Scheue Katze

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Hallo Ihr Lieben,

wir haben seit anfang Juni zwei Katzen aus dem Tierheim geholt. Sie heißen Biene & Maja.

Maja fühlt sich schon pudelwohl bei uns und ist auch sehr zuträulich. Sie darf auch seit ca. einem Monat raus in den Garten.

Biene ist allerdings mein Sorgenkind. Sie ist eine sehr scheue Katze und ich habe das Gefühl, dass sie noch so gar keinen Menschenkontakt hatte. Sie ist knapp 3 Jahre alt und eine ganz süße. Mittlerweile darf ich ihr schon leckerlies vor die nase legen, ohne angefaucht oder gekratzt zu werden. Sie kommt auch schon mal ins Wohnzimmer und sitzt den ganzen Abend im Katzenbaum während wir Fernseh schauen. Dennoch läuft sie noch sehr geduckt durch die Wohnung und hat angst vor uns, wenn wir zu hastige Bewegungen machen und durch die Wohnung laufen.
Zum Glück haben wir ein drittes Zimmer, in das sich Biene jederzeit zurückziehen kann und wo sie sich schon sichtlich wohl fühlt.

Meine Frage ist nun, wie ich mit Biene weiterhin umgehen soll. Momentan versuche ich immer wieder auf sie zuzugehen - weiß aber nicht, ob sie das zu sehr stresst.

Habt ihr evtl. Tipps und Erfahrungen mit solch scheuen Katzen?

Eins ist klar - Biene bekommt soviel Zeit wie sie braucht, damit sie bei uns endlich "ankommt". Aber ich würde ihr gerne dabei helfen....

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe :smile:

Liebe Grüsse
Sandra
 
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hobgoblin

hobgoblin

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Hi Cookie,

ich habe auch so ein "Exemplar" im Haus.

Ich kann dir nur raten lass Biene in Ruhe, setze sie nicht unter Druck.

Fenja ist im letzten August im Alter von ca. 4 Monaten aus einem Stall zu uns gezogen. Sie ließ sich nicht anfassen und war ständig in angespannter Stimmung.

Ich habe mir auch meine Gedanken gemacht, wollte sie auch nicht raus lassen, weil ich gedacht habe, dass ich sie nie wieder eingefangen bekomme. Aber ich hatte nicht mit Stine gerechnet, die einfach die Fliegentür zur Terrasse aufgestoßen hat. Fenja war da, glaube ich, gerade eine Woche bei uns. Mir ist fast das Herz stehen geblieben als ich Fenja auf der Terrasse sah. Aber nach einem kurzen Ausflug ist sie dann wieder ins Haus gekommen. Von da an stand dann immer eine Tür offen, wenn die Mädels draußen waren. Denn wenn jemand an der Tür stand ist Fenja nicht ins Haus gekommen.

Lange Rede kurzer Sinn: Fenja ist immer noch Scheu. Aber die kommt zum Leckerli fressen, sie kommt ab und zu zum Streicheln, sie schläft im Regal neben der Couch, Sie schläft mit im Bett auf dem zweiten Kopfkissen und Nachts, wenn es ganz dunkel ist und keiner sieht, das sie es ist, übt sie fürs Extremkuscheling.

Sie schreckt bei schnellen Bewegungen immer noch hoch, Besucher bekommen sie nie zu sehen, und war (außer zu einer vertrauensbrechenden Kastrationsaktion) noch nie beim Tierarzt.

Sie wird wohl nie wirklich „zahm“ werden. Aber jeder kleine Schritt bringt mich zum Lächeln. Und jeder Schritt kommt von ihr. Sie bestimmt, welches Tempo gefahren wird.

Ich liebe sie, SO WIE SIE IST!!

Außerdem wurden Katzenklappen eingebaut, so das hier nicht mehr für draußen geheizt wird.

Also, lass Biene machen, sie wird schon auf dich zukommen, in ihrem Tempo
 
Zuletzt bearbeitet:
Cookie

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Hallo hobgoblin,

vielen Dank für Deine Antwort.

Du hast vollkommen recht - ich nehme Biene auch wie sie ist. Und bin froh, dass ich sie mitgenommen habe. Denn hier in unserer Wohnung hat sie eine schöne Umgebung und wird versorgt. Und ich werde ihr die Zeit lassen die sie braucht - hatte nur die Befürchtung, dass ich es verkehrt mache, wenn ich sie so völlig in Ruhe lasse. Ich freue mich auch, über jeden Fortschritt den Biene macht.

Ich verlange auch nicht von ihr, dass sie zur Riesen-Schmusekatze wird - es wäre einfach nur schön zu sehen, wenn sie selbstbewusst und sicher durch die Wohnung gehen würde :verschmitzt:.

Eines Tages möchte ich sie auch gerne rauslassen - nur ist Biene noch nicht geimpft, da der erste TA Besuch leider fehlschlug - wir haben sie so gar nicht in die Box bekommen und wollten ihr nicht unnötig wehtun:(.

Okay - somit einfach Geduld haben:smile:

LG
Sandra
 
hobgoblin

hobgoblin

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Fenja wurde auch nicht geimpft, womit ich nicht sagen möchte, dass du gegen deine Prinzipien agieren sollst.
Es ist eben nicht möglich. Und jeder Versuch sie einzufangen würde diesen mühsam geschaffenen Vertrauensbruchteil in Sekunden zerstören.

Wir waren schon Mal auf einem guten Weg, der dann durch die Einfangaktion zum Kastrieren wieder total zunichte gemacht wurde.
Also verlässt sie im Moment ohne Impfung das Haus.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ich richtig handele, aber im Moment ist es mir wichtiger das Vertrauen zu festigen. Und der Freigang hat dazu sicher beigetragen. Fenja ist in einem Stall aufgewachsen, und das merkt man an ihrem ganzen Verhalten. Sie setzt sich bei den anderen durch, wenn es sein muss mit Fauchen und Kratzen, sie jagt Vögel und Mäuse, hat sich eben an den Lebensraum angepasst. Und der Freigang ist für sie viel wichtiger als für Stine, die zwar eine Vollschwester von Fenja sein soll, aber schon zwei Monate früher zu mir kam.

Wirklich… Tag und Nacht, da sieht man wie das Umfeld prägen kann.
 

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