20 % von was gerechnet?

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Naschkatze

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22. Dezember 2008
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Hessen
Hallo 🙂

Meine Miezen bekommen zusätzlich zum Nassfutter auch hin und wieder mal ein wenig rohes Fleisch, am liebsten Pute.

Jetzt bin ich mir aber sehr unschlüssig mit diesen 20 %, die man ja zufüttern darf, ohne Supplemente zugeben zu müssen.

Aber 20 % von was?

20 % von der täglichen Futtermenge in Gramm?
20 % von der Anzahl der Mahlzeiten pro Tag, pro Woche?
Oder ganz anders?

Ihr seht, ich stehe etwas auf dem Schlauch 😳 😕

Ich freue mich über Aufklärung 🙂

Viele Grüße
Naschkatze mit Orion und Ares
 
A

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Soviel ich weiß, geht es um die Futtermenge und es ist nur ein PI mal Daumen-Wert über einen längeren Zeitraum betrachtet. Wenn Du also an einem Tag mal 50% Frischfleisch fütterst und am nächsten Tag nichts, wird das nicht schlimm sein. Aber insgesamt sollte der Anteil von 20% nicht überschritten werden.
 
20 % von der Gesamtfuttermenge, die genommen wird.

Das kann täglich sein: 200 g Dosenfutter bisher, dann wären das ca 160 g Dose und ca 40 g Roh.

Oder einmal pro Woche: einen Tag nur Rohes. Das wäre etwas weniger als 20 % der Gesamtmenge, aber läßt noch ein kleines bisschen Spielraum für zwischendrin (an einem andren Tag z.B.) ein Hühnerherzchen oder ähnliches.

Rohes sollte nicht unmittelbar mit Industriefutter gegeben werde, weil es zum Verdauen andre Säfte/Fermente benötigt, und um nicht Spucken etc. zu provozieren, läßt man zwischen den unterschiedlichen Mahlzeiten mindestens 1-2 Stunden vergehen.
Ich hatte es so gehandhabt, daß nach der futterfreien Nacht als Frühstück '20 %' gab, und erst am späten Vormittag das übliche Dosenfutter. Das hat ganz gut geklappt.
Rohes wird vom Organismus wesentlich besser verstoffwechselt, die Produkte werden i.d.R. dadurch etwas fester und von der Masse her geringer. Zuviel Knöchelchen können 'Knochenkot' bringen, sehr hell und krümelig, das bitte vermeiden. Rohe Knochen von Hühnerkehlen, -flügel werden gern geknabbert. Gegarte Knochen sind tabu, sie können splittern.

Zugvogel
 
Hallo 🙂

Meine Miezen bekommen zusätzlich zum Nassfutter auch hin und wieder mal ein wenig rohes Fleisch, am liebsten Pute.

Jetzt bin ich mir aber sehr unschlüssig mit diesen 20 %, die man ja zufüttern darf, ohne Supplemente zugeben zu müssen.

Aber 20 % von was?

20 % von der täglichen Futtermenge in Gramm?
20 % von der Anzahl der Mahlzeiten pro Tag, pro Woche?
Oder ganz anders?

Ihr seht, ich stehe etwas auf dem Schlauch 😳 😕

Ich freue mich über Aufklärung 🙂

Viele Grüße
Naschkatze mit Orion und Ares

Hallo Naschkatze,

nehmen wir mal an, Deine Katze frisst täglich 200 Gramm NaFu, so sind das wtl. 1.400 Gramm NaFu.
Davon 20% sind 280 Gramm rohes Fleisch ohne irgendwelche Zusätze.
Wenn Du nun Deiner Katze einmal in der Woche, anstatt 200 Gramm NaFu, nun 200 Gramm rohes Fleisch fütterst,
liegst Du 100%ig auf der sicheren Seite 😀

Gruß
Joker
 
Vielen lieben Dank für eure Antworten.

Das hilft mir doch schon mal sehr weiter.
 
Rohes sollte nicht unmittelbar mit Industriefutter gegeben werde, weil es zum Verdauen andre Säfte/Fermente benötigt,

Welche anderen Säfte und Fermente? Das klingt ja als hätte die Katze zwei Verdauungssets. *verdutzt*
 
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Welche anderen Säfte und Fermente? Das klingt ja als hätte die Katze zwei Verdauungssets. *verdutzt*

Nein, es gibt natürlich keine zwei oder nochmehr Lager für die verschiedenen Futtersorten. Aber die Bauchspeicheldrüse arbeitet immer ein bisschen nach dem, was grad im Magen drin ist. Für Rohes und Gekochtes ist das unterschiedlich, Trofu nochmal anders. Und nicht nur die BSD, sondern der gesamte Verdauungstrakt bringt eine andre Zusammensetzung an Fermenten etc. bei verschiedenen Futtersorten.

Wenn man als Fastfoodjunkie plötzlich einen Tag nur Vollwert ißt, wird man spüren, was ich meine 😉

Zugvogel
 
Nein, es gibt natürlich keine zwei oder nochmehr Lager für die verschiedenen Futtersorten. Aber die Bauchspeicheldrüse arbeitet immer ein bisschen nach dem, was grad im Magen drin ist. Für Rohes und Gekochtes ist das unterschiedlich, Trofu nochmal anders. Und nicht nur die BSD, sondern der gesamte Verdauungstrakt bringt eine andre Zusammensetzung an Fermenten etc. bei verschiedenen Futtersorten.
Hm. Ich werd's mal googeln.
Daß die Dauer der Aufspaltung/Verdauung unterschiedlich ist, ist klar.
Aber unterschiedliche "Säfte"? Aber gut, man lernt ja nie aus ..
 
Nein, es gibt natürlich keine zwei oder nochmehr Lager für die verschiedenen Futtersorten. Aber die Bauchspeicheldrüse arbeitet immer ein bisschen nach dem, was grad im Magen drin ist. Für Rohes und Gekochtes ist das unterschiedlich, Trofu nochmal anders. Und nicht nur die BSD, sondern der gesamte Verdauungstrakt bringt eine andre Zusammensetzung an Fermenten etc. bei verschiedenen Futtersorten.

Wenn man als Fastfoodjunkie plötzlich einen Tag nur Vollwert ißt, wird man spüren, was ich meine 😉

Zugvogel

Hast du dafür Quellen?
Das liest sich für mich doch etwas seltsam, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

Ein Fastfoodesser wird höchstens Durchfall bekommen, da er mehr Ballaststoffe aufgenommen hat.


Übrigens füttere ich oft roh, Dose und Trofu zusammen, wird hier gut vertragen.
 
hier wird roh und NaFu auch zusammen vertragen, aber es gibt auch viele Katzen die davon brechen oder DF bekommen!
muss man einfach testen.

was ich nie machen würde ist NaFu oder TroFu und dann direkt Knochen zu füttern.
Dann kann es zu Problemen bei der Verdauung der Knochen kommen und das kann böse werden.. tritt ganz bestimmt auch nur selten auf und gibt auch bestimmt viele Katzen die es vertragen, aber man muss es ja nicht austesten ^^


eine richtige Quelle hab ich leider auch nicht, wenn es dich interessiert such mal auf dubarfst.eu im Forum
 
Die 20% dürfen auch ruhig mal regelmässig überschritten werden...... es ist noch keine Katze krank geworden, weil sie unsupplementiert 30% bis 50% ihres Gesamtfutterbedarfes über rohes Flesch abgedeckt hat.

Es kommt allerdings auch darauf an, ob es eine reine Wohnungskatze ist oder eine Freigängerkatze.

Außerdem kann man "den s. g. drohenden Vitamin- und Mineralstoffmangel" bei erhöhter Rohfütterung sehr gut ohne einzelne abgewogene Barf-Supplemente, jedoch über Aufzuchtmilch, Vitaminpaste, ReConvales usw. ausgleichen 😉
Sowie wöchentlich ein Eigelb, öfter mal etwas Knochenmehl, täglich eine Prise Taurin oder mal ein schönes dickes Möhrchen zur Hühnersuppe dazu....

Fakt ist, daß eine Katze, welche bei Dosis mit wirklich guter Futter-Kompetenz und damit verbundenem hohem Engagement lebt, deutlich besser/artgerechter ernährt wird als ein normaler Durchschnittsmensch!
 
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