Zweitkatze.....Ja oder nein? Bin ratlos.

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Mr.Bojangles

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Hallo ihr Lieben,

ich habe mich gerade frisch hier angemeldet, aber schon etliche Threads zum Thema durchgeforstet. Wie das im Leben aber so ist, findet sich nicht unbedingt das Paradebeispiel, dass auf eben unseren Stubentiger passt. Und da jede Katzengeschichte anders ist und wir nicht leichtfertig so einen großen Einschnitt in den Alltag unseres Flauschballs wagen wollen, hoffe ich ein wenig auf eure Tipps und Ratschläge.

Zu uns : Wir wohnen in einer 70 qm Wohnung mit großem ( durch Katzennetz gesichert ) Balkon. Wir sind bisher zu dritt. Unser Moppi, mein Mann und ich. Moppi ist sehr verschmust und im wahrsten Sinne des Wortes eine Schoßkatze. Allerdings kann er, sobald sich seine Spielangel bewegt auch anders und ist kaum tot zu bekommen. Im Sommer hüpft er fast den ganzen Tag und auch nachts aufm Balkon rum. Moppi wird im Mai 5 Jahre.

Wir denken schon länger über eine Zweitkatze nach, aber irgendwie war ich bisher immer zu ängstlich, da Moppi doch keine besonders einfache Katze ist. Dafür kann er aber nichts.

Ich versuche euch mal seinen Werdegang zu schildern:
Ich habe Moppi, als er 12 Wochen alt war bei seinen damals 3ten Besitzern abgeholt, da diese ihn unbedingt los werden wollten und er kurz vor der Abgabe im Tierheim stand. Dort war er mit einem anderen Kater, der allerdings etwas älter und größer war. Dieser hat Moppi permanent gebissen, gejagt und auch nicht ans Futter gelassen. Dass das nicht alles war, erfuhr ich dann erst später. Ich hatte also ein 12 Wochen altes Häufchen Elend vor mir, dessen Ohren 10 mal größer, als sein Kopf waren und der völlig verängstigt, abgemagert und generell verstört war. Und ich war in seinen zarten 12 Wochen die 4te!!!!! Besitzerin.

Ich habe ihn anfangs in Ruhe gelassen, um ihm die Möglichkeit der Eingewöhnung zu geben. Die erste Woche lief das auch gut. Er ging aufs Katzenklo, hat gefressen, wie ein Scheunendrescher und war sogar sehr bald zutraulich. Er war verspielt und schlief auch gleich mit im Bett bei mir. Ich war total froh, dass alles so gut klappte und konnte es kaum fassen.
Dann ging der Spaß los. Wenn ich nach Hause kam, fand ich teilweise bis zu 5 Pfützen - auf Stromkabel, gewaschene Wäsche, Sofa....Überall.
Zum Tierarzt, der meinte, dass alles okay ist und die Sozialisierung fehlt. Also habe ich immer wieder die Klos gezeigt und durch Belohnung versucht ein Erfolgserlebnis zu generieren, damit die Unsauberkeit geht.
Es hat Monate gedauert bis es besser wurde und ich gebe zu, dass ich manchmal kurz davor war meinen Kleinen ins Tierheim zu bringen. Dazu fing er an mich einfach völlig aus der Kalten heraus anzuspringen und dabei zu beißen und zu kratzen, wie ein Wahnsinniger.
Also die Sprühflschenmethode ausprobiert.....Es besserte sich etwas, aber ca 1mal pro Woche springt er mich ( nur mich - nicht meinen Mann ) auch heute noch an. Es ist nicht einfach immer ruhig zu bleiben dabei, aber ich rede mir immer ein, dass ihm einfach die Grunderziehung durch die Mama fehlt.
Problematisch ist die Unsauberkeit heute, wenn wir mal länger weg sind. Also alles über 8 Stunden oder Urlaub, auch wenn sich irgendwas an unserem tagesablauf ändert. Es sind Phasen in denen Moppi zum Trotzpinkler wird und dann ist es grundsätzlich unser Bett. In kurzer Zeit meist mehrmals hintereinander bis die Nerven blank liegen, dann gehts meist wieder. Wir waren bisher nie länger, als eine Woche am Stück im Urlaub und in dieser Zeit kommt dann immer eine Freundin, die Moppi gut kennt und mag. Sie kommt 2 mal am Tag für 1/ 2 und später nochmal min 1 Stunde, um ihn zu füttern, die Klos zu reinigen und mit ihm zu schmusen und zu spielen.
Er pinkelt dann auch nicht jeden Tag, aber wenn er einmal wieder angefangen hat, dann geht's wieder eine Weile in unregelmäßigen Abständen mit dem Trotzpinkeln.
Generell ist Moppi eher scheu Fremden gegenüber, hat wahnsinnig Angst vor lauten Geräuschen ( Staubsauger, Silvester ) und knurrt, wie ein Hund, wenn's bei uns an der Tür klingelt, versteckt sich dann aber im Schlafzimmer. Trotzdessen istner auch furchtbar neugierig. Er und der Nachbarskater haben sich im Hausflur mal beschnuppert. Unser kleiner Schisser war zwar erstmal interessiert, aber wollte dann zurück in die Wohnung, weil er Angst hatte. Er hat aber nicht gefaucht. Ich glaube, ich hab Moppi noch nie fauchen hören.
Wenn wir nach Hause kommen ist dann Schmuseaufstand und er gackert ( Moppi kann nicht miauen ) uns minutenlang voll, als würde er etwas erzählen. Wir reden natürlich mit ihm und fragen auch zurück.Es gibt auch feste Einteilungen.....Mama ist fürs Schmusen, Papa ist der Kumpel und Spielbeauftragte, geschlafen wird mit im Bett.....Erste Nachthälfte bei Papa, später rüber zur Mama. Unsere Katze ist unser Kind. Punkt.


Nun haben wir von Felliway, Bachblüten und den üblichen Methoden alles ausprobiert und bekommen immer wieder den Rat uns doch eine Zweitkatze zuzulegen, da Moppi wohl allein zu langweilig ist und er deshalb so unausgeglichen wäre und Pinkeln würde.
Mein Mann ist davon auch sehr begeistert, ich tue mich aber etwas schwer damit.
Erstens will ich nicht eine Zweitkatze, nur damit er nicht mehr pinkelt, sondern mir geht's in erster Linie darum, dass ich das Gefühl habe, dass gerade jetzt im Winter, wo er nicht auf den Balkon raus kann bzw steht dieser jetzt halt nicht generell offen, wenn wir da sind, sondern Moppi darf mehrmals kurz am Tag raus, ihm einfach tagsüber zu langweilig ist.
Mein Mann ist Lehrer mit recht weitem Arbeitsweg und ich bin im Außendienst. Zuletzt war mein Mann recht viel zu Hause, da er da noch im Schichtdienst gearbeitet hat, aber seit August jetzt halt als Lehrer. Also wechseln sich Phasen, wo mein Mann viel zu Hause ist ( Ferien ) und wo keiner da ist unregelmäßig ab. Und das Urlaubsproblem besteht auch nach, wie vor, da wir auch dieses Jahr in den Urlaub wollen und es mal 13 Tage werden sollen. Das kann und will ich meiner Freundin nicht zumuten und sie sagte auch schon, dass sie das nicht auf so eine lange Zeit macht. Pension kommt nach eingehenden Recherchen nicht in Frage. In unserer Umgebung gibt's keine, der ich unser Katerchen anvertrauen will.


Nun ist die Frage, ob Moppi einen Kamerad braucht, weil ihm einfach zu langweilig ist und wir ihm mit einer Zweitkatze was Gutes tun würden oder ob er einfach schon zu sehr Einzelkaterdasein gewohnt ist.

Da jetzt bald Winterferien sind, hätte mein Mann auch die Möglichkeit bei einer Eingewöhnung des neuen Fellknäuels 2 Wochen dauerhaft da zu sein. Und wir hätten auch schon eine Mieze mit ähnlichem Temperament , 1 Jahr alt, im Tierasyl gefunden, der wir gern ein neues Zuhause geben würden. Ja, eine Mieze.

Aber die Frage nagt: Ist das richtig oder falsch? Wird Moppi sich drüber freuen und vielleicht auch etwas ausgeglichener dadurch? Wen beide eher scheue Typen sind, ist das gut? Oder dreht er total ab?
Was haltet ihr davon?

Ich habe jetzt alles, so ehrlich, wie möglich aufgeschrieben und hoffe, dass mir wer einen Rat geben kann.

Liebe Grüße
Mr. Bojangles
 
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Paty

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Hallo und willkommen im Forum

Bei einem 5 jährigen Tier würde ich noch nicht von Einzelgänger ausgehen.

Katzen sind sehr soziale Tiere und brauchen ihre Artgenossen.

Schau doch mal hier die Bilder an

http://www.katzen-forum.net/die-anfaenger/8827-warum-zwei-katzen-besser-sind-als-eine.html

Allerdings muss der passende Kumpel sehr sehr gut ausgewählt werden und die Beiden mit einer langsamen Zusammenführung vergesellschaftet werden.

Zum Kumpel - am besten ein gleichgeschlechtliches, gleichaltriges Tier mit ähnlichem Temperament und Charakter und bei euch vor allem ein gut sozialisiertes Tier.

Euer Kater hat vermutlich die Katzensprache völlig verlernt und muss sie erst wieder lernen was er aber nur von einem Kumpel lernen kann der diese sehr gut beherrscht.

Ich würde auf jeden Fall versuchen einen Kater aus einer Pflegestelle zu nehmen, die können ihre Tiere (die meist in der Katzengruppe mitlaufen) viel besser einschätzen als Tierheime.

Zum Sauberkeitsproblem - bitte füll doch mal den Fragenbogen Unsauberkeit aus

http://www.katzen-forum.net/unsauberkeit/15126-fragebogen-unsauberkeit.html

Meist liegt bei Unsauberkeit ein gesundheitliches Problem vor oder es stimmt was mit dem Klomanagement nicht
 
fancypants

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Ich denke auch dass eurem Kater ein Kumpel gut tun würde.
Nicht nur gegen die generelle Langeweile, auch dass er euch zwischendurch so "anspringt" ist vermutlich nur der Versuch nach Katerart zu spielen und zu raufen, dem ihr so natürlich nicht gerecht werden könnt.

Ein einjähriges Katzenmädchen allerdings warscheinlich auch nicht.
Katzen und Kater haben meist doch ein sehr unterschiedliches Spielverhalten und der Altersunterschied ist schon etwas groß.

Ein ungefähr gleichalter, super sozialer Kater wäre da vermutlich die bessere Wahl.

Da euer Kater schon so lange ganz allein ist, wird die Zusammenführung trotzdem nicht einfach und kann eine Weile dauern...
Wert wäre mir das aber auf alle Fälle :)
 
tigerlili

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Schließe mich den Anderen an, das kann Euch weiterbringen, aber auch nach Hinten losgehen. Auf alle Fälle werdet Ihr Geduld brauchen und den richtigen Partner.

Eine Frage: wenn Ihr 2 Wochen Urlaub macht, 2 Katzen wollen doch auch betreut werden, macht das denn dann Eure Freundin?
 
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Mr.Bojangles

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Hallo ihr Lieben,

Danke für eure Rückmeldung.

Ich würde erstmal die Frage von Paty beantworten und den Fragebogen ausfüllen.

Fragenkatalog bei Unsauberkeit

Die Katze:
- Name: Moppi

- Geschlecht: männlich

- kastriert (ja/nein): ja

- wann war die Kastration: mit 6 Monaten auf Empfehlung des TA wegen des vielen Urinierens

- Alter: 5 Jahre

- im Haushalt seit: 5 Jahren ( mit 12 Wochen bei der 3ten Besitzerin abgeholt )

- Gewicht (ca.): stattliche 6 kg

- Größe (z.B. zart, Durchschnitt, groß): groß

Gesundheit:
- letzter TA-Besuch: 09 / 15

- letzte Urinprobenuntersuchung: 09 / 2015

- bsherige Erkrankungen soweit bekannt: FORL

- im Mehrkatzenhaushalt, gab es eine Erkrankung bei einer anderen Katze:

Lebensumstände:
- wie viele Katzen leben insgesamt im Haushalt: 1

- wie alt war die Katze beim Einzug in den Haushalt: 12 Wochen

- Vorgeschichte (Züchter, Tierheim, privat, Streuner ..): Moppi wurde mit 12 Wochen aus einem 2 Katzenhaushalt von mir abgeholt, da der andere Kater ( ca 3 Monate älter ) Moppi permanent gebissen, angefaucht und nicht ans Futter gelassen hat. Dazu hat er täglich dort ins Bett oder auf Teppiche uriniert, was mir aber zunächst nicht gesagt wurde. Fand ich erst später raus. Wo ich ihn abgeholt habe, wurde mir gesagt, dass ich nun die 4te Besitzerin wäre.
Zu den Umständen davor kann ich keine Angaben machen, aber er war sehr scheu und verstört und dazu viel zu klein und abgemagert.

- Wie lange wird täglich mit der Katze gespielt: Leider nur noch mindestens 2 mal 15 Minuten pro Tag am Wochenende öfter. Zwischendurch immer unregelmäßig oft noch 5 - 10 Minuten mehrmals, je nachdem, wie Moppi möchte. Wobei Moppi sehr wählerisch ist, was Spielzeug angeht. Er apportiert gern Bälle und liebt seinen Federwedel abgöttisch. Dieser wird direkt vor die Füße gelegt und dann so lange sitzen geblieben, bis wir spielen.Spielbeauftragter ist mein Mann. Mit mir spielt Moppi zwar auch, aber merklich lieber mit seinem Papa. Da ist er auch ausgelassener. Ich bin mehr fürs Schmusen zuständig.

- Freigänger (ja/Nein): nein ( nur Balkon mit Katzennetz, bis 10 Grad Außentemperatur offen, wenn wir da sind. Jetzt bei Minusgraden gibt es kontrollierten Ausgang auf dem Balkon.

- gab es Veränderungen im Haushalt (z.B. Möbel, Renovierung, Ein/Auszug, Baby, neues Haustier, Todesfall, Änderung im Tagesablauf z.B. durch Beruf/wechsel): In Moppi' s Leben leider schon zu viele. 2 große Umzüge. Der letzte 2013. Mein Mann war immer mal wieder zeitweise länger zu Hause. Im August 2015 sind wir das erste Mal seit 2012 für 1 Woche in den Urlaub gefahren, danach hat mein Mann angefangen als Lehrer zu arbeiten. Zuerst 3 Tage die Woche. Seit Januar nun 5 Tage die Woche. Um Weihnachten waren wir beide fast durchgängig 2 Wochen komplett zu Hause. Moppi ist nie länger, als 6 Std. am Stück allein im normalen Alltag. Da unsere Eltern jeweils mehrere hundert Kilometer weg wohnen, kommt es in langen Abständen vor, dass wir auch mal 12 Std. weg sind, um sie zu besuchen. Aber nie über Nacht.

- im Mehrkatzenhaushalt, wie gut verstehen sich die Tiere (spielen sie gemeinsam, liegensie gemeinsam, ignorieren sie sich eher usw.):

Klo-Management:
- wieviele Klos gibt es: 2

- welche Art Klo (offen, Haube, Haube + Klappe, Größe, Höhe): Haube + Klappe, seit 1 Jahr sehr große Klos, die größten, die wir finden konnten. Moppi kann bequem drin stehen und hat viel Platz. Der Rand ist sehr hoch, da Moppi schon immer nach hinten pinkelt. Klowände sind immer voll.

- wie oft wird gereinigt und wie oft komplett erneuert: 1 mal täglich beide Toiletten mit Abwischen der Rückwand und komplett Erneuerung 1 mal im Monat. Früher auch schon öfter, schien Moppi aber nicht zu gefallen, deswegen Einpendelung auf 1 mal im Monat Kompletterneuerung. Haube wird täglich mit warmen Wasser abgewischt, da voll uriniert. 1 mal pro Woche wird der Unterboten auch gereinigt, aber das alte Streu kommt wieder rein.

- welche Streu wird verwendet: Tiggerino Nuggets, feines Naturton-Granulat, gefällt Moppi bisher am Besten

- wie hoch wird die Streu eingefüllt: relativ hoch, bis kurz unter den Rand, da Moppi gern buddelt und beim Urinieren grundsätzlich seinen Hintern während des Vorgangs immer höher reckt.

- gab es einen Streuwechsel: auf Anraten des TA am Anfang öfter, jetzt seit 2 Jahren gleiches Streu

- hat das Streu einen Eigengeruch (Babypuder etc.): erst nicht, mittlerweile seit ca 2 Jahren mag Moppi Streuung mit Babypuderduft

- wo steht das Klo bzw. die Klos (Raum, an der Wand, Ecke, unter .. , hinter .. - bitte genaue Beschreibung für jedes KaKlo):
1. Im Bad in der Ecke neben der Badewanne, von hinten und linke Seite an Wand
2. Im Abstellraum neben der Küche, auch hier in ruhiger Ecke mit 2 Wänden, eine hinten, eine rechts

Beide Toiletten stehen nicht unter Möbeln oder so.

- wenn der Futterplatz im gleichen Raum ist - wo genau: nein, Futter gibt's in der Küche, weit weg von beiden Toiletten


Unsauberkeit:
- Wann sind die Probleme aufgetaucht: bei mir in seiner 13ten Lebenswoche hat es begonnen, aber er hat schon vorher bei der Vorbesitzerin uriniert, im / nach Urlaub, wenn er länger allein ist, wenn länger nur einer von uns beiden da ist ( ich muss häufiger auf Tagungen ), wenn wir utlaubs- oder Ferienbedingt viel zu Hause waren und dann wieder arbeiten gehen müssen.

- wie oft wird die Katze unsauber: momentan hatten wir in 3 Wochen 4 mal, davor seit September gar nicht, im August in kurzer Folge 5 mal, kurz nachdem wir aus dem Urlaub wieder da waren bzw am Tag, als wir aus dem Urlaub wieder kamen, hatte Moppi 3 Pfützen ins Bett gemacht. Willkommensgeschenk?

- Unsauberkeit durch Urin oder Kot: Urin

- Urinpfützen oder Spritzer: richtige Pfützen, normaler Toilettengang

- wo wird die Katze unsauber: Ehebett, unterschiedliche Bereiche dort. Früher auch aufs Sofa. wenn Kisten rumstehen ( Moppi liebt Kisten / Pappkartons ) dann sporadisch auch da

- wird primär auf horizontale Flächen (Boden, Taschen, Teppich usw.) uriniert oder eher vertikal (Wände, Türen, Couch): horizontal

- was wurde bisher dagegen unternommen: von Anfang an Gewöhnung bei mir an Katzenklo, in Form von Belohnung, wenn er drauf war ( Streicheln, Loben, Leckerlis ), immer wieder reingesetzt ins Klo, Felliway als Stecker und Sprühflaschenmethode, wenn auf frischer Tat ertappt, dann tragen wir ihn zum Klo und setzen ihn rein. Fernhaltespray. Bachblüten. Schüssler Salze. Mehr spielen, Waschmittel und Weichspüler-Wechsel.
Ansonsten eindeutig alles mit Mittel gegen Katzenurin gewaschen und anschließend ausgelüftet. Dann etwas Felliway auf die Stellen nach Anweisung TA.

Wir ditschen nicht, wir bestrafen nicht! Es kann sein, dass wir beide mal laut fluchen ( Ach, Moppi......Nicht schon wieder. ), wenn wir uns gerade ins Bett legen wollen und uns direkt in die Pfütze legen. Aber Moppi ist grundsätzlich in dieser Zeit immer verschwunden. Er weiß ganz gut, wann er Mist gebaut hat.

Bezüglich Urlaub. Wir haben über Pension nachgedacht, aber hier im Umfeld die gehen gar nicht und ich will und kann das Moppi einfach nicht antun. Allerdings können wir nicht gar nicht in den Urlaub fahren. Auch wir brauchen mal Erholung.
Ich würde für die Zeit dann gern eine professionelle Catsitterin engagieren. Wir haben auch schon einen Tipp bekommen zu einer, die ganz toll sein soll.

So, jetzt zu dem Thema Zweitkatze.

Das mit der sozialisierten Katze ist ein toller Tipp. Wir werden uns da nochmal umsehen. Mal sehen, ob wir da einen Kandidaten finden. Denkt ihr das Tierasyl ist da eine gute Anlaufstelle?
Zwecks Pflegeeltern muss ich erstmal schauen, ob wir so was bei uns haben. Ich kenne hier nur das Tierasyl und das Tierheim.
Mir wurde vom TA gesagt, dass wir ne Mieze nehmen sollen, damit es nicht zu Revierkämpfen kommt. Daher bin ich etwas verunsichert.

Aber ihr meint, dass es vom Alter her gleich sein sollte? Charakter auch, denke ich.

Für weitere Anregungen und Tipps wäre ich sehr dankbar. Ich möchte, dass es unserem Moppi gut geht. Er ist im Prinzip so ein hübsches und liebes Tier und ich weiß, dass viele seiner Macken in seinen ersten Lebenswochen begründet sein müssen.



Lg
 
tiedsche

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Ein ungefähr gleichalter, super sozialer Kater wäre da vermutlich die bessere Wahl.

Aber bitte auch das Wohl des neuen Tiers im Auge behalten. Die/Der Neue ist ja auch Jemand mit Bedürfnissen und nicht nur eine Wiedergutmachung für euren Kater :oops:
Ein supersoziales Tier wird wahrscheinlich leiden, weil sehr enger Kontakt eher ein Glückstreffer wäre.
Deshalb würde ich entweder nach einem sozialen Paar suchen - dann hättet ihr 3 Katzen. Oder nach einer sozialen, souveränen Katze, die aber auch damit glücklich wird NEBEN eurem Kater zu leben.
 
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Mr.Bojangles

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Hallo Tiedsche,

ich sehe eine Zweitkatze definitiv nicht als Wiedergutmachung für unseren Kater an. Deswegen frage ich hier auch um Rat, da ich mir des großen Schrittes für alle Beteiligten, sowohl Katzen und Menschen bewusst bin. Aber ich versuche unserem Moppl seit 5 Jahren den Himmel auf Erden zu bereiten. Er ist mittlerweile auch ziemlich verwöhnt. Aber ich habe so oft das Gefühl, dass wir ihm nicht so recht reichen und er gerne nen tierischen Kumpel hätte.

Es soll ja Beiden gut gehen und sie sollen zufrieden und glücklich sein.

3 Katzen auf 70 qm möchte ich den Tieren und meinem Mann nicht antun. Da muss ich ehrlich gestehen, dass mir das zuviel wäre.

Du hast jetzt Katze geschrieben. Bist du auch nur für Zweitkater oder denkst du, dass wir auch mit einer Dame Glück haben könnten. Irgendwie habe ich bei Kater ein gruseliges Bauchgefühl. Weiß aber nicht, woran das liegt.

Lg
 
tiedsche

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Du hast jetzt Katze geschrieben. Bist du auch nur für Zweitkater oder denkst du, dass wir auch mit einer Dame Glück haben könnten. Irgendwie habe ich bei Kater ein gruseliges Bauchgefühl. Weiß aber nicht, woran das liegt.
Ich meinte die Spezies Katze, sonst hätte ich sicherheitshalber Kätzin geschrieben.
Ob nun Kater oder Kätzin.. in dem Alter ist der passende Charakter eigentlich wichtiger....
Bei einem Kater mit dieser Vorgeschichte wird das eh ein längerer Vergesellschaftungsweg, wenn es denn überhaupt klappt und ICH würde das nur in Begleitung von einem Profi machen, auch schon die Auswahl.
Wenn ein Kater schon über einen längeren Zeitraum pinkelt kann das auch durchaus so sein, dass das bleibt, wenn tierärztlich alles abgeklärt ist:oops: Eingefahrene Routinen sind schwer zu durchbrechen
 
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Mr.Bojangles

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Bezüglich des Pinkelns muss ich sagen, dass wir mittlerweile gut davon ausgehen können, dass es sich um Trotzpinkeln handelt, da es in den letzten 2 Jahren nur dann passierte, wenn Moppi nach längerer Zeit mal wieder an einen Alltag gewöhnt werden musste, wo er 5 Tage mal 5 bis 6 Stunden allein war. Oder wie im August, wo wir 7 Tage im Urlaub waren und er am letzten Tag, 2 Stunden bevor wir zurück kamen, halt 3 mal ins Bett gemacht hat.

Jetzt im Januar war es so, dass wir von früh bis frühen Nachmittag nicht da waren und dann 17 Uhr zum Schwiegermutter Geburtstag mussten. Als wir 20 Uhr wieder kamen, muss es schon passiert sein. Bemerkt haben wir es natürlich erst beim ins Bett gehen, da Moppi nicht aufs Bett an sich macht, sondern unter die Decken krabbelt und sich dann verewigt.
Also Reaktion: warum seid ihr nochmal weggegangen - find ich nicht gut.

Kumuliert von letzten Januar bis heute, heißt das insgesamt vllt 8 bis 10 mal in 12 Monaten. Und dann immer gehäuft 4 mal pro Trotzphase.

Ansonsten benutzt er seine Klo's ohne Probleme.


Für mich steht der Charakter der Zweitkatze im Vordergrund.....Das dieser eben zu Moppi passt. Moppi schläft viel, ist extrem anhänglich und sehr verschmust. Aber er ist halt auch verspielt, wenn man es ihm anbietet. Das Anspringen ist ein Problem, mit dem wir leben können und das wir so oder so akzeptieren. Aber, wie hier schon gesagt wurde, würde sich das vielleicht auch bessern, wenn eine zweite Katze im Haus wäre.

Ich werde da sicherlich mit meinem Mann noch ne Weile darüber diskutieren, wie, wann, welche Katze.

Mit dem Profi kann ich jetzt nicht ganz folgen. Meinst du eine Tierpsychologin? Dann kann ich schnell sagen, dass es hier niemanden in dieser Richtung gibt. Die nächste ist 100 km entfernt. Hab ich mich schon kundig gemacht.

Lg
 
tiedsche

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  • #10
Meinst du eine Tierpsychologin? Dann kann ich schnell sagen, dass es hier niemanden in dieser Richtung gibt. Die nächste ist 100 km entfernt. Hab ich mich schon kundig gemacht.
Ja, meinte ich. Sehr schade:oops: Dieser Kater ist ja wahrscheinlich mit 6/7 Wochen getrennt worden und hat dann in einer wichtigen Phase auch noch schlechte Erfahrungen gemacht:oops:

Kennst du die Bücher von Hauschild-"Katzenvergesellschaftung mit Herz und Verstand" / "Stille Örtchen für Stubentiger"? und
Schroll "Aller guten Katzen sind....?"
Falls du die nicht kennst kannst du da sicher noch viel mitnehmen:)

Für mich steht der Charakter der Zweitkatze im Vordergrund.....Das dieser eben zu Moppi passt. Moppi schläft viel, ist extrem anhänglich und sehr verschmust. Aber er ist halt auch verspielt, wenn man es ihm anbietet. Das Anspringen ist ein Problem, mit dem wir leben können und das wir so oder so akzeptieren. Aber, wie hier schon gesagt wurde, würde sich das vielleicht auch bessern, wenn eine zweite Katze im Haus wäre.
Hier hab ich noch ein paar Gedanken zum Geschlecht.
Euer Kater steht im vollen Saft, er hat nie kätzische Grenzen gelernt. Kater spielen idR sehr körperbetont, dh anspringen und ringen. Euer Kater mag das scheinbar auch.
Erwachsene Kätzinnen hassen dieses körperbetonte Gerangel meist.
Wenn du nun sagst, dass du bei einem Kater ein schlechtes Gefühl hast...hab ich ein schlechtes Gefühl bei einer Kätzin. Das könnte ganz flott in einem "Kater jagt Katze-Szenario" enden, wenn die Katze nicht so taff ist und ihm zeigen kann wo Schluß ist:oops:
Ob Kater oder Katze ist also sehr abhängig von seinem Verhalten, das man nur halbwegs erahnen kann...
Dass er viel schläft und sehr anhänglich ist, kann auch Folge der Einzelhaltung sein und ist nicht soo vordergründig wichtig bei der Partnerwahl
Amüsante undr gute Info dazu:http://haustierwir.blogspot.de/2011/06/katzen-kater.html
 
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Paty

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  • #11
Ich würde auch auf jeden Fall zu einem Kater tendieren.

Kater raufen gerne - ich habe 3 (2x5,5 Jahre, 1x8,5 Jahre) die drei prügeln sich hier durch alle Zimmer, jagen sich quer durchs Haus um sich dann weiter zu prügeln (hier auch Katerwrestling genannt), hinterher wird sich gegenseitig geputzt - so in der Richtung: ach das war so toll, machen wir ganz bald wieder :D

So gut wie alle Katzen sind damit überfordert. Solltest du dir eine Katze holen ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß dass der Kater unter- und die Katze überfordert ist und die einzige Rettung ein drittes Tier - ein Kater ist.
 
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  • #12
Huhu ihr Lieben,

Danke erstmal für eure Meinungen, Anregungen und Tipps.

Wie der Zufall so will, hab ich heute nochmal mit der Tippgeberin zur Catsitterin gesprochen. Die erzählte mir, dass die gute Frau auch Tierpsychologie und Heilpraktik macht und ich habe nun dort angerufen.

Sie war sehr nett und wir haben nun letztendlich einen Termin vereinbart in 2 Wochen, wo sie bei uns vorbeikommt und sich Moppi, seine Lebensumstände und alles anschaut. Dabei wird auch seine ganze Vorgeschichte betrachtet. Und wir sollen uns alle Fragen aufschreiben und eine Art Tagebuch führen.
Ich hatte jetzt nochmal im Internet geschaut - schwer zu finden die Dame. Wenn man den Namen weiß geht's aber und sie hat sehr gute Bewertungen.

Deswegen warten wir jetzt erstmal ab, wie das wird und wir müssen ja auch sehen, was sie generell sagt. Da wird es erstmal nur um Moppi gehen und eine psychologische Analyse.

Also haben wir erstmal das Thema Zweitkatze ad akta gelegt und machen unsere Hausaufgaben bis zum Termin.

Euch allen ein schönes Wochenende.

Lg
 
tiedsche

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  • #13
Super,dann wünsche ich euch viel Erfolg und eine fitte Katzenpsychologin:D
 
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