Schwierige Katzenzusammenführung? Hilfe dringend erbeten.

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ALDITT

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18. Oktober 2022
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Hallo zusammen,

ich bin neu in diesem Forum und war bis dato immer nur stille Mitleserin.
Mein Mann und ich sind seit genau 5 Wochen in unserer ersten Zusammenführung von 4 Katzen (2 Katern und 2 Katzen). Ich bin dadurch schon ziemlich nervlich angespannt und weiß leider aktuell nicht mehr weiter. Um euch aber einen guten Einblick in unsere aktuelle Situation zu geben, wird der nachfolgende Text wohl etwas länger. Ich bitte dies vorab schon einmal zu entschuldigen.

Wir haben aktuell 2 Mädels (Chili und Pepper, jeweils 4,5 Jahre alt, Geschwister, kastriert, Freigänger und seit rund 4 Jahren bei uns). Bis vor einigen Wochen gehörte noch ihr Bruder Basil dazu, der aber leider im Sommer verunglückt ist. Basil war eigentlich auch der Grund, weshalb wir uns noch 1 Kater aus dem TH dazu holen wollten. Basil hatte sich schon längere Zeit immer mal wieder sehr ruppig und grob den Mädels gegenüber verhalten. Teilweise war es schon weit mehr, als nur Spiel. Dadurch waren die Mädels dann schon sehr angenervt und vor allem Chili ist Basil dann nur noch fauchend und knurrend aus dem Weg gegangen. Wir haben zwar einige Kater in der Nachbarschaft, aber da hat Basil wohl auch keinen Anschluss gefunden und so wollten wir ihm halt noch einen Spielkumpel dazu holen.
Im TH (wo wir auch vor 4 Jahren unser Trio geholt hatten) haben wir uns vorab nach einem passenden Kater umgeschaut und uns beraten lassen. Es sollte also Parsley (so heißt er mittlerweile) werden. Fundkater, ca. 2,5 Jahre, kastriert und sehr sozial. Lebte mit 7 anderen Katzen/Katern in einem Zimmer. Da wir Parsley nicht sofort holen wollten, da uns noch ein Flugurlaub bevorstand, bin ich die Wochen vor dem Urlaub 2-3 pro Woche ins TH gefahren und habe Parsley samt Katzenzimmer bespaßt. Das war mir sehr wichtig, da das TH uns den Kater auch wochenlang reserviert hat und ich ihn (und er natürlich auch mich) schon einmal kennenlernen konnte. Und er ist wirklich sozial. Saß immer wie ein Buddha mittig im Katzenzimmer, während um ihn herum das (Katzen-) Chaos ausbrach. Hat ihn nicht wirklich beeindruckt. Nur wenn 1 Kater (Flavio) ihn mal blöd kam und ihn "gehauen" hat, hat er hat nen Pfotenhieb zurück gegeben. Aber das ist ja auch legitim.

Nun verunglückte ja leider Basil vorher, für ihn wollten wir ja eigentlich Parsley dazu holen. Ich hatte nun auch dem TH gegenüber ein schlechtes Gewissen und konnte/wollte auch nicht mehr absagen. Vielleicht war dies auch schon wieder zu menschlich gedacht. Und da wir aber dann nicht wieder die Konstellation 2 Katzen/1 Kater haben wollten, nahmen wir dann noch Kater Enzo dazu (ca. 1,5 Jahre, kastriert und sehr ängstlich/scheu) aber ein guter Kumpel von Parsley.
Die Zusammenführung haben wir dann nicht langsam gemacht. Wir hatten darüber mit den Katzenfachleuten vom TH und 2 privaten Katzenhaltern unterhalten und alle haben keine langsame ZuSaFü gemacht. Bitte steinigt uns nicht, im Nachgang weiß ich auch, wäre es besser gewesen. Aber in unserem Haus gibt es auch nur 2 Türen (außer Keller). Alles andere ist offen. Im Badezimmer wollten wir die Kater nicht einsperren, da der Raum nicht groß ist und Enzo so scheu und ängstlich war, er hätte keinerlei Versteckmöglichkeiten gehabt. Das Schlafzimmer hat eine Schiebetüre, die sehr leichtgängig ist und nicht zu verschließen ist.

Tag der ZuSaFü (13.09.):
Mädels waren im Haus und wir haben die beiden Transportboxen im WoZi geöffnet. Enzo war total ängstlich, hat sich als Erstes unter die Couch versteckt. Die folgenden fast 1,5 Wochen hat er sich kaum blicken lassen und hat sich nur im Haus versteckt und kam wohl nur kurz Nachts raus.
Parsley war nach Ankunft total entspannt. Er hat sich alles in Ruhe angeschaut und direkt zu Hause gefühlt, frei nach dem Motto" Endlich hast du mich mit nach Hause genommen". Er hat sich auch fast 1,5 Wochen kaum blicken lassen und hat sich nur im Haus versteckt und kam wohl nur kurz Nachts raus.
Die Mädels haben es natürlich nicht locker aufgenommen und waren geschockt. Es gab Gefauche und Geknurre und erst mal Flüchten. Das ist bis heute auch noch bei Chili so.

Ich habe aber dann doch ganz schnell 2 Netztüren besorgt und installiert. 1 Netz im Wintergarten, damit die Mädels kontrolliert raus können. Unsere KaKla ist leider nicht regelbar (ist ne Hundeklappe und ohne Chip oder Riegel). So können die Kater nicht raus und wenn die Mädels rein wollen und wir nicht da sind, dann können sie sich wenigstens trocken und mit Futter versorgt im Wintergarten aufhalten.
Die 2. Netztüre haben wir dann zügig in der Küche aufgehängt. Sie trennt das Haus nun in 2 Hälften. Die beiden Katzengruppen werden somit aktuell noch regelmäßig getrennt, wenn wir nicht da sind. Austausch der beiden Katzenpaare in den Haushälften erfolgt auch, zum gegenseitigen Geruchaustausch. Durch die Netztüren können sie sich trotzdem sehen und riechen. Ein Treffen untereinander findet nur statt, wenn wir dabei sind und das ganze kontrolliert beobachten können.

Bisher gab es Gsd noch keine (blutigen) Kämpfe, Jagden, Auseinandersetzungen oder sonst etwas. Die Kater sind da wirklich entspannt. Enzo ist mittlerweile auch aufgetaut, noch zeitweise etwas scheu/ängstlich bei unbekannten Geräuschen oder fremden Besuch.
Aber die Mädels finden die Kater immer noch doof. Pepper versucht aktuell wohl, sich langsam mit der Situation zu arrangieren, aber die Kater dürfen ihre Toleranzgrenze nicht überschreiten. Dann faucht sie noch und verteilt Pfotenhiebe. Klein-Enzo "jagt" sie auch mal, er kommt aber schnell wieder zurück.
Parsley will manchmal auch mit Pepper spielen, aber dann ist sie völlig bedient. Da hat sie gar keine Lust drauf. Das scheint noch an der Erinnerung an Basils grobem Spiel zu liegen. Ich muss nur aufpassen, dass die beiden Kater sich nicht einen Spaß daraus machen, Pepper in die Enge zu treiben. Das versuchen beide natürlich auch schon mal. Da gehe ich aber direkt dazwischen und unterbinde dies. Ich will von vornherein ein Mobbing unterbinden. Wenn beide Jungs sich gegen Pepper "verbünden", hat sie auch zu viel Angst und wehrt sich nicht mehr. Ich denke, das bekommen wir auf Dauer mit Pepper evtl. noch hin. Heute hat sie sich mitten in der Küche auf den Rücken gedreht und ihren Bauch gezeigt. Parsley saß in der Nähe und Enzo war auch nicht weit weg. Wir waren auch dabei und hätten einschreiten können. Provoziert Pepper die Jungs da etwa? Sie weiß ja dann auch, dass wir dabei sind.

Chili geht leider immer noch gar nicht. Sie hat die ersten 2 Wochen das Haus fast gar nicht mehr betreten. Jetzt kommt sie zwar wieder mehr rein, aber knurrt, und faucht was das Zeug hält. Parsley "greift" sie auch aktiv an, der macht aber nichts. Er denkt sich wahrscheinlich auch seinen Teil. Ich weiß leider nicht, wie ich ihr klar machen kann, dass die beiden Kater nicht böse sind.

Die beiden Mädels bekommen weiterhin ihren Freigang, so wie sie ihn brauchen. Feliway Stecker seit 4 Wochen im Einsatz, Zylkene bei den Mädels bzw. Chili auch schon länger (mittlerweile 225 mg). Sogar Rescue Tropfen habe ich auch, sind nur leider ausgelaufen muss ich neu bestellen. TP war auch schon da, aber so richtig bringt mich das auch nicht weiter.

Könnt ihr uns hier weitere Tipps geben? ich will nach 5 Wochen auch noch nicht die Flinte ins Korn werfen da ich noch immer hoffe, dass wir dies gelöst bekommen.

Vielen Dank vorab schon einmal für eure Tipps /Ratschläge/aufmunternden Worte. Ich hoffe auf eure Hilfe.
Wenn Ihr noch mehr Infos benötigt, dann gerne fragen. Ich versuche alles zu beantworten 🙂
 
A

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Hallo Alditt *Baldriantee rüberschieb* Ist für Dich, nicht für die Katzen. :aetschbaetsch2:
Relax! Von dem was Du schreibst, kann ich nichts rauslesen dass es total in die Hose geht.
Sie fauchen und knurren? Kein Problem, macht hier eine meiner Katzen seit Jahren, wenn immer ihr eine Katze zu nahe kommt. Heisst aber nicht dass sie gestresst und unglücklich ist. Sie mag einfach keinen Kontakt zu anderen Katzen und macht das deutlich.
Machen Deine auch und die Neuankömmlinge scheinen das ja grösstenteils auch zu respektieren?
Fauchen und Knurren ist schlicht eine klare Ansage "komm mir nicht zu nahe" und so wie Du es beschreibst, scheint das auch so anzukommen bei der jeweiligen Katze.
Meine sämtlichen Zusammenführungen der letzten Jahre waren auch alle ohne Gittertüre und alle haben überlebt....
Ich denke das läuft bei euch so gut wie es in der Situation sein kann. Keine Kämpfe, kein Blut - passt.
Versuch Dich ein bissel zu entspannen und gedanklich runterzufahren. Deine Anspannung überträgt sich auf die Katzen und die glauben dann das irgendwas nicht stimmt - sonst wärst Du ja nicht angespannt, und reagieren entsprechend.
Versuch positive Momente zu schaffen, gemeinsame Leckerlie-Runde oder sowas. Trennen wenn ihr nicht da seid, find ich okay - gibt allen Seiten bissel Ruhe und so.
Unterm Strich: alles gut bei euch, braucht halt noch ein bisschen bis alle Beteiligten mit der Situation zurechtkommen.
 
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Hallo fairydust,

super, vielen lieben Dank für deine schnelle Rückmeldung und deine aufmunternden Worte.
Jaaa, die Themen "Geduld" und "Entspannung" sind leider nicht meine Tugenden und ich arbeite schwer daran, dies nicht zu sehr auf die Katzen zu übertragen. Die ersten 2 Wochen waren ganz schlimm, für mich, da ich dachte, ich hätte meinen beiden Mädels das Schlimmste ever angetan. Ich habe ein sehr enges Verhältnis zu beiden, v.a. Chili. Und als sie die ersten 2 Wochen fast nur noch draußen anzutreffen war, war ich nervlich völlig fertig. Ich versuche es allen Katzen/Katern recht zu machen, mir die Zeit für alle zu nehmen. Kostet aktuell natürlich mehr Zeit, da die Kater sich ja noch nicht draußen austoben können. Aber die investiere ich natürlich auch gerne. Die Mädels kommen auch nicht zu kurz, wobei Spielen nicht ihr Ding ist. Sie "lasten" sich ja draußen auch aus. Bei dem aktuell schönen Wetter treffe ich sie oft im Garten und wir gehen ums Haus herum spazieren und kuscheln in der Sonne.

Also die beiden Kater sind grundsätzlich nicht auf Krawall gebürstet. Von beiden geht der Stress eigentlich nicht aus bzw. sie haben keine bösen Absichten. Nur wenn Pepper z.B. nach längerer Zeit nach Hause kommt, dann möchte Parsley gerne Kontakt mit ihr aufnehmen und Madam wehrt das dann grundsätzlich ab (Komfortzone). Dann gibt es auch von ihm schon mal einen Tatzenhieb. Oder in manchen Situationen halt, wenn bei beiden die Pubertät durchkommt, dann werden sie halt "flegelig" und drängen Pepper in die Enge. Einer von oben und der andere von der Seite. Das bereitet ihr Panik und das unterbinde ich. Deshalb lassen wir die Katzen aktuell auch noch nicht ohne Aufsicht zusammen. Ich glaube zwar an keine wilden Auseinandersetzungen, nur ich möchte verhindern, dass die Mädels durch die tumben Annäherungs- oder Spielversuche der Kater noch mehr verängstigt und eingeschüchtert werden. Ich möchte die kleinen Fortschritte nicht damit kaputt machen, dass Pepper sich wieder zurück zieht.

Chili hat die Jungs von Anfang im Schach gehalten, mit ihrem Gefauche und Tatzen. Aber die stresst sich halt selber total und braucht dann auch erst einmal Abstand und geht sofort raus. Lange hält sie es mit den Katern in einem Raum, ohne Trennung nicht aus. Wenn Pepper dann auch noch mit ihm Raum ist, bekommt sie Chilis Frust auch schon mal ab. Chili war schon immer etwas eigenbrötlerisch und eher im Verhalten wie ein Kater. Sie ist auch weitaus länger und öfter draußen als unser damaliger Kater.
Sind Katzen in der ZuSaFü eh immer etwas schwieriger als Kater?

Danke und Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen zusammen,

hätte denn sonst noch jemand aus dem Forum Tipps / Ratschläge für unser weiteres Vorgehen?

Danke und Grüße
 
Ihr habt ja schon viel in die richtige Richtung gemacht. Ihr unterstützt alle und trennt sie nach Bedarf.
Einzig ist, du sagst, ihr habt eine offene Wohnung. Bei uns hat es in Konfliktsituationen immer sehr viel Entlastung gebracht, weite Flächen zu unterbrechen, durch Vorhänge, Kartons, Tunnels und Schlupflöcher. Eventuell könnte man hier noch provisorisch die Situation entspannen. Sieht zwar chaotisch aus, punktuell habe ich es meistens für wenige Wochen gelassen, dann ging es. Und definitiv anschauen, ob ihr genug Ebenen habt. Katzen Ausweichmöglichkeiten in die dritte Dimension zu geben, kann sehr helfen!

Ansonsten würde ich so weiterfahren. Fünf Wochen sind noch nicht sehr lange, manche Zusammenführungen dauern länger, teilweise sogar Monate.

Chili braucht jetzt einfach ein bisschen mehr Zeit. Sie wäre definitiv mein Fokus, sowohl mit der gemeinsamen Zeit - auch wenn sie draussen ist und das Wetter nicht so toll - und vielleicht mit Clicker? Oder im Wintergarten einen tollen Katzenaufenthaltsraum bauen und dann mit ihr dort abhängig, wenn sie das mag.
Eventuell bietet sich Clickern auch für die Kater an, damit sie vom Kopf her ausgelastet sind.

Ansonsten für den Moment noch weiter trennen, Tee trinken und abwarten. Ihr habt bis jetzt keine kritischen Vorfälle, aber es läuft nicht ganz rund. Das ist okay und ich verstehe auch völlig wie es an den Nerven zerrt. Ich habe mit zwei Kätzinnen hier eine ähnliche Dynamik. Nach 11 Monaten habe ich aber soweit verkündet, dass die Vergesellschaftung abgeschlossen ist, auch wenn es noch nicht perfekt ist.
Meine anderen Vergesellschaftungen, immer mit Kätzinnen, gingen +/- eine Woche. Es liegt imho nicht am Geschlecht, sondern halt am Charakter.
 
Hallo jeudyzaragossa,

herzlichen Dank für deine Rückmeldung und deine Tipps.

Mit "offener" Wohnung meinte ich auch, dass wir nicht viele Türen haben, die wir zu Anfang der ZuSaFü hätten schließen können, um die Kater erst einmal zu separieren (wie es ja in einer langsamen ZuSaFü empfohlen wird).
Wir haben ein Haus mit rund 110 qm, Keller nicht einberechnet. 2 große Kratzbäume im WZ/Esszimmer und einen neu gekauften, der aktuell im Büro/Dachboden steht. Den können die Jungs dann nutzen, wenn sie bei unserer Abwesenheit oder nachts dann im hinteren Teil des Hauses untergebracht sind. Tagsüber sind dann die Netztüren auf, wenn wir anwesend sind und das gesamte Haus inkl. Büro (Dachboden) und Keller kann genutzt werden. D
Im WZ gibt es, neben den beiden Kratzbäumen, auch einen Tunnel. Den hat Pepper gestern Abend genutzt und prompt waren die beiden Kater da und haben sie "eingekesselt". Also ich denke mal, die beiden dachten "oh wie schön, noch jemand der mit uns spielen will" und sind mal auf den Tunnel gesprungen und haben durch die Öffnungen getatzelt. Pepper fand das aber mal so richtig blöd und war nur am Fauchen. Da fühlte sie sich wieder in die Ecke gedrängt. Pepper hat lieber offene Flächen, wo sie überall sehen kann, wo die Kater sich befinden. Sie hält sich auch gerne auf der Arbeitsplatte in der Küche auf oder auf den Sideboards. Immer schön oberhalb der Jungs und alles im Blick haben. Da kann sich dann keiner Anschleichen und sie kann bei Bedarf von oben Tatzenhiebe verteilen. Parsley läuft aber Pepper aber ständig hinterher und dann schließt sich Enzo auch schnell an. Da kann ich Pepper aber auch verstehen, dass würde mich aber auch schnell nerven 😏.

Mit Parsley habe ich tatsächlich schon angefangen zu Clickern. Bei Chili müsste ich mal den Versuch starten, da sie eigentlich total auf die Knusperkissen steht. Pepper und Enzo sind nicht Leckerchen getrieben.

Wie ist denn eure Meinung zum Thema Freigang für die Kater? Also Enzo ist ja überhaupt noch kein Thema, da er noch viel zu ängstlich und scheu ist. Parsley hat schon herbes Interesse und steht schon häufig an der Tür / Fenster.
Ich habe nur Sorge, solange es mit den Mädels nicht rund läuft, dass es draußen auch zu "Stress" kommen wird/kann. Jedenfalls seitens der Mädels. Das ist ja aktuell auch nur ihr Revier und Chili ist eh schon selten da, nicht das sie dann gar nicht mehr kommt, wenn Parsley ihr auch noch draußen begegnet und womöglich dort spielen in Form von Jagden will! Beide Mädels haben damit ja keine guten Erfahrungen mit ihrem Bruder gemacht.
Ich würde Parsley lieber noch so lange drin lassen, bis seitens der Mädels Akzeptanz herrscht? Oder könnte sich die Situation auch schneller entspannen, wenn er sich draußen "austobt"? Schlecht einzuschätzen, denke ich.

Ich habe jetzt noch die Empfehlung bekommen, Chili Calmin zu verabreichen. Gibt es ja auch beim TA. Ich werde es heute oder morgen abholen. Zylkene wirkt bei ihr ja irgendwie nicht.
Hat jemand schon Erfahrung mit Calmin gemacht?


Lieben Dank und sonnige Grüße
 
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So, nun ist gerade das passiert, was ich die letzten 5 Wochen nicht hatte.
Ich kam nach Hause, Chili war draußen vor der Haustüre und wollte nicht rein. Dann habe ich an alle Katzen drin und draußen etwas Hähnchenfleisch verteilt.
Danach lief Pepper im Haus herum, die Kater hinterher. Ich alles unter Beobachtung und im WZ fing es dann an. Erst dachte ich, Parsley versucht einen Ansatz von Spiel und habe noch gewähren lassen. Pepper war schon am Fauchen. Und ging es los, Parsley auf Pepper drauf mit Fellfetzen und Enzo noch mittendrin. Alles mit Buckel und dickem Schwanz. Habe direkt eingegriffen und Pepper ist erst mal aufs Sideboard gesprungen. Von da habe ich die erst mal raus gelassen, da sie sich schon die Lippen geleckt hat.
Chili ist bei der Randale hier drinnen auch gleich draußen geflüchtet.
Ich befürchte nun, dass alle kleinen Fortschritte zunichte sind und beide Mädels wieder Abstand nehmen 😵. So ein Dilemma!
Parsley hat sich im TH nie so gezeigt und hier führt er sich jetzt wie der dicke Macker auf und zieht Enzo mit.
Das macht mir jetzt den Mädels gegenüber wieder so ein schlechtes Gewissen!😢
 
Ich weiß nicht, was heute passiert ist und warum bei Parsley auf einmal diese Aggression auftritt. Er ist nur noch hinter Pepper her, also stalkt sie, wenn sie rein kommt oder er liegt sogar vor der Netztüre am Wintergarten (da ist die KaKla). Pepper ist für heute bedient, faucht direkt und hat wieder Angst vor den Katern. Es scheint, als wären alle kleinen Fortschritte zunichte. Ich trau mich jetzt aktuell auch nicht mehr, die Kater mit Pepper zusammen zu lassen, da ich Sorge habe, dass dies schon Anzeichen von Mobbing sind.
Muss/ Soll ich die Kater wieder ins TH zurück bringen? Das fände ich furchtbar, da sich Enzo so toll entwickelt hat. Aber das Wohlbefinden meiner Mädels geht vor.

Traurige Grüße
 
ich denke, du musst viel mehr moderieren. und das funktioniert in erster linie mit ablenkung 🙂
ein abpassen von parsley würde ich nicht zulassen.
"bewaffne" dich mal mit attraktivem spielzeug, also zb. nen da-bird (lange federangel mit verschiedenen aufsätzen), schnürchen mit papierklüngel am ende etc. wenn parsley lauert, lenke ihn ab mit spielen. auch wenn pepper grad reinkommt, lenke parsley ab.
du kannst auch mit ihm spielen, wenn pepper in sicherheit liegt. so hat sie die möglichkeit, ihn zu beobachten, ohne sich bedroht zu fühlen.
des weiteren würde ich konzentrierte suchspiele mit allen machen. koch mal zb leckeres hühnchen und die "versteckst" du dann. suchspiele haben ebenfalls den vorteil, dass die katzis konzentriert und ruhig auf den boden gucken und somit unbedrohlich sind. kombiniert mit den feinen leckerchen hast du eine gute positive konditionierung 🙂
ruhige suchspiele kann man dann auch ausbauen. zb einen kleinen teppich und dann ziehst du darunter einen wedel durch oder ein schnürchen. das machst du immer mit dem "wildesten", also parsley.
dazu würde ich für die mädels zusätzliche verstecke anbieten, zb kartons und gerne plätze in der höhe. zb einen regalplatz einräumen und andere hoch gelegene liegeplätze. je höher desto sicherer fühlen sich katzis und von oben lässt sich eben auch gut beobachten und somit angst abbauen.
mehrere klos im moment, um ein klomobbing zu vermeiden. ein katzi kann nicht mehrere klos im auge behalten, sofern sie eben in anderen räumen sind. wenn parsley vor klo lauert, führst du ihn weg.
ich denke ein problem ist auch, dass die mädels raus dürfen und die katers (noch) nicht. bedeutet jedes eintreten der mädels ist aufregend und "action". ich weiss ja nicht wie ihr das seht aber wäre freigang für die katers auch eine option?
 
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Hallo pfotenseele (Sabina),

vielen lieben Dank für deine Tipps. Ich war gestern Abend so fertig und die gesamte Situation zerrt extrem an meinen Nerven. Ich möchte es doch allen Katzen/Katern recht machen, aber aktuell habe ich das Gefühl, dass es für meine Mädels nicht die richtige Entscheidung ist. Ich hadere selber mit mir und weiß aktuell nicht, wie ich weiter machen soll.

Das Thema "Ablenkung" werde ich noch mal wieder versuchen. Das hatte ich vorher auch schon öfter gemacht und werde es jetzt wieder verstärkt einsetzen. Spielangeln in den verschiedensten Ausführungen sind genügend vorhanden.
Das Dumme ist nur, wenn Pepper reinkommen will (sie macht sich ja dann an der Netztüre im WG bemerkbar), gilt das Augenmerk der Kater nur noch ihr. Parsley "lauert" ja schon förmlich an der Netztüre und wartet auf sie.

Hat jemand denn eine Idee/Meinung dazu, warum Parsley jetzt nach über 5 Wochen Pepper angegriffen hat?
Sie ist jetzt natürlich völlig eingeschüchtert und verängstigt und hat so gar keinen Bock darauf, wieder einen direkten Kontakt mit den Jungs resp. Parsley zu wagen. Er ist auch echt nervig, mit seinem ständigen "hinterher Gelaufe"! Eigentlich hatten wir ja bewusst den
2. Kater mit aufgenommen, damit sich die beiden zusammen beschäftigen und die Mädels in Ruhe lassen. Ab und zu machen sie das auch, aber nicht so häufig wie ich das gedacht habe. Beide lassen sich lieber von mir bespaßen und wenn dann Pepper reinkommt, muss ich wieder auf "hab acht" sein, damit es zu keinem Kampf kommt. Seit gestern Nachmittag trennen wir die Jungs auch wieder von den Mädels mit der Netztüre in der Küche. Pepper muss erst mal wieder Kontakt mit Sicherheit aufnehmen.

Gestern Abend waren beide Mädels drinnen und ich habe die Nacht mit ihnen im Wohnzimmer geschlafen, mein Mann im SZ mit den Jungs. Aber freiwillig suchen die Mädels keinen Kontakt zu den Katern. Chili saß heute früh kurz an der Netztüre in der Küche, Parsley und Enzo auf der anderen Seite und sie hat dann wieder unter Fauchen/Geknurre ausgeteilt.
Ich habe einfach die Sorge, dass Parsley es jetzt immer auf Pepper abgesehen hat und sie nur noch Angst vor ihm hat und Chili ist ja sowieso noch weit entfernt von einer möglichen Akzeptanz.

KaKlos haben wir mehrere im Haus verteilt (im WZ, Flur, Keller und Bad). Die Mädels nutzen diese aber fast gar nicht, da sie alles draußen erledigen. Die sind eher für die Jungs.

Auf alle Fälle sollen die Kater auch mal Freigang bekommen. Bei Enzo wird es wohl noch länger dauern, da er ja noch so scheu und ängstlich ist. Parsley würde ich ja schon früher raus lassen, hätte aber Angst, dass er draußen dann die Mädels (unkontrolliert) jagt und angreift. So wie er aktuell drauf ist!! Dann hätten die Mädels gar keine Sicherheit mehr, da er sowohl drinnen als dann auch draußen ist.

Stehen unsere Karten denn so schlecht? Wird das denn noch mal was?

Viele Grüße und Danke an alle für eure Tipps/Ratschläge
 
Es ist noch nicht alles verloren, einmal tief durchatmen und weitermachen.
Für Kater ist es manchmal ein lustiges Spielchen Katz in die Ecke zu treiben und dann faucht die so lustig und führt sich auf als würde sie gemeuchelt und das ist total spannend und komisch fürs Katertier.
Leider...
Hatte hier auch mal so ne Kombi und musste über Jahre hinweg immer wieder mal eingreifen und helfen wenn Katz verschüchtert in der Ecke hockte und böser grosser Kater drohend über ihr aufragte.
Irgendwann hat es dann schon gereicht wenn ich den Namen des Katers gebrüllt habe und er ging stiften, oder die betroffene Katze rettete sich direkt in meine Arme und suchte Hilfe. Abgeben kam für mich trotzdem nicht in Frage. Der betreffende Kater lebte mit seinem Bruder bei mir und war Flaschenkind. Die Mieze hab ich von einem Bauernhof weggeholt. Tierheim war für beide keine Option.
Katzen sind nicht doof.
Und lernfähig.
Ablenken kannst Du versuchen, arbeite dann auch mit Belohnungssystem. Es muss sich fürs Katertier lohnen nicht zu stalken. Das muss interessanter sein als Katz in die Ecke zu treiben.
Du könntest Feliway und Zylkene versuchen.
Und mehr Baldriantee für Dich 😉
Ich denke dass es eher helfen würde wenn die Kater auch raus können. Ja, sie laufen sich alle draussen über den Weg, aber ich glaube dass "draussen" nochmal anders ist. Mein Kater hat die Mieze draussen sehr selten gestalkt. Und wenn doch, kam sie schnurstracks reingerannt und hat nach mir gesucht. Und wenn es drinnen passierte und ich den Namen vom Kater brüllte, rannte er normalerweise raus und war draussen sofort abgelenkt und hatte vergessen dass er doch eigentlich Katze stalken wollte.

So...mal überlegen, was würde ich dir empfehlen wollen.
Feliway und Zylkene erwähnte ich schon.
Kater ablenken, auspowern.
Pepper's Selbstbewusstsein stärken, Extra-Zeit mit ihr einbauen zum spielen, kuscheln - wonach immer ihr der Sinn steht.

Katzen sind wie Menschen - sie tun was sie tun schlicht weil sie es können.
Für Parsley ist es Spass und Spiel. Für Pepper leider Stress.
Aber gib nicht auf. Versuch ruhig zu bleiben und zu moderieren.
Mach nicht zu viel TamTam, das verunsichert die Katzen.
Versuch mit anderen Gedanken an die Sache ranzugehen. Pepper ist NICHT in Lebensgefahr. Sie ist genervt und gestresst und sie muss lernen sich durchzusetzen. Wenn sie Parsley mal ordentlich eine runterhauen würde, wäre das Thema wahrscheinlich ruckzuck gegessen.
 
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Hallo fairydust,

ich bin immer so froh, wenn ich aus diesem Forum Unterstützung und Rückmeldung bekomme. Da fühle ich mich gleich immer viel besser.
Mein Mann sagt auch, dass ich mich viel zu sehr verrückt mache und es sich bei mir nur noch um die Katzen dreht. Ich soll mal runterkommen und eben nicht so viel TamTam machen. Ja, ich verstehe das ja auch, aber es blutet mir das Katzenmama Herz wenn ich sehe, wie doof Parsley sich aktuell verhält. Die beiden Mädels hatten ja schon früher mit ihrem Bruder Stress, jetzt sind die neuen Kater da und es wird für sie nicht besser 🙄.
Ich lese immer wieder vom "Kater/Katze-Problem" und wollte diesem aus dem Weg gehen, in dem ich direkt 2 Kater geholt habe.
Also 2 Mädels und 2 Jungs. Und trotzdem funzt es nicht.

Feliway ist seit fast am Anfang der ZuSaFü im Einsatz, genauso Zylkene (für Chili schon 225 mg). Wirkt aber nicht so recht bei den Mädels. Heute hole ich noch Calmin vom TA, gebe ich den beiden Mädels dann auch. Ist aus Hanf, aber nicht als "Vollbedröhnung", sondern enthält L-Tryptophan. L-Tryptophan ist eine Aminosäure und ein Vorläufer des Glückshormons Serotonin. Soll eine Steigerung des Wohlbefindens geben, vor allem bei erhöhtem Stress.

Wir hatten bereits Kontakt zu einer Katzenpsychologin, die uns nach 2 Wochen besucht hat und mit der ich auch regelmäßig im Austausch bin (WA oder Telefonat). Sie hat die von mir geschilderte Situation jetzt schon fast als aussichtslos bezeichnet.

Am Sonntag kommt noch eine Dame vom TH, wo wir die beiden Jungs her haben. Sie ist dort ehrenamtlich tätig und wohl auch Katzenpsychologin. Sie soll das Ganze noch mal fachlich beurteilen.
Ich muss aber auch schon schauen, wieviel Zeit ich dem Ganzen noch geben kann, ohne das die Mädels zu sehr darunter leiden. Wenn es so gar keine Fortschritte gibt, müssen wir eine Entscheidung treffen.

Viele Grüße
 
aber es blutet mir das Katzenmama Herz wenn ich sehe, wie doof Parsley sich aktuell verhält
Ganz, ganz falscher Ansatz.
Parsley verhält sich nicht doof sondern so, wie Kater es halt tun.
@fairydust schrieb es ja schon: Manche Kater werden durch das (hysterische) Gekreische der Katze nochmal extra angestachelt.
So einen Kandidaten habe ich auch.
Zwiebel knurrt, singt und faucht und er bekommt große Glubschaugen und geht in Lauerstellung.
Mittlerweile ist dieses Phänomen bei uns quasi Geschichte.
Wir hatten bereits Kontakt zu einer Katzenpsychologin, die uns nach 2 Wochen besucht hat und mit der ich auch regelmäßig im Austausch bin (WA oder Telefonat). Sie hat die von mir geschilderte Situation jetzt schon fast als aussichtslos bezeichnet.

Am Sonntag kommt noch eine Dame vom TH, wo wir die beiden Jungs her haben. Sie ist dort ehrenamtlich tätig und wohl auch Katzenpsychologin. Sie soll das Ganze noch mal fachlich beurteilen.
Sei vorsichtig mit "Fachleuten".
Die Berufsbezeichnung "Katzenpsychologe" kann sich jeder Hinz und Kunz aufs Visitenkärtchen drucken ohne jemals auch nur eine Katze gesehen zu haben.
Ich muss aber auch schon schauen, wieviel Zeit ich dem Ganzen noch geben kann, ohne das die Mädels zu sehr darunter leiden. Wenn es so gar keine Fortschritte gibt, müssen wir eine Entscheidung treffen.
Meiner Meinung nach übertreibst du hier nun völlig.
Sorry, aber ich muss dafür einfach deutliche Worte finden!

Die Kater sind seit 4 Wochen da und es gab einen Zwischenfall, wo ein bisschen Fell geflogen ist.

Warum haben so viele Menschen bloß immer so wenig Geduld bei solchen Themen?
Ich lese das hier immer wieder: "Die Trudel ist doch jetzt schon 2 Wochen hier, warum kuscheln meine Katzen denn noch nicht miteinander?"

Sowas braucht doch - verdammt nochmal! - Zeit.
Die Kater müssen ihr neues Reich kennenlernen, neue Menschen, neue Artgenossen, neues Futter, neue Klos, neue Streu.
Die müssen doch auch mal Zeit bekommen, diese ganzen Eindrücke zu verarbeiten.
Ebenso eure beiden Katzen.
Ihr kommt daher und setzt ihnen zwei Kater vor die Nase.
Und nach vier Wochen werden dann Wunder erwartet?
Wenn dann so ganz nebenbei auch noch ständig so ein scheißnervöses Hemd von Frauchen um die Katzen rumspringt und mit Stäben wedelt, Pappkartonteile auf die Katzenköpfe haut oder ihnen trippelnder Weise zum Klo folgt, damit man auch ja nix verpasst, dann überträgt sich die Anspannung und Nervosität mit Sicherheit auch auf alle vier Katzen.

Schalt einen Gang zurück.
Gib den vieren Zeit.
Nimm dich selber zurück.
Lass die vier doch auch einfach mal machen!
 
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Reaktionen: CutePoison
kannst du die stelle, wo die mädels reinkommen, "absichern" dass die katers da nicht grad lauern?
engpässe sind immer problemstellen 😉
und wie wärs, wenn du parsley mal schon freigang gewähren würdest, er ist ja nicht scheu. dann ist er mehr ausgelastet und draussen gibt es viel spannenderes zu entdecken und jagen 🙂
zudem haben draussen die katzis viel mehr raum, um sich aus dem weg zu gehen. ohne parsley zuerst mal den freigang zu gewähren würde ich sicher nicht übers abgeben nachdenken. probleme sind dazu da, um gelöst zu werden und dafür muss man halt auch ausprobieren.
die katzenpsychologin, die nach 2 wochen schon was von aussichtslos gefaselt hat, würde ich getrost in die tonne kippen! ohne lösungsansätze und plan für gute konditionierung ist solch eine aussage unsachgemäss und auch faul.
vielleicht musst du auch dein anliegen anderst formulieren, nämlich zielgerichtet und somit positiv 🙂 also nicht ob abgeben oder nicht sondern gezielt nach ideen fragen (hier sind ja schon einige zusammen gekommen, oder? 😊).
fang mal an mit ablenken, belohnen, tollen suchspielen und den eingang etwas anpassen. erste positive schritte gegen einem selbst wieder mut.
ihr schafft das schon!
 
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Reaktionen: Frida+++
Hallo und willkommen im Club der schwierigen Zusammenführungen.
Ich stecke gerade auch in einer schwierigen und langwierigen Zusammenführung und kann dir nur raten:
Geduld!
5 Wochen sind gar nichts, da ist noch sehr viel Luft nach oben.
Dazu kommt, dass eure Mädels Freigang haben und sich so wunderbar entziehen können.
Ich würde weiterhin Gittertüren einsetzen.
Ich habe gerade nicht die Antworten gelesen, daher sorry, wenn etwas doppelt ist.
Was die Katzen brauchen, ist positive Verstärkung.
Leckerli und Spielen an der Gittertüre.
Habt ihr das mal versucht?

Feliway habe ich auch im Einsatz, für eure Mädels würde ich unterstützend Telizen empfehlen.
Schau da mal bei Medpets oder einfach L Theanin von bulkpowder bestellen (ist viel günstiger).
Ihr solltet nicht aufgeben, zumindest noch nicht.
Solche schwierigen Zusafüs können durchaus 6 Monate bis 1 Jahr dauern.
Nur in ganz wenigen Fällen ist es wirklich aussichtslos.
Wichtig ist, dass die Katzen sich erst am Gitter zusammen wohl fühlen sollten, bevor ihr sie ohne Gitter zusammen lasst.
 
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Reaktionen: Frida+++
Hallo jeudyzaragossa,

herzlichen Dank für deine Rückmeldung und deine Tipps.

Mit "offener" Wohnung meinte ich auch, dass wir nicht viele Türen haben, die wir zu Anfang der ZuSaFü hätten schließen können, um die Kater erst einmal zu separieren (wie es ja in einer langsamen ZuSaFü empfohlen wird).
Wir haben ein Haus mit rund 110 qm, Keller nicht einberechnet. 2 große Kratzbäume im WZ/Esszimmer und einen neu gekauften, der aktuell im Büro/Dachboden steht. Den können die Jungs dann nutzen, wenn sie bei unserer Abwesenheit oder nachts dann im hinteren Teil des Hauses untergebracht sind. Tagsüber sind dann die Netztüren auf, wenn wir anwesend sind und das gesamte Haus inkl. Büro (Dachboden) und Keller kann genutzt werden. D
Im WZ gibt es, neben den beiden Kratzbäumen, auch einen Tunnel. Den hat Pepper gestern Abend genutzt und prompt waren die beiden Kater da und haben sie "eingekesselt". Also ich denke mal, die beiden dachten "oh wie schön, noch jemand der mit uns spielen will" und sind mal auf den Tunnel gesprungen und haben durch die Öffnungen getatzelt. Pepper fand das aber mal so richtig blöd und war nur am Fauchen. Da fühlte sie sich wieder in die Ecke gedrängt. Pepper hat lieber offene Flächen, wo sie überall sehen kann, wo die Kater sich befinden. Sie hält sich auch gerne auf der Arbeitsplatte in der Küche auf oder auf den Sideboards. Immer schön oberhalb der Jungs und alles im Blick haben. Da kann sich dann keiner Anschleichen und sie kann bei Bedarf von oben Tatzenhiebe verteilen. Parsley läuft aber Pepper aber ständig hinterher und dann schließt sich Enzo auch schnell an. Da kann ich Pepper aber auch verstehen, dass würde mich aber auch schnell nerven 😏.

Mit Parsley habe ich tatsächlich schon angefangen zu Clickern. Bei Chili müsste ich mal den Versuch starten, da sie eigentlich total auf die Knusperkissen steht. Pepper und Enzo sind nicht Leckerchen getrieben.

Wie ist denn eure Meinung zum Thema Freigang für die Kater? Also Enzo ist ja überhaupt noch kein Thema, da er noch viel zu ängstlich und scheu ist. Parsley hat schon herbes Interesse und steht schon häufig an der Tür / Fenster.
Ich habe nur Sorge, solange es mit den Mädels nicht rund läuft, dass es draußen auch zu "Stress" kommen wird/kann. Jedenfalls seitens der Mädels. Das ist ja aktuell auch nur ihr Revier und Chili ist eh schon selten da, nicht das sie dann gar nicht mehr kommt, wenn Parsley ihr auch noch draußen begegnet und womöglich dort spielen in Form von Jagden will! Beide Mädels haben damit ja keine guten Erfahrungen mit ihrem Bruder gemacht.
Ich würde Parsley lieber noch so lange drin lassen, bis seitens der Mädels Akzeptanz herrscht? Oder könnte sich die Situation auch schneller entspannen, wenn er sich draußen "austobt"? Schlecht einzuschätzen, denke ich.

Ich habe jetzt noch die Empfehlung bekommen, Chili Calmin zu verabreichen. Gibt es ja auch beim TA. Ich werde es heute oder morgen abholen. Zylkene wirkt bei ihr ja irgendwie nicht.
Hat jemand schon Erfahrung mit Calmin gemacht?


Lieben Dank und sonnige Grüße

Freigang würde ich jetzt noch nicht gewähren nach gerade 5 Wochen.
Frühstens nach 8-12 Wochen und dann nur getrennt von den Mädels.
Sie sind sich ja noch nicht grün, und wenn sie sich unter den Umständen draußen begegnen, wäre das alles andere als gut.
Freigang für die Kater zum jetzigen Zeitpunkt würde alles verkomplizieren.
Die Kater müssen auch erst an Sicherheit in ihr Revier und euch gewinnen, ehe ihr sie raus lasst.
5 Wochen sind in jeglicher Hinsicht zu wenig.
Da haben sie ihr neues Revier noch gar nicht verinnerlicht.
Das ist frühstens nach 6-8 Wochen der Fall.
Und da in eurer Situation noch die Mädels dazu kommen, würde ich mit dem Freigang eher dann starten, wenn die Mädels sich halbwegs entspannt haben und das kann noch dauern.
Ihr braucht viel Geduld.
So lange es keine blutigen Kämpfe gibt, ist alles gut.
 
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Guten Morgen zusammen,

vielen lieben Dank für eure vielen Ratschläge, Tipps und aufmunternden Worte.
Das hat mich gestern sehr aufgebaut und mich davon überzeugt, weiter zu machen. Einmal den "Reset" Knopf gedrückt 😉.
Mir ist auch klar, dass dies wahrscheinlich auch noch ein langwieriger Prozess sein wird. Ich muss dazu auch unbedingt meinen Mann mit "einfangen". Er hält sich leider aus allem heraus und macht mir mit seiner eher negativen Einstellung die ZuSaFü auch nicht einfacher 😒

Heute früh hatten wir einen kleinen "Zwischenfall". Als ich die Netztüre geöffnet habe um in den vorderen Teil des Hauses zu gelangen, sind mir die beiden Jungs blöderweise direkt hinterher und mit entwischt. Pepper war im Schlafzimmer und hat sie gesehen und wieder geknurrt/gefaucht. Da sind die beiden Kater natürlich direkt wieder auf sie zu gelaufen, Pepper dann sofort unters Bett. Haben die Kater direkt aus dem Schlafzimmer in Richtung Keller gelotst, Pepper dann in die Küche, hinter die Gittertüre. Es ist also nix passiert, außer das Pepper halt etwas aufgelöst war. Und sofort hat mein Mann wieder gemeint, dass das sowieso nie was wird, das Parsley immer hinter Pepper her sein wird etc. etc. etc. Das finde ich so gemein von ihm!
Am Ende sind wir aber überein gekommen, dass er sich auch jeden Tag etwas Zeit für die Katzen/Kater nimmt und sich mit ihnen beschäftigt.

Gestern hatte ich eigentlich einen guten Tag mit den Katzen. Die Mädels kamen als ich nachmittags nach Hause kam mit rein, es gab Leckerlis und Futter für alle. Dann habe ich mich erst mit Chili und danach Pepper beschäftigt und beide haben sogar etwas gespielt. Dann sind beide nach rund 30 Min. raus und dann waren die Jungs dran. Um 19 Uhr war dann für alle Ruhe und Pepper kam dann auch wieder zum Schlafen rein. Das war so schön und positiv!

Wenn die Mädels jetzt im Haus sind, belassen wir es bei der geschlossenen Netztüre, wenn beide raus sind, können die Jungs dann mal im Haus stromern. Die Mädels trauen sich auch nicht sehr nahe an die Gittertüre ran, v.a. Pepper nicht.

Derzeit würde ich Parsley auch noch nicht alleine raus lassen. Das ist mir in der aktuellen Lage mit den Mädels auch noch zu unsicher.
Ich würde ihn gerne an ein Geschirr gewöhnen und dann mit ihm erst einmal einen gesicherten Freigang (auch zum Schutz der Mädels) wagen. Wäre das eine Möglichkeit?

Seit gestern geben wir den Mädels jeweils 2 Tropfen Calmin. Ich bin gespannt, wie es wirkt.

Hoffnungsvolle Grüße
 
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Derzeit würde ich Parsley auch noch nicht alleine raus lassen. Das ist mir in der aktuellen Lage mit den Mädels auch noch zu unsicher.
Ich würde ihn gerne an ein Geschirr gewöhnen und dann mit ihm erst einmal einen gesicherten Freigang (auch zum Schutz der Mädels) wagen. Wäre das eine Möglichkeit?
Das würde ich - ehrlich gesagt - nicht machen. Zusätzlich zum Zusammenführungsstress hast du dann nämlich noch Gewöhnung an Geschirr & Leine, Gewöhnung an laufen an der Leine, Gewöhnung an draußen.

Wenn du dich mit dem Gedanken, ihm jetzt schon Freigang zu ermöglichen, nicht wohl fühlst, dann wartest du damit einfach noch ein wenig.

Es ist also nix passiert, außer das Pepper halt etwas aufgelöst war.
Vermenschliche die Pepper nicht so sehr.
Sie hat gefaucht, die Jungs sind hin, du hast sie raus gelockt. Nichts passiert, oder?
Ich habe den Eindruck, dass da noch sehr der Beschützer-Mutti-Instinkt mitschwingt. Das überträgt sich auf die ohnehin scheinbar sehr sensible Pepper und bestätigt sie darin, hysterischer zu reagieren, als sie müsste.
Pepper ist nicht arm, sie braucht kein Mitleid und keine besondere Fürsorge, wenn die Kater sich ihr nähern.
Versuch, das ab zu stellen und du wirst sehen: deine Ruhe überträgt sich auf die Katzen. 🙂
 
Gut, dann warten wir bei Parsley einfach mit dem Freigang noch ab. Eilt ja nicht und außerdem wird das Wetter ja auch langsam schlechter. Da muss er sich halt einfach mit "aus dem Fenster gucken" begnügen.

Man, ich klinge ja schon echt wie eine "Helikopter (Katzen) Mama"! Wie peinlich 🙀! So wollte ich eigentlich nie sein 🤦‍♀️.
Ja, Pepper ist schon ziemlich sensibel. Bekommt es ja aktuell auch irgendwie von allen Seiten ab, auch mal von Chili. Aber trotzdem fühlt sie sich ja im Allgemeinen nicht unwohl. Sie braucht anscheinend ein bisschen mehr Abstand zu den anderen Katzen. Chili wehrt sich gegen die Jungs, bei ihr machen sie ja auch nichts.
Ich gebe mir große Mühe, jetzt mal cool zu sein und nicht immer so übervorsorglich zu agieren 😉.

Lieben Dank!
 
Man, ich klinge ja schon echt wie eine "Helikopter (Katzen) Mama"! Wie peinlich 🙀! So wollte ich eigentlich nie sein 🤦‍♀️.
🤭 Brauchst du einen Stellplatz für deinen Heli? Unserer steht nun seit einer ganzen Weile in der Garage und der Schlüssel wird so versteckt, dass man ihn nicht sofort finden kann.


Ich möchte nur kurz einwerfen:
Bis Katzen sich überhaupt richtig tolerieren/kennenlernen, kann es im Durchschnitt bis zu 6 Monaten dauern. Ab da fangen sie erst an, Freundschaften zu entwickeln.
Quelle: unbekannt, weil ich sie nicht wiederfinde 😅
 
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