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Alt 09.03.2018, 11:34   #1
kamikatzee
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Gestern Nachmittag ist bei uns eine neue Katze eingezogen, die ich als Streichler im Tierheim kennengelernt habe. Sie ist zweieinhalb Jahre alt und eine absolute Schmuserin... Sie kann gar nicht aufhören zu kuscheln und um uns rumzustreichen, flehzt sich in ihren Körbchen und spielt mit vollem Elan.

Wir haben gelesen, dass man Katzen zuerst in einem einzigen Zimmer behalten und ihr nach und nach weitere Zimmer zeigen soll. Wir haben ein großes Katzenzimmer, das mit Klo, Körbchen, Futter und Kratzbaum ausgestattet ist, aber die kleine Maus ist natürlich sehr interessiert daran, wie der Rest des Hauses aussieht, und maunzt ab und zu die Tür an, wo die Menschen durch verschwinden.

Wir haben ein dreistöckiges Haus und wollen sie nicht überfordern, deshalb wollte ich euch nach Tipps fragen, wann und wie ihr ihr das ganze Haus zeigen würdet und was man beachten sollte. Vorallem beim Wohnzimmer im 1. Stock wäre es toll, wenn sie das schnell kennenlernt, da steht schon ein Kratzbaum für sie bereit. Vielleicht habt ihr auch süße Erfahrungsberichte, die ihr teilen könnt?
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Alt 09.03.2018, 12:37   #2
fishii
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Huhu,

ich würde bei dem Alter nur am Ankunftstag die Katze in einen Raum lassen. Spätestens am zweiten Tag einfach Türen offen lassen und die Süße alles in ihren eigenen Tempo erkunden lassen. Den Raum den sie als ihren Rückzugsraum kennengelernt hat sollte ihr natürlich jederzeit zugänglich sein.
Vorher evtl. das Haus nochmal durchgehen ob alle Katzenfallen beseitigt sind (Kippfenster zu, Giftpflanzen außer Reichweite, etc.) Sollte ein Raum tabu sein, diesen dann von vornherein der Katze gar nicht zur Verfügung stellen.
Hat sie denn keine Katzengesellschaft?

Geändert von fishii (09.03.2018 um 12:40 Uhr)
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Alt 09.03.2018, 12:47   #3
Leniloves
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Die neue Katze hört sich ja zuckersüß an

Genau das ist richtig, ein Zimmer nach dem anderen zeigen, um die Katze nicht zu überfordern.

Wir haben auch ein dreistöckiges Haus und alles sehr offen gestaltet, wo wir keine Möglichkeit hatten ein solches Katzenzimmer einzurichten. Daher hatten unsere beiden Kätzchen direkt das Wohnzimmer, die Küchen und den Essbereich zu erkunden und nach und nach haben wir ihnen auch die anderen beiden Etagen gezeigt.

Hör einfach auf dein Bachgefühl und wenn deine Katze immer die Tür anguckt dann lass sie ruhig mal auf Entdeckungstour gehen
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Alt 09.03.2018, 12:48   #4
kamikatzee
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Ja sie ist wirklich zuckersüß und schon so anhänglich, sie wird ganz verrückt vor so vielen Beinen wo man rumstreichen muss . Wir hatten ja immer Katzen, aber so ein anhängliches Tier habe ich noch nie erlebt. Sie hat heute sogar schon auf mir drauf zusammengerollt geschlafen.

Zitat:
Zitat von fishii Beitrag anzeigen
Hat sie denn keine Katzengesellschaft?
Also meine Eltern sind beide in Rente und haben dementsprechend den ganzen Tag Zeit für sie, außerdem ist Freigang angedacht nach der Eingewöhnung Dann kann sie die Katzen in der Nachbarschaft kennenlernen. Im Tierheim war sie auch schon in einer einzelnen Box und die meinten, das wäre ihr ganz recht. ^^
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Alt 09.03.2018, 12:51   #5
Lotte2001
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Lotte2001
 
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Hallo,

ich würde einfach die Zimmertür ein Stück auflassen. Dann kann sie selbst entscheiden, ob sie mit dir mitkommt bzw. das Haus erkundet oder ob sie sich wieder in "ihr Zimmer" zurückzieht.

Als unsere beiden jungen Kater bei uns ankamen (sie waren 4,5 Monate alt) bin ich nach meinem Bauchgefühl gegangen und habe sie einfach im Wohnzimmer aus der Box gelassen.
Sie haben sofort das ganze Haus erkundet (auch recht groß und über 3 Etagen) und sich nach der Erkundungstour ganz selbstverständlich auf die Couch gelegt und geschlafen.
Es war, als wären sie schon immer bei uns zuhause.

Vielleicht ist so ein Einzug eher die Ausnahme, aber es fühlte sich einfach "richtig" an, so vorzugehen.

Wenn du also das Gefühl hast, sie will an eurem Leben schon teilnehmen, dann lass sie nicht alleine in dem Zimmer.
So wie ich das verstanden habe, kennt ihr euch ja auch schon von deinen Besuchen im Tierheim...!?
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Alt 09.03.2018, 12:56   #6
PaenX
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Als vor gut 8 Monaten unsere Gini zu uns kam, haben wir im Bad ihren Kennel geöffnet, damit sie weiß, wo sie ihr Klo findet. Das war für uns das Wichtigste, weil Gini in der vorherigen Haltung unsauber war und alles, wirklich alles andere genutzt hat. Seit sie bei uns ist, hat sie nur 3 Mal auf den neuen Badteppich uriniert. Das liegt aber wahrscheinlich an der Gummierung auf der Unterseite. Seit der Teppich nicht mehr immer da liegt, ist alles top

Aber zurück zum Einzug: Also Gini ins Bad gesetzt und die Tür hatten wir nur ran gemacht. Wäre sie nicht raus gekommen, okay. Aber sie kam. Und weil sie mich und meinen Freund schon lange kannte, kam sie sofort an und hat sich unter unsere Decke geschmust, unsere Schreibtische und Fenster begutachtet und sich dann unter das Bett verzogen. Da blieb sie dann auch einige Tage. Ich bin zu ihr, um ihr Futter zu geben. (Gini kam gegen 18 Uhr zu uns und hatte vermutlich 3 Tage kein Futter mehr bekommen. Also musste sie unbedingt fressen)
Raus kam sie nur Nachts zum Fressen und Klo nutzen.

Also, wenn ihr keine Zusammenführung mit einer bereits vorhandenen Katze macht: Einfach raus und in Ruhe erkunden lassen. Wenn sich die Katze verkriecht, kein Problem. Alles neu Bei mehreren Etagen würde ich das auch nach und nach machen.

Viel Glück!

EDIT: Achso, Gini hat den Safeplatz "Unterm Bett" erst dann nicht mehr so oft genutzt, als wir den Kratzbau mit einer Decke abgehangen haben, damit sie sich dort verstecken kann. Unterm Bett ist sie jetzt nur noch im Notfall (Gewitter, Silvester,...)

Geändert von PaenX (09.03.2018 um 12:58 Uhr)
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Alt 09.03.2018, 14:33   #7
kamikatzee
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Oh das sind ja tolle Geschichten!

Wir sind jetzt eurem Rat gefolgt und haben einfach mal die Tür aufgelassen. Sie ist irgendwann rausgestiefelt, als wäre es das normalste auf der Welt. Dann ist sie bestimmt 5 Mal rauf und runter und hat alles mit ihrer Nase kartiert (und wenn der Mut gefehlt hat, musste sie nur einmal um die neuen Menschen herumstreichen, dann ging es weiter ).

Jetzt ist sie komplett fertig und schläft auf meiner Decke (obwohl sie bestimmt 6 Körbe hier hat, so lieb! )
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Alt 09.03.2018, 18:48   #8
bootsmann67
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bootsmann67
 
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Ich mag auch noch unsere Geschichte beisteuern, auch wenn du den Schritt aufgrund der Ermutigungen ja schon erfolgreich vollzogen hast.

Als Mitte letzten Jahres Luna & Maja ueber die Regenbrucke gegangen sind, haben wir uns im Tierheim von Chelsea & Paul adoptieren lassen.

Samstags haben mein Vater und ich die Beiden vom Tierheim abgeholt.
Meine Eltern waren zu Besuch - weil sie natuerlich auch neugierig waren :-)
Eltern und meine Frau setzten sich in unser Arbeits-/Esszimmer. Ich ging mit den beiden Transportboxen ins Schlafzimmer.

Chelsea (4 Jahre) schien im Tierheim etwas zurueckhaltender und reservierter als Paul (6 Jahre), der ein absolut aufgeschlossener Kampfschmuser war.

Deshalb hatte ich mir gedacht erst Chelsea's Box zu oeffnen, so das sie ganz in Ruhe "fluechten" kann, ohne Paul zu erschrecken.
Bei Paul machte ich mir keinerlei grossartige Gedanken.

Also habe ich die Transportboxen abgestellt, erst Chelsea's Box geoeffnet. sie kam raus, fluechtete nicht und beschnupperte sofort die Box. Dann machte ich die Box von Paul auf, der auch sofort raus kam und die beiden Boxen beschnupperte.

Ich verliess das Schlafzimmer und liess die Beiden in Ruhe. Sie erkundeten knapp das Schlafzimmer, um dann die anderen Raeume in naeheren Augenschein zu nehmen. Es folgten Wohnzimmer, Kueche, Bad, bis sie dann zu uns kamen. Sie hatten keinerlei Scheu vor uns und waren erst einmal an den Oertlichkeiten interessiert. sie schauten sich die Kloechen an, am Futter wurde kurz geschnuppert, liessen sich kurz streicheln und nahmen dann wieder die anderen Raeume in Augenschein.
Da sie keinerlei Angst zeigten, bin ich dann mit der Kamera gefolgt.

Einzug Teil 1
https://youtu.be/9R_SBRfp4Bo

Einzug Teil 2
https://youtu.be/e1JGE0eNqGs

Ich bin zwar ein sehr optimistisch denkender Mensch, aber so einen problemlosen Einzug haette selbst ich nicht in dieser Form erwartet.

uebrigens: Chelsea & Paul gingen sogar Abends mit uns ins Bett!

Allerdings wird ein solcher Einzug nicht gerade die Regel sein.

Olaf

Geändert von bootsmann67 (09.03.2018 um 20:02 Uhr)
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Alt 12.03.2018, 02:43   #9
Cynti
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Cynti
 
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Klingt nach einer aufgeschlossenen, mutigen Katze

Aber ich würde gern mal hinterfragen:
Zitat:
Also meine Eltern sind beide in Rente und haben dementsprechend den ganzen Tag Zeit für sie, außerdem ist Freigang angedacht nach der Eingewöhnung Dann kann sie die Katzen in der Nachbarschaft kennenlernen. Im Tierheim war sie auch schon in einer einzelnen Box und die meinten, das wäre ihr ganz recht. ^^
Du weisst ja sicher als Streichlerin in einem gutem Tierheim mit Ahnung, das Menschen kein Ersatz für eine Katzenkumpeline sind.
Man kann sicherlich geteilter Meinung sein, ob man eine Katze, die Freigang bekommt, zwingend zu zweit halten sollte, aber ich gebe eins zu Bedenken:
Wenn es bei dir in der Nachbarschaft viele weitere Katzen gibt, werden die "ihr Revier" nicht unbedingt gern mit einer weiteren Bewohnerin teilen wollen.
Denn wie man mittlerweile fast überall nachlesen kann, verteidigen Katzen (und Kater) draussen ihr Revier und suchen sich dort nur bedingt neue Freunde..
Und wenn sie im Tierheim in einer einzelnen Box untergebracht war, woher weiss das Tierheim, das sie nicht gesellig mit einer Freundin wäre?

Ich find das immer schade, den Tieren direkt die Möglichkeit zu nehmen, im Tierheim auf eine Freundin zu treffen.. Sicherlich ist das mit Beobachtungsgabe und Zeit verbunden, welches Tierheimpersonal oft nicht hat, aber immer alle Tiere einzeln in die Vermittlung zu geben, halte ich nach den Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte nicht als das Maß der Dinge.

Hast du dazu informationen, wieso das Tierheim sie einzeln vermittelte?
__________________
--

Grüsse
Diana und das 12-Pfoten-ABC: Amy, Bella und Cassy


nie vergessen: ----------------------------------------------------Kira. Für immer. In Liebe.

Tierschutz ist auch: Richtig Informieren ---> Merken ---> Weitererzählen..

--
Cynti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2018, 14:14   #10
kamikatzee
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Zitat:
Zitat von Cynti Beitrag anzeigen
Ich find das immer schade, den Tieren direkt die Möglichkeit zu nehmen, im Tierheim auf eine Freundin zu treffen.. Sicherlich ist das mit Beobachtungsgabe und Zeit verbunden, welches Tierheimpersonal oft nicht hat, aber immer alle Tiere einzeln in die Vermittlung zu geben, halte ich nach den Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte nicht als das Maß der Dinge.

Hast du dazu informationen, wieso das Tierheim sie einzeln vermittelte?
In diesem Tierheim wurde den Tieren nicht die Möglichkeit verwehrt, Artgenossen kennenzulernen, die anderen Katzen waren mindestens zu zweit dort und die, die sich gut verstanden haben, wurden auch nur zu zweit vermittelt. Warum unsere alleine war, weiß ich nicht, aber es hieß, man könne sich zwar vorstellen, dass sie auch als Zweitkatze geeignet wäre, aber das müsse wohl nicht sein. War auch gar kein Diskussionsthema, als wir erzählten, dass sie Freigängerin wird. Die Pfleger sind sehr engagiert und wissen bestimmt gut, was für welche Katze am besten ist.

Unsere vorherige Katze Minka war eine echte Einzelgängerin, die in der Nachbarschaft mit keiner Katze was zu tun haben wollte außer mit einem Katzenkumpel, den sie hatte. Wenn wir feststellen sollten, dass Sora unglücklich ist ohne Katzengesellschaft, werden wir es uns natürlich überlegen, aber auf Biegen und Brechen zu vergesellschaften halte ich auch für falsch. Minka wäre wahrscheinlich ausgezogen, wenn wir es gewagt hätten, ihr ein weiteres Tier vorzusetzen.
kamikatzee ist offline   Mit Zitat antworten
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