Stiftung Warentest & die unsäglichen Resultate - Bitte um Mithilfe!

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FrauFreitag

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hallo liebe foristen,

nachdem ich dieser tage mal wieder den test der stiftung warentest in den fingern hatte, habe ich sie angeschrieben. und heute dann tatsächlich eine antwort bekommen.

ich würde diese gerne wiederum beantworten - und zwar niet- und nagelfest mit entsprechenden quellen. doch fehlt mir in letzter zeit schlichtweg die zeit als in diesem falle auch das tiefstgreifende wissen bzw. die quellen, um hier gut zu kontern.

möchte jemand mithelfen? vielleicht hört das dann endlich mal auf mit dem hochloben von irgendwelchen billigfuttermitteln ...

hier meine mail:
"Sehr geehrtes Stiftung-Warentest-Team,

nachdem ich Ihren neuerlichen Test zum Thema Katzenfutter gelesen habe, möchte ich Sie dringend ersuchen, doch in Zukunft entweder die Finger von diesem Thema zu lassen oder SERIÖS zu testen!

Die Kriterien Ihrer Testergebnisse führen zu Resultaten (im Sinne von "gewinnenden" Produkten), die mitnichten eine ausgewogene Ernährung für den Carnivoren (!) Katze bieten. Damit widersprechen Sie nicht nur jeglicher Forschung zum Thema Katzenernährung, sondern öffnen auch Tür und Tor für diejenigen Halter, die sich nun in Ihrer fehlerhaften Fütterung bestätigt sehen. Sprich: Sie richten SCHADEN an, und zwar massiven - wegen Irreführung.

Sie können schon in privaten Beiträgen jede Menge zu Ihren Fehlern lesen, siehe z.B. hier:
http://blog.katzen-fieber.de/2017/04/stiftung-warentest-042017-nassfutter-test/
http://www.vom-taubertal.de/blog/katzenfutter-stiftung-warentest-der-verspaetete-aprilscherz/

"Katzen würden Mäuse kaufen" von Grimm ist Ihnen vermutlich auch kein Begriff ...

In den Artikeln oben steht eigentlich schon so gut wie alles drin: Sie bewerten den Fleischgehalt nicht - bei einem Futter für reine Carnivoren, ernsthaft? Das ist und sollte DER ausschlaggebende Grund für die Beurteilung der Qualität eines Futters sein! Der feline Organismus ist NICHT dazu in der Lage, Proteine aus anderen Quellen als tierischen zu verstoffwechseln und da die Katze, wie schon zigfach erwähnt, ein Karnivore ist, ist die Zufuhr hochwertiger tierischer Proteine der Hauptfaktor für ein gutes Futter. Wieviel "echtes" Fleisch ist bei einem Futter für 30 Cent die 400g-Dose enthalten, was meinen Sie?

Auch hier täuschen Sie den Verbraucher - es darf jede Menge Mist enthalten sein in Tierfutter. Wenn Sie richtig recherchiert haben, dann wissen Sie, welche Klassen der Schlachtabfälle dafür verwendet werden dürfen und was diese beinhalten.

Unterlassen Sie es doch BITTE einfach in Zukunft, weiterhin solche Tests zu veröffentlichen - man gewinnt hier den Eindruck, dass Sie eventuell nicht ganz unabhängig sein könnten, nachdem in schöner Regelmäßigkeit die qualitativ minderwertigsten Produkte sehr großer Hersteller oder Supermärkte als Testsieger aus Ihren Tests hervorgehen!

Mit freundlichen Grüßen ..."​

hier die antwort, die vorhin kam:
" Sehr geehrte Frau X,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wie in unserem aktuellen Testbericht dargestellt lag der Fokus unserer Bewertung auf der Ausgewogenheit des Katzenfutters. Vor dem Test haben wir uns eingehend mit Fachleuten und Tierärzten beraten. Alle für die Katze notwendigen Nährstoffe müssen in einem ausreichenden und ausgewogenen Verhältnis in einem Alleinfutter enthalten sein. Dies ist bei den von unseren mit "sehr gut" und "gut" getesteten Produkten der Fall.

Wie hoch dabei der Anteil an Fleisch und Fleischerzeugnissen ist, ist hier nicht ausschlaggebend. Ein hoher Fleischanteil im Futter bedingt nicht gleichzeitig einen ausgewogenen Nährstoffgehalt und damit eine gute ernährungsphysiologische Qualität des Futters. Wird z.B. ein Bestandteil wie Rind ausgelobt, müssen mindestens 4 % Rind im gesamten Fleischanteil vorhanden sein. Das bedeutet aber nicht, dass das Produkt nur 4 % Fleisch enthält!

Fehlen wichtige Nährstoffe, sind sie überdosiert oder stehen in einem ungünstigen Verhältnis zueinander, ist das Futter für die Katze nicht ausgewogen und wird von uns entsprechend negativ bewertet.

Wir haben im Futter auch nach unerwünschten Bestandteilen gefahndet und weder Antibiotikarückstände, noch gentechnisch veränderte Organismen oder Lockstoffe nachweisen können.

Verarbeitet werden laut Futtermittelverordnung nur einwandfreie, vom Amtstierarzt freigegebene Rohstoffe. Für die Futterherstellung werden Reste vom Schlachten, die der Mensch verschmäht, etwa Schweinefüße, Lunge, Nieren, Sehnen und Knorpel, verwendet. Auch Fleischmehl aus Fett, Knochen und Innereien (wichtig für die Mineralstoff- (z.B. Kalzium) wie auch die Vitaminversorgung) fallen darunter. Tiermehl aus Kadavern oder aus BSE-Risikomaterial ist hingegen tabu. Das Fleischmehl darf auch nur von Schlachttieren stammen, die der Amtstierarzt für den menschlichen Verzehr freigegeben hat. Übrigens haben wir in keinem Futter Klauen, Fellteile oder Ferdern gefunden.

Grundsätzlich ist es kein Problem, Katzen mit tierischen Nebenerzeugnissen zu füttern. Schlachtabfälle und Innereien sind durchaus nahrhaft, und schließlich kommt auch die Maus nicht als Filetstück daher, sondern wird mit Haut, Haaren, Düsen etc. gefressen. (PF)

Wenn Sie den Test und die dazugehörigen FAQs in Ruhe lesen, bekommen Sie die wichtigsten Infos zu Fleischanteilen, Schlachtnebenprodukten und K3-Materialien. Nochmal kompakt: Alle Futter enthalten hochwertiges tierisches Eiweiß – das zählt für die Katze. Schlachtnebenprodukte, zu denen Innereien übrigens auch zählen, sind absolut wünschenswert, weil sie viele wichtige Nährstoffe mitbringen. Tatsächlich kann sehr viel so genanntes K3-Material im Tierfutter verarbeitet werden, das kaum ein Besitzer seinem Tier vorsetzen möchte. Deshalb untersuchen wir die Futter aufwendig per Mikroskop darauf – und fanden nichts! Darum können wir die guten und sehr guten Futter im Test mit gutem Gewissen empfehlen.

Ihren Unterstellungen zu unserer Motivation bei der Testdurchführung widersprechen wir entschieden und dürfen Ihnen versichern, dass die Stiftung Warentest ihre vergleichenden Warentests unabhängig, ohne Einfluss von Herstellern und Handel oder anderen Interessensvertretern, nach wissenschaftlichen Methoden durchführt. Weder werden wir von den Anbietern finanziert noch nehmen wir Spenden jedweder Art an.

Mit freundlichen Grüßen xxx"​
 
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FrauFreitag

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meine ansatzpunkte wären schon mal:

--> man betont die "ausgewogenheit" der nährstoffe im futter als wichtigstes kriterium. das ist schön und gut - WENN die katze das futter an und für sich verwerten kann. eine top-zusammensetzung bringt doch auch nichts, wenn die katz den mist gar nicht verstoffwechseln kann und/oder nicht braucht.
wo gibt es hier literatur, die das nochmals verdeutlicht, wissenschaftliche?

--> ich sehe da irgendwie einen widerspruch: einerseits wird von ausgewogenheit gesprochen, andererseits aber wiederum davon, dass ja ruhig auch haut, haare, klauen drin sein dürfen. nun - im billigfutter sind sicherlich mehr abfälle (gleich haut, haare, klauen usw.) drin als muskelfleisch. das zählt dann nicht zur vielgepriesenen ausgewogenheit?

--> die argumente der antwortenden zielen alle in richtung von fakten, die größtenteils keinen einfluss auf die bewertung des futters hatten.

--> anteil an zutaten, die für katzen ungesund sind wie z.b. zucker
 
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LukeLeia

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Ehrlich gesagt, spar dir die Mühe. Das bringt eh nix, da es bei Stiftung Warentest niemanden ernsthaft interessieren wird und die Mail am Ende im Papierkorb landet. Ähnlich wie die Diskussion in "Ernährung Sonstiges" über "Vegane Katzenernährung".

Wenn man schon liest, dass sie eher bemängeln, dass auf dem Etikett der Tundra Dose ein Schneeleopard zu sehen ist statt eine Hauskatze, als auf die K3 Materialien einzugehen zeigt sich doch welcher Maßstab angelegt wird.

Zudem richten sie sich bei den "gesunden Mengen" doch genau an den Werten die die Futtermittelindustrie vorgibt. Ist und bleibt einfach ein schlechter Witz und der Test hat umgefähr den Wert der Bildzeitung.

Ignoriren, überlesen umd all die jenigen Bemitleiden, die dann darauf reinfallen... denke jeder der sich mal selbst mit der Ernährung von Katzen befasst hat kann nur müde über den Test lachen.
 
N

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In der Antwort der Stiftung Warentest steht nichts, was irgendwie falsch oder angreifbar wäre, von daher kannst du da nicht kontern.

"Ich möchte meiner Katze kein Futter mit Zucker füttern." ist ein rein emotionales Argument. Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass diese Minimenge irgendwie schädlich wäre.

Genauso können Katzen Proteine aus pflanzlichen Quellen verstoffwechseln - Aminosäure A aus Pflanze ist ja chemisch nichts anderes als Aminosäure A aus Fleisch. Das Aminosäurenprofil - also die Anteile der einzelnen Aminosäuren am Gesamtprotein - von Pflanzen ist allerdings ein anderes als das von Fleisch und entspricht nicht dem Bedarf von Katzen (das ist bei Menschen übrigens nicht anders).
Kombiniert man aber pflanzliches mit tierischem Protein, können dabei sogar höhere biologische Wertigkeiten rauskommen als nur mit tierischem Protein - kommt immer auf Kombination und Mengenverhältnisse an.

Von daher ist es schon klar, dass da keine Forenmaßstäbe angelegt werden, die in den meisten Fällen eher emotional begründet und schlecht bis gar nicht belegbar sind, sondern auf anderer Basis beurteilt wird, auch wenn ich die Kriterien (Verpackung, Fütterungsempfehlung...) teilweise auch fraglich fand.

Sie schreiben ja, sie hätten in keinem Futter Fell, Klauen, Federn oder anderweitig fragliches K3-Material gefunden. Das kann man jetzt glauben (ich würde das tun) oder auch nicht - aber solange du ihnen nicht die Analysedaten klaust und sie dir selber anschaust, wirst du ihnen die Aussage nicht widerlegen können.

Ich finds ja schon nett, dass sie dir überhaupt geantwortet haben, so freundlich war deine Mail ja nun nicht :D
 
F

FrauFreitag

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nun ja - nachdem zum wiederholten male billigstes futter in den himmel gelobt wurde ...

ich kenne mich ernährungstechnisch so weit aus wie viele - sprich: zusammensetzung laut deklarationsreihenfolge sagt etwas über die menge aus, je genauer deklariert desto hochwertiger, schlachtabfälle nicht so prall usw.

dass billigfuttermittel für unter 1 euro das kilo unmöglich GUT und artgerecht sein KÖNNEN wage ich einfach mal zu behaupten. und erinnere mich eben noch vage an grimms "katzen würden mäuse kaufen" und die inhaltsstoffe, die futter doch noch so zugesetzt werden.

WO kann man hier ansetzen bzw. angreifen?

bzw. kennt wer irgendwelche fachliteratur, die das genauer auseinandersetzt?

was ist mit dem zusatz von protamex bzw. novo pro d?
und was ist mit dem erdgasschnitzel oder -granulat, das in den letzten jahren ständig erwähnt wurde?

und überhaupt - das ganze ist doch viel zu schwammig: sie haben nichts gefunden, nichts fieses, in dem futter.
ok - wo wurde es gekauft, wieviel davon? klasse 3 schlachtabfälle sind garstig - und die zusammensetzung nicht immer gleich, weil genommen wird, was eben da ist. hier darf "überlagertes" fleisch verwendet werden, jegliches, nicht mehr für den verzehr geeignetes und und und ... auf WAS wurde hier untersucht, was wurde in wievielen dosen NICHT gefunden?
inwiefern ist es "besser" (und das behaupten sie ja im test), futtermittel zu verfüttern, die von der zusammensetzung überhaupt gar nicht mehr der eines beutetieres entsprechen und zudem aus stoffen bestehen, die so verkocht werden, dass sie mittels von vitamin- und sonstigen zugaben wieder annähernd in die nähe eines "natürlichen" nahrungsmittels gebracht werden können? das ist doch alles kokolores. und man muss dem doch irgendwie widersprechen können.
 
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FrauFreitag

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Ich finds ja schon nett, dass sie dir überhaupt geantwortet haben, so freundlich war deine Mail ja nun nicht :D

nö, war sie nicht :D
aber es nervt mich einfach: würde man so etwas bei menschen"futter" behaupten, dass dermaßen billige fleischpampe auf jeden fall gleichwertig, wenn nicht besser ist als anderes hochpreisiges - da würde man sie lynchen für.
teuer muss nicht gut sein, aber billigst ist es eben nie.
 
N

Nicht registriert

Gast
bzw. kennt wer irgendwelche fachliteratur, die das genauer auseinandersetzt?
Nein, zumindest nicht, soweit mir bekannt ist. Es gibt Literatur, die sich mit Mikro- und Makronährstoffen beschäftigt (zum Thema "Wie viel Kohlenhydrate dürfen ins Katzenfutter" gibts gerade auch einen Thread). Aber da wird nirgendwo aufgeschlüsselt, dass das Protein bitte aus reinem Muskelfleisch zu kommen hat, wäre auch unlogisch, weil es nur auf das Verhältnis der Aminosäuren untereinander ankommt, und das kann ich auf viele Weisen erreichen.

Wäre interessant, ob sie das Aminosäurenprofil der jeweiligen Futter auch untersucht haben.
was ist mit dem zusatz von protamex bzw. novo pro d?
und was ist mit dem erdgasschnitzel oder -granulat, das in den letzten jahren ständig erwähnt wurde?
Gerade den Erdgaskram kenne ich nur von Grimm. Und der schreibt viel, wenn der Tag lang ist ;)

Ich will gar nicht bestreiten dass da viel Schindluder getrieben wird, wird es mit menschlicher Nahrung ja auch, und da kommt dann sicher Zeug dabei raus, das man nicht in der Katze haben will. Aber das lässt sich nicht als Argument verwenden (außer dafür, das Futter gleich selber zu machen), weil das bei jedem Hersteller passieren kann.
auf WAS wurde hier untersucht, was wurde in wievielen dosen NICHT gefunden?
Das müsstest du genauer nachfragen. Sie schreiben, dass Fell, Klauen etc. nirgendwo gefunden wurden, d.h. ich gehe davon aus, sie haben nach Keratin gesucht.

K3-Material ist ja nicht prinzipiell böse, das kann auch Muskelfleisch sein.
inwiefern ist es "besser" (und das behaupten sie ja im test), futtermittel zu verfüttern, die von der zusammensetzung überhaupt gar nicht mehr der eines beutetieres entsprechen und zudem aus stoffen bestehen, die so verkocht werden, dass sie mittels von vitamin- und sonstigen zugaben wieder annähernd in die nähe eines "natürlichen" nahrungsmittels gebracht werden können? das ist doch alles kokolores. und man muss dem doch irgendwie widersprechen können.
Es kommt darauf an.
Wenn ich jetzt Almo mit Kitekat vergleiche, hat Almo sicher die "wertigeren" Rohstoffe. Trotzdem wird die Katze, die nur mit Almo gefüttert wird, eher krank.
Genauso, wenn ich irgendein Futter nehme, das zwar vom Aminosäurenprofil 100% passt, aber dafür zu viel Vitamin A enthält.
Ich denke schon, dass Vitamine und Mineralstoffe die größere Rolle spielen und da Unter- und Überdosierungen schneller negative Folgen haben als eine nicht hundertprozentig dem Beutetier entsprechende Fleischzusammensetzung. Oder ein Futter, das nur aus Nebenerzeugnissen besteht. Hauptsache der Bedarf an Aminosäuren und Fettsäuren wird halbwegs passend abgedeckt. Wie das passiert, ist erst einmal egal, zumindest gibt es keine Literatur, die das Gegenteil beweist, nur Literatur, die z.B. nachweist, dass Über- und Unterdosierungen bestimmter Vitamine und Mineralstoffe gefährlich werden können.
Deswegen wurden ja anscheinend auch einige "hochwertige" Futter abgewertet, und das dann auch zurecht. Ich hab den Test zugegebenermaßen nicht vollständig gelesen.

"So verkocht, dass es Vitamin- und sonstige Zugaben braucht" trifft sowieso auf jedes Dosenfutter zu, auch auf das allerhochwertigste ;)

-> Füttere das Futter, bei dem du selbst ein gutes Gefühl hast und lass die Stiftung Warentest Stiftung Warentest sein. Sie argumentieren belegbar, und es gibt keine Literatur, mit der sich irgendwie beweisen ließe, dass Futter mit passender Nährstoffzusammensetzung für zehn Euro das Kilo Futter mit passender Nährstoffzusammensetzung für einen Euro das Kilo überlegen wäre.
 
-Malina-

-Malina-

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Wie ging es denn hier weiter? Deine Rückantwort würde mich interessieren.
 
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Warringtonkater

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Hm, für mein empfinden reagierst Du wirklich über.
Stiftung Warentest zerlegt die Fertignahrung einfach wie es jeder Lebensmittelchemiker mit Nahrung macht und guckt, was sind die Anteile an verwertbaren Eiweißen und anderen Nährstoffen, wie sieht es mit Mineralstoffen und Vitaminen aus. Natürlich werden diese Ergebnisse mit der Zusammensetzung einer natürlichen Ernährungsweise verglichen und das Futter, was dem am nächsten kommt, erhält die beste Bewertung.
Was nützt mir ein hochpreisiges Fertigfutter mit viel Muskelfleisch, wenn Mineralstoffe und Vitamine fehlen oder womöglich zu viel Phosphat drin ist?
Ich sehe selbst, dass unsere Stubentiger wesentlich älter werden, als wild lebende Katzen. Viele Erkrankungen sind auch dem hohen Lebensalter geschuldet und wenn mein Kater mit 18 Jahren leichte Nierenprobleme hat, kann ich natürlich sagen: zu viel Phosphat im Futter oder aber auch einfach: er ist alt.
Natürlich gibt es uns wenige, die sehr genau darauf achten, was unsere Lieblinge zu sich nehmen, aber die Mehrheit der Menschen ist bequem. Sie füttern ihren Babys Fertignahrung und geben ihren Katzen Dosenfutter von Aldi. Das wird auch so bleiben. Umbringen wird niemand seine Katzen mit diesem Dosennassfutter. Stiftung Warentest versucht hier doch nur Empfehlungen zu geben und "den Schaden" einzudämmen. Was anderes können sie nicht. Artikel mit Predigten wie Katzen optimal zu ernähren sind bringen niemand etwas.
Vielleicht sollte man auch keine Religion daraus machen.
 
L

LukeLeia

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  • #10
Wie oben schon erwähnt, spar dir die Mühe.

Im Endeffekt wird sich weder an der testweise von Stiftung Warentest etwas ändern noch wird es dort jemanden interessieren. Auch glaube ich nicht, dass die meisten ihr Tierfutter anhand des Tests von StiWaTe auswählen.

Entweder man hat diejenige die eh Bedacht darauf sind und für sich selbst tiefgründig recherschieren oder die im nächsten Supermarkt kaufen, was am Abend vorher in der TV Werbung gut aussah.

Die meisten "Massenmarkt" Käufer wollen doch auch gar nicht wissen was Sie verfüttern... es hinterfragt auch keiner wo das "Billighuhn" herkommt oder was in der "guten Kalbsleberwurst" für 79Cent pro 200g drin ist.

Zudem die Studien die Du suchst gibt es einfach nicht und im Endeffekt kann Dir keiner 100%ig sagen, was "wirklich" die ideale Lösung ist denn im Endeffekt hat da jeder "Experte" seine eigene Meinung.

Und für Leute die gerne mehr ausgeben für Futter ohne die K3-Bestandteile sind deine aufgeführten Links eine super Hilfe aber als "wissenschaftlich fundierte" Quelle kannst du diese nicht anführen. Eher kann Dir StiWaTe Studien vorlegen, die ihre Testeweise wissenschaftlich belegen.

Also egal wieviel Mühe du dir damit machst du wirst nicht ändern. Weder bei Warentest noch bei all den Leuten die lieber Sheba/Whiskas/Felix kaufen statt irgendwelche hochwertigen Pates.
 

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