Darminvagination und Gallenblasenproblem

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
A (nett)

A (nett)

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  • #21
Anett, den Verdacht habe ich ja auch, dass ein erhöhter fPli auch häufig vom Darm kommt - weswegen Hexe aktuell eine Darmsanierung bekommt.

Ich muss auch sagen, dass der output vom Pümmerich seit wir bei der THP sind einfach nur toll ist (mal abgesehen von der ollen einmaligen Verstopfung).
Er kriegt natürlich auch was für die Pankreas...aber wir haben ähnlich wie Moni mit Muggel eine Sanum-Kur gemacht und die scheint kleine Wunder zu bewirken.
Ausserdem immer schön Sobamin und gut dosiert Dr. Wolz zum Essen.
Gerade bei solchen Erkrankungen ist mir schnell bewusst geworden dass die Schulmedizin hier nicht wirklich was auf der Pfanne hat:rolleyes:.
Da wird schnell zu Schmerzmedis und Corti gegriffen ohne die eigentliche Ursache zu kennen.
 
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  • #22
Anett, den Verdacht habe ich ja auch, dass ein erhöhter fPli auch häufig vom Darm kommt - weswegen Hexe aktuell eine Darmsanierung bekommt.

Das ist bestimmt eine gute Maßnahme, das hängt ja alles so eng zusammen. Wenn der Darm Probleme macht, "ärgert" sich halt auch schnell das benachbarte Pankreas und umgekehrt.
In der Klinik haben wir z.B häufig gesehen, daß bei einem Fremdkörper im Darm ( der ja nicht immer easy zu erkennen ist) der fpli ganz oft erhöht ist. Und nach der OP sofort wieder normal.
 
Maiglöckchen

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  • #23
Wir haben jetzt auch eine THP mit ins Boot geholt. Hexe bekommt aktuell auch Huminsäuren, als Kur für vier Wochen, danach gibt es dann die guten Bakterien zum Darmaufbau.

Meine TÄ ist ja eh zum Glück sehr zurückhaltend, was den Einsatz von AB und Cortison angeht. Aber das Pankreas Compositum hat ja bei uns auch nicht wirklich was gebracht, so dass wir jetzt mit Einzelmitteln arbeiten.
 
Muggili

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  • #24
Anett und ich sind ja in den gleichen THP Händen, Valval kennt sie auch.

Man muß aber ehrlichkeithalber dazusagen, daß man gefühlt, zwei Stunden früher aufsteht, um die ganzen Mittel mit entsprechendem zeitlichen Abstand in die Miez zu bekommen.
Bei Muggels Medis war dreimal am Tag über Wochen geplant.
Auch sind die finanziellen Aufwendungen durchaus auch im Bereich von ca 200 Euronen als Einstieg.

Ich sage das nicht, um Abschreckung zu betreiben.
Bislang kann ich nur von den positiven Veränderungen schwärmen.
Klar, Dünnpfiff gab es trotzdem mal zwischendurch, oder Tage, wo ich unsicher war, weil sein Allgemeinzustand mal nicht so stabil erschien.

Cortison ist für eine so akute, lebensbedrohliche Situation, die Tom gerade erlebt, wichtig. Die Entzündung muß erstmal zurückgehen.
Außerdem ist so ein Zustand, wie den, den ValVal uns geschildert hat, so traumatisch, daß da in jedem Fall der persönliche Kontakt zum Haus TA das A und O ist.

Wenn dann mal am Montag durch den Schalltermin Klarheit reinkommt, kann man immer noch überlegen, ob man in ein paar Wochen homöopatisch unterstützt oder saniert.
 
Maiglöckchen

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  • #25
Das ist bestimmt eine gute Maßnahme, das hängt ja alles so eng zusammen. Wenn der Darm Probleme macht, "ärgert" sich halt auch schnell das benachbarte Pankreas und umgekehrt.
In der Klinik haben wir z.B häufig gesehen, daß bei einem Fremdkörper im Darm ( der ja nicht immer easy zu erkennen ist) der fpli ganz oft erhöht ist. Und nach der OP sofort wieder normal.

Wir haben uns wohl überschnitten.

Bei Hexe habe ich schon länger den Verdacht, dass ihr "Pankreasproblem" eigentlich ein Darmproblem ist.

Weißt Du zufällig, warum bestimmte Tierärzte das Blut für den Pankreastest immer noch in die USA schicken? Irgendwie scheinen mir die Tests in Deutschland noch nicht das Gelbe vom Ei zu sein.
 
Doc

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  • #26
Bei Hexe habe ich schon länger den Verdacht, dass ihr "Pankreasproblem" eigentlich ein Darmproblem ist.

Weißt Du zufällig, warum bestimmte Tierärzte das Blut für den Pankreastest immer noch in die USA schicken? Irgendwie scheinen mir die Tests in Deutschland noch nicht das Gelbe vom Ei zu sein.

Das weiß ich leider auch nicht, bzw war mir auch nicht klar, dass so ist, bis ich es hier gelesen habe. Wenn ich Gelegenheit habe, werde ich auch mal nachhaken. Das interessiert mich nämlich auch sehr.

Ich denke, wie mit fast jedem Blutwert ist es irgendwie logisch, daß man ( als TA) trotzdem seine Hausaufgaben machen muß. So wie ein erhöhtes Krea noch keine CNI ist, ist auch ein erhöhter fpli noch keine Pankreatitis, vor allen wenn die Klinik nicht paßt. Es müssen immer noch weitere Untersuchungen wie Bildgebung etc gemacht werden, um die Diagnose zu sichern.
Und das ist eben im Magen- Darm Bereich gar nicht so einfach, denn oft sieht man einfach im Ultraschall oder Röntgen nichts. Die nächste Stufe wäre dann Endoskopie oder Biopsie und das überlegt man sich doch zweimal, gerade wenn man ein Tier hat, das entweder kaum Probleme hat oder eben multimorbide ist.
 
Maiglöckchen

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  • #27
US hatten wir noch nicht gemacht, eben auch aus dem Grund, dass er nicht immer so aussagekräftig ist. Und eine Biopsie bei einer Katze, der es ansonsten gut geht, werde ich jetzt auch nicht machen lassen.

Lieber erst einmal alles andere ausschöpfen, wie zum Beispiel Darmsanierung und Co.

Aber falls Du was zu dem fPli herausfinden könntest, wäre das super. Ich weiß zum Beispiel, dass Münster, der Magen-Darm-Spezialist aus Köln, Blut in die USA schickt.
 
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  • #28
US hatten wir noch nicht gemacht, eben auch aus dem Grund, dass er nicht immer so aussagekräftig ist. Und eine Biopsie bei einer Katze, der es ansonsten gut geht, werde ich jetzt auch nicht machen lassen.

Lieber erst einmal alles andere ausschöpfen, wie zum Beispiel Darmsanierung und Co.

Aber falls Du was zu dem fPli herausfinden könntest, wäre das super. Ich weiß zum Beispiel, dass Münster, der Magen-Darm-Spezialist aus Köln, Blut in die USA schickt.

Ein Biopsie würde man ja auch nur machen, wenn z.B. ständiges Erbrechen oder Durchfall nicht in Griff zu kriegen sind.
Ultraschall vom Magen Darm Trakt ist schon recht schwierig zu beurteilen und braucht sicher viel mehr Erfahrung als zB eine Beurteilung der Nieren. Was man recht gut sehen kann, ist ob die Schichten der Darmwände verändert sind oder nicht.

Aber so wie ich dich verstehe, gehts Hexe ja gut, ich denke da machst du es genau richtig, es erstmal über Ernährung und Darmsanierung zu probieren. Und wenn man ehrlich ist, oft macht man ja auch nach einer aufwändigen Diagnostik am Ende nichts anderes. ;)

Ich werde mal drüber nachdenken, wen ich wegen der Tests anhauen könnte...
 
Annemone

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  • #29
Doc,
das mit dem fPli interessiert mich auch sehr. Wenn Du da gute Informations-Quellen nennen könntest wäre das für mich toll. Wir sind ja nun auch schon seit Jahren immer wieder Opfer von manchmal haarsträubenden Werten ohne jegliche Symptomatik und haben (bis auf Biopsie) auch schon alles hinter uns.

Schon jetzt: Danke!
 
ValVal

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  • #30
Der Output bei Tom sprach vor der Attacke ganz klar ein Pancreasproplem mit Gallenproblem an.
Da Tom vor ca. 2 Jahren eine akute Hepatophatie hatte denke ich dass das Ganze Verdauungssystem im Argen ist.werde nach dem Montag die Therapie besprechen und evtl. THP dazu nehmen.
 
Muggili

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  • #31
Ich bin auch überrascht, daß Doc schreibt, allein der Höhe fPLI ist noch keine Diagnosengrundlage. Das interessiert mich auch sehr.

So wie bei Tom, ist allerdings beim Muggel auch durch weitere Diagnosen gesichert, daß es sich um eine Pankreatitis handelt.
Zumindest gehe ich davon aus, da das Organ beim Schall deutlich perforiert ausgesehen hat.
 
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  • #32
Ich bin auch überrascht, daß Doc schreibt, allein der Höhe fPLI ist noch keine Diagnosengrundlage.

War ich auch als der TA davon sprach beim letzten US von Pü.
Ich meine mich dunkel entsinnen zu können dass "von neuesten Erkenntnissen" die Rede war:rolleyes:. Aber ich bin da immer so aufgeregt dass ich sowas nur halb abspeichere:oops:.

Wenn beim Muggel allerdings der US gemacht wurde spricht das ja schon eine recht eindeutige Sprache.
Beim Pümmerich war die BSD eher unauffällig, dafür aber die Darmwände verdickt - wie auf dem Röntgenbild auch.
 
Maiglöckchen

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  • #33
Ich bin auch überrascht, daß Doc schreibt, allein der Höhe fPLI ist noch keine Diagnosengrundlage. Das interessiert mich auch sehr.

So wie bei Tom, ist allerdings beim Muggel auch durch weitere Diagnosen gesichert, daß es sich um eine Pankreatitis handelt.
Zumindest gehe ich davon aus, da das Organ beim Schall deutlich perforiert ausgesehen hat.

Mich hatte es halt überrascht, dass Koryphäen wie Münster das Blut immer noch nach Texas schicken, das spricht doch sehr dafür, dass die deutschen Tests nicht immer zuverlässig sind.

Und da es bei uns bis auf sporadischen Breikot auch keine pankreastypischen Symtome wie lehmfarbenen Kot, Bauchschmerzen, Appetitmangel gibt, wurden meine Zweifel am Test immer größer.

Ich habe übrigens vor kurzem in diesem Forum auch erfahren, dass auch eine zu fettarme Ernährung unter Umständen kontraproduktiv sein kann. Das einfach nur mal für Eure Hinterköpfe.
 
Doc

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  • #34
Dieser Test wird ja in Deutschland noch nicht so ewig durchgeführt.
Ich denke, so wie früher die Pankreatitis extrem unterdiagnostiziert war, wird sie heute überdiagnositiziert.
Bei der Katze gibt es ja auch den Begriff Triaditits deswegen, da die Erkrankungen Cholangitis, Pankreatitis und Enteritis/ IBD so oft gemeinsam auftreten. So besteht also zwischen diesen Organen eine sehr enge Beziehung. Wenn also der Darm oder die Gallengänge geschädigt sind, kann das über kurz oder lang auch das Pankreas beeinträchtigen, so daß der fpli ansteigt, aber nicht im eigentlichen Sinne eine Pankreatitis vorliegen muß.
Wenn der Ultraschall im Pankreasbereich aber verändert ist und der fpli verändert, ist die Diagnose eindeutig.
Umgekehrt kann man aber eine Pankreatitis zumindest ausschließen, wenn der fpli nicht verändert ist. Dafür eignen sich auch die Schnelltests ganz gut, die sind schon öfter mal falsch positiv aber eigentlich - meines Wissens - eigentlich nie falsch negativ.

Ich kann euch leider ad hoc nicht sagen, wo ihr das, was ich hier behaupte nachlesen könnt :oops:. Das sind die Erkenntnisse aus etlichen Jahren Kliniksarbeit mit unter anderem zwei FachTÄ für Innere Medizin. Aber wenn ich weiß, wo es steht, werde ich liefern. :)
 
ValVal

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  • #35
Hi Doc
Darf ich fragen arbeitest du in einer Klinik?
was sagst du zu der Vermutung von Moni es könnte IBD sein?:hmm:
 
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  • #36
Hallo ValVal,

ich habe mehrere Jahre in Tierkliniken gearbeitet, Tierarzthelferin.

Ich halte das was Moni schreibt für sehr wahrscheinlich. IBD bedeutet inflamatory bowl disease, also Entzündliche Darmerkrankung. Die Übergänge zur Pankreatitis sind ja oft fliessend und wer eine Erkrankung hat, bekommt eben auch oft leider die andere.
Letztlich wird man sehen, ob die Darmentzündung durch die chronische Pankreatitis ausgelöst wurde und schnell wieder vollständig abheilt. Oder ob es als eigenständige Erkrankung mehr oder weniger dauerhaft behandelt werden muß.
Bei einer ausgeprägten IBD kann man recht typischen Veränderungen der darmwand im Ultraschall sehen. Die Schleimhautschicht ist normalerweise ganz dünn, dann ist sie sehr viel dicker.
 
Muggili

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  • #37
da sind wir gespannt, was der heutige Schalltermin in der TK ergibt !
 
ValVal

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  • #38
Tom wird gerade operiert.
Festgestellt wurde beim US :
Darmverschlingung und extreme Gallengangsvergrösserung.
Zitat Dr. HÜTTIG: wir stehen mit dem Rücken an der Wand.zum Glück gleich OP anberaumt.
Es ist nicht erkennbar warum und woher BEIDE Baustellen gekommen sind.
LYMPHOM KONNTE AUSGESCHLOSSEN WERDEN.
 
caramiabella

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  • #39
Oh Shit :eek::(

Drücke gaaaanz feste die Daumen für Tom ....
 
Maiglöckchen

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  • #40
Ach herje. Ich drücke ganz, ganz fest die Daumen, dass alles gut geht.
 
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