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Parasiten Flöhe, Giardien, Würmer und Co - Woran erkennt man sie? Was kann man dagegen tun?


Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 21.07.2019, 10:10   #1
Melli1208
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Standard Giardien-schwieriger Fall. Erahrungen mit kollodialem Silber??

Hallo Ihr Lieben,

ich bin neu hier und habe ein großes Problem, bei dem ich einfach nicht mehr weiter weiß.

Ich habe zwei 15-jährige Katzen. Lukas und Lucy.

Seit ca. 6 Wochen kämpfen wir mit Giardien und bekommen es einfach nicht in den Griff.

Das große Problem ist: Beide haben eine Vorgeschichte. Sie haben eine chronische Pankreatitis und leicht erhöhte Nierenwerte. Diese beiden Dinge hatten wir mit Medikamenten und zum Schluss Homöopathie ganz gut in den Griff bekommen.
Lukas bekommt alle 4-5 Wochen eine Depotspritze Kortison, da seine BSD-Werte sonst nicht stabil bleiben und er auch immer das Fressen einstellt. Mit dem Kortison und zusätzlich jeden Tag Reconvales Tonikum klappte es bislang ganz gut, dass er wenigstens auch sein Gewicht gehalten hat.

Nun die Giardien...
Beide bekamen Spartrix, was auch erst einmal geholfen hat. Trotz nötiger Hygienemaßnahmen wurde es nach 14 Tagen wieder schlimmer mit dem Durchfall und sie wurden wieder positiv auf Giardien getestet. Also nochmal Spartrix... mit dem gleichen Ergebnis. 14 Tage Ruhe... dann wieder positiver Test und Durchfall. Zusätzlich reagierte Lukas mit Erbrechen (alle zwei Tage) nach der zweiten Gabe Spartrix.
Wir versuchten Panacur, was aber gar nicht ging. Starkes Erbrechen und speicheln. Blieb nicht drin. Meine TÄ wollte es mit dem Metro versuchen, was ich aber erstmal ablehnte, da dort die Nebenwirkungen ja noch extremer sein sollen.

Wir entschieden nach langem Hin und Her es mit kollodialem Silberwasser zu versuchen.
Lt. Rat einer Tierheilpraktikerin gab ich beiden morgens und abends jeweils 2 ml 50 ppm.
Nach 6 Tagen immer noch keine Erfolge.
Dann habe ich in einem anderen Forum gelesen, dass bei Giardien eine Dosis von 0,7 ml pro kg nötig ist. Zweimal täglich über 21 Tage. Also Dosis erhöht.
Kot wurde nach 2 Tagen etwas fester.... allerdings wurde das Fressen so gut wie eingestellt und Lukas schläft fast den ganzen Tag nur noch. Scheint er also auch nicht so gut zu vertragen.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Medis schlagen nicht an bzw. nur kurzzeitig und davon ab werden sie nicht vertragen.
Ich vermute auch mal, dass die Darmflora schon sehr angeschlagen ist mittlerweile :-( Beide bekommen zusätzlich noch 2 mal tgl. Canikur-Paste.
Lukas hat mittlerweile schon 400 Gramm abgenommen und Lucy 250 Gramm.

Ich habe auch versucht, das Trockenfutter komplett wegzulassen – was aber nur dazu führt, dass Lucy dann gar nichts mehr frisst. TÄ meinte, dann lieber Trockenfutter, auch wenn es nicht gut ist, als gar nichts.

Ich bin mittlerweile selbst schon psychisch total angeschlagen, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.

Vielleicht hat irgendjemand hier noch eine Idee / einen Rat, was wir machen könnten?

Das Silberwasser habe ich gestern jetzt nicht mehr gegeben. Aber meine TÄ meinte, ich solle es weiter versuchen. Dass es halt dauern kann, bis es richtig wirkt. Bin mir nur wegen der Dosis halt auch unsicher. Kennt sich vielleicht jemand damit ein wenig aus?

Vielen Dank fürs Lesen. Ich weiß, es ist sehr lang geworden :-(

Liebe Grüße

Melli
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Alt 21.07.2019, 11:40   #2
Gnocchilli
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Gnocchilli
 
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Hallo Melli,

Wir haben damals metrobactin gegeben. 3 Behandlungsintervalle über insgesamt 4 Wochen. Ich glaube 5 Tage Tablette, 5 Tage Pause, 5 Tage Tabletten, 5 Tage Pause, 5 Tage Tabletten. Das hat bei uns den Erfolg verschafft.

Ansonsten haben wir alle zwei Tage die Klos komplett gewechselt (Plastiktüte drum und Katzenstreu drauf. Dann muss man die Schalen nicht immer desinfizieren). Ein mal die Woche Boden desinfiziert mit diesem chlorhaltigen reiniger (weiß nicht mehr wie das hieß). Vor die Klos Hanne wir ein Handtuch gelegt welche alle zwei Tage dann erneuert wurden. Decken auf Couch haben wir auch alle zwei Tage gewechselt, konnten wir aber nicht kochen. Und alles abgesaugt, auch die Kratzbäume. Mir wurde gesagt, man kann die Zysten weg säugen, ob das stimmt weiß ich aber nicht.
Wir haben zudem nur Futter gegeben, das keine Kohlenhydrate hat, also auch kein Gemüse oder ähnliches enthält, da sie sich wohl davon ernähren.
Silber habe ich auch 2 mal gegeben. Es war mir aber zu heikel, da ich nicht weiß, ob sich das im Körper a lagert. Zum Schluss haben wir es zum desinfizieren verwendet.

So haben wir sie weg bekommen. Zu spartrix und Silber kann ich nicht viel sagen. Aber wir hatten auch einmal spartrix gegeben und es hat nicht geholfen.

Ich drücke die Daumen, dass es bald geschafft ist. Kopf hoch, bisher haben das doch noch alle geschafft. Zur Not könntest du bestimmt noch ein antibiogram machen lassen. Da wird getestet, gegen welches Mittel die Dinger eventuelle Resistenzen haben. Viele sollen wohl schon eine Resistenz gegen panacur haben.

Lg
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Alt 21.07.2019, 18:38   #3
Melli1208
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Hallo Gnocchilli,

lieben Dank für Deine Antwort.

Ich wechsel auch alle 1-2 Tage das komplette Streu und mache das Klo mit kochendem Wasser sauber. Habe alle Liegeplätze mit Decken ausgelegt, die alle 2-3 Tage auf 80 Grad gewaschen werden. Saugen tu ich täglich und alle 2-3 Tage gehe ich mit dem Dampfreiniger durch die Wohnung. Von diesem chlorhaltigen Desinfektionsmittel hat mir meine TÄ abgeraten, da das Immunsystem der beiden eh schon so angeschlagen ist und sie es für zu aggressiv hält. Allerdings werde ich auch zukünftig das Silberwasser nutzen für das Katzenklo und die direkte Umgebung. Näpfe werden auch tgl. mit kochendem Wasser übergossen und anschließend gut getrocknet.

Das Trockenfutter kann ich wie gesagt nicht komplett weglassen, da Lucy dann gar nicht mehr frisst. Ich habe es jetzt mit getreidefreiem Trockenfutter gemischt (nur das getreidefreie wird auch nicht gefressen). Aber selbst davon sind maximal 20 Gramm am Tag weg. Wenn es hoch kommt.

Lukas frisst etwas Hühnchen (porta 21). Aber halt auch nicht so die großen Mengen. Vielleicht 100 Gramm am Tag.

Das Problem bei den Medikamenten ist halt die offensichtliche Unverträglichkeit und die entsprechenden Nebenwirkungen. Daher hält auch meine Tierärztin das kollodiale Silber für die zur Zeit beste Alternative, es zu versuchen.

Ich habe nun schon mehrfach gelesen, dass als Futter das Royal Canin Gastro Intestinal auch gut sein soll. Allerdings bin ich da verwirrt, da es ja auch Getreide enthält.


Da die beiden durch die Bauchspeicheldrüsengeschichte auch nur Futter mit einem Fettgehalt unter 5 % bekommen sollen, ist da die Auswahl auch nicht soooo groß an getreidefreiem Futter.
Sie haben die letzte Zeit immer nur von Select Gold pure die Sorte Pute bekommen oder das Premiere-Senior-Futter. Das waren die einzigen beiden Futtersorten, die sie überhaupt angerührt haben.
Aber auch diese werden zur Zeit gar nicht genommen.

Dass sie so gut wie nichts mehr fressen, bereitet mir momentan am meisten Sorge. Und ich weiß nicht, was ich ihnen sonst noch anbieten könnte. Sie sind eh so mäkelig, was das Futter anbelangt

Trotzdem vielen lieben Dank für Deine Hilfestellung.

Vielleicht findet sich ja noch jemand, der etwas dazu beitragen kann.

Vielen lieben Dank!!!!

Melli
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Alt 22.07.2019, 07:55   #4
Gnocchilli
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Hallo Melli,

Hast du schon mal versucht, ob sie gekochtes Hühnchen fressen? Das geht bei mir super! Ich mischte es dann unter das Nassfutter, so haben sie beides gegessen.

Zum Aufbau kann ich auch noch das Tonikum empfehlen (RECOACTIV® Immun Tonicum für Katzen). Das regt den Appetit an. Habe damit gute erfolge erzielen können, als mein kleiner im Zahnwechsel schlecht gefressen hat.

Zur Desinfektion der Wohnung ist mir noch etwas eingefallen: Eine Züchterin erzählte mir, dass diese einen Ozongenerator verwenden. Die kann man ausleihen oder auch kaufen. Wobei ich nicht weiß, wie gut die billigen sind. Damit bekommt man wohl Bakterien, Viren und zum Teil auch Pilze klein.

Bei Dampfreinigern bin ich immer vorsichtig, vor allem wenn es um Polster, Teppiche etc. geht. Man bekommt sie schlecht trocken und wenn die Hitze in der Tiefe nicht ausgereicht hat, um die Giardien zu eliminieren, beschleunigt man deren Wachstum nur noch.


Ich bin von dem HALAMID Desinfektionsmittel auch nicht ganz so begeistert. Aber es soll wohl das einzige sein, dass eine Wirkung erzielt.

LG
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Alt 22.07.2019, 21:17   #5
Ladyhexe
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Genau, Halamid richtig angewendet, auch wenn es nicht gut für menschliche Nasen ist killt Giardien, oder ein gutes Ozongerät. Allerdings müßen da Mensch und Tier aus dem Raum und genau ausgerechnet werden, wie lange das Gerät laufen muß um die gesamte Kubikzahl im Raum mit Ozon gefüllt bekommen. Und Türschlitze die nicht dicht sind müssen abgedichtet werden. Da muß der Fachmann her.

Mir viel auf bei deinem Post mit Spartix, 14 Tage decken nicht einen kompletten Zyklus der Giardien ab, der ist 21 Tage.
Deshalb konnte es nichts werden.

Trockenfutter hilft den Giardien zum überleben. Nicht gewollt, also reiße dich zusammen und ignoriere Mäkeljammern und gebe ihnen die Pute bis zum abwinken.

Und es hilft wirklich nur täglich alles schrubben. Dampfreiniger kann nie so heiß sein wie du benötigst, daher fühlen sich dann Giardien bei 50 °C so wohl, daß sie sich fleißig vermehren.

Jetzt an etwas magenschonendes denken ist sinnlos, erst müssen Giardien gekillt sein, dann der Darmaufbau.

Wenn das Silberwasser auf den gesamten Organismus so extrem wirkt, lieber weglassen, statt Katze die erlöst werden muß. Mach mal für dich eine Woche Pause und dann starte neu, und zwar Medikamente über die 21 Tage Zyklus.
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Alt 23.07.2019, 09:22   #6
Flauschfreund
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Zitat:
Zitat von Ladyhexe Beitrag anzeigen

Mir viel auf bei deinem Post mit Spartix, 14 Tage decken nicht einen kompletten Zyklus der Giardien ab, der ist 21 Tage.
Deshalb konnte es nichts werden.
Ist der Zyklus überhaupt relevant wenn das Medikament alle Stadien der Giardien abtötet? Alle Einnahmeschemen die ich diesbezüglich gefunden habe gehen auch nicht über drei Wochen, eben weil Spartrix anders wirkt. Ich habe gestern mit dem TA telefoniert um unsere Nachprobe abzuklären und er meinte mit dem Schema "2 aufeinanderfolgende Tage und nach einer Woche noch einmal" sei absolut alles richtig gelaufen und abgedeckt. Ich war auch erst unsicher weil ich an Tag 1 nicht alles in die eine Mieze bekommen habe, aber er meinte, oft genug hilft eine Behandlung sogar aus. Wenn man die Hygienemaßnahmen gewissenhaft durchführt. Alles zu 100% desinfizieren kann man sowieso nicht.

Wir haben jetzt die Kotprobe beisammen, geht heute abend zum Tierarzt zum Nachtest. Sollte es nicht geklappt haben und der Test immer noch positiv sein werde ich ein Ozongerät mieten. Ich habe über Wochen jeden Tag mit Halamid geputzt (mein 1kg-Eimerchen ist leer bei 75m² Wohnung), alles mögliche mit Kochwäsche abgedeckt und täglich gewaschen+Trockner, jeden Tag die Klos mit kochendem Wasser+Halamid gereinigt und neuer Streu befüllt, alle Spielzeuge desinfiziert etc etc...vielleicht habe ich es auch übertrieben, aber ich denke, zu viel gibt es in dem Fall nicht. Eher zu wenig. Und weil es sich für mich immer zu wenig anfühlt werde ich mich, sollte es noch relevant sein, nicht nochmal mit dem Putzen quälen sondern mich auf das Gerät verlassen.

Geändert von Flauschfreund (23.07.2019 um 09:32 Uhr)
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Alt 23.07.2019, 10:00   #7
Melli1208
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Hallo Ladyhexe,

vielen Dank für Deine Antwort.

Es geht beim Fressen ja nicht ums Rummäkeln, sondern darum, dass es definitiv komplett eingestellt wird von Lucy. Ich habe es zwei Tage konsequent versucht. Sie frisst dann wirklich gar nichts bzw. mümmelt mal an dem Hühnchen rum und kommt dann - wenns hoch kommt - vielleicht auf 20 Gramm am Tag (das ist aber schon viel geschätzt).
Ich weiß, dass Trockenfutter nicht gut ist.. aber sie frisst wie gesagt sonst gar nichts und das kann es ja auch nicht sein und wäre auch zu gefährlich.

Und so wie Flauschfreund schreibt, sagte auch meine TÄ, dass bei Spartrix oftmals schon eine einmalige Gabe sogar ausreicht, um dem Ganzen eine Ende zu setzen. Aufgrund der chronischen Vorerkrankungen und der erwähnten Nebenwirkungen haben wir daher auf die zweite Gabe verzichtet, weil sie eben, wie ich auch, Bedenken hatte, dass wir den Beiden sonst wirklich "den Rest" geben, da sie es einfach nicht vertragen. Gerade mit der Bauchspeicheldrüsengeschichte haben wir schon extrem schlimme und harte Zeiten hinter uns und es stand - gerade um Lukas - gar nicht gut. Seine Werte waren schon bei über 20 (normal bis 3) und es hat sehr sehr lange und sehr viel Geduld gekostet, sie wieder einigermaßen runter zu bekommen.
Es ist ja leider nunmal so, dass beide schon ein fortgeschrittenes Alter haben und zudem chronisch krank sind. Das macht sie für die Giardien natürlich anfälliger.


Ich hoffe, wir kriegen es irgendwie in den Griff.


Zu dem Silberwasser kann ich sagen, dass ich den Verdacht habe, dass das bisherige nicht wirklich gewirkt hat. Ich habe mittlerweile ein anderes Präparat, welches ich erst seit gestern gebe und seither ist Lukas aber schon wieder etwas fitter und frisst auch wieder ein wenig mehr.


Die TÄ sagte, dass die extreme Müdigkeit einfach auch mit dem ganzen Krankheitsbild zu tun haben kann. Der Körper hat natürlich sehr zu kämpfen derzeit und das schlaucht natürlich extrem. Wäre bei uns Menschen ja auch nicht anders. Kennen wir... sind wir krank, schlafen wir meist auch viel, damit der Körper sich erholen kann.


Sie ist der Meinung, wir sollen erst erstmal mit dem neuen Silberwasser weiter versuchen und schauen, ob es besser wird.
Jetzt wieder zusätzlich noch andere Chemiekeulen wäre wahrscheinlich noch schlimmer und belastender. Sie hat auch extra noch mit zwei Alternativmedizinern für Tiere gesprochen, die unabhängig voneinander das gleiche gesagt haben.

Ich danke Euch allen für Eure Antworten

LG
Melli
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Alt 23.07.2019, 10:25   #8
Gnocchilli
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Soweit ich weiß sind die Zysten im trockenen ca. 4 Wochen infektiös. Deshalb habe ich die Medis so gestreckt, dass wir über 4 Wochen kommen. Das setzt natürlich voraus, dass sie vom Beginn an nicht mehr ausgeschieden werden. Ich glaube das Abtöten ist nicht unbedingt das Problem, sondern eher die Reinfektion. Und dass Spartrix auch die Giardien, die sich in die Gallengänge zurück ziehen, abtötet, glaube ich nicht so ganz.

Was hattest du denn für Silberwasser? Meines Wissens nach ist ein hoher Gehalt an ionischen Silber notwendig. Die kolloidale Form bringt nichts.

Ich meine auch gelesen zu haben, dass Kokosöl gut ist gegen Giardien. Da ist Linolsäure (?) drin, welches Parasiten bekämpfen soll. Meine haben davon leider schlimmeren DF bekommen, weshalb ich nach drei Tagen die Gabe eingestellt hatte und zur Wirkung nichts sagen kann.

LG
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Alt 23.07.2019, 10:26   #9
ellop
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Zum Thema Silberwasser gibt es wirklich sehr viele gute Berichte und Erfolge. Eine brauchbare Facebook Gruppe gibt es auch. 0,7 ml pro kg sind die empfohlene Dosis. Probiert habe ich es aber nicht.
Zum Rest habe ich dir eine PM geschrieben.
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Alt 23.07.2019, 18:03   #10
Ladyhexe
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Zitat:
Zitat von Flauschfreund Beitrag anzeigen
Ist der Zyklus überhaupt relevant wenn das Medikament alle Stadien der Giardien abtötet? Alle Einnahmeschemen die ich diesbezüglich gefunden habe gehen auch nicht über drei Wochen, eben weil Spartrix anders wirkt. Ich habe gestern mit dem TA telefoniert um unsere Nachprobe abzuklären und er meinte mit dem Schema "2 aufeinanderfolgende Tage und nach einer Woche noch einmal" sei absolut alles richtig gelaufen und abgedeckt. Ich war auch erst unsicher weil ich an Tag 1 nicht alles in die eine Mieze bekommen habe, aber er meinte, oft genug hilft eine Behandlung sogar aus. Wenn man die Hygienemaßnahmen gewissenhaft durchführt. Alles zu 100% desinfizieren kann man sowieso nicht.

Wir haben jetzt die Kotprobe beisammen, geht heute abend zum Tierarzt zum Nachtest. Sollte es nicht geklappt haben und der Test immer noch positiv sein werde ich ein Ozongerät mieten. Ich habe über Wochen jeden Tag mit Halamid geputzt (mein 1kg-Eimerchen ist leer bei 75m² Wohnung), alles mögliche mit Kochwäsche abgedeckt und täglich gewaschen+Trockner, jeden Tag die Klos mit kochendem Wasser+Halamid gereinigt und neuer Streu befüllt, alle Spielzeuge desinfiziert etc etc...vielleicht habe ich es auch übertrieben, aber ich denke, zu viel gibt es in dem Fall nicht. Eher zu wenig. Und weil es sich für mich immer zu wenig anfühlt werde ich mich, sollte es noch relevant sein, nicht nochmal mit dem Putzen quälen sondern mich auf das Gerät verlassen.
So ganz als Exbetroffene zu Weihnachten 2016 im Vielkatzenhaushalt (ab mehr wie 6). Ich hatte mich bei der Diagnose Giardien hier im Forum sowie im medizinischen Lexikon schlau gemacht. Natürlich ist der Lebenszyklus der Giardien ausschlaggebend für die Behandlung.

Wie du und dein TA bestimmt wißt, ist Spartix offiziell nicht für Katzen anzuwenden, weshalb du es auf eigene Gefahr (der Wirkung oder Wirkungslosigkeit) anwendest. Ob dein TA recht hat mit seiner Einschätzung wird dir nur die Kotprobe - ausgewertet im Labor, NICHT SCHNELLTEST beim TA zeigen. Die Woche wirst du auch noch durchhalten was die Hygienemaßnahmen anbelangt.

Ich hatte das Glück daß mir eine Userin hier aus dem Forum ein Ozongerät ausgeliehen hat, das gab mir die Sicherheit daß die Kratzbäume porentiv rein wurden. Davor hatte ich die trotzdem mit Halamid eingesprüht und trocknen lassen.
Und ja, ich habe 200 LITER Streu zu entsorgen gehabt, das ist normal wenn man 7 Klos im Haushalt hat - und mein nächtlicher Putzwahn ging über 150 m² Wohnfläche auf 2 Etagen verteilt. Deshalb weiß ich genau, was jeder Einzelne leistet, denn auch meine Kochwäschen waren jeden zweiten Tag 2 Maschinen. Meine Hochachtung an jeden, der es durchhält und wie wir, auf das erste Mal schafft den Giardien den Garaus zu machen.


Ich drücke dir die Daumen, daß ihr es geschafft habt und bange mit dir auf das Ergebnis der Kotprobe und der Antwort vom Labor.
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Alt 23.07.2019, 18:15   #11
Ladyhexe
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Zitat:
Zitat von Melli1208 Beitrag anzeigen
Hallo Ladyhexe,

vielen Dank für Deine Antwort.

Es geht beim Fressen ja nicht ums Rummäkeln, sondern darum, dass es definitiv komplett eingestellt wird von Lucy. Ich habe es zwei Tage konsequent versucht. Sie frisst dann wirklich gar nichts bzw. mümmelt mal an dem Hühnchen rum und kommt dann - wenns hoch kommt - vielleicht auf 20 Gramm am Tag (das ist aber schon viel geschätzt).
Ich weiß, dass Trockenfutter nicht gut ist.. aber sie frisst wie gesagt sonst gar nichts und das kann es ja auch nicht sein und wäre auch zu gefährlich.

Und so wie Flauschfreund schreibt, sagte auch meine TÄ, dass bei Spartrix oftmals schon eine einmalige Gabe sogar ausreicht, um dem Ganzen eine Ende zu setzen. Aufgrund der chronischen Vorerkrankungen und der erwähnten Nebenwirkungen haben wir daher auf die zweite Gabe verzichtet, weil sie eben, wie ich auch, Bedenken hatte, dass wir den Beiden sonst wirklich "den Rest" geben, da sie es einfach nicht vertragen. Gerade mit der Bauchspeicheldrüsengeschichte haben wir schon extrem schlimme und harte Zeiten hinter uns und es stand - gerade um Lukas - gar nicht gut. Seine Werte waren schon bei über 20 (normal bis 3) und es hat sehr sehr lange und sehr viel Geduld gekostet, sie wieder einigermaßen runter zu bekommen.
Es ist ja leider nunmal so, dass beide schon ein fortgeschrittenes Alter haben und zudem chronisch krank sind. Das macht sie für die Giardien natürlich anfälliger.


Ich hoffe, wir kriegen es irgendwie in den Griff.


Zu dem Silberwasser kann ich sagen, dass ich den Verdacht habe, dass das bisherige nicht wirklich gewirkt hat. Ich habe mittlerweile ein anderes Präparat, welches ich erst seit gestern gebe und seither ist Lukas aber schon wieder etwas fitter und frisst auch wieder ein wenig mehr.


Die TÄ sagte, dass die extreme Müdigkeit einfach auch mit dem ganzen Krankheitsbild zu tun haben kann. Der Körper hat natürlich sehr zu kämpfen derzeit und das schlaucht natürlich extrem. Wäre bei uns Menschen ja auch nicht anders. Kennen wir... sind wir krank, schlafen wir meist auch viel, damit der Körper sich erholen kann.


Sie ist der Meinung, wir sollen erst erstmal mit dem neuen Silberwasser weiter versuchen und schauen, ob es besser wird.
Jetzt wieder zusätzlich noch andere Chemiekeulen wäre wahrscheinlich noch schlimmer und belastender. Sie hat auch extra noch mit zwei Alternativmedizinern für Tiere gesprochen, die unabhängig voneinander das gleiche gesagt haben.

Ich danke Euch allen für Eure Antworten

LG
Melli
Hallo Melli,

wenn ich es richtig gelesen hatte war die einmalige Gabe von Spartix nicht hilfreich und die Giardien habt ihr immer noch, deshalb hatte ich auch geschrieben. Da wurde die Hoffnung vom Tierarzt nicht erfüllt.

Bislang las ich nur eine Meldung zum kollab. Silber von einem User, der es selbst NICHT angewendet hat!

Zum Futter, alles was kein Trockenfutter ist sehe als erlaubt an, solange es getreidefrei ist, egal ob roh oder gekocht. Ich würde sogar zu einem Magenschutzpräparat tendieren.
Ulmenrunde soll appetitanregend sein, so als krümel über das Futter gestreut kann es helfen. Übrigens, eine Wilden verweigerten 5 Tage jedes Futter, dann in der Nacht auf Tag 6 haben sie gefressen. Päppelfutter das kalorienreich ist, wie schon benannt, kann helfen.

Mir ist klar, daß deine Sorgen nicht einfach schrumpfen, weil wir hier schreiben, doch nehme es als Mut und den Willen durchzuhalten, auch wenn deine felligen Patienten den Kopf hängen lassen.

Wie du im Beitrag vorher lesen kannst, war ich selbst schon betroffen von der Pest namens Giardien. Es ist schwierig, aber machbar.

Liebe Grüße

Geändert von Ladyhexe (23.07.2019 um 18:20 Uhr)
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Alt 24.07.2019, 07:55   #12
Flauschfreund
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Zitat:
Zitat von Ladyhexe Beitrag anzeigen
So ganz als Exbetroffene zu Weihnachten 2016 im Vielkatzenhaushalt (ab mehr wie 6). Ich hatte mich bei der Diagnose Giardien hier im Forum sowie im medizinischen Lexikon schlau gemacht. Natürlich ist der Lebenszyklus der Giardien ausschlaggebend für die Behandlung.

Wie du und dein TA bestimmt wißt, ist Spartix offiziell nicht für Katzen anzuwenden, weshalb du es auf eigene Gefahr (der Wirkung oder Wirkungslosigkeit) anwendest. Ob dein TA recht hat mit seiner Einschätzung wird dir nur die Kotprobe - ausgewertet im Labor, NICHT SCHNELLTEST beim TA zeigen. Die Woche wirst du auch noch durchhalten was die Hygienemaßnahmen anbelangt.

Ich hatte das Glück daß mir eine Userin hier aus dem Forum ein Ozongerät ausgeliehen hat, das gab mir die Sicherheit daß die Kratzbäume porentiv rein wurden. Davor hatte ich die trotzdem mit Halamid eingesprüht und trocknen lassen.
Und ja, ich habe 200 LITER Streu zu entsorgen gehabt, das ist normal wenn man 7 Klos im Haushalt hat - und mein nächtlicher Putzwahn ging über 150 m² Wohnfläche auf 2 Etagen verteilt. Deshalb weiß ich genau, was jeder Einzelne leistet, denn auch meine Kochwäschen waren jeden zweiten Tag 2 Maschinen. Meine Hochachtung an jeden, der es durchhält und wie wir, auf das erste Mal schafft den Giardien den Garaus zu machen.


Ich drücke dir die Daumen, daß ihr es geschafft habt und bange mit dir auf das Ergebnis der Kotprobe und der Antwort vom Labor.
Ich hoffe einfach das Beste.
Ganz bis jetzt konnte ich die Maßnahmen nicht durchziehen, da machte meine Gesundheit leider einen Strich durch die Rechnung. Seit ca. 2 Wochen läuft alles wieder in normalen Bahnen, die letzte Medigabe ist vier Wochen her. Ich denke einfach mal, ich habe die wichtigste Zeit abgedeckt.
Es ist halt schon für mich komisch dass man bei den Spartrix-Verabreichungsschemen nur in ganz seltenen Fällen von einer Gabe liest die über das übliche 1-(1)-7tg Pause-1 hinaus geht. Dann hätte ich doch letzte Woche noch mal eine Portion nachgelegt wenn ich das gewusst hätte. So ein Mist...ich werde schon wieder leicht panisch dass es doch nicht gereicht hat.

Schnelltests mache ich prinzipiell nicht mehr. Schnelltest 1 bei einer Miez sagte negativ. Dann bestand ich auf eine Laboruntersuchung mit Einschicken. Leider aus Unwissenheit nur von einer Tagesprobe. Wieder negativ. Erst das komplette Programm mit Tests auf alles erdenkliche (Giardien haben wir nur so nochmal mitgenommen, wir waren ja negativ) hat dann die Ergebnisse ausgespuckt. Mittlerweile auch bei einem anderen Tierarzt.
Flauschfreund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2019, 22:17   #13
Ladyhexe
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Zitat:
Zitat von Flauschfreund Beitrag anzeigen
Ich hoffe einfach das Beste.
Ganz bis jetzt konnte ich die Maßnahmen nicht durchziehen, da machte meine Gesundheit leider einen Strich durch die Rechnung. Seit ca. 2 Wochen läuft alles wieder in normalen Bahnen, die letzte Medigabe ist vier Wochen her. Ich denke einfach mal, ich habe die wichtigste Zeit abgedeckt.
Es ist halt schon für mich komisch dass man bei den Spartrix-Verabreichungsschemen nur in ganz seltenen Fällen von einer Gabe liest die über das übliche 1-(1)-7tg Pause-1 hinaus geht. Dann hätte ich doch letzte Woche noch mal eine Portion nachgelegt wenn ich das gewusst hätte. So ein Mist...ich werde schon wieder leicht panisch dass es doch nicht gereicht hat.

Schnelltests mache ich prinzipiell nicht mehr. Schnelltest 1 bei einer Miez sagte negativ. Dann bestand ich auf eine Laboruntersuchung mit Einschicken. Leider aus Unwissenheit nur von einer Tagesprobe. Wieder negativ. Erst das komplette Programm mit Tests auf alles erdenkliche (Giardien haben wir nur so nochmal mitgenommen, wir waren ja negativ) hat dann die Ergebnisse ausgespuckt. Mittlerweile auch bei einem anderen Tierarzt.
Erhole dich mal gut von dem Putzmarathon, denn wirklich angstrengend ist er für jeden.
Bitte keine Panik beginnen, warte ruhig den Test ab. In Zukunft einfach daran denken, daß immer die Sammelprobe von allen Katzen über 3 Tage im Test sind, dann habt ihr ein Ergebnis, auf das ihr euch verlassen könnt. So eines negativ bewertet verleiht der Feier eine andere Qualität.

Denn es müssen bei Giardien auch alle Katzen im Haushalt behandelt werden, so als Sammelinfizierte Vierbeiner, da kannst du auch die Kosten im Sammeltest drücken.

Nochmals auf das Spartix: Wir lesen zwar immer wieder, es hat geholfen - aber ebenso oft lesen wir, nochmals positiv, wir nehmen ein anderes Mittel. So etwas schlage ich dem zu kurzem Gabe-Rythmus zu, denn ich bin mir fast sicher, daß dies in einer verlängerten Form erübrigen würde ohne Wechsel des Medikamentes.
Leider ist auch bei einigen Tierärzten noch nicht angekommen, daß man von Anfang an die 21 Tage in Betracht zieht. Ich war mal Fahrerin für eine Bekannte mit Giardienkatzen und habe auch so einen Spruch gehört wie...."haben doch fast alle Tiere" .... + "meine Erfahrungen sagen Zyklus von .... (extrem verkürzt). Ich bin dann eingeschritten, ich hatte auch die zweite Mieze getragen und war im Behandlungszimmer anwesend.
Was soll ich sagen.... jetzt ist die Frau bei einem anderen Tierarzt nach einem weiteren Gespräch mit mir.
Ladyhexe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2019, 12:11   #14
Flauschfreund
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Wir sind negativ.
Keine Giardien mehr nachweisbar.
Schön wenn der Druck nachlässt
Flauschfreund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2019, 12:55   #15
Gnocchilli
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Zitat:
Zitat von Flauschfreund Beitrag anzeigen
Wir sind negativ.
Keine Giardien mehr nachweisbar.
Schön wenn der Druck nachlässt
Glückwunsch


Ich hoffe, es bleibt so. Ich habe damals nach weiteren 4 Wochen nochmal testen lassen, für den Fall, sie reinfizieren sich nochmal. Aber toll, dass ihr die Biester erstmal los seid
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