Kater jault und schreit

NanSam

NanSam

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  • #41
woher soll sie denn auf diese Weise dem Ratschlag von jemandem vertrauen können, die/den sie noch nie gesehen oder gesprochen hat?

Ich betrachte mich zwar nicht als kompetenten Katzenhalter, versuche mir aber Informationen, die ich brauche oder die mich auch nur interessieren, anzulesen. Hilfreich für mich war und ist oftmals das Katzenforum (viele erfahrene Katzenhalter), aber nicht nur. Wenn ich hier zu einem bestimmten Thema auf eine mehrheitliche Meinung treffe, lese ich trotzdem noch in anderen Quellen nach und stelle in den meisten Fällen fest, dass sich die Aussagen decken. Natürlich gibt es bei den Katzen auch immer wieder mal Ausnahmen.

Eine oft gelesene Empfehlung lautet, Kitten brauchen einen gleichaltrigen Raufkumpanen, dem sie kräftemäßig gewachsen sind und mit dem sie ihre Interessen ausleben und ihr soziales Verhalten weiter entwickeln können.
Weiter sind Kitten oftmals sehr distanzlos, was mit einem 5 jährigen, nicht sozialisiertem Kater ein richtig dickes Problem werden kann. Wären es zwei Kitten, hätte der ältere Kater vlt. oftmals seine Ruhe, aber auch da kann es für ihn zu nervigen oder stressigen Situationen kommen.

Wenn der Kater wirklich gut sozialisiert wäre, kann das mit einem Kitten klappen, wie zum Beispiel bei @Froschn oder @16+4 Pfoten. Aber hier in diesem Fall ist der Kater nicht sozialisiert und der Kater müsste von einem Kitten lernen, das selbst noch nicht ausgelernt hat.

Ich würde es normalerweise bei einem nicht sozialisierten Kater tatsächlich mit viel Geduld mit einem gleichaltrigen, gut sozialisiertem Kater versuchen. Auch mal bei anderen Tierheimen erkundigen oder Pflegestellen kontaktieren. Oder aber mit 2 Kitten (nicht nur einem) vergesellschaften. Und das alles mit viel Geduld und Gittertüre.

Ich schreibe normalerweise, weil die von mir gestellte Frage noch offen ist und es wohl ganz selten auch Tiere geben soll, die vom Charakter her (Einzelgänger) tatsächlich nicht zu vergesellschaften sind. Aber das kann man bei einem nicht sozialisierten Kater nur mit Geduld herausfinden.

Inwieweit kam er mit anderen nicht klar? War er aggressiv oder wurde er gemobbt und war ängstlich?

Wurde er langsam oder zu schnell vergesellschaftet?

Wieder alles nur meine Meinung. Wenn Du den Aussagen im Forum nicht vertraust, kannst Du Dich auch in anderen Quellen dazu belesen.

Liebe TE, wie auch immer Du Dich entscheidest, ich wünsche Euch viel Glück bei der Vergesellschaftung.
 
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  • #42
Wenn der Kater wirklich gut sozialisiert wäre, kann das mit einem Kitten klappen, wie zum Beispiel bei @Froschn oder @16+4 Pfoten. Aber hier in diesem Fall ist der Kater nicht sozialisiert und der Kater müsste von einem Kitten lernen, das selbst noch nicht ausgelernt hat.

Ähem... Mein Emil war gar nicht sozialisiert... :muhaha:

Er hatte als Letzter, Kleinster und Jüngster bloß keine Chance im Matriarchat hier, sondern nur die Wahl zwischen sich assimilieren lassen oder vermittelt werden.
 
NanSam

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  • #43
Ähem... Mein Emil war gar nicht sozialisiert... :muhaha:

Er hatte als Letzter, Kleinster und Jüngster bloß keine Chance im Matriarchat hier, sondern nur die Wahl zwischen sich assimilieren lassen oder vermittelt werden.

Aber der Rest Deiner süßen Bande ist sozialisiert, von der er dann lernen konnte.
 
16+4 Pfoten

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  • #44
Aber der Rest Deiner süßen Bande ist sozialisiert, von der er dann lernen konnte.

Ja, vor allem Suzi, die ihm zu Beginn täglich seine Dosis an Pfotenwatschn verabreicht hat... :muhaha:

@ Uljana1: Das kann in deinem Katzenhaushalt dann auch passieren, damit musst du rechnen.



Edit:

Ich muss - gerade im Kontext dieses Themas - explizit darauf hinweisen, dass mein damaliges Kitten Emil (heute ist er schon groß) niemals eingeplant war, sondern ein Notfellchen, das ursprünglich über den Tierschutz vermittelt hätte werden sollen.

Gezielt hätte ich never ever so ein kleines Katzenkind (schon gar nicht allein) als Gesellschaft für meine Großen aufgenommen.



Noch ein Edit:

Dass es bei uns funktioniert hat, war wohl mehr Glück als Verstand... Und entgegen jeder Regel bei Zusammenführungen.

Es ist also nicht als allgemeingültig zu betrachten, sondern als die berühmte Ausnahme von der Regel.
 
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NanSam

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  • #45
Noch ein Edit:

Dass es bei uns funktioniert hat, war wohl mehr Glück als Verstand... Und entgegen jeder Regel bei Zusammenführungen.

Es ist also nicht als allgemeingültig zu betrachten, sondern als die berühmte Ausnahme von der Regel.

Schließe ich mich an. Daher hatte ich auch geschrieben, es "kann" mit gut sozialisierten Katzen (Ureinwohner) klappen, würde mich aber sonst auch nur wg. der bereits beschriebenen Gründe im Normalfall immer nur für 2 Kitten entscheiden.

Bei Dir und Froschn war die Situation, wie ihr zu den Kitten gekommen seid, auch eine andere.
 
Pitufa

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  • #46
Ja, vor allem Suzi, die ihm zu Beginn täglich seine Dosis an Pfotenwatschn verabreicht hat... :muhaha:

@ Uljana1: Das kann in deinem Katzenhaushalt dann auch passieren, damit musst du rechnen.



Edit:

Ich muss - gerade im Kontext dieses Themas - explizit darauf hinweisen, dass mein damaliges Kitten Emil (heute ist er schon groß) niemals eingeplant war, sondern ein Notfellchen, das ursprünglich über den Tierschutz vermittelt hätte werden sollen.

Gezielt hätte ich never ever so ein kleines Katzenkind (schon gar nicht allein) als Gesellschaft für meine Großen aufgenommen.



Noch ein Edit:

Dass es bei uns funktioniert hat, war wohl mehr Glück als Verstand... Und entgegen jeder Regel bei Zusammenführungen.

Es ist also nicht als allgemeingültig zu betrachten, sondern als die berühmte Ausnahme von der Regel.
Naja, es heisst doch: Ausnahmen bestätigen die Regel.😂

Liebe TE,
bei solch einer Konstelation, wie du sie vorhast, sollte man immer im Hinterkopf haben, offen gegenüber einer Drittkatze zu sein....denn, wie gesagt, kann gut gehen...oder tierisch in die Hose....
 
Froschn

Froschn

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  • #47
Wenn der Kater wirklich gut sozialisiert wäre, kann das mit einem Kitten klappen, wie zum Beispiel bei @Froschn
Ich habe hier mit Rambo echt ein (schwarzes) Goldstück von Kater... ich hatte Anfangs Bedenken, weil Urmel war (und ist) distanzlos und rotzfrech... und Rambo hätte den zu winzigem Katerkonfetti schreddern können. Könnte er heute noch. Tut er nicht
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K

KatzeK

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  • #48
Ich glaube ja dass Freigänger automatisch "sozialisierter" sind. Sie vertragen sich deshalb noch lange nicht immer, aber dieses "Isolationsproblem" haben sie schlicht und ergreifend einfach nicht da sie ja eh immer auf andere Katzen treffen. Und sie können sich auch immer aus dem Weg gehen so sie möchten was ernsthaften Konflikten vorbeugt.

Eine neue - noch dazu sehr unterschiedliche - Katze (sei es vom Alter oder vom Charakter her) zu einer dort angestammten, bisher "alleinherrschenden" Katze in eine Wohnung zu setzen birgt für meine Begriffe immer ein höheres Risiko als eine neue Katze zu einem Freigänger zu setzen. Wobei es auch da Risiken geben kann.

Dennoch kann es funktionieren.

Am Ende muss jeder selbst schauen und selbst entscheiden was er für richtig hält. Auch wenn dadurch eventuell Probleme auftauchen. Die kann man dann immer noch zu lösen versuchen wenn man es ernst meint.

Was ich überhaupt nicht leiden kann ist dieses: GEHT GAR NICHT! LASS DAS!

So eine Empfehlung würde ich auch gepflegt bei Seite schieben, schon aufgrund der für meine Begriffe viel zu absoluten Argumentation. Wer meint IMMER alles zu wissen und Recht zu haben täuscht sich bereits in diesem Punkt, und wirkt schon deshalb nicht sehr "vertrauenswürdig" meiner Meinung nach.
 
Pitufa

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  • #49
Ich habe hier mit Rambo echt ein (schwarzes) Goldstück von Kater... ich hatte Anfangs Bedenken, weil Urmel war (und ist) distanzlos und rotzfrech... und Rambo hätte den zu winzigem Katerkonfetti schreddern können. Könnte er heute noch. Tut er nicht
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So ein Urmeli ist auch was Besonderes, dass "Katerkonfeti 😄" verschreddert man doch nicht.😂
Ich glaube ja dass Freigänger automatisch "sozialisierter" sind. Sie vertragen sich deshalb noch lange nicht immer, aber dieses "Isolationsproblem" haben sie schlicht und ergreifend einfach nicht da sie ja eh immer auf andere Katzen treffen. Und sie können sich auch immer aus dem Weg gehen so sie möchten was ernsthaften Konflikten vorbeugt.

Eine neue - noch dazu sehr unterschiedliche - Katze (sei es vom Alter oder vom Charakter her) zu einer dort angestammten, bisher "alleinherrschenden" Katze in eine Wohnung zu setzen birgt für meine Begriffe immer ein höheres Risiko als eine neue Katze zu einem Freigänger zu setzen. Wobei es auch da Risiken geben kann.

Dennoch kann es funktionieren.

Am Ende muss jeder selbst schauen und selbst entscheiden was er für richtig hält. Auch wenn dadurch eventuell Probleme auftauchen. Die kann man dann immer noch zu lösen versuchen wenn man es ernst meint.

Was ich überhaupt nicht leiden kann ist dieses: GEHT GAR NICHT! LASS DAS!

So eine Empfehlung würde ich auch gepflegt bei Seite schieben, schon aufgrund der für meine Begriffe viel zu absoluten Argumentation. Wer meint IMMER alles zu wissen und Recht zu haben täuscht sich bereits in diesem Punkt, und wirkt schon deshalb nicht sehr "vertrauenswürdig" meiner Meinung nach.
Geb ich dir Recht, es kann funktionieren. Ich hab ja auch die Konstelation "Katz und Kater" von der viele abraten, aber, bisher, alles paletti....nur, wenn es doch irgendwann nicht funktioniert, dann gibt es eben Katze Nummer 3.
Und, dass, sollte auch TE im Hinterkopf behalten.
 
biveli john

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  • #50
So eine Empfehlung würde ich auch gepflegt bei Seite schieben, schon aufgrund der für meine Begriffe viel zu absoluten Argumentation. Wer meint IMMER alles zu wissen und Recht zu haben täuscht sich bereits in diesem Punkt, und wirkt schon deshalb nicht sehr "vertrauenswürdig" meiner Meinung nach.
Da gebe ich dir vollkommen recht, vor allem gibt es immer wieder
Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen verschiedener Meinungsblasen.
 
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