Wilde Katzen gibt es nicht.

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Hallo zusammen,

um den Thread Trächtige Pflegekatze nicht zu sehr vom eigentlichen Thema weg zu führen, hier einmal die Diskussion rund um "unzähmbare Streunerkatzen" ausgelagert.

Konkret, diesen Beitrag:
Ich weiß wie eine Katze aussieht, die Menschen nicht kennt und kein bisschen vertraut. Ich hatte neben meinen "richtigen" Katzen auch immer Katzen für die ich quasi nur einen Futter- und Schlafplatz geboten habe. Anfangs zugelaufene, später auch über das Tierheim an mich weitergegeben.
Ich habe gesehen, wie solche Katzen vorsichtig ein paar Schritte ins Haus machen - und wie sie in völlige Panik geraten, wenn man versucht die Tür hinter ihnen zu schließen (und wir reden von einem großen Raum und einem kompletten Haus im Anschluss, aber es war der "Fluchtweg nach Draußen"). Wie solche Katzen es schaffen einen TA durch seine Schutzhandschuhe hindurch blutig zu beißen (well, ich hatte ihn gewarnt, no regrets).
Ich hatte (habe...) eine eigene Kastenfalle in der Garage stehen.

Und ich habe auch gesehen, wie dieselben Katzen - teils ältere Exemplare - langsam Zutrauen gefasst haben. Und was aus ihnen wird, wenn es dann "Klick" macht, manchmal nach ein paar Wochen - manchmal nach Jahren. Aber keine meiner "Futterstellen"-Katzen ist eine solche geblieben.

Ich könnte Romane schreiben, was ich da erlebt habe, aber ich glaube das sprengt jeden Rahmen und hat vor allem hier nichts verloren.

Worauf ich hinaus will: So etwas wie unbelehrbar wilde Katzen und hoffnungslos scheu gibt es nicht.
Misshandelt, noch nie einen Menschen gesehen, panisch, verängstigt - ja. Und das sind sicher Katzen, für die es einfacher, vielleicht sogar besser ist, wieder ausgewildert und auf Futterstellen gebracht zu werden. Aber das heißt nicht, dass sie nicht mit genügend Geduld und Zuwendung zahm werden könnten.
Das ist einfach ein verdammtes Märchen, oder für wie blöd haltet ihr Katzen? Sobald sie Vertrauen fassen - und das dauert manchmal eben sehr lange - steckt unter so einem Wildfang oft eine genauso verschmuste und liebesbedürftige Kreatur wie unter jeder beliebigen Rassekatze und spätestens im Alter liebt so eine Katze dann genauso einen Schlafplatz im warmen Haus wie jede andere.
Nach meiner Erfahrung sind das sogar später teils deutlich anhänglichere Tiere, als müssten sie ein halbes Leben voll verpasster Zuwendung möglichst schnell wieder aufholen.

Fakt ist auch, es gibt nicht genug Stellen die so einem Tier eine richtige Umgebung bieten können. Erst muss sich das Tier wohl fühlen, das tun solche Katzen nicht eingesperrt in einem Haus - und dann erst kann man am Vertrauen arbeiten. Dazu reicht es nicht einmal täglich da vorbei zu gehen und den Tieren Futter hinzustellen. Da ist echte "Arbeit" gefragt.

Ich verstehe auch, dass man bei Tierschutzorganisationen zum Wohl der Mutter und aus praktischen Gründen Kitten eventuell frühzeitig trennt, einfach weil man auch keinen Ort hat, wo man sie alternativ unterbringen könnte. Und es ist natürlich deutlich Zeitintensiver Kitten zB in einem großen Freigehege auf Menschen zu prägen, selbst wenn man so etwas hätte.
Von Handaufzuchten und Trennen allgemein bin ich zwar absolut kein Freund, aber man muss gerade im Tierschutz manchmal auch realistisch denken und da geht halt vor, was praktikabel ist. Sieht anders aus, wenn es - und das ist zB hier bei Sabrina wohl offensichtlich der Fall - auch eine andere Option gibt.

Katzen wieder auswildern hat nebenbei bemerkt auch zig andere Gründe, aus denen das sinnvoll ist und gemacht werden sollte. Stabile und kastrierte Katzenpopulationen sind in Gebieten die mit Streunern zu kämpfen haben essenziell.

Ich möchte aber auch definitiv gegen dieses Märchen von "Katze ist nicht zähmbar" vorgehen.
Sollte mehr Gesprächsbedarf darüber bestehen als meine Ausführung oben können wir uns gerne in einen eigenen Thread setzen und das einmal durchdiskutieren, gerne auch mit etwas fachlicher angehauchter Hintergrunds-Katzen-Ethologie dazu. ;)

Bzw. worum geht es hier?

Ich vertrete den Standpunkt, dass es nicht akzeptabel und vor allem nicht notwendig ist, Kitten frühzeitig von ihrer scheuen Mutter zu trennen um sie ausreichend zu sozialisieren.
Umgangssprachlich.
Sozialisation ist das was die Katzenmutter leistet und was verhindert, dass die Kitten später an einem halben Dutzend Verhaltensauffälligkeiten leiden. Nennen wir es hier also lieber einmal: Um Kitten ausreichend mit Menschen vertraut zu machen.
(PS: Es gibt wie oben im Spoiler angeführt aber andere Gründe, warum Trennungen manchmal sinnvoller sein können, dass die Mutterkatze vor Angst quasi stirbt, weil sie zu wenig Ausweichplatz hat, würde da zB auch dazu gehören).

Warum nicht?
Zum Einen, weil Kitten sehr problemlos Vertrauen zu menschen fassen, selbst scheue Bauernhof- und Streunerkitten. Man braucht wirklich nur Zeit, ein bisschen Futter, eine Katzenangel und einer Portion Geduld. Funktioniert immer. Auch wenn die Mutter mehr als nur handscheu ist.
In einer sicheren Umgebung (was bei zB scheuen Tierschutzkatzen ja normalerweise immer der Fall ist, die werden ja eingefangen und nicht vor Ort betreut) ist sowas noch viel einfacher als wenn man das "in freier Wildbahn" macht. Habe beides durch.

Zum Anderen, weil auch erwachsene Katzen lernfähig sind und ganz ausgezeichnet darin sind, sich an neue Gegebenheiten anzupassen.
Das Herz einer "wilden" Katze zu gewinnen ist nicht einfach, aber ich habe sehr lange mit Katzen dieser Art gearbeitet und ich habe noch keine getroffen, die sich unter ernsthaften Bemühungen als hoffnungslos herausgestellt hat.

Bitte zu unterscheiden:
1. handscheu = an Menschen gewöhnt, lässt sich nur nicht anfassen; sehr einfach mit Futter anzulocken; trifft auf halbwild lebende Katzen zu, die regelmäßig gefüttert werden aber mit denen sich nie jemand näher beschäftigt hat;
2. scheu = geht nur an bereit gestelltes Futter, wenn man mehrere (!) Meter Abstand einhält, ist angespannt solange Mensch in Sichtweite ist; potentiell schlechte oder gar keine Erfahrungen mit Menschen; ohne Falle keine Chance einzufangen; reagiert panisch in Gefangenschaft;
3. Europäische Wildkatze. Nicht zähmbar;

Wir reden hier prinzipiell über Katzen der Kategorie 2. ;)

LG
Nightcat
 
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Doch, die gibt es...meine Cuchi 😄
Cuchi war die Königin des Ecuadorianischen Dschungels, welche mich lediglich zu ihrem niederen Fussvolk erklärt hatte... ich durfte ihre Anmut und Schönheit bewundern aber meine unreinen Hände ihr schwarzes Fell nie berühren.
Hier ihre Geschichte aus meinem Ecuador Thread🙂
Soooo, wo waren wir, richtig, bei dem Geschwisterpärchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten...Mister Fluffy und Machete 🥰...die Beiden waren unzertrennlich, es wurde gerauft, mit Nasenstubser begrüsst und wollte ich Machete mal eine Auszeit im Garten geben, weil er mal wieder 💩 im Haus verteilt hatte, wurde ich so lange von Fluffy angemeckert bis ich ihn wieder reinliess...somit waren das zwei Minuten Auszeiten 😄....und wer denkt, dass Fluffy ohne Zweitkatze zu einem Sozialkrüppel heranwuchs...keineswegs, er war ein aufgeschlossener, lieber kleiner Kerl🥰...als er jedoch 8 Monate alt wurde, fingen seine ersten Ausflüge an...und es zog ihn Richtung Nachbargrundstück, wo ich ihn gefunden hatte...das war nämlich ein richtiges Katzenparadies..ein richtiger ungepflegter Dschungel mit vielen Streunerkatzen. Mittlerweile hatte ich im Haus das Gästezimmer zum Garten raus als Katzenzimmer umdekoriert. Ein Schiebefenster stand immer offen und somit hatte er Zugang zu Futter und KaKlo 24/7 und konnte kommen und gehen, wann er wollte (zum Verdruss von Machete, der immer wartend im Garten sass und Richtung Mauer starrte, wann denn endlich sein kleiner Kumpel wieder kommen würde🙂).
Eines Tages lief ich an der offenen Gästezimmertür vorbei und stoppte...bin ich blöd? Seh ich doppelt...waren da jetzt 2 schwarze Katzen?🤔 Höhenluft? Gestern zu tief ins Glas geguckt? Ich drehte um und wirklich, da sass Fluffy mit einem schwarzen Kumpel und sah zu, wie dieser genüsslich sein Trofu mampfte. Als Kumpel mich sah, stutzte der und flüchtete im gekonnten Katzengalopp durchs Fenster, Garten und über die Mauer 😲..Fluffy miaute kläglich: Böse Dosi, hast ihn erschreckt. Während ich ihm zurückgab, dass er nicht einfach Freunde zum Essen mit nach Hause bringen konnte ohne vorher Bescheid zu geben.😏 Kumpel wurde also ein immer wieder gesehener Gast, frass, schaute sich in der Wohnung um...aber sobald du ihm zunahe kamst....schwupp, weg war er. Du durftest ihn anschauen aber nicht anfassen🙃 Ausser Machete, der durfte sich ihm nähern...versteh einer die Welt🙄. Naja, was sich gefunden hatte, durfte ich nicht trennen, und somit wurde aus Kumpel, "Cuchi" (Quechua Wort für Ferkel), weil Cuchi immer ein💩 Geschenk, neben dem KaKlo liegen liess🙄...mit der Zeit wurde Cuchi dicker, was eindeutig an meinen Nafu und Trofu Spezialitäten lag....🧐moment mal, Cuchi war kein Kumpel, Cuchi war Kumpeline und trächtig😭...anscheinend hatte sich mein kastrierter Fluffy einer schwangeren, alleinstehendem Katzenfräulein angenommen🤨... wirklich? Nun gut, ich natürlich im Gästezimmer Wurfkiste aufgestellt,im Garten, in der offenstehenden Waschküche...überall. Denn Cuchi war ein Freigeist, ich war ihr Fress und Safeplatz, aber ihr Zuhause war die Welt.🙂Anhang anzeigen 141926Da standen sie also, zig Wurfkisten, und ich dachte mir, Cuchi wird sich schon eine aussuchen...aber falschgedacht, Cuchi hatte sich in ihr kleines Katzenhirn gesetzt ihre Kitten, draussen unter der Hauseingangstreppe zu bekommen 🙄.. wenigstens haben wir ringsrum Mauern, und sie waren geschützt...und da war es dann, ein kleines, schwarzes Kitten...das du aus Entfernung angucken aber nicht anfassen durftest, sonst wurde Cuchi böse.😄 Also bekam Madame ihre Mahlzeiten unter die Treppe serviert, ich trapierte ein Bettlaken so gut ich konnte (Madame war ein kleiner Giftzwerg)..und fing an meinen Kaffee auf der Treppe zu trinken und dort Bücher zu lesen, und hoffte Cuchi und ich könnten Freunde werden🙂 Zu meiner Freude wuchs das Kitten täglich und wurde ein kleines, schwarzes, fluffiges...Moment mal🧐🧐🧐..Cuchi war schwarz aber nicht fluffig...aber, ich kannte wen fluffiges..aber, der ist doch kastriert 😲 Fluffy geschnappt und zum TA.
Ich: Sie haben da was vergessen.
TA: Da ist alles weg.
Ich: Keine Angst, ich werd sie schon nicht auf Alimente oder Kittengeld verklagen.
TA: Da ist wirklich nix mehr.
Ich: Ich verlange einen Vaterschaftstest
TA: 😳 jetzt hören sie aber auf mich so anzugucken, ich wars bestimmt nicht.🤣
Das Kitten wuchs heran und nach zwei Monaten wurde es Zeit Cuchi zu kastrieren, doch wie, ich durfte zwar in der Zwischenzeit bis auf einen Meter ran, aber anfassen war nicht. Somit schmiedeten mein TA und ich einen Plan.. einfangen mit Fangnetz..in Ecuador hat leider keiner eine Lebendfalle für Katzen 😞...und kastriert wird auf dem Esszimmertisch...das Einfangen war die Hölle, wir schafften es, aber es war brutal, ich fühlte mich, als ob ich sie verraten hätte, ich hätte heulen können😭, damals hätte ich dieses Forum gebraucht.
Der TA, konnte auch endlich Kitten untersuchen und entwurmen und wir stellten fest, dass es ein Junge war...somit hiess er "Fluffy Junior"😄 (der TA konnte mir sagen, was er wollte, da stimmte was nicht😂).
In der Nacht kam es zum Drama, Cuchi brach aus dem Gästezimmer aus, in welches ich sie mit Fluffy Junior verfrachtet hatte...kam zwei Stunden später zurück und versuchte ihr Kitten (welches ich ja in ihren Augen als Geisel genommen hatte) über die 2 Meter Mauer zu schleppen um zu verschwinden. Sie schaffte es nicht, Gott sei Dank, aber ich wurde mit lautem Gekreische und Drohungen von der Mauer aus beschimpft, während Fluffy Junior im Garten sass und nach seiner Mutti schrie. Ich hab geheult, weil sie hatte recht, das bisschen Vertrauen, das sie mir gab, nutzte ich schamlos aus um sie aufschneiden zu lassen...ich nahm eine Wurfkiste, stellte sie in das Gartenhäuschen und setzte Fluffy Junior hinein. Nach 2 Stunden akzeptierte sie den Kompromiss...aber immer, wenn ich ihr Futter hinstellte, verzog sie sich auf die andere Seite des Gartens und wartete ab.😞
Fluffy Junior und ich wurden Freunde 😄Anhang anzeigen 141933Bitte, keins auf den Deckel geben, wegen dem Halsband auf dem Foto, das hat damals meine Mutter schon für euch erledigt und ich habs kapiert 🙄😂
Da waren wir nun, Fluffy, Cuchi und Fluffy Junior...sie kamen miteinander aus, gekuschelt wurde nie, aber sie lebten nebeneinander her. Cuchi kam und ging, und ich kümmerte mich um Fluffy und Junior.
Cuchi lebte 2 Jahre bei mir. Eines Tages verschwand sie...ich war besorgt, suchte im Park, Nachbargrundstück fand sie nicht... keine Spur....es verging ein Monat, mein Mann und ich kamen abends nach Hause, es regnete...ich ging in den Garten um was zu holen....da lag Cuchi 😩 im Grass, im Regen...abgemagert, ein Häufchen Elend...ich weiss noch, wie ich ein Handtuch holte und sie hineinwickelte, sie wehrte sich nicht..meine kleine Löwin hatte ihre Kraft verloren...sie blickte mich an und miaute leise, als wollte sie mir Danke sagen...ich weinte, es war das erste mal, dass ich sie berühren durfte. Sie war zu mir zurückgekehrt...ich weiss nicht, was ihr Menschen angetan haben, dass sie jegliches Vertrauen verloren hatte....aber mit ihrer letzten Kraft kam sie zu mir zurück. Wir brachten sie zum TA... Diagnose Leucemia Felina....ich war bei ihr, als sie über die Regenbogenbrücke schritt.... manche mögen sagen, du warst eine der vergessenen Katzen Ecuadors...mein Herz vergisst dich nie.🌈
 
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@Pitufa
Um es zusammen zu fassen, du hast das Kitten einer sehr scheuen Katze erfolgreich an dich gewöhnen können. Was meinen Hauptpunkt erstmal bestätigt.

Aber zu deiner "Wildkatze" selbst:
Cuchi hatte nur zwei Jahre bei dir. In dieser Zeit wurde aus einer scheuen Katze jemand, der regelmäßig vorbei kommt und sein Kitten in deiner direkten Nähe aufgezogen hat. Und sie hat es nicht mitgenommen, auch nicht nachdem sie wusste, dass du weißt wo es ist.
Sie hat Abstand behalten, vielleicht nicht zuletzt wegen dem Einen oder Anderen traumatischen Erlebnis mit dir - aber als es ihr wirklich, wirklich schlecht ging hat sie sich mit letzter Kraft zu dir zurück geschleppt.

Klingt das für dich wirklich nach einem hoffnungslosen Fall?

Ich wünschte du hättest ein paar Jahre mehr mit ihr gehabt. Vielleicht hättest du auch noch ein paar Tricks aus so einem Katzenforum gebrauchen können, um quasi den letzten Meter zu schaffen. Wobei ich es nicht falsch finde, die Katze das Tempo bestimmen zu lassen. Wenn sie glücklich war ist das ja die Hauptsache.
Tut mir Leid, dass sie schon so schnell über die Regenbogenbrücke wandern musste.
 
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Irmi_

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Habe hier eine scheue Mama die man fast wieder raus gesetzt hätte...

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... zumindest war sie das mal. Jetzt ist sie eher eine Pattexkatze. Jeden Morgen liegt sie bei mir im Bett.
 
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Ich sehe es genauso. Wenn es nicht klappt liegt es am Menschen, nicht an den Katzen.

Leider ist es aber wohl auch so dass viele Menschen an Katzen bestimmte "Erwartungen" haben und zu wenig Geduld. Weshalb "Wildlinge" es immer schwerer haben werden als von vorne herein "soziale, kuschelige" Katzen ein passendes "Zuhause" zu finden.
 
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gestatten, laila. leider 1,5 jahre im TH, die mutter ist direkt nach der kastra & aufzucht wieder an ihren angestammten platz gegangen. es ist ein relativ großes TH, da war nicht viel mit versuchen, die kleinen auf menschen zu prägen.

gesehen hab ich die katze vor der vermittlung nicht, mir war eh nur wichtig, dass ich für meine erstkatze gute gesellschaft bekomme. es gab auch keine fotos damals von ihr.

die ersten zwei jahre bei mir hab ich die katze gar nicht zu gesicht bekommen, zumindest nicht freiwillig. fellpflege & TA usw waren immer eine ziemliche aktion.

auf jeden fall durfte ich sie nach fast 10 jahren dann mal anfassen und auch vorsichtig streicheln, aber nur, wenn sie etwas erhöht lag. in der zeit hatte sie sich auch von der geisterkatze zur "zumindest-mal-im-bild-katze" entwickelt.

die letzen lebensjahre war sie schmusig und anhänglich, oft lag sie in meine arme eingekuschelt auf dem sofa, hin und wieder musste ich sie auch mal etwas zur seite heben, weil sie mir kaum bis gar keinen platz mehr gelassen hat :love:

ich glaube, sie wollte das schmusen, was sie jahrelang nicht hatte, irgendwie nachholen.... und "ihr filou" hat vermutlich nicht selten von seiner wolke aus gestaunt und geschmunzelt ...

das bild stammt aus der zeit, als sie auf dem KB schon die ersten kontakte toleriert hat. man sieht schon, dass sie (noch) etwas unsicher war. aber da dann wenigstens defensiv. ;)

 
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aber: wie sieht es mit euren erfahrungen mit diesen ex- scheulingen aus wenn es um TA, besuch usw. ging?

das würde mich tatsächlich sehr interessieren.

meine erfahrung mit laila war ok beim TA oder beim frisieren mit weiterer hilfe - auch in den ersten jahren. (reden wir nicht über die aktion, die katze in die box zu kriegen, das war in den ersten jahren extrem schwer.)

luka, mein anderer scheuling, war bis zuletzt jedem anderen menschen gegenüber so kopflos und panisch, dass ich das ein oder andere mal mehr ärztliche versorgung genossen habe als er beim TA.
 
Irmi_

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Zum Tierarzt einpacken und so ziemlich alles andere zuhause ist bei Irmi überhaupt kein Problem.

Beim Tierarzt hab ich immer ein Handtuch dabei, das wird über die Irmi gelegt dann ist sie ruhiger.

Blutabnehmen und Venenzugang ist erst ein Problem seit man es ganz ordentlich verbockt hat.

Also für mich eine ganz normale Katze.
 
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  • #10
aber: wie sieht es mit euren erfahrungen mit diesen ex- scheulingen aus wenn es um TA, besuch usw. ging?
Da habe ich nicht nur was Ex-Scheulinge angeht ein paar harte Kandidaten... tatsächlich seit einer Katze mit Amputations-Trauma sind meine Ex-Scheulinge im Vergleich harmlos.
Ich habe aber auch bisschen tiermedizinische Erfahrung und mach(t)e viel Zeug selbst.

Für die Katzen vor dem "Klick" habe ich im Zweifelsfall eine Kastenfalle, war aber abgesehen von Kastrationen nicht wirklich oft im Einsatz.
Beim TA selbst dann bei noch scheuen Katzen entweder durch das Gitter arbeiten oder betäuben.
Bzw. betäuben hatte ich dann bei Kastrationen und einer Katze nach einem Autounfall, die auch operiert werden musste.

Unterm Strich hatte ich aber zum Glück bei meinen scheueren Exemplaren wenig Probleme, die TA-Besuche überhaupt nötig gemacht haben.

Schlimmstes Erlebnis in dem Zusammenhang wäre da wirklich der TA, der meine Warnung nicht ernst genommen hat, weil mickriger Kater der ganz ruhig in der Box saß. Er hat dann zwar einen Schutzhandschuh genommen, aber der hatte wohl nicht die Qualität die er haben sollte, wenn ich an die Bissspuren denke die der Kater da durch gemacht hat.
Ich glaube die meisten Menschen wissen wirklich gar nicht, wie es aussieht, wenn eine Katze einen wirklich beißen will.
Jedenfalls, der TA war der vom Tierschutz, der hätte es eigentlich wissen können, war frustrierend und auch ein echter Rückschlag. Ich hatte Glück, dass ich den Kater noch festhalten konnte und ich glaube das war dann auch der heftigste Kratzer den ich je von einer Katze abbekommen habe.
Super dumm, aber ich musste zum Glück dann auch nicht wieder zu dem TA.
 
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Pitufa

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  • #11
@Pitufa
Um es zusammen zu fassen, du hast das Kitten einer sehr scheuen Katze erfolgreich an dich gewöhnen können. Was meinen Hauptpunkt erstmal bestätigt.

Aber zu deiner "Wildkatze" selbst:
Cuchi hatte nur zwei Jahre bei dir. In dieser Zeit wurde aus einer scheuen Katze jemand, der regelmäßig vorbei kommt und sein Kitten in deiner direkten Nähe aufgezogen hat. Und sie hat es nicht mitgenommen, auch nicht nachdem sie wusste, dass du weißt wo es ist.
Sie hat Abstand behalten, vielleicht nicht zuletzt wegen dem Einen oder Anderen traumatischen Erlebnis mit dir - aber als es ihr wirklich, wirklich schlecht ging hat sie sich mit letzter Kraft zu dir zurück geschleppt.

Klingt das für dich wirklich nach einem hoffnungslosen Fall?

Ich wünschte du hättest ein paar Jahre mehr mit ihr gehabt. Vielleicht hättest du auch noch ein paar Tricks aus so einem Katzenforum gebrauchen können, um quasi den letzten Meter zu schaffen. Wobei ich es nicht falsch finde, die Katze das Tempo bestimmen zu lassen. Wenn sie glücklich war ist das ja die Hauptsache.
Tut mir Leid, dass sie schon so schnell über die Regenbogenbrücke wandern musste.
Na, ein Kitten an Menschen zu gewöhnen ist pillepalle. 🙂 Hatte ich schon genügend Kandidaten. Zuerst sitzen sie angsterfüllt auf einem Haufen und verstecken sich und irgendwann ist das Eis gebrochen. Nach spätestens 2 Monaten wirst du miauend begrüsst...natürlich hast du dann noch die unterschiedlichen Charaktere... meistens gibts den Vollschmuser, der dir nicht mehr von den Hacken weicht, dann den ich weiss noch nicht so recht, und den, eigentlich tust du mir zwar nix, aber ich bleib aus Sicherheitsgründen doch erst noch auf Abstand.😂 Natürlich hast du da die Kitten in einem Zimmer, in der Gewöhnungsphase, und du lässt sie den Rythmus bestimmen.
Aber, Cutchi war ein Freigeist 🙂 Ich sage zwar immer, sie gehörte mir...aber könnte Cuchi was sagen, würde sie dir ins Gesicht lachen und antworten: Ich gehöre Niemandem, nur mir allein.🙂
Natürlich hätte ich Cutchi in ein Zimmer sperren können, ihr meinen Willen aufzwingen.....dafür war Cutchi viel zu Freiheitsliebend. Wenn sie im Haus war, wurde sie ignoriert, das gefiehl ihr am Besten. Dann verschwand sie wieder 2 Tage. Und glaub mir, wenn sie es an besagtem Tag geschafft hätte Junior über die Mauer zu schleppen, dann wäre sie auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Ja, sie liess ihn bei mir...und mein Herz wünscht sich, dass sie damals wegen mir zurückgekommen ist. Aber Cutchi, war im Herzen immer ein Wildling, der sich von Niemand zähmen liess.
 
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  • #12
der sich von Niemand zähmen liess.
Der Fehler ist wenn man sie überhaupt "zähmen" will. Das ist wie bei dem Fuchs im "Kleinen Prinzen", man kann sie nicht zähmen, aber man kann sie sich vertraut machen.
 
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PusCat

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  • #13
Guten Morgen!

Mit Geduld ist vieles möglich! Aber es fehlt oft an einem ganz anderen, entscheidenden Faktor, nämlich ZEIT.
Gerade im Tierheim ist es leider teilweise so, dass die Mitarbeiter eben nicht die Zeit haben, alle menschenscheuen Katzen und Kätzchen individuell und intensiv zu betreuen.

Auf Pflegestellen, wo bereits andere sozialisierte Katzen leben, ist das sicher ohne weiteres möglich, aber man sollte immer die Umstände sehen, unter denen das einzelne Tier lebt.

Leider haben die scheuen Katzen, die zuhauf in den Tierheimen sitzen, nach wie vor die schlechteren Vetmittlungsschancen und werden leider oft zum Ladenhüter.

LG PusCat
 
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BerndundTom

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  • #14
Unsere Madeleine ist Kategorie 2, kam im letzten Jahr Juli unverhofft auf den Hof. Scheu wild und tragend. Ein rankommen ,auch zum füttern unmöglich. Die Herkunft war uns bekannt.
Wenn wir 5 bis 10 Meter weg waren hat sie gefressen, danach war sie weg. Irgendwann nach ca. 4 Wochen suchte sie schon vorsichtig den Kontakt zu uns. im August bekam sie 2 Kitten im Stroh. Diese schleppte sie 3 mal wo anders hin. Madeleine blieb aber bei uns auf dem Hof, ließ aber keine Nähe zu. Leckerli als Stange nahm sie aber mittlerweile. Die kleinen sahen wir das erste mal nach 7 Wochen. Mit 9 Wochen waren die zahm und kuschelten. Die Mama taute ab da auch auf und ließ sich streicheln. Mittlerweile gehen alle 3 bei uns ein und aus wie sie möchten. Die Zwerge, jetzt fast 8 Monate alt, Kater und Katze, sind völlig problemlos. Die Mutter läßt sich zwar gerne streicheln aber hochheben, geschweige denn zum TA,keine Chance. Zum Kastrieren haben wir sie in eine Falle gelockt. Ich finde auch mit viel Zeit und ohne Druck funktioniert das Zähmen(was für ein Wort). Es dauert halt. Geholfen haben aber auch die Kleinen, da hat sich die Mutter viel von abgeguckt.
 
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Froschn

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  • #15
Ich hatte mit Kater Weisnicht einen scheuen Wildfang... mit den anderen Katzen hatte er kein Problem, aber mit Menschen.... Besucher haben den meist nicht zu Gesicht bekommen.
Was er nie toll fand war hochheben. Er hat es iegendwann toleriert, so dass man ihn zumindest ohne große Schwierigkeiten in die Transportbox bekommen konnte.
Aber kuscheln! Toll! Sobald wir auf dem Sofa saßen kam der an und hat sich an uns ran geschmissen und rundum knuddeln und bürsten lassen... (aber nur auf dem Sofa)
Raus ist der nie wieder....
 
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Rickie

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  • #16
Also ich habe 3 Kater, die waren an sich Wildlinge, lebten aber im Grünen am Stadtrand. Manfreds Mutter konnten wir nie anzähmen, die blieb ängstlich und scheu, Manfred ist jetzt der Oberschmuser unter der Sonne, Ramses und Bruno ebenso.
Olja hat in Omsk auf der Straße gelebt und freut sich, daß sie ein warmes Plätzchen im Bett gefunden hat.
Alles kein Problem.

Mein Problem ist folgendes: Man hebt eine Kolonnie aus mit 50 bis 100 Katzen, mitten in der Pampa, die Katzen haben noch nie, und das seit -zig Generationen, Kontakt zu Menschen gehabt. Die sind sowas von wild, das ist vielleicht für manch einen unvorstellbar, wie wehrhaft die sind. Ich rede hier also nicht von Katzen von einer Futterstelle, sondern von Tieren, die wohl seit -zig Generationen evtl. auch noch nie einen Menschen zu sehen bekommen haben, oder wenn, dann nur aus der Ferne.
Die werden also eingefangen und kastriert und geimpft. So weit, so gut. Einmal im Monat werden eh Wildlinge geimpft und kastriert, und das für 350 bis 450 Katzen an einem Sonntag je Monat.
Sagen wir mal, davon sind um die 70 bis 100 Katzen trächtig.

Wie verfährt man mit den erwachsenen Katzen? Also wieder aussetzen? Oder anzähmen? Wenn anzähmen, wie kann man das machen? (Wie, wenn man die eine oder andere mal hat, ist schon klar, aber hunderte? Extremwildlinge?) Und vor allem wer? Pfegestellen? Für so viele Katzen in einer mittelgroßen Stadt? Jeden Monat? Die Katzen sich selbst überlassen, ist keine Option, das setze ich mal voraus.

Was passiert mit den trächtigen Katzen?
Was mit den Katzenbabys passiert, ist klar, die kommen ins Auffangheim und werden aufgezogen, das klappt sehr gut und die können dann zahm und sozial vermittelt werden.

Nightcat, meine Fragen sind ernst gemeint. Also keine Rede von Futterstellenkatzen, und seien sie noch so scheu. Die stellen kein Problem dar, sondern die richtig scheuen. Und in so großer Zahl. Das Problem ist auch kein gestelltes, sondern ein real existierendes aus meiner eigenen Erfahrung und Mitarbeit.
 
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Irmi_

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  • #17
Wenn es keinen Platz gibt müssen sie wieder raus nach der Kastration.

So sch* das ist, aber es gibt keine andere Möglichkeit dafür.
Wenn man nur Platz für einen Teil hat, dann werden zuerst die gesunden Scheuen wieder raus gesetzt.
Wenn man nur für einen sehr kleinen Teil Platz hat, dann werden die erwachsenen Katzen alle raus gesetzt. Egal wie scheu oder zutraulich. Egal wie gut oder schlecht versorgt.
Je jünger, desto höher ist die Chance dass sie einen Platz finden. Aber selbst für die findet man nicht immer einen Platz.

Ich find es zum Ko*
 
Feli02

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  • #18
Ich habe zwei Vollgeschwister die frei geboren sind. Ihre Mutter wurde recht früh überfahren und kastrierter Kater übernahm ihre Betreuung. Was übrigens auffiel, als man "die Mutterkatze" kastrieren wollte.
Ihr erstes Lebensjahr haben sie also auf einem festen Futterplatz verbracht der von einigen Frauen versorgt wurde.
Sie haben sich durchaus im die Kitten gekümmert. 3 bis 4 mal die Woche haben sie Futter gebracht und sich auch mit den Katzen beschäftigt.
Der Bauer dem die Scheune gehört hat, hat täglich Ziegenmilch (oder Schaf) da gelassen.
Als ich sie übernommen habe, waren es die fettesten freilebenden Katzen die ich je gesehen habe :LOL:

Der Kater war nach wenigen Wochen komplett zahm, lässt sich auch hochheben und tragen. Kratzt oder beißt nie. Brav beim Tierarzt.
Seine Schwester ist grundsätzlich ein sehr vorsichtiges Tier. Lässt sich streicheln wenn sie frisst. Ansonsten weicht sie aus.
Trotzdem glaube ich das sie sehr glücklich hier ist. Sie ist im Gegensatz zum Kater eher häuslich. Nimmt an unserem Leben teil, schäft sogar manchmal im Bett.
Ich lasse sie sein wie sein möchte. Habe ich doch noch 2 Hunde und den Kater die glauben es wäre meine heilige Pflicht sie permanent zu graulen. Mir fehlt da also nix..............

Aber ich glaube nicht das viele andere Katzenhalter sich eine solche Katze wünschen
 
Rickie

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  • #19
Wenn man nur Platz für einen Teil hat, dann werden zuerst die gesunden Scheuen wieder raus gesetzt.
Die Kranken kamen alle ins Heim, egal, ob Infekt (Schnupfen oder sowas) oder Verletzung. Das war mitunter sehr hart, sie zu händeln, aber Kranke wurden nie gleich ausgesetzt. Erst gesund werden, dann Kastra, dann wieder aussetzen, es sei denn, sie wurden bis dahin zahm, dann wurden sie vermittelt.
Mit dem Vermitteln der Händelbaren und nicht Aussetzbaren, da zahm, war es auch schwer genug, so daß 2 Mal im Jahr Adoptionswochenenden stattfinden, wo die Katzen kostenlos abgegeben werden, rundumversorgt im Vorfeld.
Das umschreibt noch mal die Situation ein wenig besser, denke ich.
 
Feli02

Feli02

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  • #20
Wie verfährt man mit den erwachsenen Katzen? Also wieder aussetzen? Oder anzähmen? Wenn anzähmen, wie kann man das machen? (Wie, wenn man die eine oder andere mal hat, ist schon klar, aber hunderte? Extremwildlinge?) Und vor allem wer? Pfegestellen? Für so viele Katzen in einer mittelgroßen Stadt? Jeden Monat? Die Katzen sich selbst überlassen, ist keine Option, das setze ich mal voraus.

Was passiert mit den trächtigen Katzen?
Was mit den Katzenbabys passiert, ist klar, die kommen ins Auffangheim und werden aufgezogen, das klappt sehr gut und die können dann zahm und sozial vermittelt werden.

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Ich finde man hat keine Chance, als verwilderte erwachsene Hauskatzen kastriert an festen Futterplätzen zu etablieren versuchen.

Der Vertrauensaufbau ist langwierig und braucht Zeit Platz und Geduld und Leute die es machen. Und wenn es gelungen ist, braucht man Menschen die diese Katzen auch aufnehmen.
Und solange man diese Ressourcen nicht hat, muß man zur machbaren Lösung greifen.

Ich hoffe aber das die Situationen die Du beschreibst nicht mehr in Deutschland passiert.
Trotzdem gibt es dort auch hier mehr freilaufende Scheukatzen als Plätze für solche
 
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