Kater faucht und knurrt grundlos - Terriorialverhalten?

  • Themenstarter tensh_iie
  • Beginndatum
tensh_iie

tensh_iie

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
11. April 2011
Beiträge
180
Ort
Schleswig Holstein
  • #21
Wenn er Schmerzen haette wurde er dann nicht IMMER so aggressiv sein?
Der is sonst TIEFENENTSPANNT wenn sich hier keiner bewegt. Der liegt auf der Seite und pennt, der spielt... alles. o_O Denn wie gesagt, der is so freundlich und alles, der tickt nur aus sobald ich mich bewege.

Der kann doch ne nur bei Bewegung (meinen, wohlbemerkt) Schmerzen haben o.o

Also ich meine dass is ne Verhaltens Sache und nix medizinisches aber ich werd ihn dennoch untersuchen lassen.
 
Werbung:
rlm

rlm

Forenprofi
Mitglied seit
19. Februar 2011
Beiträge
16.078
  • #22
Man kann nur vermuten, jede Miez ist anders.
Deswegen würde ich Krankheit nur ausschließen, wenn der TA dies sagt.
 
elca

elca

Forenprofi
Mitglied seit
7. April 2011
Beiträge
1.260
Ort
Basel Umgebung
  • #24
Was ist, wenn du ganz langsam an ihm vorbeiläufst, ohne ihn anzuschauen? Vielleicht geschah früher immer etwas schlechtes, sobald jemand auf ihn zukam und nun verbindet er das damit und möchte selber entscheiden, wann er zu den Menschen geht um gestreichelt usw. zu werden. So hat er die Situation unter Kontrolle und andersrum eben nicht - deshalb wird er dann aggressiv. Folglich wäre das dann aber auch eine Angstaggression. Sind nur Vermutungen :)

Ich würde viel mit ihm ganz ruhig sprechen. Und das dann auch weiterführen, wenn du an ihm vorbeiläufst ohne ihn jedoch zu beachten.
Und ich denke, er braucht viel Zeit um Vertrauen zu fassen und ein "normales" glückliches Katzenleben kennenzulernen.
 
tensh_iie

tensh_iie

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
11. April 2011
Beiträge
180
Ort
Schleswig Holstein
  • #25
Was ist, wenn du ganz langsam an ihm vorbeiläufst, ohne ihn anzuschauen? Vielleicht geschah früher immer etwas schlechtes, sobald jemand auf ihn zukam und nun verbindet er das damit und möchte selber entscheiden, wann er zu den Menschen geht um gestreichelt usw. zu werden. So hat er die Situation unter Kontrolle und andersrum eben nicht - deshalb wird er dann aggressiv. Folglich wäre das dann aber auch eine Angstaggression. Sind nur Vermutungen :)

Ich würde viel mit ihm ganz ruhig sprechen. Und das dann auch weiterführen, wenn du an ihm vorbeiläufst ohne ihn jedoch zu beachten.
Und ich denke, er braucht viel Zeit um Vertrauen zu fassen und ein "normales" glückliches Katzenleben kennenzulernen.


Der hat keine Angst beruehrt zu werden, er kommt ja so und laesst sich anfassen ;)
Und egal wie du an ihm vorbei gehst die Reaktion is immer die selbe, auch wenn du nichtmal AN ihm vorbei gehst sondern die allgemein nur im Raum bewegst - Reaktion ist immer die selbe.

Er reagier agressiv auf Bewegung. Ob nun an ihn gerichtet, in seiner direkten Naehe oder nicht. Bewegung ist schlecht.

Wenn du ihn rufst und so, kommt er, laesst sich kurz streicheln, alles gut. Wie gesagt er schlaeft auch, entspannt, spielt... aber ja nicht bewegen da is die Hoelle los.
 
elca

elca

Forenprofi
Mitglied seit
7. April 2011
Beiträge
1.260
Ort
Basel Umgebung
  • #26
Also unsere Sheila hat in den ersten Tagen genau so auf unseren Kater reagiert, wie jetzt dein Kater auf dich reagiert. ;)

Und das "nur", weill sie gestresst war.

Ich würde den TA fragen und vielleicht einen Verhaltenstherapeuten ebenfalls um seine Meinung bitten.
 
tensh_iie

tensh_iie

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
11. April 2011
Beiträge
180
Ort
Schleswig Holstein
  • #27
Also unsere Sheila hat in den ersten Tagen genau so auf unseren Kater reagiert, wie jetzt dein Kater auf dich reagiert. ;)

Und das "nur", weill sie gestresst war.

Ich würde den TA fragen und vielleicht einen Verhaltenstherapeuten ebenfalls um seine Meinung bitten.

DAS gibt mir etwas Hoffnung, denn eigentlich mag ich ihn nicht weg geben muessen, er ist ein ganz suesser :) Wie lang hat das denn gedauert?
 
Z

Zora84

Forenprofi
Mitglied seit
1. Januar 2010
Beiträge
2.617
  • #28
Für mich klingt das auch danach, dass der Kater gerne die Situation unter Kontrolle behalten möchte, da er sonst Angst hat, das was passiert.

Wenn du rumläufst, weiß er nicht was passieren wird.

Wenn du aber stehen/sitzen bleibst, kann er kommen, weil du an ein und demselben Ort bleibst und somit berechenbarer bist.

Wenn er dir folgt, kann er auch kontrollieren wo du hingehst und ob du "was Böses vorhast".
 
elca

elca

Forenprofi
Mitglied seit
7. April 2011
Beiträge
1.260
Ort
Basel Umgebung
  • #29
Also sie war übrigens nur aggressiv ihm gegenüber, zu uns nie. Es fing schon an, als sie im TH in getrennte Transportboxen gebracht wurden. Sie fauchte ihn dauernd an. Zuhause dann ca. 1 Woche. Er durfte sich in den ersten Tagen nicht im selben Raum wie sie es war, bewegen. Geschweige denn, sie beschnuppern oder ihr Küsschen geben, dann bekam er mit der Pfote eins rübergehauen. Im TH war das die ersten Tage anscheinend auch so - stressbedingt halt.

Es ging mit der Zeit dann besser und jetzt ist ganz vorbei. Nach dem TA-Besuch am Dienstag und dem Aufenthalt dort, war es die letzten Tage auch wieder leicht aggressiver zwischen den beiden. Aber immer von ihr aus - eindeutig stressbedingt.

Ich weiss jetzt nicht, inwiefern dieses Verhalten zwischen zwei Katzen mit deinem Fall verglichen werden kann. Aber es zeigt, dass Katzen untereinander aggressiv zueinander sein können, wenn sie in Stresssituationen sind. Nur sollte sich das mit der Zeit legen und eine Besserung eintreten.
 
tensh_iie

tensh_iie

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
11. April 2011
Beiträge
180
Ort
Schleswig Holstein
  • #30
Für mich klingt das auch danach, dass der Kater gerne die Situation unter Kontrolle behalten möchte, da er sonst Angst hat, das was passiert.

Wenn du rumläufst, weiß er nicht was passieren wird.

Wenn du aber stehen/sitzen bleibst, kann er kommen, weil du an ein und demselben Ort bleibst und somit berechenbarer bist.

Wenn er dir folgt, kann er auch kontrollieren wo du hingehst und ob du "was Böses vorhast".

Genau das ist auch meine Vermutung. :sad:
 
tensh_iie

tensh_iie

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
11. April 2011
Beiträge
180
Ort
Schleswig Holstein
  • #31
Update nach der Nacht.
Wir haben uns beruhigt :)

Der Gute hat die Nacht in meinem Flur/Bad verbracht und sich anscheinend etwas beruhigt. Als ich die Nacht mal zur Toilette war wurde ich nur angemautzt und angefaucht aber heute Morgen war soweit alles gut.

Ich kann mich, momentan, frei in meiner Wohung bewegen ohne dass er sich wieder so pikiert wie gestern. Alles in Allem wirkt er etwas enspannter.
Hier und da kommt zwar noch ein murren seinerseits, aber es bei weitem nicht mehr so boese und agressiv wie am gestrigen Tag.

Ich hoffe das bleibt nun auch so.
:verschmitzt:
Um einen TA Besuch kommt er aber dennoch nicht herrum :)
 
Werbung:
Z

Zora84

Forenprofi
Mitglied seit
1. Januar 2010
Beiträge
2.617
  • #32
Das klingt doch gut!

Ich denke, er wird schon sehr bald merken, dass ihm bei dir keine Gefahr droht und wird sich immer mehr entspannen.

Trotzdem gut, dass du mit ihm zum Doc gehst, man weiß ja nie.
 
rlm

rlm

Forenprofi
Mitglied seit
19. Februar 2011
Beiträge
16.078
  • #33
Das freut mich sehr!!
 
I

Ina1964

Forenprofi
Mitglied seit
17. Mai 2010
Beiträge
5.719
Ort
Köln-Bonn
  • #34
In den ersten Lebenswochen und -monaten lernt eine Katze normalerweise, zwischen harmlosen und bedrohlichen Reizen zu unterscheiden; sie orientiert sich hier zunächst stark an der Mutterkatze. Kann dieser Lernprozess nicht ausreichend oder erfolgreich abgeschlossen werden, ist für den Rest des Lebens die Angstschwelle sehr niedrig - was wohl auch leicht nachvollziehbar ist.

Ein ständiges Leben in Angst führt zu Stress und durchaus auch organischen Erkrankungen. Der Körper fährt ständig auf Hochtouren, kann nie oder nur selten entspannen. Außerdem kann sich aus einem solchen Zustand eine Neurose entwickeln.

Ganz wichtig ist, in den prekären Situationen die Körperhaltung sowie die Pupillen genau zu beschreiben:
eine aggessive Katze hat enge Pupillen, ein eher ängstliche dagegen weite. Die Körperhaltung, die Du weiter oben beschrieben hast, widerspricht sich etwas, bitte schau noch einmal genau hin. Eine ängstliche Katze macht sich klein, die Ohren sind flach angelegt und können nach hinten zeigen. Die Bewegungen sind langsam, so wie in Zeitlupe. Bei einer aggressiven Katze sind die Ohren eher aufgestellt, der (buschige) Schwanz schlägt wild hin und her, die Augen fixieren stark.

Fauchen ist eine eher defensive Verhaltensweise, um das Gegenüber abzuschrecken, hier sollte man unbedingt die Individualdistanz des Tieres tolerieren! Knurren dagegen ist eine klare Ansage "ich bin bereit zum Angriff". Beides in Kombination deutet sehr stark auf eine angstbedingte Defensivreaktion des Katers hin!

Hier ist zunächst dringend abzuklären, ob das Tier aggressiv oder ängstlich ist (-> Pupillen), danach richtet sich die folgende Vorgehensweise! Bachblüten sollten auf jeden Fall eingesetzt werden, auch eine Verhaltenstherapie wird nötig sein. Aber wenn nichts Organisches vorliegt, sollte man dem Tier und auch Dir helfen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
tensh_iie

tensh_iie

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
11. April 2011
Beiträge
180
Ort
Schleswig Holstein
  • #35
Danke fuer deine ausfuehrliche und klare Antwort.
Momentan benimmt er sich sehr ruhig und er kommt sogar und kuschelt, schnurrt - totales Gegenteil zu gestern.

Ich denke wir haben unser erstes Hinterniss ueberstanden. Wahrscheinlich war er wirklich einfach nur tierisch gestresst. Ich werde ihn dennoch von einem TA untersuchen lassen.

:)
 
I

isab

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
5. März 2010
Beiträge
299
Ort
Radevormwald
  • #36
Frag doch bitte mal ob der Bruder Deiner Kollegin Kinder hatte. Vielleicht hatte er damit schlechte Erfahrungen. Ich habe ein Geschwisterpaar. Beide gute Prägung. Kater hat ein kräftiges Nervenkostüm, seine Schwester ist deutlich vorsichtiger und ängstlicher. Hab Geduld mit dem Katerchen, rede viel mit ihm, unterhalte Dich mit ihm, erzähl ihm was Du tust und er ein lieber toller Kater . ist. Hast Du sein Vertrauen erworben, wirst Du wahrscheinlich den liebsten Kater der Welt haben. Bevor er nicht eine Weile Vertrauen hat würde ich nicht zum TA gehen um das aufkeimende Vertrauen nicht wieder zu zerstören. Deine Kollegin gibt sicher nicht freiwillig zu, daß beim Bruder extrem schlechte Haltung war. Er hat sicherlich viel Schlimmes erlebt und ist ein Sensibelchen, auch wenn er nach außen droht. lG Heidi
 
tensh_iie

tensh_iie

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
11. April 2011
Beiträge
180
Ort
Schleswig Holstein
  • #37
Frag doch bitte mal ob der Bruder Deiner Kollegin Kinder hatte. Vielleicht hatte er damit schlechte Erfahrungen. Ich habe ein Geschwisterpaar. Beide gute Prägung. Kater hat ein kräftiges Nervenkostüm, seine Schwester ist deutlich vorsichtiger und ängstlicher. Hab Geduld mit dem Katerchen, rede viel mit ihm, unterhalte Dich mit ihm, erzähl ihm was Du tust und er ein lieber toller Kater . ist. Hast Du sein Vertrauen erworben, wirst Du wahrscheinlich den liebsten Kater der Welt haben. Bevor er nicht eine Weile Vertrauen hat würde ich nicht zum TA gehen um das aufkeimende Vertrauen nicht wieder zu zerstören. Deine Kollegin gibt sicher nicht freiwillig zu, daß beim Bruder extrem schlechte Haltung war. Er hat sicherlich viel Schlimmes erlebt und ist ein Sensibelchen, auch wenn er nach außen droht. lG Heidi

Soweit ich weiss gabs keine Kinder aber es soll eins kommen, was auch Grund fuer die Abgabe war (dass das dumm is, darueber brauchen wir nicht reden ;) ) und sie haben schon zugegeben dass es ihm da schlecht ging, sonst wuesste ich das ja nicht. Ich denke, soweit ich das bisher beurteilen kann, ist er so ganz lieb und freundlich aber unsicher sobal Veraenderungen auftreten.
 
I

Ina1964

Forenprofi
Mitglied seit
17. Mai 2010
Beiträge
5.719
Ort
Köln-Bonn
  • #38
Danke fuer deine ausfuehrliche und klare Antwort.
Momentan benimmt er sich sehr ruhig und er kommt sogar und kuschelt, schnurrt - totales Gegenteil zu gestern.

Ich denke wir haben unser erstes Hinterniss ueberstanden. Wahrscheinlich war er wirklich einfach nur tierisch gestresst. Ich werde ihn dennoch von einem TA untersuchen lassen.

:)

Das hört sich gut an. Und diesen Satz von isab unterstütze ich vollkommen: " Bevor er nicht eine Weile Vertrauen hat würde ich nicht zum TA gehen um das aufkeimende Vertrauen nicht wieder zu zerstören." Auch Vertrauen und Zuversicht wie auch das bessere Verarbeitung und Akzeptieren von Veränderungen kann man sehr gut mit Bachblüten aufbauen und unterstützen, ich helfe Dir gern weiter, wenn Du möchtest. Sollte es trotzdem wieder zu einem solchen Verhalten kommen, dann beobachte, was ich Dir beschrieben habe und melde Dich bitte, gern auch per PN!

Hoffentlich kann das Katerchen endlich einmal in einem Zuhause "ankommen" - die besten Voraussetzungen hat er ja: eine liebe Katzenmama :), die sich kümmert und Gedanken macht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen

A
Antworten
25
Aufrufe
5K
P
A
Antworten
14
Aufrufe
6K
Mikesch1
Mikesch1
N
Antworten
16
Aufrufe
2K
nietsniE
N
K
Antworten
4
Aufrufe
322
Katzenbedienstete
K

Über uns

Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzenforum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.
Oben