Wie oft Wohnungskatzen entwurmen?

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Zugvogel

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  • #21
Oh bitte. Die drei Teufel mal wieder.
:aetschbaetsch1:

Es ist so: Im Zweifelsfall lasse ich nachprüfen, ob eine Krankheit vorliegt oder nicht, und das Testergebnis wird alles weitere bestimmen.

Ohne ersichtliche Krankheit keine Behandlung, auch keinen Entwurmer.


Zugvogel
 
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  • #22
Ich halte das nicht anders.
Nur spare ich mir vorherige Tests, wenn sie ganz offensichtlich nutzlos sind, weil sie keine sicheren Ergebnisse bringen.
 
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Zugvogel

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  • #23
Ich halte diese Tests für absolut sinnvoll und aussagekräftiger als manch andere (sehr teure) Testverfahren.

Und so lange eine Miez nicht grad Würmer spuckt oder schissert, werde ich niemals Entwurmer geben ohne den Test, aber niemals auf Verdacht.


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  • #24
Jfa

Niesen? Ich dachte immer das zeigt sich durch Husten.

Hi JFA,
kann sich bei Lungenbefall auch durch husten äußern und als zusätzliches Merkmal Augenentzündung. Wenn sich die Katze dann flach legt um besser Luft zu bekommen ist es leider zu spät.
LG kookie
 
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  • #25
Eva Zugvogel

Und so lange eine Miez nicht grad Würmer spuckt oder schissert, werde ich niemals Entwurmer geben ohne den Test, aber niemals auf Verdacht.

Du kannst deine Methode so beibehalten aber mir ist die Gesundheit meiner Mietze wichtiger denn wenn Frau Mietze schon Würmer erbricht dann ist das Tier aber schon gut befallen. Und denk immer daran und das wird dir jeder Tierarzt bestätigen nicht alle Würmer werden durch Kotuntersuchungen erfasst.
moin von kookie
 
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  • #26
Du kannst deine Methode so beibehalten aber mir ist die Gesundheit meiner Mietze wichtiger denn wenn Frau Mietze schon Würmer erbricht dann ist das Tier aber schon gut befallen. Und denk immer daran und das wird dir jeder Tierarzt bestätigen nicht alle Würmer werden durch Kotuntersuchungen erfasst.
moin von kookie

Meine Tierärztin sagte mir, daß es höchst selten eine Kotprobe mit 'falsch negativ' gibt, der Prozentsatz liegt bei unter 1 %.

Sollen wir nun beide Tierärzte vereidigen lassen? :aetschbaetsch1:

Wenn eine Katze Würmer erbricht, ist das nicht ein besonders starker Wurmbefall, sondern es kommt viel mehr auf das Entwicklungsstadium der Würmer an. Solange sie noch im Darm sind, können sie ja schlecht gespuckt werden, und wären es noch so viele.
Es scheint auch die Ansicht zu geben, daß im Katzenorganismus sich die Würmer unten absetzen und je nach Stärke des Befalls wird der Körper nach oben aufgefüllt, so als fülle man eine Tüte mit irgendwas. Ganz so aber ist es nicht...

Und gerade WEIL mir die Gesundheit der Katzen sehr am Herzen liegt, stopfe ich nicht in festgelegtem Turnus Medikamente rein, die wahrhaftig keine Zuckerbonbons sind, auch keine 'Nimm 2', also zur Wiederholung der sogenannten Kur geraten wird.

Ich behandele generell nur kranke Katzen, ob es Entwurmer sind, oder vielleicht AB (oder gibt man die auch alle Quartal, weil sich Katze ja was einfangen könnte? ;)) oder Pilzmittel mit der gleichen Begründung? :grr:


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Mime

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  • #27
:rolleyes:
Zum xxxxxten Male:
Das ist falsch!

Wenn eine Katze Würmer erbricht, ist das nicht ein besonders starker Wurmbefall, sondern es kommt viel mehr auf das Entwicklungsstadium der Würmer an. Solange sie noch im Darm sind, können sie ja schlecht gespuckt werden, und wären es noch so viele.
Es scheint auch die Ansicht zu geben, daß im Katzenorganismus sich die Würmer unten absetzen und je nach Stärke des Befalls wird der Körper nach oben aufgefüllt, so als fülle man eine Tüte mit irgendwas. Ganz so aber ist es nicht...
denn:
Tier nimmt Wurmeier auf, diese entwickeln sich im Tier zu Larven, die dann durch die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf und von da aus ins Gewebe gelangen (besonders gerne den Bronchen, weswegen Husten oft ein Zeichen für Verwurmung ist).
Irgendwann setzen sich die Larven (ggf. nach monate-oder jahrelanger Ruhezeit) in Bewegung und werden (s.o.) hochgehustet und geschluckt. NACH Passieren des Magens setzen sie sich dann im Darm fest und saugen sich an der Darmwand fest. Im Magen bleiben die nicht....
Wenn sie dann geschlechtsreif oder aber auch einfach zu viele sind, werden Eier ausgeschieden oder aber adulte Würmer.
Bei massivem Befall ist es tatsächlich so, dass adulte Würmer wegen "Überfüllung" des Darms erbrochen werden.


Siehe auch hier:
Diagnose .
Die Diagnose des Wurmbefalls geschieht meist über die mirkoskopische Untersuchung des Tierkotes.
Sie ist aufwendig und leider nicht immer ganz zuverlässig.
Dies liegt zum einen an der unregelmäßigen Eiausscheidung und den unterschiedlichen Entwicklungsstadien der verschiedenen Wurmarten.
Das negative Ergebnis einer Kotuntersuchung besagt also nur, dass zur Untersuchung keine Wurmeier oder -larven im Tierkot nachgewiesen werden können, aber nicht dass das Tier keine Würmer hat.


Spulwurm :

Spülwürmer kommen überwiegend bei Welpen vor, aber auch erwachsene Hunde und Katzen sind vor ihrem Angriff nicht sicher.
Die Welpen werden von der Mutter über die Milch mit den Wurmlarven infiziert, diese wandern durch den Körper der Wirtstiere, um schließlich den Dünndarm zu besiedeln, wo sie sich mit Hilfe ihrer Sauglippen an die Darmwand anheften.
Von dem reichhaltigen Nährstoffangebot des Wirtes profitiert der Parasit und entzieht den Welpen wichtige Nährstoffe, die zu einer schlechten Entwicklung führen können (Jungtiere neigen zum Kümmern, zu rachitischen Beschwerden und Darmkatarrh, zeigen oft einen aufgeblähten Bauch und struppiges Fell) .
. Im allgemeinen überlebt der Wurm dadurch, daß er sich verborgen hält und seinen Wirt nicht tötet, nur so kann der Wurm sein eigenes Überleben sichern und möglichst viele Tiere anstecken.
Bei starker Überbesiedelung im Darm können vom Tier auch mal Würmer erbrochen werden, das ist jedoch ein eher seltenes Zeichen für einen Wurmbefall.
Ältere Katzen entwickeln gelegentlich eine Art Altersresistenz.
Nach oraler Aufnahme infektiöser Eier erreichen die meisten Larven nach einigen Umwegen im letzten Entwicklungsstadium den Dünndarm.
Manche wandern jedoch in den arteriellen Kreislauf, verteilen sich im Gesamtorganismus und kapseln sich in der Muskulatur ab - Trächtigkeit aktiviert sie wieder!!!
Die Infektion mit diesem Wurm ist für uns Menschen und besonders für unsere Kinder von großer Wichtigkeit, da sich dieser Parasit beim Menschen als die gefürchtete Wanderlarve einnistet.



Quelle:http://www.aktiv-fuer-tiere.de/krank/wuermer.htm

Oder hier:

Der häufigste Spulwurm bei den meisten Katzen ist Toxocara mystax (Syn. Toxocara cati), seltener ist der Befall mit Toxascaris leonina. Beide Spulwurmarten kommen weltweit vor und der Spulwurmbefall ist eine sehr häufig auftretende Endoparasitose. Die bis zu 10 cm langen adulten Spulwürmer leben im Dünndarm. Die Wurmweibchen produzieren sehr viele Eier, die mit dem Kot in die Umwelt gelangen. In den Eiern entwickeln sich nach etwa vier Wochen die infektiösen Larven.
Spulwürmer und ein Gurkenkernbandwurm im Erbrochenen einer Katze

Die Ansteckung erfolgt stets peroral und kann auf drei Wegen erfolgen:

über die Aufnahme mit Larven infizierter Transportwirte,
von der Katzenmutter auf ihre Welpen über die Muttermilch (nur bei T. mystax) oder
als Schmutzinfektion durch Aufnahme larvenhaltiger Eier.

Prinzipiell benötigen Spulwürmer keine Zwischenwirte. Dennoch ist die Ansteckung über Transportwirte wie Nagetiere der häufigste Infektionsweg bei erwachsenen Katzen. Die Larven wandern im Transportwirt durch die Darmwand in die Muskulatur oder innere Organe. In der Katze werden sie bei der Verdauung freigesetzt. Bei einer Schmutzinfektion nimmt die Katze selbst larvenhaltige Eier auf. Die Larven werden im Magen freigesetzt, durchbohren die Magen- oder Dünndarmwand und gelangen über den Blutkreislauf in die Lunge. Von hier aus werden sie hochgehustet und gelangen durch Abschlucken des Sputums wieder in den Dünndarm, wo sie sich zu den adulten Würmern häuten. Bei T. mystax können die Larven – wie in den Transportwirten – auch über den Blutweg in andere Organe (unter anderem die Milchdrüse) wandern und dort ein Ruhestadium in abgekapselten Knötchen einnehmen. Die hormonell ausgelöste Mobilisierung dieser ruhenden Larven in der Milchdrüse zum Ende der Trächtigkeit ist die Grundlage des dritten Infektionsweges, welcher der häufigste bei Katzenwelpen ist. Die über die Milch ausgeschiedenen Larven gelangen in den Darm der Kätzchen und verhalten sich im weiteren wie bei der Infektion über Transportwirte.

Im Allgemeinen bleibt der Befall mit Spulwürmern bei Katzen symptomlos. Erst bei stärkerem Befall treten – vor allem bei Jungtieren – unspezifische Symptome wie breiiger Kot sowie infolge eines Nährstoffmangels struppiges Fell, Haarausfall, Abmagerung und Austrocknung auf. Ein massiver Befall kann bei Jungtieren auch zu Wachstumsstörungen des Skeletts mit Verformungen der Knochen und aufgetriebenen Gelenken führen. Sehr selten kommt es zu einem Darmverschluss durch die Anhäufung von Würmern oder zu einer Bauchfellentzündung infolge die Darmwand durchbohrender Würmer. In diesen Fällen treten schwere Allgemeinstörungen („akuter Bauch“) auf.

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Wurminfektionen_der_Katze
 
Carino

Carino

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  • #29
@Zugvogel

Ich sehe es eher so, daß die Würmer ihren üblichen Zyklus durchlaufen:

Quelle

Ich halte es nicht so sehr für eine sehr starke Verwurmung, wenn eine Katzen zwischendrin Würmer spuckt, sondern eben nur die Stadienzeit, in der die Würmer in der Lunge sind.
Du bist also der Meinung, dass Würmer aus der Lunge "erbrochen" werden??? :muhaha:

Es ist aber tatsächlich so, dass die Würmer (auch) im Dünndarm leben, wenn es dort eng wird, geraten sie in den Magen, wo sie sich nicht wohl fühlen, ("wurlen") und so den Magen zum erbrechen aktivieren.
Erbrochene Würmer sind ein Zeichen starker Verwurmung.
Wenn Würmer nach einer Entwurmung zum Vorschein kommen, sind sie am Absterben und können sich nicht mehr dort halten, wo sie hingehören. Im Magen "stören" sie eben und werden erbrochen.

Mime hat ja eigentlich genug geschrieben/zitiert.
Trotzdem noch einmal meine Antwort an dich in einem anderen Thread. Lesen/aufnehmen/verstehen wirst du wahrscheinlich weder das eine noch das andere.
Hast du eigentlich eine Vorstellung was die ausgewachsenen Würmer (bis zu 10cm lang!), die erbrochen werden, in der Lunge anrichten würden, kämen sie tatsächlich aus der Lunge?
Es sind Larvenstadien, die die Lunge durchwandern (trotzdem schädigen) und dann abgehustet und verschluckt werden.
 
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Zugvogel

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Hi JFA,
kann sich bei Lungenbefall auch durch husten äußern und als zusätzliches Merkmal Augenentzündung. Wenn sich die Katze dann flach legt um besser Luft zu bekommen ist es leider zu spät.
LG kookie

Wie kommt es, daß bei Augenentzündungen nie der Verdacht auf Würmer fällt? Generell gibts dann ohne Erregerbestimmung AB und/oder Cortison. Sollte man dann auch gleich noch Entwurmer dazu verabreichen? :confused:

Noch in keinem Bericht über Augenentzündungen ist mir ein Hinweis 'kann auch auf Lungenwürmer deuten' aufgefallen. Ist das allgemein bei den Ärzten nicht bekannt? :confused:


Zugvogel
 
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q. e. d. ...
 
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  • #32
@ Eva Zugvogel

Wie kommt es, daß bei Augenentzündungen nie der Verdacht auf Würmer fällt? Generell gibts dann ohne Erregerbestimmung AB und/oder Cortison. Sollte man dann auch gleich noch Entwurmer dazu verabreichen? :confused:

Noch in keinem Bericht über Augenentzündungen ist mir ein Hinweis 'kann auch auf Lungenwürmer deuten' aufgefallen. Ist das allgemein bei den Ärzten nicht bekannt? :confused:


Zugvogel

Doch das hatte ich schon einmal in einen früheren Posting erwähnt und gerade diese Endoparsiten sind schlecht mit der Kotprobe zu erwischen bzw fest zu stellen und wenn dann kann es bereits zu spät sein.
kookie
 

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