F O R L

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Maja75

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  • #5.401
Juhu frohe Kunde die Uelzener übernimmt die OP Kosten!!!!
Hat jetzt etwas gedauert und gab noch einige Nachfragen, aber das ist ja ok wenn das Ergebnis stimmt 😃
 
Usambara

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  • #5.402
Prima.:)

Bei uns stehen nächste Woche gleich 2 Forl OP's an...*seufz*
 
Usambara

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  • #5.403
Darf ich hier um ein paar Daumendrücker bitten für kommenden Dienstag?
Bei Samie werden alle Backenzähne entfernt, dementsprechend lange ist die Narkose und leider verträgt sie diese sehr schlecht.:(
Bei Mausi (Katze meiner Mutter, die aber bei meinem TA behandelt wird und ich mich darum kümmere) sind es "nur" noch 3 Canini, ich hoffe, es geht alles gut...
Eigentlich bin ich ziemlich abgeklärt in solchen Dingen, aber diesmal irgendwie nicht. :rolleyes:
 
dieMiffy

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  • #5.404
Ich drücke auch mit. Bei OP und Narkosen bin ich auch immer grundsätzlich nervös.
 
Usambara

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  • #5.405
Danke :)

Stimmt, abgeklärt war auch gelogen...:censored:
Nach OP's hatten wir hier schon mehrmals Male seltsame Nachfolgen, insofern
bin ich sehr nervös.
Mein TA weiß um die Unverträglichkeit bei Samie und ich denke, er wird wissen, was er tut.
 
Ayleen

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  • #5.406
Danke :)
Nach OP's hatten wir hier schon mehrmals Male seltsame Nachfolgen, insofern
bin ich sehr nervös.
Mein TA weiß um die Unverträglichkeit bei Samie und ich denke, er wird wissen, was er tut.

Kenne ich leider auch...

Daher werden hier Daumen und Pfötchen ganz fest gedrückt 🍀🍀🍀🍀🍀
 
Usambara

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  • #5.407
Lieben Dank:)
 
Kittieeee

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  • #5.408
Juhu frohe Kunde die Uelzener übernimmt die OP Kosten!!!!
Hat jetzt etwas gedauert und gab noch einige Nachfragen, aber das ist ja ok wenn das Ergebnis stimmt 😃
Super, das freut mich 😌
 
L

Lumpensocke

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  • #5.409
Ich habe im Internet einen guten Bericht zum Thema "FORL" gefunden

FORL

FORL entsteht meist durch verminderte Kalziumaufnahme oder durch einen niedrigen Phosphor/Kalzium-Verhältnis in der Nahrung. Aber endgültig geklärt ist wohl bisher noch nicht.

Eine wirkliche Heilung gibt es nur dann, wenn die betroffenden Zähne gezogen werden.

Wenn eine Zahnsanierung nicht erfolgt, zersetzt sich die Zahnwurzel und der ganze Organismus kann belastet werden, vor allem die Nieren.

Folgende Stadien gibt es:

Stadium 1: Der Zahnschmelz ist zerstört. Da das Dentin (Zahnbein, Hauptsubstanz des Zahnes) noch nicht betroffen ist, scheint dieses Stadium nicht schmerzhaft zu sein. Die Läsion wird gesäubert, geglättet und fluoridiert.

Stadium 2: Zerstörung von Schmelz und Dentin. Der Zahn reagiert sensibel. Der Defekt wird mit einer Füllung versehen, welche Fluor- Ionen freisetzt. Dies führt zu einer vorübergehenden Besserung des Allgemeinbefindens der Katze. Langzeiterfolge sind allerdings zweifelhaft, da die Zahnsubstanz durch die Osteoklasten weiter zerstört wird.

Stadium 3: Mittels einer Röntgenaufnahme kann festgestellt werden, ob ein Einbruch in die Nervenhöhle erfolgt ist. Durch die bakterielle Besiedlung der Mundhöhle dringen Keime ein und können über die Wurzelspitze in den Kieferknochen gelangen. Ein schmerzhafter Wurzelspitzenabszeß ist die Folge. Der Zahn wird extrahiert bzw. teilresiziert.

Stadium 4: Der Zahn ist weitgehend zerstört und wird extrahiert wobei darauf zu achten ist, daß kein Wurzelrest zurück bleibt. Dies wird mit einer Röntgenaufnahme bestätigt.

Stadium 5: Die Zahnkrone ist nicht mehr vorhanden, teilweise ist auch die Zahnwurzel bereits in Knochen umgewandelt. Allerdings findet man häufig infizierte Wurzelreste im Kieferknochen, die mit spitzen Enden durch das Zahnfleisch spießen und der Katze erhebliche Beschwerden bereiten. Auch hier ist die Anfertigung einer Röntgenaufnahme unerläßlich! Die Wurzelreste werden vorsichtig entfernt und die Extraktionsstelle vernäht

(http://www.wuerzburg-shop.de/lucky-land/FORL.htm)
Hallo an alle ! Ich habe seit zwei Jahren eine alte Katze zu mir geholt die Vorbesitzerin kenne ich nicht . Und musste ihr in dieser kurzen Zeit schon 2 mal Zähne ziehen lassen beim zweiten Mal verweigert sie das Antibiotikum das sie es nicht mit Essen aufnimmt gebe ich es in den Mund fühle mich aber dabei unwohl da sie ja geradeaus operiert wurde
 
dieMiffy

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  • #5.410
Mag sie denn Leckerchen wie Kaustangen? Darin können wir immer super Tabletten verstecken und die Leckerchen im Zweifel auch in den Mund schieben, was aber eigentlich nie nötig ist.

Ich hoffe, es ist alles gut gelaufen @Usambara ?
 
Usambara

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  • #5.411
Hallo,
(...)

Ich hoffe, es ist alles gut gelaufen @Usambara ?

Ja, hab die zwei erst nach 19 Uhr holen können.

Mausi hat ihre letzten Zähnchen los und ich mal wieder ein Beispiel davon, wie schön ein Canini von außen aussehen kann und wie er unter dem Zahnfleisch zerfällt. :(
Mausi geht es gut nach der OP, sie hatte schon Mordshunger. :)

Samie wurden auf meinen Wunsch alle Backenzähne gezogen, 3 davon waren mit Forl befallen. (1 wurde schon vor 3 Jahren entfernt)
Zudem war ein Canini locker wegen Parodontose. (kein Forl) der wurde auch entfernt.
Soweit geht es ihr gut, kein taumeln, kein erbrechen...nur fressen mag sie noch nicht, aber das war mir klar.

Beide bekamen Inhalationsnarkose und dementsprechendes OP Management (Monitoring und 2 Infusionen etc.)

Puh, jetzt bin ich erstmal erleichtert...:oops:
Danke für's Daumendrücken :)
 
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Usambara

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  • #5.412
Hallo an alle ! Ich habe seit zwei Jahren eine alte Katze zu mir geholt die Vorbesitzerin kenne ich nicht . Und musste ihr in dieser kurzen Zeit schon 2 mal Zähne ziehen lassen beim zweiten Mal verweigert sie das Antibiotikum das sie es nicht mit Essen aufnimmt gebe ich es in den Mund fühle mich aber dabei unwohl da sie ja geradeaus operiert wurde
Hallo,

wer kennt das nicht, aber es muss sein....lieber dieser eine kurze Moment, als dauerhafte Entzündungen.
Gibst du auch Schmerzmittel?

Und hast du dental röntgen lassen?
Bei Forl macht es durchaus Sinn gleich mehrere Zähne extrahieren zu lassen, um den Katzen die Belastung der Narkosen zu ersparen.

Blutwerte sind ok??
 
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dieMiffy

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  • #5.413
Puh, jetzt bin ich erstmal erleichtert...
Das glaub ich und klingt doch gut :)
Ja, Franz' Canini sah auch super aus, strahlend weiß, aber hatte quasi keine Wurzel mehr... Leider hat er immer noch ein paar Backenzähne, er muss also irgendwann nochmal in Narkose dafür.
 
Usambara

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  • #5.414
Das glaub ich und klingt doch gut :)
Ja, Franz' Canini sah auch super aus, strahlend weiß, aber hatte quasi keine Wurzel mehr... Leider hat er immer noch ein paar Backenzähne, er muss also irgendwann nochmal in Narkose dafür.
Und dabei ist es ja meistens umgedreht, erst die Backenzähne und zuletzt die Canini.
Bei Maja zB waren die Canini 5 Jahre noch i.O. :oops:
 
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Motzfussel

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  • #5.415
Das glaub ich und klingt doch gut :)
Ja, Franz' Canini sah auch super aus, strahlend weiß, aber hatte quasi keine Wurzel mehr... Leider hat er immer noch ein paar Backenzähne, er muss also irgendwann nochmal in Narkose dafür.

Mir ist erst nach Wochen aufgefallen, dass Nora keine Canini mehr hat (sie lässt sich ja partout nicht ins Mäulchen...). Irgendwann gähnte Katz' mich herzhaft an und ich denk "Huch!"

Sie hat auch noch ein paar vereinzelte Backenzähne. Bei der nächsten OP lautet dann die Anweisung für den TA "alles raus, bitte!". Das lohnt nicht mehr, wegen der paar Beisser noch eine Narkose zu brauchen.
 
dieMiffy

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  • #5.416
Es hat auch vor Jahren bei den Backenzähnen angefangen, also eine Seite hat er schon komplett leer oben und unten. Aber auf der anderen Seite sind noch ein paar Backenzähne und bisher war dann auch erst 1 Canini befallen.
 
Kittieeee

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  • #5.417
Hier war es unterschiedlich. Tammy hat mit der ersten OP schon einen und Zori gleich zwei Canini verloren und Faye hingegen hat die Canini alle 4 zuletzt entfernt bekommen, da war einer dann aber auch schon abgebrochen.
Bei uns wurden die Zähne aller drei Katzen in jeweils zwei OP#s entfernt. Unsere TÄ hat immer gleich alles mitentfernt was sowieso in den nächsten Monaten auffällig geworden wäre - auch um eben nicht zu oft zu viele Narkosen zu haben.
 
Usambara

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  • #5.418
Gut, dass es auch solche Tierärzte gibt. (die auch mal an die Tiere denken...)
 
KaterAnton

KaterAnton

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  • #5.419
Hallo liebe Katzengemeinde,

mein Debüt in diesem Forum und das auch noch zu so einem komplizierten Thema. Zuerst: toll, dass es dieses Forum gibt! Ich habe hier nun schon ein paar Wochen still mitgelesen und unheimliche viele Tipps und Erkenntnisse draus gezogen! Nun möchte ich unsere Geschichte erzählen. Die müsste eigentlich gleichzeitig in mehreren Kategorien auftauchen (Streuner, Freigänger, Nassfutter, Kumpel gesucht usw.)....aber da FORL mit Sicherheit unser größtes Problem ist/war, dachte ich, ich fange hier mal an :)

Ich und mein Partner wohnen ländlich am Rande der Lüneburger Heide. Seit etwa 2 Jahren kommt uns hier ein wunderschöner roter Kater regelmäßig besuchen. Er fing an im Sommer einfach ins Haus zu laufen, war immer mal ein paar Stunden da und zog dann wieder von dannen. Da ich mir sicher war, dass er irgendwo ein Zuhause hat, haben wir ihn nicht abgefüttert o.ä., aber uns auch nicht gewehrt wenn er unsere Nähe suchte 🙈 Er war schon immer recht schlank, wirkte aber nicht total verwahrlost, also kein Grund zu handeln. Außerdem waren wir nicht wirklich auf der Suche nach einem Haustier, da wir beide im künstlerischen Bereich arbeiten und immer mal wieder beruflich auf Reisen sind. Dass der Kater nicht unbedingt akribisch umsorgt wird, war allerdings deutlich. Oftmals war er sehr verzeckt, habe dann ein paar Tage gewartet weil ich dachte die Besitzer müssen das doch sehen - und irgendwann doch das arme Tier davon befreit, weil ich es nicht ausgehalten habe.

Seit Beginn 2020 kam der Kater öfter und länger und machte immer weniger Anstalten abends zu gehen, verbrachte dann auch mal die ein oder andere Nacht bei uns im Haus. Ich hab angefangen bei Tasso, Ebay, Facebook nach entlaufenen Katzen zu schauen um zu gucken ob ihn jemand vermisst. Nichts. Da er aber ja viel und lange draussen war und wir ihn nie eingesperrt haben (sobald er mauzt, konnte er raus), war für mich nicht wirklich zu erkennen ob er noch einen anderen Schlafplatz hat oder uns wirklich zugelaufen ist. Wir haben dann doch angefangen zu füttern. Leider aus Unkenntnis Trockenfutter, da er Nassfutter nicht anrührte. So ab Oktober 2020 fing er an zu niesen und kurze Zeit darauf zu Husten. Erst war es so ein Anfall pro Tag, steigerte sich aber schnell auf bis zu 3x. In dieser Zeit war er ausschließlich bei uns, wollte kaum noch raus. Ich hab ihn teils richtig motivieren müssen raus zu gehen - wie bei den Zecken dachte ich, WENN da ein Besitzer ist, dann muss das Tier da natürlich erstmal hingehen, damit der überhaupt merken kann, das etwas nicht stimmt. Aber aufgrund seiner max. 10-20 minütigen Spaziergänge war schnell klar: er ist nun 100 % bei uns und da niemand ihn zu vermissen scheint, zählt vor allem eins: er braucht Hilfe.

Wir haben ihn also eingepackt und sind zur Tierärztin gefahren. Dort dann die Schock-Diagnose. Mehrere Zähne waren vereitert. Dadurch hatten sich vermutlich auch die sensiblen Atemwege infiziert und den Schnupfen und Husten verursacht, der definitiv schon eine mittelschwere Bronchitis war. Die Ärztin hatte natürlich auch nach einem Chip geschaut, da er keinen hatte, sagte ich ihr bereits dass ich alle Kosten für das Tier übernehme. Sie klärte mich offen und direkt auf, dass die Zähne geröntgt werden müssen, erst dann könnte sie sagen wieviel Schaden dort ist. Klar war aber, dass die betroffenen Zähne gezogen werden müssen, er muss große Schmerzen gehabt haben. Sie machte auch unverblümt deutlich, dass das eine große, min. 1.000 EUR Rechnung werden kann und dass die einzige Alternative Euthanasie wäre 😭
 
KaterAnton

KaterAnton

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  • #5.420
Mit so einer Diagnose hatte ich natürlich nicht gerechnet. Was tun? Wenn der wirklich jemandem gehört - kann ich ihm einfach die Zähne ziehen lassen? Natürlich nicht! Schon klar. Allerdings vermisste ihn offensichtlich keiner, er war nicht unbedingt top gepflegt und ist unregistriert - die Besitzer Suche war erfolglos - wie lange warten? Und worauf? Das Tier leidet!
Von der TA hatte ich Antibiotika und eine Immunaufbaukur bekommen. Erstmal musste die Infektion bekämpft werden, da er offensichtlich bereits ein Senior ist (geschätztes Alter 10-12), wäre die Narkose sonst viel zu gefährlich. Also haben wir 2 Wochen lang das Katerchen intensiv behandelt und die Frage "was ist wenn er doch einen Besitzer hat" erstmal zurück gestellt. Für das Tier gab es ja nur einen Weg. Wir haben uns dann entschlossen diesen zu gehen - egal wieviel es kostet - auch auf die Gefahr hin, dass sich irgendwann jemand meldet. Er war uns einfach sehr ans Herz gewachsen und ihn leiden zu sehen war unerträglich.

Das Antibiotika schlug an und aus dem kleinen schlappen Tier wurde plötzlich wieder ein lustiger, verspielter Kater! Da geht einem einfach das Herz auf und es war klar, dass das der einzig richtige Weg war. 2 Tage vor der Zahn-OP klingelte es dann plötzlich an der Tür. Ein Pärchen stand dort, welches einen vermissten Kater beschriebt, der in allen Punkten mit "unserem" überein stimmte 😱😩

"Anton" war sein Name und er war ihnen selbst zugelaufen. Vor 2 Jahren - also zur selben Zeit, als er bei uns auftauchte. Sie wussten allerdings woher er kam. Er gehörte einer alten Dame in der Nachbarschaft, die ihn plötzlich nicht mehr wollte (dement?) und ihn immer wieder von der Tür wegscheuchte und anschrie. Das Pärchen hatte ihm dann auch aus Mitleid irgendwann die Tür geöffnet und ihn gefüttert, da er wohl sehr ausgehungert war. Sie waren aber nie mit ihm beim TA oder ähnliches. Da sie in Kürze umziehen wollen, waren sie froh und dankbar, dass wir uns in den Kater verliebt haben und ihn gerne übernehmen wollten. Ich erzählte ihnen seine Diagnose, von der sie ebenfalls recht schockiert waren und sich Vorwürfe machten, nichts bemerkt zu haben. Ich habe versucht das zu entkräften, er war ja auch viel bei uns und ich war einfach überglücklich, dass wir den kleinen Anton behalten durften!!!!

Dann Tag kam der Tag der OP. Kater abgegeben, auf Anruf gewartet. Der kam dann noch während der OP. Bei allen Backenzähnen waren die Wurzeln verfault, die OP war deutlich größer als vermutet. Die TA behielt sich vor ein 2. Mal zu operieren, falls sie nicht alles schafft um das Tier nicht zu lange in der Narkose zu halten. Nach 2 weiteren Stunden durften wir ihn abholen. Dem armen Kerl wurden 14,5 Zähne gezogen (der halbe war abgebrochen)!!!!!! Alle Backenzähne und ein Eckzahn unten. Die Rechnung war auf 1.500 EUR gewachsen, aber EGAL, er hat die Narkose überstanden! Ich hatte so Sorge wegen seinem Alter und Allgemeinzustand. Die Zeit nach der OP war Horror! Das Wildtier hatte schon beim Aufwachen den Trichter abgestreift, so dass er mit Verband in einer Art Geschirr an seinem Körper befestigt wurde. Noch während der Rückfahrt schaffte er es erneut, sich den Trichter halb abzustreifen, aufgrund der Befestigung ging er aber nicht ganz runter und auch nicht wieder rauf! Er schnürte ihm aber die Kehle ab! Wir waren ZUM GLÜCK zu zweit im Auto und ich saß hinten neben der Transportbox, hatte das gesehen und versuchte verzweifelt Anton aus diesem Geschirr zu befreien. Er lag schon völlig bewegungslos mit verschleierten Augen in meinen Armen, ich war fast sicher, dass er nicht mehr lebt!!!! 😱😱😱 Nach ein paar Sekunden bekam ich den Trichter ab und kurz danach regte sich Anton wieder. OMG! Nach einem Telefonat mit der Ärztin entschieden wir den Trichter nicht mehr aufzuziehen! Wir sollten aber durchgehend auf das Tier achten, dass er sich nicht am/im Maul kratzt. Nach 24 std war Nachkontrolle. Also teilten wir uns in Nachtschichten ein und ließen den Kleinen nicht aus den Augen. bzw, haben "menschlichen Trichter" gespielt und sofort seine Pfote runter genommen wenn er es versucht hatte. Unsere Nerven lagen blank am nächsten Tag....aber die Nachkontrolle ergab: alles gut! Nichts entzündet, alle Nähte noch heil. Was für ein Seegen!!!!

Jetzt geht der Spaß aber erst richtig los. Die OP war Anfang Januar. In der Zeit habe ich hier im Forum (und in diesem Thread) schon mehrere Stunden meiner Zeit verbracht und wusste neben vielen anderen Dingen: unsere Fütterung war völliger Mist! Da er nach der OP 2-3 Tage im Haus bleiben sollte, sah ich das als die einmalige Chance das Freigänger Tier, welches alle Futterschalen des Dorfes kannte, auf hochwertiges Nassfutter umzustellen. Schließlich möchte ich, dass er von nun an möglichst gesund bleibt und so lange wie möglich seine letzten Zähne behalten kann. Der Effekt war niederschmetternd. Am Morgen nach der OP hätte er wieder fressen dürfen. Ich hatte verschiedenste Futtersorten da - er rührte nichts an. Noch nicht mal ansatzweise. Ich stand in der Zeit immer im engen Kontakt mit der Tierärztin und bin an Tag 2 nach der OP nochmal hingefahren. Das Wochenende stand an und mit der Nüchternheit vor der OP hatte er fast 3 Tage nicht gefressen!!! Sie untersuchte ihn nochmals und versicherte mir, dass es keinen körperlichen Grund für seine Verweigerung gab. Er bekam zur Sicherheit aber nochmal eine Nährstofflösung und ein stärkeres Schmerzmittel gespritzt. Und sie rat mir ihn doch einmal rauszulassen. Vielleicht braucht er das "für den Kopf". Ich hatte große Angst, dass er irgendwo sein geliebtes Trockenfutter hinunter schlingt und im schlimmsten Fall daran erstickt, da er ja nicht mehr kauen kann! Er kam aber nach 30 min wieder und........fraß tatsächlich das erste Mal 🥰🥰🥰 Durch welche Emotionen man mit so einem Tier gehen kann....uff.....

Nun sind es mittlerweile rund 10 Tage nach der OP und die Füttere bleibt ein großes Thema. Ich habe bereits viele Tipps aus dem Forum berücksichtigt. Futter konsequent stehen lassen; Futter wegnehmen wenn nicht angerührt wird und nur zu bestimmten Zeiten wieder arbeiten; Verschiedene Futtersorten in verschiedenen Näpfen; warm machen; Rohfleisch (natürlich kleine Stücken) versuchen; Brühe rüber; Trockenfutter zerkrümelt rüber....und und und. Den heiligen Gral habe ich noch nicht gefunden. Manchmal frisst er plötzlich einen Napf komplett leer (kleine Mengen, 80-100 Gramm), macht sich auch über eine zweite und dritte Portion mittags und abends gierig her, rührt dann das Futter (welches wir in großen Mengen glücklich sofort bestellt haben) nicht mehr an, tut so als müsste er sich übergeben. Es kann sein, dass er 2 Tage später das Futter wieder nimmt. Momentan pendeln wir zwischen Mjammjam, Pussy Deluxe, CatzFinefood und Wildes Land. Habe aber auch den gesamten restlichen Mittelklasse & hochwertigen Fressnapf & Raiffeisen Bestand hier (Real Nature usw).

Momentan kann ich froh sein, wenn ich so 100-150 g täglich in den 4,8 Kilo Kater bekomme. Das ist natürlich VIEL ZU WENIG! Habe am Montag den nächsten TA Termin, mache mir aber wirklich Sorgen. Anton gehts sonst gut, wenn wir draussen sind, ist er wild und verspielt. Er hat auch definitiv Hunger, läuft immer zur Futterkammer...ist aber beim Fressen einfach ultra vorsichtig und misstrauisch. Das Trockenfutter würde er sofort nehmen, er starrt immer noch zur verbliebenen Tüte hoch. Bekommt er natürlich nicht, ist aber für mich wichtig zu verstehen, ob er einfach keinen Appetit hat oder ob er das Nassfutter nicht möchte. Es ist ganz klar Nummer 2. Ich mache mir zudem natürlich Sorgen, dass er den permanenten Futtersortenwechsel darmtechnisch mitmacht. Bis jetzt ist alles ok und ich versuchen dass die probierten Sorten zumindest eine ähnliche Zusammensetzung haben. Gleiches Fleisch (Huhn und Lachs) in ähnlicher Prozentzahl.

Wenn ihr echt bis hierhin durchhalten habt: DANKE!!!!!!!!!!!!!! 😂😘🙃

Nun tatsächlich die eigentliche Frage: Hat jemand nach einer großen FORL OP ähnliche Erfahrungen gemacht? Es ist natürlich sehr viel für ihn gerade. Schmerzen (Schmerzmittel hatte er 7 Tage nach OP bekommen), anderes Fressgefühl und dann auch noch generelle Umstellung und nicht sein Lieblingsfutter. Wenn ihr Futtervorsichtige hattet: wo ist das Licht am Ende des Tunnels? Wann haben sie wieder mit viel Appetit rein gehauen? Ist das bei uns noch alles "im Rahmen"? Gibt's noch Ideen, auf die ich noch nicht gekommen bin? Ich glaube ich brauche ein kleines "Heads up"..... 😃

Danke fürs Lesen und viele Grüße von Anton und Lisa!
 

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