Lymphom Prognose

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Boby

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  • #41
Hallo Leute,
wir waren heute wieder in der Klinik.
Wir waren eigentlich ganz optimistisch, er frisst regelmäßig, spielt sogar etwas rum, springt seinen Katzenbaum rauf und runter, pflegt sich.
Das Blutbild sieht jedoch nicht gut aus, seht selbst:
Pashmak3.jpg


Die Entzündungswerte sind zwar deutlich besser, aber der HCT leider nochmal etwas schlechter, obwohl sein RETIC etwas besser ist.
Er hat wieder eine EPO bekommen, wir sollen weiter Kortison und Antibiotika geben.

Die TÄ sprach von einer nicht regenerativen Anämie und dass er mit diesem Blutbild theoretisch jederzeit einschlafen kann (quasi für immer...).
Was würdet ihr uns raten? Bluttransfusion? Das würde uns vielleicht etwas Zeit verschaffen, oder?
Er hat auch etwas an Gewicht zugelegt (von 4 auf 4,1).
 
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Max Hase

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  • #42
Mit tumorkranken Menschen macht man das manchmal. Quasi einmal auftanken im Krankenhaus mittels Bluttransfusion.
Verbessert teilweise die Lebensqualität, aber nicht die Lebenserwartung.
 
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Boby

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  • #43
Unser TA hat vor einiger Zeit gesagt er würde das aufgrund der vorliegenden Erkrankung nicht machen. Ich müsste viellleicht die Vetuni kontaktieren und darauf hoffen dass sie das mit der vorliegenden Erkrankung druchführen.

Ich habe soeben noch das bestellt:
https://www.amazon.de/gp/aw/d/B07H9W457S?ref=ppx_pt2_mob_b_prod_image

Das enthält auch noch Vitamin B12, soll ich ihm dann weiterhin die Kapseln geben oder geht beides auch?
Gibt es noch irgendwas was ich hier zu Hause machen kann? Irgendein Futter oder was auch immer.

Ich bin froh dass er trotz des doch nicht allzu nicht guten Blutbildes aktiv ist und frisst, ich hoffe das bleibt möglichst lange so.
 
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Max Hase

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  • #44
Fremdblut ist auch immer eine Transplantation. Das hat auch Risiken.
Ich würde es auch nicht tun.
 
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Boby

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  • #45
Die Antibiotika hat ja offenbar die Entzündungswerte stark runter gebracht, wie sieht es da bei der Blutbildung aus? Ist es da nicht eher hinderlich? Nachdem er letzte Woche von Freitag bis Montag je 2 mal täglich Noroclav 50 mg, bekommmt er nun 2 mal täglich Kesoum 50 mg.
 
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Max Hase

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  • #46
Das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun.
Infektionen können natürlich Anämien machen, aber das ist das Lymphom.
 
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ferufe

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  • #47
Mit tumorkranken Menschen macht man das manchmal. Quasi einmal auftanken im Krankenhaus mittels Bluttransfusion.
Verbessert teilweise die Lebensqualität, aber nicht die Lebenserwartung.
Hallo,
dies ist nicht richtig. Beim Menschen schaut man u.a. auf die Thrombozyten und auch auf die roten Blutwerte. In der Regel dient eine Transfusion dann der weiteren Behandlung mit Zytostaika. Dafür ist eine gewisse Stabilität notwendig. Und damit gilt eine Transfusion auch einer - sogar für ganz viel Zeit - eindeutig einer Lebensverlängerung, einer langen Remission etc.
Ich finde es sehr schwierig solche Aussagen zu machen, sie sind einfach zu pauschal negativ. Auch wenn wir nicht sagen können wie es ausgehen könnte. Und ich sage nicht, mache alles, alles wird gut - auch will ich da keine falsche Hoffnung schüren. Die Anämie ist dramatisch, fordere doch die Blutgruppe nach für eine Transfusion, die ist notwendig, wenn das Labor die Blutprobe hoffentlich aufgehoben hat. Neue Blutprobe ist allerdings ein nogo bei diesen Werten.
Verstehe ich dich richtig, du kommst aus Österreich? Es gibt ein Eisenmittel das es in D nicht gibt und das schon ganz vielen Anämiekatzen - auch bei einem Lymphom! - gute Lebensqualität gegeben hat bzw. sehr unterstützend ist bei der Bltbildung war/ist.
Schreibe mich gern per pn an.
VG
 
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Boby

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  • #48
Hallo Leute,
ich muss jetzt leider bald die schwierige Entscheidung treffen ihn erlösen zu müssen.
Als wir letzten Dienstag (vor genau einer Woche) beim Tierarzt vor Ort waren hat er sich gewundert dass er überhaupt noch lebt, der Lymphknoten sei so groß wie eine Süßkartoffel, und nicht mehr nur wie eine Kartoffel.
Er hat in seinen fast 30 Jahren als TA bzw Chirurg noch nie einen so großen Lymphknoten gesehen bei der eine Katze noch lebt, und meinte das sei ohnehin ein Wunder.
Er hat zu dem Zeitpunkt auch gefressen (nicht viel, aber immerhin etwas und wir geben ihm ja eine Tagesdosis mit der Spritze).

Die Blutwerte waren minimal besser (HCT 12 statt 10.9), aber noch immer auf sehr schlechtem Niveau, trotz Epo 2 mal die Woche.

Die mobile TÄ kam letzten Freitag zu uns und sie meinte dass er nicht mehr lange haben wird, er hat am Freitag auch nicht gefressen, auch am Samstag nicht, und seit Sonntag frisst er wieder (wenn auch nicht allzu viel).
Die meiste Zeit schläft er bzw liegt in einer Ecke, er kann zwar noch springen und geht auch etwas herum, aber man merkt dass seine Kräfte ihn bald verlassen bzw er geschwächt ist.
Er geht weiterhin normal auf die Toilette.

Aber wir denken dass es nicht mehr allzu lange, vermutlich nur noch wenige Tage überhaupt dauern wird bis er in einem Zustand ist an der es nicht mehr sinnvoll ist, der riesige Lymphknoten raubt ihm wohl die ganze Energie und lässt ihn trotz 2 mal Prednisolon 2.5 mg täglich und Assistenzfütterung über die Spritze auch nicht an Gewicht zunehmen.

Was meint ihr? Sollen wir sehr bald einen Schlussstrich ziehen?
Ich merke noch manchmal dass er etwas Lebenswillen hat, aber ich denke wenn er wieder aufhört zu fressen und weiterhin nur mehr fast den ganzen Tag in einer Ecke lauert, dann sehe ich keine Lebensqualität und es wäre wohl die klügere Entscheidung, auch aus Sicht des Katers, ihn zu erlösen. Der Lymphknoten wächst laut TA auch exponential, und das Cortison hat diesne Prozess zwar verlangsamt, aber ganz verhindert konnte er das auch nicht.

Ich habe bereites 2 Katzen einschläfern lassen müssen, in diesen beiden Fällen war der Zustand jedoch binnen weniger Tage bzw Stunden so schlecht dass wir keine andere Wahl mehr hatten.

In diesem Fall ist es ein ständiges hin und her, er hatte Phasen von einer Woche an der er nicht gefressen hat und urplötzlich dann doch wieder sehr vital wurde, aber ich glaube dass wir mittlerweile an einem Punkt angelangt sind an dem es nur mehr bergab geht.
 
minna e

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  • #49
ich verstehe das, ist ne schwierige situation.

wenn der schatz das nächste mal nichts mehr frisst, solltet ihr neu denken. viel kraft
 
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Max Hase

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  • #50
Bei mir wäre mit der Assistenzfütterjng schon die Grenze überschritten. Bei akuten Erkrankungen ja, jederzeit. Bei Tumorerkrankungen im fortgeschrittenen Stadium niemals. Zwar stehe ich dann nachts um 03.00 auf, um drei Krümel Wunschkost zu servieren. Aber nicht Zwangsfütterung, um den Befgriff zu nutzen.

Erfahrungsgemäß setzt der Besitzer eines Tiers auch deutlich später die Grenze als ein Außenstehender, auch als ein außenstehender Laie. Liegt einfach an der emotionalen Bindung und soll kein Vorwurf sein. Aber wenn der Besitzer dran denkt, ein Leben aufgrund schwerster Erkrankung zu beenden, ist es in der Regel sehr an der Zeit.
 
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Boby

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  • #51
Hallo,
danke für eure Einschätzung.
Mittlerweile sind wieder 2 Wochen vergangen und ihm geht es weiterhin gut.
Die mobile Tierärztin war seitdem 2 mal bei uns (zuletzt am Freitag - hat ihm immer auch ein EPO gegeben) und gesagt dass es ihm gut geht, er frisst auch normal.
Aber sowohl der Onkologe wie auch die mobile Tierärztin können es sich nicht erklären wieso es ihm überhaupt so gut geht, der Lymphknoten ist riesig, sie kennen keinen Fall bei dem ein Tier mit so einem riesigen Lymphknoten noch so gut lebt.
Es ist für alle unverständlich, aber solange eine Lebensqualität bestehen bleibt freut es uns.

Er bekommt weiterhin 2 mal täglich Kortison und Antibiotika, einmal täglich Vitamin B12 und einmal wöchentlich EPO.

Uns ist bewusst dass sich das ganz schnell ändern kann, und sind darauf vorbereitet, hoffen wir dass der Status noch möglichst lange bestehen bleibt.
 
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ferufe

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  • #52
Hallo,

ich habe mal eine grundsätzliche Frage:
"Gestern waren wir dann bei einem Spezialisten der ihm nochmal genauer angeschaut hat, er lokalisierte einen ziemlich großen (~3 cm) Tumor im Darm und einen vergrößerten Lymphknoten. Er meinte zuerst es sei wohl nicht operabel (wobei er das nicht zu 100% bestätigen konnte und meinte dazu müsse man im Bauchraum schauen), und sagte man könnte entweder eine Biopsie machen um mehr festzustellen oder man könnte ihm mit Kortison therapieren.
Ohne Biopsie könne er keine Prognose geben.
Wir haben uns dann für eine Biopsie entschieden, während der OP sagte er mir dass der Tumor grundsätzlich via Darmresektion entfernbar wäre.
Daraufhin wurde der gesamte Tumor entfernt, eine Biopsie vom Lymphknoten wurde auch gemacht, das Ergebnis erwarten wir dann in wenigen Tagen."

Dies hattest du in deinem ersten Beitrag geschrieben. Habe ich es doch übersehen oder wie war das Ergebnis der Biopsie?
Die Zubildung wurde doch wohl auch eingeschickt? Wie war da das Ergebnis?
VG
 
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Boby

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Hallo,
da hast Du Recht, das ist der Befund:
Screenshot_20210519-103416.jpg
 
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Boby

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  • #54
Hallo Leute,
wir mussten uns heute leider von ihm verabschieden, er hat zwar nach wie vor gegessen (heute morgen zuletzt), aber trotzdem abgenommen (am Ende nur mehr 3,3 kg), es fehlte ihm heute gegen Mittag auch die Kraft ordentlich gehen zu können, das war für uns ein Zeichen dass es nicht mehr sinnvoll ist, wir haben die mobile Tierärztin angerufen und er ist zu Hause friedlich eingeschlafen.

Sie war davor zuletzt am Dienstag bei uns, hat noch gesagt dass es ihm in Ordnung geht, aber es am Ende sehr schnell gehen kann, was auch passiert ist.

Danke für eure Unterstützung!
 
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minna e

minna e

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  • #55
das tut mir leid. aber euer schatz war bis zuletzt in eurer obhut, wurde gehegt, gepflegt und geliebt.

und manchmal ist loslassen und begleiten der letzte dienst, den wir unseren schätzen erweisen können.
 
rlm

rlm

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  • #56
Das tut mir sehr leid. Ich wünsche dir viel Kraft!

Dein Schatz schläft jetzt schön.
 

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