Hirnschaden - Ratlos

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Nerolinchen

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Hallo liebe Katzenfreunde,
ich bin neu hier und brauche direkt mal euren Rat. .ich habe zwei EkH-Kater (12 und 7 Monate). Mein Kleine seit Februar einiges durch gemacht. .in Kurzfassung heißt das: diagnostizierte Leukose und schwere Augenentzündung bds. Nachdem die Augen besser wurden und er keine Schmerzem mehr hatte konnte er nicht mehr laufen Diagnose: Hirnschaden mit problemen des Gleichgewichtsorgans. Kurz vor dem Entscheid dass wir ihn erlösen wollten berappelte er sich und kann nun wieder fressen und gehen. jetzt schläft er durchgehend und frisst nur mal zwischen durch..mobilisieren kann ich ihn nur draußen bei einem Spaziergang bei dem er mir im Entenmarsch folgt. nun meine Frage nach eurer Meinung: ist das ein Leben für ein Kitten? Kein toben nur schlafen und fressen? Mein Großer sollte jemanden zum toben haben...jetzt ist er nur der böse Kater der kleine kitten umrämpelt...
ich hab solange gekämpft den Kleinen wieder "fit" zubekommen hab aber doch zweifel ob ich uns dreien einen gefallen damit getan habe...
hoffe mir kann jemand seine Meinung mitteilen
Liebe Grüße
 
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br0ken

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Oje, tut mir Leid für den kleinen Kämpfer :(

Ich würde, wäre ich in deiner Situation, nicht ans einschläfern denken solange er noch ein wenig frisst, herumtapst und keine Schmerzen hat. Ob sein Leben "lebenswert" ist kann man selbst nicht beurteilen, ich denke zu sowas hat man auch garkein Recht... ich glaube man merkt es schon ob Mietz noch einen Willen zum Leben hat. Wenn dieser nicht mehr vorhanden ist und nur noch aphatisch in der Ecke gelegen wird dann würde ich drüber nachdenken, ja...
Was sagt der TA wie lang seine Lebenserwartung geschätzt wird? Hat er denn überhaupt keine Chance mehr auf Besserung?

Lg
 
minna e

minna e

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ist der kleine definitiv FeLV positiv? was ist mit dem großen?

sind beide mal getestet worden?
 
Margitsina

Margitsina

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Hole dem großen einen Kumpel und versorge den kleinen so gut es geht.
Dann kannst du in Ruhe schauen, wie er sich entwickelt.
 
neko

neko

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Ich rate euch auch, lasst bitte den FelV-Test bei beiden nochmal wiederholen.

Und am besten nicht den Schnelltest, sondern den weniger fehleranfälligen im Labor machen lassen.
Erst wenn ihr da ein sicheres Ergebnis habt, solltet ihr weiterplanen.

FelV sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es ist hochansteckend und jede noch nicht infizierte Katze sollte auf keinen Fall Kontakt mit infizierten haben. Hier im Forum findest du dazu auch Info-Threads, wo du nachlesen kannst, was FelV ist.

Sollten die beiden FelV-negativ sein, würde wohl nichts dagegensprechen, wenn ihr für eueren gesunden noch ein passendes Tier holt und euer Watschelchen weiter betüddelt.
Er scheint sich ja gut berappelt zu haben, das kann sich auch noch weiter bessern. Und solange er keine unerträglichen Schmerzen leiden und lebenslustig ist, kann er doch bei euch bleiben. :)

Eventuell ist auch dieses Forum hier http://forum.handicapkatzen.info/ noch eine gute Anlaufstelle für euch.

Grüsse
neko
 
B

Birgitt

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Dem kleinen scheint es doch wieder gut zu gehen.
Da sollte Einschläfern kein Thema sein.

Wie wurde er den behandelt?
Bekommt er Medikamente?
Wird er aktuell noch behandelt?
Wie heißt der kleine Kämpfer?
 
nicker

nicker

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Für mich liest sich das wie eine erworbene (evtl. durch Katzenschnupfen) Ataxie, also eine Schädigung des Kleinhirns.
Ataxiekatzen - "Wackelchen" ;) - haben meist ein sehr gutes Leben, auch wenn ihr "Wackeln" für den Menschen recht merkwürdig aussieht. Es ist bei ihnen im Grunde wie bei den Dreirädchen, also beinamputierten Katzen: sie wissen nicht, dass sie behindert (im menschlichen Sinne) sind, und sie adaptieren sich perfekt an die neue Situation und haben genausolche Lebensfreude wie vorher!!!

Es gibt für Ataxisten noch ein Spezialforum:
http://forum.ataxiekatzen.info/

Aber auch in dem schon erwähnten Handicapkatzen-Forum gibt es Infos und Hinweise sowie Erfahrungsberichte von betroffenen Haltern über Ataxisten.

Richtig ist: es gibt auch geistig beeinträchtigte Ataxiekatzen. Da ist es wie mit geistig behinderten Menschen (übrigens können auch alte Katzen dement werden, btw): man muss sie nehmen, wie sie sind, und ihnen bei individuell unterschiedlichen Dingen helfen, aber ihre Lebensfreude und Lebenswürdigkeit ist nicht geringer als bei gesunden Katzen, denn sie wissen nicht, dass sie behindert sind. DIESE Art der Selbstwahrnehmung haben Tiere insofern nicht!
Also dass sie unter der Behinderung leiden, meine ich. Wo Menschen, die im Rollstuhl landen (als Beispiel), evtl. lange hadern, wie es zu dem ursächlichen Unfall kommen konnte und warum gerade ihnen das passiert ist etc., sind Tiere rein pragmatisch darauf bedacht, sich möglichst gut an die neue Situation anzupassen, damit sie überleben können. Sie verwenden keine Zeit auf Bedauern und sowas, sondern richten ihre ganze Kraft aufs Überleben (man muss bitte immer daran denken, dass Tiere weitgehend durch die Wildform ihrer Art geprägt sind, also auf Wildnis und Fressfeinde).

Die Artgenossen gewöhnen sich meist sehr schnell an die neue Situation der behinderten Katze und behandeln sie nicht wirklich anders als gesunde Artgenossen.

Ich habe hier drei Handicats und eine gesunde Kätzin, und sie verstehen sich sehr gut miteinander (bis auf ihre ggf. vorhandenen persönlichen Animositäten; die beiden behinderten Siamesen sind eifersüchtig aufeinander und zanken sich dann auch immer wieder mal): der Siamkater ist halb blind, die Siamkatze ist ein Dreirädchen (hinterbeinamputiert), und die Orientalin ist chronisch krank mit einer entzündlichen Erkrankung des Verdauungstrakts.

Hätte die Siamesin vier Beine, wäre sie nicht weniger eifersüchtig; dasselbe gilt für den Kater, denn sein Wunsch, Dosis Erstkatze zu sein, hat mit seinem Augenlicht nichts zu tun.

Wenn du mit dem Thema behinderte Katze generell Probleme hast, stell den Süßen bitte in den betreffenden Foren und hier als Abgabetier ein und lass ihn nicht einschläfern!!! Es finden sich garantiert Leute, die ihn trotz der Behinderung haben mögen und ihm auch ein gutes und sachkundiges Zuhause geben werden!

LG
 
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Birgitt

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Würde mich freuen nocheinmal von euch zu hören wie es dem kleinen geht.
 
Zaubermäuse

Zaubermäuse

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Schließe mich da Nicker an, das hört sich sehr nach einer Ataxie an.

Ich habe hier bei mir auch einen Ataxiekater und kenne noch viele andere und alle haben eins gemeinsam. Sie haben total viel Lebensfreude und leben ihr Leben wie jede andere Katze auch.
Halt mit gewissen Einschränkungen aber das ändert nichts daran, dass sie sehr gerne leben.

Und wenn das erst zwei Monate her und er noch so jung ist, kann man meistens den Zustand mit speziellen Übungen noch ein gutes Stück verbessern.

Ich würde mich sehr freuen wenn du hier weiter berichtest.
 
abraka

abraka

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  • #10
Ich würde auch auf eine Ataxie tippen.
Damit hab ich aber selbst keine Ahnung. Aber gib dem Kleinen noch ein wenig Zeit. Dass er jetzt viel schläft und sich nur wenig bewegt, kann auch für den Gesundungsprozess notwendig sein. Gib ihn deshalb noch nicht auf.
Ansonsten überlass ich den anderen das Wort, die mit den Krankheiten mehr Erfahrung haben.
 
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