Animal Hording - das Krankheitsbild

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Tom-SH

Tom-SH

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  • #21
ja es gibt schon die gesetzlich vorgeschriebene mindestanforderungen bei der haltung von tieren (haus und nutztiere, ) käfigrößen etc.
wenn mann aber z.b. die vogelhaltung ansieht, jedes zoogeschäft verkauft da im grunde gesetzes-widrige käfige:mad:
 
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lulu39

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  • #22
gibt es eigentlich irgendwo eine vorschrift, wieviel platz pro tier vorhanden sein müssen - ich meine so etwas wie für hühner?

Nein, bisher nicht. Nur die Hundeverordnung hat sowas (Schäferhund = 8 m²).

Einige Katzenschützer sind derzeit dabei,eine Katzenschutzverordnung zu entwerfen (als hier dafür Stimmen gesammelt wurden, wurde fast auch nur rumgemeckert :rolleyes::rolleyes:, weil der Rohentwurf nicht perfekt war).

Animal Hording ist nach meiner Meinung ein Produkt unserer "Egomanen-Gesellschaft".

Ich, ich, ich - die sozialen Kontakte brechen ab, Frust wird in Soziophobien ausgelebt. Nicht mal der Nachbar merkt es - er ist mit sich selbst beschäftigt..:rolleyes:

Beispiel - selbst erlebt:

Eine Frau rief mich an, wollte die Perser von mir haben..Hatte 14 Hunde im Zwinger, 30 katzen in der Wohnung..

Kurzes Gespräch und ein untrügliches Gefühl, das die Frau nett ist, aber ein Problem hat..:eek::eek:

Anruf VET-AMT etc..Vet-Amt meldete sich zurück und es klappte mal was in
D!!!!!!!!!!


Der Ehemann sitzt seit 5 Jahren im Rollstuhl und benötigt Hilfe. Die Welt der Frau besteht aus ihrem Haus, weil sie nie weg kann. Also fing die völlig überforderte Frau an, Tiere zu sammeln..

Inzwischen hat die Frau 5 Katzen und 2 Dackel - ohne Zwinger. Das Gesundheitsamt /Pflegedienst hat für Hilfe gesorgt und es geht allen wieder gut.

Ein Anruf bei mir hat etwas bewirkt! Manchmal klappts.......sogar mit diversen Behörden..

Aber vorher muß man zu hören !
 
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KittyNelli

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  • #23
es gibt ja die bereits geschilderten extremfälle, aber es gibt sicher noch öfter menschen, die sich mit ihrer tierhaltung in so einer art übergangszone zwischen "grösserem tierhaushalt" und aninmal hording befinden.

Es gibt zu viele Katzen und Hunde, auch in Deutschland. Als würden die ständigen Kastrationsaufrufe ins Leere laufen:mad:.

Und deshalb kann es auch wirklich harmlos anfangen, aus Tierliebe und mit guten Vorsätzen. Ich denke da an den "Rettertyp".

Man hilft immer wieder einem Notfall, wo erst 8 satt wurden, werden auch 10, 20 satt....usw.
Man sieht heute durchs Internet die vielen armen Katzen (und Hunde). Und irgendwann sind es zu viele. Wenn dann noch persönliche Probleme (plötzliche Krankheit oder Geldmangel) auftreten, wars das.

Das "Produzieren" von Tieren ist wieder eine andere Sache, da gehts um Geldmacherei, ist purer Egoismus und keinerlei Tierliebe. Unmoralisch.

Ich wünschte auch bessere Gesetze für Tiere.
 
P

powercat

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  • #24
Und deshalb kann es auch wirklich harmlos anfangen, aus Tierliebe und mit guten Vorsätzen. Ich denke da an den "Rettertyp".

Man hilft immer wieder einem Notfall, wo erst 8 satt wurden, werden auch 10, 20 satt....usw.
Man sieht heute durchs Internet die vielen armen Katzen (und Hunde). Und irgendwann sind es zu viele. Wenn dann noch persönliche Probleme (plötzliche Krankheit oder Geldmangel) auftreten, wars das.

dazu kommen aber dann auch oft die 'ach wie toll typen', die unbedacht beifall zollen, wenn es um tierschutz geht.
wenn mir jemand sagt er habe 20 katzen egal ob im tierschutz oder in der zucht klingelt meine alarmglocke, wie will man so vielen tieren gerecht werden?, da kann tierschutz sich leider schnell in tierschutzrelevanz verwandeln
 
K

KittyNelli

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  • #25
Powercat, meine volle Zustimmung! Irgendwo muss die Vernunft mitspielen.

Aber natürlich gibt es völlig unterschiedliche Haltungsbedingungen. Man wird z.B. einen grossen Hof mit Futterstelle für sehr viele Freigängerkatzen nie mit einer kleinen Wohnung und dort massenhaft Katzen auf engstem Raum vergleichen können.
 
M

Munkel

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  • #26
Man könnte dieses Angebot
Wir müssen jetzt beginnen, über die Krankheit des "Animal Hoardings“ aufzuklären. Sollte der Verdacht bestehen, dass es sich bei einer Tierhaltung um das beschriebene Phänomen handelt, bitten wir darum, den zuständigen Amtstierarzt auf Animal Hoarding anzusprechen und ihn an die Akademie für Tierschutz zu verweisen.

Die Experten der Akademie für Tierschutz sind gerne bereit den Amtstierarzt ausführlich zu diesem bisher weitgehend unbekannten Krankheitskomplex zu informieren.
Quelle: http://poll.tierschutzbund.de/02044.html

in Anspruch nehmen, wenn einem so ein Fall begegnet.
Und dem Amts-Vet vorab das Positionspapier des Tierschutzbundes überreichen.
 
P

powercat

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  • #27
Aber natürlich gibt es völlig unterschiedliche Haltungsbedingungen. Man wird z.B. einen grossen Hof mit Futterstelle für sehr viele Freigängerkatzen nie mit einer kleinen Wohnung und dort massenhaft Katzen auf engstem Raum vergleichen können.

kitty, eine futterstelle ist ja auch etwas anderes, dort kann man nicht mehr tun als füttern, die tiere optisch kontrollieren und neuzugänge evtl. zur kastration und tierarztkontrolle einfangen.
aber ist dieser hof als dauerhaftes zuhause gedacht trägt man auch da die gleiche verantwortung als wären die tiere in einer wohnung und das beschränkt dann eben die zahl der tiere auf ein vertretbares mass
 
Tom-SH

Tom-SH

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  • #28
ich tendiere bei mir persönlich zum rettertyp, wenn ich so arme tiere sehe, könnt ich sie alle nehmen.
aber gottseidank spielt der verstand nicht mit;)
ich habe schon kleintieren, vor allem vögel, als notaufnahmestelle fungiert. allerdings IMMER mit dem ziel, die in gute hände so schnell wie möglich weiterzugegben.
ansonsten wird man schnell zum animal-horder.
 

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