Blinde Katze alleine halten?

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Lailamaus

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Hallo,

ich habe mich neu hier angemeldet weil ich etwas mehr über meine Katze lernen möchte und habe daher auch schon gleich eine Frage an euch.

Ich bin etwas durcheinander da einige von euch schreiben man soll seine Katze nicht alleine halten. Ich habe meine Katze jetzt seit 2 Jahren.
Ich habe ihn aus dem Tierheim geholt. Abe ist blind und eine Main Coon Katze. Leider hat man ihn mit entzündeten Augen gefunden und im Tierheim hat man ihm leider beide Augen entfernen müssen.

Er ist aber mit seiner Lage nicht unglücklich. Läuft sofort los wenn ich ihn mal an einen anderen Ort bringe er ist sehr neugierig und ausgeglichen. Dafür das er Blind ist, ist er weniger ängstlich als die Katze meiner Eltern die sehen kann. Leider mag sie wohl keine anderen Katzen denn die zwei verstehen sich nicht. Wenn ich länger als 2 Tage weg bin nehme ich ihn immer mit. Ich bin öfters am Wochenende bei meinen Eltern. Die Katzen halten sich dann in getrennten Stockwärken auf, Abe fürchtet sich vor der Katze meiner Eltern, sie ist ziemlich aggresiv ihm gegenüber...
Bin ich mal noch länger weg (Urlaub) geht er zu meiner Freundin. In ihrer Wohnung kennt er sich auch schon bestens aus :)

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:

Als ich Abe 1 Jahr hatte dachte ich er wäre vielleicht einsam weil ich Tagsüber arbeite und dann nur abends da bin. Er ist ca. 4-5 Jahre alt. Ich muss sagen er schläft sehr viel und ich denke nicht unbedingt das er einsam ist aber ich kann ja nicht in ihn hinein sehen.. Jedenfalls habe ich im Tierheim angerufen und nach deren Meinung gefragt. Dort sagte man mir ich sollte keine zweite Katze holen da Abe mit seiner Behinderung mehr Stress durch ein zweites Tier hätte und er so glücklicher wäre. Das gleiche sagte mir auch der Tierarzt. Dort hatte ich auch nochmal nachgefragt...

Ich bin jetzt allerdings unsicher nachdem ich das von euch gelesen habe..
Denkt ihr wenn mir beide das unabhängig voneinander bestätigten ist es ok wenn er alleine bleibt?

Vielen Dank schon mal fürs Lesen, ich hoffe es war nicht zu verwirrend!

Grüße von mir und Abe :)
 
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Rickie

Rickie

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Wir haben selber einen blinden Kater. Bruno war Streuner, ist mit ca 1.5 Jahren in der Narkose erblindet, war dann 3 Monate im Heim und kam dann zu uns.
Er hat sich sofort unseren anderen beiden Teilzeitstreunern angeschlossen und kam mit Prissy, unserer alten dame, auch sofort gut klar.

In der Regel brauchen Katzen eine gewisse Zeit zum Kennenlernen und zur Zusammenfuehrung.
Gerad blinde Katzen orientieren sich sehr gut an Artgenossen und so blind, mag es allein fuer Abe doch etwas langweilig sein.
Ich finde es sehr gut, dass Du Dir diesbezueglich Gedanken machst.
Eine so kurze Zeitspanne mit einer Zweitkatze ist in der Tat Stress, das kann nicht klappen.
Wenn Ihr dagegen dauerhaft einen Kumpel fuer Abe haben werdet, wird er sicher aufleben, weniger schlafen und mehr herumtoben.

Blinde Katzen soll man nicht unterschaetzen. Bruno ist sogar schon mit den anderen um die halbe Welt gereist, als wir umgezogen sind, klettert auf den Kratzbaum, hat all das Umzugschaos perfekt gemeistert, ja, alles mit Hilfe seiner 4 Kumpels.

Es gibt hier einen Faden ueber blinde Katzen. Du kannst auch mal abraka anschreiben.

Nun noch einen guten Rutsch ins Neue Jahr und auf dass Abe 2016 einen Kumpel bekommt, den er gern moegen wird.:)
 
WütenderWookie

WütenderWookie

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Hallo.

Mit blinden Katzen kenne ich mich nicht aus.
Was ich dir aber sagen kann, ist folgendes:

Wenn du Abe immer wieder mit zu deinen Eltern nimmst, werden sich die Katze deiner Eltern und Abe nicht wirklich grün werden.
Das ist so, als wenn du der Katze ständig einen neuen Mitbewohner präsentierst.
Sie verteidigt erst mal ihr Revier und ist so gar nicht begeistert von Abe.
Katzen sind keine Hunde. Die kann man nicht einfach so zusammenschmeißen und gut ist. Besonders, wenn sie schon länger alleine leben.

Klar, pennt der den ganzen Tag.
Was soll er denn sonst auch machen?
Er hat doch niemanden, mit dem er was machen kann.

Ich persönlich denke, ein sehr sozialer Kater würde deinem Kater guttun. Er hätte jemanden, wenn du nicht da bist.
Da es hier einige Foris gibt, mit ebenfalls blinden Tieren, werden sie dich da aber besser beraten können als ich.
 
T

Tadi

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Hallo Lailamaus, willkommen hier :)

Ich hab schon in einem anderen Thread von einem blinden kater berichtet.
War ein Fundkaterchen, der dann zu Freunden zog mit einer Gruppe von
8 anderen Katzen. Er geniesst sein Leben, hat gesicherten Freigang und
liebt seine Katzenfreunde sehr.
Nun war er noch sehr jung und er zog ja zu den anderen vorhandenen Katzen,
also eine andere Ausgangssituation.
Grundsätzlich sind blinde Katzen durchaus zu vergesellschaften, es kommt, wie immer, auf das Tier selbst und auf die anderen Katzen an.
Ein ruhiger, ausgeglichener Kater in etwa seinem Alter wäre evtl. eine
Möglichkeit.
Alleine zu leben in Wohnungshaltung ist auch für eine blinde Katze sehr, sehr einsam und traurig.

Allerdings würde ich ein blindes Tier nicht ständigem Ortswechsel unterziehen, auch wenn es das irgendwann "kennt", schon gar nicht, wenn es Angst vor dem vorhandenen Tier hat.
Blinde Tiere brauchen mehr Sicherheit, Gewohnheit als sehende Tiere.


Grüsse
Tadi
 
L

Lailamaus

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Vielen Dank für eure schnellen Antworten!

Ich werde über den Jahreswechsel nachdenken und sehen wie ich weiter verfahre. Allerdings habe ich jetzt noch ein paar neue Fragen :)

Ich habe mir Abe damals geholt, weil ich gerne eine Katze wollte aber keinen Garten oder Balkon habe. Da er blind ist kann er alleine nicht draußen sein, er hat Freigang allerdings nur wenn ich dabei bin und aufpasse.

Wenn ich mir jetzt eine Katze hole die sehen kann, habe ich ein schlechtes gewissen sie in der Wohnung zu halten weil sie nicht raus kann... Was meint ihr dazu? Ich hatte auch überlegt ihm vielleicht eine zweite blinde Katze als Gefährten zu holen. Ich habe gestern auf der Internet Seite vom Tierheim eine gesehen.. Was denkt ihr?

Ich habe jetzt auch seit kurzem einen Freund. Er hat eine Katze die allerdings 8 Jahre alt ist. Er ist ein sehr ruhiger Zeitgenosse :)
Ich weiß natürlich nicht wie sich das jetzt entwickeln wird aber sollten wir vielleicht nächstes Jahr zusammen ziehen müssten die beiden sich aneinander gewöhnen. Sollte ich dann noch etwas warten und mit meinem Freund anfang nächstes Jahr reden, denn sonst hätten wir 3 Katzen...

Zu der Sache mit meinen Eltern.

Ich nehme Abe mit weil ich nicht möchte das er mehr als zwei Tage allein ist weil er blind ist. Das mit der Katze meiner Eltern haben wir vor 2 Jahren mal versucht aber da sie sich nicht verstehen haben wir seit dem nicht mehr versucht sie zusammen zu bringen gerade weil wir immer nur ein paar Tage zusammen sind. Die zwei Katzen begegnen sich also nicht mehr, Abe hat keinen Stress durch die andere Katze..
Aber denkt ihr er sollte die 2 Tage dann lieber alleine bleiben und ich sollte ihn nicht mitnehmen? Dann werde ich das auf jenden Fall schon mal sofort ändern. Ich dachte nur immer er wäre sonst so alleine....

Vielen lieben Dank nochmal und euch auch schon mal einen guten Start ins neue Jahr!!
 
S

Schwarzfell

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Hallo Lailamaus,

ich hatte zwar noch nie eine blinde Katze,habe mich aber hier im Forum aus reiner Neugier umgelesen. Dabei bin ich mir meiner Ängste und Vorturteile bewusst geworden und habe dazugelernt.

Nun eignet sich mein Zuhause mit Freigang,bzw ich mich noch immer nicht wirklich für eine blinde Katze,aber ich würde auch keine Katze in einer Wohnung alleine halten wollen.Ob nun blind oder sehend.



Früher hatte ich Angst,dass eine blinde Katze,die mit einer sehenden vergesellschaftet wird, in der Eingewöhnungszeit an den Augen verletzt werden könnte,weil sie immer weit geöffnet und starr=bedrohlich blicken.

Wenn man aber eine langsame Vergesellschaftung mit Gittertür und eine nette soziale Zweitkatze auswählt,kommt es dazu aber nicht und die Zweitkatze gewöhnt sich schnell an den blinden Blick der anderen.

Ich habe immer gehört,eine blinde Katze braucht eine stets gleichbleibende Wohnung,in dem sich NULL ändern darf,aber das ist totaler Quatsch,weil extrem langweilig für Wohnungskatzen.

Blindheit ist keine Krankheit,sondern es fällt ein Sinn weg,der dafür von anderen Sinnen kompensiert wird.
Wohnungskatzen profitieren sehr davon,wenn man regelmäßig deren Sinne trainiert und Abwechslung in den Alltag hereinbringt,aber nicht in Form von Wohnungswechseln,eher in Form von manchmal Möbel umstellen oder tolle Entdeckerkartons hinstellen.

Und ein Katzenkumpel ist für reine Wohnungskatzen meiner Ansicht nach bis auf bestimmte Ausnahmen Pflicht.
Ich habe schon mit vielen Katzen zu tun gehabt,die bei reiner Wohnungshaltung verhaltensauffällig geworden sind und durch aggressives Verhalten,Stressunsauberkeit usw auf ihre Not deuteten.Doch am traurigsten sind die stillen Katzen,die sich in ihrem Schicksal,dh der Deprivation ergeben und passiv herumliegen,so dass Ahnungslose meinen,es gehe ihnen gut.


Insofern finde ich es schön,dass du dir Gedanken machst,ob es deinem Kater wirklich gut geht,bzw was du verbessern kannst.
 
Rickie

Rickie

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Wenn Abe das Autofahren gut toleriert, in der Wohnung Deiner Eltern gut zurecht kommt und keine Auffaelligkeiten aufweist, wuerde ich ihn weiterhin mitnehmen und von der anderen Katze getrennt halten.
Auf gar keinen Fall wuerde ich ihn 2 Tage allein lassen.

Wenn Du und Dein Freund eh bald zusammen zieht, wuerde ich eine Zusammenfuehrung mit seiner Katze ins Auge fassen. Wie schnell oder langsam die geht, muesst Ihr einfach vom Verhalten der beiden Katzen abhaengig machen.

Es gibt im Forum eine Userin mit einem Nick, den ich mir nie und nimmer merke, sie hat mehrere blinde Katzen, das funktioniert also.
Es gibt auch etliche Leute hier mit einer Gruppe von blinden und sehenden Katzen, das klappt auch.

Unser Bruno musste, wie schon gesagt, erst uebern Atlantik umziehen, das war mit viel Packchaos verbunden, dann wohnten wir 4 Wochen bei meiner Mutti, bevor wir wiederum in unsere endgueltige Wohnung umzogen. Da gab es auch noch viel Gepacke, neue Moebel etc. Bruno fand all diese Veraenderungen sehr interessant; ginge es nach ihm, sollten wir wohl andauernd umziehen. Er schlief uebrigens in der ersten nacht bei meiner Mutti im Bett, also nix mit gestresst.

Klar, 2 Blinde und die Katze Deines Freundes gingen sicher auch, aber das muesst Ihr entscheiden, ob 3 moeglich sind.
 
Rickie

Rickie

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Schwarzfell,
das freut mich jetzt, dass Du sehr aehnliche Erfahrungen gemacht hast wie wir.

Zu den grossen, starren Augen will ich noch bemerken, dass bei uns im September eine neue Katze einzog, Nr. 5. Olja war anfaenglich etwas wegen Brunos starrem Blick verunsichert, sie hat es aber schnell gelernt, dass seine grossen, hohlen Augen nichts Bedrohliches sind. Gerade zwischen Bruno und allen anderen Katzen herrscht das beste Einvernehmen. Er greift nie an, versteht es aber auch, sich noetigenfalls Respekt zu verschaffen.
 
L

Lailamaus

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Hallo Schwarzfell und Ricky!

Danke für eure Hilfe. Ich werde mit meinem Freund reden und dann weiter sehen. Schwarzfell du hast mir jetzt schon etwas Angst gemacht. Ich liebe meine Katze sehr uns es wäre furchtbar wenn er statt für mich entspannt eigentlich depresiv und einsam ist!

Das mit dem ändern und umstellen werde ich mir auch zu herzen nehmen!

Ich dachte auch immer ich soll in der Wohnung nichts verändern das Abe keine Probleme hat. Habe da immer peinlichst drauf geachtet, das werde ich jetzt auch ändern. Es ist schön zu hören das deine Katze nichts gegen Umzüge hat Ricky. Das mit Kartons werde ich testen und darin Leckerchen verstecken. So etwas ähnliches habe ich hier schon gelesen..

Habt ihr spezielle Spiele die ihr mit blinden Katzen spielt? Ich werde mir auch den Link für blinde Katzen mal ansehen auf den ihr mich vorhin hingewiesen habt.

Das mit Abe´s Augen sollte bei einer Vergesellschaftung glaube ich kein Problem sein. Er hat keine mehr, sieht daher hoffe ich mal für eine andere Katze auch nicht bedrohlich aus..?

Grüße
 
Rickie

Rickie

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  • #10
Gut, geschlossene Augenhoehlen sind dann wohl wirklich beruhigender.

Bruno steht kaum auf akustisches Spielzeug, sondern eher auf Dinge, die riechen.
Dinge von Spaziergaengen ueber Wald und Flur, wie Stoeckchen, Kienaeppel, Blaetter, sogar Kastanien und Steine aus dem Meer.
Zerknuelltes Papier mag er lieber als Baellchen.
Aber da hat wohl jede Katze ihre eigenen Vorlieben.

Kartons sind auch sein grosser Renner. Und die Computertastatur, aber nur, wenn gerade ein Text fertig ist. :D

Federangel uebrigens auch; blinde Katzen entwickeln ein enormes Feingefuehl ueber die Tasthaare.

Ich finde es richtig gut, dass Du fuer Abe Verbesserungen suchst.:)
 
S

Schwarzfell

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  • #11
Ich möchte dir keine Angst machen,denn anders als etliche Halter mit denen ich in den Fällen zu tun hatte,höre ich bei durch deine Zeilen eine grosse Bereitschaft heraus,zum Wohl deines Abes Veränderungen vorzunehmen.:)
Sonst hättest du hier auch nicht aktiv nachgefragt.

Es gibt aber leider auch Menschen,die z.B wenig Erfahrung haben und erst dann,wenn Katzen Verhaltensstörungen zeigen,aufgerüttelt werden.
Die passiven Katzen sind zu unauffällig,deshalb ist ihre Not leider auch schwerer im Gespräch zu beweisen.Erst wenn sie mit Freigang oder Katzenkumpel aufblühen,beweist dies wie öde es vorher für sie war.
Leider lassen sich die Halter nur selten darauf ein und ich konnte oft nichts für die Katzen erreichen.
Oft ist fressen das einzige highlight,so dass sie sich fettfuttern,manchmal kränkeln sie und oft spielen sie nicht mehr und nutzen weder Balkon ,noch Fenster zum rausgucken.

Wie gesagt,mit blinden Katzen habe ich keine Erfahrung.Aber mit verhaltensgestörten ,aggressiven und ängstlichen.
Mit Kitten,die in Wohnungseinzelhaltung gegeben wurden.


@ Rickie, unter anderem bei dir habe ich viel mitgelesen und meine Vorurteile so über Bord werfen können.:)

Ich möchte lebenslang meinen Horizont erweitern,man weiß nie wann man es einmal brauchen kann.;)

Zum Mitnehmen in den Urlaub:
Ich kenne Katzen für die wäre das totaler Stress.Ich kenne aber auch Katzen,die fahren mit ihren Besitzern in den Urlaub zum Camping nach Holland und finden es prima.Das hängt vom Charakter und der Prägung ab.
Meine Nachbarkatze z.B verbringt die Urlaubszeit ihrer Besitzerin lieber bei einem der Nachbarn hier im Haus als alleine in ihrer Wohnung(wo dann nur stundenweise jemand kommt).
Bei meinen Einzelkatzen wäre das wiederum unmöglich gewesen,aber ich bin auch nicht mehr weggefahren,weil sie chronisch krank/scheu waren.
 
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Tadi

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  • #12
Hallo Lailamaus,

wenn das Zusammenziehen mit Freund und Kater und Deinem Kater klappt,
wäre das ja eine schöne Option. Wäre der Freundes-Kater Freigänger ?
Muss man vorher abklären, dass sich da keine neuen Probleme auftun, falls es keine Freigangmöglichkeit gäbe.
Hinzu käme, bei Freigang, dass dann Dein Kater doch wieder oft alleine wäre.
Die Ueberlegung, gezielt einen Kumpel für Deinen Kater zu suchen, wäre sicher
nicht verkehrt.
Das sollte dann ein Tier sein, welches ebenfalls in Wohnungshaltung leben muss.
Ob es ebenfalls blind sein muss, denke ich nicht. Es gibt ja durchaus Behinderungen, die Wohnungshaltung nötig machen. Kommt darauf an, womit DU
klar kommen kannst und dass sich beide Tiere verstehen.
Gab es denn im Tierheim eine Katze, die sich mit Deiner gut verstand und ist die evtl. noch dort? Das wäre doch eine Anfrage wert.

Na ja, und wenn es ein Zusammenziehen geben wird, wie wärs mit einer neuen
Wohnung für alle mit der Möglichkeit von geschütztem Freigang /Balkon etc?

Ich staune immer wieder, wie der blinde Kater meiner Freunde sich entwickelt hat und mit grösster Freude draussen im Garten herum wetzt. Keiner merkt ihm seine Blindheit an. Er liebt Regen....und Grass und fängt sogar Mäuse, wenn sich mal welche in das Gehege verirren.
Es gibt dort noch einen Kater mit Handycap, den sie ebenfalls von mir übernommen haben. Er hat mehrere Schussverletzungen gehabt und eine Kugel ist inoperabel in seinem Kopf. Da das Probleme machen kann, muss auch er geschützt leben. Es finden sich also Partner, die nicht in den normalen Freigang können.


Grüsse
Tadi
 
Rickie

Rickie

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  • #13
@ Rickie, unter anderem bei dir habe ich viel mitgelesen und meine Vorurteile so über Bord werfen können.:)

Ich möchte lebenslang meinen Horizont erweitern,man weiß nie wann man es einmal brauchen kann.;)

Oh, Danke. :) Dann ist die Schreiberei ja doch nicht umsonst.:)
Ja, je mehr Ahnung man hat, um so besser ist man fuer Eventualitaeten geruestet. Ich selber hab im Auffangheim viel gelernt.

Liebe TE,
der Meinung, keinen reinen Freigaenger hinzuzunehmen, schliesse ich mich an. Das bringt dem Abe kaum Vorteile.
Ein Kumpel mit einer anderen leichten Behinderung waere eine Option; unsere Rickie z.B. hatte Ataxie, war lange Zeit kein Problem.

Jepp, mal sehen, wie nun Eure Plaene aussehen. Ich finde es nur immer wieder schoen, wie Bruno den Kontakt der anderen sucht und wie gut sie ihn integrieren.
 
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Lailamaus

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  • #14
Vielen Dank für eure Ratschläge!

Einige Dinge die du geschrieben hast zum spielen kenne ich noch nicht und werde sie ausprobieren Rickie. Abe mag auch sehr gerne Spiele oder Spielsachen die mit Gerüchen zu tun haben.

Ich muss mich nochmal berichtigen die Katze meines Freundes ist 11 Jahre keine 8 Jahre. Er ist Freigänger aber eher immer nur kurz, er kommt relativ schnell wieder nach Hause. Ich weiß nicht ob das am Alter liegt oder einfach an seinem Naturell.

Abe wurde im Tierheim alleine gehalten, ich denke wegen seiner Augen Op. Das musste ja alles erst mal verheilen. Als ich ihn holte waren die Wunden gerade verheilt gewesen... Sollte ich mich für eine zweite Katze entscheiden werde ich eine mit Behinderung wählen, so habe ich auch kein schlechtes Gewissen wegen dem fehlenden Freigang..

Wenn ich mit meinem Freund zusammen ziehe dann nur in eine Wohnung mit Garten, da seine Katze Freigänger ist, ist ihm das sehr wichtig. Ich könnte dann den Garten einzäunen falls er das nicht so ist dann kann mein kleiner auch nicht verschwinden :)

Ich denke ich werde in den nächsten Monaten wissen wie es weiter geht und dann entscheiden. Alleine bleiben wird er aber auf dauer nicht egal wie..

Mit in den Urlaub nehme ich Abe nicht, es sei denn ich gehe zu meinen Eltern. Alles andere wäre zu viel Stress für ihn. Meine Freundin freut sich auch immer wenn sie ihn mal 1-2 Wochen bei sich hat.. :)
 
Rickie

Rickie

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  • #15
Das hoert sich doch sehr gut an.:)
Und wegen des 11-jaehrigen Katers: Im Alter waehst sich der Unterschied aus. Prissy wird in wenigen Tagen 14, die Kater sind 4.5 Jahre alt, Olja 5.5 Jahre, das funktioniert.:)
 
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Lailamaus

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  • #16
Hallo,

ich habe mich mit meinem Freund unterhalten und da es bei uns noch alles sehr frisch ist er aber sagt für ihn wären 3 Katzen zwar viel aber noch ok sollten wir mal zusammen ziehen.

Heute habe ich im Tierheim Heppenheim angerufen. Da war ein süßer Kater der allerdings reserviert war. Die Frau hat mir aber mitgeteilt das er wieder zurück ist da es mit der anderen Katze im Haushalt wohl nicht harmoniert hat. Es lag aber wohl nicht an ihm sondern an der anderen Katze..

Er war super lieb. Kam gleich her. Hat gemaunzt, seinen Kopf an meiner Hand gerieben und sie abgeleckt als ich ihn gestreichelt habe. Ich kenne mich nicht sehr gut aus aber für mich wirkte er sehr aufgeschlossen und sozial auf den ersten Blick...?

Jetzt würde ich ihn gerne am Mittwoch holen. Ihm zwei Tage Zeit lassen sich an alles zu gewöhnen und am Wochenede die Zusammenführung mit meinem Kater versuchen.

Was haltet ihr davon? Wäre das richtig oder habt ihr noch Tipps/Hilfestellungen für mich?

Grüße
 
Rickie

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  • #17
Ich wuerde es auch wagen.
2 Tage separieren und dann eine langsame Zusammenfuehrung beginnen. Erst einmal mit Gittertuer oder den Neuling in einem Zimmer lassen und die Tuer nur einen Spalt oeffnen, dass sich die Katzen hoeren, beschnuppern und zumindest der Neukater sehen koennen. Abwarten, wie sie sich verhalten und schrittweise weiter vorangehen.

Die Haltung Deines Freundes, zugunsten der Katzen, finde ich mal richtig gut.:)
Lies mal im Forum ueber langsame Zusammenfuehrung nach.
Es ist immer besser, vorsichtig zu beginnen, auch, wenn sich herausstellt, wie bei uns neulich, dass es nur 5 Minuten braeuchte und alle sind ein Ei und ein Kuchen. Mit Behutsamkeit verdirbt man nichts, mit zu rasantem Tempo kann es vorn Baum gehen.

Ich wuensche Dir ein glueckliches Haendchen. Und bleib entspannt beim Einzug des Neuen, das hilft gewaltig.
 
Tilawin

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  • #18
Ich finde das ist eine gute Idee.
Ich habe selbst kein blindes Katerchen aber im Forum durchs Querlesen schon einige gesehen die toll in einer Gruppe oder mit einem Kumpel harmonieren.
Für eine Wohnungskatze mit berufstätigen Besitzern ist ein Freund wirklich das einzig richtige. Es wundert mich kaum, dass er so viel schläft :oops:

Ich hoffe die Zusammenführung läuft entspannt und möglichst ereignislos :) Lass dir Zeit, es ist für Abe eine riesen Sache.

Alles Gute!!
 
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Lailamaus

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  • #19
Ja ich werde mir das mit der langsamen Zusammenführung durchlesen und berücksichtigen. Ich möchte das es so stressfrei wie möglich für beide abläuft. Aber ich muss aufpassen. Ich bin schon nervös, habe so etwas ja noch nie gemacht. Ich hoffe das überträgt sich nicht all zu sehr auf die Tiere...

Ich werde euch auf jeden Fall berichten wie es läuft und wenn ich es hin kriege auch ein paar Fotos einstellen :)
 
ottilie

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  • #20
Gegen die Nervosität: Baldrian Tee für dich und oder das Buch von Christine Hauschild: Katzenzusammenführung mit Herz und Verstand
 
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