Katzen im Alltag mitnehmen

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oneironautin93

oneironautin93

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Natürlich kann man Katzen trainieren, sie werden dadurch auch nicht traumatisiert (wir reden hier ja von positiver Verstärkung, oder?). Es ist halt schwieriger als mit Hunden, weil Katzen nicht von Natur aus bzw. durch Zuchtziele "gefallen wollen", da darfst du nicht mit einer bestimmten Erwartungshaltung rangehen. Und wie bei jedem Lebewesen spielt eben auch der individuelle Charakter eine Rolle. Du wirst nicht mit jeder Katze Gassi gehen können usw., aber ich würde schon sagen, dass jede nicht-wilde Katze zu einem gewissen Grad trainierbar ist. Sogar Fische sind trainierbar!

Zum Gassi gehen macht auf Youtube Traveler's Garden sehr gute Videos. Und Training muss nicht nur aus Kunststückchen bestehen, sondern kann durchaus auch praktisch sein, Stichwort Medical Training oder Anti-Angst Training. Auch kann man mit Katzen durch Training kommunizieren lernen, wie z.B. hier.
 
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PaulineG

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  • #62
Natürlich kann man Katzen trainieren, sie werden dadurch auch nicht traumatisiert (wir reden hier ja von positiver Verstärkung, oder?). Es ist halt schwieriger als mit Hunden, weil Katzen nicht von Natur aus bzw. durch Zuchtziele "gefallen wollen", da darfst du nicht mit einer bestimmten Erwartungshaltung rangehen. Und wie bei jedem Lebewesen spielt eben auch der individuelle Charakter eine Rolle. Du wirst nicht mit jeder Katze Gassi gehen können usw., aber ich würde schon sagen, dass jede nicht-wilde Katze zu einem gewissen Grad trainierbar ist. Sogar Fische sind trainierbar!

Zum Gassi gehen macht auf Youtube Traveler's Garden sehr gute Videos. Und Training muss nicht nur aus Kunststückchen bestehen, sondern kann durchaus auch praktisch sein, Stichwort Medical Training oder Anti-Angst Training. Auch kann man mit Katzen durch Training kommunizieren lernen, wie z.B. hier.
Danke für deine Tipps!
Das mit den Fischen wusste ich tatsächlich noch nicht :D
Genau, ich meinte pos. Verstärkung :)
 
PaulineG

PaulineG

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  • #63
Naja, es gibt Katzen die machen vor lauter Angst groß und klein in die Box und kotzen evtl. sogar nochmal drüber.
Und es gibt Katzen die machen einen Mega-Aufstand in der Box und verletzen sich selbst dabei - und beim Tierarzt werden sie dann erst recht zur Furie die nur unter Narkose untersucht werden kann.
Und es gibt Katzen die verfallen in Panik-Starre und haben einen Mega-Stress, lassen sich das aber (klar, in Panikstarre) nicht anmerken außer durch die feuchten Pfoten. Da könnte man auch denken "hey, der geht's super, die macht prima mit" und in Wirklichkeit steht die Katze kurz vorm Herzinfarkt.

Gewöhnen? Hm... Also bei Ella wird's mit zunehmendem Alter eher schwieriger...

Also ich hab öfter mal das Gefühl dass eher wir uns durch die Katzen umgewöhnen als sie sich durch uns.
Die gibt es bestimmt, habe ich nicht ausgeschlossen.
 
K

KatzeK

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  • #64
Dort sind laute Geräusche, Risiken usw. ja auch nicht auszuschließen...
Der Unterschied zur Leine ist dass sie dann fliehen KÖNNEN und nicht von einer Leine zurückgehalten werden was sie dann erst recht panisch werden lässt. Der Kater mit dem mir das passiert ist ist oft mit mir mitgelaufen, ohne Leine. Auch an der Stelle wo das passiert ist mit Leine. Wenn er sich dann erschrocken hat ist er halt einfach in einen Vorgarten gehupft und da dann weiter gelaufen, er war auch nicht besonders schreckhaft oder so. Aber an der Leine wurde er als er sich erschreckt hat und weg wollte total panisch und hat mich in Folge von oben bis unten zerkratzt bei dem Versuch ihn "einzufangen".

Das kannst Du einfach nicht vergleichen weil es für das Tier zwei komplett unterschiedliche Situationen sind. In der einen Situation kann es ungehindert "fliehen" wie es will, in der anderen Situation (an der Leine) wird es daran gehindert und wird deshalb erst recht panisch.

Katzen müssen immer fliehen können wenn sie sich beruhigen sollen, hindert man oder etwas sie mit Gewalt daran wird es fast immer schwierig da die Katze dann noch stärker zu fliehen versuchen wird.

Das kannst Du auch gut bei Katzen beobachten die mit Gewalt festgehalten werden, sei es auf dem Arm, beim Tierarzt oder sonst wo. Sobald die Katze sich "gefangen" fühlt versucht sie abzuhauen und wird sich wehren. Wenn man einer Katze einen "Fluchtweg" versperren will muss man das sanft tun sonst funktioniert es nicht. Und an der Leine geht eben kein "sanft" sobald das Tier weglaufen möchte und sozusagen "in die Leine" rennt (also an der Leine zieht).

Einen Hund kannst Du in so einer Situation immer noch steuern, eine Katze nicht.
 
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PaulineG

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  • #65
Der Unterschied zur Leine ist dass sie dann fliehen KÖNNEN und nicht von einer Leine zurückgehalten werden was sie dann erst recht panisch werden lässt. Der Kater mit dem mir das passiert ist ist oft mit mir mitgelaufen, ohne Leine. Auch an der Stelle wo das passiert ist mit Leine. Wenn er sich dann erschrocken hat ist er halt einfach in einen Vorgarten gehupft und da dann weiter gelaufen, er war auch nicht besonders schreckhaft oder so. Aber an der Leine wurde er als er sich erschreckt hat und weg wollte total panisch und hat mich in Folge von oben bis unten zerkratzt bei dem Versuch ihn "einzufangen".

Das kannst Du einfach nicht vergleichen weil es für das Tier zwei komplett unterschiedliche Situationen sind. In der einen Situation kann es ungehindert "fliehen" wie es will, in der anderen Situation (an der Leine) wird es daran gehindert und wird deshalb erst recht panisch.

Katzen müssen immer fliehen können wenn sie sich beruhigen sollen, hindert man oder etwas sie mit Gewalt daran wird es fast immer schwierig da die Katze dann noch stärker zu fliehen versuchen wird.

Das kannst Du auch gut bei Katzen beobachten die mit Gewalt festgehalten werden, sei es auf dem Arm, beim Tierarzt oder sonst wo. Sobald die Katze sich "gefangen" fühlt versucht sie abzuhauen und wird sich wehren. Wenn man einer Katze einen "Fluchtweg" versperren will muss man das sanft tun sonst funktioniert es nicht. Und an der Leine geht eben kein "sanft" sobald das Tier weglaufen möchte und sozusagen "in die Leine" rennt (also an der Leine zieht).

Einen Hund kannst Du in so einer Situation immer noch steuern, eine Katze nicht.
Okay!
 
Louisella

Louisella

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Das kannst Du auch gut bei Katzen beobachten die mit Gewalt festgehalten werden, sei es auf dem Arm, beim Tierarzt oder sonst wo. Sobald die Katze sich "gefangen" fühlt versucht sie abzuhauen und wird sich wehren. Wenn man einer Katze einen "Fluchtweg" versperren will muss man das sanft tun sonst funktioniert es nicht. Und an der Leine geht eben kein "sanft" sobald das Tier weglaufen möchte und sozusagen "in die Leine" rennt (also an der Leine zieht).

Einen Hund kannst Du in so einer Situation immer noch steuern, eine Katze nicht.
Leider wahr bzw. auch meine Erfahrung.
Abgesehen von der erwähnten "Panikstarre" - ich bin viel zu vertraut, Ella wehrt sich zwar auch gegen mich, lässt sich aber mittlerweile (nach 8 Jahren) einigermaßen unkompliziert von mir resigniert in die Box packen, ich bin sicher sie weiss dass ich eh keine Ruhe geben würde, was soll ich auch machen wenn TA-Termin ansteht? Jemand fremdes hätte keine Chance, auch mein Gefährte nicht, ganz klar (und den himmelt sie an). Das ist wieder dieses Ding dass Katzen uns Menschen besser "lesen" können als wir Menschen die Katzen.

Katzen kann man nicht "steuern" wie Hunde.

Katzen kann man aber in ihrem katzentypischen Tun vielleicht - wenn sie Bock drauf haben - dahingehend beeinflussen dass sie gewisse Dinge unterlassen. DIR zuliebe werden sie es lassen auf die Küchenarbeitsfläche zu springen (aber auch nur solange Du in der Nähe bist, im Gegensatz zum Hund verstehen sie nicht - oder wollen sie es nicht verstehen - dass die Küchenarbeitsfläche grundsätzlich verboten ist). Ich hab keine Ahnung wie die Pflegestelle es Ella (und ihrem verschollenen Bruder Louis, Wildlinge) beigebracht hat dass gewisse Tische für sie verboten sind, aber beide haben immer nicht nur den Esstisch im Wohnzimmer sondern auch den Tisch der Sitzecke in der Küche (an dem wir im Alltag essen) in Ruhe gelassen (OK, bis auf wenige Ausnahmen).

Von daher: Um Himmels willen - die Katzenerfahrung mit der es die Pflegestelle geschafft hat ultimative Wildlinge vom Esstisch fernzuhalten hab ich nicht, ich glaube ich wäre hoffnungslos überfordert von Kitten. Ella und Louis waren zwar mit 7 Monaten im allerbesten Flegelalter und das auch noch als Wildlinge, aber eben schon per irgendwelchen supergeheimen Katzen-Flüsterer-Geheimzaubersprüchen (Taskali und "unsere" Pflegestelle haben ja mal telefoniert, zwar deutlich später und mit gänzlich anderem Hintergrund - ich glaube aber schon die haben Zaubersprüche ausgetauscht) soweit dass sie letztendlich wirklich einfach zu händeln waren für dieses Chaos-Alter...

Man muss wissen worauf man sich einlässt - das ist, denke ich zumindest, der wichtigste Punkt.
Wir haben uns bewusst auf unberechenbare Wildlinge eingelassen und das war gut so und hat zu uns gepasst und tut es immernoch.
Aber das ist immer eine sehr individuelle Entscheidung die wohl überlegt sein sollte!
 
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Petra-01

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  • #67
Aber ich habe das Gefühl Katzen zeigen relativ schnell, wenn ihnen etwas nicht passt/Sorgen bereitet, ich habe ja nicht vor sie „einzugewöhnen„ indem ich die Katzen dann einfach weiterziehe nach dem Motto die gewöhnen sich schon dran. Vielleicht kommt mein Gedanke eine Katze am Geschirr mitzunehmen (das Hin und Her ist abgehakt) sehr radikal rüber, aber ich meine wirklich ein Schritt für Schritt ausprobieren und direkt aufhören, wenn nicht neugierig mitgemacht wird.

Dass eine Katze garnicht an Dinge zu gewöhnen ist, wage ich aber zu bezweifeln oder zumindest etwas einzuengen. Soweit ich das mitbekommen habe, mögen die meisten Katzen zum Beispiel kein Auto fahren. Ich denke jedoch es ist (zumindest bei vielen Katzen) möglich, sie ein Stück weit daran zu gewöhnen (z.B. zu Beginn nur sehr sehr kurze und ruhige Strecken fahren, das Ereignis mit etwas Positivem zu verbinden (nicht nur Umzug oder Tierarzt) und einfach mit Gelassenheit, Geduld und Verständnis daran gehen), oder liege ich da völlig falsch? Natürlich trifft sowas nicht auf alle Katzen zu.
Leider stimmt das nicht. Katzen zeigen eben nicht realtiv schnell wenn ihnen etwas nicht passt oder Sorgen bereitet oder sie überfordert oder unglücklich macht.
Katzen nehmen still sehr vieles hin was ihnen nicht gut tut oder was ihnen nicht gefällt.
Und sie sind Weltmeister im Verstecken von Schmerzen. Oft merken wir erst daß sie Schmerzen haben wenn es fast unerträglich für die Katze ist.
Sie sind gut darin sich sich anzupassen und aus allem das Beste zu machen.
Aber viele, gerade katzenunerfahrene Menschen, merken nicht daß es der Katze nicht gut geht. Oder eben nur mittelmäßig und daß sie unter anderen Bedingungen glücklicher und sorgenfreier wären.
Man muß schon sehr genau hinschauen um das zu sehen. Und seine Katze gut kennen bzw. kennen lernen.

Und beim Auto fahren ist es nach meiner Erfahrung so daß manche Katzen das absolut nicht mögen und anderen macht es wenig aus. Die Katzen die es nicht mögen gewöhnen sich eher nicht daran. Oft wird es sogar schlimmer statt besser.
Klar kann man das probieren und versuchen sie postiv zu bestärken. Wenn dann ist das auch der richtige Weg.
Aber erst mal muß man die Katze kennen lernen, heraus finden was sie mag und was nicht.
Ich denke auch daß Katzen durchaus lernfähig sind aber man sorgfältig darauf achten muß ihren Charakter und ihre Art nicht ändern zu wollen.
 
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PaulineG

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  • #68
Leider stimmt das nicht. Katzen zeigen eben nicht realtiv schnell wenn ihnen etwas nicht passt oder Sorgen bereitet oder sie überfordert oder unglücklich macht.
Katzen nehmen still sehr vieles hin was ihnen nicht gut tut oder was ihnen nicht gefällt.
Und sie sind Weltmeister im Verstecken von Schmerzen. Oft merken wir erst daß sie Schmerzen haben wenn es fast unerträglich für die Katze ist.
Sie sind gut darin sich sich anzupassen und aus allem das Beste zu machen.
Aber viele, gerade katzenunerfahrene Menschen, merken nicht daß es der Katze nicht gut geht. Oder eben nur mittelmäßig und daß sie unter anderen Bedingungen glücklicher und sorgenfreier wären.
Man muß schon sehr genau hinschauen um das zu sehen. Und seine Katze gut kennen bzw. kennen lernen.

Und beim Auto fahren ist es nach meiner Erfahrung so daß manche Katzen das absolut nicht mögen und anderen macht es wenig aus. Die Katzen die es nicht mögen gewöhnen sich eher nicht daran. Oft wird es sogar schlimmer statt besser.
Klar kann man das probieren und versuchen sie postiv zu bestärken. Wenn dann ist das auch der richtige Weg.
Aber erst mal muß man die Katze kennen lernen, heraus finden was sie mag und was nicht.
Ich denke auch daß Katzen durchaus lernfähig sind aber man sorgfältig darauf achten muß ihren Charakter und ihre Art nicht ändern zu wollen.
Okay danke für die Aufklärung ! :)
Und beim letzten Punkt stimme ich dir auf jeden Fall auch zu.
 

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