Bachblüten-Behandlung bei Blasenentzündung

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Azur

Azur

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Huhu!

Da es so aussieht, als würde ich gute Erfolge bei der Behandlung von Azurs Blasenentzündung mit Bachblüten erzielen, möchte ich diese gerne hier posten. Die grundlegende Therapie ist entnommen aus dem Buch "Bach-Blüten für Haustiere" von Baumgart/Hand.

Diese Behandlung stellt EINE Möglichkeit der Behandlung mit Bachblüten dar. Sie ersetzt in keinem Fall den Gang zum Tierarzt! Ich führe/führte sie begleitend zur Therapie mit Antibiotika und Cystitis-Futter durch.
Es muss tierärztlich abgeklärt werden, ob es sich tatsächlich nur um eine Blasentzündung (Cystitis) handelt, oder ob das Problem in den Nieren sitzt (z. B. Struvit). In diesem Fall werden andere Blüten empfohlen (die 1. Blüte bleibt aber gleich, das auslösende Konzept wird bei Blase und Nieren mit Stress angegeben).
Die Behandlung kann auch unabhängig von akuten Symptomen durchgeführt werden, wenn das Tier z. B. zu häufiger Blasenentzündung neigt aber grade mal keine hat (so wird die nächste dann hoffentlich gar nicht mehr auftauchen).

Die Bachblüten sind den verschiedenen Meridianen im Körper zugeordnet. Es gibt vier Blüten für den Blasenmeridian.
Es ist zu prüfen, ob die Blüten zum jeweiligen Zustand des Tieres passen. Der Zustand des Tieres kann sich innerhalb einer Behandlungsphase in Richtung nächste Blüte verändern. Sollte dies nicht der Fall sein, ist die jeweils nächste Blüte zu wählen.

Die Blüten werden für jeweils eine Woche gegeben, dann geht man zur nächsten passenden über. Es können auch jeweils zwei Blüten zusammen gegeben werden. Es müssen nicht alle Verhaltensweisen/Symptome einer Blüte auf das Tier zutreffen, man sollte das Tier aber durchaus in der Blütenbeschreibung wiedererkennen (manchmal bedarf es hierfür einer genauen Beobachtung, weil vieles im Alltag untergeht).
Es wird empfohlen, nach jedem Behandlungsabschnitt die körperlichen Werte durch einen Tierarzt überprüfen zu lassen. In diesen Fall zumindest eine genaue Urinuntersuchung (auf Leukozyten, Kristalle sowie ph-Wert).

Ich würde die Behandlung nur mit ausgewachsenen Tieren durchführen, da bei Kitten das Verhalten zunächst nur schwierig einem Charakter oder Seelenbild zugeschrieben werden kann, die arbeiten ja noch dran einen Charakter auszubilden *g*. Es ist bei der Blütenbestimmung generell von Vorteil das Tier und sein Verhalten schon länger zu kennen.

Die Blüten des Blasen-Meridians:

1. Blüte (auslösendes Gefühlskonzept): Elm
Die Stress-/Verantworungsblüte
Verhalten/Symptome z. B.: Das Tier ist plötzlich erschöpft, nicht mehr leistungsfähig, wirkt niedergeschlagen und/oder ist sichtbar nervös, verunsichert und erschöpft durch neue Situation, völlig überfordert beim Autofahren und beim Tierarztbesuch, Blasen- und Augenprobleme
Positive Entwicklung: Auslgeich zwischen Aktiv und Passiv.

2. Blüte: Pine
Die Gewissens-/Selbstakzeptanz-Blüte. Schlechtes Gewissen (die Wissenschaft gesteht Tieren kein schlechtes Gewissen zu. Sie definiert eine geduckte Haltung als Angst vor Strafe. Trotzdem ist diese Blüte wirksam)
Verhalten/Symptome z. B.: Das Tier hat Schlimmes erlebt, fühlt sich schuldig, hat nicht gehorcht oder etwas Verbotenes getan und kommt dann geduckt daher, auch wenn das Tier weiß, dass es nicht bestraft wird. Das Tier verkriecht sich, ist unterwürfig, feige, schreckhaft, durch strafende Blicke eingeschüchtert, lässt sich durch Artgenossen einschüchtern, schöpft seine Möglichkeiten nicht aus, wirkt bedrückt, hilflos, unsicher, freudlos, nicht "frei". Eine Pine-Blockade wird oft unterschätzt.
Positive Entwicklung: vergessen schlechter Zeiten, Selbstvertrauen

3. Blüte: Holly
Die Eifersuchts-/Herzöffnungsblüte.
Verhalten/Symptome z. B.: Das Tier ist aggressiv und wütend (bis hin zu Bösartigkeit und Grausamkeit), z. B. auf neuen Partner, Baby, neues Haustier. Umschleicht den Konkurrenten (evntl. auch knurrend), neigt hin und wieder zu Entzündungen. Das Tier neigt zum beißen und zur Selbstzerstörung, hat ggfls. nicht heilende Wunden
Positive Entwicklung: friedvolles Verhalten, Klärung, Durchbruch schaffen

4. Blüte: Centaury

Die Blüte des Dienens
Verhalten/Symptome z. B.: Das Tier ist zu gutmütig, schüchtern, hat Anpassungsschwierigkeiten, spielt nicht mit Artgenossen, kann sich nicht durchsetzen, lässt sich viel gefallen, zeigt eine unterwürfige Körperhaltung, ist eher passiv. Lässt sich beim Futter von anderen verdrängen, kann sich nicht konzentrieren und ist schnell müde, weil es sich zu viel zumutet, braucht viel Lob, wirkt unentschlossen, kann sich nicht enscheiden, hält bis zur Erschöpfung durch, hat wenig Abwehrkräfte.
Positive Entwicklung: Vitalität und Durchsetzungskraft


Der konkrete Fall bei Azur:
Die Zusammenführung mit der Kitte hat den Kater gestresst. Es ist zu vermuten, dass in seiner Kittenzeit ein nicht aufgearbeitetes Trauma liegt (wie z. B. die viel zu frühe Trennung von Mutter und Geschwistern), das durch die Anwesenheit der Kitte wieder hochgeholt wurde. Daher gab ich zusätzlich zu Elm (gegen den Stress der Zusammenführung) noch Star of Bethlehem zum aufarbeiten.
Blütengabe:
Elm und Star of Bethlehem - eine Woche. Während dieser Zeit gab es auch die Antibiotikagaben und z. T. Schmerzmittel/Entzündungshemmer. Veränderung: Sein gestresstes Verhalten legte sich. Er hat nicht mehr zwanghaft die Kitte verfolgt und beobachtet. Er hat mehr geschlafen, was ich als Aufarbeitungsarbeit des Traumas bewerte. Zusätzlich wurde der Kater in diesem Stadium schamanisch behandelt.
Pine und Holly - wird eine Woche gegeben, hier sind wir noch bei. Der Kater zeigt zwar kein offensichtlich eifersüchtiges Verhalten, beobachtet die Kitte aber genau und zeigt erhöhtes Dominanzverhalten. Nach den ersten Gaben träumte der Kater viel (mauzen im Schlaf, Pfötchen zucken). Bereits am ersten Abend konnte er zum ersten Mal seit Ankunft der Kitte wieder allein spielen, vorher ließ er sich von ihr zu sehr ablenken. Er ist nun an Tag drei der Gabe sehr viel entspannter, genießt Nähe und Zuneigung, lässt sich viel mehr anfassen, fordert zum Teil Schmusereien ein. Die Futtermäkeligkeit scheint weniger zu werden. Er spricht viel mehr (na ja, Siam halt *g*) und ist in den aktiven Phasen sehr wild, tobt sich freudig aus.
Centaury werde ich abschließend noch geben, auch wenn er - bis auf die unterwürfige Körperhaltung - (noch) nicht die klassischen Verhaltensweisen zeigt.

Die Gabe der ersten beiden Blüten erfolgte über das Trinkwasser, die weiteren Blüten als Mischung ins Fell.
Dosierung der Mischung: 1 Globuli/Tropfen pro 10 ml stilles Wasser

Allgemeine Hinweise:
Die hier verwendeten Blüten Elm, Pine, Holly und Centaury können generell während jeder Behandlung zu vermehrtem Trinken und entsprechend vermehrtem Harnabsatz führen. Dies ist im Rahmen der Behandlung einer Blasenentzündung aber durchaus zu begrüßen.
Die in diesem Falle zusätzlich angewandte Blüte Star of Bethlehem kann zu erhöhter Darmaktivität führen (was bei Azur auch der Fall war).

Bei der Behandlung mit Bachblüten ist jede Veränderung im Verhalten des Tieres als positive Resonanz zu werten, auch wenn die Veränderung kurzzeitig eine Verschlimmerung des Ursprungszustandes darstellt oder man sein Tier zunächst "gar nicht wiedererkennt".
Ich persönlich habe bei Azur und anderen Tieren ein leicht erhöhtes Schlafbedürfnis festgestellt.
Des weiteren reagierte der Kater sofort positiver auf mich, als ich anfing, auch seine Blüten zu nehmen. Einmal am Tag etwas davon in den Händen verreiben scheint schon zu reichen, um auf gleicher Wellenlänge "mitzuschwingen".

So. Bei Fragen: fragen. :D

Ich bin (noch) keine zertifizierte Bachblütentherapeutin und maße mich auch nicht an, das alleinige BB-Wissen gepachtet zu haben. Ich arbeite schon länger (mit durchaus positiver Resonanz) mit Bachblüten für Menschen und Tiere. Das vorhergehend Geschriebene stellt eine Empfehlung aus oben angebener Literatur sowie eigenen Erfahrungen dar.
Für (auch kritische) Fragen und Anmerkungen bin ich offen, denn sie helfen allen an der Diskussion Beteiligten beim lernen.

Liebe Grüße
Tine
 
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