Extrem ängstliche Katze! Bitte um Hilfe

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Lenny86

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Guten Tag,
Ich hoffe hier etwas Unterstützung, Erfahrungen und Hilfe zu erhalten.
Im Mai dieses Jahres haben wir (mein Mann und ich) vom ortsansässigem Tierschutzverein eine extrem scheue, ängstliche Katze adoptiert, unsere kleine Fine. Fine ist 2 1/2, wurde mit ca 7 Monaten auf einem Industriegelände mit vielen anderen Katzen wild eingefangen. Seitdem hatte sie schon 3 Besitzerwechsel. Anscheinend wollte niemand so ein eigenwilliges, ängstliches Mäuschen haben. Nun zu unserem Problem. Fine ist auch nach einem halben Jahr bei uns immer noch sooooo ängstlich. Es ist schon ganz ganz viel besser geworden. . Die ersten Wochen saß sie wirklich nur hinter der Couch, hat sich nie nie Blicken lassen. Mittlerweile versteckt sie sich zum Glück nicht mehr, läuft im Haus aber immer noch extrem ängstlich rum. Am liebsten hält sie sich oben auf, wo sie auch die ersten Tage bei uns ausschließlich war. Hier fühlt sie sich sicher. Wir haben noch einen Kater Henry, der Katzen von klein angewöhnt und sehr sozial ist. Zu ihm scheint sie mittlerweile eine sehr gute Bindung zu haben, besser als zu uns. Sie lässt sich nicht anfassen, faucht uns immer noch an wenn wir ihr zu nahe kommen. Ich weiß aktuell nicht was wir noch machen können um sie an unsere Hand zu gewöhnen.
Über Tipps und Erfahrungen sind wir sehr dankbar.
 
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tiha

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Besorgt euch mal Sedarom und versucht es damit. Und dann braucht ihr Geduld, 4 Monate sind eine extrem kurze Zeit bei scheuen Katzen, das braucht einfach (noch) Geduld und Zeit.
 
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Lenny86

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Sedarom kannte ich noch nicht, ich mache mich mal schlau und werde es dann ggf. auch testen. Danke für den Tipp.
Wir haben zwar langjährige Katzenerfahrung, aber so eine ängstliche Katze ist doch schon etwas ganz anderes und neues für uns. Es hilft mir daher schon sehr, dass du sagst, das 4 Monate noch wenig sind für eine scheue Katze.
 
GroCha

GroCha

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Hallo!

Ich hab auch ein sogenanntes Scheuchen hier.
Gestern hat sie nach 1Jahr und 5Monaten zum aller ersten Mal meine Hand abgeköpfelt.

Das ist mein Mäuschen im letzten Monat: https://youtu.be/qJRlMRf2VfM

Ich kann auch nur sagen: Geduld, Geduld, Geduld!
Es lohnt sich!!!

Irmi ist außerhalb ihres Zimmers auch immer noch seeehr vorsichtig und schreckhaft.

Besonders glücklich hat mich dieser Anblick gemacht:
Das war am 22. August - zum ersten Mal:


Haltet einfach durch und habt Geduld. Nicht drängen - es wird belohnt :)
 
tiha

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Das wird noch sehr viel besser werden, da bin ich ganz ganz sicher :)

Darf sie nachts ins Schlafzimmer? Gerade für scheue Katzen ist es sehr hilfreich, wenn das so ist, denn wenn die Menschen schlafen sind sie weniger gefährlich und die meisten Scheuchen nehmen so den ersten näheren Kontakt zu ihren Menschen auf.
 
Irmi_

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Hallo Lenny86.

Ich find das toll von Euch, dass ihr einer scheuen Katze ein dauerhaftes zuhause bietet. :smile:

Es freut mich, dass ihr bereits so gute Fortschritte gemacht habt.

Ich sehe das auch so: Scheue Katzen brauchen Zeit. Je nach Individuum kann das von einer Woche bis zu mehreren Jahren dauern. Das ist alles in Ordnung. :)

Ihr könnt ihr mit ganz viel Geduld helfen. Eventuell - kommt darauf an wie weit Fini schon ist - könnte ihr auch Leckerlifüttern helfen. Erst auf Distanz und später immer näher kommen lassen.

Bei GroCha mitlesen find ich wunderschön,
ein weiterer interessanter scheuer Kater ist Dario, der zum Erstaunen aller schon erstaunlich weit ist: Dairo (Fiv+) – wenn Angst die Seele frißt.... *Vem. D-weit
Irmi und Dario kommen von Taskali, die viele sehr scheue Katzen schon an Menschen gewöhnt hat, auch da könnte sich Querlesen für Euch lohnen: Pflegis by Taskali

Und zu guter letzt will ich Euch noch eine Wagenladung Geduld schicken. :smile:
 
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Lenny86

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Vielen Dank für deine Antwort. Irmi ist aber auch eine Süße, sehr sehr schöner Name.
Geduld haben wir und es tut wirklich gut zu lesen, dass es sich auszahlt auch wenn es lange dauert. Irgendwann bekommt man halt so Gedanken ob man wirklich alles richtig macht, ob man ihr das kleine Leben nicht noch leichter gestalten kann ect. Gerade wenn man noch eine andere Katze hat, die immer kuschelt und immer unsere Nähe sucht. Da bekommt man schon ein schlechtes Gewissen.
 
Sandra1975

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Was glaube ich ganz wichtig ist: drängt sie nicht. Wartet, bis sie von allein kommt.
 
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Lenny86

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Leckerchen frisst sie sogar schon aus der Hand. Danach rennt sie direkt wieder weg. Damit Finchen nicht dick wird, haben wir das Leckerchen fressen daher schon eingeschränkt. Wir haben uns dabei erwischt ihr immer Leckerchen zugeben, da man ihr dann mal nah war 🙈
 
Irmi_

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  • #10
Leckerchen frisst sie sogar schon aus der Hand. Danach rennt sie direkt wieder weg. Damit Finchen nicht dick wird, haben wir das Leckerchen fressen daher schon eingeschränkt. Wir haben uns dabei erwischt ihr immer Leckerchen zugeben, da man ihr dann mal nah war 🙈
Fein, dass das schon geht.
Ich bin dafür, dass ihr damit in Maßen weiter macht.:)
 
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Lenny86

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  • #11
Allen einen lieben Dank für die Antworten.
@Thia: Ins Schlafzimmer darf sie. Alle Türen sind jederzeit offen. Leider traut sie sich halt nur selten aus ihrem Zimmer, in dem sie die ersten Tage bei uns war. Mein Mann und ich haben anfangs schon abwechselnd auf einer Matratze bei ihr im Zimmer geschlafen. Vielleicht machen wir das jetzt nochmal.
 
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GroCha

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  • #12
Ich hab auch noch einen super zutraulichen Kater hier.
Der einzige Unterschied zu Euch: meine beiden verstehen sich nicht gut ;)

Und dennoch kommt Irmi immer mehr aus sich raus. Fasst immer mehr Vertrauen. Das letzte Mal als ich sie für den TA eintüten musste, war auch ziemlich entspannt und sie hat es mir nicht übel genommen.

Mit jedem Tag geht es in Minischrittchen voran :)

Nur Mut, das wird noch besser! :)

Wir lassen Irmi auch einfach kommen. Ja, man denkt sich, ob man sie nicht noch irgendwie unterstützen kann. Aber Irmi fühlt sich immer noch am sichersten, wenn man sie einfach nicht beachtet. Dann schaut sie sich ganz entspannt um. Merkt sie, dass man sie entdeckt hat, verspannt sie sich sofort.

Ich gebe Zylkène unterstützend.
 
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Lenny86

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  • #13
Fein, dass das schon geht.
Ich bin dafür, dass ihr damit in Maßen weiter macht.:)
Man wird ja selber so unsicher und denkt und denkt... Wir werden es in Maßen weiter machen. Ich dachte zwischenzeitlich schon, es ist schlecht, weil sie ja immer direkt danach wieder weggeht.
 
tiha

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  • #14
Allen einen lieben Dank für die Antworten.
@Thia: Ins Schlafzimmer darf sie. Alle Türen sind jederzeit offen. Leider traut sie sich halt nur selten aus ihrem Zimmer, in dem sie die ersten Tage bei uns war. Mein Mann und ich haben anfangs schon abwechselnd auf einer Matratze bei ihr im Zimmer geschlafen. Vielleicht machen wir das jetzt nochmal.
Wäre es möglich, dass ihr nachts "ihr" Zimmer zumacht (sie muss natürlich dann draußen sein), so dass sie gezwungen ist, mal ihren Radius zu verändern/erweitern?
 
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Lenny86

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  • #15
Wäre es möglich, dass ihr nachts "ihr" Zimmer zumacht (sie muss natürlich dann draußen sein), so dass sie gezwungen ist, mal ihren Radius zu verändern/erweitern?
Das wäre möglich und haben wir auch schon mal intern diskutiert. Allerdings hat mein Mann die Bedenken, dass wir ihr damit den einzigsten ,,angstfreien Raum“ nehmen und sie somit eventuell noch unsicherer wird. Über dieses Thema wäre ich auch sehr dankbar über Anregungen.
 
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Perron

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  • #16
Meine beiden Scheuen haben sich unterschiedlich entwickelt. Die eine lässt sich streicheln und kämmen, die andere ist weiterhin scheu und auf Abstand. Sie klettert auch auf mir rum und holt sich leckerchen aus der Hand, aber bloß nicht anfassen!

Sie sind jetzt 5 Jahre bei uns, allerdings sind es Garagenkatzen. Ronja kommt inzwischen auch mal rein, Shadow nur kurz und dann mit dem Bauch auf dem Boden wie ein Irrwisch schnell wieder raus.

Dafür sind die Beiden zusammen total niedlich, Shadow ist mit anderen Katzen total sozial.
 
tiha

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  • #17
Das wäre möglich und haben wir auch schon mal intern diskutiert. Allerdings hat mein Mann die Bedenken, dass wir ihr damit den einzigsten ,,angstfreien Raum“ nehmen und sie somit eventuell noch unsicherer wird. Über dieses Thema wäre ich auch sehr dankbar über Anregungen.
Behaltet es einfach im Hinterkopf. Nach 4 Monaten hat sie noch viel Spielraum, da muss man nichts erzwingen. Wenn die Situation allerdings stagniert, dann wäre das mein nächster Schritt.
 
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Starfairy

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  • #18
Hast du noch eine Katze oder ist sie alleine? Gerade so ängstliche Katzen orientieren sich sehr stark nach anderen Katzen. Und gucken sich dann auch das Verhalten etwas ab.
Eigentlich sollte keine Katze alleine leben müssen, aber ganz besonders nicht eine ängstliche Katze, die in einer Kolonie aufgewachsen ist.

Eine weitere zutrauliche Katze könnte da sehr helfen.
 
Catorai

Catorai

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  • #19
Huhu.
Was mir noch einfällt, nachdem ich ein bisschen bei Taskali gelesen hab:
Versucht doch evtl Berührungen erstmal über einen Federwedel. Natürlich langsam immer ein Stückchen näher... Aber das scheint ganz gut zu funktionieren. Der Schritt zur Hand ist dann nicht ganz so groß und so ein Federwedel wirkt vielleicht weniger bedrohlich.
Ganz viel Erfolg mit eurer Mietz.
 
Nikas

Nikas

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  • #20
Da fällt mir ein: In unseremTierheim freuen sich die Mitarbeiter immer über Menschen, die sich ins Scheuchen-Häuschen setzen und den Katzen etwas vorlesen. Vielleicht wäre das noch eine Idee? Immer um die selbe Zeit für einige Minuten etwas vorlesen, dabei gemütlich auf dem Boden sitzend? Wenn sie sich daran gewöhnt hat, könntet ihr die Vorlesezeit verlängern.

...Das ist mein Mäuschen im letzten Monat: https://youtu.be/qJRlMRf2VfM...
:pink-heart::pink-heart::pink-heart:


Hast du noch eine Katze oder ist sie alleine? Gerade so ängstliche Katzen orientieren sich sehr stark nach anderen Katzen. Und gucken sich dann auch das Verhalten etwas ab.
Eigentlich sollte keine Katze alleine leben müssen, aber ganz besonders nicht eine ängstliche Katze, die in einer Kolonie aufgewachsen ist.

Eine weitere zutrauliche Katze könnte da sehr helfen.
Bitte lies dir den Eröffnungsbeitrag der TE durch.
 
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