Zweitkatze??

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Hallo! Ich weiß das ich hier nicht die einzige mit dieser Frage bin, aber es ist ja doch immer eine sehr individuelle entscheidung. Deswegen fange ich jetzt einfach mal an euch meine Situation zu schildern und ich würde mich sehr über eure einschätzung freuen. Also ich wollte eigendlich von Anfang an 2 Katzen haben um sicher zu gehen, dass es ihnen gut geht und sie auch beschäftigt sind, wenn ich mal nicht da bin. Ich sie also auch mal ein We in fremde Betreuung geben kann usw. Nun habe ich ja mein Traumkätzchen bei einer sehr netten Züchterin gefunden. Sie ist 2 Jahre alt und sehr auf den Menschen bezogen. Die Züchterin vermittelnt normalerweise keine Tiere in Einzelhaltung aber bei ihr hat sie eine Ausnahme gemacht, weil sie denkt, dass es für sie besser ist. Sie wollte immer lieber mit den Menschen im Haus spielen und schmusen als mit den anderen Katzen von denen wurde sie immer nur verprügelt und hat reiß aus genommen. Auch von ihren Kitten wollte sie immer recht schnell nichts mehr wissen. Richtig schlimm war es dann, als sie kastriert war, da hat sie nur noch Prügel bezogen und is garnicht mehr unterm Schrank hervor gekommen. Als ich sie mitgenommen hab und sie in ihrem Transporter war hat man richtig gemerkt wie froh sie war, dass die anderen sie da nicht erreichen können und sie ihre Ruhe hat. Ich hoffe das reicht zur Vorgeschichte.
Auch jetzt habe ich nich das Gefühl, dass ihr etwas fehlt, sie ist immer in meiner Nähe wenn ich da bin, akzeptiert aber auch, wenn ich mal nicht schmusen oder spielen will. Sie putzt mich und "beißt" auch mal beim streicheln in die Hand, was ich aber eher als kabbern oder so bezeichnen würde (ähnlich wie Hunde auch gerne mal auf der Hand rumkauen, das tut ja auch nicht weh). So meine Bedenken sind jetzt nur, dass sich das noch ändern könnte, also, dass sie doch eines Tages einen Kumpel vermisst. Sie ist nämlich auch unheimlich verspielt und ich bin mir desse bewusst, dass ich keine Katze bin und deshalb diesen Spieltrieb nur teiweise decken kann. Am liebsten Spielt sie zum Beispiel fangen und verstecken, was bei uns beiden natürlich sehr lustig aussieht, wenn ich vor ihr weg laufe ^^.
Gestern habe ich auf jeden Fall ein Video auf Youtube angesehen und da haben Katzen miaut, als sie das gehört hat hat sie sofort angefangen wie verrückt zu knurren! Danach ist sie immer um mich rum gelaufen und hat sie andere Katze gesucht. Das ist doch ein Zeichen von agression oder? Sie war auch anfangs ganz nervös, als sie die "andere" Katze im Spiegel gesehen hat, aber mitlerweile weiß sie wohl, dass die da nicht raus kann. Spricht das nicht eher dafür, dass sie so alleine ganz glücklich ist??
Also mich würde eure Einschätzung zu der Situation interessieren. Bis zu welchem Alter denkt ihr kann ich mir für die Entscheidung Zeit lassen? Denkt ihr sie "vergisst" vielleicht irgendwann mal die negativen Erfahrungen die sie gemacht hat und sehnt sich nach einem Kumpel? Danke schonmal für eure Antworten. :yeah:
 
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Ronja 2009

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Oh, das ist natürlich eine Zwickmühle. Katzengesellschaft ist an sich schon besser als Einzelhaltung. Ich kann dir da echt nichts raten. Außer dass ich eine Zusammenführung wenn dann so schnell es geht versuchen würde (je länger du wartest, desto mehr wird sie zur Einzelkatze), mit einer ganz sozialen, ruhigen, wenig menschenbezogenen Katze. Wenn es scheitert, ist es natürlich unfair der 2. Katze gegenüber, die dann wieder weg müsste. Ist nicht so einfach…

Kann deine Katze denn raus, oder ist sie eine reine Wohnungskatze? Im ersten Fall könnte sie problemlos deine einzige Katze bleiben, also im Haus die Alleinherrschaft ausüben, sich zurückziehen und ihre Menschen genießen, und draußen selbst entscheiden, ob sie soziale Kontakte will oder nicht.

Ich finde es jedenfalls toll, dass du dir Gendanken machst :) Damit ist die Katze schonmal grundsätzlich gut bei dir aufgehoben.
 
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Danke erstmal. Ja ich finde es auch wirklich schwierig, weil mir schon wichtig ist, dass es ihr gut geht, aber man kann ja leider nicht in die Katze hinerinschauen und da ich ein Anfänger bin, habe ich auch Angst eindeutige Signale zu übersehen, ich weiß ja nicht, was eigendlich "normal" wäre... Gibt es da vielleicht so "Anzeichen" die man sich merken kann, an denen man merkt, dass sie unglücklich ist?? Mal eine Frage am Rande, ist das hier eigendlich das richtige Unterforum zu dem Thema?? War mir nicht so sicher ob ichs hier oder zu den Anfängern packen soll...

Sie ist eine reine Wohnungskatze, hat somit keinen Kontakt zu anderen Katzen. Außerdem ist sie eine Pendelkatze, also unter der Woche ist sie mit mir allein in meiner Wohnung und am Wochenende mit mir bei meinen Eltern. Den Ortswechsel verkraftet sie ganz gut. Nur die fehlende Aufmerksamkeit bei der Fahrt scheint sie manchmal zu stören, dann maunzt sie oder kratzt am Korb, weil sie weiß, dass ich mich dann um sie kümmer. Man merkt auch wie sehr sie sich anpasst, meine Wohnung ist recht klein und wenn ich an der Uni bin ist sie ja auch mehr alleine als am Wochenende, daher schläft sie hier viel mehr als bei meinen Eltern, da ist sie sehr aktiv und will am liebsten den ganzen Tag nur spielen, daher komme ich überhaupt darauf, dass sie vielleicht doch lieber einen Spielgefährten haben sollte. Bei mir beschäftigt sie sich doch viel allein oder schläft halt, bei meinen Eltern ist meistens mehr los, also Besuch oder wenn ich nicht da bin spielen meine Eltern mit ihr und so weiter, aber sie ist einfach nicht kaputt zu kriegen und daher bin ich auf die Idee gekommen, dass ein Spielgefährte vielleicht doch gut wäre.
Was sagt ihr zu dem knurren? Machen eure Katzen das auch?? Würde mich mal interessieren... LG!!

Achja, das hab ich vergessen: Die Züchterin hat sie mir wie gesagt als expliziete Einzelkatze vermittelt, da sie sich mit keinem aus der Gruppe verstanden hat. Aber sie meinte, dass sie natürlich nicht abschätzen kann wie sie sich allein verhält und ob es nicht doch irgendwo DEN Partner für sie gäbe.
 
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Ronja 2009

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Ob das das richtige Unterforum ist, weiß ich auch nicht, passt doch halbwegs. Ist eigentlich egal.

Anzeichen gibt es schon, obwohl viele Katzen Unglücklichsein lange tolerieren und verbergen. Irgendwann geht es aber doch los. Das reicht von Langeweile und Unausgelastetsein (Tapetenkratzen, ständiges "Unsinnmachen", Haare ausrupfen, Menschen beim Spiel zu hart angehen) bis zum Protest (Urinieren, Koten außerhalb des Klos). Andere gelangweilte Einzelkatzen resignieren irgendwann einfach und schlafen viel, kehren sich mehr nach innen, fressen viel aus Langeweile. Das verwechseln die Leute dann oft mit "die wird halt ruhiger, wenn sie ausgewachsen ist".

Ja, manche Katzen reagieren auf Maunzen bei Filmen, manche nicht. Aber eher selten mit Knurren, oder?

Wenn sie die Woche über den ganzen Tag alleine in der Wohnung sitzt, ist das natürlich nicht so gut. Da würde ich (persönlich) dann doch für Katzengesellschaft sorgen oder Freigang gewähren. Vielleicht wäre Freigang für diese spezielle Katze das beste. So kann sie sich, wie gesagt, selbst aussuchen, ob sie Kontakt mit anderen Katzen will.
 

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