Kastrierter Kater hat Hormonwert wie ein potentes Tier (Erfahrungen gesucht)

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Thora1978

Thora1978

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Ich mach jetzt doch mal ein eigenes Thema auf, vielleicht hat ja hier jemand Erfahrungen damit.

Tom (geschätzt 12 Jahre, seit knapp 10 Jahren bei mir) wurde bereits bei der Vorbesitzerin kastriert (die entsprechende Rechnung habe ich vorliegen, danach war es eine ganz normale Kastration).
Er hat sich schon immer recht viel durch die Gegend geprügelt (und gefühlt wird es mit zunehmendem Alter immer schlimmer). Nachdem es in den letzten Monaten wieder ziemlich heftig war, habe ich kürzlich (mehr so aus Verzweiflung und um alle Eventualitäten auszuschließen) meine Tierärztin gebeten, seinen Hormonstatus zu testen.
Ein paar Tage später hat sie mich angerufen. Sein Anti-Müller-Hormon-Wert ist deutlich höher, als das bei einem kastrierten Kater der Fall sein sollte. Verdacht: nicht vollständig kastriert, also noch ein Hoden oder zumindest versprengtes Gewebe vorhanden.
Nachdem meine übliche Tierärztin (kleine Praxis, wenig diagnostische Möglichkeiten) mich daraufhin an die Tierklinik verwiesen hat, hatten wir heute den Termin in der Klinik. Ultraschall wurde gemacht, leider kein Hoden oder sonstiger Grund für den hohen Hormonwert auffindbar.

Jetzt stehen wir vor der Frage, wie weitermachen? Das ganze auf sich beruhen lassen, finden weder die Ärztin noch ich prickelnd. Das im Ultraschall nichts zu sehen war, heißt ja nicht, dass nichts da ist (irgendwas muss die Hormone ja produzieren). Zudem geht wohl nach ärztlicher Aussage ein Hoden im Bauchraum mit einem erhöhten Tumorrisiko einher, was ich nun auch nicht toll finde. Da man aber nicht weiß, wo genau suchen, bliebe nur eine OP auf Verdacht, bei der dann das hormonproduzierende Gewebe gesucht wird - auch nicht toll, da das wohl auch winzig klein und damit schwer zu finden sein kann.

Wir haben uns jetzt erstmal dazu entschieden, den Hormontest nochmal wiederholen zu lassen, um ganz sicher zu gehen, dass da wirklich ein Problem ist (wäre schön doof, wenn der hohe Wert ein Laborfehler wäre und ich deshalb dem Kater den Bauch aufschneiden lasse). Aber wenn der Wert sich bestätigen sollte, werde ich wohl eine Entscheidung für oder gegen OP treffen müssen.

Hat jemand etwas ähnliches schon mal gehabt (also fraglicher Kryptorchismus ohne Ultraschallnachweis oder versprengtes Gewebe beim Kater)?
 
A

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Hallo Thora,

ich weiß nicht,ob Dir das jetzt hilft,aber:

Ich hatte hier auch einen Kater mit Kryptorchismus. Im Vorfeld der Kastration wurde bei ihm ein Ultraschall gemacht um die Lage des fehlenden Hodens auszumachen, aber nichts gefunden.
Folglich wurde er dann aufgemacht und „ durchsucht“. Da wurde der Doc dann glücklicherweise fündig…

So wie man mir es damals sagte, können die innenliegenden Hoden wirklich winzig sein und sind nicht immer via Ultraschall zu erkennen.
Ich hoffe, in Deinem Fall findet sich noch des Rätsels Lösung!
 
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Hallo Thora,

ich weiß nicht,ob Dir das jetzt hilft,aber:

Ich hatte hier auch einen Kater mit Kryptorchismus. Im Vorfeld der Kastration wurde bei ihm ein Ultraschall gemacht um die Lage des fehlenden Hodens auszumachen, aber nichts gefunden.
Folglich wurde er dann aufgemacht und „ durchsucht“. Da wurde der Doc dann glücklicherweise fündig…
Danke, das hilft mir tatsächlich😀.
Es ist schon mal gut zu hören, dass bei einer OP offenbar doch eine bessere Chance besteht, etwas zu finden, als im Ultraschall. (Rational ist mir das eigentlich klar, aber ich war gestern trotzdem etwas deprimiert. Unterbewusst hatte ich wohl auf einen Ultraschall-Treffer und damit eine klare Lösung gehofft.)
So wie man mir es damals sagte, können die innenliegenden Hoden wirklich winzig sein und sind nicht immer via Ultraschall zu erkennen.
Ich hoffe, in Deinem Fall findet sich noch des Rätsels Lösung!
Ja, die Ärztin sprach gestern auch davon, dass wir es da möglicherweise mit einer Größenordnung von nur ein paar Millimetern zu tun haben😳.
 
Das Ergebnis des zweiten Hormontests liegt vor: wieder deutlich zu hoch für einen Kastraten.

Jetzt stellt sich die Frage, wie es weitergeht.

Möglichkeit 1:
Operation auf Verdacht (da ja im Ultraschall kein hormonproduzierendes Gewebe gefunden wurde).
Vorteil wäre, wenn der Übeltäter gefunden wird, wäre die Sache danach ein für alle mal erledigt.
Nachteile: Keine Garantie, dass sie wirklich was finden. Und Tom ist zwar mit geschätzt 12 Jahren noch kein Methusalem und soweit bekannt auch gesund, aber es ist trotzdem eine potentiell aufwändige und lange OP mit dem entsprechenden OP-Risiko und anschließender Heilungsdauer.

Möglichkeit 2:
Einen Kastrations-Chip setzen.
Vorteil: Keine OP erforderlich und man könnte relativ risikolos austesten, ob Toms Prügelverhalten tatsächlich nur hormonell beeinflusst ist oder bereits so eingeschliffene Gewohnheit, dass sich auch ohne Hormone nichts mehr dran ändert.
Nachteile:
- Das erhöhte Tumorrisiko durch einen (vermuteten) Hoden im Bauchraum wird durch einen Kastra-Chip nicht beeinflusst.
- Der Chip pusht in den ersten Wochen die Hormone erstmal hoch, bevor er sie dann herunterfährt (Tom würde sich also vermutlich erst mal eine Weile noch "kateriger" verhalten).
- Die Wirkungsdauer ist begrenzt, es müsste also über seine (hoffentlich noch lange) Restlebensdauer noch öfter ein Chip gesetzt werden.
- Es ist nicht vorhersehbar, wie lange der Chip wirklich wirkt (im Netz findet man Erfahrungsberichte im Bereich zwischen wenige Monate bis ca. 2 Jahre) und ein Nachlassen der Wirkung würde man nur am Verhalten bemerken (sprich: wenn er sich bereits wieder vermehrt durch die Gegend prügelt).

Möglichkeit 3:
Gar nichts unternehmen.
Vorteile: Kein OP-Risiko, keine Hormonschwankungen. Tom kann sein Leben weiterleben, wie er das seit 12 Jahren gewohnt ist.
Nachteile: Tom rennt weiter als (vermutlich) unvollständig kastrierter Kater durch die Gegend und wir sitzen potentiell weiterhin alle paar Wochen mit Kampfverletzungen beim Tierarzt. Mit der Folge von ständigen Antibiotika- und Schmerzmittelgaben, die auf lange Sicht mit Sicherheit nicht gut für ihn sind. (Allerdings: seit sein Kumpel Kavos wieder im Freigang ist, haben die Prügeleien tatsächlich deutlich nachgelassen, richtig extrem ist es nur, wenn Tom allein im Freigang ist. Kavos scheint das Revier deutlich besser im Griff zu haben und für Tom quasi einige Probleme aus dem Weg zu räumen.)

Ich habe momentan echt keine Ahnung, wie ich mich entscheiden soll. Wenn jemand Meinungen oder sonstige Anmerkungen hat, gerne her damit. Vielleicht hilft es mir, mich irgendwie zu sortieren.
 
Ist denn davon auszugehen, dass Tom noch zeugungsfähig ist? Dann wäre Option 3 für mich raus.

Könnte man es mit dem Chip "mal ausprobieren" und wenn das den gewünschten Effekt bringt, immernoch die OP machen? 🤔 Nur ein Gedanke. Ich weiß leider nicht, was hier anzuraten wäre.
Wurde euch denn eine Empfehlung gegeben?
 
Gibt es irgendwelche Möglichkeiten mit Bildgebung, ggf. mit einem Kontrastmittel, so a la PET-CT, und das was man sucht "leuchtet" dann im CT? Kenne mich da nicht aus...
 
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Ist denn davon auszugehen, dass Tom noch zeugungsfähig ist? Dann wäre Option 3 für mich raus.
Das habe ich gar nicht gefragt, weil ich bisher immer von "nein" ausgegangen bin. Hab jetzt aber etwas nachgelesen und finde nur diffuse Hinweise auf "eingeschränkte Fruchtbarkeit" 🤔. Muss ich also auf jeden Fall nochmal ansprechen. Sollte die Möglichkeit bestehen, kann das nicht so bleiben.

Gibt es irgendwelche Möglichkeiten mit Bildgebung, ggf. mit einem Kontrastmittel, so a la PET-CT, und das was man sucht "leuchtet" dann im CT? Kenne mich da nicht aus...
Laut TAin wäre die übliche Prozedur, wenn der Ultraschall nichts bringt, dass man operativ aufmacht und sucht. Keine Ahnung, ob andere Bildgebung tatsächlich nicht möglich ist oder nur zu aufwändig und zu wenig erfolgversprechend (die OP würde sie ja sowieso nicht ersetzen).

Könnte man es mit dem Chip "mal ausprobieren" und wenn das den gewünschten Effekt bringt, immernoch die OP machen? 🤔 Nur ein Gedanke. Ich weiß leider nicht, was hier anzuraten wäre.
Wurde euch denn eine Empfehlung gegeben?
Die TAin hat sich mit Empfehlungen sehr zurückgehalten. Wäre er ein Jungspund, ginge ihre Empfehlung klar in Richtung OP. Aber so ist sie wohl selbst unentschlossen. Die Situation, dass sowas nach vielen Jahren erst auffällt, kommt wohl auch nicht oft vor.

Die Klinik hat eine TAin, die auf Fortpflanzungsmedizin spezialisiert ist. Die ist aber anscheinend nur an bestimmten Tagen im Haus. Meine bisher behandelnde TAin hat mir versprochen, der Spezialistin für Mittwoch eine Rückrufbitte in den Kalender zu schreiben. Wenn das klappt, könnte ich direkt mal mit ihr sprechen, wie sie das ganze sieht.
 
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Hat jemand etwas ähnliches schon mal gehabt (also fraglicher Kryptorchismus ohne Ultraschallnachweis oder versprengtes Gewebe beim Kater)?

Bei Leeno war auch ein Ei verschwunden und auch in der Sono nicht zu sehen.
Er war 16 Wochen alt und in der Op, die 2 Stunden dauerte, weil lange gesucht werden musste, fand man dann am Schluss endlich den Minihoden... versteckt hinten an die Leiste geklebt.
Die Naht war wirklich lang.

Und allein wegen des Krebsrisikos würde ich immer operieren lassen.
 
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Bei Leeno war auch ein Ei verschwunden und auch in der Sono nicht zu sehen.
Er war 16 Wochen alt und in der Op, die 2 Stunden dauerte, weil lange gesucht werden musste, fand man dann am Schluss endlich den Minihoden... versteckt hinten an die Leiste geklebt.
Die Naht war wirklich lang.

Und allein wegen des Krebsrisikos würde ich immer operieren lassen.
Bei einen Jungkater wäre das für mich auch überhaupt keine Frage. Die TAin sieht es ebenfalls so. Aber in Toms Alter war sie zumindest heute am Telefon ambivalent im Hinblick auf die Abwägung OP-Risiko und Krebsrisiko.
Mir fehlt da leider das medizinische Wissen, um das tatsächliche Risiko abzuschätzen. Ich meine: stark vereinfacht ausgedrückt, reden wir von "jeder 2. Kater mit unbehandeltem Kryptorchismus entwickelt deshalb tumoröse Veränderungen" oder "jeder 100.", "jeder 10.000."????
Ich schwimme da aktuell total und tue mich daher auch schwer, das für und wider abzuwägen. Ich denke, ich muss da nochmal meine TAin oder hoffentlich die Fortpflanzungs-Spezialistin ausquetschen, um etwas klarer zu sehen.
 
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  • #10
Hab eben das gefunden:

"Ist nur ein Hoden nicht abgestiegen, liegt der kryptorchide Hoden häufig im Bereich des Leistenspaltes; sind beide Hoden kryptorchid, sind sie meist abdominal zu finden."

So war's ja bei Leeno: an der Leiste.

(...)
"Nachweis endokrin aktiven Hodengewebes kann über das Vorhandensein von Penishaken oder mittels Testosteronanstieg nach GnRH/ hCGStimulationstest gestellt werden, wobei die Lokalisation des/der kryptorchiden Hoden mittels Palpation (inguinale Hoden) oder optimalerweise mittels Ultraschall (inguinal/ abdominal) gefunden werden sollte."

Superspannend, dass Kastraten wohl keine Penishaken mehr haben! 😯
 
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  • #11
Hab eben das gefunden:

"Ist nur ein Hoden nicht abgestiegen, liegt der kryptorchide Hoden häufig im Bereich des Leistenspaltes; sind beide Hoden kryptorchid, sind sie meist abdominal zu finden."
Ja, das hatte ich auch schon gelesen. Aber leider hilft uns das bei der Lokalisierung nicht weiter, weil wir nicht wissen, wonach wir suchen (ein Hoden? beide Hoden? vielleicht auch gar kein Hoden, sondern nur versprengtes Gewebe, was anscheinend bei Katern zwar noch seltener vorkommt als bei Katzen, aber offenbar auch nicht völlig ausgeschlossen ist).
Also wenn ich z.B. wüsste, das bei der ursprünglichen Kastration nur ein Hoden entfernt worden ist, könnte man zumindest mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass man im Bereich des Leistenspalts suchen muss (ich habe gestern auch was gelesen, dass der Nichtabstieg dann wohl statistisch häufiger den rechten Hoden betrifft, finde bloß gerade die Quelle nicht mehr).

Aber aus der Rechnung über die ursprüngliche Kastration geht nicht hervor, dass irgendwas ungewöhnlich war. Ich habe auch nochmal bei der damaligen Praxis angerufen und sie sagen, in ihren Unterlagen ist ebenfalls nicht vermerkt, dass ein Kryptorchismus vorlag. Damit kann ich jetzt leider nur spekulieren: Hat der damalige Arzt nur einen Hoden oder keine Hoden gefunden, es aber nicht in den Unterlagen vermerkt, sondern der Besitzerin vielleicht nur mündlich mitgeteilt (und die hat die Information vergessen oder die Relevanz nicht erkannt)? Oder hat er beide Hoden entfernt und es ist noch irgendwelches andere hormonproduzierende Gewebe vorhanden? Oder konnte er nicht bis zwei zählen;):rolleyes:?

Superspannend, dass Kastraten wohl keine Penishaken mehr haben! 😯
Das wusste ich vorher auch nicht. Das hat mir jetzt erst die TAin in der Klinik erklärt.
Sie hat Toms Penis auch begutachtet und abgetastet (fand er nicht lustig:ROFLMAO:). Das seltsame ist, dass sie keinen Hinweis auf Penishaken finden konnte. Das war mit der Grund, warum wir den Anti-Müller-Hormontest nochmal wiederholt haben, um einen Messfehler des ersten Labors auszuschließen.
 
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  • #12
Mir fehlt da leider das medizinische Wissen, um das tatsächliche Risiko abzuschätzen. Ich meine: stark vereinfacht ausgedrückt, reden wir von "jeder 2. Kater mit unbehandeltem Kryptorchismus entwickelt deshalb tumoröse Veränderungen" oder "jeder 100.", "jeder 10.000."????
Ich war letztens bei einer Freundin mit Kryptorchismus-Hund dabei. Ich hab gefragt wie oft sich ein Tumor entwickelt.
Tierärztin: Es entwickelt sich immer ein Tumor.
Ich: Wie sieht es bei Katzen aus?
Tierärztin: Auch so.
 
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  • #14
Ich war letztens bei einer Freundin mit Kryptorchismus-Hund dabei. Ich hab gefragt wie oft sich ein Tumor entwickelt.
Tierärztin: Es entwickelt sich immer ein Tumor.
Ich: Wie sieht es bei Katzen aus?
Tierärztin: Auch so.
Okaayyyy, das wäre natürlich heftig (und definitiv ein Grund für einen OP-Versuch).

Ich denke, ich muss mich heute abend mal hinsetzen und mir eine Liste mit allen Fragen zusammenschreiben, die mir gerade so durch den Kopf spucken. Damit ich dann morgen nichts vergessen, wenn ich hoffentlich mit der Fortpflanzungsspezialistin der Klinik telefonieren kann.
 
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  • #15
Ich hab da keine eigene Erfahrung bisher, aber ich weiß, dass Mascha damals mit einem Pflegi ein ähnliches Problem hatte und bei ihm den Kastrationschip setzen ließ. Das habe ich auf die Schnelle dazu gefunden
Suprelorin-Chip für Preto

Preto hat am Samstag den Kastrationschip bekommen. Frau St. vom Vorstand war nicht dafür und wollte ihn noch mal operieren lassen. Da es aber die vierte OP in so kurzer Zeit gewesen wäre wollte ich es erst mal mit dem Suprelorin-Chip für ihn versuchen damit er Zeit gewinnt. Den Chip muss ich jetzt selbst bezahlen und er kostet etwa 80 Euro.

Ich habe diese Geschichte mit meinem Pflegi Preto durch, das Theater wünsche ich niemand. Pretos Hoden war zweigeteilt, deshalb war sich der TA sicher dass er jetzt kastriert ist und wollte erst mal nicht im Bauchraum suchen. Leider war dem aber nicht so und Preto kam aus der Vermittlung zurück. Er hat dort auch überall hin gepinkelt. Mir war sofort klar dass da noch ein zweiter Hoden sein muss und Preto wurde noch mal operiert. Da er sechs Wochen nach der OP aber immer noch den Hormonstatus eines unkastrierten Katers hatte, habe ich ihm einen Kastrationschip einsetzen lassen. Eine vierte OP habe ich erst mal abgelehnt.

Preto hat auch hier überall hin gepinkelt, meine Katzen aufgemischt und sich mit meinem kastrierten Kater gefetzt. Jetzt wirkt der Chip und es ist erst mal Ruhe.

Dass ein Hoden im Bauchraum bleibt ist gar nicht so selten, Preto ist schon der dritte Kater in diesem Jahr. Eine BauchschnittOP ist bei einem erfahrenen TA nicht gefährlicher als bei einer weiblichen Katze. Die wissen schon wo sie den Hoden suchen müssen. Dein TA erzählt Blödsinn mit dem einmal rollig werden und auch Kater können mit fünf bis sechs Monaten schon geschlechtsreif werden.

Preto hatte sich dann nach meiner Erinnerung daraufhin auch gut entwickelt und wurde erneut vermittelt. Ob er von den neuen Besitzern dann nochmal operiert wurde, habe ich nicht mehr in Erinerung
 
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  • #16
Ich hab da keine eigene Erfahrung bisher, aber ich weiß, dass Mascha damals mit einem Pflegi ein ähnliches Problem hatte und bei ihm den Kastrationschip setzen ließ. Das habe ich auf die Schnelle dazu gefunden

Preto hatte sich dann nach meiner Erinnerung daraufhin auch gut entwickelt und wurde erneut vermittelt. Ob er von den neuen Besitzern dann nochmal operiert wurde, habe ich nicht mehr in Erinerung
Ah, super. Danke fürs raussuchen!
Ich hatte letzte Woche schon einen Beitrag von Mascha in einem anderen Thread gelesen, wo sie den Kater mit dem Kastra-Chip erwähnt hat. Da hatte sie aber weder den Namen des Pflegis noch einen Zeitpunkt genannt, so dass ich bisher in ihrem eigenen Thread keine weiteren Infos dazu gefunden habe.

Interessant finde ich ja das mit dem zweigeteilten Hoden - wusste bisher nicht, dass es sowas gibt. Das könnte ggf. auch erklären, warum bei der ursprünglichen Kastrastion gar nicht auffällt, dass da was nicht stimmt :unsure:.
 
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  • #17
Interessant finde ich ja das mit dem zweigeteilten Hoden - wusste bisher nicht, dass es sowas gibt. Das könnte ggf. auch erklären, warum bei der ursprünglichen Kastrastion gar nicht auffällt, dass da was nicht stimmt :unsure:.
Ich weiß nicht ob das häufig ist.

Aber ich weiß dass es erstaunlich häufig vorkommt dass angeblich korrekt kastrierte Kater doch nicht ganz kastriert sind.
 
  • #18
Aber ich weiß dass es erstaunlich häufig vorkommt dass angeblich korrekt kastrierte Kater doch nicht ganz kastriert sind.
Den Eindruck entwickle ich langsam auch, seit ich mich mit der Thematik befasse.

Wobei ich mich frage, woran das liegt. Ich meine: an sich sollte ein Tierarzt ja wissen, ob er einen oder zwei Hoden entfernt hat. Gibt es da doch immer wieder TAe, die ziemlich schludrig arbeiten, so nach dem Motto: "Ach ja, war halt nur ein Hoden vorhanden, den haben wir entfernt und gut ist"? Oder kommt es doch öfter vor, als das im Bewusstsein der Halter und TAe verbreitet ist, dass körperliche "Abnormalitäten" vorliegen wie beide Hoden abgestiegen und trotzdem ist noch hormonproduzierendes Gewebe im Kater?
 
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  • #19
So, ich hatte nun das Telefongespräch mit der Spezialistin aus der Tierklinik. Sie hat sich ganz klar gegen eine Bauch-OP zwecks Suche nach hormonproduzierendem Gewebe bei einem Kater in Toms Alter ausgesprochen. Ihrer Meinung nach würden OP-Risiko und Erfolgschancen in keinem Verhältnis stehen.

Wir werden jetzt also den Kastra-Chip ausprobieren und schauen, ob er eine merkliche Verhaltensänderung bringt.
 
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  • #20
Das klingt doch nach einem sehr klaren Fahrplan. ☺️
 
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