Zusammenführung - Dosine weiß nicht weiter

Kaly

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Pieper

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  • #22
Du schriebst ja, dass beide Katzen Bachblüten bekommen. Sind es unterschiedliche auf die jeweilige Katze abgestimmte Blüten?

Hattest du Kontakt zu Ina1964?

..und der Tipp, Momenta hier anzuschreiben, finde ich auch eine gute Idee.
 
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Mataju

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  • #23
Danke für euren Tip. Ich habe Moment-a angeschrieben.

Die Bachblüten sind auf die Katzen zugeschnitten und zwar von den Tierpsychs in Berlin. Sollte also was bringen. Feliway hängt ja auch.


Heute habe ich mal die Reviere getauscht, und Lilli ins Büro gesetzt, so daß Emmi mal in der Wohnung herumlaufen kann und mehr Platz hat. Und ich bin bei Lilli wenn ich am PC sitze. Vielleicht hat sie ja in dem kleinen Zimmer mehr Sicherheit.

Sie haben sich auch einmal kurz gesehen. Lilli fauchte erwartungsgemäß, aber leider finde ich, daß die Entwicklung der ganzen Geschichte eher rückläufig ist. Denn Emmi fing plötzlich an leicht zu jaulen. Das hat sie bisher noch nicht gemacht. Anstatt das eine Annäherung in irgendeiner Form stattfindet, tritt genau das Gegenteil ein, ich ziehe mir gerade zwei Einzelkatzen heran. Oh Mann.
 
N

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Gast
  • #24
Hallo Mataju,

ich habe keine Erfahrung mit Freigängerkatzen, deshalb kann ich nur bedingt Tipps geben, aber ich schreibe Dir mal einige meiner Gedanken. :)

Die THM steht Dir mit Rat und Tat beiseite. :) Wenn Du das Gefühl hast, nicht weiterzuwissen oder unsicher bist, wie Du reagieren sollst, kannst Du Loraine oder Carina eine Mail schreiben.
Durch die Feiertage kann sich eine Antwort sicher verzögern, aber Du bekommst auf jeden Fall Unterstützung :)

Das Separieren in einem Raum ist für uns Menschen erst einmal schlimmer als für das Tier. Pflegestellen und Tierheime haben auch nicht die Möglichkeit die Tiere in großen Räumen unterzubringen.
Ich persönlich finde es deshalb völlig ok, wenn man einem Neuzugang für die ersten 5, 6, 7 Wochen nur ein Zimmer zur Verfügung stellt, wenn die Vergesellschaftung schwieriger ist als gedacht.
Die Katzen finden das natürlich nicht so toll, aber der Zeitraum ist überschaubar, aber wenn das hilft, alles stressfreier zu gestalten, sind auch diese Wochen später schnell vergessen :)

Das Tauschen von Räumen bzw. Etagen ist grundsätzlich eine gute Idee. Aber es kommt auch immer darauf an, wie die jeweiligen Katzen damit umgehen. Manche nehmen das räumliche Beschränken hin, andere Katzen werden noch unruhiger, wenn sie Neues kennengelernt haben.

Im Moment rastet die arme Emmi bei jeder Lilli-Sichtung immer mehr aus. Ich glaube auch, das sie so allmählich an ihre Grenzen stößt, was den Raum betrifft, sie braucht mehr Freiraum.

Emmi scheint zu den Katzen zu gehören, die sich gut in ihre neue Situation eingefunden haben und das neue Leben sehr genießen. Sie wird also etwas zutraulicher und aus der schüchternen Katze wird eine aktive und verspielte Katze, die sich gerne bewegt.

Mein letzter Neuzugang Peli ist die ersten Wochen sehr, also sehr sehr sehr viel gerannt, gesprungen und geklettert. Er hat alle extrem gestresst, uns Menschen als auch seine Artgenossen. Er musste die vielen Jahre im TH körperlich abarbeiten und hat eine furchtbare Hektik verbreitet.
Manche Katzen brauchen das. Sie tun nichts Schlimmes, aber für die anderen Katzen kann das purer Stress werden.


Emmi ist nicht so sehr dem Menschen zugetan, fühlt sich aber wohl. Dazu ist sie artgenossenverträglich und zeigt Interesse an Lilli.
Lilli ist m.E. derzeit völlig überfordert und reagiert ablehnend, was wiederum das Interesse von Emmi noch mehr reizt.


Katzen, die in großen Gruppen und/oder wechselnder Konstellation gelebt haben, können sich i.d.R. gut mit Artgenossen arrangieren. Manche habe ein gutes Sozialverhalten, manche sind sehr aufdringlich, andere sind zurückhaltend und noch andere ziehen sich völlig zurück und wollen keinen Konflikt.

Emmi musste mit vielen Charakteren klarkommen und hat gelernt damit umzugehen.
Lilli hatte eine Gefährtin im Haus und mehr oder weniger Katzenfreunde draußen. Sie MUSS draußen mit niemanden klarkommen, sie KANN es.
Emmi MUSSTE sich mit anderen Katzen arrangieren, deshalb ist ihr Verhaltens- und Kommunikationsrepertoire vermutlich viel ausgeprägter als das von Lilli.
Wenn sie bislang sehr sozial war, kann sie (aus ihrer Sicht) sehr aufgeschlossen und kontaktfreudig sein.
Für Lilli kann das bereits schon maßlos grenzüberschreitend sein. Unsere Katzen sind diese großen Gruppen und den engen Kontakt zu Artgenossen oft nicht gewohnt.
Die spanischen Tierheimkatzen kennen es oft nicht anders.



Ich hatte auch schon überlegt, für Lilli einen der oberen Räume nur für sie (durch eine Katzenklappe) zugänglich zu machen, als Fluchtraum. Aber ich befürchte, dann würde sie nur noch dort sein.

Vielleicht hätte sich Emmi nach ein, zwei Tagen ja auch ausgejagt?

Ich denke, dass Lilli sich in der Tat mehr zurückziehen würde, was dann wiederum Emmi wieder mehr interessiert. Mit etwas Pech kampiert sie dann vor der Katzenklappe.


Vielleicht fasse ich meine Lilli auch nur zu sehr mit Samthandschuhen an, und sollte sie der Situation mit Emmi mal länger aussetzen?? Anstatt immer sofort zu trennen, separieren, Tür zu!
Die beiden hatten noch gar keine Möglichkeit sich zusammenzuraufen.
Vielleicht würde sich Lilli dann mal selbst verteidigen anstatt das mir zu überlassen.
Wobei, dann fliegt Fell, denn die kloppen sich richtig.
Und man liest ja auch immer: bitte so nicht machen!

So etwas würde ich auch nie befürworten, weil das richtig schiefgehen kann.
Die Tiere können mit ganz viel Pech für ihr ganzes Leben gezeichnet sein, wenn sie sich nicht der Situation entziehen, aber auch nicht mehr wehren können bzw. so überreizt sind, dass sie ohne Sinn und Verstand draufprügeln.




Oha! Draußen war gerade Katzenkrieg. Lilli mit einer Nachbarskatze! Komischerweise steht sie da (draußen) ihren Mann.
Vorgestern stand sie Nase an Nase und nur durch die Fensterscheibe getrennt von dieser Nachbarskatze und die beiden haben sich durch die Scheibe gekloppt. Und gerade war Gekreisch, aber ich glaube sie hat die andere Katze vertrieben.
Draußen hat sie nicht so eine Angst. Was mich immer wieder wundert.

Wie schon erwähnt habe ich keine Erfahrung mit Freigängerkatzen.
Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass es Lilli wichtig ist, sich frei bewegen zu können. Draußen kann sie sich der Situation stellen oder auch entziehen, im haus ist das so nicht möglich.


Ich persönlich würde das Team der THM anschreiben und die Situation schildern. Dazu würde ich noch einmal nachfragen, wie Emmi im TH auf die anderen katzen reagiert hat, wie eng sie sich ihnen angeschlossen hat, wie sie bei Stress reagiert etc.
Die Infos können helfen einzuschätzen, ob Emmi wirklich nur (etwas umständlich ;) ) friedlichen Kontakt sucht oder ob sie für sich Fronten klären möchte.


Da Lilli den Kontakt verweigert würde ich jetzt im Moment nicht beide Katzen zusammenlaufen lassen, da Du Emmi nicht stoppen kannst.

Wenn Du der Meinung bist, dass Emmi mit getauschten Revieren klarkommt, ohne noch aufgedrehter und frustrierter zu werden, dann kannst Du das versuchen.

Wichtig finde ich den persönlichen Kontakt zu Emmi zu stärken, damit sie mehr Vertrauen aufbaut.

Lilli soll natürlich auch ihre Zeiten und Kuscheleinheiten bekommen.

Ausserdem wäre es m.E. gut, wenn Du auch noch mit Ina1964 Kontakt aufnehmen würdest. Sie stellt nicht nur die Bachblüten individuell zusammen, sie kann mit Dir auch noch das Verhalten der Tiere durchsprechen und wie Du in den einzelnen Situationen eingreifst oder umlenkst.
Inas Betreuung ist gut und sie lässt Dich auch nicht im Stich :)
 
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Mataju

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  • #25
Liebe Claudia,

ich werde sowohl Ina als auch die THM anschreiben, danke fürs Draufstubsten :).

Das Separieren in einem Raum ist für uns Menschen erst einmal schlimmer als für das Tier. Pflegestellen und Tierheime haben auch nicht die Möglichkeit die Tiere in großen Räumen unterzubringen.
Ich persönlich finde es deshalb völlig ok, wenn man einem Neuzugang für die ersten 5, 6, 7 Wochen nur ein Zimmer zur Verfügung stellt, wenn die Vergesellschaftung schwieriger ist als gedacht

Danke auch dafür, denn manchmal verliere ich den menschlichen Blick und zerfließe fast vor Mitleid mit den Katzis - räusper - und mit mir selbst (arme Emmi, sie muß im Knast sitzen, sie muß allein sein, hat keine Mitkatzen, ist einsam. arme Lilli, darf ihr zuhause nicht mehr genießen und wird gejagt. was hab ich nur getan! arme katzis, euer Frauchen kriegt's nicht gebacken - so in etwa klingt's dann in meinem Kopf)

Das Tauschen von Räumen bzw. Etagen ist grundsätzlich eine gute Idee. Aber es kommt auch immer darauf an, wie die jeweiligen Katzen damit umgehen. Manche nehmen das räumliche Beschränken hin, andere Katzen werden noch unruhiger, wenn sie Neues kennengelernt haben.

Ich werde darauf achten!

Emmi ist nicht so sehr dem Menschen zugetan, fühlt sich aber wohl. Dazu ist sie artgenossenverträglich und zeigt Interesse an Lilli.
Lilli ist m.E. derzeit völlig überfordert und reagiert ablehnend, was wiederum das Interesse von Emmi noch mehr reizt.

Da könntest Du den Nagel auf den Kopf getroffen haben!

Ich glaube auch das Lilli überfordert ist, was noch ein Grund mehr ist, denke ich, das der (teilweise) Umzug ins Büro gut für sie ist. Im Moment liegt sie sehr zufrieden neben mir auf dem Schreibtisch während ich am PC schreibe Sie liebt das einfach, und es war ihr jetzt so lange verwehrt weil Emmi immer hier drin war.
Sie futtert hier drin auch ihre Leckerchen und sogar ihr Futter viel besser als im Rest der Wohnung.
Ich bin mir nur noch nicht so sicher mit heute Nacht. Mal sehen ...

Ich denke, dass Lilli sich in der Tat mehr zurückziehen würde, was dann wiederum Emmi wieder mehr interessiert. Mit etwas Pech kampiert sie dann vor der Katzenklappe.

Da hast Du völlig recht, ich denke, Emmi würde davor kampieren. Also keine so gute Idee.

Da Lilli den Kontakt verweigert würde ich jetzt im Moment nicht beide Katzen zusammenlaufen lassen, da Du Emmi nicht stoppen kannst.

Yeap!


Ich persönlich würde das Team der THM anschreiben und die Situation schildern. Dazu würde ich noch einmal nachfragen, wie Emmi im TH auf die anderen katzen reagiert hat, wie eng sie sich ihnen angeschlossen hat, wie sie bei Stress reagiert etc.
Die Infos können helfen einzuschätzen, ob Emmi wirklich nur (etwas umständlich ) friedlichen Kontakt sucht oder ob sie für sich Fronten klären möchte.

Das werde ich auf jeden Fall machen.

Liebe Claudia, vielen vielen Dank für das lange, ausführliche Telefonat (an Weihnachten!), und deine toll und klar formulierten, wertvollen Gedanken, das ist unbezahlbar.

Ich werde im Forum weiter über die Entwicklung berichten.

Ups, gerade hat Lilli mir die Leckerchen wieder vor die Füße gekotzt, hier im Büro, wo sie eben noch so selig neben mir lag. :oha: Ich hoffe, sie meint das nicht wörtlich.

Allen liebe Grüße
Martina
 
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Mataju

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  • #26
Hallo ihr Lieben,

ich berichte mal weiter.

Nachdem ich Lilli des öfteren mit ins Büro genommen habe (Reviertausch), habe ich eine positive Veränderung festgestellt.

Bei Lilli zumindest.

Sie ist viel mutiger geworden. Sie scheint nun verstanden zu haben, daß das Netz ihr Schutz gibt. Sie hat ihre absolute Meidehaltung ein wenig aufgegeben. Sie läuft entspannter durch die Wohnung, geht auch mal öfter an der Netztür vorbei, gestern, als ich den Küchenbereich abgetrennt hatte, kam sie auch 3 mal zum Gitter vor und wollte zu mir (ich war im Wohnzimmer unten). Emmi raste jedesmal auf sie zu. Doch sie kam wieder vor zum Gitter. Das hat mich sehr erstaunt.

Leider hat sich Emmis Verhalten noch kein bißchen verändert. Sobald sie Lilli irgendwo sieht, rast sie auf sie zu und wird nur durch das Netz/Gitter gebremst.

Und heute morgen hatte ich sie in den Küchenbereich gelotst, weil ich Lilli umsetzen wollte ins Büro, da hat Emmi auf eine Decke markiert, auf der Lilli sonst abends bei mir in der Küche sitzt.

Ist das Unsicherheit? Dominanz? Keine Ahnung.

Irgendwas läuft hier mächtig falsch.

Lilli gefällt mir inzwischen insgesamt viel besser als Emmi. Es sind winzige Veränderungen. Sie kann Leckerchen futtern, obwohl Emmi in der Nähe ist (allerdings für sie nicht sichtbar), Emmi fraß in diesem Moment keine Leckerchen.

Emmi ist also noch sehr viel angespannter.

Leider kann ich ihr auf Lilli zugesprinte immer noch nicht einsortieren. Sie hat jedesmal einen Busch dabei, und wenn Lilli dann wieder abgehauen und außer Sichtweite ist, jault sie. Und sie versucht immer mehr mit aller Macht durch das Netz oder Gitter zu kommen, will unbedingt zu Lilli.

So allmählich fange ich allerdings an zu bezweifeln, das es freundlich gemeint ist. Ich meine, wenn sie kätzisch kann, und davon gehe ich aus, und sozial ist, und wenn sie Kontakt zu Lilli will, dann sollte sie sich doch mal ein wenig zurücknehmen.

Ob das noch was wird mit den beiden?
 
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