Katzenbeziehungen untereinander

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Nika_

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Heyy wieder ich :D

denkt ihr, kann/sollte man irgendwie versuchen, Katzen einander näher zu bringen?

Ich hab jetzt nun einen vierten Kater hier.

Toni: 2 - 4 Jahre alt, spielerisch nicht sooo aktiv. Er mag den Kontakt zu den anderen, mag aber deren wilden Katerspiele nicht - er chillt mit ihnen und sie sind sich einander ein Anker
Junior ist über ein Jahr, der müsste so im Sommer zwei werden. Er und Bounty (7 Monate) sind ein Herz und eine Seele. Da kommt kein Blatt zwischen die beiden. Sie spielen miteinander, putzen sich, kuscheln sich
Simba, gerade frisch 2 Jahre alt geworden, ist unser Neuzugang, am Sonntag ist er drei Wochen hier.

Simba findet, wie mir scheint, nicht richtig Anschluss. Aktiv versucht er nicht mit den anderen zu spielen. Wobei es am abend schon manchmal dazu kommt, dass einer der jüngeren Katern ihm nachrennt oder er ihnen. Mal ist Simba vorne, mal einer der anderen Kater. Das wechselt. Spielen und rangeln tut er nicht mit den anderen.

Wenn ich die Rollos morgens öffne, rennen alle drei Kater los und pressen sich am Fenster zusammen, alle an ein Fenster, in dem Raum, in dem ich arbeite. Obwohl es genug andere Plätze gibt, suchen sie sich diesen einen aus und möchten das auch so - da gibt es engen Körperkontakt und niemand scheint sich dran zu stören. So sitzen sie und warten bis ich die fenster öffne und "schauen fern". Dann löst sich das Hausmeistergespann auf und jeder tut so seine Katzensachen. Meistens liegt in jeder Ecke des Zimmers eine Katze herum und verschläft den vormittag.

und so vergeht der Tag. Junior und Bounty rangeln, fetzen und spielen in der früh nach dem fressen. Dann wird fenster geschaut und dann geruht.

Simba krieg ich nicht so richtig zum spielen animiert. Ich hab alles gegeben, aber ich finde nix, womit er sich beschäftigen möchte. Bällchen, mäuschen, Angel mit irgendwas dran (da pfötelt er hin), ein bisschen mag er sonen Stab wo ne Feder dran ist, da konnte ich ein bisschen Spielelaune aus ihm herauskitzeln, aber kaum kommt ein anderer Kater, überlässt er das spielzeug oder tut so, als wär das Spielzeug was ich habe, luft. Auch wenn ich mehrere Bällchen rollen lasse oder schmeisse, sobald eine andere Katze sich dafür interessiert, juckt es simba nicht mehr.

Was alle drei mögen ist fressi, das geht auch friedlich dicht an dicht. Leckerlis nachlaufen täte hier keiner, aber ich lege so leckerchen manchmal aus nach dem spielen und sie können es suchen.

Manchmal am abend wagt Simba zaghafte versuche Junior über den Kopf zu lecken. Junior hat diese Geste bis gestern oder vorgestern mit einem "Pfotenwischer" (sanfter als hauen, ohne krallen) abgewisen und Simba hat es akzeptiert. Heute hat Junior erstmals nicht abgewisen aber sein ganzer Körper war angespannt und simba hat dann nochmal versucht an den ohren zu lecken, zaghaft, aber doch und es dann gelassen und sich selbst geputzt.

Auch junor hat simba schon mal zaghaft abgeleckt. Bounty simba ebenfalls, das macht er manchmal beim Fenstersitzen.

Ich finde die entwicklung positiv. Niemand ist böse zueinander, niemand streitet, aber dennoch ist Simba in meinen augen irgendwie so das fünfte rad am Wagen und ich frage mich, ob ich etwas tun kann oder sollte, sodass er eine Beziehung aufbaut, oder mach ich mir zu viele Gedanken? Ich weiß halt nicht, wie lange sich das entwickelt und wann man sagen könnte, dass die zusammenführung/eingewöhnung erledigt ist.

Im Prinzip könnte es schlechter sein und ich bin froh und stolz dass sie sich vertragen. Aber mögen sie sich? Kuscheln tut hier mit Simba niemand. Manchmal legen sie sich in seine Nähe, auch so hintern an hintern, aber das ist selten.

Simba mischt sich nie in die Rangelein von Junior und Bounty ein. Manchmal guckt er ihnen zu und ich warte auf den Tag bis jemand mit ihm fetzt und rangelt aber je mehr Zeit vergeht, desto mehr hab ich "angst" dass es so bleibt.

Und ich weiß nicht ob es schlimm wäre hmmm, ob sich simba wohl fühlt, ob ihm langweilig ist? Die letzten zwei tage hab ich jetzt mehr den je versucht mit den drei Katern zu spielen aber Simba will irgendwie nicht oder ich weiß noch nicht richtig WIE ich ihn animieren kann zu spielen. Also alleine oder mit mir,..
 
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Simba ist erst seit drei Wochen da. Ich finde für den kurzen Zeitraum klingt das alles super. Da würde ich mir jetzt gar keine Gedanken machen. Das ist mit Sicherheit noch nicht der endgültige Zustand.
 
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Das ist mit Sicherheit noch nicht der endgültige Zustand.
Ahhh, ja ich dneke das ist es "wovor ich angst hab".

Bei Toni wars halt so. Er kam zu Junior als zweitkater dazu und ich hatte irgendwie den Eindruck, die beiden können miteinander nix anfangen und irgendwie war es so und blieb auch so - aber gut, sie passten charakterlich einfach nicht zusammen, aber das wusste ich halt auch erst nach einigen wochen, wo ich Toni besser kennengelernt hab und Junior war bis dahin seine Kindheit leider alleine.. erst als Bounty, damals einkleiner Babywurm, kam, hat Junior seine Katzensprache und alles was dazu gehört ausgepackt. Das hat zwei, drei Tage gedauert.

Ich glaube, wenn ich das zweiergespann mit Toni und Junior gelassen hätte, wäre es für beide doof gewesen. So mit bounty passt es für die drei. Junior und Bounty haben sich und Toni kann sich aussuchen was er mag, mal mitspielen, mal einfach nur gammeln oder alleine spielen.

Und nun mit Simba ist da ein zweiter Kater der irgendwie "allein" wirkt.

Ich fänds einfach schade, wenn die Situation so bleibt und ich dann zwei Einzelkater hab, die neben einem Best buddy gespann herleben.

Aber mal sehen :)
 
Ich fänds einfach schade, wenn die Situation so bleibt und ich dann zwei Einzelkater hab, die mit neben einem Best buddy gespann herleben.
Bedenken dieser Art kennt vermutlich fast jeder. Bei meinen mittlerweile älteren Katzen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie auch dann von der Gegenwart der anderen profitieren, wenn sie nicht jederzeit wie die besten Freund wirken und vielleicht auch oft einen gewissen Abstand wahren. Deine sind noch so jung, da würde es mich wundern, wenn nicht doch im Laufe der Zeit Spielangebote wahrgenommen werden und der Kontakt zu den anderen intensiver wird.
 
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Moin,
Ich kann mich dem nur anschließen.

Nach ein paar Wochen ist noch gar nichts fix. Katzenbeziehungen sind teilweise sehr subtil und vor allem auch komplex. Bei vieren nochmal deutlich mehr als bei zweien.

Und Katzen sind unglaublich individuell. Nicht jedee hat die gleichen Bedürfnisse bezüglich Nähe, Interaktion, Spiel, etc.

Für die kurze Zeit funktioniert die Gruppe doch gut. (Und wie wertvoll das ist, vergisst man gern, solange alles gut läuft. Da nehme ich mich nicht aus.. 😅)

Also, weniger grübeln und genießen. 😉❤️
 
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Simba ist erst 3 Wochen bei Euch, das ist für eine Vergesellschaftung überhaupt keine Zeit und dafür finde ich die Situation bereits sehr gut. Unsere Kater haben alle ab einem gewissen Alter nicht mehr miteinander gekuschelt. Man sieht aber am ganzen Umgang der Kater miteinander, wie sehr sie die Gegenwart der anderen schätzen.
 
Ich hab fünf Katzen. Zuletzt kam Böhnchen dazu im Sommer 2023. Im Oktober 2022 zog Radieschen ein, im April 2022 Mister Pickles. Pumpkin kam 2021 zu Zwiebel, die bis dahin Einzelkatze war.

Es ist nach wie vor unglaublich viel Bewegung in der Beziehung der Katzen untereinander und, vom Gefühl her, ändert sich da auch permanent etwas, je nach Tagesform und Laune der einzelnen Tiere. Mal spielen Zwiebel und Pickles miteinander, am nächsten Tag wird eine Spielaufforderung mit Ohrwatschn im Keim erstickt. Mal begrüßt man sich freundlich mit Nasenbussi, wenn man sich begegnet, mal ignoriert man seine
Mitbewohner tagelang weg. Mal kann am Fummelbrett zu viert gefummelt werden, mal wird jeder weitere am Brett weg gefaucht. Mal liegen die Katzen Arsch an Arsch auf der Couch, mal ist einem der erwählte Schlafplatz einen Meter weiter schon zu nah.
Gekuschelt oder sich gegenseitig geputzt wird hier eigentlich gar nicht. Kommt das doch mal vor, sind das höchst seltene Ausreißer, die mich jedes Mal sehr freuen. Dabei weiß ich gar nicht so recht, wieso eigentlich?
Die fünf sind sich nicht spinnefeind, sie vertragen sich, sie akzeptieren sich und jeder scheint seinen höchsteigenen Vorteil aus der Anwesenheit der anderen Katzen zu ziehen.
Da findet ganz viel statt, was sich mir zu entziehen scheint und ganz oft suchen sie die „Nähe“ zu einem jeweils anderen, ohne das sie sich dabei berühren oder gegenseitig abschlecken.
Aktuell ziehen sich z.B. Böhnchen und Radieschen immer gemeinsam ins Gästezimmer zurück. Dabei schläft dann einer am Fußende des Bettes, der andere am Kopfende. Wenn aber einer der beiden Vormittags dorthin entschwindet dann dauert es nicht lang, bis der andere nachgeht. Irgendwas ziehen sie also aus der gemeinsamen Auszeit, was sich mir als Mensch nicht erschließt.

Wie meine Vorredner schon sagten: es sind erst drei Wochen und dafür läuft das doch wirklich toll. Wir sollten uns vielleicht langsam davon lösen, dass stapelnde und sich gegenseitig putzende Katzen DER Maßstab sind.
 
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Na gut! Dann bin ich mal gespannt wie es sich entwickelt :)

In wirklichkeit hab ich halt wenig Ahnung wie Katzen miteinander tun. Vermutlich spielt da so viel mitrein, die Vorerfahrung der Katze selbst, wie ist sie aufgewachsen, was bringt sie mit,.. wie alt beim Einzug,.. da könnten sich Babys wohl leichter tun, weil sie halt die nähe BRAUCHEN aber ein gestandener Kater vielleicht nicht so.

Ja, sicher muss ich mich von den Gedanken losreissen, dass das hier alles die besten Freunde von Simba sein MÜSSEN. Ich denke, es geht ihm gut und sie vertragen sich grundsätzlich. Es gibt keinen Streit, keine Kämpfe, das ist schon mal toll. Und grad kommt Bounty, leckt simba drei mal über den Kopf und legt sich hin <3

Simba ist halt auch ein kleines sensibelchen der noch viel lernen muss. Manchmal hab ich den Eindruck, dass, wenn ich mich schnell bewege, er ärger oder so erwartet. Er duckt sich weg und bezieht so viel auf sich. Da möchte ich auf jedenfall ganz viel Bindungsarbeit leisten. Er liebt menschen so, und mag es, deren Aufmerksamkeit zu haben, aber irgendwie hab ich das gefühl, dass er sich gemerkt hat, das es von einem Menschen manchmal haue geben könnte? Es wirkt zumindest so und ich hoffe, dass er das vergessen kann.

Ich hatte bloß sorge dass er sich nicht so "wohl" fühlt, weil er nicht wirklich spielen mag oder ressourcen einfach den anderen überlässt. Aber vielleicht ist er einfach so. Ich hab so zwei drei dinge im Haushalt entdeckt, die ihm Spaß machen. Getränkestoppel findet er super, Taschentücher und so einen Stab mit einer Feder :D

Und jaaa irgendwie war viel Veränderung hier drin :oops:

erst bekam junior Toni zum Freund, dann kam Bounty dazu, zwischenzeitlich verstarb unser Hund, den die Katzen sehr mochten, dann kam Simba,.. alles ist irgendwie innerhalb weniger Monate dazwischen passiert. Bounty wurde kastriert, wir hatten lange damit zu tun, das richtige Futter für alle zu finden usw, jetzt soll er mal fein ankommen der simbär :)
 
Möglicherweise hat Simba vielleicht wirklich bereits negative Erfahrungen mit Menschen gemacht, dann wird er durch das wachsende Vertrauen zu Euch aber immer ausgeglichener werden. Andererseits sind auch unsere Kater bei gleichen Anfangsbedingungen unterschiedlich schreckhaft und vorsichtig. Bei unseren Freigängern weiß ich zum Beispiel sofort, wenn sie draußen ein unangenehmes Erlebnis hatten, weil sie dann plötzlich zu Hause vor jeder Bewegung erschrecken.
 
  • #10
schreckhaft ist er zum glück kaum. Der staubsauger ist sein Endgegner, den roboter findet er komischerweise nicht so doof - sonst hat er nur extreme angst wenn die gegensprechanlage geht. Das ist so laut und kommt so unerwartet, da hat er richtig panik.

Es sind handbewegungen unsererseits, die ihn wegducken lassen, wenn ich mich beeile und dinge von a nach B räume ist es am "schlimmsten" da ist er misstrauisch. Wenn ich schlechte laune hab, nach x doofen Kundengesprächen, geht er auch nicht gern in meine nähe und so.

Oder wenn er laut angesprochen wird, was zum glück selten notwendig ist, da hab ich den Eindruck, dass er angst vor mir hat. Aber er wird sicher bald merken, dass er sich vor uns nicht fürchten braucht und das Grundvertrauen in Menschen ist zum glück da. Er ist sofort aufgeschlossen, wenn er auf neue Menschen trifft. Zumindest, soweit ich das sagen kann, mit soooo viel fremden personen war er noch nicht konfrontiert.

Toni ist viel ängstlicher. Der haut ab, wenn besuch kommt, den er nicht kennt und kommt erst nach vielen Stunden raus um zu schauen wer da ist und was die wollen. Der findet Menschen nur dann gut, wenn er sie richtig kennt.

die anderen zwei sind eh komplett unbefangen, die haben wohl noch nie irgendwas negatives erlebt und gefühlt vor gar nichts angst :)
 
  • #11
So ein Trauma kann leider tief sitzen und immer wieder hoch kommen ohne das man was bestimmtes machen muss teilweise. Vor allem wenn man von der Vorgeschichte nichts weiß.
Hilft nur viel Geduld und Ruhe und bei uns haben die anderen 2 Katzen extrem geholfen. Das die andere sieht es passiert nichts. Nur die Klingel mögen alle 3 nicht wirklich.
 
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