Ich will keine Freigänger haben!!!

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Julia01

Julia01

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  • #101
Katzen sind nicht blöder, als wir Menschen. Sie können sehr gut abschätzen, ob etwas gefährlich ist, oder nicht. Doch genau wie wir Menschen können sie abgelenkt werden, oder überfordert sein von zu viel Input.

Wir können weder uns selbst, noch unsere Tiere vor ALLEN Gefahren schützen.
Also Katzen sind definitiv NICHT so vernunftbegabt wie wir Menschen, das bezweifle ich dann doch sehr stark. Sie haben zwar Instinkte und Erfahrungen, können auch bis zu einem gewissen Grad Zusammenhänge erkennen, aber ich denke, dass sie definitiv Gefahren nicht im selben Maße abschätzen können wie ein Mensch.
Beispiel: Sie mögen zwar erkennen, Autos sind gefährlich, sie können aber bei einer leeren Straße nicht abschätzen wie gefährlich die Straße an sich ist so wie ein Mensch, der weiß ob es z.B. eine Sackgasse mit täglich 3 Autos oder eine gerade für kurze Zeit gesperrt Landstraße ist, auf der normalerweise durchgehend Autos mit Tempo 100 oder mehr lang brettern.

Und man kann seine Katzen zwar nicht vor allen Gefahren beschützen, man muss sie aber auch nicht unnötigen Gefahren aussetzen, wenn man eine für sich akzeptable Möglichkeit sieht, sie zu vermeiden. Mir wäre das Risiko heutzutage mit Verkehr, Gift, Katzenhassern und Co. einfach zu groß und ich halte die Wohnungshaltung oder die Haltung mit gesichtertem Freigang für eine akzeptable Lösung. Also ist für mich persönlich die Wohnungshaltung sie Vermeidung großer Gefahren.

Bei Menschen macht man es übrigens auch nicht anders. Ich kenne z.B. keine Mutter, die ihr Kind schon mit 3 oder 4 Jahren komplett alleine und unbeaufsichigt in der Stadt rumlaufen lässt. Warum? Weil man in den Alter die Gefahren nicht ausreichend abschätzen kann. Und auch Katzen können, wie oben dargelegt, auch nicht alle Gefahren wirklich einschätzen.
 
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Tøffel

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  • #102
Katzen sind auch erheblich kleiner als Menschen (auch als kleine Kinder) und allein dadurch deutlich leichter zu übersehen.
 
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Ursel1303

Ursel1303

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  • #103
Es geht ja auch nicht um "ALLE" Gefahren.

Aber um Gefahren, die real sind und prozentual nicht gering.
Sonst brauche ich auch den Balkon und die Dachterrasse nicht einnetzen ...

Straßenverkehr ist nun mal etwas, das tausenden Katzen jährlich das Leben nimmt und nicht nur einigen wenigen.
(bei weitem mehr, als Balkonstürze - da wird aber ein riesen Aufriss drum gemacht)

Wie schon weiter oben geschrieben, ist Strassenverkehr die Todesursache Nr. 1 bei den Freigängerkatzen in meinem Bekannten- und Freundeskreis.
Und wenn ich hier in der Stadt die Katzen so sehe am Strassenrand, bezweifle ich auch, dass sie "Gefahren einschätzen" können, was Autos betrifft. Viele rennen kurz vorher erst los, genau vor's Auto. Die verhalten sich eher wie 4jährige Kinder .... nicht wie erwachsene Menschen, mit denen sie hier in punkto "Gefahreneinschätzung" verglichen werden.
Ich bin sicher, dass Katzen Autos NICHT wirklich einschätzen können. Vielleicht entwickelt ja die ein oder andere eine gewisse Routine, oder sie leben so, dass sie nicht auf die Straße müssen, oder die Richtung Strasse ist glücklicherweise uninteressant.

So war es hier mit Bennie und Lisa, sie mußten nur über eine kleine Straße, die im Nirgendwo bzw. an der Kläranlage und bei den Holzsammelplätzen endet. Die beiden konnten das, Felix und Pünktchen hatten da leider wenig Glück. Und da ich das Glück nicht wirklich herausfordern will, gibts es hier eben nur noch Gartenkater. Gegen Krankheiten hilft der allerdings auch nicht, sonst wäre Anton noch da 😭

Mir ist aber selber schon oft aufgefallen, dass eine Katze, die fast auf oder sogar ganz auf der anderen Seite ist, es sich anders überlegt und zurück will, wenn sie Pech hat, direkt ins Auto... also bei mir nicht, ich hab sogar schon angehalten, weil die so unsicher aussah und dann tatsächlich zurückkam. Aber man kann ja erstens nicht überall anhalten und zweitens sind leider sehr viele viel zu schnell unterwegs, die könnten auch wegen einem Kind nicht rechtzeitig anhalten.

Mit ist wirklich schon öfter fast das Herz stehen geblieben, wenn ich spät abends beim letzten Gassi gesehen hab, wie Katzen noch kurz vor dem herranrasenden Auto über die Straße flitzen. Bis jetzt ist das immer gut gegangen, tatsächlich hat einer auch mal richtig gebremst (hier ist nach 22.00 Uhr nix mehr los) Aber eine zeitlang lagen öfter mal tote Katzen am Gehsteig :(
 
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2SchwarzeKater

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  • #104
Ich weiß noch, wie ich vor Jahren mit dem Rad sonntags morgens zum Bäcker fuhr, über unsere unbebauten (aber asphaltierten) Nebenstraßen. Sah eine junge schwarze Katze vor mir lang huschen und mußte an meinen eigenen (eingesperrten) schwarzen Kater denken und hatte ein schlechtes Gewissen. Direkt um die nächste Kurve lag eine auf der Straße, mit Sicherheit ein Wurfgeschwist, von ähnlicher Färbung wie mein anderer Kater damals. Und da dachte ich, Nee. Ihr kommt nicht raus.
Zum Glück war das für die beiden auch nicht so ein Thema.
 
Evi34

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  • #105
Freigänger haben wahrscheinlich ein aufregenderes dafür mancherorts ein kürzeres Leben.
 
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teufeline

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  • #106
Vielen Dank, daß Ihr auf den abrupten Themenwechsel eingegangen seid! -- Ja, wir haben einen Termin in einer Woche. Gestern waren wir wie gesagt zum Impfen, und während der eine Kater hinterher erstmal ausführlich getrunken hat, wie ich das von meinen anderen Katzen auch kannte nach Streß, hat der Sorgenkater seit gestern vormittag KAUM was getrunken. Allerdings zweimal(?) gepinkelt und auch gekotet, und alles hat eine angemessene Konsistenz. :sick:
Jetzt gerade schlich er nach TroFu Gabe an seinen "Suppennäpfen" vorbei (es gibt zwei im Angebot) und hat vage dran geschnuppert als stünde da Seifenwasser.
Warum sind Katzen so schwierig?!?! Falscher Napf, falsche Stelle; nein, das Futter WAR lecker, jetzt ist es ecklig; ich mag es nur frisch/fließend/abgestanden/mit einem Schuß Sahne oder Thunfischwasser... Muahahahah!!! RATE, WAS ICH VIELLEICHT NEHMEN WÜRDE!!!
Sorry. Bin gerade etwas durch damit.
Katzen sind nicht schwierig.
Mein Motto lautet:"Dann fang dir selbst was!":ROFLMAO:
 
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yeast

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  • #107
Katzen sind nicht schwierig.
Mein Motto lautet:"Dann fang dir selbst was!":ROFLMAO:
Ja, so handhab ich das auch...wenn gemäkelt wird, bleibts halt so lange stehn, bis der Hunger groß genug ist :D (Bewässern oder ein bisschen was Frisches bzw TroFu Bröckchen rein schon, aber bestimmt nix wegschmeißen oder umtauschen)
Funktioniert zu 99% sehr gut, sie fressen mal mehr, mal weniger, aber mäkelig sind sie eigentlich garnicht.
 
tokaroma

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  • #108
Freigänger haben wahrscheinlich ein aufregenderes dafür mancherorts ein kürzeres Leben.
Das Problem ist doch nicht nur das eventuell kürzere Leben, sondern die Tatsache, dass der Tod nicht immer schnell und relativ schmerzlos kommt, sondern die Katze vorher oft leidet. Es gibt halt nicht nur die, die tot am Straßenrand liegen, sondern auch die, die sich angefahren irgendwo verkriechen und dann qualvoll sterben.
Ich habe Freigänger, aber überzeugt davon bin nur zu 50%. Von reiner Wohnungshaltung bin ich allerdings auch nur zu 50% überzeugt. Mein – für mich erträglicher – Kompromiss ist es, ältere Freigänger aus dem Tierschutz aufzunehmen. Sollte ich jemals wieder in die Versuchung kommen, mir Kitten zuzulegen, werden diese aber keine mehr.
 
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Evi34

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  • #109
Geht ihr noch morgens und abends Gassi? Oder sind sie jetzt überhaupt schon zu Freigängern geworden?
 
Irmi_

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  • #110
Warum sind Katzen so schwierig?!?! Falscher Napf, falsche Stelle; nein, das Futter WAR lecker, jetzt ist es ecklig; ich mag es nur frisch/fließend/abgestanden/mit einem Schuß Sahne oder Thunfischwasser... Muahahahah!!! RATE, WAS ICH VIELLEICHT NEHMEN WÜRDE!!!
Sorry. Bin gerade etwas durch damit.
Das nennt sich mäkelig und entsteht im Kopf vom Dosenöffner. ;)
Futter hin stellen und weg gehen. Egal wie sehr Katz lästig tut: Erst nachfüllen wenn es leer ist. Oder nach 12h. Wenn es sehr ungern gefressen wird mehrmals in Folge das Selbe füttern.
Nach einiger Zeit lernt Katz, dass mäkeln nicht funktioniert und frisst brav das angebotene Futter. Wenn Futter sonst gefressen wird funktioniert das.

Das größere(?) Problem ist inzwischen, daß Morgens-Kater kaum noch trinkt. Er nimmt NUR TroFu.
Ich würde ihn unter diesen Umständen auf 100% Nassfutter umstellen.
:unsure: obwohl, nein, ich würde beide auf 100% Nassfutter umstellen. So lange er klauen kann wird die Umstellung sonst nicht funktionieren.

Und zwar wirklich den Aufwand auf mich nehmen und eine langsame Umstellung machen.
Am Anfang das Trockenfutter mit einer Winzigkeit Nassfutter mischen. Damit er es nimmt vielleicht mit einer Messerspitze anfangen.
Am zweiten Tag zwei Messerspitzen Nassfutter untermischen.
Am dritten Tag drei Messerspitzen untermischen.
Und so weiter. Eventuell kannst Du später auch größere Schritte machen, einfach beobachten.

Ja, es dauert. Aber damit bekommst Du ihn sicher über kurz oder lang zu Nassfutter und Du musst Dir keine Gedanken mehr machen um Blasensteine.
Oft nehmen die Katzen dann auf halbem Weg eine Abkürzung und fressen von sich aus Nassfutter pur. Darum ruhig immer wieder mal auch pures Nassfutter anbieten.
 
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  • #111
Das Problem ist doch nicht nur das eventuell kürzere Leben, sondern die Tatsache, dass der Tod nicht immer schnell und relativ schmerzlos kommt, sondern die Katze vorher oft leidet. Es gibt halt nicht nur die, die tot am Straßenrand liegen, sondern auch die, die sich angefahren irgendwo verkriechen und dann qualvoll sterben.
Ich habe Freigänger, aber überzeugt davon bin nur zu 50%. Von reiner Wohnungshaltung bin ich allerdings auch nur zu 50% überzeugt. Mein – für mich erträglicher – Kompromiss ist es, ältere Freigänger aus dem Tierschutz aufzunehmen. Sollte ich jemals wieder in die Versuchung kommen, mir Kitten zuzulegen, werden diese aber keine mehr.

So geht es mir auch. Ich habe erwachsene Katzen adoptiert, drei davon aus dem Tierschutz und haben eine gewisse Zeit selbst draussen überlebt bzw. zwei sind als herrenlose Streuner auf die Welt gekommen. Da ist es nicht "meine" Entscheidung, sondern ich habe mich entschieden diesen Katzen ein Zuhause entsprechend ihren Bedürfnissen zu geben.

Wenn ich die Möglichkeit hätte, wäre gesicherter Freigang absolut meine Wahl.

Ich bin aber auch kein Fan von reiner Wohnungshaltung, einfach weil der Bezug zur Natur fehlt. Ich meine, selbst bei uns Menschen, der von allen Säugetieren bereits so weit weg von der ursprünglichen Natur ist, beeinflusst der Aufenthalt draussen den Geist und Körper. Katzen, die im Gegensatz zum Hund deutlich weniger domestiziert sind, mit intakten Instinkten... natürlich, wenn sie es nie kennen, doch die Argumentation könnte man dann auch auf andere Tiere anwenden.

Dabei versuchen wir bei Käfigtieren die Umgebung so natürlich wie möglich zu gestalten, bei Geckos und Hamstern. Und grössere Säugetiere gehören raus. Den Katzen dann die Möglichkeit zu verwehren, Gras unter den Pfötchen zu spüren, Regen auf der Nase, Schneeflocken im Fell, durch Matschepfützen zu hüpfen und sich im Beet die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen...

Sie sind draussen, Gott sei Dank als erwachsene kastrierte Weibchen in einem relativ kleinen Radius und so wie ich überbemutternd bin, gravieren sie regelmässig wie Planeten um mich herum. Wobei ich nicht wissen will, was sie nachts machen. Dreimal täglich wird durchgezählt und, auf Holz klopfend, sie sind meistens alle sofort da. Ich habe aber auch gelernt das ganze in Perspektive zu sehen. Wenn Josie um 4.30 Uhr morgens nochmals raus ist und um 6 Uhr nicht dasteht, ist das kein Grund zur Sorge. Wenn sie um Mitternacht raus ist und um 7 Uhr immer noch nicht da ist, dann werde ich nervös.
 
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Catbert

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  • #112
Freigang ist Himmel für Katz und Hölle für Dosi!
Ich habe jetzt seit 14 Jahren Freigänger und kann sagen, ich habe schon ziemlich gelitten. Einer hatte einen Unfall, einer war mehrfach 1-2 Tage, einer 4 Tage weg und mit allen Katzen musste ich unzählige Male zum Tierarzt - wegen Raufereien und Bissen, es gab OPs und langwierige Behandlungen, das hat richtig heftig Geld gekostet und war psychisch ziemlich belastend. Mitten in der Nacht von kreischenden Katern geweckt werden, die stolz ihre Beute präsentieren, ist auch nicht prickelnd. Die Mäuse, die regelmäßig angeschleppt werden und häufig nicht tot sind, haben einen defekten Waschmaschinenschlauch incl. Überschwemmung sowie den Ausfall einer Kühl-/Gefrierkombination verursacht. Wenn Freigänger krank oder verletzt sind und mal nicht rausdürfen, dann sind sie SEHR unleidlich (einer pinkelt dann aus Protest alles Mögliche drin an). Es gibt Nachbarn, die total sauer sind, weil die Katzen durch ihren Garten gehen.
Und trotzdem - wenn ich Katzen draußen sehe, dann weiß ich, sie sind glücklich. Katzen würden Freigang wählen!
 
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jeudyzaragossa

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  • #113
Ich will bezüglich Freigängererfahrungen aber auch noch die harmlose Variante beschreiben, die meine Katzen sind.

Ja, Josie war, da unwissend unkastriert, mit dem Kater mit und blieb dann zwei Nächte weg. Nach Futterspuren legen hat er sie netterweise wieder zurückgebracht. Zaragossa war einmal 24 Stunden eingesperrt... ich wusste, dass sie ca. 5 Uhr morgens weg war und am nächsten Morgen um 5 Uhr war sie wieder da. Und Lucy war zwei Monate draussen, das ist aber ein Spezialfall.

Sogar Jeudy, die alle 12 Stunden Medikamente benötigte, durfte in den Freigang und das ging gut, allerdings war sie sehr auf mich bezogen.

Keine meiner Katzen geht weit oder lange weg. In der Regel sind sie nach wenigen Stunden wieder da und meistens sogar in Hörweite. Den grössten Teil verbringen sie in unmittelbarer Nähe.

Ihre Fänge fressen sie, selten bringen sie eine lebendige Beute nach Hause. Ich konnte sie immer innert Stunden einfangen. Zaragossa hat mal eine lebendige Blindschleiche unter die Bettdecke gelegt und eine quitschfidele Maus neben das Kopfkissen, aber sonst habe ich vor allem dieses Jahr, wenig zu tun.

Wir hatten mal einen verstauchten Zeh und und Schulter, das lag aber eher an Kletteraktionen und können auch an einem Kratzbaum oder im gesicherten Freigang passieren.

Mit anderen Katzen haben sie Waffenstillstand, sie vertreiben aus dem eigenen Garten und werden auch mal aus fremden Garten gejagt, aber es gibt keine Konfrontationen und in den neutralen Zonen begegnet man sich höflich. Ich musste noch nie eine wegen eines Kampfes zum Tierarzt bringen. Selbst als der neue Kater am alten Wohnort eingezogen ist, haben sie ihn akzeptiert und er sich den selbstbewussten Kätzinnen glücklich untergeordnet - das hat Gott sei Dank gepasst.

Wenn sie Hausarrest haben, finden sie es zwar blöd und Josie würde dem womöglich tatsächlich durch Unsauberkeit Ausdruck geben, reine Mutmassung, aber als ich einmal zwei Katzen 10 Tage drinnen lassen musste und wenn alle z.B. bei Silvester drinnen sind, wird das ohne Murren akzeptiert.

Ich werde nicht geweckt, auch nicht, wenn sie Beute haben oder der Futternapf leer ist. Zaragossa begrüsst mich morgens fröhlich, wenn sie besonders gut gelaunt ist. Sie kommen auf Abruf. Sie haben keine Angst vor Gewitter und sie sind vorsichtig und kommunizieren anständig mit anderen Katzen.

Ich selbst bin auch viel mit ihnen draussen, im Gras liegen, spazieren gehen, im Feld Bällchen spielen.

Ehrlich, das wildeste mit meinen Fellnasen momentan sind die Schlampfötchen auf dem weissen Bettbezug nach eine regnerischen Nacht.

Das ändert nichts daran, dass auch ich regelmässig nervös werde und mir Sorgen mache, man kann die Welt nicht katzensicher gestalten und es lauern viele Gefahren. Aber mit kastrierten, erwachsenen Weibchen, die einen guten Bezug zum Zuhause haben, reduziert man das Risiko.
 
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Vitellia

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  • #114
Danke @jeudyzaragossa , dass das du auch diese Erfahrung teilst, die sich so ziemlich mit meiner deckt. In gut 20 Jahren Freigängerhaltung gab es bisher 3 (in Worten: drei) Beißvorfälle, die behandelt werden mussten (einer erst kürzlich bei Willy, wobei ich da als Auslöser ein Baldrianspielzeug vermute, das ich draußen hatte liegen lassen und auf das ein Nachbarkater total spitz ging. Denn seitdem das weg ist, habe ich ihn hier nicht mehr gesehen); unsere vorige Katze Thaleia war in ihrem ganzen Leben von fast 18 Jahren 1x eine Nacht weg; und Sally ist halt am 2. Freigangstag auf eine Tanne gekraxelt und kam nicht mehr runter. Das war es an wirklich aufregenden Dingen. Sie bleiben größtenteils in der Nähe, es hat sich noch nie ein Nachbar beschwert (selbst dann nicht, als Thaleia in der alten Wohung im Treppenhaus in einen Blumenkübel geka**t hat 🙈), und Beute, die ins Haus geschleppt wird, hält sich auch in Grenzen.

Womit ich natürlich die ganzen anderen Erfahrungen anderer Freigänger-Dosis nicht in Abrede stellen möchte. Es kann natürlich auch ganz anders laufen.

Ich merke gerade an unseren Pflegis, dass ich reine Wohnungshaltung auf gewisse Weise viel nervenaufreibender fände. Ich hätte da echt ständig ein schlechtes Gewissen, sie nicht genug zu beschäftigen (bzw. das ist das, was mir gerade bei den Pflegis am meisten zu schaffen macht. Gut, und die irrationale Sorge, dass irgenwder morgens tot im Zimmer liegt, weil ich irgendwas übersehen habe 🙈). Aber das schrieb ich ja weiter oben schon. Vielleicht bin ich da aber auch einfach komisch drin.
 
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madam

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  • #115
Erstmal muss ich sagen, dass hier ja super empathisch und freundlich miteinander diskutiert wird. Schöne Diskussionsrunde/Meinungsaustausch hier!

Wir haben ebenfalls Freigängerinnen und ja, natürlich gibt es ein paar Tage, an denen man sich Sorgen macht, wenn das eine Kätzchen schon seit mehr als den üblichen Stunden draußen ist. Und wir haben hier auch hin und wieder Zahnabdrücke behandeln müssen, einmal eine Schnittwunde an der Seite, etc sowas kommt vor. Dennoch würde ich niemals Katzen nur in der Wohnung halten, wenn die Möglichkeit für Freigang realistisch wäre. Diese Einstellung habe ich erst vor ein paar Jahren entwickelt, als ich einen alten Kater einer Nachbarin immer mal gepflegt habe. Er war ein reiner Wohnungskater, und obwohl alt und gebrechlich, hab ich doch immer wieder gedacht, wie schön es wäre, wenn er noch die Möglichkeit auf seine alltägliche Minirunde durch den Garten hätte, sich in die Sonne zu legen, das Gras unter den Pfötchen zu fühlen.
Ich weiß, dass es für ihn nicht anders ging, er hatte Glück, dass er noch in hohem Alter ein neues, wirklich sehr liebevolles Zuhause gefunden hatte, nachdem seine langjährige Vorbesitzerin verstorben war. Aber dennoch wurde mir da klar, dass ich das nicht könnte. Ich hatte immer das Gefühl, ihn irgendwie beschäftigen zu müssen. War ich mal zu lange weg, hab ich mich schlecht gefühlt.
Ich weiß, dass man manche Katzen auch gut in der Wohnung halten kann, vor allem auch, wenn man ein großes Haus hat. Aber ich finde es gerade so schön, wenn die Katzen gut gelaunt nach Hause kommen, draußen rumwuseln, und einfach glücklich sind.
Nicht missverstehen, Wohnungshaltung kann natürlich auch sehr gut sein, aber sie wäre nichts für mich. Ich hätte den Katzen gegenüber immer das Gefühl, sie durchgehend beschäftigen zu müssen. Ich bekomme da einfach ein schlechtes Gewissen.
Mir geht es da tatsächlich nach dem Motto"Lieber ein kurzes, dafür ein aufregendes Leben".
Wir haben leider ein Mädchen auch verloren, vom Zug überfahren :(
Sie war wirklich etwas besonderes, hatten sie aus schlechter Haltung mit gerade mal 5 Wochen gerettet und danach intensiv um sie gekümmert, gepäppelt. Anschkießend haben wir sie zu meinen Eltern aufs Land gebracht, ein absoluter Wirbelwind. In der Wohnung konnten wir sie auf keinen Fall behalten.
Auch bei meinen Eltern auf dem Land war sie absolut stürmisch, immer viel auf Achse. Und dann ist sie leider mit 3 Jahren überfahren worden :(
Aber hätte es da eine Alternative gegeben, sie in der Wohnung lassen, diesen extremen Wirbelwind? Ich glaube wirklich nicht. Sie war wirklich extrem lebhaft, klug, und sehr selbstbewusst :D
Daher waren wir hier zwar sehr traurig, aber wir haben nie dran gezweifelt, dass es richtig war, sie raus zu lassen. Sie war definitiv eine glückliche Katze und es hat uns glücklich gemacht, wie gut es ihr draußen beim Wuseln ging.

Im Gegensatz zu einigen, deren Freigänger auch mal länger weg bleiben, kenn ich das weder von unseren noch von irgendwelchen Bekannten. Unsere Katzen sind meist maximal ein paar wenige Stunden weg und fast immer in Rufweite. Es ist hier bei den beiden Damen eher ein ständiges Kommen und gehen, und kenne es so auch nur von Bekannten.
Es kommt dabei auch auf das Wetter an- bei Regenwetter oder Kälte werden sie zu Stubenhockern, im Sommer wuseln sie meist zwar draußen rum aber fast immer in Rufnähe, bzw gesellen sich meist dazu, sobald man sich auf die Terrasse oder den Garten setzt. Unsere eine Dame hier ist eigentlich nie länger als 20min weg. Nur nachts ist sie mehrere Stunden am Stück unterwegs, bringt selten auch mal was mit ...
Also ich denke, bei den meisten ist es ähnlich, dass die Katzen, gerade wenn das Wetter schön ist, zwar viel draußen sind, aber immer auch mal wieder vorbeikommen, einen Happen verputzen, sich kraulen lassen um dann wieder raus zu gehen. Bei schlechtem Wetter bleiben sie die meiste Zeit drinnen und sind trantütiger.
Wenn man sich mit ihnen beschäftigt, bleiben sie aber auch drinnen, wenn das gerad interessanter ist als draußen zu stromern :)
Die Katzen wirken einfach unglaublich zufrieden wenn sie rausgehen, man merkt den Sommer-Winter Unterschied in der Stimmung der Katzen gewaltig.
Beide Katzen sind wenn sie rausgehen und wieder reinkommen viel aktiver und auch untereinander viel freundlicher :)
Ähnlich ist es bei uns Menschen ja auch. Wenn wir rausgehen, neues entdecken oder Freunde treffen kommen wir meist ja auch "mental erfrischt" wieder nach Hause.
Dies sehe ich auch bei Katzen :)
 
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  • #116
soo schön geschrieben ihr alle. an diesen thread muss ich mich erinnern, wenn mir mal wieder jemand vorwirft meine katzen frei rumstromern zu lassen ;)

ich kann das echt nur bestätigen. meine zwei mietzen sind die ersten und sie leben noch keine 2 jahre bei mir aber es gab soweit noch nie probleme. sie sind extrem brav, ausgelastet und kommen regelmäßig nachhause und zeigen mir ihre dankbarkeit und liebe. all die sätze die man ständig über katzen hört - sie seien egoistisch, launisch, komisch, sehen den menschen als reinen Sklaven etc
kann ich nicht bestätigen.

zum foto: jenny nach einer spannenden nacht. müüüüüüde und schmusig. am liebsten schmust sie am boden 😅
 

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  • #117
Das sage ich von meiner auch.
Und nicht vergessen, ich bin ehemalige Züchterin mit reinen Wohnungstieren und mir läuft eine völlig verrückte Katze zu.
Ich kann mich damit beruhigen, dass Mimi-Kitty sehr gut allein zurechtkommt, da sie der Vorbesitzerin ebenfalls als Streunerin zugelaufen ist.
Und es gibt immer wieder schöne Bilder:
blumenkind.JPG
das model.JPG
DSC_2400.JPG
Mein absolutes Lieblingsbild, weil der Frühlingshimmel so richtig blau war und Mimi-Kitty in Action:
durchgeknallt4.JPG

Und ich bin mittlerweile wirklich für Freigang, wenn es eine Möglichkeit dazu gibt, gern auch gesichert (was hier völlig unmöglich ist, es geht wirklich nicht)
Wenn Wohnungshaltung, dann nur für Tiere, die das so hinnehmen oder die möglicherweise traumatisiert sind.
Und hier läuft es mittlerweile unter: "No risk- no fun."
Verletzt war sie letzten Monat leider auch, aber das war gut zu behandeln und es ist alles wieder okay.
 
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  • #118
Mimi-Kitty ist wirklich süß!
Ja, ich kann mir eben eine reine Wohnungshaltung auch nur sehr schwer vorstellen (vielleicht auch, weil ich selber ein totaler Draußen-Mensch bin). Meine Nerven sind trotzdem eigentlich nicht für Freigänger geschaffen, obwohl meine beiden recht zuverlässig sind.
 

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