Hilfe! Katze mag mich nicht

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Thilow

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Hallo liebe Community,

Ich bin etwas ratlos und auch unerfahren mit Katzen - bestimmt könnt ihr mir helfen :)

Ich ziehe bald mit meiner Freundin und ihrer Katze zusammen. Die Katze ist eine Hauskatze, 4,5 Jahre alt und die einzige in der Wohnung.
Das Problem ist folgendes:
Leider lässt sich die Katze von niemandem außer meiner Freundin berühren - erst recht nicht von Männern.
Sie ist anderen Personen gegenüber, sobald man ihr näher kommt, aggressiv, sie faucht und schlägt mir ihren Krallen.
Dazu kommt eine starke Fixierung auf meine Freundin. Wenn diese mal mehr als 12 Std. am Stück nicht da ist pinkelt sie in ihr Bett.

Wir vermuten dass die Aggressivität von einem Trauma kommt. Sie wurde vor ca. 2 Jahren mal von einem Mann geschlagen und ist seitdem wohl aggressiv. Das ins Bett pinkeln passiert evtl. wegen Einsamkeit!??

Was würdet ihr mir raten? Wie kann ich ihr Vertrauen gewinnen? Manchmal kommt sie von sich aus zu mir und schnuppert. Ich würde mich (auch auf Anraten meiner Freundin) nicht trauen sie in solchen Situationen zu berühren.

Und wie bekomme ich das "Pinkel Problem" in den Griff? Sie ist eigentlich stubenrein - pinkelt aus Protest, Angst oder Einsamkeit ins Bett.

Außerdem hat sie 2 Katzenklos (für jedes Geschäft eins)… das würde ich, wenn möglich, gerne auf eins reduzieren.

Alles in allem geht es mir darum, dass sich die Katze wohl fühlt. Wenn Sie vertrauen zu mir hätte würde es ihr besser gehen denke ich. Ich könnte mit ihr spielen sie streicheln. Und wenn ich da bin und sie mich hat wäre auch das alleine sein gedämpft und evtl das Pinkel Problem.

Danke euch im Voraus!!!

Gruß,
Thilo
 
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HappyNess

HappyNess

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Hallo Thilow,

Davon ein Katzenklo abzuschaffen, vor allem so kurz nach dem Umzug, wurde dir ja in deinem anderen Thread schon abgeraten!

Um das Vertrauen der Katze zu gewinnen, wirst du viel Geduld brauchen. Wichtig ist, sie nicht zu bedrängen, also zwinge sie nicht zum Spielen oder Kuscheln, nähere dich ihr nicht mehr als sie es möchte und lass sie das alles in ihrem Tempo machen.

Helfen könnte es, wenn du ab sofort das Befüllen und Hinstellen der Futternäpfe übernimmst, damit sie was Positives mit dir verknüpft.

Dann kannst du dich, wenn die Katze im Raum ist, einfach irgendwo hinsetzen und leise irgendwas erzählen oder vorlesen, damit sie dich und deine Stimme näher kennenlernt. Vermeide es dabei, der Katze direkt in die Augen zu sehen, das wirkt in der Katzensprache sehr unöflich und aufdringlich. Wenn sie dich ansieht, schaue weg und gähnte evtl. mal betont, das heißt "Alles in Ordnung, ich tu dir nichts!"

Tja, und zum Pinkeln:
Ich denke du hast Recht und die Katze fühlt sich einsam! Sie ist ständig in dieser Wohnung eingesperrt und sitzt 12 Stunden am Stück alleine rum, wenn deine Freundin nicht da ist - wie würdet ihr euch da fühlen? Was sie bräuchte, um sich wirklich wohlzufühlen, wäre die Gesellschaft einer anderen Katze!

Aber ganz ehrlich: Wenn dir zwei Katzenklos schon lästig sind, dann würde ich an eurer Stelle nochmal überdenken, ob es für euch überhaupt sinnvoll ist, Katzen zu halten und die Mieze evtl. irgendwohin vermitteln, wo man besser auf ihre Bedürfnisse eingehen kann ...
 
N

Nicht registriert

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Weiß man etwas über die Vorgeschichte der Katze?
Hat sie denn einmal mit anderen Katzen zusammengelebt?

Das Verhalten hört sich relativ typisch für eine schlecht sozialisierte Einzelwohnungskatze an. Solche Tiere werden häufig sehr unsicher und reagieren auf fremde Personen, andere Neuheiten, Änderungen im Tagesablauf etc. dann eben mit Pinkeln, Angstaggression etc.
Wenn dann noch schlechte Erfahrungen mit Menschen dazukommen, macht es das nicht besser.

Wie du dich "einschleimen" kannst, hat HappyNess ja schon beschrieben. Wenn sie dich akzeptiert, kann man auch über Clickertraining, Spielen etc. viel erreichen.
Außerdem würde ich den Fragebogen mal ausfüllen und hier einstellen: http://www.katzen-forum.net/unsauberkeit/15126-fragebogen-unsauberkeit.html
Evtl. kann man an den sonstigen Haltungsbedingungen auch noch was machen.
Vielleicht ist auch eine Vergesellschaftung mit einer anderen Katze noch möglich.
 
Leona16

Leona16

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Auch hier noch einmal :)

Du möchtest, dass die Katze sich wohlfühlt ? Dann lass ihr die Klos und finde dich damit ab !

Von Katzeneinzelhaltung halte ich sowieso nichts ! Du oder deine Freundin können der Katze nunmal nicht alles geben, was Katzen sich untereinander geben. Das ist Fakt.


Zu deinem Problem, dass sie dich nicht mag kann ich dir folgendes erzählen:


Ich habe einen sehr guten Freund, der damals auch mit seiner Freundin zusammengezogen war. Sie hatte bereits eine Katze, auch in Einzelhaltung. Die hat ihn ebenfalls angefaucht, gehauen und fand ihn total scheiße.

Sie kam also nicht damit klar, dass jetzt ein Typ im Haus ist und die Aufmerksamkeit für sie gleich null ist.

Jedenfalls hat sich das dann nach einigen Monaten gelegt. Sie hat sich an ihn gewöhnt. Mittlerweile liegt sie sogar auf seinem Schoß und lässt sich kraulen ! Er ist aber auch immer dran geblieben, war nie böswillig und hat ihr die Zeit gegeben.

Sicherlich kann man eine Bindung durch spielen, oder Leckerchen werfen stärken.

Übrigens kam hier dann noch eine 2 Katze später dazu und jetzt läuft es noch viel besser zwischen allen.

Aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden.
 
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Thilow

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Bitte nicht falsch verstehen!

Ich mag die Katze gerne und meine Freundin erst recht!
Und wenn 2 Katzenklos für das Wohlbefinden der Katze notwendig sind, wird es die auch immer geben.

Sie ist auch nicht oft lange am Stück alleine. Doch wenn man mal einen Wochenend Urlaub etc. macht halt schon. In der Zeit wird sie von Familienmitgliedern gefüttert und die Katzenklos gereinigt. Aber niemand kann mit ihr kuscheln, spielen oder sie beschäftigen weil sie niemanden an sich ran lässt.

Wenn man es schafft Vertrauen aufzubauen und vielleicht auch schafft, dass sie nicht grundsätzlich vor neuen Menschen oder Situationen Angst hat (oder aggressiv wird), dann denke ich würde das dem Wohlbefinden der Katze zu gute kommen. Sie wäre sicher noch glücklicher.

Das würde ich gerne erreichen :)
Gruß,
Thilo
 
Leona16

Leona16

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Sehr schön, dann hat sich das Katzenklo- problem ja erledigt !

Lass ihr die und gut ist. Evtl. kannst du, wenn dir die Klos zu sehr stinken anderes Streu nehmen !


Zum anderen .....

Also, wenn sie NUR drinne bleiben darf und ihr, verständlicherweise, auf Achse seid, ist das für die Katze natürlich Horror. Sie hat dann niemanden. Nagut ihr wird's essen gegeben, das wars.


Vielleicht überlegt ihr tatsächlich gemeinsam einen Kumpel für die Katze zu besorgen. Sie könnte dadurch ihr Selbstbewusstsein stärken, das Pinkelproblem könnte aufhören und ihr könnt ohne schlechtes Gewissen auch mal den ganzen Tag weg sein, weil sie dann Beschäftigung hat.

Unkosten macht das ganze auch nicht mehr!

Überlegt es euch mal.
 
doppelpack

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Ich denke, dieser Katze würde eine weitere, soziale Katze sehr gut tun. Die ihr zeigen kann, dass Menschen gar nicht so blöd sind. Und die sich auch artgerecht mit ihr beschäftigt.
Ich sehe es an meinen Tieren, wie wichtig Artgenossen sind. Vor allem für sensible Tiere.
 
Leona16

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Darf ich Fragen, wie groß die Wohnung ist ?

Hat sie viele Kratz- und Versteckmöglichkeiten ?

Kann sie sich überall frei bewegen ? Gibt es vielleicht ein Balkon ?
 
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Ich würde ehrlich gesagt erst einmal ganz gern etwas über die Vorgeschichte der Katze erfahren, bevor man eine zweite Katze dazuholt.
Je nachdem wie lange die Katze schon alleine lebt und wann sie von der Mutter getrennt wurde, kann eine Vergesellschaftung schon sehr sehr schwierig oder sogar unmöglich werden (und in einer recht kleinen Wohnung wird es dann auch eng, wenn man wochen- oder monatelang separieren muss). Wie groß ist die Wohnung denn?

Es wäre auf jeden Fall gut, wenn du mal den Fragebogen ausfüllen könntest.

Dann: Wie und wieviel spielt ihr mit der Katze?

Flexibilität kann man auch etwas trainieren, z.B. indem man keine festen Futterzeiten hat, mal Türen schließt, immer wieder neue Sachen von draußen mitbringt, Möbel umstellt etc.
Aber ich würde jetzt erst einmal den Umzug über die Bühne bringen und dafür sorgen, dass sie sich mit dir anfreundet, das reicht erst einmal an Aufgaben für die Mieze. Zusätzlich noch mit x neuen Dingen anzufangen, wird sie ziemlich sicher überfordern.
 
HappyNess

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  • #10
Aber ich würde jetzt erst einmal den Umzug über die Bühne bringen und dafür sorgen, dass sie sich mit dir anfreundet, das reicht erst einmal an Aufgaben für die Mieze. Zusätzlich noch mit x neuen Dingen anzufangen, wird sie ziemlich sicher überfordern.

Da hast du bestimmt Recht, aber mittel- bis langfristig sollte man über eine Zweitkatze zumindest nachdenken! Eine Vergesellschaftung wird bei dieser Situation wahrscheinlich kein Spaziergang im Park, aber sie könnte durchaus zum Wohlbefinden aller Beteiligten beitragen!

Thilo: Sorry wenn ich etwas harsch rüberkam - du schienst so darauf eingeschossen das Klo loszuwerden, da hab ich dich vielleicht falsch eingeschätzt!

Falls der Geruch der Klos stört, gibt es durchaus ein paar Schrauben, an denen man drehen kann:
Wie oft wird das Klo gereinigt? Wie oft kommt komplett neues Streu rein?
Welches Streu wird benutzt?
Was bekommt die Katze zu fressen? (Trockenfutter? Nassfutter? Marken?)
 
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Tante Mien

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  • #12
Ich wuerde auf jeden Fall alles GANZ langsam angehen lassen!

Also, die Mitbewohnerin zieht aus (wie ist denn da das Verhaeltnis Katze - Mitbewohnerin?), du ziehst ein.
Du wirst ja wahrscheinlich auch einiges an Sachen mitnehmen. Die haben Deinen Geruch, (noch) fremd fuers Katzentier. Bei einer so sensiblen Maus, wie Du sie beschreibst, wuerde ich in der Zeit mit Feliway oder eventuell Zylkene arbeiten. Das sind entspannende Stoffe (keine Beruhigungsmittel).

Dann wuerde ich erstmal nichts machen, nur den gewohnten Tagesablauf. Wenn Du der Katze begegnest, aus Katzensicht freundliche Gesten: wegschauen, uebertrieben anblinzeln, gaehnen.
Mit der Zeit, wie HappyNess geschrieben hat: Leckerchen- und Futtergeben, Spielen.

In der Zwischenzeit versuchen, etwas mehr ueber ihre Vorgeschichte zu erfahren.

Eine gut sozialisierte Kumpeline kann ein ganz toller Gewinn fuer Eure Katze sein, wird aber auch im guenstigsten Fall erstmal Stress bedeuten.
Darum wuerde ich erst den Umzug ueber die Buehne bringen und dann, wenn Ihr Euch das beide vorstellen koennt: ein Gesuch im Forum aufgeben. Dann kommt die Zweitkatze von einer guten Pflegestelle/Organisation und kann im schlechtesten Fall auch dorthin zurueck.
 
Sternenbär

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  • #13
Meine seltsame Ex-Schwägerin hatte aus dem Wald eine Wildkatze mitgebracht und aufgezogen. Die hat einem im vorbeigehen auch schon mal eine Mitgegeben und war auf die Schwägerin fixiert. Aber selbst die hat sich an den Schwager gewöhnt.
 

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