar einfache Rechnung der TE ist deshalb nicht so einfach.
 
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Dabei wird der Kilopreis bei allen drei Marken niedriger als der Kilopreis der von mir erwähnten Futtersorte von DM
Das mache ich auch so. Alles was geht, wird in 800g-Dosen gekauft, Supermarktfutter in 400g, weils da nichts größeres gibt 😄
"Ich fange gar nicht erst mit teurem Futter an, die fressen nachher auf einmal nix günstiges mehr."
Bei uns gibt es Mengenmäßig 2/3 "hochwertiges" Futter, und 1/3 Supermarktfutter, also immer nach einer Palette 6x800g kommt eine Palette 6x400g Supermarktfutter. In der Realität sind es aber etwa 12 Tage lang das hochwertige (ca. 400g am Tag für 2 Kater), und dann 3-4 Tage Supermarktfutter, weil sie davon einfach sehr viel mehr brauchen, bis sie satt sind. Die sorge, dass sie danach das andere nicht mehr fressen, wäre bei uns unbegründet, beziehungsweise eher andersrum, dass sie das teure nicht mehr fressen, wenn sie sich an das Supermarktfutter gewöhnt haben.

Tatsächlich ist aber hier die Begeisterung eigentlich immer größer, wenn eine Palette neu angefangen wird, egal ob das Futter 4€ oder 1,50€/kg kostet 😄
Also woran liegt's eurer Meinung nach? Wie ist das bei euch so? Fragt euch jemand aus dem Bekanntenkreis, was ihr verfüttert? Gibt es anschließend Diskussionen? Wie geht ihr damit um, wenn euer Gegenüber ablehnend reagiert?
Ich hab da wirklich Glück, dass die anderen Katzenmenschen in der Familie recht ähnlich füttern, und man sich gegenseitig ungeliebte Sorten tauschen kann 😊 aber insgesamt würde ich da auch niemandem rein reden wollen, wenn das Futter für die Katzen gut funktioniert und alle zufrieden sind.
 

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