Zusammenführung zweier Freigängerkater

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stele

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Hallo an Alle,
Ich benötige Rat aus dem Forum.
Ich habe vor einigen Tagen einen Freigängerkater aufgenommen, der an seinem vorherigen Wohnort aus verschiedenen Gründen nicht mehr bleiben konnte. Bevor er in ein Tierheim kommt, habe ich mich nach langem Ringen entschlossen, ihm bei mir und meinem Kater eine Chance zu geben.
Ich habe mehrere Infos über die Zusammenführung gelesen und habe mich über Zeitpunkt, Raum, Utensilien informiert und die Wohnung vorbereitet.
Nach der Ankunft und schreien, fauchen und aufgestellte Haare beider Kater habe ich den neuen Kater separiert mit Kratzbaum, Katzentoilette und Futter im Schlafzimmer. Als er neugieriger wurde, habe ich eine weitere Schleuse eingerichtet, jetzt hat er Diele, Bad und Büro. Der Wohnbereich ist mit einer Katzenklappe für meinen Kater der "eingeschränkte Lebensraum". Immer, wenn mein Kater draußen ist, verschließe ich die Katzenklappe und öffne die Küchenschleuse, so dass der neue die ganze Wohnung inspizieren kann. Das tut er auch sehr interessiert,, aber sehr vorsichtig. Wenn irgendetwas raschelt, rennt er wieder ins Schlafzimmer. Gestern hatte ich dann "Katzen-Konzert". Beide saßen vor ihren Seiten auf der Küchenschleuse und schnüffelten durch die Türritze und jaulten. Ich habe mich gezwungen nicht einzugreifen und nach einigen Minuten ließen Sie voneinander ab. Mein Kater macht eher einen ruhigen Eindruck, fast besorgt und fürsorglich, der neue Kater faucht schnell und zieht sich zurück. Der neue Kater scheint sehr intelligent, er hat schon an der verschlossenen Katzenklappe gerappelt und es scheint eine Frage der Zeit, wann er das verstanden hat zu öffnen, was mich zusätzlich beunruhigt.
Eigentlich glaube ich einiges richtig zu machen, doch es beunruhigt mich die Frage, ab wann man merkt, dass die Zusammenführung scheitert? Ich möchte auch meinem Kater keine unnötigen Einschränkungen auferlegen, und möchte einfach wissen, wie die Zeichen stehen.
Ich danke für Eure Hilfe.
Gruß
Stephan
 
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Stephan, das liest sich alles sehr ordentlich und normal...

Seh ich auch so.
Nach einer Woche kann man noch nicht viel erwarten.
Ich hab vor 14 Wochen einen neuen Freigänger zu meinem (alt)Kater geholt.
Der Durchbruch bei den beiden kam erst vor knapp 14 Tagen.

Wobei bei uns dazukam, dass der neue ein Wildling, und mein Kater ein verwöhnter Einzelprinz war, dem die Wohnung alleine gehörte.

Das dauert bei Freigängern meist etwas länger, weil sie durch den Freigang die Möglichkeit haben, einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen.

Also nicht den Mut verlieren.
 
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Pieper

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Wenn irgendetwas raschelt, rennt er wieder ins Schlafzimmer. Gestern hatte ich dann "Katzen-Konzert". Beide saßen vor ihren Seiten auf der Küchenschleuse und schnüffelten durch die Türritze und jaulten. Ich habe mich gezwungen nicht einzugreifen und nach einigen Minuten ließen Sie voneinander ab. Mein Kater macht eher einen ruhigen Eindruck, fast besorgt und fürsorglich, der neue Kater faucht schnell und zieht sich zurück.

Es liest sich alles gut, Stephan. Ich hatte hier auch einige Zusammenführungen mit Freigängern.

Der neue Kater ist zu Recht ängstlich, er sieht sich selbst als Eindringling in das Revier deines Katers. Dein Kater, ruhig, fast besorgt, ist der Grund für mich, dich sehr hoffnungsfroh zu stimmen. Denn nicht jeder Revierkater zeigt sich ruhig und gelassen, wenn ein Neuer das Revier betritt. Dein Kater klingt sehr sozial.
Ich würde mit der Schleuse erstmal weiter machen.

Könntest du dir stattdessen eine Gittertür vorstellen? Sie wäre noch effektiver.

Bisher ist alles sehr, sehr gut.:)
 
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stele

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Zusammenführung

Könntest du dir stattdessen eine Gittertür vorstellen? Sie wäre noch effektiver.

Bisher ist alles sehr, sehr gut.:)

Ich habe davon gelesen, dachte aber, dass es auch mit den Schleusen gehen kann.
Heute habe ich für den "Hauptwohnraum des Katers" Catitude gekauft und es zeigte unmittelbar Wirkung. Der Kater kam viel zur Ruhe, schnurrte und hat meine Nähe genießen können. Bei unbedachtem Körperkontakt fängt er schnell an zu fauchen und schlägt zu, deshalb versuche ich einfach in seiner Nähe zu sein.
Das "Konzert" an der Schleuse ist auch etwas weniger aggressiv. Erst werden beide leiser, dann lassen sie voneinander ab.

LG Stephan
 
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stele

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Zusammenführung mit Gittertür

Es liest sich alles gut, Stephan. Ich hatte hier auch einige Zusammenführungen mit Freigängern.

Könntest du dir stattdessen eine Gittertür vorstellen? Sie wäre noch effektiver.

Bisher ist alles sehr, sehr gut.:)

Ich komme wohl an der Gittertür nicht vorbei, morgen wird sie (hoffentlich) eingesetzt, und dann kann ich mehr sagen.

LG Stephan
 
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stele

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Hallo Forum - ich brauch noch einmal Hilfe.

ich habe jetzt seit gut 2 Wochen eine Gittertür in meine Schleuse eingebaut, doch meine Hoffnung, dass sich beide Kater dort beschnuppern und mir zeigen, wie weit sie in der Zusammenführung sind, hat sich nicht erfüllt.
Stattdessen sitzen Sie beide in verschiedenen Räumen in der Wohnung und trauen sich sehr selten in die Nähe der Tür.
Dem Neukater reicht der eingeschränkte Raum nicht mehr aus und er kennt sehr gut, wo der Ein-/Ausgang der Wohnung ist und drängt aus seinem zugesprochenen Raum. Er fitscht mir beim Hineingehen in die Wohnung in den Keller und ist auch mit Leckerchen nicht zu locken. Eine ungeschützte Schnupperprobe endete in einem kurzen Kampf und Geschrei - Gottseidank ohne Fellverlust oder Blut. Ich merke, er möchte unbedingt wieder raus, doch ich weiß nicht, ob er wieder zurückkäme, weil die Wohnung das Revier von meinem Ursprungskater ist. Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Vielen Dank für Eure Hilfen
Stephan
 
Filoukeks

Filoukeks

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Wenn du das Gefühl hast, dass du die beiden zusammen lassen könntest, dann mach es einfach; zwei Wochen sind, finde ich, eine ausreichend lange Zeit für den Einsatz der Gittertür, wenn beide dabei keine Aggressionen zeigen. Weil ihre Begegnung ja nicht blutig ausfiel, würde ich sagen, dass du sie einfach machen lassen könntest. Durch die anhaltende Trennung kommt ihr ja irgendwie nicht weiter voran.

Wann der richtige Zeitpunkt fürs Rauslassen ist, kannst du wahrscheinlich am besten entscheiden; wenn er sich offensichtlich noch nicht heimisch fühlt, sollte er noch in der Wohnung bleiben.

Bei meiner Zusammenführung war z.B. der gemeinsame Freigang auch ausschlaggebend für erste richtige Fortschritte, weil sich die Katzen draußen besser verstanden.
 
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stele

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Daumen drücken...

Ich bin immer noch hin- und hergerissen. Ich möchte den Kater wirklich gern behalten, aber es gibt nicht wirklich eine gute Prognose, höchstens mal "lichte Momente". Und die habe ich genutzt um weiter voran zu kommen. Nach einigen ruhigen Kontakten an der Gittertür habe ich mich entschlossen, die beiden Kater nach nunmehr 8 Wochen Trennung gestern zusammenzulassen.
Eigentlich lief das ganz gut, es gab kein großes Handgemenge, merke aber, das die beiden noch Zeit brauchen. Also geht die Tür immer nur auf, wenn ich im Haus bin, sonst bekomme ich einen "Herzriss"...
Trotzdem bleibe ich mit den Profis von Katzenschutzverein in Kontakt...
 

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