Scheue Kater

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Poldi

Poldi

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  • #21
Es gibt keinen Welpenschutz bei Katzen und auch nicht bei Hunden.
 
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Alberta

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  • #22
Wenn ich mich beiden stehend langsam oder in normaler Geschwindigkeit nähere, laufen sie sofort weg, wobei Gordon mich dabei sogar manchmal anfaucht. Dabei will ich gar nichts von ihnen, sondern muss nur an ihnen vorbei, Dinge holen oder wegbringen.
Bei meinem Wildling war erfolgreich, dass wenn wir uns im Flur begegneten, ich mich seitwärts stellte (mit den Fußspitzen von ihm abgewandt) und so langsam an ihm vorbei ging, dabei schaute ich ihn auch nicht an. Darauf kam ich, weil er mir immer auf die Füße schaute, es klappte relativ schnell, dabei war er wild geboren und lebte vorher in keinem Haushalt. Aber auch da sind sicher viele Katzen anders im Verhalten, vielleicht ist es einen Versuch wert.

Einer ehemaligen Straßenkatze näherte ich mich erfolgreich mit einem Federwedel, den ich nie zum Spielen, sondern ausschließlich zum Reiben an den Wangen nutzte, was sie sehr genoss. Darüber schafften wir es, dass sie später das Kraulen an den Wangen genoss.

Lass es nicht mehr dazu kommen, dass der Kater dich schlägt, sei lieber zurückhaltender, weil das Schlagen schnell zum Alltag werden kann.
Mein jetziger Kater (14 Jahre) hatte im Tierheim per Pfote mit Krallen gezeigt, dass er nicht gestreichelt werden möchte, mich hat er noch nicht geschlagen, da ich lieber etwas zu wenig kraule, als etwas zuviel. Mittlerweile (nach 6 Monaten) ist es so, dass wenn er beim Spiel auf meine Hand kommt, mit der Pfote zurück zuckt, weil er mir ja nicht schaden möchte, sondern lieber der Spielbeute.

Bei keiner meiner Katzen verhinderte ich den Zugang zu einem lieb gewonnenen Zufluchtsort, es sollte immer ein Platz vorhanden sein, wo sich die Katze sicher fühlt, meiner Meinung nach (es sei denn, es gibt einen Notfall).
 
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Max Hase

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  • #23
Gezielt an der Miez vorbei schauen und gehen, das sehen die sehr wohl an der Körpersprache und reagieren auch darauf.
 
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GoF

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  • #24
Hallo,

wow, so viele haben mir geantwortet. Vielen Dank an alle! 😊

Ich habe auch schon versucht die beiden mit einem Stab am Rücken leicht zu berühren, während sie gefressen haben. Da haben sie sich erschrocken und sind zur Seite gehüpft. Soll ich es immer weiter probieren, bis sie nicht mehr weg hüpfen? Auch im Spiel mit der Katzenangel habe ich den einen am Rücken leicht berührt und er hat sich erschrocken und ist davongelaufen.

Wie ist das denn? Nun geh ich teilweise seitwärts an den Katzen vorbei und auch ganz langsam. Aber irgendwann müssen die ja lernen, dass ich ganz normal gehe. Wann beginne ich damit normal zu laufen? Wenn sie beim seitwärtsgehen nicht mehr weglaufen?

Liebe Grüße
GoF 😊
 
Alberta

Alberta

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  • #25
Ich habe auch schon versucht die beiden mit einem Stab am Rücken leicht zu berühren, während sie gefressen haben. Da haben sie sich erschrocken und sind zur Seite gehüpft. Soll ich es immer weiter probieren, bis sie nicht mehr weg hüpfen? Auch im Spiel mit der Katzenangel habe ich den einen am Rücken leicht berührt und er hat sich erschrocken und ist davongelaufen.
Beim Fressen würde ich die Katzen gänzlich in Ruhe lassen. Leider wird das häufig propagiert, dass man sie dann berühren solle :(
Versuche sie doch mal mit etwas weichem, wie einem Federwedel sanft an den Wangen zu berühren, der Rücken wird bei scheuen Katzen oftmals ungerne zugelassen als erste Kontakte.

Wie ist das denn? Nun geh ich teilweise seitwärts an den Katzen vorbei und auch ganz langsam. Aber irgendwann müssen die ja lernen, dass ich ganz normal gehe. Wann beginne ich damit normal zu laufen? Wenn sie beim seitwärtsgehen nicht mehr weglaufen?
Du kannst Deinen Gang immer mehr nach vorne ausrichten, die Katzen sollen halt nur erst merken, dass Du nicht frontal auf sie zugehst, sondern ein anderes Ziel hast. Du merkst schnell am Verhalten eine entspanntere Körperhaltung.
 
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Max Hase

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  • #26
Das ist leichter gesagt als getan.
Ich streiche nach einer Weile den scheuen Katzen gerne kurz einmal über den Kopf, wenn ich die Futterschüssel abstelle. Dann gehe ich aber zügig. So sind sie diese Berührung gewöhnt, und ich kann im Notfall einmal beherzt zugreifen und den Überraschungsmoment nutzen.

Ich füttere aber schüchterne Exemplare auch gerne auf halber Höhe bzw. sie suchen sich das aus. Dann bin ich nicht so groß und furchteinflößend, wenn ich mich nähere, und das über den Kopf streichen geht so nebenher.

Diese Erfahrung stammt aus dem Umgang mit wilden und halbwilden oder völlig verwilderten Katzen, die oft Jahre brauchen. Und bis dahin brauchen sie Wurmkuren (im Leberwurstwickel), Flohmittel, eine Kastration und auch mal was anderes.
 
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KatzeK

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  • #27
Ich mache das auch beim Füttern, aber vor dem Fressen. Also wenn sie sowieso zu mir gekommen ist weil sie wusste dass es jetzt was Leckeres gibt. Beim Fressen selbst bin ich dann auch weg gegangen und habe sie fressen lassen.

Solange sie noch so scheu sind dass sie gar nicht ankommen dafür würde ich da noch gar nix machen in die Richtung, da würde ich immer sie kommen lassen wenn ich sowas probieren würde.

Ich habe das anfangs immer mit Leckerchen gemacht, also sie so zur Hand gelockt. Von Leckerchen nur in den Raum legen über Leckerchen in den Raum legen aber im Raum bleiben mit Distanz bis hin zu dem Moment in dem sie dann immer näher kam und sich am Ende das Leckerchen aus der Hand holen sollte wenn sie es wollte. Und als sie es sich dann aus der Hand geholt hat hat man ja sowieso die ersten Berührungen mit der Hand. Nur dass die eben noch von der Katze ausgehen. Da sie beim vom vorn kommen aber schnell zurückschrecken habe ich da nie aktiv nach ihr gegriffen, allenfalls mal sanft mit dem Finger die Wangen gestreichelt wenn sie eh an der Hand war und ansonsten nur ganz doll gelobt sondern dass erste aktive Berühren von meiner Seite aus dann eben bei der Fütterung gemacht. Also mal von oben sanft und kurz berührt. Da war sie aber schon so zahm dass sie zu mir kam wenn es Futter gab und mir eh um die Beine ging bei der Vorbereitung desselben.

Der Federstab ist ja nix weiter als die Verlängerung Deiner Hand weshalb ich auch bei dem warten würde bis die Katze da neugierig ran kommt und dann kannst Du versuchen sie damit vorsichtig zu berühren. Aber auch da würde ich die Reihenfolge Katze kommt neugierig zum Objekt bevor das Objekt zur Katze kommen darf einhalten. Wenn sie dann zurückschrecken einfach wieder aufhören und warten bis sie wieder von sich aus ankommen.

Dauerhaft seitlich laufen brauchst Du glaube ich nicht, es reicht wenn Du ruhig und langsam läufst und die Katzen nicht ansiehst. Das würde ich in ihrer Gegenwart aber solange machen bis sie grundsätzlich einigermassen entspannt sind in Deiner Gegenwart.

Dass sie sich ab und an erschrecken wird immer mal wieder vorkommen, das würde ich dann wirklich einfach ignorieren und sie wieder zur Ruhe kommen lassen wenn das passiert ist. Je mehr "Aufregung" Du darum fabrizierst desto mehr bekommen die Katzen das Gefühl das wirklich was nicht stimmt wenn selbst die "Oberkatze" (also Du) aufgeregt ist. Je mehr Ruhe und Gelassenheit Du selbst ausstrahlst desto mehr können sich auch die Katzen sicher fühlen, weshalb es zB. auch ganz verkehrt ist dann zu sehr auf die Katzen einzugehen in solchen Momenten da sie so denken: Oh, da war/ist wirklich was gefährlich!
 
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  • #28
Hallo,

danke nochmal für die letzten Antworten von euch! 😊

Ich habe mich ja nun einige Zeit nicht gemeldet. In dieser Zeit hat sich ein bisschen was verändert:
Beide Kater sind nun auch öfter tagsüber anzutreffen. Sie kommen an, wenn ich sie zur Fütterung mit Nassfutter rufe und mit den Futtertüten knistere. Dann folgen sie mir von der Küche (Zubereitungsort) ins Zimmer zu der Futterstelle. Der eine Kater, der erst nicht mit mir mit der Katzenangel spielen wollte, spielt nun auch öfter damit. Zwar noch nicht so wild wie der andere, aber immerhin. Mit dem Vorbeilaufen an den Katzen klappt es auch ganz gut. Der eine bleibt fast immer sitzen, der andere geht schon noch öfter zur Seite, wenn ich komme, aber er macht das sehr entspannt.

Ich meine jetzt wäre es an der Zeit das Anfassen zu üben. Dabei habe ich ja immer noch das Problem, dass der eine mich mit seiner Pfote schlägt/kratzt, wenn ich ihm mit meiner Hand zu nahekomme.

Folgende Versuche habe ich bereits unternommen und haben nicht funktioniert:
- Mit Federwedel an Wange streicheln. Der eine hatte zu große Angst davor und is geflüchtet, der andere wollte ihn auffressen.
- Mit Federwedel und Targetstab-Klicker an Wange oder Seite streicheln. Den Target-Klicker kennen beide bereits aus früheren Übungen. Da haben sie gelernt mit der Nase an die Kugel am Stabende zu stupsen. Es ist unmöglich sie darauf zu trimmen die Kugel mit der Wange oder Seite zu berühren, weil sie sich immer wegdrehen.
- Spezielle Übung für den, der mit der Pfote nach meiner Hand schlägt: Leckerchen in Hand mit dickem Handschuh. Wenn er mit der Pfote schlägt, Hand zu machen. Wenn er es ruhig frisst, offenlassen und fressen lassen. Hierbei hat er eine so geringe Frustrationstoleranz gezeigt, dass er nach ein paar Pfotenhieben aufgibt und weg geht. Auch beim Fummelbrett gibt er oft schnell auf, wenn er das Leckerchen nicht schnell rausbekommt.

Meine Fragen:
- Was kann ich machen, um mit dem einen das Anfassen zu üben?
- Was kann ich machen, um mit dem anderen seine Frustrationstoleranz zu erhöhen und, dass er nicht mehr mit der Pfote nach meiner Hand schlägt?

Liebe Grüße
GoF 😊
 
ottilie

ottilie

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Mittelfranken
  • #29
Ich kann dir deine Fragen jetzt so direkt nicht beantworten.
Stattdessen eine Gegenfrage:
Wie gut kannst du die Körpersprache von Katzen lesen?
Ich hab in dem Buch: Tierarzt Training für Katzen von Christine Hausschild ganz viel über die feine nonverbalen Kommunikation von Katzen gelernt ...

Oder evtl. mal bei Userin Taskali reinlesen, sie ist eine Spezialistin für die Zähmung von scheuen Katzen
 
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  • #30
Anscheinend kann ich die Körpersprache von Katzen nicht so gut lesen... :/
 

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