Pflegestelle werden

Lyshira

Lyshira

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Guten Morgen zusammen,

ich trage mich seit einer Weile mit dem Gedanken herum, irgendwann, auf ganz lange Sicht und nach reiflicher Überlegung vielleicht selbst irgendwann einmal Pflegekatzen aufzunehmen. Meine Frage dazu ist - grob zusammen gefasst - ziemlich einfach: Wie geht das?

Welche Voraussetzungen sollten dafür optimalerweise herrschen - räumlich wie persönlich und finanziell?

An wen könnte ich mich vor Ort wenden? Katzenhilfe? Tierheim? Tierschutzbund (scheint quasi identisch mit Tierheim zu sein)?

Ich hoffe, ich bin mit der Frage hier am richtigen Ort und habe nicht ein bereits ähnliches Thema übersehen. Überstürzen will ich nichts, über's Knie brechen auch nicht. Wenn die Voraussetzungen oder Rahmenbedingungen nicht passen, dann lasse ich es lieber. Aber fragen kostet ja nichts :)

Ach ja: Vielleicht noch ein paar Worte zu dem, was ich bieten könnte bzw. zu den Umständen bei mir:

Ich habe (noch) eine eigene Katze, nämlich meine zwischen 3 und 5 Jahre alte Katzendame Mina, die ab dem 17.04. lang ersehnte (zumindest von mir, von Mina wohl weniger) Gesellschaft von Taskalis Kimberly bekommen wird. Daher gibt es jetzt auch schon eine Gittertür :) Ich wohne in einem Reihenhaus mit Garten in einer sehr verkehrsberuhigten Gegend, in der nur Familien mit Kindern wohnen. Im Haus wäre es möglich, mindestens ein Zimmer komplett als Katzenzimmer einzurichten. Den Garten abzusichern wird schwierig. Die Nachbarn sind auf der einen Seite aber sehr Katzenfreundlich, auf der anderen zumindest nicht feindlich. Der Tierarzt ist praktischerweise direkt auf der anderen Straßenseite.

Viele Grüße und vielen Dank für eure Antworten und Anregungen,
Lyshira
 
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Mikesch1

Mikesch1

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Im Moin-Moin-Gebiet ;-)
Die Voraussetzungen für eine Pflegestelle macht so ziemlich jeder Tierschutzverein selbst. Da gibt es sicher kein Gesetz zu ;)

Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung sagen, was Du an Voraussetzungen schaffen solltest:

Möglichst einen Raum für die Katzen mit einer Gittertür einrichten. Könnte z. B. das Gästezimmer sein. So habe ich angefangen. Mittlerweile ist es ein reines Katzenzimmer geworden.

Gittertür, um die Zusammenführung zu Deinen Katzen, sofern vorhanden, problemlos zu ermöglichen. Und natürlich auch, um eine mögliche Quarantäne zu ermöglichen.

Bei mir ist es so, dass ich für die Basics sorge. Also Futter, Streu etc. TA-Kosten werden von der Katzenhilfe übernommen. Die Besuche/Fahrten zum TA übernehme aber auch ich selber.

In der Vermittlung bin ich insofern mit eingebunden, dass ich selber Vermittlungsgesuche schalte. Und natürlich Interessenten zu mir einlade und mit ihnen spreche. Das kann sehr zeitintensiv sein. Ich habe schon Menschen da gehabt, die sich gar nicht mehr trennen konnten und musste über eine Stunde mit denen schnacken.

Anfangs wird sicherlich ein anderes, älteres Mitglied für Dich die erfolgreiche Vermittlung abschließen und Vorkontrolle machen bzw. die Katzen in ihr neues Zuhause bringen. Aber bei mir war es so, dass ich so ziemlich von Anfang an auch das selbst gemacht habe.

Aber wie gesagt, dass macht sicher jeder TS anders. Erkundige Dich doch im Tierheim oder beim ansässigen Tierschutzverein. Viele sind sehr dankbar über Pflegestellen.
 
T

Tante

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Hallo Lyshira, schön das du überlegst Pflegestelle zu werden. :)

Auch ich kann dir nur von meinen Erfahrungen erzählen, denn wie Mikesch1 schon sagte arbeiten Vereine sehr sehr unterschiedlich. Ich würde dir deswegen auch empfehlen dir Fragen die du hast aufzuschreiben und quasi immer einen Fragenkatalog durchzugehen - es geht dabei nicht darum das der Verein sich für dich verbiegen soll oder so, sondern explizit das du deinen für dich passenden Verein findest... und der Verein eine für sich passende Pflegestelle!

Erstmal ein bisschen allgemeines.

Da du eigene Katzen hast sind bei dir 2 Sachen wichtig die es bei katzenlosen PS wie mir so nicht gibt: Quarantäne und Stress für die eigenen Tiere. Zusammenführungen sind immer Stress, und manche (nicht alle!) Katzen kommen nicht damit klar PS Katzen zu sein, das ist zu oft und zu viel. Kann man vorher freilich schwer einschätzen, musst du einfach beobachten wie viel du ihnen 'auflasten' kannst.
Bei der Quarantäne ist es ähnlich. Wie viele Sicherheitssachen brauchst du, um das Risiko für deine eigenen Katzen akzeptieren zu können. Klar man bekommt die Pflegis idR untersucht, geimpft, kastriert, getestet usw. aber es kann immer etwas sein. Deswegen ist die Quarantäne so immens wichtig. Manche User (zb. Taskali die aber nicht PS ist sondern das alles irgendwie selber schafft weil sie wundervoll ist) haben tatsächlich auch Schleusen gebaut mit Desinfektionsmittel etc.
Auch dies muss man selber wissen wie viel für einen selber und die eigenen Tiere wichtig und akzeptabel ist. Vereine verlangen keine Schleusen o.ä.
Das Thema impfen solltest du dir auch durch den Kopf gehen lassen was eingeschleppte Krankheiten von den Pflegis angeht.
Oh und viele Vereine bestehen auf jährliches impfen der Pflegis, das mögen einige PS auch nicht also auch das im Hinterkopf haben ob du damit konform gehen kannst.

Generell reicht bereits ein Raum um PS zu sein. Wie groß es sein muss, wie die Einrichtung ist etc. ist von Verein zu Verein unterschiedlich, nur gesichert muss alles sein. Sprich mind. ein Fenster zum lüften, Balkon falls vorhanden, so Sachen.
Bei dir wäre dann die Frage, ob deine eigenen Katzen raus in den Garten können? Es gibt Vereine die vermitteln nur in Wohnungshaltung, da müsste dann (falls die Katzen Zugang zum Garten hätten) entweder eine entsprechende Chipklappe o.ä. installiert werden oder garantieren das die Pflegis nie raus können oder eben einfach mit einem Verein zusammenarbeiten der nicht nur in Wohnungshaltung vermittelt.
So viel zum räumlichen. :)

Finanziell hätten die meisten Vereine es ganz gerne, wenn du als PS für Streu und Futter aufkommst - sprich das wäre einfach an Mehrkosten da. Was du fütterst ist weitgehend dir überlassen, aber zb. mein aktueller Verein bittet darum kein Trofu als Hauptmahlzeit zu geben oder so (mache ich ja sowieso nicht). Hier gibt es also auch leichte Abweichungen. Oh und komplett barfen wäre auch leider wirklich doof für die Pflegis, das macht die Vermittlung nur schwerer wenn sie dann vielleicht kein NaFu mehr annehmen oder so (was natürlich nicht wirklich oft passiert aber man muss es ja nicht herausfordern). Ab und an rohes sollte immer okay sein, aber auch hier einfach den Verein fragen.
Was Tierarztkosten angeht übernehmen das idR die Vereine, WIE ist aber wiederum sehr unterschiedlich. Mein aktueller Verein regelt das einfach direkt mit den Tierärzten und ich muss gar nichts machen. Das machen einige und ist natürlich am einfachsten für dich als PS.
Dann gibt es welche wo man die Rechnung zum Verein schickt aber das Geld vorübergehend vorstrecken muss - für jemanden mit wenig Einkommen problematisch, aber wenn man das Geld hat kann man auch mit solchen Vereinen ohne Sorge arbeiten, das Geld wird dir dann zurücküberwiesen.

Persönlich musst du dir auch im Klaren sein, dass es viele PSV's gibt. Pflegestellenversager ;) Diese nennen sich eher scherzhaft auch selber so, weil - vielleicht direkt beim ersten mal oder nach und nach - Pflegis einfach so hängengeblieben sind weil das Herz nicht anders wollte.
Kannst du das bei dir realistisch einschätzen? Was wenn dein Herz an einem Pflegi hängt? Könntest du dennoch loslassen oder hast du Platz&Zeit&Geld genug um weitere Katzen zu halten?
Nur als Denkanstoss. Du machst dir ja bereits viele Gedanken, ich denke da war das auch dabei. :)

Tierheime haben manchmal Pflegestellen, aber ich würde mich an deiner Stelle gar nicht groß begrenzen in der Hinsicht. Ich selber habe einen Verein der in Uelzen sitzt, aber der Verein vermittelt Deutschlandweit, alles kein Problem. Machen die meisten Vereine genauso, aber zur Not wie immer nachfragen :)

---- Das erst einmal zu deinen Fragen. Jetzt noch eine kleine Textwand von mir. ;)

Wichtig ist, dass du genau weißt was du als PS machen möchtest. Ich habe zb. anfangs den Fehler gemacht davon auszugehen, dass man als PS immer bzw. bei jedem Verein bei der Vermittlung mitredet & mit den zukünftigen Besitzern Kontakt hat etc. Dem ist nicht so und führte zumindest auf meiner Seite zu sehr traurigen Ergebnissen.
Es ist also wirklich wichtig genau nachzufragen: Darf ich über die Katze in einem Forum schreiben, Anfragen beantworten, habe ich Mitspracherecht oder gar Entscheidungsrecht was die Endstelle angeht, habe ich Kontakt zu der Endstelle usw.

Sprich das was du machen möchtest als PS musst du erfragen. Es ist dabei auch durchaus legitim, wenn du gar nichts mit der Vermittlung zu tun haben willst, gibt Vereine die machen das alles selber und gut ist.

Auch wichtig mag für dich eventuell sein, wie der jeweilige Verein vermittelt. Vielleicht bist du dagegen, auch junge Tiere bereits als Einzelkatzen einzustufen oder nur in Wohnungshaltung oder nur in den Freigang usw.

Und was ist für dich okay? Kannst du Babies mit der Flasche großziehen? Trächtige Katzen einquartieren? Auslandskatzen? Deutschlandkatzen? Streuner? Aggressive? Ungezähmte? Scheue?
Sprich zu wie viel 'Arbeit' bist du bereit, wie viel kannst du da bieten? Ist wirklich kein Angriff, du solltest das nur ehrlich selber einschätzen können damit du einen entsprechenden Verein findest :)

Zuletzt solltest du auch die Größe des Vereins bedenken. Kleine Vereine sind meiner Erfahrung nach nun einmal kleiner und somit persönlicher, direkter. (nur meine Erfahrung natürlich!) Bei großen kann man meist weniger (mit)reden.

Wenn du möchtest kann ich dir auch per pn ein paar Empfehlungen geben, aber du meintest ja du denkst noch nur darüber nach also fühle dich nicht gedrängt. :)

Bei Fragen, immer gerne fragen!
 
Mascha04

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Die vorherige Posterin hat es ja schon sehr gut beschrieben, als Pflegestelle sollte man die Möglichkeit zum Separieren haben. Die Pflegekatzen müssen zum Leben der Pflegestelle passen, ob lieber Babykatzen, Senioren oder scheue Mietzen. Für alle werden Pflegestellen gebraucht. Es kann auch oft länger dauern bis Pflegekatzen vermittelt werden.

Ich kenne es nur so dass die Pflegestellen ein Mitspracherecht bei der Vermittlung haben und auch selbständig Inserate schalten können. Sie sollten auch erkennen können wann ein Pflegetier ärztliche Hilfe braucht und dann schnell in Absprache mit dem Verein reagieren. Die endgültige Vermittlung macht bei uns aber immer jemand aus dem Vorstand des Vereins, da ist die Begleitung der Pflegestelle ins neue Zuhause der Katze auch sehr willkommen.

Also wenn du Interesse hast, melde dich doch mal bei uns. Wir suchen immer Pflegestellen für die vielen Katzen, die Hilfe brauchen. Wir, das ist der Aktive Tierschutz e. V. Recklinghausen. Ich weiss ja nicht woher du kommst, aber auch der junge Katzenschutzverein Borken sucht dringend Pflegestellen.
 
Lyshira

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Das sind ja schon sehr gute Anregungen und Denkanstöße :) Genau auf so etwas hatte ich gehofft.

Um auch für mich die Informationen zu sammeln, nutze ich einfach mal Tantes Beitrag, um die einzelnen Punkte abzuarbeiten:

Bei der Quarantäne ist es ähnlich. Wie viele Sicherheitssachen brauchst du, um das Risiko für deine eigenen Katzen akzeptieren zu können.

Ich könne - wenn ich tatsächlich Bedenken habe, in einem Raum eine Art 'Quarantänestation' einrichten, der sich auch gut komplett desinfizieren lässt.

Oh und viele Vereine bestehen auf jährliches impfen der Pflegis, das mögen einige PS auch nicht also auch das im Hinterkopf haben ob du damit konform gehen kannst.

Hm... mit meinem momentanen Wissensstand hätte ich da keine Probleme mit. Änderungen vorbehalten...

Generell reicht bereits ein Raum um PS zu sein. Wie groß es sein muss, wie die Einrichtung ist etc. ist von Verein zu Verein unterschiedlich, nur gesichert muss alles sein. Sprich mind. ein Fenster zum lüften, Balkon falls vorhanden, so Sachen.

Vorhanden ist ein Gästezimmer - ich denke ca. 12 qm groß - mit Fenster. Einen Garten habe ich nicht, aber zumindest die Terrasse könnte man sicher einzäunen. Die eigene Katze hat einen anderen Ausgang, den ich gerne auch mit einer chipgesteuerten Klappe sichern möchte.

Bei dir wäre dann die Frage, ob deine eigenen Katzen raus in den Garten können? (...) oder eben einfach mit einem Verein zusammenarbeiten der nicht nur in Wohnungshaltung vermittelt.

Damit wäre das auch schon zum Teil beantwortet - mir wäre es lieber, wenn es nicht nur um Wohnungshaltung geht.

Was Tierarztkosten angeht übernehmen das idR die Vereine, WIE ist aber wiederum sehr unterschiedlich. Mein aktueller Verein regelt das einfach direkt mit den Tierärzten und ich muss gar nichts machen. Das machen einige und ist natürlich am einfachsten für dich als PS.
Dann gibt es welche wo man die Rechnung zum Verein schickt aber das Geld vorübergehend vorstrecken muss - für jemanden mit wenig Einkommen problematisch, aber wenn man das Geld hat kann man auch mit solchen Vereinen ohne Sorge arbeiten, das Geld wird dir dann zurücküberwiesen.

Wäre es möglich, hier mit meiner "Haustierärztin" zu sprechen, ob sie da mit dem Verein zusammen arbeiten würde? Aufgrund der Entfernung bietet sie sich einfach an. Das wird wohl der Verein entscheiden oder? Und natürlich die Tierärztin? Das Geld vorzustrecken wäre ok.

Persönlich musst du dir auch im Klaren sein, dass es viele PSV's gibt. Pflegestellenversager ;) Diese nennen sich eher scherzhaft auch selber so, weil - vielleicht direkt beim ersten mal oder nach und nach - Pflegis einfach so hängengeblieben sind weil das Herz nicht anders wollte.
Kannst du das bei dir realistisch einschätzen? Was wenn dein Herz an einem Pflegi hängt? Könntest du dennoch loslassen oder hast du Platz&Zeit&Geld genug um weitere Katzen zu halten?

Ja, darüber habe ich mir tatsächlich Gedanken gemacht :D Ich denke nicht, dass ich sehr anfällig dafür bin. Ausschließen will ich es natürlich nicht und für den Fall wäre in jedem Fall Platz und auch Geld da. Aber selbst wenn ich mich Hals über Kopf in einen Pflegling verlieben würde, würde an erster Stelle die Abwägung stehen, ob ich dieses Tierchen wirklich gut bei mir versorgen könnte. Da kenne ich mich gut genug, als dass ich dafür die Hand ins Feuer legen würde.

Und jetzt zu den anderen Überlegungen:

Da ich berufstätig bin, wäre eine Flaschenaufzucht von Kitten nichts für mich. Das ganze ist bestimmt ein unglaubliches Erlebnis, aber ich habe dafür nicht die Zeit. Genau so wenig würde ich wahrscheinlich einer werdenden Katzenmama gerecht werden, sofern sie nicht so freundlich ist und ihren Wurf genau auf das Wochenende oder in meinen Urlaub platziert. Alles andere ist okay... ich finde, auch schwierige Katzen haben eine Chance verdient. Genau wie Menschen, die nicht dem Mainstream-Bild entsprechen. Andererseits kommt hier wieder meine Berufstätigkeit ins Spiel. Ich kann mich nicht den ganzen Tag kümmern. Aber ich kann den Katzen Raum bieten und Sicherheit - und Schmuse- und Spieleinheiten, soviel sie möchten. Wenn sie nicht möchten - dann müssen sie nicht. Sie sollen mich ja nicht bespaßen.

Natürlich wäre ich bereit, auch spontan Urlaub zu nehmen und mich zu kümmern - ich gehe ja schließlich eine Verpflichtung ein. Würde ich nicht einen Teil meiner Zeit 'opfern' (hört sich so negativ an) wollen, bräuchte ich die Überlegungen nicht weiter führen.

Es wäre schön, wenn ich auch ein bisschen "mitmachen" dürfte - über die Katze schreiben, schauen, wo sie hinkommt. Aber wenn der Verein das gut macht, dann ist das auch gut so.

Ich sehe das alles nicht als Angriff. Ich will einfach sicher sein, dass das, was ich bieten kann, okay ist. Auch, dass meine Motivation okay ist.
Ich suche schon lange eine Möglichkeit, mich irgendwie "zu engagieren". Politik war mir zu lästig, Menschen zu anstrengend... Seitdem ich mich mit Katzen beschäftige, scheint mir das eine gute Möglichkeit zu sein. Mir kommt es manchmal vor, als hätten diese pelzigen, eigenwilligen Wesen und ich viel gemeinsam. Vor allem die Eigenwilligkeit :D Den Pelz weniger. Es ist das erste Mal, dass mich etwas wirklich berührt... wenn ich sehe und lese, was den Tieren alles passiert, was sie durch- und mitmachen müssen. Das Leben mit Katze hat mich etwas weicher gemacht. Das möchte ich irgendwie zurück geben.

Wie gesagt, ihr könnt gerne meine Motivation in Frage stellen - ich bitte sogar darum! Wenn irgendetwas vernünftiger Kritik nicht stand hält, ist es vielleicht besser, das Projekt nicht zu starten.

Das war jetzt meine Wall of Text :D
 
Mikesch1

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Wäre es möglich, hier mit meiner "Haustierärztin" zu sprechen, ob sie da mit dem Verein zusammen arbeiten würde? Aufgrund der Entfernung bietet sie sich einfach an. Das wird wohl der Verein entscheiden oder? Und natürlich die Tierärztin? Das Geld vorzustrecken wäre ok.

Ich denke, auch dass handhabt jeder Verein anders. Ich z. B. MUSS zum Vereins-TA. Er ist allerdings auch nur gut 15 Min. Autofahrt von mir entfernt. Mein Verein hat halt dort einen Vertrag mit günstigen Konditionen.

Zum Thema PSV :D Einmal - in 2012 - bin ich es auch geworden ;). Nachdem ich Nico eigentlich vermittelt hatte, aber er Schnupfen bekam und ich ihn nur gesund abgeben wollte, waren der Interessentin die 10 Tage warten zu lang und sie hat sich woanders eine Katze zu ihrer bereits vorhandenen geholt. Naja, ich habe es als Wink des Schicksals genommen, weil mich Nico mit seinem Silberblick und dem sanften Wesen als Riesenkater einfach berührt hat. Er ist bei mir geblieben.

Bei mir haben die Mäuse auch die Möglichkeit, in den abgesicherten Garten zu gehen. Man muss da manchmal schon stark sein, um eine Wohnungskatze, wenn sie eine bleiben soll, tatsächlich dann in diesem Katzenraum zu lassen. Es kostet Kraft, da sie einem ja doch leid tut, und auch Zeit, da man sich dann umso mehr mit ihr beschäftigen muss. Bei mir saßen die Katzen auch schon 3 - 4 Monate im Katzenzimmer, bevor sie vermittelt wurden. Von daher nehme ich ungern Einzelkatzen auf. Mir ist es dann lieber, wenn 2 Katzen in meinem Katzenzimmer sitzen. Aber ich hatte auch schon 3 - 4 x Einzeltiere. Ist halt etwas "anstrengender". Aber ich bin auch voll berufstätig und kann mich nicht 24/7 um alle Katzen kümmern.

Aber ich bin froh, diese Aufgabe zu haben. Denn es gibt wirklich so viel Tierleid. So kann auch ich dem ein oder anderen ein wenig helfen.
 
Mascha04

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Wenn die Pflegestelle weiter vom Vereinstierarzt entfernt ist machen Vereine auch mit dem Haustierarzt einen Kostenübernahmevertrag. Das dürfte eigentlich kein Problem sein. Ansonsten sollte man da auch nicht zu viele Hürden aufbauen, wenn die Katzenschwemme los geht ist es oft am Wichtigsten dass die Tiere ein Dach über dem Kopf bekommen und versorgt werden. Optimieren kann man dann immer noch.
 
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Ich könne - wenn ich tatsächlich Bedenken habe, in einem Raum eine Art 'Quarantänestation' einrichten, der sich auch gut komplett desinfizieren lässt.

Fein :) Eine solche Station braucht nicht jeder, aber ich denke gerade wenn man eigene Katzen noch dabei hat ist es nicht doof sich darüber zumindest mal Gedanken zu machen.

Hm... mit meinem momentanen Wissensstand hätte ich da keine Probleme mit. Änderungen vorbehalten...

Kannst dich ja ruhig dazu noch einmal einlesen was Impfen angeht, da gibt es hier im Forum auch sehr unterschiedliche Meinungen zu aber jährlich impfen empfinden glaube ich bzw. gefühlt die meisten hier als eher schädlich als gut.
Aber: ich will dir da absolut nichts vorschreiben, was zählt ist, dass dies für dich keine Bedingung oder Frage für den zukünftigen Verein ist.

Vorhanden ist ein Gästezimmer - ich denke ca. 12 qm groß - mit Fenster. Einen Garten habe ich nicht, aber zumindest die Terrasse könnte man sicher einzäunen. Die eigene Katze hat einen anderen Ausgang, den ich gerne auch mit einer chipgesteuerten Klappe sichern möchte.

Gut! :) Der Vorteil ist bei so etwas natürlich auch, dass du auch wieder Rückmeldung an den Verein geben kannst wie stark der Drang nach draußen ist. Wenn ein Ex-Streunerli bei dir das ganze Jahr keine Pfote vor die Tür setzen will ist das noch einmal was anderes als wenn er dauernd an der Schreibe kratzt - grob verallgemeinert.

Damit wäre das auch schon zum Teil beantwortet - mir wäre es lieber, wenn es nicht nur um Wohnungshaltung geht.

Auf die Liste! :)

Wäre es möglich, hier mit meiner "Haustierärztin" zu sprechen, ob sie da mit dem Verein zusammen arbeiten würde? Aufgrund der Entfernung bietet sie sich einfach an. Das wird wohl der Verein entscheiden oder? Und natürlich die Tierärztin? Das Geld vorzustrecken wäre ok.

Jain. Wie andere auch schon geschrieben haben gibt es Vereine die nur mit bestimmten Tierärzten zusammenarbeiten wie auch Vereine die das absprechen und gut ist Hauptsache der oder die TÄ macht keinen groben Unsinn. Also: auf die Liste, unbedingt ansprechen.

Ja, darüber habe ich mir tatsächlich Gedanken gemacht :D Ich denke nicht, dass ich sehr anfällig dafür bin. Ausschließen will ich es natürlich nicht und für den Fall wäre in jedem Fall Platz und auch Geld da. Aber selbst wenn ich mich Hals über Kopf in einen Pflegling verlieben würde, würde an erster Stelle die Abwägung stehen, ob ich dieses Tierchen wirklich gut bei mir versorgen könnte. Da kenne ich mich gut genug, als dass ich dafür die Hand ins Feuer legen würde.

Gut, das ist wichtig.

Da ich berufstätig bin, wäre eine Flaschenaufzucht von Kitten nichts für mich. Das ganze ist bestimmt ein unglaubliches Erlebnis, aber ich habe dafür nicht die Zeit. Genau so wenig würde ich wahrscheinlich einer werdenden Katzenmama gerecht werden [...]

Auf die Liste, eigentlich fragt aber auch jeder Verein nach was du denn so aufnehmen bzw. dir vorstellen könntest. Ich habe dich quasi nur schon mal 'vorgefragt' damit du darüber nachdenkst :)

Es wäre schön, wenn ich auch ein bisschen "mitmachen" dürfte - über die Katze schreiben, schauen, wo sie hinkommt. Aber wenn der Verein das gut macht, dann ist das auch gut so.

Das ist eben die Frage, was ist für dich 'gut', ab wann vermittelt der Verein so wie du denkst das ist in Ordnung? Sei dir darüber im Vorneherein im Klaren übrigens: scheue dich nicht den Verein zu wechseln falls etwas partout nicht passt.
Rest, auf die Liste.

Ich sehe das alles nicht als Angriff. Ich will einfach sicher sein, dass das, was ich bieten kann, okay ist. Auch, dass meine Motivation okay ist.
Ich suche schon lange eine Möglichkeit, mich irgendwie "zu engagieren".

Ich finde deine Motivation gut, ist bei mir nicht anders nur das ich egoistischer bin als du weil ich nur so in die Gesellschaft von Katzen kommen kann (finanziell gesehen) ohne verantwortungslos zu sein :) Es ist schön das Gefühl haben zu helfen und wenn du das suchst, wirst du das auch finden denke ich.
 
R

realykee

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Was ich noch interessant finde... Könntest du die Pflegis denn weitervermitteln oder würde dein Herz direkt an jedem Pflegi hängen?

Ich könnte es nicht. :)
 
Lyshira

Lyshira

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  • #10
Na, wenn ich sie nicht weiter vermitteln wollen würde/könnte, bräuchte ich ja keine Pflegis aufnehmen, sondern könnte einfach Katzen sammeln :D

Eine 100%tige Garantie lässt sich wohl nicht geben, aber ich bin mir schon sicher, dass ich sie wieder abgeben kann. Ansonsten macht das in meinen Augen keinen Sinn. Dann könnte ich gleich so ehrlich sein und sagen "Need moooaar caaaatzzzz"...
 

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