Straßenkatzen in Berlin

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mousecat

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Katzen im Großstadt-Dschungel.:(

Mein Bruder gehört zu den Helfern und betreut, mit seiner Freundin zusammen,
verwilderte Katzen die auf einem Charlottenburger Friedhof leben.
Sie werden eingefangen, wenn nötig kastriert oder ärztlich behandelt,
regelmäßig gefüttert, teilweise auch vermittelt, wenn sie noch nicht
zu lange auf der Strasse leben.

Berliner Morgenpost: Berlin vom 17.04.2008: Katzenjammer

Und es kommen täglich neue Katzen dazu, einfach entsorgt und
auf die Strasse geworfen.:(
 
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NellasMiriel

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Toll dass sich Dein Bruder und soooo viele Menschen für die Cats of Berlin engagieren.....trotzdem macht mich der Artikel traurig, wenn Tiere gegeneinander ausgespielt werden, wie beschrieben.
"Wehe wenn ein Tier im Strafgericht Gottes sitzt..." kommt mir da in den Sinn.

lg Heidi
 
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Hexe173

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.. das ist wirklich ein " Katzenjammer":(
 
aLuckyGuy

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Also ich finde es zwar sehr gut, das es Menschen gibt die sich um diese Katzen kümmern und dies auch noch freiwillig und unentgeltlich tun. Dennoch glaube ich, das die bisherigen Massnahmen zur Reproduktionskontrolle, die meines Wissens ausschliesslich auf die Kastration beschränkt sind, ein ziemlich untaugliches Mittel sind die derzeitigen Probleme in den Griff zu bekommen.
 
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mousecat

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Also ich finde es zwar sehr gut, das es Menschen gibt die sich um diese Katzen kümmern und dies auch noch freiwillig und unentgeltlich tun. Dennoch glaube ich, das die bisherigen Massnahmen zur Reproduktionskontrolle, die meines Wissens ausschliesslich auf die Kastration beschränkt sind, ein ziemlich untaugliches Mittel sind die derzeitigen Probleme in den Griff zu bekommen.

Welche Mittel würdest Du vorschlagen?
 
Barbarossa

Barbarossa

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Vllt. meint Frank, dass die Menschen mehr Verantwortungsbewusstsein entwickeln sollen und ihre Katzen erst kastrieren lassen, bevor sie die auf die Straße entsorgen...? Muss ich jetzt einen Smiley dran setzen???
 
Jeanny59

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Ist ja Wahnsinn.........so viele Straßenkatzen in Berlin :eek:
Das hät ich nie gedacht und das in Deutschland :mad:
Das ähnelt ja schon der Türkei, Spanien usw.
Ich find es auf jeden Fall ganz toll, das es Menschen gibt die sich so rührend um die Tiere kümmern.

@mouscat
Richte deinem Bruder mal ein dickes Lob aus. Er soll es weitergeben an alle die Helfen.
 
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mousecat

Gast
Vllt. meint Frank, dass die Menschen mehr Verantwortungsbewusstsein entwickeln sollen und ihre Katzen erst kastrieren lassen, bevor sie die auf die Straße entsorgen...? Muss ich jetzt einen Smiley dran setzen???

Aber das ist doch nicht alleine ein Problem Berlins, sondern
eher ein globales Problem.:rolleyes:

Wenn ich hier auf dem Land das Katzenelend sehe,
wird mir auch übel und ganz schlecht und da finden
sich nicht so viele Helfer wie in Berlin.
 
Jeanny59

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Wenn ich hier auf dem Land das Katzenelend sehe, wird mir auch übel und ganz schlecht und da finden
sich nicht so viele Helfer wie in Berlin.

Das kann ich bestätigen.
Wenn ich an unseren Verein denke, da wird mir schon schlecht. Über 150 Mitglieder und nur 3 Leute (ich gehöre zu den dreien ;) die sich um die Katzen kümmern. Vorallem will niemand draußen sitzen und Katzen einfangen. Da hat niemand Zeit :mad:
In unserem Verein sind nur "Redner" die besser in die Politik gegangen wären :mad:
 
aLuckyGuy

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Peine
  • #10
Welche Mittel würdest Du vorschlagen?
Vllt. meint Frank, dass die Menschen mehr Verantwortungsbewusstsein entwickeln sollen und ihre Katzen erst kastrieren lassen, bevor sie die auf die Straße entsorgen...? Muss ich jetzt einen Smiley dran setzen???
Na ja, das setze ich sowieso mal vorraus. Wobei ich persönlich gar nicht mal glaube das die neu ausgesetzten Tiere das Problem derart verschärft haben, sondern der permanente Nachwus der wilden Streuner. Aber wie ich ja schon oft geschrieben habe... mit der Kastration hat sich vor allen bei den Kater leider nicht nur die Fortpflanzungsfähigkeit erledigt, durch das stark herabgesetzte Agressionspotential kann sich auch das Revierverhalten vollkommen ändern. Um es mal mit meinen Worten zu sagen... die Tiere rücken einfach etwas näher zusammen so das weitere wilde potente Streuner aus dem Umland in das Gebiet eindringen können. Und somit beginnt dann das Problem von neuen.

Um das Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen, müsste ein ganzer Massnahmekatalog erstellt werden. Vor allen sollten Eigentümer von Grundstücken auch endlich mal selbst zur Verantwortung herangezogen werden, nicht zuletzt auch finanziell. Wenn auf einen Grundstück bsw. Ratten entdeckt werden, ist die Sachlage ganz klar... nur bei Katzen will keiner Verantwortung oder gar Kosten übernehmen.

Gut find ich übrigens wenn sich Menschen engagieren und die Tiere nicht nur füttern sondern sie halt auch kastrieren und natürlich auch ärztlich versogen... so weit dies manchmal möglich ist. Aber bei vielen beschränken sich die Aktivitäten eben ausschliesslich nur auf das Füttern und das bringt natürlich jede Menge Probleme mit sich.
 
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Momenta

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  • #11
Hallöchen zusammen,

Elend (menschlich und tierisch) findet man nicht nur im Ausland, sondern auch bei uns, manchmal direkt vor der Haustür.


Manchmal frage ich mich, wie Menschen reagieren würde, wenn die TÄ kostenfrei kastrieren würden, insbesondere auf dem Land.
Was würde geschehen, wenn man in ländlichen Gegenden anbieten würde, die Katzen sogar abzuholen und wieder an den Ort zu bringen?

Wenn TÄ sich abwechseln würden und ein TA einen Tag lang kostenfrei kastrieren würde und das würde jeder TA mitmachen (so rein theoretisch), meint Ihr, damit würde das Tierelend gravierend vermindert werden?

Für diesen Einsatz würde jeder TA von (keine Ahnung von wem :rolleyes:) eine pauschale Gebühr von 600€ (fiktive Zahl) bekommen, also für den ganzen Tag.

Ist nur so eine theoretische, fiktive Idee, aber ich frage mich das immer wieder mal...

LG
Claudia
 
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Jeanny59

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  • #12
Manchmal frage ich mich, wie Menschen reagieren würde, wenn die TÄ kostenfrei kastrieren würden, insbesondere auf dem Land.
Was würde geschehen, wenn man in ländlichen Gegenden anbieten würde, die Katzen sogar abzuholen und wieder an den Ort zu bringen?

Wenn TÄ sich abwechseln würden und ein TA einen Tag lang kostenfrei kastrieren würde und das würde jeder TA mitmachen (so rein theoretisch), meint Ihr, damit würde das Tierelend gravierend vermindert werden?

Für diesen Einsatz würde jeder TA von (keine Ahnung von wem :rolleyes:) eine pauschale Gebühr von 600€ (fiktive Zahl) bekommen, also für den ganzen Tag.

Ist nur so eine theoretische, fiktive Idee, aber ich frage mich das immer wieder mal...

LG
Claudia

Wir bieten es den Bauern an. Kostenloses abholen und kastrieren. Manche gehen drauf ein, andere gehen auf uns los.

Aber die Idee mit den TÄ find ich gut.
Da werd ich bei der nächsten Versammlung mal drauf ansprechen.
Einen Tag kastrieren wird nicht funktionieren, da die Tiere ja eingefangen werden müßen und denen kann man leider nicht sagen das sie am Freitag in die Falle gehen müßen :)
 
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lulu39

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  • #13
Das Elend auf dem Lande ist seltsamerweise wirklich viel größer als hier in Berlin.

Ganz viele private Leute machen hier was für die Straßenkatzen..

So wie auch Frau Gierschik in Lichtenberg..

Luna-Hilfe erstellt mit PHPKIT von Claudia Wacker

Die Dame ist mit knapp 75 immer noch aktiv...und mega fleißig (ich war mal da mit Futter etc..).

Bei mir meine Omas, die 13 Katzen bestens pflegen und seltsamerweise kann man immer wieder Leute aktivieren.

Als hinter meinem Haus 3 Streunerle im Park auftauchten, hatte ich nach kurzer Untersuchung der Situation sofort eine ältere Dame aus dem Haus , die sich jetzt um die 3 kümmert..:D:D

Die Berliner mögen ihre Streetis irgendwie - jedenfalls ein Teil der Berliner..
 
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Momenta

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  • #14
Hi Jeanny,

wie gesagt, es sind nur Ideen, da ich keinen aktiven Tierschutz betreibe.

Es gibt ja genug TÄ, die sich im Tierschutz engagieren, aber evt. lässt sich dieser Gedanke irgendwie weiterspinnen und umsetzen.

LG
Claudia
 
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lulu39

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  • #15
Und es kommen täglich neue Katzen dazu, einfach entsorgt und
auf die Strasse geworfen.:(

Das ist der Knackpunkt - das gewissenlose Umgehen mit den Tieren !!! Wohnungskatzen aussetzen macht die Straßenkatzenkolonien nämlich anfällig.

Straßenkatzen hat es immer gegeben und wird es immer geben - überall auf der Welt. Sie müssen kastriert und kontrolliert werden - das ist das AH und OH.

Ein Großteil der Katzen, die auf der Straße leben, können gut und gerne auf "liebende Dosis" verzichten..- sie mögen uns gar nicht so. Und sie können sich zum Beispiel im Sommer sogar selbst versorgen - die ausgesetzen Wohnungskatzen bleiben da auf der Strecke..Und da müssen wir dann halt ran.

Aber das funktioniert eben nur, wenn man sie in Ruhe läßt, für eine kontrollierte, TÄ-versorgte Population sorgt etc..
 
Barbarossa

Barbarossa

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  • #16
Manchmal frage ich mich, wie Menschen reagieren würde, wenn die TÄ kostenfrei kastrieren würden, insbesondere auf dem Land.

Claudia, hier wurden Tierschützer vom Hof gejagt, weil die Bauern auch keine kostenlos kastrierten Katzen möchten. Begründung: Die werden faul und fangen keine Mäuse mer. Außerdem ist der Nachwuchs dann nicht gesichert. Klar, die wenigsten Katzen werden dort alt und so lange immer Neue nachkommen, braucht sich der Bauer keine Gedanken um kranke Tiere machen.

Für diesen Einsatz würde jeder TA von (keine Ahnung von wem :rolleyes:) eine pauschale Gebühr von 600€ (fiktive Zahl) bekommen, also für den ganzen Tag.

Viele TH-Vertrags-TÄ bekommen diese Summe für 10 oder mehr Tage Arbeit. Die würden freiwillig 30 Tage im Monat kastrieren...
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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  • #17
Claudia, hier wurden Tierschützer vom Hof gejagt, weil die Bauern auch keine kostenlos kastrierten Katzen möchten. Begründung: Die werden faul und fangen keine Mäuse mer. Außerdem ist der Nachwuchs dann nicht gesichert. Klar, die wenigsten Katzen werden dort alt und so lange immer Neue nachkommen, braucht sich der Bauer keine Gedanken um kranke Tiere machen.

Ich bin ja eigentlich keine Freundin von Reglementierungen in allen Lebensbereichen, aber hier fände ich eine Kastrationspflicht begrüßenswert - mit fetten Geldbußen für die, die sich nicht dran halten.

Meines Wissens ist das in Österreich so, warum also geht das hier nicht?

Hier müßten mal alle Orgas an einem Strang ziehen (ich weiß, das ist utopisch), rechtzeitig vor der nächsten Wahl auf den Putz hauen, vielleicht würde das ja was bringen.

LG Silvia
 
aLuckyGuy

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Peine
  • #18
Ich bin ja eigentlich keine Freundin von Reglementierungen in allen Lebensbereichen, aber hier fände ich eine Kastrationspflicht begrüßenswert - mit fetten Geldbußen für die, die sich nicht dran halten.

Meines Wissens ist das in Österreich so, warum also geht das hier nicht?
Ich glaube das Thema hatten wir schon mal, als es um Zwangskastration in den USA ging. Ich finde, man kann das nicht einfach verallgemeinern und per Gesetz eine Zwangskastration einführen. Sorry, aber schon bei dem Gedanken könnte ich wütend werden. Ausserdem hatten wir die Diskussion ja schon mal. Wer entscheidet denn dannn wer eine Ausnahmegenehmigung bekommt und vor allen weshalb soll er die denn bekommen? Nein, also egal das finde ich keine gute Idee, um es mal ganz höflich auszudrücken.
 
Barbarossa

Barbarossa

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  • #19
Wer entscheidet denn dannn wer eine Ausnahmegenehmigung bekommt und vor allen weshalb soll er die denn bekommen?

Jeder Katzenhalter mit einem Funken Verantwortungsbewußtsein läßt seine Katzen ohnehin kastrieren, meist sogar rechtzeitig. Diese Regelung dürfte überhaupt keine großen Wellen schlagen. Ausnahme werden die sein, die Katzen als Nutzvieh betrachten und die, die sich lieber was Kleines neu holen, als in die "ach jetzt ist sie nicht mehr klein und niedlich-Katze" zu investieren. Gerade dort, wo Katzenscharen verwildert aufwachsen und sich vom Schweinefutter ernähren müssen (wie beim Bauern im Nachbarort) würde die Kastration per Gesetz viel Elend verhindern. Und die Kundschaft des Hofladens bekäme nicht zum Liter Milch gleich ein 4-wöchiges Kätzchen gratis dazu angeboten, denn "wir haben dieses Jahr so viele" ... :(
 
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tiha

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  • #20
Jeder Katzenhalter mit einem Funken Verantwortungsbewußtsein läßt seine Katzen ohnehin kastrieren, meist sogar rechtzeitig. Diese Regelung dürfte überhaupt keine großen Wellen schlagen. Ausnahme werden die sein, die Katzen als Nutzvieh betrachten und die, die sich lieber was Kleines neu holen, als in die "ach jetzt ist sie nicht mehr klein und niedlich-Katze" zu investieren. Gerade dort, wo Katzenscharen verwildert aufwachsen und sich vom Schweinefutter ernähren müssen (wie beim Bauern im Nachbarort) würde die Kastration per Gesetz viel Elend verhindern. Und die Kundschaft des Hofladens bekäme nicht zum Liter Milch gleich ein 4-wöchiges Kätzchen gratis dazu angeboten, denn "wir haben dieses Jahr so viele" ... :(


Danke, Du sprichst mir aus der Seele...
 
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