Vechta: Artikel zeigt nicht auf Warum es so viele Streuner gibt.

neko

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Hier zu lesen
https://www.noz.de/lokales/56502173/landkreis-vechta-keine-fremden-katzen-anfuettern

Zusammenfassend:
Der Landkreis Vechta weist darauf hin, dass man fremde (Streuner)Katzen nicht anfüttern soll, da sie Tierschutzrechtlich sonst in den Besitzt des Fütternden übergehen.

Leider wird mit keinem Wort darauf hingewiesen, dass die Ursache der Streunerkatzen darin zu finden ist, dass die Leute füttern, sich aber sonst nicht um die Katzen kümmern. Weder medizinische Versorgung, geschweige denn Kastration und Markierung aller potenten Tiere wird auch nur nur mit einem Wort erwähnt.
Von den ausgesetzten, unkastrierten Tieren, die sich vermehren auch kein Wort.
Schade.
Der Artikel hätte endlich mal aufklären können, dass es falsche Tierliebe ist, Katzen nur anzufüttern und sonst nichts zu tun. Der Autor hätte beschreiben können WIE man das Katzenelend am effektivsten angehen kann (entweder nicht Füttern anfangen oder eben anfüttern und dann aber kastrieren).

Gerade jetzt, wo die neuen Frühjahrs- und Sommerwürfe da sind, werden die Leute aufhören zu füttern und viele Tiere werden im Herbst zugrunde gehen, wenn die Natur nicht mehr genug Nahrung bietet. DAS ist für mich KEINE Lösung, wie man die Streunerkatzen reduziert! (Aber für die Gemeinden und die Bauern die billigste Methode :reallysad:)

Bitte versucht die Menschen zu sensibilisieren, was das Katzenelend angeht und zeigt aber auch Lösungen auf und haut nicht nur drauf mit Kommentaren wie: "Wer die Katzen füttert ist Eigentümer, das ist jetzt deren Problem!!"


Grüssle
neko
 
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mrs.filch

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Oh je... solche Artikel sind einfach nur schlimm...

Ich vermute, du wirst ohnehin schon tun, was du tun kannst
- Leserbrief an die Zeitung
- Mail an den Landkreis mit Hinweis auf Kastrationsverordnung und Kennzeichnungspflicht.
- jeden aufklären, der dir unter die Finger gerät :oops:

sprich: wieder mal gegen Windmühlen kämpfen...

irgendwann schaffen wir es, bestimmt!
 
streunerhof

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Das hier dürfen Zeitungen sogar veröffentlichen.
 
Ute

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Ich finde beide Zeitungsartikel jetzt gar nicht soooo schlimm, denn beide versuchen (wahrscheinlich im Rahmen des machbaren) zu sensibilisieren. Bevor jetzt alle aufschreien: was hier an der Futterstelle auftaucht und nicht definitiv einem Besitzer zugeordnet werden kann, wird kastriert (wenn es der gesundheitliche Zustand der Katze zuläßt).

@ mrs.filch: in B.-W. gibt es weder eine Kennzeichnungs- geschweige denn, eine Kastrationspflicht.

Vielleicht sollte man einfach auch mal versuchen, sich in die Lage der "fütternden" Menschen bzw. in die der hungrigen Katzen hineinzuversetzen. Ich finde es nicht wirklich spaßig, eine klapprige hungrige Kätzin von der Futterstelle zu vertreiben, nur weil ich Angst habe, dass sie dann auch noch ihre Kinder mitbringt - aber gut, wer damit leben kann und das Argument daherbringt "Hauptsache, sie vermehren sich nicht!" - keine Nacht könnte ich unter diesen Bedingungen ruhig schlafen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Frau Sue

Frau Sue

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Ich finde den Artikel jetzt auch nicht SO schlimm. Im Grunde ist die Kernaussage: Kastriert eure Katzen (natürlich auch Kater). Und ich finde, das ist genau das, worauf es ankommt. Denn würde das von allen umgesetzt werden, wäre das Problem mit den Streunern auch nicht so groß.

Also wie man das Problem umgeht, wird vom Artikel nicht gänzlich ignoriert. Außerdem finde ich SEHR gut, dass endlich mal empfohlen wird, mit 5 Monaten kastrieren zu lassen. Das kennen wir ja auch anders.


Etwas verwundert war ich über den Beitragstitel. Ich habe, seit ich hier wohne, gerade mal zwei Streuner gesehen, die ich aufgrund ihres Zustandes auch eher den Freigängern zu ordnen würde (ich konnte nicht sehen, ob sie kastriert waren).
Hab dann aber im Artikel gelesen, dass es um den Landkreis geht. Okay, das ist dann wieder was anderes, den kenn ich nicht komplett und hier mag es in anderen (mir unbekannten) Ecken sicher anders aussehen.
 
neko

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Ah danke für den Link Eva, ist gespeichert und wird bestimmt noch von Nutzen sein :)

Ute, ich wollte damit nur drauf hinweisen, dass es eben kein Tierschutz ist, Katzen nur zu füttern und sonst nix zu tun. Es gibt so viele Leute, die die Katzen nur füttern und sonst aber keine Verantwortung übernehmen wollen.
Frag mal in Schrebergartenanlagen und Co. nach. Da kennen viele die Katzen und füttern sie auch, das wars aber dann gewesen.
Und dann im Winter?? Im Winter wo es eh schon hart ist für solche Streuner Nahrung zu finden sind auch keine Schrebergärtner da, die füttern. Sowas finde ich unmöglich.

Na ich hoffe immer noch, dass bald noch viel mehr Gemeinden die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigänger einführen. Das würde es wenigstens leichter machen, alle potenten Katzen, die draussen sind zu kastrieren, ohne dass der Besitzer Ärger machen kann.

Grüsse
neko
 
Katie O'Hara

Katie O'Hara

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man darf ein offensichtlich herrenloses oder sichtbar mageres, hungriges tier sogar knapp 6 monate lang füttern, bevor es rein rechtlich gesehen in das eigentum des fütternden menschen übergeht....

aber wer will das kontrollieren?

wenn ich eine katze 7 bis 8 monate lang füttere, damit sie herbst, winter und ein ev. mageres oder trockenes frühjahr gut übersteht - wer bitte will das genau nachweisen können/wollen?



man sollte den menschen, die gern helfen wollen, nicht auch noch zusätzlich angst machen, ein bissel verantwortung zu übernehmen!
 
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catman_os

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man darf ein offensichtlich herrenloses oder sichtbar mageres, hungriges tier sogar knapp 6 monate lang füttern, bevor es rein rechtlich gesehen in das eigentum des fütternden menschen übergeht....

Wo steht das denn geschrieben??
Ich kann nur vermuten das du dich auf die Katze als Fundsache beziehst. Da gilt die Frist von 6 Monaten. Aber das gilt nur für evtl. Ansprüche des ehemaligen Besitzers. Denn auch da gilt, wer eine Fundkatze übernimmt oder behält, wie auch immer, tritt in alle Pflichten eines Halters ein.
Und was das reine Füttern angeht....
Wer füttert geht ein Obhutsverhältnis ein: Sicher nicht wegen einmal füttern, aber wer regelmässig die Versorgung übernimmt ist rein rechtlich komplett in der Pflicht. Und zwar mit allem, sprich Kastra, und /oder Versorgung von Jungtieren.
Nur weiss das kaum jemand......
 
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