Blutegeltherapie bei der Katze, Erfahrungsbericht

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
tigerlili

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  • #21
Das hab ich versucht, aber nur ganz vorsichtig. Vielleicht zu vorsichtig? Ich wollte da nun auch nicht mit dem Daumennagel reindrücken. :confused:

Zu Deinem Julius: wie oft denn?

Eine Bekannte pobiert es auch gerade bei ner ZFE. Nach 2 Behandlungen in 2 Wochen keine Verbesserung bisher. Aber das war ja bei Ankor auch so. Das sind echt so Sachen, die probiert man, wenn man verzweifelt ist. Ich habe stundenlang mit meinem Doc diskutiert, was wir machen können. In der Zeit saß Ankor auf dem Behandlungstisch im Kennel und hat uns mit seinen jadegrünen Augen angeschaut. Ich hab das Gefühl, er hat alles genau verstanden. :zufrieden:
 
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tiha

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  • #22
Das hab ich versucht, aber nur ganz vorsichtig. Vielleicht zu vorsichtig? Ich wollte da nun auch nicht mit dem Daumennagel reindrücken. :confused:

Zu Deinem Julius: wie oft denn?

Eine Bekannte pobiert es auch gerade bei ner ZFE. Nach 2 Behandlungen in 2 Wochen keine Verbesserung bisher. Aber das war ja bei Ankor auch so. Das sind echt so Sachen, die probiert man, wenn man verzweifelt ist. Ich habe stundenlang mit meinem Doc diskutiert, was wir machen können. In der Zeit saß Ankor auf dem Behandlungstisch im Kennel und hat uns mit seinen jadegrünen Augen angeschaut. Ich hab das Gefühl, er hat alles genau verstanden. :zufrieden:


Nach jahrelangen Odyssen wegen ZFE ein Rat: Zahn-TA, röntgen lassen. Bei Ankor ist die Calici abgeheilt (oer sonst was), aber wenn Forl vorliegt, dann bringt das alles einfach nicht.

Bei Julius hab ich nur 1 x machen lassen, es hat sich einfach gar nichts verändert. Wenn wenigstens eine Miniminimini-Veränderung erkennbar gewesen wäre, hätte ich weitergemacht, aber in Anbetracht, dass die Egelchen sterben sollten, bei ihm sich aber nichts verändert hätte, hab ich's nicht wiederholt.
 
tigerlili

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  • #23
Dass sie sterben sollen, finde ich auch nicht gut, unsere hab ich auch noch. :) Therapeuten sind wohl leider verpflichtet, sie zu töten. Noch ein Grund für mich, es zuhause durchzuführen. Sie leben im Glas, einmal die Woche wechsel ich das Wasser. Da es einheimische Egel sind, und vom Aussterben bedroht, hätte ich auch keine riesengroßen Skrupel, sie irgendwann mal in einem abgelegenen Tümpel auszusetzen. :oops: :stumm:

Mein TA hat erzählt, früher gab es sie in Feuchtwiesen, damals gab es auch weniger Kühe oder Pferde mit Hufrehe. Menschen beuten die Natur aus, sind verantwortlich für so viel Tierelend. Und haben Angst vor so kleinen Würmchen!?
Das ist doch Blödsinn....
 
Bea

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  • #24
Dass sie sterben sollen, finde ich auch nicht gut, unsere hab ich auch noch. :) Therapeuten sind wohl leider verpflichtet, sie zu töten. Noch ein Grund für mich, es zuhause durchzuführen. Sie leben im Glas, einmal die Woche wechsel ich das Wasser. Da es einheimische Egel sind, und vom Aussterben bedroht, hätte ich auch keine riesengroßen Skrupel, sie irgendwann mal in einem abgelegenen Tümpel auszusetzen. :oops: :stumm:
Du darfst sie auch nicht einfach "aussetzen" und du darfst Blutegel auch nur einmal verwenden:
"Ein gebrauchtes Tier darf niemals ein zweites Mal benutzt werden. Die Blutegel sind nach der Behandlung entweder in Spiritus zu legen oder einzufrieren, um deren Tod herbeizuführen."
Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilverfahren/blutegeltherapie.php
 
superruebe

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  • #25
Blutegel dürfen nicht ausgesetzt werden wegen evtl. Krankheitsübertragung.

Blutegel dürfen auch nicht an Tieren unter 4,5 kg angewandt werden. Erwischt man einen extrem durstigen Egel ist der Blutverlust evtl. zu gross.

Weiteres Risiko..... die evtl. starken Nachblutungen. Die Bisswunden können viele Stunden nachbluten. Deshalb gehört sowas nicht in Laienhände.
Nicht auszudenken wenn du ein grosses Blutgefäss erwischt hättest beim ansetzen. Das Tier hätte dir verbluten können.

Gegen welchen Erreger (Auslöser der Entzündung) hast du denn den Egel angesetzt? Was kam beim Abstrich raus?
Und warum therapiert man eine Entzündung ohne eine vorherige gründliche Diagnostik (FORL röntgen)?

Zahntierarzt mit Dentalröntgengerät ist Frau Dr. Leopold-Temmler in Hannover. Die macht auch eine Inhalationsnarkose und vernünftige Überwachung bis die Katze wieder 100% fit und wach ist.
 
rlm

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  • #26
Danke für die klaren Worte, Superruebe.

Tigerlilli, wurde denn Calici nachgewiesen?
Bei Calici und heftiger ZFE wird auch empfohlen, die Backenzähne zu ziehen. So kriegt man das meißt besser im Griff da sich an den Zahnhälsen Bakterien usw. nicht mehr festsetzen können und die Entzündung enorm begünstigen.

Am Minizahn ist eine Entzündung, dies gibt Anlaß, die Zähne mittels Dentalröntgen zu kontrollieren. Falls du nicht den empfohlenen ZTA wählst, hinterfrag zuvor genau ob wirklich ein Dentalröntgengerät da ist (besitzt nicht jeder der sich als Zahnspezialist ausgibt) und erkundige dich, ob es ein guter ZTA ist, alles andere wäre schade.
 
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tigerlili

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  • #27
Klare Worte, soso... :rolleyes:

Also erstmal habe ich sie nicht ausgesetzt. Ich empfinde das aber als übertriebene Panikmache. Meine Meinung. ;)

Bea, ich hab das auch alles gelesen. Aber was bitte soll passieren, wenn ich den Egel am selben Tier nach einigen Monaten wieder ansetze? Meine Tierärztin meint, man könne das machen. Muß man ja nicht.

Rübe, ich habe zum Teil andere Infos bezüglich Gewicht usw. Woher hast Du Deine? Ankor hat sowieso deutlich mehr.

Alles war mit den 2 TÄ genauestens abgesprochen. Auch die eventuellen Nachblutungen, niemand sprach von der Gefahr des Verblutens. Ich kann mir nicht vorstellen, daß so ein Winzling in der Lage ist, größere Gefäße zu verletzen. Werde das aber nochmal recherchieren. Calici wurde nachgewiesen, Antibiogramm gemacht. Ankor konnte nicht geröngt werden, ich wollte ihn nicht in Narkose legen. Daher fiel auch das Zähneziehen flach, vorerst. Vom Tisch ist noch gar nix, auch Röntgen und Forl nicht.

Ich habe echt keine Lust, mich stundenlang zu rechtfertigen, warum ich dieses oder jenes gemacht, bzw. nicht gemacht habe und in welcher Reihenfolge. Darum geht es hier gar nicht.
Ich habe Vertrauen zu meinem TA, die Temmler mag ich nicht. Sorry. :D

Das ist ein Erfahrungsbericht. Ich habe es gemacht, es hat geholfen. Meine Frage war, ob es Andere gibt, die es schonmal probiert haben.

Jeder sollte sich natürlich vorher informieren und das mit einem TA besprechen. Versteht sich von selbst, oder? :)
 
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Gwion

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  • #28
Da es einheimische Egel sind, und vom Aussterben bedroht, hätte ich auch keine riesengroßen Skrupel, sie irgendwann mal in einem abgelegenen Tümpel auszusetzen. :oops: :stumm:
Sollte das wahr sein, hat eine vom Aussterben bedrohte Tierart in Privathänden überhaupt nichts verloren.

Das wäre dann sogar strafbar.

Aber was bitte soll passieren, wenn ich den Egel am selben Tier nach einigen Monaten wieder ansetze?
Nimm eine Nadel, stich dich täglich damit (in ein Blutgefäß) und schau was passiert.
 
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Kanoute

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  • #29
Blutegel für den medizinischen Bedarf werden extra gezüchtet. ..

Sie sollen danach mit Isopropanol sofort getötet werden.

Das Glas ist zu klein und zu hell...

Ich kenne Blutegel von der Anwendung her eher bei klassischen Stsuungsgeschichten...z.B nackenverspannungen....Arthrose. z.b

Das der Kater kaum geblutet hat deutet meines Erachtens daraufhin das net nicht gescheit angesetzt war.

Meine Erfahrung ist allerdings beim Mensch sind mindestens 12 Std...
 
Bea

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  • #30
Bea, ich hab das auch alles gelesen. Aber was bitte soll passieren, wenn ich den Egel am selben Tier nach einigen Monaten wieder ansetze? Meine Tierärztin meint, man könne das machen. Muß man ja nicht.
Warum gibt es diese Vorschriften? Frage doch den Tierarzt danach warum es diese Vorschriften gibt?
Man kann sich natürlich über solche Vorschriften/Leitninien hinwegsetzen - wie z.B. auch bei Antibiotikaleitninien.
 
superruebe

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  • #31
Also erstmal habe ich sie nicht ausgesetzt. Ich empfinde das aber als übertriebene Panikmache. Meine Meinung. ;)

Bea, ich hab das auch alles gelesen. Aber was bitte soll passieren, wenn ich den Egel am selben Tier nach einigen Monaten wieder ansetze? Meine Tierärztin meint, man könne das machen. Muß man ja nicht.

Rübe, ich habe zum Teil andere Infos bezüglich Gewicht usw. Woher hast Du Deine? Ankor hat sowieso deutlich mehr.

Alles war mit den 2 TÄ genauestens abgesprochen. Auch die eventuellen Nachblutungen, niemand sprach von der Gefahr des Verblutens. Ich kann mir nicht vorstellen, daß so ein Winzling in der Lage ist, größere Gefäße zu verletzen. Werde das aber nochmal recherchieren. Calici wurde nachgewiesen, Antibiogramm gemacht. Ankor konnte nicht geröngt werden, ich wollte ihn nicht in Narkose legen. Daher fiel auch das Zähneziehen flach, vorerst. Vom Tisch ist noch gar nix, auch Röntgen und Forl nicht.

Ich habe echt keine Lust, mich stundenlang zu rechtfertigen, warum ich dieses oder jenes gemacht, bzw. nicht gemacht habe und in welcher Reihenfolge. Darum geht es hier gar nicht.
Ich habe Vertrauen zu meinem TA, die Temmler mag ich nicht. Sorry. :D

Das ist ein Erfahrungsbericht. Ich habe es gemacht, es hat geholfen. Meine Frage war, ob es Andere gibt, die es schonmal probiert haben.

Jeder sollte sich natürlich vorher informieren und das mit einem TA besprechen. Versteht sich von selbst, oder? :)
Auch THPs fällt es nicht leicht die kleinen Sauger einzufrieren/zu töten, aber es ist Vorschrift. Und man weiß ja auch gar nicht was sich alles sonst noch im Blut tummelt. Deshalb ist es auch sinnvoll.
Die Therapeuten die es gar nicht übers Herz bringen, haben in der Regel ein Senioren-Aquarium (nicht Glas) in dem die Egel bis zu ihrem natürlichen Tod leben oder durch Kanibalismus sterben.

Meine Infos kommen direkt vom "Hersteller", von meinen Ausbildern ( TÄen ) und von erfahrenen Therapeuten, die seit vielen Jahren täglich mit Egeln arbeiten.

Es ist nicht ungewöhnlich das die Bisswunden stundenlang nachbluten. Das liegt an der Zusammensetzung des Speichels (u.a. Gerinnungshemmer enthalten). Therapeuten die Egel ansetzen bleiben in der Regel noch eine ganze Zeit beim Tier bis sich diese Blutungen beruhigt haben. Ungeachtet dessen wissen die wo große Blutgefäße lang laufen, sprich wo man auf gar keinen Fall einen Egel ansetzen sollte, wenn man nicht eine extrem gute Versicherung hat. Es muss auch nicht ein Tier verbluten, zu viel Blut verlieren kann dann auch schon üble Folgen haben.

Jedenfalls gehört Egel ansetzen nicht in die Hände von Privatpersonen ohne entsprechende Kenntnisse, sondern sollte vom TA oder THP gemacht werden. Die können auch bei evtl. auftretenden Problemen geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen.

Für Calici wurde ein Antibiogramm gemacht? Huch...da scheine ich dann wohl nicht auf dem neuesten Stand zu sein.

Ja die Temmler mögen viele nicht, was aber meist nicht an ihrer Person oder Fachkenntnis liegt, sondern an ihren Rechnungen. Aber eine Praxis die technisch so ausgestattet ist, wo ein derart pingeliges Monitoring während und nach der Narkose betrieben wird, das gibt's halt leider nicht zum einfachen Satz. Ich kenne keine andere Praxis/Klinik wo die Tiere bis sie wieder 100% fit sind, am Monitoring angeschlossen bleiben. Der Normalfall ist doch dass sie in eine Aufwachbox kommen und ab und zu schaut man mal nach ihnen.

Nachdem mein Obelix nach der Sedierung anfing "blau" zu werden, bin ich heilfroh das sie so gut ausgestattet ist. So konnte sie sofort reagieren und ich weiß jetzt das uns früher oder später eine Aortenstenose ins Haus steht.
Jeder andere TA der keinen Ultraschall mit Farbdoppler hat, hätte nicht so reagieren können bzw. die Ursache so schnell herausfinden können.
 
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Gwion

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  • #32
Jedenfalls gehört Egel ansetzen nicht in die Hände von Privatpersonen ohne entsprechende Kenntnisse, sondern sollte vom TA oder THP gemacht werden.
Der Ansicht bin ich auch.

Wenn ich mir überlege, daß ein Amateur-THP vielleicht an einem Tier mit Blutgerinnungsproblem rumdoktort ..

Viele Krankheiten beeinflussen die Blutbildung und Zusammensetzung und darüber muß man Bescheid wissen, das geht von Leber- über Nieren- bis hin zu div. Krebserkrankungen und weiter.
Und ob wirklich jeder THP das dafür nötige Wissen hat?

An sich selbst kann jeder experimentieren, aber bitte nicht an einem anderen Lebewesen.

OT: wird so etwas eigentlich von Tierkrankenversicherungen bezahlt oder fällt das unter "alternative Heilmethoden", die ja meist ausgeschlossen sind.
 
A (nett)

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(S)paradies Katzachstan
  • #33
Ich finde Deinen Bericht interessant da ich alternativen Behandlungsmethoden ggü. sehr aufgeschlossen bin:)...allerdings bei dem Thema mit der Einschränkung daß ich sowas vermutlich nur von einer dafür ausgebildeten "Fachkraft" durchführen lassen würde:oops:

Calici wurde nachgewiesen, Antibiogramm gemacht. Ankor konnte nicht geröngt werden, ich wollte ihn nicht in Narkose legen. Daher fiel auch das Zähneziehen flach, vorerst. Vom Tisch ist noch gar nix, auch Röntgen und Forl nicht.
Ich freu mich, daß die Therapie offensichtlich sehr gut angeschlagen hat:yeah:.
Aber als Dosenöffner mit 100% FORL-Quote im Katzenhaushalt und mit einem Sternchen daß sich vermutlich über Jahre mit FORL quälen musste (einschl. mgl. Folgeerkrankungen aufgrund des Schmerzstresses wie Pankreatitis) kann ich Dir - wie Tina - nur dringend empfehlen daß Thema Zahnstatus einschl. dentalem Röntgen nicht auf die lange Bank zu schieben.

Du musst dich hier vor niemandem rechtfertigen;); aber Du solltest dir im klaren darüber sein, daß FORL extreme Schmerzen bereitet. Ich war letztes Jahr auf einer FORL Weiterbildung der LMU und dort wurde das Video einer Katze gezeigt die selbst im Vollnarkosezustand noch erkennbare starke Schmerzen an den befallenen FORLzähnen hatte.

Der Frage nach Erstattung über die Tierkrankenversicherung schließe ich mich mal an:confused:.
 
tigerlili

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  • #34
Oh, einige Antworten.... :)

Warum gibt es diese Vorschriften? Frage doch den Tierarzt danach warum es diese Vorschriften gibt?
Man kann sich natürlich über solche Vorschriften/Leitninien hinwegsetzen - wie z.B. auch bei Antibiotikaleitninien.
Bea, das hab ich. Lies mal nach, ich habe es auch geschrieben.

Rübe, dass Du viel weißt, ist mir klar, aber ich habe zum Teil eben andere Informationen, und diese vom Tierarzt. Die TÄ, die auf diese Behandlung kam, ist von der TiHo zu unserer Praxis gewechselt, und auf meinen TA halte ich große Stücke. Ich bin nicht immer einer Meinung mit ihm, aber wir diskutieren alles aus und entscheiden gemeinsam. Deine Art, die Dinge anzugehen haben wir beide auch schon privat besprochen und es ist eben nicht mein Weg... :)

Natürlich wurde Calici über einen Bluttest nachgewiesen. Entschuldige meine nicht ganz korrekte Ausdrucksweise. ;)
Welche Erreger nachgewiesen wurden, habe ich jetzt nicht im Kopf, ich müsste es raussuchen. möchtest Du es alles genau wissen? Dann mache ich auch das.

Ansonsten geht es hier um genau diese Therapieform, nicht um Forl, weil dagegen werden die Blutsauger nicht helfen. Wenn Ankor diese Problematik hat, ist das eine ganz andere Baustelle als die Stomatitis, denn die ist weg!
Ich bitte Euch, Eure Erfahrungen und Meinungen mitzuteilen, würde mir aber wünschen, dass Ihr diesen erhobenen Zeigefinger weglasst, wenn Ihr Euch nicht selber informiert habt.

Können wir uns also darauf einigen, dass man Blutegel nicht ohne fachärztliche Betreuung ansetzen sollte? :zufrieden:

Und wieder meine Frage: hat jemand praktische Erfahrungen und wenn ja, bei welcher Erkrankung?
:zufrieden:
 
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Kanoute

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  • #35
Ich habe schon Egel angesetzt allerdings beim Menschen. ..aber das zählt ja nicht.

Mit Calci kenne ich mich nicht aus..
 
tigerlili

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  • #36
Doch, erzähl mal. Ich finde es interessant!

Ob der Calici oder die anderen Erreger, gegen die das Antibiogramm ja eigentlich die richtigen AB's angezeigt hatte, für die Entzündung verantwortlich war, weiß ich auch nicht. Fakt ist, dieses Problem ist nun weg. :)

Ich habe lange darüber nachgedacht, die Geschichte hier einzustellen. Kenne das Forum schließlich von Anfang an und weiß gut, wie man hier zerpflückt werden kann. :cool: Trotzdem wollte ich andere an meiner Erfahrung teilhaben lassen, gerade weil ich auch so verzweifelt war und mein Kater Monate lang nicht ohne Schmerzmittel fressen konnte. Viele Katzen haben keine Zähne mehr und trotzdem massive Entzündungen im Maul. Und viele Halter wissen nicht mehr weiter. Es ist eine Möglichkeit, die man natürlich gut abwägen sollte. Aber wie heißt es so schön? Wer heilt hat Recht. ;)
 
superruebe

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  • #37
Bevor ich auf "meine Art" behandle, mache ich grundsätzlich ne vollständige Diagnostik. Katzen mit ZFE fange ich nicht an zu behandeln, bevor Röntgen und Blutbild abgeklärt sind.
Es muss ja nicht immer FORL dahinter stecken. Meine Bosskatze war mal voll Karacho gegen eine Wand gelaufen (hatte zu spät nach vorn geguckt die Nuss). Zuerst sah man nichts, aber nach 2-3 Tagen entzündete sich das ZF um 2 Zähne. Ergebnis des Röntgens waren zwei frakturierte Zahnwurzeln. :eek:


@Gwion
Deine Skepsis in Sachen Qualifikation von THPs ist absolut berechtigt und teile ich total. Ich treffe ja oft auf andere THPs in Fortbildungen und bin manchmal regelrecht entsetzt über den Ausbildungs-/Wissensstand von praktizierenden niedergelassenen THPs. Da braucht man sich wirklich nicht über den Ruf wundern.


Soweit ich weiß zahlen eine Versicherungen naturheilkundliche Behandlungen wenn sie von einem TA ausgeführt wird. Eine oder zwei Versicherungen hörte ich mal sogar wenn sie von einem THP durchgeführt werden. Hängt sicherlich auch davon ab welchen Tarif man hat/zahlt.
 
tigerlili

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  • #38
Hab da mal eine ganz nette Übersicht gefunden:
http://www.tierboten.net/blutegeltherapie.html
Aber das Buch, was ich anfangs eingestellt hatte, geht schon mehr ins Detail.

Ansonsten dürft Ihr mir eine gewisse Sorglosigkeit, meinetwegen auch fahrlässigen Umgang unterstellen, damit kann ich leben.

Nicht ok finde ich,wenn jemand behauptet, ich hätte keine ordentliche Diagnostik betrieben. Das ist definitiv nicht der Fall! Diese Auffälligkeit am Zahnfleischrand, die Ihr als Forlzahn diagnostiziert, ist recht neu und wir haben die Thematik auch besprochen, uns aber aus o.g. Gründen gegen Röntgen entschieden. Mein TA ist/war der Meinung, Forl hat Ankor nicht. Und nur aufgrund einer damals vagen Vermutung lege ich keinen Kater in Narkose, der 4 Monate vorher fast gestorben wäre!

So, ich würde das Thema Forl hier nun gerne ausklammern, kommt Ihr damit klar? :cool:

Mensch, Leute, das hier ist vielleicht eine Alternative für manche Tiere mit massiver Stomatitis/Gingivitis oder anderen Problemen. Wie oft habe ich hier und in anderen Foren gelesen, daß solchen Tieren alle Zähne entfernt werden, auch mir wurde bei Ankor mehrfach dazu geraten.
Und wenn sie Pech haben, hilft auch das nichts.... :( DAS finde ich ganz schlimm und würde es meinem Tier nur im äußersten Notfall antun.
 
Doc

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  • #39
Ich finde das hochinteressant, denn ich kenne viele Fälle, wo auch die Zahnextraktion kein zufriedenstellendes Ergebnis bei schwerer Stomatitis gebracht hat und die Katzen hinterher teilweise trotzdem noch Medikamente nehmen müssen, teilweise mit schweren Nebenwirkungen.
Ich muß gestehen, nie im Leben wäre ich in dem Zusammenhang auf Blutegel gekommen. Es ist nur ein Fall, so dass natürlich noch nichts bewiesen ist, aber ich werde das im Hinterkopf behalten.
es wäre sehr interessant, wenn es mehr Fälle gäbe, wo so ein Therpieversuch gestartet wird.

Allerdings, tigerlilli, dein Kater hat auf jeden Fall FORL, das sieht man glasklar auf dem Foto, dazu braucht es kein Röntgenbild. Es ist der P3 im linken Unterkiefer, die Veränderung, die man von außen sieht ist absolut typisch.

Wie man sieht, kann also eine Stomatitis auch abheilen, wenn FORL vorhanden ist ( auch sehr interessant!), genauso wie sie eben auch bestehen bleiben kann, wenn FORL Zähne extrahiert wurden. Das eine kann mit dem anderen zu tun haben, muß aber nicht.

Das bedeutet aber genauso, dass FORLzähne trotz abgeheilter Stomatitis extrahiert werden müssen.
 
tigerlili

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  • #40
Doc, da gebe ich Dir Recht, das werde ich ja auch weiter verfolgen. Fakt ist, dass es meinem Schatz im Moment augenscheinlich echt gut geht, was im letzten Jahr ganz und gar nicht so war. Und die Stomatitis ist weg. Da wir aber seit September nur noch mit den Egeln gearbeitet haben, ist es doch ziemlich wahrscheinlich, daß es einen Zusammenhang gegeben hat. Also ein Denkanstoß für alle, die unter Umständen bereit sind, es damit zu versuchen. Ich bin zumindest dankbar, dass meine TÄ damit kam und wir es gewagt haben. :)
 
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