Kater zerkratzt Wände/ Tapete

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CupcakeCinderella

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Auf meinen Beitrag wegen Jamie, der immer neben dem Kratzbrett kratzt, hat leider niemand geantwortet. Nun ist uns aufgefallen, dass es nicht nur neben dem Kratzbrett ist - er kratzt an jeder Ecke im Flur und an einer Ecke im Wohnzimmer! :mad:
Die Wände sind schon total kaputt, ganze Stücke der Tapete fehlen. Dabei hat er neben dem Kratzbrett noch einen großen Kratzbaum und zwei kleinere Kratzbäume!
Warum macht er das nur???
Er bekommt manchmal seine 5 Minuten (in letzter Zeit allerdings öfter) und dann geht er auf die Wände los!
Wie können wir das verhindern?
Wasserspritzen, Händeklatschen und so weiter bringt ja nur für den Moment was. Beim nächsten Mal macht er das dann wieder!
Wir wollen beim Auszug nicht komplett renovieren müssen! :rolleyes:
 
A

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Leb er alleine bei Euch?
 
Kann es sein, dass er vllt. Langeweile hat?

Oder raus möchte?
 
Reibe doch mal den Kratzbaum mit getrockneter Katzenminze ein. Das hat bei uns auch geklappt.

Aber es hört sich für mich auch nach Langeweile an.
 
Es muß nicht zwingend Langeweile sein....wir haben hier 2 Kätzchen, und Minni macht das auch.

In der Küche über ihrem Napf kratzt sie stäändig an der Tapete....im Flur an einer Ecke auch....und neben dem Kratzbrett über dem Kratzbaum genauso (deshalb haben wir das Kratzbrett da hingemacht, aber jetzt kratzt sie auch daneben).

Ich bin zwar auch mit der Wasser-Spritze hinter ihr her, aber das hilft nicht viel.
Ich schimpfe, aber dann bekommt sie solche Augen:eek:...und dann ist´s auch wieder vergessen.

Weiß auch nicht, wie ich das hinbekommen soll....aber Langeweile ist es bei uns nicht!
 
Ich würde gar keine Kratzbretter verwenden! Ich habe es mal kurz versucht, dann hat Felix angefangen, neben dem Kratzbrett an der Wand zu kratzen. Kratzbretter können dazu führen, daß manche Katzen nicht mehr unterscheiden können, was Tapete und was Brett ist, weil beides für sie irgendwie Wand ist. Ich würde nur noch Stämme anbieten. Könnte allerdings schwierig werden, deinem Kater das abzugewöhnen.
Wenn du einen Kratzbaum hast, sollte es ein richtig guter mit langen Säulen sein. Seit Felix so einen hat, geht er mehrmals am Tag dort kratzen, und die Wände interessieren ihn gar nicht mehr. Mit seinem alten Kratzbaum ging er noch manchmal an andere Stellen.
 
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Sorry, binsch gerade nicht im Bilde:oops:: Wie alt ist Jamie?

In unserer Wohnung sind die Tapeten nirgends mehr intakt. Ganz schlimm ist es in meinem Zimmer und im Flur. Ein Eck-Kratzbrett hat überhaupt nicht geholfen, im Gegenteil. Das war so ein Brett, das nur oben befestigt wird und die Katzen haben es einfach angehoben und unter dem Brett weitergekratzt:rolleyes:. Allerdings sind 95% der Schäden entstanden, als Emma und Othello 18 Monate und jünger (also im Flegelalter) waren.

Du kannst versuchen, Alufolie auf die Kratzstelle zu kleben (viele Katzen mögen das Geknistere nicht). Bei uns hat es leider nicht geholfen. Othello hat die Alufolie gefressen:eek:... Wasserspritze ist natürlich auch eine Möglichkeit, allerdings ist das Problem meist, dass man ja nicht direkt daneben steht, wenn die Katzen an den Tapeten kratzen.
 
Es ist beim Wetzen nicht nur das Kratzen, sondern auch das Beduften der Stellen mit den Duftdrüsen, die an den Pfotenballen sitzen. Diese Markierungen dienen den Miezen als Wegweiser im Haus ('hier bin ich daheim, da war ich schon mal'), und sind in Katzengruppen auch als Dominanzmarkierungen zu sehen.

Es nützt also nix, nur einen Kratzbaum oder Kratzbretter irgendwo aufzustellen, solange sie völlig unintressant, weil nicht beduftet sind. Darum sollte man mit ganz leichtem Strich immer wieder die Katzenpfoten an den neuen Kratzmöblen längstupfen/-streichen, um neue Wegweiser zu setzen.
Wenn das neue Möbel nicht zu neu und unangenehm riecht, kann man es mit Katzenminze oder Baldrian etwas attraktiver machen. Kratzstellen müssen leicht erreichbar sein (richtig im vorübergehen), nicht zu offen und frei, hoch genug (ca 80 cm), und die richtige Form für die Tatzen der einen Mieze haben. Manche mögens rund, manche lieber Flächen.

Dann müssen auf jeden Fall die ungeduldeten Kratzstellen unintressant gemacht werden, also völlig entduftet.

Dann könnte es mit dem Umgewöhnen klappen.

Zugvogel
 
Puh... klingt ja ziemlich anstrengend, ihm das abzugewöhnen! ;)
Jamie ist nicht alleine, er hat ja noch sein Schwesterchen Mia. Beide sind jetzt 2 Jahren und 5 Monate alt!
An Langeweile glaube ich weniger, aber man kann sich ja schlecht in ihn hinein versetzen. Wir spielen viel mit ihm, er spielt viel mit Mia und die beiden haben viel Spielzeug!
Alufolie ist ganz schlecht - er LIEBT Alufolie als Spielzeug, zusammengerollt als Kügelchen. Unter der Couch und den Schränken ist alles voll damit! :D
Aber das mit den Duftnoten unter den Pfoten wusste ich gar nicht. Ich werde das also mal in Angriff nehmen!
Das Kratzbrett haben wir halt angebracht, weil er in der alten Wohnung eine Ecke total zerkratzt hat, bis das Kratzbrett da war. Und als er in der neuen Wohnung eine Ecke zum kratzen auserkoren hatte, haben wir da auch ein Kratzbrett angebracht!
 
  • #10
An Kratzbrettern, -bäumen sollte die obere Kante etwas höher sein, als die Katze austreckt lang ist, von Pfotenspitze zu Pfotenspitze. Sie strecken sich gern ganz hoch beim Wetzen, und wer am höchsten kommt, ist meistens der Chef.

Bei Mariechen muß die obere lichte Höhe gute 80 cm vom Boden her sein.

Zugvogel
 
  • #11
Es ist beim Wetzen nicht nur das Kratzen, sondern auch das Beduften der Stellen mit den Duftdrüsen, die an den Pfotenballen sitzen. Diese Markierungen dienen den Miezen als Wegweiser im Haus ('hier bin ich daheim, da war ich schon mal'), und sind in Katzengruppen auch als Dominanzmarkierungen zu sehen.

Es nützt also nix, nur einen Kratzbaum oder Kratzbretter irgendwo aufzustellen, solange sie völlig unintressant, weil nicht beduftet sind.

Interessant.. aber was ich mich dabei frage: warum macht meiner das garnicht, also an den Wänden krazen? er muss doch auch markieren usw..
 
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  • #12
Interessant.. aber was ich mich dabei frage: warum macht meiner das garnicht, also an den Wänden krazen? er muss doch auch markieren usw..

Hmm, und warum haben meine Katzen unabhängig voneinander mit gut einem Jahr damit aufgehört:confused:?
 
  • #13
Jede Katze ist sehr individuell, und so sind auch ihre Gewohnheiten.
Man KANN einige Eigenschaften fast verallgemeinern, aber sicher nicht ALLES Verhalten.

Zugvogel
 
  • #14
Jede Katze ist sehr individuell, und so sind auch ihre Gewohnheiten.
Man KANN einige Eigenschaften fast verallgemeinern, aber sicher nicht ALLES Verhalten.

Zugvogel

Ah, okay! Dann kann es also sein, dass das Kratzen in unserem Fall gar keine Reviermarkierung war, richtig?
 
  • #15
Ah, okay! Dann kann es also sein, dass das Kratzen in unserem Fall gar keine Reviermarkierung war, richtig?
Kratzen ist IMMER und vollautomatisch markieren, aber nicht so sehr Revier, sondern eher Wegweiser.
Dominanz ist am Kratzbrett zu erkennen, wenn die Kratzer/Riefen sehr ausgeprägt werden, oft an Bäumen im Garten.

Jedes Streifen mit dem Mäulchen, jeder Schritt kennzeichnet das Reich der Katzen, jedes Kratzen ebenso. Typische Reviermarkierer sind eher die Häufchen im Klo und natürlich die Duftmarken.

Zugvogel
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
Kratzen ist IMMER und vollautomatisch markieren, aber nicht so sehr Revier, sondern eher Wegweiser.
Dominanz ist am Kratzbrett zu erkennen, wenn die Kratzer/Riefen sehr ausgeprägt werden, oft an Bäumen im Garten.

Jedes Streifen mit dem Mäulchen, jeder Schritt kennzeichnet das Reich der Katzen, jedes Kratzen ebenso. Typische Reviermarkierer sind eher die Häufchen im Klo und natürlich die Duftmarken.

Zugvogel

Ich habe ja Freigänger und entsprechend kein Problem mit den Wänden.
Ich habe aber schon das Gefühl das kratzen es etwas mit Revierverhalten zu tun hat.
Bei uns werden immer nur die Bäume zerkratzt die an typischen Katzen- Wegen stehen wo alle Katzen vorbeikommen.
 
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  • #17
Hallöchen zusammen,

das Kratzen kann auch eine simple Erklärung haben....

Kratzen = Aufmerksamkeit ;) Katzen lernen schnell und sie haben den Menschen schneller konditioniert als ihm lieb ist. Wohnungskatzen haben viel Zeit und damit auch Zeit Dinge auszuprobieren, die den Menschen nerven.

Wenn Katzen an Möbeln, Tapeten etc. kratzen, reagiert der Mensch i.d.R. fast immer. Also...kratzen...Mensch reagiert...noch mehr kratzen...Mensch reagiert noch mehr...wieder kratzen...Mensch reagiert entnervt...kratzen...Mensch fängt an zu "bestrafen". Da das "Bestrafen" i.d.R. eher harmlos ist z.B. Wasserspritze etc. haut sich die Katze eher auf die Schenkel, als daß sie beeindruckt ist.

Ist der Mensch erst einmal konditoniert, ist es schwierig den Eckenkratzern das beliebte Spiel abzugewöhnen.


Ich denke, man muß unterscheiden "Kratzen = markieren" oder "Kratzen = ärgern"

Mein Kater streckt sich immer an der Tapete, nachdem er aufgestanden ist oder mich an der Tür begrüßt. Die Tapete ist gelöchert, aber das ist ok für mich, weil das Strecken ein katzenübliches Verhalten ist.

Weniger schön ist das Kratzen an Ecken, weil er Langweile hat oder weiß, daß es mich ärgert.
Das Renovieren des Schlafzimmers steht bevor. Moritz kratzt seit längerer Zeit neben der Balkontür und da ohnehin renoviert werden muß, kann mich das Tapeten zerfleddern nicht nerven.....seitdem kratzt er nicht mehr :rolleyes: ;)
 
  • #18
Was mir zum Thema noch einfällt, ich habe im Unsäglichen mal gelesen, dass es eine Überfarbe gibt, ich glaube sie heißt Elefantenhaut, die die Farbe an der Wand so versiegelt das Katzen nicht mehr kratzen können.
 
  • #19
Kratzen ist IMMER und vollautomatisch markieren, aber nicht so sehr Revier, sondern eher Wegweiser.
Dominanz ist am Kratzbrett zu erkennen, wenn die Kratzer/Riefen sehr ausgeprägt werden, oft an Bäumen im Garten.

Aber meine Katzen haben im Alter von ca. einem Jahr/eineinhalb Jahren beide unabhängig voneinander damit aufgehört, an der Wänden zu kratzen:confused:. Auch an den Kratzbäumen kratzen sie jetzt nicht so dolle (haben dadurch teilweise schon zu lange Krallen:().

Deshalb ja auch mein Hinweis auf den "jugendlichen Überschwang", weil ich eben viele Katzenhalter kenne, deren Tiere im Kittenalter ziemlich viel "Mist" gemacht haben, was sich dann aber mit der Zeit gelegt hat. Othello hat bis zu einem Alter von 2 Jahren beispielsweise auch (teilweise gezielt) Sachen/Gegenstände (Kabel, Jalousienbänder, Klopapierverpackung uvm.)gesucht und sie dann gefressen. Das kommt heutzutage auch so gut wie nie mehr vor.
 
  • #20
Ja ja, das leidige Tapetenkratzen.

Bei uns zu Hause hat es arg zu genommen, nach dem Champs Kumpel von heute auf morgen verstarb und kurz darauf ja schon Gimli bei uns einzog.

Es ist wirklich extrem geworden seit dem.
Champ kratzt aber nur massiv an den Fensterbacken im Schlafzimmer.
Da sind die Tapeten schon fast komplett weg.

Tagsüber bekomme ich es ja nicht so mit, da ich ja arbeiten muss.
Aber irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass er auch nur nachts so massiv kratzt.

Wir wachen davon auf, er bekommt mecker, aber das interesiert ihn nicht sonderlich, kaum dreht man sich wieder um, gehts meist weiter... :mad:

Für mich ist es ganz klar Revierverhalten, ich kann mir das nicht anders erklären, da es vorher nicht so war.
Zu dem ist er jetzt auch noch potent geworden.

Ich hoffe nur, ihr habt recht, und es lässt in einigen Monaten nach.:p
 

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