Warum wird meine Katze angegriffen?

Louisella

Louisella

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  • #21
Na einen solchen Status muss eine Katze erstmal erreichen. Aber wird sicher auch nicht von heut auf morgen so gewesen sein, sie musste sich das sicher auch über längere Zeit erarbeiten, oder?
Erstaunlicherweise garnicht. Nie auch nur ein Kratzer.
Ich weiss auch nicht wie sie das macht.
 
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Miezerl

Miezerl

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  • #22
Auch noch auffällig: Seit den Problemen mit dem dicken Kater, hat sie offenbar auch Angst vor dem jungen Nachbarskater Moritz. Wenn er manchmal zu uns an die Terrassentüre kommt und in die Wohnung rein schaut, dann starrt Emmi ihn von ihrem Platz aus nur an und fängt so ganz seltsam an zu brummen (ein bisschen wie knurren aber nicht aggressiv, sondern eher ängstlich).
Hat irgendjemand eine Idee, was hier das Problem sein könnte?

Vielleicht ist ja eigentlich Moritz und nicht Sam das "Problem"?
Eine der Katzen meiner Eltern hatte in jungen Jahren sich zwar super mit der anderen Kätzin verstanden - kuscheln, putzen, fangenspielen - aber sie fand auch raufen toll. Mit dem etwa gleichaltrigen Nachbarkater (knapp 1 Jahr) konnte sie auch raufen. Die beiden waren ein Herz und eine Seele, er holte sie ab und beide stromerten so durchs Dorf und die umliegenden Wiesen. Nach nicht ganz einem Jahr wurde ihr sein Spiel zu viel und zu derb. Sie hatte regelrecht Angst vor ihm, traute sich manchmal gar nicht aus dem Haus und fauchte, knurrte und brummte wenn sie ihn sah oder befürchtete er könnte vor der Tür oder vorm Fenster sitzen.
Letztendlich ist sie ihm aus dem Weg gegangen (häufig auch Flucht) und er verlor irgendwann mehr und mehr das Interesse an seiner ehemaligen Spielfreundin. Erst der frühe Tod des Katers hat bei der Kätzin wieder zu einem selbstbewussteren Verhalten und Leben geführt.
 
S

Sternchen139

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  • #23
Vielleicht ist ja eigentlich Moritz und nicht Sam das "Problem"?
Eine der Katzen meiner Eltern hatte in jungen Jahren sich zwar super mit der anderen Kätzin verstanden - kuscheln, putzen, fangenspielen - aber sie fand auch raufen toll. Mit dem etwa gleichaltrigen Nachbarkater (knapp 1 Jahr) konnte sie auch raufen. Die beiden waren ein Herz und eine Seele, er holte sie ab und beide stromerten so durchs Dorf und die umliegenden Wiesen. Nach nicht ganz einem Jahr wurde ihr sein Spiel zu viel und zu derb. Sie hatte regelrecht Angst vor ihm, traute sich manchmal gar nicht aus dem Haus und fauchte, knurrte und brummte wenn sie ihn sah oder befürchtete er könnte vor der Tür oder vorm Fenster sitzen.
Letztendlich ist sie ihm aus dem Weg gegangen (häufig auch Flucht) und er verlor irgendwann mehr und mehr das Interesse an seiner ehemaligen Spielfreundin. Erst der frühe Tod des Katers hat bei der Kätzin wieder zu einem selbstbewussteren Verhalten und Leben geführt.
Kann natürlich auch sein. Wobei ich ja immer sehe, wie Sam ihr hinterher rennt. Moritz hat das noch nie gemacht.
 
Miezerl

Miezerl

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  • #24
Kann natürlich auch sein. Wobei ich ja immer sehe, wie Sam ihr hinterher rennt. Moritz hat das noch nie gemacht.
Das Revierverhalten von Sam bleibt natürlich bestehen. Aber so lange du nicht siehst, dass er die Blessuren verursacht, kann man nur Vermutungen anstellen.
Ich war nur über das veränderte Verhalten gegenüber dem anderen Kater hellhörig geworden und erinnerte mich eben an die eine Katze meiner Eltern. Diese hatte tatsächlich nur Furcht vor dem ehemaligen Spielkameraden, alle anderen Nachbarkatzen und -kater begegnete sie weiterhin mit normalen Revierverhalten - je nach Rangordnung.
 
S

Sternchen139

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  • #25
Nun, unser Kater wurde täglich verprügelt und verprügelte andere. Mir wurde hier schon vorher gesagt, dass Einzelhaltung nicht artgerecht ist, aber naja... ich wusste es ja besser ;D irgendwann habe ich mir dann Gedanken gemacht und hatte einsehen. Sein Verhältnis zu anderen Katzen war ja nicht zu übersehen.

Sie kam bis vor kurzem gut mit ihm klar, das mag sein. Aber mit jedem Tag verlernt sie mehr die katzensprache. Erst war sie ein kitten, rüpelhaft und kannte keine Distanz. Nun ist sie ein Teenie, wurde früher nicht adäquat zurecht gewiesen von Artgenossen bzw hat es nicht verstanden. Beim jungen nachbarskater das gleiche. Da treffen nun also Tiere aufeinander, die schlecht sozialisiert sind und in der schlimmsten teeniephase. Plus revierstreitigkeiten. Zudem spielen Kater ganz anders als Katzen, was schnell zu Problemen führen kann.
Auch freigänger sollten nicht allein gehalten werden. Erstens sollten sie nicht unter einem Jahr raus, da sie sonst (neben der Gefahr für sie selbst durch Unachtsamkeit) keine Distanz kennen und halt typisch kitten sind. Die meisten adulten Tiere mögen keine kitten. Kann zu Problemen führen. In beiden Fällen aber, werden sie nicht richtig sozialisiert.
Das andere ist, dass selten gute Freundschaften mit fremden Katzen entsteht, erst recht nicht dann, wenn katz kein kätzisch mehr kann. Das ist ein Wunschdenken der Halter.
Dann gibt es Winter. Regentage. Urlaub. Der Nachbar verzieht, die nachbarskatze verstirbt. In all dieser Zeit ist eure Katze einsam und hat keine Freundin zu Hause. Und sie hat keinen Einfluss darauf.

Deshalb: bitte 2. Katze. Gleiches Geschlecht, ähnliches Alter. KEIN kitten.
Einen Bub würden wir uns eh nicht holen, aus Angst dass es noch mehr Streitereien mit dem Nachbarskater gibt. Sind schon zu viele Kater hier in der Gegend.
Wenn wir eine zweite Katze dazu holen, dann würden am besten beide erstmal drinnen bleiben, oder? Die neue ja sowieso die ersten paar Wochen, aber am besten dann auch Emmi.
 
Verosch

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  • #26
Ich bin auch für eine zweite Katze. Unser Tierheim hier vermittelt auch in Einzelhaltung bei Freigang… ich finde das völlig überholt und überhaupt nicht mehr zeitgemäß… wie es die anderen schon geschrieben haben, da werden draußen keine Freundschaften geschlossen, im Winter ist die Katze viel drin und dann alleine…

Wir leben auf dem Land, die meisten haben auch nur eine Katze. Ich wollte immer zwei :)
Wir haben seit Oktober ein Pärchen aus dem Tierheim. okay Kater und Katze würde ich so auch nicht empfehlen, aber die waren schon zusammen, hingen sehr aneinander und sollten nicht getrennt werden. Zur Zeit läuft es auch super, sie sind auch draußen oft zusammen oder kommen und gehen gleichzeitig. Der Nachbarskater (10 Jahre immer alleine, seit kleines Kitten) ist sehr neugierig, aber leider auch sozial verkrüppelt.… sie versuchen ihn immer mal anzuspielen, endet aber in Gefauche und kämpfen. Dann spielen unsere beiden halt wieder miteinander - so süß :)
 
Vitellia

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  • #27
Einen Bub würden wir uns eh nicht holen, aus Angst dass es noch mehr Streitereien mit dem Nachbarskater gibt. Sind schon zu viele Kater hier in der Gegend.
Wenn wir eine zweite Katze dazu holen, dann würden am besten beide erstmal drinnen bleiben, oder? Die neue ja sowieso die ersten paar Wochen, aber am besten dann auch Emmi.

Ich hab das von unseren Katzen abhängig gemacht. Das heißt, unsere durften weiterhin raus, als Nr. 3 dazu kam. Einfach, weil ich so viel Normalität wie möglich beibehalten wollte. Es sollte sich niemand wegen "der Neuen" eingeschränkt fühlen. Allerdings haben wir die (Blitz-)Zusammenführung auch im Winter durchgeführt, da hatten die Uris eh nicht so einen Drang nach draußen.

Bei uns hat das funktioniert. Aber wir sind nur ein Einzelbeispiel und nicht repräsentativ. Bestimmt tragen andere hier auch noch ihre Erfahrungen bei. :)
 
Thomas Lutz

Thomas Lutz

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  • #28
Hallo, das kommt mir sehr bekannt vor. War bei meiner Kiba auch so. Der Nachbarskater hat sie auch gejagt, manchmal bis zum Eingang ihrer Katzenklappe. Das sind Revierkämpfe. Und leider stehen neue, junge und kastrierte Katzen in der "Katzenhierachie" ganz unten.
 
Romano

Romano

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  • #29
Hallo, vielleicht kann mir hier jemand Antworten auf meine Fragen geben.
Unsere kleine Emmi (Etwas älter als 1 Jahr, kastriert, Freigängerin seit 4-5 Monaten) kommt neuerdings immer mal wieder verkratzt nach Hause.
Wir meinen zu wissen, von wem sie diese Kratzer hat: Von dem großen, dicken Nachbarskater Sam, 10 Jahre alt. Wir sehen immer wieder, wie sie panisch vor ihm wegrennt, manchmal hören wir auch Katzengeschrei und/oder Fauchen. Aber live gesehen wie er sie angreift, haben wir noch nicht. Daher nur die starke Vermutung, dass er es ist, weil sie eben öfter mal wegrennt und er ihr hinterher. Das Ganze geht nun etwas mehr als 1 Monat so.
Kurz die Historie der beiden: Vorher lebten beide ihr Leben ohne dass es Probleme gab. Allerdings hat sie ihn, als sie noch recht jung war, immer wieder zum Spielen aufgefordert (ist auf ihn zu gerannt und hat ihn "gefangen", wie sie es auch immer mit uns zuhause macht). Er fande das damals nicht so gut, ist dann aber meistens einfach gelangweilt weggegangen oder hat ihr anders zu verstehen gegeben, dass er nicht spielen möchte. Kurz gesagt: Er hat sie akzeptiert und in Ruhe gelassen.
Kurze Zeit später kam ein neuer Kater Moritz dazu, der etwa im gleichen Alter wie Emmi ist (ca. 1 Jahr; Kater einer weiteren Nachbarin). Emmi und Moritz haben sich gut verstanden, und er kam sie immer mal wieder besuchen.

Das ging auch alles eine Weile gut, bis der dicke Nachbarskater Sam anfing, unsere Emmi zu verfolgen und vermutlich auch anzugreifen. Das geschieht nun regelmäßig, sie kommt immer wieder mit Kratzern oder Wunden nach Hause. Bisher sind das eher kleine Wunden, allerdings habe ich Angst dass da auch mal mehr passieren könnte: Der Kater ist ein Riese mit 9kg und Emmi mit ihren knapp 3kg sehr zierlich.

Nun frage ich mich, warum rennt dieser Kater unserer Katze so hinterher? Weil sie in seinem Revier ist (das lässt sich nicht vermeiden, da der Kater direkt nebenan wohnt)? Oder ärgert sie ihn vielleicht (sie ist manchmal etwas frech)? Irgendwas muss doch da vorgefallen sein, da es am Anfang ja keine Streitereien gab. Oder ist das doch eine Art Spiel der beiden?

Auch noch auffällig: Seit den Problemen mit dem dicken Kater, hat sie offenbar auch Angst vor dem jungen Nachbarskater Moritz. Wenn er manchmal zu uns an die Terrassentüre kommt und in die Wohnung rein schaut, dann starrt Emmi ihn von ihrem Platz aus nur an und fängt so ganz seltsam an zu brummen (ein bisschen wie knurren aber nicht aggressiv, sondern eher ängstlich).
Hat irgendjemand eine Idee, was hier das Problem sein könnte?
Ich denke, deine muss lernen die Revierzeiten anders zu legen und ich würde darauf achten, dass der dicke Kater sie nicht bis nach Hause verfolgt, dann würde ich mit Wasserspritze hinterher sein, damit deine Euer zuhause immer noch als Schutzzone sieht. Wir haben auch einen Nachbarskater, der meinte das er sich unsere Terasse mit einverleiben kann. Da hat er sich aber gründlich getäuscht, der hat eine Dusche bekommen. Sorry! Mitlerweile haben meine Damen es aber zurückerobert und jetzt herrscht Ruhe.
 

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