Halterin von Zweitkater überzeugen

Brickparachute

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Hallo liebes Forum!

Ich bitte um Euren Rat in einer Sache,die die Busenfreundin meiner Mutter betrifft. Ich steh da auf verlorenem Posten.:oops:

Die Dame hat ein sehr großes Herz für Tiere und hatte immer schon Hunde und Freigänger-Katzen. Aktuell jetzt noch einen Hund und den alteingesessenen 11jährigen Hardcore Freigänger- Kater. Eine ganz herabgekommene Katzenmutter, die ihre 4 Jungen bei ihr im Schuppen zur Welt gebracht hat, hat sie zeitnah kastrieren lassen, die Jungen ebenso, sobald sie das Alter hatten. Diese Katzen füttert sie nach wie vor, sie haben den Schuppen abgedichtet und gedämmt bekommen und schlafen dort. Mittlerweile sind die Jungen erwachsen, ins Haus mögen sie nicht kommen, obwohl sie es gerne dürften. Sie gehören halt auch zum Haus und sind mit Futter/Unterkunft/falls nötig Tierarzt versorgt. Soweit war die Tiersituation, bis…

Ja, bis vor etwa einem Jahr ein roter Tiger auf einmal auftauchte.Ganz abgemagert, Augen so zugeklebt, daß er kaum mehr was sehen konnte, stark laufende Nase, sehr geschwächt. Also erst mal Tierklinik gefahren und behandeln lassen. Zeitgleich meldete ihr Mann mit einem Schnappschuß den roten Zugang bei Tierheim und Tierschutz, dann ging es los mit dem Plakat aufhängen. Sie hatten eigentlich nicht vor, den Kater auch noch zu behalten, sondern – falls möglich- den Besitzer zu ermitteln. Sie leben in einer kleinen Ortschaft, wo ein Jeder einen Jeden kennt und auch dessen Tiere zumindest vom Sehen, keiner kannte den jungen Mann. Kastriert war er auch nicht, also wurde das dann gemacht, gechipt/tätowiert war er nicht. Tierklinik schätzte ihn auf circa 2 Jahre. Erholte sich super, wurde sehr lieber Schmuser. Wollte lieber drinnen sein, als draußen, was er natürlich durfte/darf. (...)

So. Jetzt das Problem. Der liebe Schmuser tut, was ein junger Kater halt so tut, wenn er allein ist und keinen zum Raufen hat. Erst war er länger schwach und rekonvaleszent und relativ „ruhig“ dadurch, aber mittlerweile strotzt er ja vor Kraft und Gesundheit. (Der 11jährige Kater sucht das Weite, wenn er ihn sieht, der hat ihm nichts entgegen zu setzen. Die 5 Damen draußen mögen ihn auch überhaupt nicht. Also hält er sich im Haus auf bei den Menschen. ) Und es kam,was kommen mußte. Ohne Gelegenheit, mit einem gleichaltrigen Kater immer wieder mal ordentlich einen abzubalgen, hat er seine verrückten fünf Minuten auf Kosten der Menschen. Gestern wohl wieder mal aus dem Blauen heraus, über ihren Arm hoch, mit beiden Vorderpfoten ihren Kopf gepackt und mal herzhaft in die Kopfhaut gebissen,dabei mit den Hinterbeinen getreten. Wie ich nun höre, wären solche Sachen schon öfters mal vorgekommen. Sonst ist er der liebe verschmuste Tiger, wie sie sagt. Daß das eine mit dem anderen nichts zu tun hat und daß und warum er nichts „falsch macht“, geht bei ihr nicht rein.:verstummt:

Ich weiß, warum er das macht und Ihr alle hier im Forum wißt es noch viel besser, denn von Euch hab ich es ja gelernt. Er braucht einen gleichaltrigen Raufkumpel mit ähnlichem Temperament , dann muß er sich auch nicht an das Einzige halten, das er hat: Menschen,die ohne Fell nicht viel entgegen zu setzen haben. Er lebt ja mittlerweile im Haus als einzige Katze, obwohl er raus dürfte. Da er nun – falls die TA Meinung hinkommt- inzwischen schon an die drei Jahre ist und so lange ohne natürliches, katzensoziales Verhalten einer anderen Katze gegenüber gelebt hat (über seine Zeit vorher weiß man natürlich nichts…), müßte das auf jeden Fall eine langsame Zusammenführung mit Gittertür sein. Platz wäre genug, sie haben ein großes Haus mit großem Wintergarten noch dazu. Aber jetzt komm ich zu dem Punkt, wo ich nicht weiter weiß:

Ich hörte das alles nun zum ersten Mal und brachte vorsichtig meine Meinung an. Sie hat ja auch 2 junge Enkelkinder , die essen jeden Tag bei der Oma, da hat man nun Bedenken, daß denen mal was passieren könnte,denn der Kater liebt die Kinder und die Kinder lieben ihn,aber Risiko will man nun keines eingehen dabei,was verständlich ist,wenn man schon mal Ziel seiner Spiellust wurde und es am eigenen Leib erfahren hat.Wenn auch schon nicht kapiert,was es damit wirklich auf sich hat...:verstummt:

Hergeben will man den roten Tiger aber auch nicht,denn sie lieben ihn ja und außerdem- wohin mit ihm? Bei der Vergabe-Politik in unseren Tierheimen „Hauptsache eins weniger“ und „Vorsicht, Einzelkatze, nur allein halten, hat sich bei uns im Tierheim überhaupt nicht vertragen…“ würde er wohl wieder allein vergeben mit demselben Verhalten und käme wohl binnen kurzer Zeit wieder zurück als schlußendlich überhaupt nicht mehr zu vergesellschaftender Wanderpokal oder „unvermittelbarer Kater“. Das sind die nicht so abwegigen Gedanken der Dame und sie liebt den roten jungen Mann ja sehr.

Sie will nun doch trotz aller Argumente alles so belassen und überlegt, wie man stattdessen die „Anfälle“, wie sie es nennt, abstellen könnte durch Wasserspritzflache und Co.:stumm:

Die Dame ist schon etwas älter und glaubt natürlich überhaupt nix. Weder glaubt sie den Grund, warum der rote Tiger das macht und daß das normales Verhalten unter den gegebenen Umständen ist, noch glaubt sie, daß er unbedingt einen zweiten braucht, noch glaubt sie, daß er überhaupt „kompatibel“ wäre mit einem gleichaltrigen Kater. Sie ist halt noch vom alten Schlag und was früher nicht so war, darf auch heute nicht so sein. „Gibt doch genug Leute, die Einzelkatzen halten und auch diese Probleme nicht haben!“ :oops:

Ich möchte nicht sagen, daß sie dumm ist, sie ist halt etwas einfach gestrickt ,wofür sie ja nichts kann. irgendeine wissenschaftliche Abhandlung liest die nie, abgesehen davon, daß sie sie wohl auch nicht kapieren würde. Ich bräuchte also etwas, das kurz und prägnant ,aber trotzdem für sie glaubhaft-offiziell aussehend lesbar wäre. Meine Mutter, der der Rote so leid tut und die überraschenderweise sofort eingestiegen ist auf meine Erklärung, will ihr ins Gewissen reden,plus eben dem übersichtlichen Lesestoff. Eine gleichaltrige Person wird vielleicht für voller genommen, als bloß little old me.

Ich bräuchte etwas, das verständlich (und so kurz wie möglich) erklärt, warum ihr Tiger sich so verhält und was nötig ist, um es zu verändern, bzw. daß es für ein glückliches Katerleben absolut notwendig ist. Außerdem etwas, was die langsame Zusammenführung mit Gittertür und deren Notwendigkeit in so eine Fall erklärt, ohne daß sie gleich alles ablehnt von Haus aus. Ich weiß, das ist alles viel verlangt und voll lächerlich irgendwie, man hat es ja mit Erwachsenen zu tun. Aber wenn Ihr die Situation selbst kennen würdet…

Ich danke recht herzlich allen, die bis hierhin gelesen haben. Ich weiß, ist nicht so lustig, aber ich fand, Ihr solltet alles wissen . Jetzt, seit ich von der Katersache weiß, möchte ich das auch zu einem Besseren verändert wissen. Aber meine Mutter möchte etwas „vorlegen können“. Was würdet Ihr da nehmen?

Wir zählen darauf,daß wir ihr etwas schlechtes Gewissen machen können wegen der Situation und daß sie quasi von selbst :rolleyes:drauf kommt,daß da was unternommen werden muß. Denn dann macht sie es auch. Leicht wird das nicht werden. Nochmals danke im Voraus.
 
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Pinguine1983

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Brickparachute

Brickparachute

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Buch liest sie keines,das steht fest. Sie selbst hat kein Internet,darum wollten wir ihr was ausdrucken. Aber ist es zu umfangreich, können wir es gleich in die Tonne kloppen,wenn Du weißt was ich meine.

Blöde Situation :/



Was meinst du denn damit? Ein Buch? Oder reicht schon eine ausgedruckte Internetseite? Oder surft sie selbst im Internet?
 
Sheltiecat

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Vielleicht erzählst du ihr von SamSam, ich habe unsere Geschichte hier aufgeschrieben:

http://www.katzen-forum.net/verhalten-und-erziehung/165046-einzelkitten-erfahrungen-5.html

Er war genauso, bis er einen Kumpel bekommen hat. Er ist ebenfalls rot. :)

In dem thread findest du auch andere Geschichten, die unserer ähneln. Jeder Einzelkatzen-Halter, mit dem ich mittlerweile gesprochen habe gab zu, dass ihre Katzen hauen oder beissen. Die Leute binden es einem halt nicht gleich auf die Nase aber es scheint, dass mehr Leute dieses Problem haben als es zunächst den Anschein hat...
 
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Pinguine1983

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Buch liest sie keines,das steht fest. Sie selbst hat kein Internet,darum wollten wir ihr was ausdrucken. Aber ist es zu umfangreich, können wir es gleich in die Tonne kloppen,wenn Du weißt was ich meine.

Hm, verstehe..
Hast du meinen edit gesehen? Hat sich wahrscheinlich mit deinem Post überschnitten.
Würde sowas gehen oder muss es schon was von einem Tierarzt, Tierschutzverein o.Ä. sein?
 
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Hatte ich nicht gesehen, danke daß Du mich drauf aufmerksam machst! Ich drucke mal sicher die Hälfte von dem aus, das steht fest. Den Teil am Anfang von wegen


Eine spätere Zusammenführung kann für solche Katzen sehr stressig bis unmöglich werden. Da Katzen, die jahrelang in Einzelhaltung gehalten werden katzentypische Kommunkation und den katzentypischen Umgang mit Artgenossen verlernen, dauert eine Zusammenführung in der Regel sehr viel länger als bei Katzen, die kätzischen Umgang gewohnt sind. In manchen Fällen ist eine Vergesellschaftung sogar gänzlich unmöglich.


muß ich in dem schweren Fall erst mal zurück behalten, bis sie grundsätzlich auf was eingestiegen ist,denn sonst beißt sie sich sofort daran fest und will den Rest gar nicht mehr in Erwägung ziehen.

Danke Dir!

Hm, verstehe..
Hast du meinen edit gesehen? Hat sich wahrscheinlich mit deinem Post überschnitten.
Würde sowas gehen oder muss es schon was von einem Tierarzt, Tierschutzverein o.Ä. sein?
 
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Danke, werde ich auf jeden Fall lesen! Noch dazu auch ein Roter!;) Es ist, wie Du sagst: Es wird oft nicht zugegeben und da kommen dann die Eindrücke her, daß bei anderen "ja auch alles funktioniert, obwohl kein Kumpel".

Vielleicht erzählst du ihr von SamSam, ich habe unsere Geschichte hier aufgeschrieben:

http://www.katzen-forum.net/verhalten-und-erziehung/165046-einzelkitten-erfahrungen-5.html

Er war genauso, bis er einen Kumpel bekommen hat. Er ist ebenfalls rot. :)

In dem thread findest du auch andere Geschichten, die unserer ähneln. Jeder Einzelkatzen-Halter, mit dem ich mittlerweile gesprochen habe gab zu, dass ihre Katzen hauen oder beissen. Die Leute binden es einem halt nicht gleich auf die Nase aber es scheint, dass mehr Leute dieses Problem haben als es zunächst den Anschein hat...
 
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Pinguine1983

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Hatte ich nicht gesehen, danke daß Du mich drauf aufmerksam machst! Ich drucke mal sicher die Hälfte von dem aus, das steht fest. Den Teil am Anfang von wegen


Eine spätere Zusammenführung kann für solche Katzen sehr stressig bis unmöglich werden. Da Katzen, die jahrelang in Einzelhaltung gehalten werden katzentypische Kommunkation und den katzentypischen Umgang mit Artgenossen verlernen, dauert eine Zusammenführung in der Regel sehr viel länger als bei Katzen, die kätzischen Umgang gewohnt sind. In manchen Fällen ist eine Vergesellschaftung sogar gänzlich unmöglich.


muß ich in dem schweren Fall erst mal zurück behalten, bis sie grundsätzlich auf was eingestiegen ist,denn sonst beißt sie sich sofort daran fest und will den Rest gar nicht mehr in Erwägung ziehen.

Danke Dir!

Kein Problem :)
Viele anderen Seiten empfehlen nur, dass Mehrkatzenhaltung "besser" ist. Aber da kann man sich ja auch auf den Standpunkt stellen, dass Einzelkatzenhaltung deshalb nicht schlecht ist.

Hab noch was gefunden:
http://www.tierheim-hilden-ev.de/2010/10/wohnungskatzen-in-einzelhaltung/

Da müsste nur "Es kann sich eine spätere Unverträglichkeit mit Katzen zeigen, denn die Chance auf die wichtige Sozialisierung wurde genommen" auch erst mal wegfallen, weil das mit der langsamen Vergesellschaftung ist leider nicht erklärt.

Und das hier: http://www.private-katzenhilfe-helpsen.de/Geruechte/

Hab ich über googeln von "Einzelkatze Verhaltensstörungen" gefunden ;)
 
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Oh, das ist schlau, da hätte ich auch drauf kommen können! Herzlichen Dank dafür!! Ich sehe es schon kommen, daß sie sagen wird "jaaaa....aber er ist ja nicht in Einzelhaltung! Wir haben ja den älteren Kater und 5 junge Mädels draußen!" Das wird ein hartes Stück Arbeit.

Kein Problem :)
Viele anderen Seiten empfehlen nur, dass Mehrkatzenhaltung "besser" ist. Aber da kann man sich ja auch auf den Standpunkt stellen, dass Einzelkatzenhaltung deshalb nicht schlecht ist.

Hab noch was gefunden:
http://www.tierheim-hilden-ev.de/2010/10/wohnungskatzen-in-einzelhaltung/

Da müsste nur "Es kann sich eine spätere Unverträglichkeit mit Katzen zeigen, denn die Chance auf die wichtige Sozialisierung wurde genommen" auch erst mal wegfallen, weil das mit der langsamen Vergesellschaftung ist leider nicht erklärt.

Und das hier: http://www.private-katzenhilfe-helpsen.de/Geruechte/

Hab ich über googeln von "Einzelkatze Verhaltensstörungen" gefunden ;)
 
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Eifelkater

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  • #10
Hmmmm, mal meine Gedanken.

Es gibt schon zwei Kater, wenn da jetzt noch einer dazu kommt könnte das möglicherweise ziemlich eng werden, zumal man bei einem anderen "Jährling" ja auch die Vorgeschichte nicht kennt.

Punkt zwei: Wenn sie einen Freigänger hat und der andere freiwillig in der Wohnung bleibt, wer sagt denn, dass der neue auch nicht lieber stromern geht?
 
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Pinguine1983

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  • #11
Er lebt ja mittlerweile im Haus als einzige Katze, obwohl er raus dürfte.
..
Platz wäre genug, sie haben ein großes Haus mit großem Wintergarten noch dazu.

Hm ich hab das so verstanden, dass der 11jährige Kater so gut wie gar nicht mehr da ist. Vielleicht wäre der ja auch wieder mehr im Haus, wenn der 3jährige nicht ihm sondern einem anderen Jungkater auf die Nerven geht. Ob der Platz auch für 3 Katzen im Haus reicht, müsste Brickparachute noch mal sagen ;)
 
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  • #12
Danke für Deine Gedanken. Das stimmt natürlich. Aber raus dürften natürlich beide, vielleicht würde der Rote dann mit dem Kumpel draußen rumbalgen und zufriedener sein? Ich weiß, das ist ein "vielleicht". Aber es geht ja hier darum, daß er die Menschen nicht mehr zum Raufen verwenden soll, denn er täte mir schon leid, wenn er dann jedesmal "bestraft" würde und könnte gar nix dafür. Welche andere Lösung wäre sonst angebracht?

Es ist ja auch so, daß sie den Roten eigentlich gar nicht behalten wollten. Sie haben den altgedienten Kater und die 5 Mädels draußen. Mangels anderem Platz haben sie ihn dann eben behalten und liebgewonnen. Aber nun noch ein weiteres Tier dazu ist sowieso etwas, das ganz und gar nicht geplant ist.

Ich weiß nur nicht, was sonst in Frage käme. Denn hergeben wollen sie ihn nicht. Oder zumindest wissen sie keinen Platz, der ihm eher gerecht werden würde. Ich glaube, wenn sie sich ganz ganz sicher sein könnte, daß es ihm dort super geht und er glücklicher ist mit einem Kumpel,würde sie sich vielleicht ein Herz fassen zu seinem Wohle. Allerdings, wie gesagt, keine Ahnung wohin mit ihm.

Hmmmm, mal meine Gedanken.

Es gibt schon zwei Kater, wenn da jetzt noch einer dazu kommt könnte das möglicherweise ziemlich eng werden, zumal man bei einem anderen "Jährling" ja auch die Vorgeschichte nicht kennt.

Punkt zwei: Wenn sie einen Freigänger hat und der andere freiwillig in der Wohnung bleibt, wer sagt denn, dass der neue auch nicht lieber stromern geht?
 
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Pinguine1983

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  • #13
Oh, das ist schlau, da hätte ich auch drauf kommen können! Herzlichen Dank dafür!! Ich sehe es schon kommen, daß sie sagen wird "jaaaa....aber er ist ja nicht in Einzelhaltung! Wir haben ja den älteren Kater und 5 junge Mädels draußen!" Das wird ein hartes Stück Arbeit.

Sieht sie denn nicht, dass er mit dem alten Kater und den Mädels nicht interagiert? :confused:
Wie hat er denn damals den alten Kater kennengelernt? Wurden die vergesellschaftet?
 
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Pinguine1983

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  • #14
Ich weiß nur nicht, was sonst in Frage käme. Denn hergeben wollen sie ihn nicht. Oder zumindest wissen sie keinen Platz, der ihm eher gerecht werden würde. Ich glaube, wenn sie sich ganz ganz sicher sein könnte, daß es ihm dort super geht und er glücklicher ist mit einem Kumpel,würde sie sich vielleicht ein Herz fassen zu seinem Wohle. Allerdings, wie gesagt, keine Ahnung wohin mit ihm.

Würde sie dir denn erlauben ihn zu vermitteln?
 
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  • #15
Am Platz würde es nicht mangeln. Der 11jährige Kater ist zwar Freigänger, aber bevor der Rote zur Familie gehörte, hielt er sich auch immer wieder mal im Haus auf, wie es ihm grade einfiel. Das ist nun natürlich gar nicht mehr der Fall,was auch allen leid tut. Er hat ja quasi die älteren Rechte. Könnte sein, daß er mehr Ruhe hätte, wenn da ein gleichaltriger Jungspund wäre, der den anderen gut beschäftigt.

Hm ich hab das so verstanden, dass der 11jährige Kater so gut wie gar nicht mehr da ist. Vielleicht wäre der ja auch wieder mehr im Haus, wenn der 3jährige nicht ihm sondern einem anderen Jungkater auf die Nerven geht. Ob der Platz auch für 3 Katzen im Haus reicht, müsste Brickparachute noch mal sagen ;)
 
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  • #16
Doch, sie hat schon oft gesagt, der ältere Kater tut ihr leid und er hätte ja die älteren Rechte, aber sie weiß auch keinen guten Platz für den Roten. Daß er einen Kumpel braucht, hat sie nie gefunden, denn er hat ja sie und ihren Mann. (Der alte Spruch, ich weiß....da ist noch viel Weisheit aus dem vorigen Jahrhundert bei uns...)

Daher auch das Wort "Vergesellschaftung" ein absolutes Fremdwort. Roter Kater war halt da. Fertig. Echt viel im Argen.:oops:

Sieht sie denn nicht, dass er mit dem alten Kater und den Mädels nicht interagiert? :confused:
Wie hat er denn damals den alten Kater kennengelernt? Wurden die vergesellschaftet?
 
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  • #17
So weit ist noch keiner gekommen in der Sache. Sie hatte zwar, wie gesagt, am Anfang gehofft, einen Besitzer finden zu können,da sie nicht noch eine Katze nehmen wollte. Abgegeben hätte sie ihn am Anfang schon, wenn sie einen Platz gefunden hätte für ihn. Wie das inzwischen ist, kann ich nicht sagen. Es ist ein sehr vorsichtiges Herantasten gefragt hier, um nicht auf sofortige Ablehnung zu stoßen.

Allerdings: Wenn sie jetzt sagen würde "okay, wenn du jemanden weißt, vermittel mal", ich wüßte gar nicht was ich sagen sollte! Denn bei Gott, wir wüßten auch keinen!! :eek:

Würde sie dir denn erlauben ihn zu vermitteln?
 
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  • #18
So weit ist noch keiner gekommen in der Sache. Sie hatte zwar, wie gesagt, am Anfang gehofft, einen Besitzer finden zu können,da sie nicht noch eine Katze nehmen wollte. Abgegeben hätte sie ihn am Anfang schon, wenn sie einen Platz gefunden hätte für ihn. Wie das inzwischen ist, kann ich nicht sagen. Es ist ein sehr vorsichtiges Herantasten gefragt hier, um nicht auf sofortige Ablehnung zu stoßen.

Allerdings: Wenn sie jetzt sagen würde "okay, wenn du jemanden weißt, vermittel mal", ich wüßte gar nicht was ich sagen sollte! Denn bei Gott, wir wüßten auch keinen!! :eek:

Ja, dass du da vorsichtig vorgehen musst, ist mir klar, so "forsche" Fragen wie hier würde ich ihr auch nicht stellen ;)

Ich würde auch so vorgehen, ihr vorsichtig ein schlechtes Gewissen zu machen, dass der Rote alleine ist und deswegen "aggressiv" wird und das ein Zeichen seiner Unglücklichkeit ist und dass der alte Kater ja sicherlich auch wieder gerne öfter zuhause wäre. Und dann gemeinsam mit ihr über Möglichkeiten nachdenken, wie man das für alle gut lösen kann. Klingt aber so, als würde sich das noch ewig hinziehen :( (ist kein Vorwurf an dich!)

Wenn sie zum Entschluß kommt, dass beide Kater mit der Situation unglücklich sind, sie aber keinen dritten Kater dazu nehmen will, könntest du ja evtl hier im Forum eine Anzeige aufgeben. Vielleicht habt ihr ja Glück und jemand sucht einen weiteren Kater und ist willens genug, ihn zu vergesellschaften. Hat er denn überhaupt noch Kontakt zu anderen Katzen? Wie oft sieht er den alten Kater denn noch?
 
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  • #19
Ja, verstehe ich auch nicht als Vorwurf. ;) "Lebenslange Erfahrung mit Katzen" ist fast unverrückbar hier innerhalb dieser Generation.

Wenn sich Gelegenheit bietet,flegelt er herum und "sieht" deswegen die anderen Katzen zwar, wenn er denn möchte, aber hilft ihm ja keiner spielen/toben (stimmt das wirklich, daß rote Tiger noch einen Tick selbstbewußter und forscher sind? Oder ist das auch nur eine Legende....) und somit bleibt es beim Sehen von der Weite. Nun ist er schon monatelang nicht mehr rausgegangen und kätzische Gesellschaft hat er drinnen Null.

Mal sehen, was sie sagt. Ich versteige mich jetzt mal zu einer Einschätzung, zu der ich auch erst gekommen bin,seit ich Eure Kommentare gelesen hab. Sie wird sich möglicherweise nicht drauf einlassen bezüglich Zweit-Jungkater. Wenn sie erst mal das alles durch gearbeitet hat für sich selbst, wird sie vielleicht wirklich sehen, daß sie ihm nicht geben können, was er braucht. Dann bleibt immer noch das Problem, wer könnte es ihm stattdessen geben. Da wir aus Österreich sind, wird das wohl nichts mit dem Gesuch einstellen hier im Fall der Fälle, aber es müßte ja etwas Ähnliches bei uns auch geben.

Allerdings: Um das nur mal kurz vorab durchzudenken, ein Problem sehe ich auch darin, wenn sie sich mal wirklich dazu durchgerungen hätte, den Roten weiter zu vermitteln und die Zusammenführung bei der Neuen Besitzerin würde nicht so klappen (oder die Geduld nicht vorhanden sein, man weiß ja nie, auch bei gewissenhafter Suche nach der richtigen Person mit der richtigen Einstellung...), zurücknehmen müßte natürlich eine Option sein,damit er nicht ins Tierheim kommt. Das hätte er nicht verdient. Ich kenne die Frau und kann wohl nur mutmaßen, ob es überhaupt so weit kommen wird. Aber eins weiß ich: Wenn eine solche bestimmt unter Tränen und langem Suchen herbeigeführte Weitervermittlung nicht klappen würde, aus welchen Gründen auch immer, dann wäre das der Deckel auf dem Fall. Der Beweis wäre erbracht, daß der Rote keine Gesellschaft "will" und "nochmal tu ich ihm und mir das nicht an". Und alles wäre back to square one. Es müßte echt wer gefunden werden, der nicht gleich aufgibt und auch KnowHow hat. Und wer hat das bei uns hier schon. Noch dazu in bequemer Nähe und nicht landesweit.

Viel Theorie, ich weiß. Aber ich möchte nicht was anleiern, das dann in einer noch schlechteren Situation endet, falls ich mich richtig ausdrücken kann und das für Euch Sinn macht.

Ja, dass du da vorsichtig vorgehen musst, ist mir klar, so "forsche" Fragen wie hier würde ich ihr auch nicht stellen ;)

Ich würde auch so vorgehen, ihr vorsichtig ein schlechtes Gewissen zu machen, dass der Rote alleine ist und deswegen "aggressiv" wird und das ein Zeichen seiner Unglücklichkeit ist und dass der alte Kater ja sicherlich auch wieder gerne öfter zuhause wäre. Und dann gemeinsam mit ihr über Möglichkeiten nachdenken, wie man das für alle gut lösen kann. Klingt aber so, als würde sich das noch ewig hinziehen :( (ist kein Vorwurf an dich!)

Wenn sie zum Entschluß kommt, dass beide Kater mit der Situation unglücklich sind, sie aber keinen dritten Kater dazu nehmen will, könntest du ja evtl hier im Forum eine Anzeige aufgeben. Vielleicht habt ihr ja Glück und jemand sucht einen weiteren Kater und ist willens genug, ihn zu vergesellschaften. Hat er denn überhaupt noch Kontakt zu anderen Katzen? Wie oft sieht er den alten Kater denn noch?
 
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  • #20
Ja, verstehe ich auch nicht als Vorwurf. ;) "Lebenslange Erfahrung mit Katzen" ist fast unverrückbar hier innerhalb dieser Generation.

Wenn sich Gelegenheit bietet,flegelt er herum und "sieht" deswegen die anderen Katzen zwar, wenn er denn möchte, aber hilft ihm ja keiner spielen/toben (stimmt das wirklich, daß rote Tiger noch einen Tick selbstbewußter und forscher sind? Oder ist das auch nur eine Legende....) und somit bleibt es beim Sehen von der Weite. Nun ist er schon monatelang nicht mehr rausgegangen und kätzische Gesellschaft hat er drinnen Null.

Mal sehen, was sie sagt. Ich versteige mich jetzt mal zu einer Einschätzung, zu der ich auch erst gekommen bin,seit ich Eure Kommentare gelesen hab. Sie wird sich möglicherweise nicht drauf einlassen bezüglich Zweit-Jungkater. Wenn sie erst mal das alles durch gearbeitet hat für sich selbst, wird sie vielleicht wirklich sehen, daß sie ihm nicht geben können, was er braucht. Dann bleibt immer noch das Problem, wer könnte es ihm stattdessen geben. Da wir aus Österreich sind, wird das wohl nichts mit dem Gesuch einstellen hier im Fall der Fälle, aber es müßte ja etwas Ähnliches bei uns auch geben.

Allerdings: Um das nur mal kurz vorab durchzudenken, ein Problem sehe ich auch darin, wenn sie sich mal wirklich dazu durchgerungen hätte, den Roten weiter zu vermitteln und die Zusammenführung bei der Neuen Besitzerin würde nicht so klappen (oder die Geduld nicht vorhanden sein, man weiß ja nie, auch bei gewissenhafter Suche nach der richtigen Person mit der richtigen Einstellung...), zurücknehmen müßte natürlich eine Option sein,damit er nicht ins Tierheim kommt. Das hätte er nicht verdient. Ich kenne die Frau und kann wohl nur mutmaßen, ob es überhaupt so weit kommen wird. Aber eins weiß ich: Wenn eine solche bestimmt unter Tränen und langem Suchen herbeigeführte Weitervermittlung nicht klappen würde, aus welchen Gründen auch immer, dann wäre das der Deckel auf dem Fall. Der Beweis wäre erbracht, daß der Rote keine Gesellschaft "will" und "nochmal tu ich ihm und mir das nicht an". Und alles wäre back to square one. Es müßte echt wer gefunden werden, der nicht gleich aufgibt und auch KnowHow hat. Und wer hat das bei uns hier schon. Noch dazu in bequemer Nähe und nicht landesweit.

Viel Theorie, ich weiß. Aber ich möchte nicht was anleiern, das dann in einer noch schlechteren Situation endet, falls ich mich richtig ausdrücken kann und das für Euch Sinn macht.

Kann ich verstehen, dass du da nichts übers Knie brechen willst, ist bestimmt auch besser so. Ich frag mal gaaaanz vorsichtig: Wie sehe es denn bei euch aus im Fall der Fälle?
Vielleicht könnte man ja auch den Umweg über ne Pflegestelle machen, die den Kater zurücknehmen würde, wenn was schief läuft. Wir mussten bspw im Übernahmevertrag unterschreiben, dass wir die Katzen nicht einfach irgendwohin abgeben, sondern in jedem Fall Rücksprache mit der Pflegestelle bzw. Tierhilfe halten. Nicht, dass wir sowas vorhätten ;) Und inwieweit man das dann mitbekommen würde, dass der Kater ins Tierheim gebracht wurde, ist natürlich auch noch mal so eine Sache und dann ist es ja auch schon passiert.
Und das ist natürlich auch sehr viel Stress für den Kater, zwei Umzüge und zwei Vergesellschaftungen mitzumachen, wenn ihr erst über ne PS geht :/

Da scheiden sich natürlich die Geister, ob es besser für den Kater wäre, in einem ansonsten guten Zuhause sein Leben lang allein zu bleiben oder im schlimmsten Fall im Tierheim zu landen und da die Chance auf ein Leben mit Katzengesellschaft zu haben (und ein 3jähriger Kater ohne viel Sozialisation ist aus dem Tierheim heraus bestimmt schwer in Gesellschaft zu vermitteln :(). Ich bin wirklich froh, dass ich nicht in deiner Situation bin und das "entscheiden" muss :/

Ich drück euch und dem Kater jedenfalls die Daumen, dass alles gut ausgeht!!
 

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