Sind die "heutigen" Katzen wirklich "sensibler" oder machen wir einfach zu viel?

  • Themenstarter chrissie
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Rickie

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  • #41
Ich habe gelesen, dass sie Pieseln, Kot und Kötzeleien täglich beseitigen muss. Das wurde nur einmal erwähnt, aber ich glaube, das zehrt gerade über einen längeren Zeitraum auch an der Substanz.

Und ja, ich habe schon oft gelesen, wie viele nimmermüde, liebe- und aufopferungsvolle Foris dieses Schicksal teilen, ich habe bei allen größte Hochachtung.

Ich meine allerdings, dass so eine Belastung eben auch an die Substanz gehen kann, und dann sieht man Manches (manchmal) vielleicht etwas mutloser oder resignierter?

Ich glaube, sie kann sich eben nicht genug "zurücklehnen" und wichtig wäre, Möglichkeiten dafür zu finden.

Bloß meine Gedanken OHNE Vorwissen aus früheren Threads.

Danke, dass Du da noch einmal nachgehakt hast. Ich hatte das gelesen.
Allerdings muss ich sagen, dass wir mal eine Fundkatze hatten, die furchtbaren Durchfall und ein gebrochenes Bein hatte, die hat den ganzen Teppich auf der Veranda zugesch..., also ich weiss, wie das ist. Es faellt schwer, da entspannt zu bleiben, ist halt eine Menge an Mehrarbeit. Und gerade deshalb soll man eben mal an anderer Stelle entspannter bleiben, den AB anschalten und nicht fuer Hinz und Kunz und Telefonwerbung da sein. Ich bin nicht der Spielball der Gesellschaft inclusive Telefonwerbung und Modezwang und Besitzzwang.

Man muss Prioritaeten setzen koennen. Da lasse ich mich nicht sinnlos aufreiben fuer Dinge, die nur irgendwelchen Anbietern dienen (Autohaendlern, Vesicherungen, Stromanbietern etc), sondern behalte meine Nerven fuer mich, meine Familie, die Tiere.

Die Katze hat uebrigens nicht ueberlebt. Sie war auch ueber 20 Jahre alt. Aber ich habe das gute Gewissen, dass sie noch ein paar schoene Wochen hatte.
Um mich etwas verstaendlicher zu machen, ich arbeite Vollzeit und schlage mir jede Nacht einige Zeit um die Ohren mit den Streunern. Da muss man einfach so einiges sehr effektiv betreiben, wie z.B. Nerven sparen.
 
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  • #42
Beispiel:
Da wird nicht gesaugt wenn die Katze schläft.Hallo?
Ich bin vor diesem einen Forenthread noch nicht mal auf die Idee gekommen, dass man da drauf Rücksicht nehmen könnte. Als ob die Katzen auf mich Rücksicht nehmen, wenn ich schlafe :D
 
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Eloign

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  • #43
Beispiel:
Da wird nicht gesaugt wenn die Katze schläft.Hallo? Ich sauge dann wenn ich saugen will.

Ich gehöre zu denen, die nicht saugen, wenn die Katze schläft. :oops:
Grund dafür ist, dass ich meine Katze danach nicht 5 Stunden unterm Sofa hocken sehen möchte.
Und ich sauge schließlich auch nicht, wenn ein Mensch noch im Raum schläft. Außerdem läuft der Schmutz nicht weg.
 
Pettersson

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  • #44
Ich denke, wir sind sensibler geworden, nicht die Katzen. Und Katzen sind die Spiegel unserer Seele. Wenn wir sie überbehüten, regieren sie entspechend - sie werden mäkelig und maulig.

Ich hatte früher ein richtiges Problem mit Willi. Er fauchte mich an, biss und kratzte mich auch ziemlich heftig. :eek: Und ich hatte tatsächlich Angst, in einem Zimmer mit Willi zu schlafen. :glubschauge:
Seitdem ich ausgeglichener geworden bin ist das auch Willi geworden. Ich sage es nochmal: Ich hatte früher ein richtiges Problem mit Willi. Ich mit ihm, nicht er mit mir! Heute sind wir beide ein Herz und eine Seele. Er kommt morgens zum schmusen ins Bett, ich kann ihn überall krabbeln und schmusen, ihn zurechtweisen, wenn er Mist baut... es ist ein völlig entspanntes Verhältnis geworden. Weil ich mich geändert habe.

Insofern, weniger ist mehr. Katzen sind Katzen sind Tiere. Und sollen es auch schön bleiben. Nicht Kindchenersatz.
 
Pettersson

Pettersson

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  • #45
Ich gehöre zu denen, die nicht saugen, wenn die Katze schläft. :oops:
Grund dafür ist, dass ich meine Katze danach nicht 5 Stunden unterm Sofa hocken sehen möchte.
Und ich sauge schließlich auch nicht, wenn ein Mensch noch im Raum schläft. Außerdem läuft der Schmutz nicht weg.

Wuhahaha....
Ich geb's ja zu... ich bin genau so... *lach*
 
chrissie

chrissie

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  • #46
Auf Arbeit habe ich es wirklich nicht leicht, da will ich wenigstens nach Feierabend mein Leben geniessen. Ich habe kein Mobilphone. Wer mich anrufen will, soll das tun, wenn ich zu Hause bin, oder was auf den AB quatschen.

Telefon, TV, Intenet, alles ein Anbieter. Macht die Sache unkompliziert.
Autoversicherung? Die gleiche seit 1991. Damit fahre ich gut. Eine Nachtmuetze hat mein Auto im Dezember zu Schrott demoliert, ich hab's ueberlebt und sehe, wie gut wir jetzt auch mit einem Auto klarkommen.
Man muss nicht alles aufs Neueste haben, man kann auch manchen Trend ignorieren. Online kaufen hab ich noch nie gemacht und fahre gut dabei. Was ich kaufe, moechte ich sehen und direkt in die Hand bekommen.

So, hab jetzt nicht so viel Zeit, habe die ganzen interessanten Antworten seit gestern Abend nur kurz überflogen, aber hier kann ich schnell antworten:

Ich arbeite in der Medienbranche, bin selbständig mit Websites, Print und DVD Programmierung. Da MUSS ich leider den "neuesten" Trend mitmachen, zumindest was diese Dinge betrifft. Ich kann mir es leider nicht leisten, alles von einem Provider zu haben (ich war vorher bei Alice) und dann nur ne DSL 16.000er Leitung. Ich muss teilweise Material von mehreren Gigabyte bei Kunden hoch- und runterladen. Wenn ich da ne langsame Leitung hab, dann dauert das 15 Std, und das geht leider nicht.
Und Handy brauch ich da leider auch.
Ich muss auch manchmal Online kaufen, da es eben einfach günstiger ist. Wenn man die Wahl hat, im Laden z.B. 150 EUR zu zahlen und Online nur 120 EUR ... ich hab nicht soo viel Geld, dass ich jetzt sag, ach was, scheiß auf die 30 EUR.


Die TE fragt, ob die Katzen psychotischer sind als früher oder ob dieser Hype um die sogenannte "artgerechte Haltung" den Halter selbst psychotisch macht. Für mich ist das Zweite am verständlichsten. Dieser Hype ist eben nicht artgerecht. Und die Stressfaktoren übertragen sich auf die Katzen.

Das ist eben genau das Gefühl, das ich langsam bekomme, dass es so ist.
 
Rickie

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  • #47
@Chrissie:
Wenn Du arbeitsmaessig eine Menge Kommunikationstehnik brauchst, sieht das natuerlich anders aus. Ich selber arbeite mit mehreren internationalen Datenbanken, da brauche ich auch einen enorm leistungsfaehigen Computer. Aber nach Feierabend ist eben Schluss, da kann ich mir auch aussuchen, welche Anrufe ich da wann annehme.
Ich bezahle z.B. auch fast alles bar, weil ich keine Lust habe, jeden Monat eine lange Rechnungsliste zu vergleichen, behalte so auch eine ganz einfache Uebersicht, was ich so ausgebe. Es gibt sicher tausende Kleinigkeiten im taeglichen Leben, wo man Stress ausschalten oder verringern kann. An erster Stelle steht aber die Einstellung dazu. Will ich ernsthaft eine entspanntere Einstellung den taeglichen Gegebenheiten des Lebens gegenueber einnehmen, oder mache ich mich interessanter, wenn ich alles aufbausche?
 
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  • #48
@Paulone

Die TE fragt, ob die Katzen psychotischer sind als früher oder ob dieser Hype um die sogenannte "artgerechte Haltung" den Halter selbst psychotisch macht. Für mich ist das Zweite am verständlichsten. Dieser Hype ist eben nicht artgerecht. Und die Stressfaktoren übertragen sich auf die Katzen.

man muß doch keinen Hype mitmachen und wenn man ihn mitmacht, sollte man davon überzeugt sein, was wiederum dann keinen Stress verursacht.

Meine Katzen bekommen "nur" mittelwertiges bis günstiges Futter, sogar auch Trockenfutter, sie haben keinen Kratzbaum von Catwalk etc.
Ich sauge und putze wann ich will und wann es zeitlich passt.

Meine Katzen würden niemals an Möbel kratzen, reissen keine Tapeten runter und zerlegen sonst kein Mobiliar.
Eine Katze war früher Straßenkatze, andere haben schlimme Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht.
Sie werden explizit nach ihrem Charakter ausgesucht, damit sie gut zu den vorhandenen Katzen passen.

Meine Katzen sind Katzen, also Tiere, kein Kindersatz. Sie müssen weder "etwas Besonderes sein", noch etwas Besonderes können. Sie sollen sich lediglich wohlfühlen und mit den anderen Katzen klarkommen.

Da sie leider nur in der Wohnung leben und das nicht artgerecht ist, "muss" ich mich mit ihnen beschäftigen, damit sie nicht 23,5 Stunden am Tag schlafen.

Ansonsten müssen und sollen sie einfach Katze sein und da alle im erwachsenen Alter zu uns gekommen sind, ist es meine Aufgabe an den Ecken und Kanten zu arbeiten, damit wir ein gutes Miteinander leben.


Artgerechte Haltung gibt es in der Wohnung nicht, das kann allenfalls nur "katzengerecht" sein.
Und dafür muß man keinem Hype, Trend etc folgen, sondern seinen eigenen Weg finden.

Wenn ich aber keinen eigenen Weg finde, keinen eigenen Weg, der für meine Tiere und für mich richtig ist, dann artet es in Stress aus, der sich dann auf die Tiere überträgt.


Ich kenne z.b. jemanden, der behauptet eine scheue hektische Katze zu haben. Das Tier ist übergewichtig und wirkt oft gestresst.
Wir haben dann während eines Krankenhausaufenthaltes des Menschen die Katzen versorgt und diese besagte Katze wurde in ihrem Verhalten ruhiger, sie wurde zutraulicher und weniger hektisch.
Die Person kam nach Hause....und die Katze rannte wieder hektisch hin und her, weil diese Person laut und hektisch ist.
Wohnungskatzen spiegeln oft das Verhalten ihrer Menschen.
 
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Rickie

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  • #49
Pettersson und Moment-a, Meiner Meinung nach treffen Eure Beitraege genau den Schwachpunkt der TE. Mal etwas gelassener werden, das uebertraegt sich auch auf Deine Katzen.

Als ich eines Morgens im Dezember zur Arbeit fahren wollte, mit einer riesen Liste, was alles zu erledigen ist, bin ich dort nie angekommen Stattdessen hab ich mich im Krankenhaus wiedergefunden. Die Sonne ist an dem Tag trotzdem aufgegangen.
Als ich wieder zu Hause war, ist mir unsere Katze nicht von der Seite gewichen, sie hat sehr wohl gemerkt, dass ich irgendiwe schutzbeduerftig war.

Generell bin ich eigentlich nicht der Prototyp des Chaoten, aber ich hatte damals sehr gut gesehen, dass man auch mal was liegenlassen kann, wenn es nicht anders geht und sehe ueberhaupt vieles lockerer seitdem. Das erleichtert das Leben enorm, und je mehr Pflichten und Druck von ausen man hat, desto mehr sollte man versuchen, Freiraeume zu schaffen und selbst geschaffenen Druck vermeiden. Das geht, wenn man die richtige innere Einstellung dazu gewinnt.

Liebe TE, Du hast hier sehr viel gute Ratschlaege bekommen, finde ich. Block bitte nicht gleich alles ab, sondern denk mal in Ruhe drueber nach.
 
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  • #50
Hm, ich denke, es ist auch ein Unterschied, ob man wie eine Übermutter agiert und ein Lebewesen mit Dingen überhäuft, die es vielleicht gar nicht braucht. Oder ob man auf die individuellen Bedürfnisse eines Lebewesens eingehen kann. Letzteres halt ich für positiv für eben dieses Lebewesen, Ersteres hingegen nicht wirklich.
 
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chrissie

chrissie

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  • #51
Liebe TE, Du hast hier sehr viel gute Ratschlaege bekommen, finde ich. Block bitte nicht gleich alles ab, sondern denk mal in Ruhe drueber nach.

Ich hatte jetzt ja nicht direkt Hilfe gesucht :) Mir sind einfach vorgestern diese Gedanken durch den Kopf gegangen, und wollte sehen/wissen ob andere auch so denken. Teilweise werde ich ja bestätigt.
Natürlich ist das für mich ein Stück weit schon Problem, sonst kämen mir diese Gedanken ja nicht in den Sinn. Aber alles im Grünen Bereich :)

Andere Frage, OT: wo lebst Du eigentlich in den USA? Meine letzten beiden Urlaube waren dort, und so wie's aussieht wird der nächste auch wieder dort sein, da eine sehr gute Freundin mit ihrem amerikanischen Mann letztes Jahr nach Zwischenstation in Cheltenham GB nun in die USA gezogen ist, bzw wg dem Mann ziehen "musste". Die leben nun in Maryland, in der Nähe von Baltimore (er arbeitet bei der US Regierung).

Hm, ich denke, es ist auch ein Unterschied, ob man wie eine Übermutter agiert und ein Lebewesen mit Dingen überhäuft, die es vielleicht gar nicht braucht. Oder ob man auf die individuellen Bedürfnisse eines Lebewesens eingehen kann. Letzteres halt ich für positiv für eben dieses Lebewesen, Ersteres hingegen nicht wirklich.

Das ist eben genau das, was ich auch denke. Ich zitiere mich grad nochmal selbst beim ersten Posting:

Mich erinnert das irgendwie an diese Übermütter, die ihren Kindern am liebsten auf dem Klettergerüst einen Helm aufsetzen, die ihren Kindern mit 8 noch die Zähne putzen (ich hab so eine Freundin..sie macht das!!), die ihre Kinder auch mit 12 noch zur Schule bringen (ich bin aber der 2. Klasse alleine gegangen) und die zuhause Sagrotan Seife stehen haben. Alles 300% sicher und keimfrei. Aber die Kinder von heut...ich möcht die nicht treffen, wenn die erwachsen sind. Die werden doch schon im Kleinkindalter zur Unselbständigkeit und Verkorkstheit hingezüchtet.
 
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Rickie

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  • #52
Ich hatte jetzt ja nicht direkt Hilfe gesucht :) Mir sind einfach vorgestern diese Gedanken durch den Kopf gegangen, und wollte sehen/wissen ob andere auch so denken. Teilweise werde ich ja bestätigt.
Natürlich ist das für mich ein Stück weit schon Problem, sonst kämen mir diese Gedanken ja nicht in den Sinn. Aber alles im Grünen Bereich :)

Andere Frage, OT: wo lebst Du eigentlich in den USA? Meine letzten beiden Urlaube waren dort, und so wie's aussieht wird der nächste auch wieder dort sein, da eine sehr gute Freundin mit ihrem amerikanischen Mann letztes Jahr nach Zwischenstation in Cheltenham GB nun in die USA gezogen ist, bzw wg dem Mann ziehen "musste". Die leben nun in Maryland, in der Nähe von Baltimore (er arbeitet bei der US Regierung).

:

Das freut mich, dass alles im Gruenen liegt. Es klang fuer mich ein wenig so durch, dass Dir die Belastung sehr auf der Seele liegt.

Wir wohnen auch an der Ostkueste, aber mehr im Sueden, Florida. Oh, dann kann Deine Freundin ja immer frischen Hummer essen; Boston ist nicht weit und ist die Hochburg der Hummerrestaurants.
 
chrissie

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  • #53
Wir wohnen auch an der Ostkueste, aber mehr im Sueden, Florida. Oh, dann kann Deine Freundin ja immer frischen Hummer essen; Boston ist nicht weit und ist die Hochburg der Hummerrestaurants.

Da war ich auch schon; 2009. Miami, Fort Lauderdale, Everglades und Key West. Wobei mir aber von der Aufzählung Fort Lauderdale am besten gefallen hat. Key West ist ja wie Venedig im Sommer, da schieben sich nur Massen an Touris durch, und Miami hat irgendwas von einem großen Badenort am Meer in Italien im Hochsommer. Everglades waren sehr beeindruckend.

Boston nah an Baltimore?? :eek:
Das ist ja mal wieder eine typisch amerikanische Aussage :)
Das sind über 400 Meilen. Für uns Europäer ist das weit.
In Amerika ist alles nah, was an einem Tag gefahren werden kann, ich weiss :)

Wo ich einen Hummer gegessen habe, DAS ist nah an Boston: Rockport.
 
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Zwillingsmami

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  • #54
Seit ich hier im Forum lese, habe ich auch oft das Gefühl, dass die Katzen früher körperlich und seelisch viel gesünder waren!

Andererseits sind meine Katzen Bonnie & Sammy, die jetzt 2 1/2 Jahre alt sind, genau so gesund und unkompliziert wie alle meine früheren Katzen. Ich persönlich kann also keinerlei Unterschied zwischen Katzen vor 30 Jahren und Katzen heute feststellen.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Eindruck von körperlicher und seelischer "Verweichlichung" dadurch entsteht, dass man in so einem großen Forum wirklich von sehr vielen Katzen liest. Früher konnte man den Gesundheitszustand und das Verhalten der eigenen Katzen ja nur mit einer begrenzten Anzahl anderer Katzen vergleichen, die es im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis gab.

Davon abgesehen schreiben die meisten User hier meistens nur dann, wenn ein Problem vorliegt, also wenn die eigenen Katzen krank oder verhaltensauffällig sind und deshalb Rat benötigt wird.

Wer würde schon regelmäßig Threads eröffnen, nur um den anderen Usern immer wieder mitzuteilen, wie toll die eigenen Katzen sind, wie sie vor Gesundheit strotzen und was für ein ausgeglichenes, unkompliziertes Wesen sie haben? Das macht doch kaum jemand.

Und deshalb entsteht vielleicht der fälschliche Eindruck, dass die meisten Katzen heutzutage kränklich und verhaltensgestört sind.
 
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Rickie

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  • #55
Da war ich auch schon; 2009. Miami, Fort Lauderdale, Everglades und Key West. Wobei mir aber von der Aufzählung Fort Lauderdale am besten gefallen hat. Key West ist ja wie Venedig im Sommer, da schieben sich nur Massen an Touris durch, und Miami hat irgendwas von einem großen Badenort am Meer in Italien im Hochsommer. Everglades waren sehr beeindruckend.

Miami ist ein furchtbarer Moloch. Key West darf man nur zu touristenunueblichen Zeiten besuchen.
Wir wohnen in einer kleineren Stadt, wo es null % Tourismus gibt und die die gruenste Stadt Amerikas ist. Kann man nicht mit Miami vergleichen, puh, zum Glueck.


Boston nah an Baltimore?? :eek:
Das ist ja mal wieder eine typisch amerikanische Aussage :)
Das sind über 400 Meilen. Für uns Europäer ist das weit.
In Amerika ist alles nah, was an einem Tag gefahren werden kann, ich weiss :)

Ja, genau. (Ganz unschuldig guck). Die Strassen sind ja auch besser als in D und Benzin billiger und die Autos groesser. Wobei ich selber jeden km ueberlege und das kleinste Auto habe, was ich zum Kaufzeitpunkt bekommen konnte.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Eindruck von körperlicher und seelischer "Verweichlichung" dadurch entsteht, dass man in so einem großen Forum wirklich von sehr vielen Katzen liest. Früher konnte man den Gesundheitszustand und das Verhalten der eigenen Katzen ja nur mit einer begrenzten Anzahl anderer Katzen vergleichen, die es im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis gab.

Davon abgesehen schreiben die meisten User hier meistens nur dann, wenn ein Problem vorliegt, also wenn die eigenen Katzen krank oder verhaltensauffällig sind und deshalb Rat benötigt wird.

Wer würde schon regelmäßig Threads eröffnen, nur um den anderen Usern immer wieder mitzuteilen, wie toll die eigenen Katzen sind, wie sie vor Gesundheit strotzen und was für ein ausgeglichenes, unkompliziertes Wesen sie haben? Das macht doch kaum jemand.

Und deshalb entsteht vielleicht der fälschliche Eindruck, dass die meisten Katzen heutzutage kränklich und verhaltensgestört sind.

Ja, meiner Meinung nach ist da eine Menge Wahres dran, dass man hier dank moderner Medien sehr schnell auf Hilfe und Infos rechnen darf, aber darum eben auch Probleme geballter benannt werden. Dass jeden Tag eitel Sonnenschein strahlt, wird kaum wer erwaehnen, bei dem es so ist.

Allerdings schreibe ich schon eine geraume Weile lang, wie gut es meinen Schutzbefohlenen geht.:smile:
 
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willy11

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  • #56
Ja sie waren gesünder weil der Mensch sie Tier sein lassen hat und auch die Nahrung war besser .Heute weis man selbst nicht mehr was natürlich ist oder Kunstprodukt obwohl es auf den Büchsen steht aber Hersteller lügen damit sie Profit machen können.Und Tiere passen sich an an die Bequemheit der Menschen.Ich sehe in Ihnen noch das Tier und lasse sie es auch sein.Ich hätte mich gegen sie entschieden könnte ich Ihnen Ihre natürlichen Lebensweisen nicht ermöglichen.Der Kater meiner Großeltern war auch nach 21 Jahren noch topfit und ein guter Kletterer und Vogelfänger er ist nach 23 Jahren erst gestorben.Hat nie Büchsenfutter gehabt nur selbstgekochtes ohne Salz und ab und zu ein Eigelb.Er wurde vom ersten Westauto aus Bochum:grummel: was in die Wohnsiedlung kam überfahren.Das raste da mit 80 in einer 10er Zone lang und überfuhr Gänse Paar Hühner und Ihn Peterle.:grummel:
 
Rickie

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  • #57
Willi,
Deine Verbitterung kann ich ja gut verstehen. Ich bin 1962 geboren und auf dem Dorf, zumindest die ersten 8 Jahre, aufgewachsen. Da tickten die Uhren auch noch anders und weder Mensch noch Tier brauchten einen Psychiater oder gar Psychoanalytiker.
Aber ich will Dir mal eine lustige Begebenheit erzaehlen. Unsere Wohnungskatze ist schlimmer als Miss Parple. Sie bekommt alles mit. Gestern nachmittag flitzte sie auf die Veranda, mit Stielaugen, ich dachte, die klappern gleich raus. Draussen im Freien war Ramses, einer unserer Streuner, die wir fuettern (Ramses ist einer der bereits kastrierten). Ramses lauerte einem Schwarm "Common Ground-Doves" auf, das sind wirklich recht kleinwuechsige Wildtauben. Nach 4 1/2 Minuten hat er sich endlich entschlossen, zum Sprint anzusetzen, der aber eher ein gemaechliches Joggen war. Alle Tauben waren natuerlich weg. Manfred, ein anderer Streuner, ist da geschickter. Der bringt oefters mal eine milde Gabe fuer mich mit auf die Veranda.
Diese Streuner sind gesund, wenngleich ich zugebe, auch geimpft worden bei der Kastra. Aber sie wachsen frei auf.
Unsere alte Dame in der Wohnung ist auch ganz pflegeleicht, darf aber nicht raus, weil sie gehipt ist. In meiner Heimatstadt besteht Leinenpflicht fuer Katzen, es sei denn, sie gehoeren keinem.
Ich kann ihr kein anderes Leben bieten als das in der Wohnung. Da aber unsere Wohnung zu ebener Erde liegt und relativ offen ist, geht auch das.

Die Gegebenheiten und Bedingungen haben sich in den letzten 30 Jahren sehr geaendert, aber solange man daraus die Vorteile nutzt und keine kuenstlichen neuen Problemchen erschafft, ist das doch in Ordnung.
 
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  • #58
Wer würde schon regelmäßig Threads eröffnen, nur um den anderen Usern immer wieder mitzuteilen, wie toll die eigenen Katzen sind, wie sie vor Gesundheit strotzen und was für ein ausgeglichenes, unkompliziertes Wesen sie haben?

Doch es gibt die Threads, aber genau die werden nicht so viel und nicht so intensiv gelesen, wie andere Threads.

Ich schreibe recht ausführlich über meine Neuzugänge.
Auf manche User wirkt es vermutlich wie eine Profilneurose, was nicht der Fall ist. Es geht genau um das, was Du schreibst:

Das macht doch kaum jemand.

Ich kann Dir mindestens weitere 10 Threads aufzählen, in denen der Mensch von positiven Entwicklungen schreibt,aber die sind halt nicht so im Fokus wie andere Threads.


Davon abgesehen schreiben die meisten User hier meistens nur dann, wenn ein Problem vorliegt, also wenn die eigenen Katzen krank oder verhaltensauffällig sind und deshalb Rat benötigt wird.


Meine vier Katzen kamen im Alter von 8, 10, 9 und 7 Jahren zu uns und sind jetzt 15, 15, 12 und 7 Jahre. Sie haben alle ihre Geschichte, sie haben alle ihre Erfahrungen und meine Aufgabe ist es, die bestmögliche Schnittmenge zu finden.

Bis auf Zahnsanierungen und akute Erkrankungen (Bindehautentzündung, Schnupfen, Versprungen etc) sind alle Katzen altersentsprechend gesund.

Kater Picias kam im Alter von ca. 8 Jahren zu uns und verstarb leider nach 16 Monaten. Aber er hatte das Glück geliebt und in Liebe gehen zu dürfen, ohne Einsamkeit, ohne Kälte, Hunger, Schmerz.


Meine Katzen haben natürlich Ecken und Kanten, sie haben Eigenarten und es ist meine Aufgabe, das zu mildern, ihnen den Druck zu nehmen und die Möglichkeit zu geben, ein katzengerechtes Leben zu leben.
Natürlich haben sie auch Verhaltensauffälligkeiten, weil sie ihre Erfahrungen haben, aber man kann vieles verändern.


Das Problem ist halt, daß in der Tat viele User ins Forum hüpfen und nach Rat fragen und wenn das Problem gelöst ist, wieder verschwinden.
Das positive Feedback bleibt aus, der Anteil an "Problemfällen" wächst damit.


Da das Leben nicht schnurrgerade verläuft, sondern immer mit Höhen und Tiefen verbunden ist, sollte man aber nicht den Blick auf das Positive verlieren.
 
Zwillingsmami

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  • #59
Doch es gibt die Threads, aber genau die werden nicht so viel und nicht so intensiv gelesen, wie andere Threads.

Ich schreibe recht ausführlich über meine Neuzugänge.
Auf manche User wirkt es vermutlich wie eine Profilneurose, was nicht der Fall ist. Es geht genau um das, was Du schreibst:

Ich kann Dir mindestens weitere 10 Threads aufzählen, in denen der Mensch von positiven Entwicklungen schreibt,aber die sind halt nicht so im Fokus wie andere Threads.

Das Problem ist halt, daß in der Tat viele User ins Forum hüpfen und nach Rat fragen und wenn das Problem gelöst ist, wieder verschwinden.
Das positive Feedback bleibt aus, der Anteil an "Problemfällen" wächst damit.

Da das Leben nicht schnurrgerade verläuft, sondern immer mit Höhen und Tiefen verbunden ist, sollte man aber nicht den Blick auf das Positive verlieren.

Du hast Recht: Klar gibt es hier auch Lob- und Freuden-Threads, in denen man von körperlich und seelisch kerngesunden Katzen lesen kann. Aber verglichen mit der Anzahl von Problem-Threads fallen die meiner Meinung nach kaum ins Gewicht.

Gerade über Neuzugänge und deren positive Entwicklung im neuen Zuhause wird natürlich viel berichtet. Aber wenn dann nach einiger Zeit Normalität eingekehrt ist, liest man meist nur noch wenig über diese Katzen.

Ich bin z. B. so glücklich über meine Katzen, dass ich hier schon oft gerne einfach mal einen Thread eröffnet und darüber berichtet hätte, wie toll und unkompliziert sie sind und wie sehr ich mich jeden Tag über sie freue. Aber dann frage ich mich, ob das hier wirklich jemanden interessieren würde, und ob es angesichts der vielen User mit Problemen überhaupt angebracht ist. Vielleicht geht das vielen anderen Usern ja auch so? Und deshalb liest man wohl relativ selten positive Berichte. Das ist eigentlich schade!

Wahrscheinlich liegt es einfach in der Natur solcher Foren, dass sich vorwiegend über auftretende Probleme und deren Lösung ausgetauscht wird. Und da kommen Berichte über die vielen verhaltensunauffälligen Katzen eben irgendwie zu kurz.

Und wie man sieht, führt das zu dem falschen Eindruck, dass es heutzutage fast nur noch "Problemkatzen" gibt.

Man kann es vielleicht mit einem Besuch beim Arzt vergleichen: Wenn man dort im Wartezimmer sitzt, könnte man ja auch den Eindruck bekommen, dass es um einen herum nur noch kranke und gebrechliche Menschen gibt. Das liegt aber lediglich daran, dass die vielen gesunden Menschen eben NICHT beim Arzt sind. Wer würde sich schon als Gesunder ins Wartezimmer setzen und den kranken Menschen dort vorschwärmen, wie gut es einem geht und wie sehr man vor Gesundheit strotzt? ;)
 
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  • #60
Ich bin z. B. so glücklich über meine Katzen, dass ich hier gerne einfach mal einen Thread eröffnen und darüber berichten würde, wie toll und unkompliziert sie sind und wie sehr ich mich jeden Tag über sie freue. Aber dann frage ich mich, ob das hier überhaupt jemanden interessieren würde, und ob es angesichts der vielen User mit Problemen angebracht ist.


Ich denke, daß Katzen nicht "unkompliziert" sein müssen, damit man das Leben mit ihnen zu genießen kann.

Es gibt sicher Menchen, die Harmonie brauchen und die gerne alles "schön und gut haben möchten". Das Leben ist aber weder nur schön und auch nicht nur gut und vor allem nicht einfach. Aber es ist i.d.R. auch nicht nur schlecht und nicht nur schwarz und traurig.
Es ist eine Mischung aus allem, so wie es mit Kindern nicht nur schön und einfach ist, mit dem Partner und der Familie auch nicht und das liegt u.a. auch daran, daß man selbst nicht nur lieb, nett, gerecht und ausgeglichen ist.
Das darf man nicht vergessen.... ;)


Meine Katzen sind nicht unkompliziert und genau deshalb liebe ich sie. Aber ich mag generell auch eher die komplizierten Menschen *bg*, liegt wohl daran, daß ich selbst kein unkomplizierter Mensch bin. ;)

Meine Katzen haben Macken. Manche sind niedlich, andere müssen umgelenkt werden, weil sie nicht für unsere Gemeinschaft zuträglich sind.
Das ist doch bei den Menschen nicht anders.

Und ja, ICH lese gerne spannende, freudige, humorvolle, lustige, berührende Geschichten, weil sie neben dem Zusammenführungsproblemen und Krankheiten auch zum Leben gehören. Und gerade die "Banalitäten" des Alltags sind für uns wichtig, weil sie so zahlreich sind.
 
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